HBVAXPRO 10 \m63g Inj.-Susp.i.e.Fertigspr.m.Kanüle
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Pharmazeutische Informationen
Injektionssuspension — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19398459
- Darreichungsform:
- Injektionssuspension (Injektionssuspension)
- Packungsgröße:
- 1 ml
- Wirkstoffstärke:
- 63g
- Marke:
- HBVAXPRO
- Hersteller:
- kohlpharma GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Die Anwendung sollte nur durch Fachpersonal oder unter deren Aufsicht erfolgen.
Dauer der Anwendung?
Grundimmunisierung: Die Anwendung erfolgt ab dem 16. Lebensjahr und wird 1 Monat nach der 1. Impfung sowie 6 Monate nach der 1. Impfung wiederholt.
Beschleunigte Grundimmunisierung: Die Anwendung erfolgt ab dem 16. Lebensjahr und wird 1 Monat nach der 1. Impfung, 2 Monate nach der 1. Impfung und 12 Monate nach der 1. Impfung wiederholt.
Impfung nach einer Hepatitis-B-Infektion: Die erste Anwendung erfolgt direkt nach der Infektion und wird 1, 2 und 12 Monate nach der 1. Impfung wiederholt.
Auffrischimpfung: Eine Auffrischimpfung sollte nur bei Personen mit Abwehrschwäche angewendet werden.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Besondere Maßnahmen sind deshalb nicht erforderlich.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Grundimmunisierung:
Beschleunigte Grundimmunisierung:
Auffrischimpfung bei Patienten mit Abwehrschwäche:
Impfung nach einer Hepatitis-B-Infektion in Kombination mit anderen Arzneimitteln:
Anwendungsgebiete
- Hepatitis B, zur Vorbeugung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 3 Fertigspritzen, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Personenkreis: Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 4 Fertigspritzen, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Personenkreis: Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 1 Fertigspritze, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Personenkreis: Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 4 Fertigspritzen, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Das Arzneimittel ist ein Impfstoff und wird zur Vorbeugung gegen eine Hepatitis-B-Infektion gegeben. Er enthält inaktivierte Hepatitis-B-Viren ohne krankmachende Eigenschaften. Nach Gabe des Impfstoffes bildet der Körper einen Schutz gegen diese Viren aus (sog. Antikörper). Nach einigen Jahren geht dieser Schutz wieder verloren und muss aufgefrischt werden.
Der Impfstoff schützt vermutlich auch gegen eine Infektion mit Hepatitis-D, jedoch nicht gegen andere Formen, wie Hepatitis-A, Hepatitis-C oder Hepatitis-E.
Nebenwirkungen
- Lokale Reizerscheinungen am Applikationsort, wie:
- - Schmerzen am Applikationsort
- - Hautrötung an der Einstichstelle der Injektion
- - Verhärtung an der Einstichstelle (Injektionsstelle)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Infektionen
- Fieber
- Erhöhte Blutungsneigung
- Thrombozytopenie (Verminderte Anzahl an Blutplättchen)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 16 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- im Kühlschrank
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Formaldehyd (E-Nummer E 239)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
HepatitisB
Was ist das? - Definition Hepatitis B ist eine durch das Hepatitis-B-Virus (HBV) verursachte Entzündung der Leber. Nach einer Infektion verläuft die Erkrankung häufig mild oder ohne erkennbare Beschwerden und heilt bei Erwachsenen in den meisten Fällen von selbst aus. In einigen Fällen kann sie jedoch chronisch werden und langfristig zu schweren Leberschäden führen.
Krankheitsbild
Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis-B-Virus (HBV) verursacht wird. Die Ansteckung erfolgt vor allem durch Kontakt mit infiziertem Blut oder anderen Körperflüssigkeiten, beispielsweise bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr, durch Blutkontakte oder durch Übertragung von einer infizierten Mutter auf ihr Neugeborenes. Eine akute Hepatitis B verläuft häufig mild oder sogar ohne erkennbare Beschwerden. Bei Erwachsenen heilt die Infektion in den meisten Fällen von selbst aus. Manchmal wird die Erkrankung jedoch chronisch. Eine chronische Hepatitis B kann über Jahre fortschreiten und langfristig schwere Leberschäden wie Leberzirrhose oder Leberkrebs begünstigen.
Symptome / Verlauf
Eine Hepatitis B kann sehr unterschiedlich verlaufen. Etwa ein Drittel der Betroffenen hat bei einer akuten Infektion keine Beschwerden. Ein weiteres Drittel entwickelt eher unspezifische, meist grippeähnliche Symptome, während beim letzten Drittel zusätzlich eine Gelbsucht auftritt. Zu den möglichen Beschwerden zählen vor allem Müdigkeit und allgemeines Krankheitsgefühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gelenkschmerzen sowie leichtes Fieber. Außerdem können Veränderungen wie dunkler Urin oder heller Stuhl auftreten. Von einer Gelbsucht oder Ikterus spricht man, wenn ein bestimmtes Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs nicht mehr richtig entsorgt wird und eine Gelbfärbung von Haut und Augen auftritt. Bleibt das Virus länger im Körper, handelt es sich um eine chronische Hepatitis B. Auch sie bleibt oft lange Zeit ohne deutliche Symptome. Am häufigsten berichten Betroffene über anhaltende Müdigkeit, während weitere Beschwerden meist erst bei fortschreitender Schädigung der Leber auftreten.
Folgen / Komplikationen
Eine Hepatitis-B-Infektion heilt bei Erwachsenen in den meisten Fällen von selbst aus. In seltenen Fällen kann sie jedoch schwer verlaufen. Die schnelle und ausgedehnte Zerstörung von Lebergewebe kann zu akutem Leberversagen führen. Im schlimmsten Fall kann nur eine Lebertransplantation das Leben des Patienten retten. Eine chronische Hepatitis B kann langfristig die Leber schädigen. Mögliche Folgen sind eine Leberzirrhose, also eine dauerhafte Vernarbung der Leber, und ein deutlich erhöhtes Risiko für Leberkrebs. Eine zusätzliche Infektion mit dem Hepatitis-D-Virus kann den Krankheitsverlauf weiter verschlimmern und schwere Leberschäden wahrscheinlicher machen.
Ursachen / Risikofaktoren
Das Virus kommt bei infizierten Menschen in größeren Mengen im Blut vor, aber auch in Sperma, Speichel oder Scheidensekret. Viele Menschen stecken sich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr an. Zu den Risikogruppen zählen daher insbesondere Menschen, die häufig ihre Partner wechseln. Ein erhöhtes Risiko haben zudem Beschäftigte im Gesundheitswesen, die mit Blut oder Blutprodukten in Kontakt kommen, Neugeborene, deren Mutter infiziert ist oder Drogenabhängige durch die Benutzung von gebrauchtem Spritzbesteck.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Eine akute Hepatitis B-Infektion wird normalerweise nicht behandelt. Sie heilt bei Erwachsenen in der Regel von selbst aus. Antivirale Medikamente werden meist nur eingesetzt, wenn Anzeichen für eine stärkere Beeinträchtigung der Leberfunktion vorliegen. Die chronische Hepatitis B kann mit antiviralen Medikamenten behandelt werden, um die Vermehrung der Viren zu hemmen und Leberschäden zu verhindern. Eine Möglichkeit ist die Therapie mit Interferon beta oder pegyliertem Interferon beta (PEG-Interferon beta) über einen begrenzten Zeitraum. Sie stimuliert das Immunsystem und kann helfen, die Virenvermehrung einzudämmen. Eine andere Möglichkeit sind sogenannte Nukleosid- beziehungsweise Nukleotid-Analoga. Diese Medikamente unterdrücken die Virusvermehrung sehr wirksam, müssen jedoch häufig langfristig eingenommen werden.Das kann man selbst tun: Vorbeugen ist besser als behandeln. Der beste Schutz vor Hepatitis B ist die Impfung. Sie wird in Deutschland bereits im Säuglings- und Kleinkindalter empfohlen. Generell helfen Vorsichtsmaßnahmen, eine Ansteckung zu vermeiden, wie der Gebrauch von Kondomen, das Nichtteilen von Spritzen oder anderen Gegenständen mit Blutkontakt sowie das Einhalten von Schutzmaßnahmen im medizinischen Bereich.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Chronische Leberentzündung
Was ist das? - Definition Von einer chronischen Leberentzündung oder Hepatitis spricht man, wenn eine Leberentzündung länger als sechs Monate anhält. Häufige Ursachen sind Virusinfektionen wie Hepatitis B oder C sowie Fettleber- oder Alkoholerkrankungen. Die Leber ist wichtig für Stoffwechsel und Entgiftung. Eine dauerhafte Entzündung schädigt diese Funktionen zunehmend. Gefährlich ist, dass die Erkrankung oft lange ohne Beschwerden verläuft, obwohl die Leberschäden fortschreiten.
Krankheitsbild
Eine chronische Leberentzündung (chronische Hepatitis) liegt vor, wenn eine Entzündung der Leber länger als sechs Monate anhält. Am häufigsten wird sie durch Virusinfektionen, vor allem mit Hepatitis B oder C verursacht. Auch eine nicht durch Alkohol verursachte Fettleber oder alkoholbedingte Lebererkrankungen können die Ursache sein. Seltener sind Medikamente oder Autoimmunerkrankungen verantwortlich. In Deutschland haben mehr als eine Million Menschen eine chronisch entzündete Leber.
Die Leber ist ein zentrales Organ für Stoffwechsel, Entgiftung und die Bildung lebenswichtiger Eiweiße. Eine dauerhaft entzündete Leber kann diese Aufgaben immer schlechter erfüllen. Das Gefährliche an der chronischen Hepatitis ist, dass sie bei vielen Betroffenen über Jahre kaum Beschwerden verursacht, aber dennoch fortschreitende Schäden entstehen können.
Symptome / Verlauf
Viele Betroffene haben lange Zeit keine oder nur unspezifische Symptome. Häufige Beschwerden sind
- anhaltende Müdigkeit,
- Leistungsabfall,
- Appetitlosigkeit,
- Juckreiz,
- ein Druckgefühl im rechten Oberbauch.
Diese Anzeichen werden oft nicht mit einer Lebererkrankung in Verbindung gebracht. Im weiteren Verlauf können sich zusätzliche Symptome entwickeln, etwa
- Übelkeit und Erbrechen,
- große Müdigkeit,
- Gelenkbeschwerden,
- starke Schmerzen im Oberbauch.
Bei manchen Menschen treten auch Konzentrationsstörungen oder Stimmungsschwankungen auf.
Unbehandelt schreitet die Entzündung langsam voran. Die Leber wird zunehmend geschädigt, oft über viele Jahre hinweg. Der Verlauf ist individuell sehr unterschiedlich und hängt unter anderem von der Ursache, dem Lebensstil und einer möglichen Behandlung ab.
Folgen / Komplikationen
Eine chronische Leberentzündung kann zu schweren Leberschäden führen. Eine häufige Spätfolge ist eine Leberzirrhose, bei der gesundes Lebergewebe durch Narbengewebe ersetzt wird. Symptome einer fortgeschrittenen Lebererkrankung sind kleine, spinnartige Blutgefäße auf der Haut, eine Vergrößerung der Milz oder eine Rötung der Handflächen. In fortgeschrittenen Stadien drohen Komplikationen wie Bauchwassersucht, Blutungsneigung, Verwirrtheitszustände oder ein erhöhtes Risiko für Leberkrebs. Eine Gelbfärbung der Haut (Gelbsucht) kann vorkommen, ist aber eher selten und steht oft in Zusammenhang mit einem Leberversagen.
Ursachen / Risikofaktoren
Häufige Ursachen einer chronischen Hepatitis sind Virusinfektionen: Hepatitis B-Viren werden über Blut und Körperflüssigkeiten übertragen zum Beispiel bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder Blutkontakten. Hepatitis C wird meist durch Blutkontakt übertragen, oft zum Beispiel durch gemeinsam genutzte Spritzen beim Drogenkonsum, aber auch beim Sex.
Weitere mögliche Ursachen sind langjähriger Alkoholkonsum, bestimmte Medikamente, Autoimmunhepatitis sowie seltene Stoffwechselerkrankungen. Eine chronische Leberentzündung kann auch auf eine nichtalkoholische Fettleber zurückgehen. Dies entsteht durch Übergewicht, Diabetes oder zu hohe Blutfettwerte.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Was Ärztinnen und Ärzte klären zunächst die Ursache der chronischen Hepatitis und leiten davon abhängig eine passende Behandlung ein. Sind Medikamente die Ursache, sollten sie abgesetzt und gegebenenfalls ersetzt werden. Bei Virushepatitis kommen antivirale Medikamente zum Einsatz, die die Vermehrung der Viren hemmen. Ist eine nichtalkoholische Fettleber die Ursache, kann es helfen, das Gewicht zu reduzieren oder den Insulinspiegel beziehungsweise die Blutfettwerte unter Kontrolle zu bringen. Eine gesunde Lebensweise trägt dazu bei, aber auch Medikamente können hier zum Einsatz kommen. Bei einer Autoimmun-Hepatitis wiederum werden Medikamente eingesetzt, die die Entzündung hemmen wie Kortikosteroide oder Immunsuppressiva.
Das kann man selbst tun: Betroffene selbst können die Leber entlasten, indem sie konsequent auf Alkohol verzichten, Medikamente nur nach Rücksprache einnehmen, auf eine ausgewogene Ernährung achten und ärztliche Termine zuverlässig wahrnehmen.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Injektionssuspension — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19398459
- Darreichungsform:
- Injektionssuspension (Injektionssuspension)
- Packungsgröße:
- 1 ml
- Wirkstoffstärke:
- 63g
- Marke:
- HBVAXPRO
- Hersteller:
- kohlpharma GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Die Anwendung sollte nur durch Fachpersonal oder unter deren Aufsicht erfolgen.
Dauer der Anwendung?
Grundimmunisierung: Die Anwendung erfolgt ab dem 16. Lebensjahr und wird 1 Monat nach der 1. Impfung sowie 6 Monate nach der 1. Impfung wiederholt.
Beschleunigte Grundimmunisierung: Die Anwendung erfolgt ab dem 16. Lebensjahr und wird 1 Monat nach der 1. Impfung, 2 Monate nach der 1. Impfung und 12 Monate nach der 1. Impfung wiederholt.
Impfung nach einer Hepatitis-B-Infektion: Die erste Anwendung erfolgt direkt nach der Infektion und wird 1, 2 und 12 Monate nach der 1. Impfung wiederholt.
Auffrischimpfung: Eine Auffrischimpfung sollte nur bei Personen mit Abwehrschwäche angewendet werden.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Besondere Maßnahmen sind deshalb nicht erforderlich.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Grundimmunisierung:
Beschleunigte Grundimmunisierung:
Auffrischimpfung bei Patienten mit Abwehrschwäche:
Impfung nach einer Hepatitis-B-Infektion in Kombination mit anderen Arzneimitteln:
Anwendungsgebiete
- Hepatitis B, zur Vorbeugung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 3 Fertigspritzen, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Personenkreis: Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 4 Fertigspritzen, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Personenkreis: Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 1 Fertigspritze, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Personenkreis: Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 4 Fertigspritzen, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Das Arzneimittel ist ein Impfstoff und wird zur Vorbeugung gegen eine Hepatitis-B-Infektion gegeben. Er enthält inaktivierte Hepatitis-B-Viren ohne krankmachende Eigenschaften. Nach Gabe des Impfstoffes bildet der Körper einen Schutz gegen diese Viren aus (sog. Antikörper). Nach einigen Jahren geht dieser Schutz wieder verloren und muss aufgefrischt werden.
Der Impfstoff schützt vermutlich auch gegen eine Infektion mit Hepatitis-D, jedoch nicht gegen andere Formen, wie Hepatitis-A, Hepatitis-C oder Hepatitis-E.
Nebenwirkungen
- Lokale Reizerscheinungen am Applikationsort, wie:
- - Schmerzen am Applikationsort
- - Hautrötung an der Einstichstelle der Injektion
- - Verhärtung an der Einstichstelle (Injektionsstelle)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Infektionen
- Fieber
- Erhöhte Blutungsneigung
- Thrombozytopenie (Verminderte Anzahl an Blutplättchen)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 16 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- im Kühlschrank
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Formaldehyd (E-Nummer E 239)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
HepatitisB
Was ist das? - Definition Hepatitis B ist eine durch das Hepatitis-B-Virus (HBV) verursachte Entzündung der Leber. Nach einer Infektion verläuft die Erkrankung häufig mild oder ohne erkennbare Beschwerden und heilt bei Erwachsenen in den meisten Fällen von selbst aus. In einigen Fällen kann sie jedoch chronisch werden und langfristig zu schweren Leberschäden führen.
Krankheitsbild
Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis-B-Virus (HBV) verursacht wird. Die Ansteckung erfolgt vor allem durch Kontakt mit infiziertem Blut oder anderen Körperflüssigkeiten, beispielsweise bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr, durch Blutkontakte oder durch Übertragung von einer infizierten Mutter auf ihr Neugeborenes. Eine akute Hepatitis B verläuft häufig mild oder sogar ohne erkennbare Beschwerden. Bei Erwachsenen heilt die Infektion in den meisten Fällen von selbst aus. Manchmal wird die Erkrankung jedoch chronisch. Eine chronische Hepatitis B kann über Jahre fortschreiten und langfristig schwere Leberschäden wie Leberzirrhose oder Leberkrebs begünstigen.
Symptome / Verlauf
Eine Hepatitis B kann sehr unterschiedlich verlaufen. Etwa ein Drittel der Betroffenen hat bei einer akuten Infektion keine Beschwerden. Ein weiteres Drittel entwickelt eher unspezifische, meist grippeähnliche Symptome, während beim letzten Drittel zusätzlich eine Gelbsucht auftritt. Zu den möglichen Beschwerden zählen vor allem Müdigkeit und allgemeines Krankheitsgefühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gelenkschmerzen sowie leichtes Fieber. Außerdem können Veränderungen wie dunkler Urin oder heller Stuhl auftreten. Von einer Gelbsucht oder Ikterus spricht man, wenn ein bestimmtes Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs nicht mehr richtig entsorgt wird und eine Gelbfärbung von Haut und Augen auftritt. Bleibt das Virus länger im Körper, handelt es sich um eine chronische Hepatitis B. Auch sie bleibt oft lange Zeit ohne deutliche Symptome. Am häufigsten berichten Betroffene über anhaltende Müdigkeit, während weitere Beschwerden meist erst bei fortschreitender Schädigung der Leber auftreten.
Folgen / Komplikationen
Eine Hepatitis-B-Infektion heilt bei Erwachsenen in den meisten Fällen von selbst aus. In seltenen Fällen kann sie jedoch schwer verlaufen. Die schnelle und ausgedehnte Zerstörung von Lebergewebe kann zu akutem Leberversagen führen. Im schlimmsten Fall kann nur eine Lebertransplantation das Leben des Patienten retten. Eine chronische Hepatitis B kann langfristig die Leber schädigen. Mögliche Folgen sind eine Leberzirrhose, also eine dauerhafte Vernarbung der Leber, und ein deutlich erhöhtes Risiko für Leberkrebs. Eine zusätzliche Infektion mit dem Hepatitis-D-Virus kann den Krankheitsverlauf weiter verschlimmern und schwere Leberschäden wahrscheinlicher machen.
Ursachen / Risikofaktoren
Das Virus kommt bei infizierten Menschen in größeren Mengen im Blut vor, aber auch in Sperma, Speichel oder Scheidensekret. Viele Menschen stecken sich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr an. Zu den Risikogruppen zählen daher insbesondere Menschen, die häufig ihre Partner wechseln. Ein erhöhtes Risiko haben zudem Beschäftigte im Gesundheitswesen, die mit Blut oder Blutprodukten in Kontakt kommen, Neugeborene, deren Mutter infiziert ist oder Drogenabhängige durch die Benutzung von gebrauchtem Spritzbesteck.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Eine akute Hepatitis B-Infektion wird normalerweise nicht behandelt. Sie heilt bei Erwachsenen in der Regel von selbst aus. Antivirale Medikamente werden meist nur eingesetzt, wenn Anzeichen für eine stärkere Beeinträchtigung der Leberfunktion vorliegen. Die chronische Hepatitis B kann mit antiviralen Medikamenten behandelt werden, um die Vermehrung der Viren zu hemmen und Leberschäden zu verhindern. Eine Möglichkeit ist die Therapie mit Interferon beta oder pegyliertem Interferon beta (PEG-Interferon beta) über einen begrenzten Zeitraum. Sie stimuliert das Immunsystem und kann helfen, die Virenvermehrung einzudämmen. Eine andere Möglichkeit sind sogenannte Nukleosid- beziehungsweise Nukleotid-Analoga. Diese Medikamente unterdrücken die Virusvermehrung sehr wirksam, müssen jedoch häufig langfristig eingenommen werden.Das kann man selbst tun: Vorbeugen ist besser als behandeln. Der beste Schutz vor Hepatitis B ist die Impfung. Sie wird in Deutschland bereits im Säuglings- und Kleinkindalter empfohlen. Generell helfen Vorsichtsmaßnahmen, eine Ansteckung zu vermeiden, wie der Gebrauch von Kondomen, das Nichtteilen von Spritzen oder anderen Gegenständen mit Blutkontakt sowie das Einhalten von Schutzmaßnahmen im medizinischen Bereich.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Chronische Leberentzündung
Was ist das? - Definition Von einer chronischen Leberentzündung oder Hepatitis spricht man, wenn eine Leberentzündung länger als sechs Monate anhält. Häufige Ursachen sind Virusinfektionen wie Hepatitis B oder C sowie Fettleber- oder Alkoholerkrankungen. Die Leber ist wichtig für Stoffwechsel und Entgiftung. Eine dauerhafte Entzündung schädigt diese Funktionen zunehmend. Gefährlich ist, dass die Erkrankung oft lange ohne Beschwerden verläuft, obwohl die Leberschäden fortschreiten.
Krankheitsbild
Eine chronische Leberentzündung (chronische Hepatitis) liegt vor, wenn eine Entzündung der Leber länger als sechs Monate anhält. Am häufigsten wird sie durch Virusinfektionen, vor allem mit Hepatitis B oder C verursacht. Auch eine nicht durch Alkohol verursachte Fettleber oder alkoholbedingte Lebererkrankungen können die Ursache sein. Seltener sind Medikamente oder Autoimmunerkrankungen verantwortlich. In Deutschland haben mehr als eine Million Menschen eine chronisch entzündete Leber.
Die Leber ist ein zentrales Organ für Stoffwechsel, Entgiftung und die Bildung lebenswichtiger Eiweiße. Eine dauerhaft entzündete Leber kann diese Aufgaben immer schlechter erfüllen. Das Gefährliche an der chronischen Hepatitis ist, dass sie bei vielen Betroffenen über Jahre kaum Beschwerden verursacht, aber dennoch fortschreitende Schäden entstehen können.
Symptome / Verlauf
Viele Betroffene haben lange Zeit keine oder nur unspezifische Symptome. Häufige Beschwerden sind
- anhaltende Müdigkeit,
- Leistungsabfall,
- Appetitlosigkeit,
- Juckreiz,
- ein Druckgefühl im rechten Oberbauch.
Diese Anzeichen werden oft nicht mit einer Lebererkrankung in Verbindung gebracht. Im weiteren Verlauf können sich zusätzliche Symptome entwickeln, etwa
- Übelkeit und Erbrechen,
- große Müdigkeit,
- Gelenkbeschwerden,
- starke Schmerzen im Oberbauch.
Bei manchen Menschen treten auch Konzentrationsstörungen oder Stimmungsschwankungen auf.
Unbehandelt schreitet die Entzündung langsam voran. Die Leber wird zunehmend geschädigt, oft über viele Jahre hinweg. Der Verlauf ist individuell sehr unterschiedlich und hängt unter anderem von der Ursache, dem Lebensstil und einer möglichen Behandlung ab.
Folgen / Komplikationen
Eine chronische Leberentzündung kann zu schweren Leberschäden führen. Eine häufige Spätfolge ist eine Leberzirrhose, bei der gesundes Lebergewebe durch Narbengewebe ersetzt wird. Symptome einer fortgeschrittenen Lebererkrankung sind kleine, spinnartige Blutgefäße auf der Haut, eine Vergrößerung der Milz oder eine Rötung der Handflächen. In fortgeschrittenen Stadien drohen Komplikationen wie Bauchwassersucht, Blutungsneigung, Verwirrtheitszustände oder ein erhöhtes Risiko für Leberkrebs. Eine Gelbfärbung der Haut (Gelbsucht) kann vorkommen, ist aber eher selten und steht oft in Zusammenhang mit einem Leberversagen.
Ursachen / Risikofaktoren
Häufige Ursachen einer chronischen Hepatitis sind Virusinfektionen: Hepatitis B-Viren werden über Blut und Körperflüssigkeiten übertragen zum Beispiel bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder Blutkontakten. Hepatitis C wird meist durch Blutkontakt übertragen, oft zum Beispiel durch gemeinsam genutzte Spritzen beim Drogenkonsum, aber auch beim Sex.
Weitere mögliche Ursachen sind langjähriger Alkoholkonsum, bestimmte Medikamente, Autoimmunhepatitis sowie seltene Stoffwechselerkrankungen. Eine chronische Leberentzündung kann auch auf eine nichtalkoholische Fettleber zurückgehen. Dies entsteht durch Übergewicht, Diabetes oder zu hohe Blutfettwerte.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Was Ärztinnen und Ärzte klären zunächst die Ursache der chronischen Hepatitis und leiten davon abhängig eine passende Behandlung ein. Sind Medikamente die Ursache, sollten sie abgesetzt und gegebenenfalls ersetzt werden. Bei Virushepatitis kommen antivirale Medikamente zum Einsatz, die die Vermehrung der Viren hemmen. Ist eine nichtalkoholische Fettleber die Ursache, kann es helfen, das Gewicht zu reduzieren oder den Insulinspiegel beziehungsweise die Blutfettwerte unter Kontrolle zu bringen. Eine gesunde Lebensweise trägt dazu bei, aber auch Medikamente können hier zum Einsatz kommen. Bei einer Autoimmun-Hepatitis wiederum werden Medikamente eingesetzt, die die Entzündung hemmen wie Kortikosteroide oder Immunsuppressiva.
Das kann man selbst tun: Betroffene selbst können die Leber entlasten, indem sie konsequent auf Alkohol verzichten, Medikamente nur nach Rücksprache einnehmen, auf eine ausgewogene Ernährung achten und ärztliche Termine zuverlässig wahrnehmen.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.