GENTAMICIN POS Kombipackung
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Pharmazeutische Informationen
Kombipackung — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 02498642
- Darreichungsform:
- Kombipackung (Kombipackung)
- Packungsgröße:
- 1 Stück
- Marke:
- GENTAMICIN
- Hersteller:
- URSAPHARM Arzneimittel GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Augentropfen: Tropfen Sie das Arzneimittel in den Bindehautsack des betroffenen Auges ein. Legen Sie für die Anwendung Ihren Kopf zurück. Schließen Sie nach dem Eintropfen langsam das Auge und drücken Sie leicht mit dem Finger auf den Tränenkanal zwischen Nase und innerem Augenlid. Augensalbe: Bringen Sie das Arzneimittel in den Bindehautsack des/jedes Auges ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Das Arzneimittel sollte in der Regel jedoch nicht länger als 2 Wochen angewendet werden.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Augentropfen:
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Bei schweren Formen:
Augensalbe:
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Kontaktlinsen sollten während der Behandlung nicht getragen werden.
Anwendungsgebiete
- Bakterielle Infektionen des vorderen Augenabschnittes durch Gentamicin-empfindliche Erreger, wie:
- Entzündungen der Bindehaut
- Entzündungen der Hornhaut
- Entzündungen der Lidränder
- Entzündungen der Augenliddrüsen
- Vorbeugung von Infektionen bei Verletzungen des vorderen Augenabschnittes
- Augenoperationen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tropfen, Gesamtdosis: 4-6-mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tropfen stündlich, Gesamtdosis: 12-mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 0,5-1 cm langer Salbenstrang, Gesamtdosis: 2-3-mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und bekämpft bestimmte Bakterien, indem er in den Bakterien den Aufbau von Eiweißbestandteilen stört. Diese Eiweißbestandteile sind für Wachstum und Vermehrung der Bakterien unerlässlich. Durch ihr Fehlen geht die Bakterienzelle zugrunde.
Nebenwirkungen
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Diese Angabe gilt nur für die Augensalbe. Die Augentropfen dürfen nach Anbruch höchstens 6 Wochen verwendet werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Falls mehrere Augentropfen/Augensalben verwendet werden, ist ein Abstand zwischen den Anwendungen erforderlich.
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Gentamicin!
- Das Arzneimittel enthält einen Konservierungsstoff, der sich in weichen Kontaktlinsen anreichern kann. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der aktuellen Gebrauchsinformation.
- Unter der Behandlung mit phosphathaltigen Augentropfen entwickelten in sehr seltenen Fällen Patienten mit ausgeprägter Hornhautschädigung Trübungen der Hornhaut durch Kalkablagerungen.
- Wollwachsalkohole (z. B. Wollwachs, Lanolin) können örtlich begrenzte (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Augentropfen:
Augensalbe zusätzlich:
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Bindehautentzündung durch Bakterien
Was ist das? - Definition Die bakterielle Bindehautentzündung ist eine akute Entzündung der Bindehaut des Auges, verursacht durch krankmachende Bakterien. Sie ist ansteckend und äußert sich meist durch gerötete, verklebte und eitrig tränende Augen.
Krankheitsbild
Die Bindehaut ist eine dünne Schleimhaut, die die Innenseite der Augenlider bedeckt. Bei einer bakteriellen Entzündung dringen Bakterien in diese Schleimhaut ein und lösen eine Reaktion aus. Typisch ist ein plötzlicher Beginn mit einem betroffenen Auge, das sich rasch röten und oft verklebt. Häufig breitet sich die Infektion innerhalb weniger Tage auf das zweite Auge aus. Besonders betroffen sind Kinder, Kontaktlinsenträger und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten meist plötzlich auf und können sehr unangenehm sein. Zu den typischen Anzeichen zählen:
- Starke Rötung des Auges
- Gelblich-grüner, eitriger Ausfluss
- Verklebte Augenlider, besonders morgens
- Brennen oder Jucken
- Fremdkörpergefühl im Auge
- Tränenfluss und Lichtempfindlichkeit
- Gelegentlich geschwollene Lymphknoten, vor allem vor dem Ohr
Die bakterielle Bindehautentzündung heilt mit Behandlung meist innerhalb von fünf bis zehn Tagen. Ohne Therapie kann sie länger bestehen und auf andere Teile des Auges übergreifen.
Folgen/Komplikationen
In der Regel verläuft die Erkrankung unkompliziert. Bleibt sie jedoch unbehandelt, kann sie sich auf die Hornhaut ausbreiten und dort zu einer Entzündung führen. Das kann das Sehvermögen beeinträchtigen. Auch eine wiederholte Selbstansteckung durch mangelnde Hygiene kommt vor. Bei starkem Schmerz oder Sehverschlechterung sollte sofort ärztlicher Rat eingeholt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist eine Schmierinfektion. Bakterien gelangen über die Hände, Kontaktlinsen, Kosmetika oder verunreinigtes Wasser ins Auge. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen trockene Augen, chronische Lidrandentzündungen, Rauch, Chlorwasser, Diabetes und andere chronische Erkrankungen. Auch eine schlechte Augenhygiene kann die Entstehung begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er erkennt die Erkrankung meist durch eine Betrachtung des betroffenen Auges und macht bei Bedarf einen Abstrich. Die Behandlung erfolgt mit antibiotischen Augentropfen oder Salben.
Das kann man selbst tun: Eine gute Hygiene, regelmäßiges Händewaschen und der temporäre Verzicht auf Kontaktlinsen tragen zur Heilung bei. Erkrankte und Gesunde sollten nicht dieselben Handtücher benutzen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn starke Beschwerden auftreten oder sich die Symptome nach wenigen Tagen nicht bessern.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hornhautverletzung des Auges
Was ist das? - Definition Eine Hornhautverletzung des Auges bezeichnet eine Schädigung der klaren äußeren Schicht, die den sichtbaren Teil des Auges schützt. Sie kann durch Fremdkörper, Reibung oder Unfälle entstehen und führt oft zu Schmerzen Rötung und Lichtempfindlichkeit. Da die Hornhaut wichtig für scharfes Sehen ist, sollte eine Verletzung immer ernst genommen werden.
Krankheitsbild
Die Hornhaut schützt neben dem Lid das Auge vor äußeren Einflüssen. Wird sie verletzt, kann dies sofort zu Beschwerden führen. Häufig entstehen solche Verletzungen durch Staub, kleine Partikel oder unbewusste Reibung am Auge. Auch Kontaktlinsen können bei falscher Anwendung die Hornhaut reizen oder schädigen. Die Verletzung kann oberflächlich sein oder tiefer reichen, was den Heilungsverlauf beeinflusst.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Beschwerden zählen:
- Stechende oder brennende Schmerzen
-
- Rötung und vermehrter Tränenfluss
-
- Lichtempfindlichkeit und verschwommenes Sehen
-
- Fremdkörpergefühl im Auge
-
Der Verlauf hängt von der Tiefe der Verletzung ab. Oberflächliche Schäden heilen oft innerhalb weniger Tage. Tiefergehende Verletzungen benötigen länger und können stärkere Beschwerden verursachen. Wird das Auge weiter gereizt kann sich der Zustand verschlechtern.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann eine Hornhautverletzung zu Infektionen führen, die das Auge zusätzlich belasten. In schweren Fällen kann sich eine dauerhafte Trübung bilden, die das Sehvermögen beeinträchtigt. Auch Entzündungen im Augeninneren sind möglich. Eine rechtzeitige medizinische Einschätzung hilft, das Risiko solcher Komplikationen zu verringern.
Ursachen Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind kleine Partikel wie Staub, Sand oder Metallspäne, die ins Auge gelangen. Dies gilt auch für Flüssigkeiten wie Säuren oder Laugen. Zudem erhöht der unsachgemäße Gebrauch von Kontaktlinsen das Risiko für Verletzungen der Hornhaut. Reibung am Auge kann bestehende kleine Schäden verschlimmern. Menschen, die in staubigen Umgebungen arbeiten oder Sportarten mit erhöhtem Verletzungsrisiko ausüben, sind besonders gefährdet.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er untersucht das Auge, entfernt vorhandene Fremdkörper und setzt bei Bedarf antibakterielle Mittel ein, um Infektionen vorzubeugen beziehungsweise zu behandeln.
Das kann man selbst tun: Das betroffene Auge schonen und nicht reiben. Grenzen bestehen, wenn Schmerzen stark sind, das Sehen beeinträchtigt ist oder ein Fremdkörper nicht verschwindet. Dann sollte unbedingt medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Grauer Star (Katarakt)
Was ist das? - Definition Der Graue Star, medizinisch Katarakt genannt, ist eine Trübung der Augenlinse, die das Sehen zunehmend beeinträchtigt. Die Erkrankung entwickelt sich meist schleichend und betrifft vor allem ältere Menschen.
Krankheitsbild
Beim Grauen Star verliert die ursprünglich klare Augenlinse ihre Transparenz. Licht kann nicht mehr ungehindert zur Netzhaut gelangen, was zu verschwommenem Sehen führt. In den meisten Fällen handelt es sich um eine altersbedingte Form, es gibt aber auch angeborene oder durch andere Erkrankungen ausgelöste Varianten.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich langsam und werden oft erst spät bemerkt. Zu den typischen Anzeichen zählen:
- Verschwommenes oder getrübtes Sehen
- Erhöhte Blendempfindlichkeit, besonders bei Sonnenlicht oder nachts
- Probleme beim Lesen oder Erkennen von Gesichtern
- Verändertes Farbsehen, Farben wirken blasser
- Häufige Änderungen der Brillenstärke
Der Verlauf ist individuell verschieden. Manche Menschen kommen lange mit der Einschränkung zurecht, andere benötigen frühzeitig eine Behandlung.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann der Graue Star zu einer erheblichen Sehbehinderung führen. In fortgeschrittenen Fällen ist das Autofahren oder selbstständige Leben kaum noch möglich. In seltenen Fällen kann es zu einem sogenannten überreifen Katarakt kommen, bei dem die Linse stark anschwillt und andere Augenstrukturen schädigt. Das Risiko für Stürze und Unfälle steigt mit zunehmender Sehverschlechterung.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist der natürliche Alterungsprozess. Weitere Risikofaktoren sind Diabetes mellitus, Rauchen, starke UV-Strahlung, langfristige Einnahme bestimmter Medikamente wie Kortison, Augenverletzungen oder frühere Augenoperationen sowie familiäre Veranlagung. Auch bestimmte Stoffwechselerkrankungen oder Infektionen während der Schwangerschaft können in seltenen Fällen bei Neugeborenen zu einem angeborenen Katarakt führen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann die Diagnose durch eine einfache Augenuntersuchung stellen und den Verlauf beobachten. Bei starker Einschränkung hilft meist nur eine in der Regel ambulant durchgeführte Operation, bei der die getrübte Linse durch eine künstliche ersetzt wird. Medikamente spielen bei der Behandlung keine Rolle.
Das kann man selbst tun: Generell lässt sich einem Grauen Star nur schwer vorbeugen. Augenärzte empfehlen aber, die Augen mit einer geeigneten Sonnenbrille vor UV-Strahlen zu schützen. Rauchverzicht und regelmäßige Augenuntersuchungen sind sinnvoll. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn das Sehen deutlich eingeschränkt ist.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Kombipackung — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 02498642
- Darreichungsform:
- Kombipackung (Kombipackung)
- Packungsgröße:
- 1 Stück
- Marke:
- GENTAMICIN
- Hersteller:
- URSAPHARM Arzneimittel GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Augentropfen: Tropfen Sie das Arzneimittel in den Bindehautsack des betroffenen Auges ein. Legen Sie für die Anwendung Ihren Kopf zurück. Schließen Sie nach dem Eintropfen langsam das Auge und drücken Sie leicht mit dem Finger auf den Tränenkanal zwischen Nase und innerem Augenlid. Augensalbe: Bringen Sie das Arzneimittel in den Bindehautsack des/jedes Auges ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Das Arzneimittel sollte in der Regel jedoch nicht länger als 2 Wochen angewendet werden.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Augentropfen:
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Bei schweren Formen:
Augensalbe:
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Kontaktlinsen sollten während der Behandlung nicht getragen werden.
Anwendungsgebiete
- Bakterielle Infektionen des vorderen Augenabschnittes durch Gentamicin-empfindliche Erreger, wie:
- Entzündungen der Bindehaut
- Entzündungen der Hornhaut
- Entzündungen der Lidränder
- Entzündungen der Augenliddrüsen
- Vorbeugung von Infektionen bei Verletzungen des vorderen Augenabschnittes
- Augenoperationen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tropfen, Gesamtdosis: 4-6-mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tropfen stündlich, Gesamtdosis: 12-mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 0,5-1 cm langer Salbenstrang, Gesamtdosis: 2-3-mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und bekämpft bestimmte Bakterien, indem er in den Bakterien den Aufbau von Eiweißbestandteilen stört. Diese Eiweißbestandteile sind für Wachstum und Vermehrung der Bakterien unerlässlich. Durch ihr Fehlen geht die Bakterienzelle zugrunde.
Nebenwirkungen
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Diese Angabe gilt nur für die Augensalbe. Die Augentropfen dürfen nach Anbruch höchstens 6 Wochen verwendet werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Falls mehrere Augentropfen/Augensalben verwendet werden, ist ein Abstand zwischen den Anwendungen erforderlich.
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Gentamicin!
- Das Arzneimittel enthält einen Konservierungsstoff, der sich in weichen Kontaktlinsen anreichern kann. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der aktuellen Gebrauchsinformation.
- Unter der Behandlung mit phosphathaltigen Augentropfen entwickelten in sehr seltenen Fällen Patienten mit ausgeprägter Hornhautschädigung Trübungen der Hornhaut durch Kalkablagerungen.
- Wollwachsalkohole (z. B. Wollwachs, Lanolin) können örtlich begrenzte (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Augentropfen:
Augensalbe zusätzlich:
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Bindehautentzündung durch Bakterien
Was ist das? - Definition Die bakterielle Bindehautentzündung ist eine akute Entzündung der Bindehaut des Auges, verursacht durch krankmachende Bakterien. Sie ist ansteckend und äußert sich meist durch gerötete, verklebte und eitrig tränende Augen.
Krankheitsbild
Die Bindehaut ist eine dünne Schleimhaut, die die Innenseite der Augenlider bedeckt. Bei einer bakteriellen Entzündung dringen Bakterien in diese Schleimhaut ein und lösen eine Reaktion aus. Typisch ist ein plötzlicher Beginn mit einem betroffenen Auge, das sich rasch röten und oft verklebt. Häufig breitet sich die Infektion innerhalb weniger Tage auf das zweite Auge aus. Besonders betroffen sind Kinder, Kontaktlinsenträger und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten meist plötzlich auf und können sehr unangenehm sein. Zu den typischen Anzeichen zählen:
- Starke Rötung des Auges
- Gelblich-grüner, eitriger Ausfluss
- Verklebte Augenlider, besonders morgens
- Brennen oder Jucken
- Fremdkörpergefühl im Auge
- Tränenfluss und Lichtempfindlichkeit
- Gelegentlich geschwollene Lymphknoten, vor allem vor dem Ohr
Die bakterielle Bindehautentzündung heilt mit Behandlung meist innerhalb von fünf bis zehn Tagen. Ohne Therapie kann sie länger bestehen und auf andere Teile des Auges übergreifen.
Folgen/Komplikationen
In der Regel verläuft die Erkrankung unkompliziert. Bleibt sie jedoch unbehandelt, kann sie sich auf die Hornhaut ausbreiten und dort zu einer Entzündung führen. Das kann das Sehvermögen beeinträchtigen. Auch eine wiederholte Selbstansteckung durch mangelnde Hygiene kommt vor. Bei starkem Schmerz oder Sehverschlechterung sollte sofort ärztlicher Rat eingeholt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist eine Schmierinfektion. Bakterien gelangen über die Hände, Kontaktlinsen, Kosmetika oder verunreinigtes Wasser ins Auge. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen trockene Augen, chronische Lidrandentzündungen, Rauch, Chlorwasser, Diabetes und andere chronische Erkrankungen. Auch eine schlechte Augenhygiene kann die Entstehung begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er erkennt die Erkrankung meist durch eine Betrachtung des betroffenen Auges und macht bei Bedarf einen Abstrich. Die Behandlung erfolgt mit antibiotischen Augentropfen oder Salben.
Das kann man selbst tun: Eine gute Hygiene, regelmäßiges Händewaschen und der temporäre Verzicht auf Kontaktlinsen tragen zur Heilung bei. Erkrankte und Gesunde sollten nicht dieselben Handtücher benutzen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn starke Beschwerden auftreten oder sich die Symptome nach wenigen Tagen nicht bessern.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hornhautverletzung des Auges
Was ist das? - Definition Eine Hornhautverletzung des Auges bezeichnet eine Schädigung der klaren äußeren Schicht, die den sichtbaren Teil des Auges schützt. Sie kann durch Fremdkörper, Reibung oder Unfälle entstehen und führt oft zu Schmerzen Rötung und Lichtempfindlichkeit. Da die Hornhaut wichtig für scharfes Sehen ist, sollte eine Verletzung immer ernst genommen werden.
Krankheitsbild
Die Hornhaut schützt neben dem Lid das Auge vor äußeren Einflüssen. Wird sie verletzt, kann dies sofort zu Beschwerden führen. Häufig entstehen solche Verletzungen durch Staub, kleine Partikel oder unbewusste Reibung am Auge. Auch Kontaktlinsen können bei falscher Anwendung die Hornhaut reizen oder schädigen. Die Verletzung kann oberflächlich sein oder tiefer reichen, was den Heilungsverlauf beeinflusst.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Beschwerden zählen:
- Stechende oder brennende Schmerzen
-
- Rötung und vermehrter Tränenfluss
-
- Lichtempfindlichkeit und verschwommenes Sehen
-
- Fremdkörpergefühl im Auge
-
Der Verlauf hängt von der Tiefe der Verletzung ab. Oberflächliche Schäden heilen oft innerhalb weniger Tage. Tiefergehende Verletzungen benötigen länger und können stärkere Beschwerden verursachen. Wird das Auge weiter gereizt kann sich der Zustand verschlechtern.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann eine Hornhautverletzung zu Infektionen führen, die das Auge zusätzlich belasten. In schweren Fällen kann sich eine dauerhafte Trübung bilden, die das Sehvermögen beeinträchtigt. Auch Entzündungen im Augeninneren sind möglich. Eine rechtzeitige medizinische Einschätzung hilft, das Risiko solcher Komplikationen zu verringern.
Ursachen Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind kleine Partikel wie Staub, Sand oder Metallspäne, die ins Auge gelangen. Dies gilt auch für Flüssigkeiten wie Säuren oder Laugen. Zudem erhöht der unsachgemäße Gebrauch von Kontaktlinsen das Risiko für Verletzungen der Hornhaut. Reibung am Auge kann bestehende kleine Schäden verschlimmern. Menschen, die in staubigen Umgebungen arbeiten oder Sportarten mit erhöhtem Verletzungsrisiko ausüben, sind besonders gefährdet.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er untersucht das Auge, entfernt vorhandene Fremdkörper und setzt bei Bedarf antibakterielle Mittel ein, um Infektionen vorzubeugen beziehungsweise zu behandeln.
Das kann man selbst tun: Das betroffene Auge schonen und nicht reiben. Grenzen bestehen, wenn Schmerzen stark sind, das Sehen beeinträchtigt ist oder ein Fremdkörper nicht verschwindet. Dann sollte unbedingt medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Grauer Star (Katarakt)
Was ist das? - Definition Der Graue Star, medizinisch Katarakt genannt, ist eine Trübung der Augenlinse, die das Sehen zunehmend beeinträchtigt. Die Erkrankung entwickelt sich meist schleichend und betrifft vor allem ältere Menschen.
Krankheitsbild
Beim Grauen Star verliert die ursprünglich klare Augenlinse ihre Transparenz. Licht kann nicht mehr ungehindert zur Netzhaut gelangen, was zu verschwommenem Sehen führt. In den meisten Fällen handelt es sich um eine altersbedingte Form, es gibt aber auch angeborene oder durch andere Erkrankungen ausgelöste Varianten.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich langsam und werden oft erst spät bemerkt. Zu den typischen Anzeichen zählen:
- Verschwommenes oder getrübtes Sehen
- Erhöhte Blendempfindlichkeit, besonders bei Sonnenlicht oder nachts
- Probleme beim Lesen oder Erkennen von Gesichtern
- Verändertes Farbsehen, Farben wirken blasser
- Häufige Änderungen der Brillenstärke
Der Verlauf ist individuell verschieden. Manche Menschen kommen lange mit der Einschränkung zurecht, andere benötigen frühzeitig eine Behandlung.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann der Graue Star zu einer erheblichen Sehbehinderung führen. In fortgeschrittenen Fällen ist das Autofahren oder selbstständige Leben kaum noch möglich. In seltenen Fällen kann es zu einem sogenannten überreifen Katarakt kommen, bei dem die Linse stark anschwillt und andere Augenstrukturen schädigt. Das Risiko für Stürze und Unfälle steigt mit zunehmender Sehverschlechterung.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist der natürliche Alterungsprozess. Weitere Risikofaktoren sind Diabetes mellitus, Rauchen, starke UV-Strahlung, langfristige Einnahme bestimmter Medikamente wie Kortison, Augenverletzungen oder frühere Augenoperationen sowie familiäre Veranlagung. Auch bestimmte Stoffwechselerkrankungen oder Infektionen während der Schwangerschaft können in seltenen Fällen bei Neugeborenen zu einem angeborenen Katarakt führen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann die Diagnose durch eine einfache Augenuntersuchung stellen und den Verlauf beobachten. Bei starker Einschränkung hilft meist nur eine in der Regel ambulant durchgeführte Operation, bei der die getrübte Linse durch eine künstliche ersetzt wird. Medikamente spielen bei der Behandlung keine Rolle.
Das kann man selbst tun: Generell lässt sich einem Grauen Star nur schwer vorbeugen. Augenärzte empfehlen aber, die Augen mit einer geeigneten Sonnenbrille vor UV-Strahlen zu schützen. Rauchverzicht und regelmäßige Augenuntersuchungen sind sinnvoll. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn das Sehen deutlich eingeschränkt ist.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.