FRUZAQLA 5 mg Hartkapseln
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Pharmazeutische Informationen
Hartkapseln — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19346066
- Darreichungsform:
- Hartkapseln (Hartkapseln)
- Packungsgröße:
- 21 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 5 mg
- Marke:
- FRUZAQLA
- Hersteller:
- TAKEDA GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Das Arzneimittel darf nicht zerkaut, aufgelöst oder geöffnet werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Einnahme um mind. 12 Stunden verpasst: Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Einnahme um max. 12 Stunden verpasst: Nehmen Sie das Arzneimittel ein, sobald Sie daran denken und halten dann Ihren ursprünglichen Zeitplan ein.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
In Absprache mit Ihrem Arzt, abhängig von dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel in der Regel folgendermaßen dosiert:
Allgemeine Dosierungsempfehlung (1.-21. Tag):
Allgemeine Dosierungsempfehlung (22.-28. Tag): Einnahmepause
Beim Auftreten von unerwünschten Arzneimittelwirkungen sollten Sie in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Ihr Arzt kann im Verlauf der Behandlung Dosisanpassungen vornehmen. Für Dosisanpassungen stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Metastasierter Dickdarm-/ Mastdarmkrebs (EGFR-exprimierend mit RAS-Wildtyp), - nach Versagen oder Unverträglichkeit einer vorangegangenen Behandlung mit einem anderen Arzneimittel
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Fruquintinib gehört zu den Proteinkinase-Hemmern und hemmt die Aktivierung bestimmter Andockstellen (Rezeptoren) für Wachstumsfaktoren. Diese Wachstumsfaktor-Rezeptoren sind maßgeblich am Tumorwachstum, der Blutversorgung und der Entwicklung von Metastasen bei Krebserkrankungen beteiligt.
Nebenwirkungen
- Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
- Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
- Bluthochdruck (Hypertonie) durch Arzneimittel
- Heiserkeit
- Stimmverlust
- Durchfälle
- Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
- Entzündung der Mundschleimhaut mit Bläschen (aphthöses Ulkus) durch Medikamente
- Geschwür (Ulkus) im Bereich des Zahnfleischs
- Geschwür im Mund
- Zungengeschwür
- Anstieg der Aspartat-Aminotransferase (ASAT)-Konzentration im Blut
- Vermehrter Gallenfarbstoff (Bilirubin) im Blut
- Anstieg der Aminotransferase (ALAT)-Konzentration im Blut
- Schmerzhafte Hautrötung und Schwellung an Händen u. Füßen (Hand-Fuß-Syndrom)
- Knochenschmerzen
- Muskelkrampf
- Skelettmuskulatur betreffende Brustschmerzen
- Muskelschmerzen
- Knochenschmerzen
- Nackenschmerzen
- Gliederschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Erhöhte Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie)
- Erhöhte Eiweißausscheidung im Urin (Albuminurie)
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
- Ermüdung
- Lungenentzündung durch Infektion (Pneumonie)
- Bakterielle Infektion der oberen Atemwege
- Nasen-Rachen-Entzündung
- Infektiöse Halsentzündung (Pharyngitis)
- Bakterieninfektion
- Ausscheidung von Bakterien mit dem Urin
- Ausscheidung von Bakterien mit dem Urin ohne Symptome (asymptomatische Bakteriurie)
- Entzündung des Unterhautzellgewebes (Zellulitis)
- Eitrige Entzündung eines Haarfollikels (Furunkel)
- Durch Bakerien verursachte Infektion der Nagelplatte
- Bakterieninfektion der Harnwege
- Verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
- Verminderte Zahl an weißen bestimmten Blutkörperchen (Neutropenie)
- Verminderter Kaliumgehalt im Blut (Hypokaliämie)
- Nasenbluten
- Halsschmerzen
- Kehlkopfschmerz
- Blutungen im Magen-Darm-Bereich
- Blutung aus dem Mastdarm
- Blutaustritt aus Hämorrhoiden
- Magen-Darm-Durchbruch
- Erhöhte Werte der Bauchspeicheldrüsenenzyme (Pankreasenzyme)
- Schmerzen im Mund
- Hautausschlag
- Rötlicher (erythematöser) Hautausschlag
- Fleckiger Hautausschlag (makulöser Hautausschlag)
- Fleckig-knotiger Hautausschlag (makulopapulöser Hautausschlag)
- Knotiger Hautausschlag (Papulöser Hautausschlag)
- Immunbedingter Hautausschlag mit Juckreiz
- Schleimhautentzündung
- Hirnerkrankung mit Kopfschmerzen und Krampfanfall (Leukenzephalopathie)
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Gallenblasenentzündung
- Gestörte Wundheilung
- Aufklaffen einer Wunde nach erfolgter Naht (Wunddehiszenz)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 46 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 50 × 87 × 50 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis) aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Geben Sie vor einer Operation - dazu zählen auch kleinere Eingriffe wie z.B. das Ziehen eines Zahnes - die Einnahme/Anwendung des Arzneimittels an, da die Blutungszeit verlängert sein kann.
- Das Arzneimittel darf nur unter strikter medizinischer Überwachung angewendet werden.
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Tartrazin (E 102), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Amaranth (E 123) und Ponceau 4R (E 124)).
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Darmkrebs
Was ist das? - Definition Bösartige (maligne) Tumorerkrankung des Darmes. Den größten Anteil der bösartigen Tumore des Darmes machen Tumore des Dickdarms (kolorektale Karzinome), des Grimmdarms (Kolonkarzinome) und des Mastdarms (Rektumkarzinome) aus.
Krankheitsbild
Darmkrebs (kolorektales Karzinom) zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Er entsteht meist im Dick- oder Enddarm und entwickelt sich oft langsam aus zunächst harmlosen Darmpolypen. Diese kleinen Schleimhautwucherungen können sich über Jahre zu bösartigen Tumoren verändern.
Symptome/Verlauf
Darmkrebs verursacht zu Beginn meist keine Beschwerden. Viele Veränderungen werden daher erst spät bemerkt. Mögliche Symptome sind:
- Veränderungen des Stuhlgangs, zum Beispiel besonders häufiger Stuhldrang, wiederholt Verstopfungen oder ein Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall
- Blut im Stuhl, hellrot oder dunkel
- Schmerzen beim Stuhlgang, krampfartige Bauchschmerzen unabhängig vom Stuhlgang, häufige und starke Blähungen teils mit Stuhlbeimengungen
- bleistiftdünner Stuhl durch Verengungen im Darm
- Gefühl, den Darm nicht vollständig entleeren zu können
- häufige Übelkeit oder Völlegefühle, obwohl wenig gegessen wurde
- ungewollter Gewichtsverlust, Müdigkeit und Leistungsschwäche
- Blutarmut durch unbemerkten Blutverlust im Darm
Diese Symptome können im Einzelnen auch andere Ursachen haben. Ob sich eine Erkrankung dahinter verbirgt und welche, sollte vor allem bei längerem Bestehen der Beschwerden auf jeden Fall ärztlich untersucht werden.
Die Entwicklung von Darmkrebs verläuft oft schleichend: Aus Polypen entsteht nach und nach ein Tumor, der größer werden und den Darm einengen kann. Später können Krebszellen über Blut oder Lymphbahnen in andere Organe - insbesondere Leber und Lunge - gelangen.
Die Heilungsaussichten hängen davon ab, in welchem Stadium sich der Tumor bei seiner Diagnose befindet. Dabei spielt es unter anderem eine Rolle, wie sehr er die Darmwand befallen hat und ob Metastasen in den Lymphknoten oder anderen Organen aufgetreten sind. Allgemein gilt: Je früher Darmkrebs behandelt wird, desto größer sind die Heilungschancen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelter Darmkrebs kann zu ernsten Komplikationen führen. Dazu gehören:
- Verschluss des Darms (Darmverschluss)
- starke Blutungen
- Ausbreitung des Tumors auf umliegendes Gewebe
- Durchbruch des wachsenden Tumors durch die Darmwand
- Abdrücken wichtiger Blutgefäße
- Metastasen in Organen wie Leber oder Lunge
Metastasen erschweren die Behandlung, sind aber oft noch gut therapierbar. Je später der Tumor erkannt wird, desto aufwendiger wird die Behandlung und desto geringer sind die Heilungschancen. Und es steigt das Risiko, an Darmkrebs zu sterben.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Entstehung von Darmkrebs hängt meist mit mehreren Faktoren zusammen. Wichtige nicht beeinflussbare Risiken sind:
- Alter über 50 Jahre
- Darmkrebs in der Familie
- chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie etwa Colitis ulcerosa
- seltene erbliche Erkrankungen
Zu den beeinflussbaren Risikofaktoren zählen:
- ballaststoffarme, fett- und fleischreiche Ernährung
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
- Rauchen und regelmäßiger Alkoholkonsum
- Typ-2-Diabetes
Ein gesunder Lebensstil kann das Risiko deutlich senken.
Das kann helfen
Was der Arzt macht:
Bei Beschwerden, die auf einen möglicherweise vorliegenden Darmkrebs hindeuten, kann der Hausarzt weitere fachärztliche Untersuchungen wie insbesondere eine Darmspiegelung empfehlen. Wird ein Tumor entdeckt, erfolgt die Behandlung meist in spezialisierten Kliniken. Mögliche Therapien sind Operationen, Chemo- und Strahlentherapien oder in fortgeschrittenen Fällen auch moderne zielgerichtete oder immunologische Behandlungen.
Was man selbst tun kann:
Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung mit wenig hoch verarbeiten Lebensmitteln und wenig rotem Muskelfleisch, regelmäßige Bewegung, der Abbau von Übergewicht, der Verzicht auf Rauchen und ein weitgehender oder völliger Verzicht auf Alkohol sind wichtige Schritte zur Vorbeugung. Besonders wichtig: die regelmäßige Teilnahme an Untersuchungen zur Früherkennung und Vorsorge. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen dafür die folgenden Untersuchungen:
- Darmspiegelungen (Koloskopien), die Frauen und Männer ab 50 Jahren zweimal im Abstand von zehn Jahren durchführen lassen können.
- Stuhltests auf Blut im Stuhl, den Frauen und Männer ab 50 Jahren alternativ zur Darmspiegelung alle zwei Jahre machen können.
Wer sich zehn Jahre nach der ersten Darmspiegelung gegen eine zweite entscheidet, kann stattdessen Stuhltests machen. Bei auffälligen Stuhltests besteht stets Anspruch auf eine Darmspiegelung zur weiteren Abklärung.
Bei Krebsverdacht, bei erhöhtem Risiko oder wenn bereits Darmkrebs vorlag, erfolgen die Untersuchungen nach ärztlicher Maßgabe. Werden bei einer Darmspiegelung Krebsvorstufen - Polypen - entdeckt, können sie bereits im Rahmen der Untersuchung entfernt werden, so dass sich kein Krebs daraus entwickeln kann. Zudem wird das entnommene Gewebe untersucht, ob sich darin möglicherweise doch bereits Krebs entwickelt hat.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Kellnhauser, Thiemes Pflege, (2009), 11. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hartkapseln — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19346066
- Darreichungsform:
- Hartkapseln (Hartkapseln)
- Packungsgröße:
- 21 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 5 mg
- Marke:
- FRUZAQLA
- Hersteller:
- TAKEDA GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Das Arzneimittel darf nicht zerkaut, aufgelöst oder geöffnet werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Einnahme um mind. 12 Stunden verpasst: Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Einnahme um max. 12 Stunden verpasst: Nehmen Sie das Arzneimittel ein, sobald Sie daran denken und halten dann Ihren ursprünglichen Zeitplan ein.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
In Absprache mit Ihrem Arzt, abhängig von dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel in der Regel folgendermaßen dosiert:
Allgemeine Dosierungsempfehlung (1.-21. Tag):
Allgemeine Dosierungsempfehlung (22.-28. Tag): Einnahmepause
Beim Auftreten von unerwünschten Arzneimittelwirkungen sollten Sie in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Ihr Arzt kann im Verlauf der Behandlung Dosisanpassungen vornehmen. Für Dosisanpassungen stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Metastasierter Dickdarm-/ Mastdarmkrebs (EGFR-exprimierend mit RAS-Wildtyp), - nach Versagen oder Unverträglichkeit einer vorangegangenen Behandlung mit einem anderen Arzneimittel
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Fruquintinib gehört zu den Proteinkinase-Hemmern und hemmt die Aktivierung bestimmter Andockstellen (Rezeptoren) für Wachstumsfaktoren. Diese Wachstumsfaktor-Rezeptoren sind maßgeblich am Tumorwachstum, der Blutversorgung und der Entwicklung von Metastasen bei Krebserkrankungen beteiligt.
Nebenwirkungen
- Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
- Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
- Bluthochdruck (Hypertonie) durch Arzneimittel
- Heiserkeit
- Stimmverlust
- Durchfälle
- Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
- Entzündung der Mundschleimhaut mit Bläschen (aphthöses Ulkus) durch Medikamente
- Geschwür (Ulkus) im Bereich des Zahnfleischs
- Geschwür im Mund
- Zungengeschwür
- Anstieg der Aspartat-Aminotransferase (ASAT)-Konzentration im Blut
- Vermehrter Gallenfarbstoff (Bilirubin) im Blut
- Anstieg der Aminotransferase (ALAT)-Konzentration im Blut
- Schmerzhafte Hautrötung und Schwellung an Händen u. Füßen (Hand-Fuß-Syndrom)
- Knochenschmerzen
- Muskelkrampf
- Skelettmuskulatur betreffende Brustschmerzen
- Muskelschmerzen
- Knochenschmerzen
- Nackenschmerzen
- Gliederschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Erhöhte Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie)
- Erhöhte Eiweißausscheidung im Urin (Albuminurie)
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
- Ermüdung
- Lungenentzündung durch Infektion (Pneumonie)
- Bakterielle Infektion der oberen Atemwege
- Nasen-Rachen-Entzündung
- Infektiöse Halsentzündung (Pharyngitis)
- Bakterieninfektion
- Ausscheidung von Bakterien mit dem Urin
- Ausscheidung von Bakterien mit dem Urin ohne Symptome (asymptomatische Bakteriurie)
- Entzündung des Unterhautzellgewebes (Zellulitis)
- Eitrige Entzündung eines Haarfollikels (Furunkel)
- Durch Bakerien verursachte Infektion der Nagelplatte
- Bakterieninfektion der Harnwege
- Verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
- Verminderte Zahl an weißen bestimmten Blutkörperchen (Neutropenie)
- Verminderter Kaliumgehalt im Blut (Hypokaliämie)
- Nasenbluten
- Halsschmerzen
- Kehlkopfschmerz
- Blutungen im Magen-Darm-Bereich
- Blutung aus dem Mastdarm
- Blutaustritt aus Hämorrhoiden
- Magen-Darm-Durchbruch
- Erhöhte Werte der Bauchspeicheldrüsenenzyme (Pankreasenzyme)
- Schmerzen im Mund
- Hautausschlag
- Rötlicher (erythematöser) Hautausschlag
- Fleckiger Hautausschlag (makulöser Hautausschlag)
- Fleckig-knotiger Hautausschlag (makulopapulöser Hautausschlag)
- Knotiger Hautausschlag (Papulöser Hautausschlag)
- Immunbedingter Hautausschlag mit Juckreiz
- Schleimhautentzündung
- Hirnerkrankung mit Kopfschmerzen und Krampfanfall (Leukenzephalopathie)
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Gallenblasenentzündung
- Gestörte Wundheilung
- Aufklaffen einer Wunde nach erfolgter Naht (Wunddehiszenz)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 46 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 50 × 87 × 50 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis) aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Geben Sie vor einer Operation - dazu zählen auch kleinere Eingriffe wie z.B. das Ziehen eines Zahnes - die Einnahme/Anwendung des Arzneimittels an, da die Blutungszeit verlängert sein kann.
- Das Arzneimittel darf nur unter strikter medizinischer Überwachung angewendet werden.
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Tartrazin (E 102), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Amaranth (E 123) und Ponceau 4R (E 124)).
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Darmkrebs
Was ist das? - Definition Bösartige (maligne) Tumorerkrankung des Darmes. Den größten Anteil der bösartigen Tumore des Darmes machen Tumore des Dickdarms (kolorektale Karzinome), des Grimmdarms (Kolonkarzinome) und des Mastdarms (Rektumkarzinome) aus.
Krankheitsbild
Darmkrebs (kolorektales Karzinom) zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Er entsteht meist im Dick- oder Enddarm und entwickelt sich oft langsam aus zunächst harmlosen Darmpolypen. Diese kleinen Schleimhautwucherungen können sich über Jahre zu bösartigen Tumoren verändern.
Symptome/Verlauf
Darmkrebs verursacht zu Beginn meist keine Beschwerden. Viele Veränderungen werden daher erst spät bemerkt. Mögliche Symptome sind:
- Veränderungen des Stuhlgangs, zum Beispiel besonders häufiger Stuhldrang, wiederholt Verstopfungen oder ein Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall
- Blut im Stuhl, hellrot oder dunkel
- Schmerzen beim Stuhlgang, krampfartige Bauchschmerzen unabhängig vom Stuhlgang, häufige und starke Blähungen teils mit Stuhlbeimengungen
- bleistiftdünner Stuhl durch Verengungen im Darm
- Gefühl, den Darm nicht vollständig entleeren zu können
- häufige Übelkeit oder Völlegefühle, obwohl wenig gegessen wurde
- ungewollter Gewichtsverlust, Müdigkeit und Leistungsschwäche
- Blutarmut durch unbemerkten Blutverlust im Darm
Diese Symptome können im Einzelnen auch andere Ursachen haben. Ob sich eine Erkrankung dahinter verbirgt und welche, sollte vor allem bei längerem Bestehen der Beschwerden auf jeden Fall ärztlich untersucht werden.
Die Entwicklung von Darmkrebs verläuft oft schleichend: Aus Polypen entsteht nach und nach ein Tumor, der größer werden und den Darm einengen kann. Später können Krebszellen über Blut oder Lymphbahnen in andere Organe - insbesondere Leber und Lunge - gelangen.
Die Heilungsaussichten hängen davon ab, in welchem Stadium sich der Tumor bei seiner Diagnose befindet. Dabei spielt es unter anderem eine Rolle, wie sehr er die Darmwand befallen hat und ob Metastasen in den Lymphknoten oder anderen Organen aufgetreten sind. Allgemein gilt: Je früher Darmkrebs behandelt wird, desto größer sind die Heilungschancen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelter Darmkrebs kann zu ernsten Komplikationen führen. Dazu gehören:
- Verschluss des Darms (Darmverschluss)
- starke Blutungen
- Ausbreitung des Tumors auf umliegendes Gewebe
- Durchbruch des wachsenden Tumors durch die Darmwand
- Abdrücken wichtiger Blutgefäße
- Metastasen in Organen wie Leber oder Lunge
Metastasen erschweren die Behandlung, sind aber oft noch gut therapierbar. Je später der Tumor erkannt wird, desto aufwendiger wird die Behandlung und desto geringer sind die Heilungschancen. Und es steigt das Risiko, an Darmkrebs zu sterben.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Entstehung von Darmkrebs hängt meist mit mehreren Faktoren zusammen. Wichtige nicht beeinflussbare Risiken sind:
- Alter über 50 Jahre
- Darmkrebs in der Familie
- chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie etwa Colitis ulcerosa
- seltene erbliche Erkrankungen
Zu den beeinflussbaren Risikofaktoren zählen:
- ballaststoffarme, fett- und fleischreiche Ernährung
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
- Rauchen und regelmäßiger Alkoholkonsum
- Typ-2-Diabetes
Ein gesunder Lebensstil kann das Risiko deutlich senken.
Das kann helfen
Was der Arzt macht:
Bei Beschwerden, die auf einen möglicherweise vorliegenden Darmkrebs hindeuten, kann der Hausarzt weitere fachärztliche Untersuchungen wie insbesondere eine Darmspiegelung empfehlen. Wird ein Tumor entdeckt, erfolgt die Behandlung meist in spezialisierten Kliniken. Mögliche Therapien sind Operationen, Chemo- und Strahlentherapien oder in fortgeschrittenen Fällen auch moderne zielgerichtete oder immunologische Behandlungen.
Was man selbst tun kann:
Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung mit wenig hoch verarbeiten Lebensmitteln und wenig rotem Muskelfleisch, regelmäßige Bewegung, der Abbau von Übergewicht, der Verzicht auf Rauchen und ein weitgehender oder völliger Verzicht auf Alkohol sind wichtige Schritte zur Vorbeugung. Besonders wichtig: die regelmäßige Teilnahme an Untersuchungen zur Früherkennung und Vorsorge. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen dafür die folgenden Untersuchungen:
- Darmspiegelungen (Koloskopien), die Frauen und Männer ab 50 Jahren zweimal im Abstand von zehn Jahren durchführen lassen können.
- Stuhltests auf Blut im Stuhl, den Frauen und Männer ab 50 Jahren alternativ zur Darmspiegelung alle zwei Jahre machen können.
Wer sich zehn Jahre nach der ersten Darmspiegelung gegen eine zweite entscheidet, kann stattdessen Stuhltests machen. Bei auffälligen Stuhltests besteht stets Anspruch auf eine Darmspiegelung zur weiteren Abklärung.
Bei Krebsverdacht, bei erhöhtem Risiko oder wenn bereits Darmkrebs vorlag, erfolgen die Untersuchungen nach ärztlicher Maßgabe. Werden bei einer Darmspiegelung Krebsvorstufen - Polypen - entdeckt, können sie bereits im Rahmen der Untersuchung entfernt werden, so dass sich kein Krebs daraus entwickeln kann. Zudem wird das entnommene Gewebe untersucht, ob sich darin möglicherweise doch bereits Krebs entwickelt hat.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Kellnhauser, Thiemes Pflege, (2009), 11. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.