GOLDGEIST forte flüssig
24,23 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Flüssigkeit — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 02893829
- Darreichungsform:
- Flüssigkeit (Lösung)
- Packungsgröße:
- 250 ml
- Marke:
- GOLDGEIST forte
- Hersteller:
- Eduard Gerlach GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Spülen Sie mit dem Arzneimittel die Kopfhaut und die Haare. Zuvor lassen Sie das Arzneimittel 30-45 Minuten einwirken. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen. Kämmen Sie nach dem Ausspülen mit einem Nissenkamm das Haar gründlich durch um abgetötete Läuse und Nissen zu entfernen.
Dauer der Anwendung?
Das Arzneimittel sollte nur einmalig angewendet werden. Eine erneute Anwendung nach 8-12 Tagen ist möglich.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken wenden Sie sich umgehend an einen Arzt. Es kann zu Erbrechen, Kopfschmerzen und Benommenheit kommen.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Behandlung von Säuglingen: Die Dosierung wird von Ihrem Arzt bestimmt.
Anwendungsgebiete
- Kopfläuse
- Filzläuse
- Kleiderläuse
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: alle Altersgruppen, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: einmalig, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Pyrethrumextrakt wird aus der Pflanze Chrysanthemum cinerariaefolium gewonnen und enthält als wirksame Inhaltsstoffe vor allem Pyrethrin, weiterhin auch Cinerin und Jasmolin. Das Arzneimittel wird zur Behandlung von Befall mit Kopf-, Filz- und Kleiderläusen eingesetzt. Es ist wirksam gegen Läuse und deren Eier (Nissen).
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Hautreizungen
- Juckreiz
- Hautrötung
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Offene Verletzungen, Entzündungen der Haut und Ekzeme
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge unter 1 Jahr: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 451 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 65 × 163 × 65 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 3 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Korbblütler (lateinischer Name = Kompositen), z.B. Arnika, Ringelblume, Schafgarbe, Sonnenhut und Kamille!
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Chinolingelb mit der E-Nummer E 104)!
- Vorsicht bei Allergien gegen Konservierungsstoffe (z.B. Chlorocresol).
- Vorsicht bei Allergie gegen Perubalsam und Zimt.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Juckreiz
Was ist das? - Definition Juckreiz ist ein unangenehmes Hautempfinden, das den Drang auslöst, sich zu kratzen. Er kann lokal begrenzt oder am ganzen Körper auftreten. Juckreiz ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, das viele Ursachen haben kann, von harmlosen Hautreizungen bis hin zu ernsthaften inneren Erkrankungen. Häufig tritt er vorübergehend auf, kann aber auch chronisch werden.
Krankheitsbild
Juckreiz entsteht durch die Reizung bestimmter Nervenfasern in der Haut. Diese senden Signale an das Gehirn, die es als Kribbeln oder Brennen wahrnimmt. Der Körper reagiert darauf mit dem Reflex, sich zu kratzen. Kurzfristig kann das Linderung verschaffen, langfristig jedoch die Haut zusätzlich reizen und schädigen. Juckreiz kann durch äußere Einflüsse wie Insektenstiche oder trockene Haut entstehen, aber auch durch innere Erkrankungen wie Leber- oder Nierenprobleme verursacht werden. Bei chronischem Juckreiz spricht man von Pruritus.
Symptome/Verlauf
Juckreiz kann sich unterschiedlich äußern. Typische Anzeichen sind:
- Kribbeln, Brennen oder Stechen auf der Haut
- Unwiderstehlicher Drang, sich zu kratzen
- Rötungen, Schwellungen oder Kratzspuren
- Trockene, schuppige oder entzündete Hautstellen
- Verstärkung des Juckreizes bei Wärme oder Stress
Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab. Akuter Juckreiz klingt meist nach kurzer Zeit ab, etwa nach einem Insektenstich. Chronischer Juckreiz kann über Wochen oder Monate bestehen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Häufig kommt es zu einem Teufelskreis aus Jucken und Kratzen, der die Haut weiter schädigt.
Folgen/Komplikationen
Anhaltender Juckreiz kann zu Hautverletzungen, Entzündungen und Infektionen führen. Durch ständiges Kratzen wird die Hautbarriere geschwächt. Es können sich Ekzeme oder chronische Hautveränderungen entwickeln. Auch psychische Belastungen wie Schlafstörungen, Reizbarkeit oder depressive Verstimmungen sind möglich. Besonders bei Kindern kann starker Juckreiz das Verhalten und die Konzentration beeinträchtigen.
Ursachen/Risikofaktoren
Juckreiz kann viele Auslöser besitzen. Zu den häufigen Ursachen zählen trockene Haut, allergische Reaktionen, Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, Insektenstiche sowie der Kontakt mit reizenden Stoffen oder bestimmte Medikamente. Auch innere Erkrankungen wie Leber- oder Nierenprobleme, Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen können Juckreiz verursachen. Psychische Faktoren wie Stress oder Angst verstärken oft das Empfinden. Risikofaktoren sind unter anderem Alter, chronische Erkrankungen, trockene Heizungsluft und unpassende Hautpflegeprodukte.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Befragung, Hautuntersuchung und gegebenenfalls Bluttests die Ursache klären. Je nach Befund kommen Antihistaminika, entzündungshemmende Wirkstoffe oder spezielle Pflegeprodukte zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Die Haut regelmäßig mit passenden Pflegepräparaten eincremen, besonders nach dem Duschen. Reizstoffe wie Duftstoffe oder aggressive Seifen meiden. Kühle Umschläge oder Bäder mit Haferzusätzen anwenden. Nach Möglichkeit die betroffenen Stellen nicht kratzen, sondern klopfen oder kühlen. Grenzen sind erreicht, wenn der Juckreiz länger als sechs Wochen anhält, sehr stark ist oder mit anderen Symptomen wie Hautveränderungen, Fieber oder Gewichtsverlust einhergeht. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 09.01.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Läusebefall
Was ist das? - Definition Ein Läusebefall, medizinisch Pedikulose, ist eine parasitäre Erkrankung des Menschen. Er wird durch blutsaugende Insekten verursacht, die ausschließlich den Menschen befallen. Ein Läusebefall macht sich häufig durch Juckreiz bemerkbar und ist kein Zeichen mangelnder Hygiene.
Krankheitsbild
Für den Menschen sind vor allem drei Läusearten von Bedeutung: Kopfläuse, Filzläuse (Schamläuse) und Kleiderläuse. Kopfläuse leben auf der behaarten Kopfhaut, Filzläuse in der Scham- und anderen Körperbehaarungen, während Kleiderläuse überwiegend in Kleidungsstücken vorkommen und die Haut nur zur Blutaufnahme aufsuchen. Je nach Läuseart unterscheidet sich der Lebensraum der Parasiten. Kopfläuse sind etwa 2 bis 3 Millimeter groß, flügellos und halten sich bevorzugt nah an der Kopfhaut auf, wo sie Nahrung und Wärme finden. Sie kommen weltweit vor und betreffen besonders häufig Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter.
Filzläuse sind kleiner und gedrungener als Kopfläuse. Sie befallen vor allem die Schambehaarung, seltener Achsel- oder Brusthaare sowie Augenbrauen oder Wimpern. Die Kopfbehaarung ist in der Regel nicht betroffen.
Kleiderläuse leben nicht dauerhaft auf der Haut, sondern in Kleidung, insbesondere in Unterwäsche und an Nähten. Sie befallen bevorzugt den Rumpfbereich und suchen die Haut nur zur Blutaufnahme auf.
Ein Befall mit allen drei Läusearten kann unabhängig von der persönlichen Körperpflege auftreten, wobei Kleiderläuse häufiger unter schlechten hygienischen Bedingungen vorkommen.
Symptome / Verlauf
Ein Kopflausbefall bleibt anfangs manchmal unbemerkt. Oft tritt aber ein starker Juckreiz auf, besonders im Nacken, an den Schläfen oder hinter den Ohren. Weitere Anzeichen sind lebende Läuse im Haar sowie Nissen, die fest am Haarschaft haften und sich nicht abschütteln lassen. Kratzen kann zu Hautreizungen und kleinen Verletzungen führen.
Ein Filzlausbefall verursacht meist einen geringeren Juckreiz. Charakteristisch sind jedoch kleine, bläulich verfärbte Flecken an den Bissstellen, vor allem im Bereich der Genitalien oder Achselhöhlen.
Kleiderläuse führen ebenfalls zu starkem Juckreiz. Auf der Haut können Rötungen, Quaddeln oder Knötchen auftreten. Die Läuse und ihre Eier finden sich meist in der Kleidung, nicht auf der Haut.
Folgen / Komplikationen
Kopfläuse gelten nach heutigem Kenntnisstand nicht als Überträger schwerer Infektionskrankheiten. Durch anhaltenden Juckreiz und Kratzen können jedoch bakterielle Hautinfektionen entstehen. Bei Kindern sind zudem Schlafstörungen, Reizbarkeit und Konzentrationsprobleme möglich.
Auch Filz
- und Kleiderläuse können durch Kratzen Hautschäden verursachen. Kleiderläuse stellen eine Besonderheit dar, da sie Krankheitserreger übertragen können, unter anderem Erreger von Fleck- oder Rückfallfieber. Ein länger unbehandelter Befall kann zu ausgeprägten Hautveränderungen führen.
Ursachen / Risikofaktoren
Kopfläuse werden überwiegend durch direkten Kopf-zu-Kopf-Kontakt übertragen, zum Beispiel beim Spielen oder Kuscheln. Eine Weitergabe über gemeinsam genutzte Gegenstände wie Mützen oder Bürsten ist möglich, aber selten.
Filzläuse werden meist durch engen Körperkontakt, häufig im Rahmen sexueller Kontakte, übertragen.
Kleiderläuse treten vor allem dort auf, wo Kleidung selten gewechselt oder gewaschen wird und viele Menschen eng zusammenleben. Die Übertragung erfolgt über direkten Kontakt oder über befallene Kleidungsstücke.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Zur Behandlung von Kopfläusen werden spezielle medizinische Läusemittel eingesetzt, die auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Eine Wiederholungsbehandlung nach etwa einer Woche ist notwendig. Bei starkem Juckreiz oder entzündeter Haut können zusätzliche Mittel sinnvoll sein. Der Arzt informiert auch, wann ein Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen wieder möglich ist.
Filz- und Kleiderläuse werden ebenfalls mit geeigneten Läusemitteln behandelt. Bei Befall der Wimpern ist eine ärztliche Behandlung erforderlich.
Das kann man selbst tun: Zur Kontrolle und Behandlung von Kopfläusen gehört das regelmäßige Auskämmen feuchter Haare mit einem feinzinkigen Läusekamm. Bettwäsche, Handtücher und Kleidung mit engem Körperkontakt sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen oder für mehrere Tage luftdicht verpackt werden. Eine Wohnungsdesinfektion ist nicht nötig.
Bei Kleiderläusen ist die konsequente Reinigung oder der Austausch der Kleidung besonders wichtig. Kontaktpersonen sollten informiert und gegebenenfalls mit untersucht werden, um eine erneute Ansteckung zu vermeiden.
Bearbeitungsstand: 25.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Flüssigkeit — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 02893829
- Darreichungsform:
- Flüssigkeit (Lösung)
- Packungsgröße:
- 250 ml
- Marke:
- GOLDGEIST forte
- Hersteller:
- Eduard Gerlach GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Spülen Sie mit dem Arzneimittel die Kopfhaut und die Haare. Zuvor lassen Sie das Arzneimittel 30-45 Minuten einwirken. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen. Kämmen Sie nach dem Ausspülen mit einem Nissenkamm das Haar gründlich durch um abgetötete Läuse und Nissen zu entfernen.
Dauer der Anwendung?
Das Arzneimittel sollte nur einmalig angewendet werden. Eine erneute Anwendung nach 8-12 Tagen ist möglich.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken wenden Sie sich umgehend an einen Arzt. Es kann zu Erbrechen, Kopfschmerzen und Benommenheit kommen.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Behandlung von Säuglingen: Die Dosierung wird von Ihrem Arzt bestimmt.
Anwendungsgebiete
- Kopfläuse
- Filzläuse
- Kleiderläuse
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: alle Altersgruppen, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: einmalig, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Pyrethrumextrakt wird aus der Pflanze Chrysanthemum cinerariaefolium gewonnen und enthält als wirksame Inhaltsstoffe vor allem Pyrethrin, weiterhin auch Cinerin und Jasmolin. Das Arzneimittel wird zur Behandlung von Befall mit Kopf-, Filz- und Kleiderläusen eingesetzt. Es ist wirksam gegen Läuse und deren Eier (Nissen).
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Hautreizungen
- Juckreiz
- Hautrötung
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Offene Verletzungen, Entzündungen der Haut und Ekzeme
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge unter 1 Jahr: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 451 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 65 × 163 × 65 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 3 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Korbblütler (lateinischer Name = Kompositen), z.B. Arnika, Ringelblume, Schafgarbe, Sonnenhut und Kamille!
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Chinolingelb mit der E-Nummer E 104)!
- Vorsicht bei Allergien gegen Konservierungsstoffe (z.B. Chlorocresol).
- Vorsicht bei Allergie gegen Perubalsam und Zimt.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Juckreiz
Was ist das? - Definition Juckreiz ist ein unangenehmes Hautempfinden, das den Drang auslöst, sich zu kratzen. Er kann lokal begrenzt oder am ganzen Körper auftreten. Juckreiz ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, das viele Ursachen haben kann, von harmlosen Hautreizungen bis hin zu ernsthaften inneren Erkrankungen. Häufig tritt er vorübergehend auf, kann aber auch chronisch werden.
Krankheitsbild
Juckreiz entsteht durch die Reizung bestimmter Nervenfasern in der Haut. Diese senden Signale an das Gehirn, die es als Kribbeln oder Brennen wahrnimmt. Der Körper reagiert darauf mit dem Reflex, sich zu kratzen. Kurzfristig kann das Linderung verschaffen, langfristig jedoch die Haut zusätzlich reizen und schädigen. Juckreiz kann durch äußere Einflüsse wie Insektenstiche oder trockene Haut entstehen, aber auch durch innere Erkrankungen wie Leber- oder Nierenprobleme verursacht werden. Bei chronischem Juckreiz spricht man von Pruritus.
Symptome/Verlauf
Juckreiz kann sich unterschiedlich äußern. Typische Anzeichen sind:
- Kribbeln, Brennen oder Stechen auf der Haut
- Unwiderstehlicher Drang, sich zu kratzen
- Rötungen, Schwellungen oder Kratzspuren
- Trockene, schuppige oder entzündete Hautstellen
- Verstärkung des Juckreizes bei Wärme oder Stress
Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab. Akuter Juckreiz klingt meist nach kurzer Zeit ab, etwa nach einem Insektenstich. Chronischer Juckreiz kann über Wochen oder Monate bestehen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Häufig kommt es zu einem Teufelskreis aus Jucken und Kratzen, der die Haut weiter schädigt.
Folgen/Komplikationen
Anhaltender Juckreiz kann zu Hautverletzungen, Entzündungen und Infektionen führen. Durch ständiges Kratzen wird die Hautbarriere geschwächt. Es können sich Ekzeme oder chronische Hautveränderungen entwickeln. Auch psychische Belastungen wie Schlafstörungen, Reizbarkeit oder depressive Verstimmungen sind möglich. Besonders bei Kindern kann starker Juckreiz das Verhalten und die Konzentration beeinträchtigen.
Ursachen/Risikofaktoren
Juckreiz kann viele Auslöser besitzen. Zu den häufigen Ursachen zählen trockene Haut, allergische Reaktionen, Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, Insektenstiche sowie der Kontakt mit reizenden Stoffen oder bestimmte Medikamente. Auch innere Erkrankungen wie Leber- oder Nierenprobleme, Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen können Juckreiz verursachen. Psychische Faktoren wie Stress oder Angst verstärken oft das Empfinden. Risikofaktoren sind unter anderem Alter, chronische Erkrankungen, trockene Heizungsluft und unpassende Hautpflegeprodukte.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Befragung, Hautuntersuchung und gegebenenfalls Bluttests die Ursache klären. Je nach Befund kommen Antihistaminika, entzündungshemmende Wirkstoffe oder spezielle Pflegeprodukte zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Die Haut regelmäßig mit passenden Pflegepräparaten eincremen, besonders nach dem Duschen. Reizstoffe wie Duftstoffe oder aggressive Seifen meiden. Kühle Umschläge oder Bäder mit Haferzusätzen anwenden. Nach Möglichkeit die betroffenen Stellen nicht kratzen, sondern klopfen oder kühlen. Grenzen sind erreicht, wenn der Juckreiz länger als sechs Wochen anhält, sehr stark ist oder mit anderen Symptomen wie Hautveränderungen, Fieber oder Gewichtsverlust einhergeht. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 09.01.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Läusebefall
Was ist das? - Definition Ein Läusebefall, medizinisch Pedikulose, ist eine parasitäre Erkrankung des Menschen. Er wird durch blutsaugende Insekten verursacht, die ausschließlich den Menschen befallen. Ein Läusebefall macht sich häufig durch Juckreiz bemerkbar und ist kein Zeichen mangelnder Hygiene.
Krankheitsbild
Für den Menschen sind vor allem drei Läusearten von Bedeutung: Kopfläuse, Filzläuse (Schamläuse) und Kleiderläuse. Kopfläuse leben auf der behaarten Kopfhaut, Filzläuse in der Scham- und anderen Körperbehaarungen, während Kleiderläuse überwiegend in Kleidungsstücken vorkommen und die Haut nur zur Blutaufnahme aufsuchen. Je nach Läuseart unterscheidet sich der Lebensraum der Parasiten. Kopfläuse sind etwa 2 bis 3 Millimeter groß, flügellos und halten sich bevorzugt nah an der Kopfhaut auf, wo sie Nahrung und Wärme finden. Sie kommen weltweit vor und betreffen besonders häufig Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter.
Filzläuse sind kleiner und gedrungener als Kopfläuse. Sie befallen vor allem die Schambehaarung, seltener Achsel- oder Brusthaare sowie Augenbrauen oder Wimpern. Die Kopfbehaarung ist in der Regel nicht betroffen.
Kleiderläuse leben nicht dauerhaft auf der Haut, sondern in Kleidung, insbesondere in Unterwäsche und an Nähten. Sie befallen bevorzugt den Rumpfbereich und suchen die Haut nur zur Blutaufnahme auf.
Ein Befall mit allen drei Läusearten kann unabhängig von der persönlichen Körperpflege auftreten, wobei Kleiderläuse häufiger unter schlechten hygienischen Bedingungen vorkommen.
Symptome / Verlauf
Ein Kopflausbefall bleibt anfangs manchmal unbemerkt. Oft tritt aber ein starker Juckreiz auf, besonders im Nacken, an den Schläfen oder hinter den Ohren. Weitere Anzeichen sind lebende Läuse im Haar sowie Nissen, die fest am Haarschaft haften und sich nicht abschütteln lassen. Kratzen kann zu Hautreizungen und kleinen Verletzungen führen.
Ein Filzlausbefall verursacht meist einen geringeren Juckreiz. Charakteristisch sind jedoch kleine, bläulich verfärbte Flecken an den Bissstellen, vor allem im Bereich der Genitalien oder Achselhöhlen.
Kleiderläuse führen ebenfalls zu starkem Juckreiz. Auf der Haut können Rötungen, Quaddeln oder Knötchen auftreten. Die Läuse und ihre Eier finden sich meist in der Kleidung, nicht auf der Haut.
Folgen / Komplikationen
Kopfläuse gelten nach heutigem Kenntnisstand nicht als Überträger schwerer Infektionskrankheiten. Durch anhaltenden Juckreiz und Kratzen können jedoch bakterielle Hautinfektionen entstehen. Bei Kindern sind zudem Schlafstörungen, Reizbarkeit und Konzentrationsprobleme möglich.
Auch Filz
- und Kleiderläuse können durch Kratzen Hautschäden verursachen. Kleiderläuse stellen eine Besonderheit dar, da sie Krankheitserreger übertragen können, unter anderem Erreger von Fleck- oder Rückfallfieber. Ein länger unbehandelter Befall kann zu ausgeprägten Hautveränderungen führen.
Ursachen / Risikofaktoren
Kopfläuse werden überwiegend durch direkten Kopf-zu-Kopf-Kontakt übertragen, zum Beispiel beim Spielen oder Kuscheln. Eine Weitergabe über gemeinsam genutzte Gegenstände wie Mützen oder Bürsten ist möglich, aber selten.
Filzläuse werden meist durch engen Körperkontakt, häufig im Rahmen sexueller Kontakte, übertragen.
Kleiderläuse treten vor allem dort auf, wo Kleidung selten gewechselt oder gewaschen wird und viele Menschen eng zusammenleben. Die Übertragung erfolgt über direkten Kontakt oder über befallene Kleidungsstücke.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Zur Behandlung von Kopfläusen werden spezielle medizinische Läusemittel eingesetzt, die auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Eine Wiederholungsbehandlung nach etwa einer Woche ist notwendig. Bei starkem Juckreiz oder entzündeter Haut können zusätzliche Mittel sinnvoll sein. Der Arzt informiert auch, wann ein Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen wieder möglich ist.
Filz- und Kleiderläuse werden ebenfalls mit geeigneten Läusemitteln behandelt. Bei Befall der Wimpern ist eine ärztliche Behandlung erforderlich.
Das kann man selbst tun: Zur Kontrolle und Behandlung von Kopfläusen gehört das regelmäßige Auskämmen feuchter Haare mit einem feinzinkigen Läusekamm. Bettwäsche, Handtücher und Kleidung mit engem Körperkontakt sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen oder für mehrere Tage luftdicht verpackt werden. Eine Wohnungsdesinfektion ist nicht nötig.
Bei Kleiderläusen ist die konsequente Reinigung oder der Austausch der Kleidung besonders wichtig. Kontaktpersonen sollten informiert und gegebenenfalls mit untersucht werden, um eine erneute Ansteckung zu vermeiden.
Bearbeitungsstand: 25.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.