FUSIGALEN 20 mg/g Creme
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Pharmazeutische Informationen
Creme — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 18332725
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 15 g
- Wirkstoffstärke:
- 20 mg
- Marke:
- FUSIGALEN
- Hersteller:
- GALENpharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Zum Auftragen auf die Haut:
Anwendungsgebiete
- Bakterieninfektionen der Haut
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 3-4 mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends, evtl. auch vor dem Schlafengehen
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und bekämpft bestimmte Bakterien, indem er in den Bakterien den Aufbau von Eiweißbestandteilen stört. Diese Eiweißbestandteile sind für Wachstum und Vermehrung der Bakterien unerlässlich. Durch ihr Fehlen geht die Bakterienzelle zugrunde.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Brennen auf der Haut
- Hautentzündung
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes oder die Geburt.
- Stillzeit: Das Arzneimittel sollte nicht auf die Brust aufgetragen werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Fusidinsäure!
- Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Konservierungsstoffe (z.B. Sorbinsäure und Sorbate, E 200, E 201, E 202, E 203) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Schnittwunden
Was ist das? - Definition Schnittwunden sind Verletzungen der Haut, die durch scharfe oder scharfkantige Gegenstände entstehen und je nach Tiefe auch tieferliegendes Gewebe wie Blutgefäße, Nerven oder Sehnen betreffen können.
Krankheitsbild
Schnittwunden sind Verletzungen der Haut und des darunterliegenden Gewebes, die durch scharfe oder scharfkantige Gegenstände wie Messer, Glas, Papier oder Karton entstehen. Je nach Tiefe können sie nur die Haut betreffen oder auch tieferliegende Strukturen wie Blutgefäße, Nerven oder Sehnen verletzen. Kleinere Schnittwunden heilen problemlos ab, größere können jedoch starke Blutungen oder ernsthafte Komplikationen verursachen.
Symptome / Verlauf
Oberflächliche Schnittwunden bluten meist nur wenig und hören in der Regel von selbst wieder auf. Manche Schnitte können jedoch sehr stark bluten. Schmerzen treten anfangs häufig auf, lassen aber oft bald nach. Werden Nerven oder Sehnen verletzt, kann es zu Gefühlsstörungen, Bewegungseinschränkungen oder Lähmungen kommen. Kleine, saubere Schnittwunden heilen in der Regel innerhalb weniger Tage ab.
Folgen / Komplikationen
Trotz der reinigenden Wirkung des ausfließenden Blutes können sich Schnittwunden entzünden. Mögliche Komplikationen sind Infektionen. Bei starkem Blutverlust kann es zu einem Schock kommen. Bleiben Fremdkörper wie Glassplitter in der Wunde zurück, erhöht sich das Infektionsrisiko. Tiefe oder stark verschmutzte Schnittwunden müssen ärztlich versorgt werden, um bleibende Schäden, Funktionsverluste oder ausgeprägte Narben zu vermeiden.
Ursachen / Risikofaktoren
Schnittwunden entstehen meist durch den Umgang mit scharfen oder scharfkantigen Gegenständen im Alltag oder Beruf. Unachtsamkeit, fehlende Sicherheitsmaßnahmen oder vorhandene Gefahrenquellen erhöhen das Risiko.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt beurteilt Tiefe, Ausmaß und Verschmutzung der Schnittwunde. Starke Blutungen werden gestillt, Fremdkörper entfernt und mögliche Verletzungen von Nerven oder Sehnen abgeklärt. Tiefe oder klaffende Wunden sollten genäht werden. Zusätzlich wird der Tetanus
- -Impfstatus überprüft und bei Bedarf aufgefrischt.
Das kann man selbst tun: Eine gute Erstversorgung kann Blutverlust verringern, Infektionen vorbeugen und die Heilung fördern. Bei tiefen, stark blutenden, verschmutzten oder schmerzhaften Wunden sollte man sofort ärztliche Hilfe suchen. Diese Maßnahmen können Ersthelfer ergreifen:
- Verschmutzte Wunden vorsichtig mit klarem Leitungswasser reinigen.
- Die Wunde mit einem sterilen Pflaster oder Verband abdecken.
- Starke Blutungen möglichst durch einen sterilen Druckverband stoppen.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangabe:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Schürfwunden
Was ist das? - Definition Eine Schürfwunde ist eine meist oberflächliche Verletzung der Haut, die häufig durch Stürze entsteht. Dabei wird vor allem die oberste Hautschicht abgeschürft, was oft starke Schmerzen verursacht. Schürfwunden sind häufig verschmutzt, heilen bei guter Reinigung und Wundversorgung in der Regel jedoch gut ab.
Krankheitsbild
Schürfwunden entstehen oft durch Stürze. Oft wird nur die obere Hautschicht verletzt. Da oft besonders viele Nervenendigungen betroffen sind, können Schürfwunden sehr schmerzhaft sein. Schürfwunden sind oft stark verschmutzt und müssen gut gereinigt werden. Ist nur die oberste Hautschicht betroffen, heilt die Wunde bei guter Wundversorgung in der Regel gut aus.
Symptome/Verlauf
Schürfwunden betreffen mitunter größere Hautflächen, sind aber in der Regel nicht besonders tief. Dennoch verursachen sie oft starke Schmerzen. Um eine gute Heilung zu gewährleisten, muss die Wunde gut gesäubert werden. Ist dies durch Leitungswasser und vorsichtiges Abtupfen mit einem sterilen Tuch nicht möglich, sollte man einen Arzt aufsuchen, der die Wunde professionell reinigt. Sonst kann sich sie entzünden. Kleinere Wunden heilen in der Regel schnell aus. Größere Schürfwunden sollten ärztlich versorgt werden.
Folgen/Komplikationen
Schürfwunden können sich aufgrund stärkerer Verunreinigung leicht entzünden. Eine gute Wundreinigung ist daher unerlässlich. Bei der Wundversorgung ist darauf zu achten, dass die Wunde nicht mit dem Verbandmaterial verklebt und so immer wieder aufgerissen wird. Sonst kann es eher zu Narbenbildung kommen.
Ursachen/Risikofaktoren
Schürfwunden entstehen oft durch Stürze und betreffen in den meisten Fällen Kopf und Gliedmaßen. Helme und Protektoren können Kopf, Knie, Ellbogen und Hände effektiv schützen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei großflächigen, tiefen oder stark verschmutzen Schürfwunden empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen. Er kann die Wunde professionell säubern, desinfizieren und mit einer geeigneten Wundauflage versorgen. Auch wenn sich eine kleine Schürfwunde entzündet, sollte man einen Arzt aufsuchen. Dieser prüft auch, ob eine Tetanusimpfung besteht.
Das kann man selbst tun: Schürfwunden sind oft verschmutzt. Sie können mit Leitungswasser oder einer speziellen Wundspüllösung gereinigt werden. Gröbere Verschmutzungen mit einem sterilen Tuch (zum Beispiel Verbandmull) entfernen, nicht mit einem Papiertuch oder Watte. Anschließend kann man die Wunde mit einem Antiseptikum desinfizieren und mit einer Wundauflage abdecken. Damit die Wunde nicht verklebt, eignen sich feuchte Wundauflagen.
Bearbeitungsstand: 27.03.2026
Quellenangabe:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Brandwunden
Was ist das? - Definition Brandwunden sind Verletzungen der Haut und tieferer Gewebe, die durch Hitze, heiße Flüssigkeiten, Feuer, Strom oder Explosionen entstehen. Der Schweregrad richtet sich nach Tiefe und Ausdehnung der Verletzung. Schwere Brandwunden können lebensbedrohlich sein und erfordern eine schnelle, spezialisierte medizinische Behandlung.
Krankheitsbild
Brandwunden sind Verletzungen der Haut und tieferer Gewebe, die durch Hitze, heiße Flüssigkeiten, Feuer, Strom oder Explosionen entstehen. Der Schweregrad richtet sich nach Tiefe und Ausdehnung der Verletzung. Schwere Brandwunden können lebensbedrohlich sein und erfordern eine schnelle, spezialisierte medizinische Behandlung.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden sind Schmerzen, Rötung und Blasen. Bei tieferen Verbrennungen können Schmerzen fehlen, weil Nerven zerstört sind. Experten unterscheiden folgende Verbrennungsgrade:
- Grad I: oberflächlich, gerötet und schmerzhaft (z. B. Sonnenbrand), heilt von allein ab.
- Grad II: mit Blasenbildung; bei Typ IIa heilt die Wunde meist von selbst, bei Typ IIb ist oft eine Operation nötig.
- Grad III: tiefe Verbrennung, die Haut muss durch ein Transplantat ersetzt werden.
- Grad IV: sehr schwere Verbrennung mit Zerstörung tiefer Gewebe bis hin zu Muskeln oder Knochen.
Schwere Verbrennungen müssen so schnell wie möglich in einer spezialisierten Klinik versorgt werden. Sie verlaufen in mehreren Phasen: In der Schockphase muss vor allem der Flüssigkeitshaushalt des Patienten ausgeglichen werden. Um Infektionen auszuschließen, erfolgt im weiteren Verlauf oft eine Antibiotikatherapie. Ob eine Wunde von selbst heilt oder operiert werden muss, entscheiden Ärzte gerade bei Verbrennungen 2. Grades häufig erst im Verlauf.
Folgen/Komplikationen
Große Verbrennungen beeinträchtigen häufig die Temperaturregulation des Körpers, was gerade im Anfangsstadium zu Auskühlung führen kann. Mögliche Folgen von Brandwunden sind Infektionen, Narbenbildung und in schweren Fällen lebensbedrohliche Komplikationen wie Sepsis, auch als Blutvergiftung bekannt. Je tiefer und großflächiger die Verbrennung, desto höher ist das Risiko für bleibende Schäden oder auch einen tödlichen Verlauf.
Ursachen/Risikofaktoren
Brandwunden entstehen in über der Hälfte der Fälle durch Feuer, bei 23 Prozent durch Verbrühungen und in selteneren Fällen durch Explosionen, das Anfassen heißer Gegenstände oder Stromunfälle. Haushaltsunfälle kommen am häufigsten vor, gefolgt von Arbeitsunfällen. Männer erleiden mehr als doppelt so häufig Verbrennungen. Bei Kindern passieren die meisten Unfälle im Haushalt, häufig durch heiße Getränke oder Speisen. Dauer und Stärke der Hitzeeinwirkung sowie die betroffene Körperregion beeinflussen die Schwere der Verletzung.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann: Leichte und kleinflächige Brandverletzungen kann man mit Wasser (12 bis 15 Grad Celsius) kühlen und anschließend mit beispielsweise mit einer Brandsalbe versorgen. Auf keinen Fall Eis oder Kühlpacks verwenden. Größere Verbrennungen sollten Ersthelfer nicht kühlen oder reinigen, sondern nur steril abdecken. Wichtig ist außerdem, den Betroffenen vor Auskühlung zu schützen. Rufen Sie bei starken Verbrennungen den Rettungsdienst.
Was der Arzt macht: Der Arzt kann die Wunde beurteilen und kleinere Verbrennungen eventuell direkt versorgen. Starke Verbrennungen müssen unbedingt in einer Spezialklinik oder zur Not telemedizinisch unterstützt therapiert werden.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Creme — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 18332725
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 15 g
- Wirkstoffstärke:
- 20 mg
- Marke:
- FUSIGALEN
- Hersteller:
- GALENpharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
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Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Zum Auftragen auf die Haut:
Anwendungsgebiete
- Bakterieninfektionen der Haut
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 3-4 mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends, evtl. auch vor dem Schlafengehen
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und bekämpft bestimmte Bakterien, indem er in den Bakterien den Aufbau von Eiweißbestandteilen stört. Diese Eiweißbestandteile sind für Wachstum und Vermehrung der Bakterien unerlässlich. Durch ihr Fehlen geht die Bakterienzelle zugrunde.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Brennen auf der Haut
- Hautentzündung
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes oder die Geburt.
- Stillzeit: Das Arzneimittel sollte nicht auf die Brust aufgetragen werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Fusidinsäure!
- Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Konservierungsstoffe (z.B. Sorbinsäure und Sorbate, E 200, E 201, E 202, E 203) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Schnittwunden
Was ist das? - Definition Schnittwunden sind Verletzungen der Haut, die durch scharfe oder scharfkantige Gegenstände entstehen und je nach Tiefe auch tieferliegendes Gewebe wie Blutgefäße, Nerven oder Sehnen betreffen können.
Krankheitsbild
Schnittwunden sind Verletzungen der Haut und des darunterliegenden Gewebes, die durch scharfe oder scharfkantige Gegenstände wie Messer, Glas, Papier oder Karton entstehen. Je nach Tiefe können sie nur die Haut betreffen oder auch tieferliegende Strukturen wie Blutgefäße, Nerven oder Sehnen verletzen. Kleinere Schnittwunden heilen problemlos ab, größere können jedoch starke Blutungen oder ernsthafte Komplikationen verursachen.
Symptome / Verlauf
Oberflächliche Schnittwunden bluten meist nur wenig und hören in der Regel von selbst wieder auf. Manche Schnitte können jedoch sehr stark bluten. Schmerzen treten anfangs häufig auf, lassen aber oft bald nach. Werden Nerven oder Sehnen verletzt, kann es zu Gefühlsstörungen, Bewegungseinschränkungen oder Lähmungen kommen. Kleine, saubere Schnittwunden heilen in der Regel innerhalb weniger Tage ab.
Folgen / Komplikationen
Trotz der reinigenden Wirkung des ausfließenden Blutes können sich Schnittwunden entzünden. Mögliche Komplikationen sind Infektionen. Bei starkem Blutverlust kann es zu einem Schock kommen. Bleiben Fremdkörper wie Glassplitter in der Wunde zurück, erhöht sich das Infektionsrisiko. Tiefe oder stark verschmutzte Schnittwunden müssen ärztlich versorgt werden, um bleibende Schäden, Funktionsverluste oder ausgeprägte Narben zu vermeiden.
Ursachen / Risikofaktoren
Schnittwunden entstehen meist durch den Umgang mit scharfen oder scharfkantigen Gegenständen im Alltag oder Beruf. Unachtsamkeit, fehlende Sicherheitsmaßnahmen oder vorhandene Gefahrenquellen erhöhen das Risiko.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt beurteilt Tiefe, Ausmaß und Verschmutzung der Schnittwunde. Starke Blutungen werden gestillt, Fremdkörper entfernt und mögliche Verletzungen von Nerven oder Sehnen abgeklärt. Tiefe oder klaffende Wunden sollten genäht werden. Zusätzlich wird der Tetanus
- -Impfstatus überprüft und bei Bedarf aufgefrischt.
Das kann man selbst tun: Eine gute Erstversorgung kann Blutverlust verringern, Infektionen vorbeugen und die Heilung fördern. Bei tiefen, stark blutenden, verschmutzten oder schmerzhaften Wunden sollte man sofort ärztliche Hilfe suchen. Diese Maßnahmen können Ersthelfer ergreifen:
- Verschmutzte Wunden vorsichtig mit klarem Leitungswasser reinigen.
- Die Wunde mit einem sterilen Pflaster oder Verband abdecken.
- Starke Blutungen möglichst durch einen sterilen Druckverband stoppen.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangabe:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Schürfwunden
Was ist das? - Definition Eine Schürfwunde ist eine meist oberflächliche Verletzung der Haut, die häufig durch Stürze entsteht. Dabei wird vor allem die oberste Hautschicht abgeschürft, was oft starke Schmerzen verursacht. Schürfwunden sind häufig verschmutzt, heilen bei guter Reinigung und Wundversorgung in der Regel jedoch gut ab.
Krankheitsbild
Schürfwunden entstehen oft durch Stürze. Oft wird nur die obere Hautschicht verletzt. Da oft besonders viele Nervenendigungen betroffen sind, können Schürfwunden sehr schmerzhaft sein. Schürfwunden sind oft stark verschmutzt und müssen gut gereinigt werden. Ist nur die oberste Hautschicht betroffen, heilt die Wunde bei guter Wundversorgung in der Regel gut aus.
Symptome/Verlauf
Schürfwunden betreffen mitunter größere Hautflächen, sind aber in der Regel nicht besonders tief. Dennoch verursachen sie oft starke Schmerzen. Um eine gute Heilung zu gewährleisten, muss die Wunde gut gesäubert werden. Ist dies durch Leitungswasser und vorsichtiges Abtupfen mit einem sterilen Tuch nicht möglich, sollte man einen Arzt aufsuchen, der die Wunde professionell reinigt. Sonst kann sich sie entzünden. Kleinere Wunden heilen in der Regel schnell aus. Größere Schürfwunden sollten ärztlich versorgt werden.
Folgen/Komplikationen
Schürfwunden können sich aufgrund stärkerer Verunreinigung leicht entzünden. Eine gute Wundreinigung ist daher unerlässlich. Bei der Wundversorgung ist darauf zu achten, dass die Wunde nicht mit dem Verbandmaterial verklebt und so immer wieder aufgerissen wird. Sonst kann es eher zu Narbenbildung kommen.
Ursachen/Risikofaktoren
Schürfwunden entstehen oft durch Stürze und betreffen in den meisten Fällen Kopf und Gliedmaßen. Helme und Protektoren können Kopf, Knie, Ellbogen und Hände effektiv schützen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei großflächigen, tiefen oder stark verschmutzen Schürfwunden empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen. Er kann die Wunde professionell säubern, desinfizieren und mit einer geeigneten Wundauflage versorgen. Auch wenn sich eine kleine Schürfwunde entzündet, sollte man einen Arzt aufsuchen. Dieser prüft auch, ob eine Tetanusimpfung besteht.
Das kann man selbst tun: Schürfwunden sind oft verschmutzt. Sie können mit Leitungswasser oder einer speziellen Wundspüllösung gereinigt werden. Gröbere Verschmutzungen mit einem sterilen Tuch (zum Beispiel Verbandmull) entfernen, nicht mit einem Papiertuch oder Watte. Anschließend kann man die Wunde mit einem Antiseptikum desinfizieren und mit einer Wundauflage abdecken. Damit die Wunde nicht verklebt, eignen sich feuchte Wundauflagen.
Bearbeitungsstand: 27.03.2026
Quellenangabe:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Brandwunden
Was ist das? - Definition Brandwunden sind Verletzungen der Haut und tieferer Gewebe, die durch Hitze, heiße Flüssigkeiten, Feuer, Strom oder Explosionen entstehen. Der Schweregrad richtet sich nach Tiefe und Ausdehnung der Verletzung. Schwere Brandwunden können lebensbedrohlich sein und erfordern eine schnelle, spezialisierte medizinische Behandlung.
Krankheitsbild
Brandwunden sind Verletzungen der Haut und tieferer Gewebe, die durch Hitze, heiße Flüssigkeiten, Feuer, Strom oder Explosionen entstehen. Der Schweregrad richtet sich nach Tiefe und Ausdehnung der Verletzung. Schwere Brandwunden können lebensbedrohlich sein und erfordern eine schnelle, spezialisierte medizinische Behandlung.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden sind Schmerzen, Rötung und Blasen. Bei tieferen Verbrennungen können Schmerzen fehlen, weil Nerven zerstört sind. Experten unterscheiden folgende Verbrennungsgrade:
- Grad I: oberflächlich, gerötet und schmerzhaft (z. B. Sonnenbrand), heilt von allein ab.
- Grad II: mit Blasenbildung; bei Typ IIa heilt die Wunde meist von selbst, bei Typ IIb ist oft eine Operation nötig.
- Grad III: tiefe Verbrennung, die Haut muss durch ein Transplantat ersetzt werden.
- Grad IV: sehr schwere Verbrennung mit Zerstörung tiefer Gewebe bis hin zu Muskeln oder Knochen.
Schwere Verbrennungen müssen so schnell wie möglich in einer spezialisierten Klinik versorgt werden. Sie verlaufen in mehreren Phasen: In der Schockphase muss vor allem der Flüssigkeitshaushalt des Patienten ausgeglichen werden. Um Infektionen auszuschließen, erfolgt im weiteren Verlauf oft eine Antibiotikatherapie. Ob eine Wunde von selbst heilt oder operiert werden muss, entscheiden Ärzte gerade bei Verbrennungen 2. Grades häufig erst im Verlauf.
Folgen/Komplikationen
Große Verbrennungen beeinträchtigen häufig die Temperaturregulation des Körpers, was gerade im Anfangsstadium zu Auskühlung führen kann. Mögliche Folgen von Brandwunden sind Infektionen, Narbenbildung und in schweren Fällen lebensbedrohliche Komplikationen wie Sepsis, auch als Blutvergiftung bekannt. Je tiefer und großflächiger die Verbrennung, desto höher ist das Risiko für bleibende Schäden oder auch einen tödlichen Verlauf.
Ursachen/Risikofaktoren
Brandwunden entstehen in über der Hälfte der Fälle durch Feuer, bei 23 Prozent durch Verbrühungen und in selteneren Fällen durch Explosionen, das Anfassen heißer Gegenstände oder Stromunfälle. Haushaltsunfälle kommen am häufigsten vor, gefolgt von Arbeitsunfällen. Männer erleiden mehr als doppelt so häufig Verbrennungen. Bei Kindern passieren die meisten Unfälle im Haushalt, häufig durch heiße Getränke oder Speisen. Dauer und Stärke der Hitzeeinwirkung sowie die betroffene Körperregion beeinflussen die Schwere der Verletzung.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann: Leichte und kleinflächige Brandverletzungen kann man mit Wasser (12 bis 15 Grad Celsius) kühlen und anschließend mit beispielsweise mit einer Brandsalbe versorgen. Auf keinen Fall Eis oder Kühlpacks verwenden. Größere Verbrennungen sollten Ersthelfer nicht kühlen oder reinigen, sondern nur steril abdecken. Wichtig ist außerdem, den Betroffenen vor Auskühlung zu schützen. Rufen Sie bei starken Verbrennungen den Rettungsdienst.
Was der Arzt macht: Der Arzt kann die Wunde beurteilen und kleinere Verbrennungen eventuell direkt versorgen. Starke Verbrennungen müssen unbedingt in einer Spezialklinik oder zur Not telemedizinisch unterstützt therapiert werden.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.