FUCIDINE H 20 mg/g + 10 mg/g Creme
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Pharmazeutische Informationen
Creme — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 12440543
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 30 g
- Wirkstoffstärke:
- 20 mg
- Marke:
- FUCIDINE
- Hersteller:
- EurimPharm Arzneimittel GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Massieren Sie das Arzneimittel danach leicht ein. Nicht unter abschließenden Verbänden anwenden. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Maximale Behandlungsdauer: 2 Wochen
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei länger andauernder Anwendung kann es unter anderem zu Steroidakne, Erweiterung kleiner Hautgefäße, Hautfarbenveränderung und Hautverdünnung kommen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Neurodermitis mit gleichzeitigem Auftreten einer Bakterieninfektionen der Haut
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 1-3 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Fusidinsäure: Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und bekämpft bestimmte Bakterien, indem er in den Bakterien den Aufbau von Eiweißbestandteilen stört. Diese Eiweißbestandteile sind für Wachstum und Vermehrung der Bakterien unerlässlich. Durch ihr Fehlen geht die Bakterienzelle zugrunde.
Hydrocortison: Der Wirkstoff ist ein verwandter Stoff zum Kortison. Kortison ist ein Hormon, das vom Körper auch selbst hergestellt wird.
Bei Verletzungen läuft die körpereigene Abwehr auf Hochtouren, etliche Botenstoffe und Abwehrzellen strömen zum Ort des Geschehens und vernichten eingedrungene Erreger und durch die Verletzung entstandene Zelltrümmer oder Blutgerinnsel. Diese Arbeit führt in dem betroffenen Gebiet zu Entzündungen und damit verbunden zu Schwellungen, Rötungen und letztlich zu Schmerzen. Der Wirkstoff drosselt diese körpereigenen Abwehrmechanismen, besonders wenn sie - wie etwa bei Allergien - zu übertrieben ausfällt. Er wirkt vor allem auf der Haut entzündungshemmend und beseitigt Juckreiz, Rötungen, Schwellungen und Pusteln.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Hautrötung
- Brennen auf der Haut
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Kontaktdermatitis - (Allergische Hautreaktionen, die erst bei wiederholter Anwendung auftreten)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Pilzinfektionen der Haut
- Virusinfektionen der Haut, z.B.:
- Windpocken
- Bakterieninfektionen der Haut, wie:
- Hauttuberkulose
- Syphilis (Lues) - (Geschlechts- und Hautkrankheit)
- Periorale Dermatitis (akneähnliche entzündliche Hauterkrankung im Mundbereich)
- Rosacea (entzündliche Hauterkrankung im Gesichtsbereich)
- Unterschenkelgeschwür
- Nach einer Impfung auftretende Hautreaktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 43 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 25 × 36 × 145 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 3 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Fusidinsäure!
- Vorsicht bei Kortikoid-Allergie (z.B. Kortison)!
- Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Konservierungsstoffe (z.B. Sorbinsäure und Sorbate, E 200, E 201, E 202, E 203) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Neurodermitis
Was ist das? - Definition Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit starkem Juckreiz, die meist in Schüben verläuft. Sie betrifft vor allem Kinder, kann aber auch Erwachsene belasten.
Definition
Neurodermitis ist eine nicht ansteckende, chronische Hauterkrankung, die mit starkem Juckreiz und entzündlichen Hautveränderungen einhergeht. Sie wird auch atopische Dermatitis genannt und tritt meist schon im Kindesalter auf. Die Beschwerden verlaufen in Schüben und können sich mit zunehmendem Alter bessern oder dauerhaft bestehen bleiben.
Krankheitsbild
Die Haut von Menschen mit Neurodermitis reagiert überempfindlich. Sie ist trocken, gereizt und anfällig für Entzündungen. Die Erkrankung betrifft häufig die Beugeseiten von Armen und Beinen, das Gesicht oder den Hals. In akuten Phasen kommt es zu Rötungen, Schuppung und nässenden Ekzemen. Die Hautbarriere ist gestört, was das Eindringen von Reizstoffen und Keimen erleichtert. Neurodermitis verläuft meist in Schüben, die durch verschiedene Auslöser verstärkt werden können.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden sind individuell verschieden und können sich je nach Alter und Lebenssituation verändern. Zu den typischen Symptomen zählen sind:
- Starker Juckreiz, besonders nachts
- Trockene, schuppige Haut
- Rötungen und entzündliche Ekzeme
- Nässen oder Krustenbildung
- Verdickung der Haut bei längerem Verlauf
- Hautrisse und Blutungen durch Kratzen
- Schlafstörungen und Unruhe
- Betroffene Stellen oft an Beugen, Hals, Gesicht
- Wechsel zwischen beschwerdefreien und akuten Phasen
Der Verlauf ist chronisch und schubweise. Bei Kindern kann sich die Erkrankung mit der Zeit zurückbilden. Bei Erwachsenen bleibt sie oft bestehen und erfordert eine dauerhafte Hautpflege und Behandlung.
Folgen/Komplikationen
Neurodermitis kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Der Juckreiz führt zu Schlafmangel, Konzentrationsproblemen und psychischer Belastung. Durch häufiges Kratzen entstehen Hautverletzungen, die sich entzünden können. In schweren Fällen kommt es zu bakteriellen Infektionen oder einer Ausbreitung der Ekzeme. Auch Allergien und Asthma treten bei Betroffenen häufiger auf.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Eine genetische Veranlagung spielt eine große Rolle. Die Haut reagiert überempfindlich auf Umweltreize, Stress oder Allergene. Risikofaktoren sind unter anderem eine familiäre Vorbelastung mit Allergien, Kontakt mit Reizstoffen oder Allergenen, Stress und psychische Belastung sowie klimatische Bedingungen wie Kälte oder Trockenheit. Auch Infektionen oder Hautverletzungen und ungeeignete Hautpflegeprodukte fördern die Krankheitsschübe.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er erkennt Neurodermitis meist durch Blickdiagnose und kann bei Bedarf Allergietests durchführen. Zur Behandlung werden Kortikosteroide gegen Entzündungen und Calcineurin-Inhibitoren verwendet, die das überschießende Immunsystem unterdrücken. Bei starkem Juckreiz helfen Antihistaminika.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige Hautpflege mit rückfettenden Cremes, Vermeidung von Reizstoffen und Stressabbau tragen zur Linderung bei. Grenzen sind erreicht, wenn starke Entzündungen, Infektionen oder dauerhafte Beschwerden auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Creme — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 12440543
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 30 g
- Wirkstoffstärke:
- 20 mg
- Marke:
- FUCIDINE
- Hersteller:
- EurimPharm Arzneimittel GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Massieren Sie das Arzneimittel danach leicht ein. Nicht unter abschließenden Verbänden anwenden. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Maximale Behandlungsdauer: 2 Wochen
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei länger andauernder Anwendung kann es unter anderem zu Steroidakne, Erweiterung kleiner Hautgefäße, Hautfarbenveränderung und Hautverdünnung kommen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Neurodermitis mit gleichzeitigem Auftreten einer Bakterieninfektionen der Haut
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 1-3 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Fusidinsäure: Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und bekämpft bestimmte Bakterien, indem er in den Bakterien den Aufbau von Eiweißbestandteilen stört. Diese Eiweißbestandteile sind für Wachstum und Vermehrung der Bakterien unerlässlich. Durch ihr Fehlen geht die Bakterienzelle zugrunde.
Hydrocortison: Der Wirkstoff ist ein verwandter Stoff zum Kortison. Kortison ist ein Hormon, das vom Körper auch selbst hergestellt wird.
Bei Verletzungen läuft die körpereigene Abwehr auf Hochtouren, etliche Botenstoffe und Abwehrzellen strömen zum Ort des Geschehens und vernichten eingedrungene Erreger und durch die Verletzung entstandene Zelltrümmer oder Blutgerinnsel. Diese Arbeit führt in dem betroffenen Gebiet zu Entzündungen und damit verbunden zu Schwellungen, Rötungen und letztlich zu Schmerzen. Der Wirkstoff drosselt diese körpereigenen Abwehrmechanismen, besonders wenn sie - wie etwa bei Allergien - zu übertrieben ausfällt. Er wirkt vor allem auf der Haut entzündungshemmend und beseitigt Juckreiz, Rötungen, Schwellungen und Pusteln.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Hautrötung
- Brennen auf der Haut
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Kontaktdermatitis - (Allergische Hautreaktionen, die erst bei wiederholter Anwendung auftreten)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Pilzinfektionen der Haut
- Virusinfektionen der Haut, z.B.:
- Windpocken
- Bakterieninfektionen der Haut, wie:
- Hauttuberkulose
- Syphilis (Lues) - (Geschlechts- und Hautkrankheit)
- Periorale Dermatitis (akneähnliche entzündliche Hauterkrankung im Mundbereich)
- Rosacea (entzündliche Hauterkrankung im Gesichtsbereich)
- Unterschenkelgeschwür
- Nach einer Impfung auftretende Hautreaktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 43 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 25 × 36 × 145 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 3 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Fusidinsäure!
- Vorsicht bei Kortikoid-Allergie (z.B. Kortison)!
- Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Konservierungsstoffe (z.B. Sorbinsäure und Sorbate, E 200, E 201, E 202, E 203) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Neurodermitis
Was ist das? - Definition Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit starkem Juckreiz, die meist in Schüben verläuft. Sie betrifft vor allem Kinder, kann aber auch Erwachsene belasten.
Definition
Neurodermitis ist eine nicht ansteckende, chronische Hauterkrankung, die mit starkem Juckreiz und entzündlichen Hautveränderungen einhergeht. Sie wird auch atopische Dermatitis genannt und tritt meist schon im Kindesalter auf. Die Beschwerden verlaufen in Schüben und können sich mit zunehmendem Alter bessern oder dauerhaft bestehen bleiben.
Krankheitsbild
Die Haut von Menschen mit Neurodermitis reagiert überempfindlich. Sie ist trocken, gereizt und anfällig für Entzündungen. Die Erkrankung betrifft häufig die Beugeseiten von Armen und Beinen, das Gesicht oder den Hals. In akuten Phasen kommt es zu Rötungen, Schuppung und nässenden Ekzemen. Die Hautbarriere ist gestört, was das Eindringen von Reizstoffen und Keimen erleichtert. Neurodermitis verläuft meist in Schüben, die durch verschiedene Auslöser verstärkt werden können.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden sind individuell verschieden und können sich je nach Alter und Lebenssituation verändern. Zu den typischen Symptomen zählen sind:
- Starker Juckreiz, besonders nachts
- Trockene, schuppige Haut
- Rötungen und entzündliche Ekzeme
- Nässen oder Krustenbildung
- Verdickung der Haut bei längerem Verlauf
- Hautrisse und Blutungen durch Kratzen
- Schlafstörungen und Unruhe
- Betroffene Stellen oft an Beugen, Hals, Gesicht
- Wechsel zwischen beschwerdefreien und akuten Phasen
Der Verlauf ist chronisch und schubweise. Bei Kindern kann sich die Erkrankung mit der Zeit zurückbilden. Bei Erwachsenen bleibt sie oft bestehen und erfordert eine dauerhafte Hautpflege und Behandlung.
Folgen/Komplikationen
Neurodermitis kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Der Juckreiz führt zu Schlafmangel, Konzentrationsproblemen und psychischer Belastung. Durch häufiges Kratzen entstehen Hautverletzungen, die sich entzünden können. In schweren Fällen kommt es zu bakteriellen Infektionen oder einer Ausbreitung der Ekzeme. Auch Allergien und Asthma treten bei Betroffenen häufiger auf.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Eine genetische Veranlagung spielt eine große Rolle. Die Haut reagiert überempfindlich auf Umweltreize, Stress oder Allergene. Risikofaktoren sind unter anderem eine familiäre Vorbelastung mit Allergien, Kontakt mit Reizstoffen oder Allergenen, Stress und psychische Belastung sowie klimatische Bedingungen wie Kälte oder Trockenheit. Auch Infektionen oder Hautverletzungen und ungeeignete Hautpflegeprodukte fördern die Krankheitsschübe.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er erkennt Neurodermitis meist durch Blickdiagnose und kann bei Bedarf Allergietests durchführen. Zur Behandlung werden Kortikosteroide gegen Entzündungen und Calcineurin-Inhibitoren verwendet, die das überschießende Immunsystem unterdrücken. Bei starkem Juckreiz helfen Antihistaminika.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige Hautpflege mit rückfettenden Cremes, Vermeidung von Reizstoffen und Stressabbau tragen zur Linderung bei. Grenzen sind erreicht, wenn starke Entzündungen, Infektionen oder dauerhafte Beschwerden auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.