HEPAXANE 10.000 I.E. 100 mg/1,0 ml Inj.-Lsg.i.e.FS
167,10 €
Sofort lieferbar
Rezeptpflichtiges Arzneimittel
Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. So funktioniert die Rezept-Einlösung:
- Bestellen Sie das Medikament ganz einfach online
- Unser Kurier holt Ihr Rezept bei der Lieferung ab
- Ihre Apotheke löst das Rezept für Sie ein
Pharmazeutische Informationen
Injektionslösung in einer Fertigspritze — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 15638062
- Darreichungsform:
- Injektionslösung in einer Fertigspritze (Fertigspritzen)
- Packungsgröße:
- 20 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 100 mg
- Marke:
- HEPAXANE
- Hersteller:
- ITF Pharma GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Wenden Sie das Arzneimittel nach den Anweisungen des Arztes an.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Blutungen aus Haut, Schleimhäuten und Wunden, des Magen-Darm-Traktes und des Urogenitaltraktes sowie zu Blutdruckabfall. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Thrombosen und Embolien
- Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörung des Herzmuskels)
- Herzinfarkt
- Hemmung der Blutgerinnung bei der Hämodialyse
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Enoxaparin gehört zu der Gruppe der Niedermolekularen Heparine und zählt zu den direkten Blutgerinnungshemmern, die eine hemmende Wirkung auf die Gerinnungsfaktoren ausüben und dadurch antithrombotisch wirken. Die Substanz bindet an physiologisches Antithrombin und verstärkt so dessen hemmende Wirkung auf die Blutgerinnungsfaktoren. Niedermolekulare Heparine hemmen im Gegensatz zu Standardheparin vorwiegend den Blutgerinnungsfaktor Xa.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Blutungen
- Thrombozytose (Vermehrung der Anzahl der Blutplättchen)
- Erhöhung der Leberenzymwerte
- Allergische Reaktionen
- Kopfschmerzen
- Nesselsucht
- Juckreiz
- Hautrötung
- Gewebeeinblutungen in die Unterhaut an der Einstichstelle
- Schmerzen an der Einstichstelle
- Allgemeine lokale Hautreaktionen an der Einstichstelle
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Hirnblutungen
- Innere Blutungen
- Hautausschlag, schwerer
- Verhärtungen der Haut an der Einstichstelle
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Kürzlich zurückliegende Verletzungen oder Operationen am Zentralnervensystem, an den Augen oder an den Ohren
- Kürzlich zurückliegende relevante Blutungen
- Weniger als 6 Monate zurückliegendem Schlaganfall oder anderen Blutungen im Schädel-, Hirnbereich
- Erkrankungen im Schädel-, Hirnbereich
- Relevante Blutgerinnungsstörungen
- Magen- oder Darmgeschwüre
- Drohende Fehlgeburt
- Leber- oder Bauchspeicheldrüsenerkrankungen
- Bluthochdruck
- Bakterieninfektion des Herzens (Endokarditis)
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Netzhaut-, Glaskörperblutungen und andere Blutungen im inneren Augenbereich
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Frost geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Geben Sie vor einer Operation - dazu zählen auch kleinere Eingriffe wie z.B. das Ziehen eines Zahnes - die Einnahme/Anwendung des Arzneimittels an, da die Blutungszeit verlängert sein kann.
- Vorsicht bei Allergie gegen Schweineeiweiß!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Thrombose
Was ist das? - Definition Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel, das ein Blutgefäß teilweise oder vollständig verschließt, meist in den tiefen Beinvenen. Sie kann unbemerkt bleiben oder zu ernsthaften Komplikationen wie einer Lungenembolie führen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um Folgeschäden zu vermeiden.
Krankheitsbild
Thrombosen entstehen, wenn sich ein Blutgerinnsel in einem Gefäß bildet und den Blutfluss behindert. Besonders häufig trifft es die tiefen Venen der Beine, aber auch andere Körperregionen wie Arme, Becken oder Gehirn. Der Verschluss kann die Blutzufuhr zu Organen oder Extremitäten unterbrechen und im schlimmsten Fall zu Gewebeschäden führen.
Ein weiteres Risiko besteht darin, dass sich das Gerinnsel löst und über den Blutstrom in die Lunge gelangt. Dort kann es eine Lungenembolie auslösen, eine potenziell lebensbedrohliche Komplikation. Deshalb ist eine rasche medizinische Abklärung bei Verdacht auf Thrombose besonders wichtig.
Symptome/Verlauf
Die Symptome einer Thrombose sind oft unspezifisch. Häufig treten Spannungsgefühle oder Schmerzen im betroffenen Bein auf, begleitet von Schwellung, Wärmegefühl und Hautverfärbungen. Sichtbare, geschlängelte Venen können ebenfalls ein Hinweis sein. Nicht jede Thrombose verursacht sofort Beschwerden. Gerade ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen übersehen erste Anzeichen leicht.
Bei einer Lungenembolie können plötzlich Atemnot, Brustschmerzen, Husten mit blutigem Auswurf, Herzrasen, Schwindel oder sogar Ohnmacht auftreten. Diese Warnzeichen erfordern sofortige ärztliche Hilfe.
Der Verlauf einer Thrombose hängt stark von ihrer Lage und Größe ab. Ohne Behandlung kann es zu dauerhaften Schäden kommen, etwa dem postthrombotischen Syndrom mit chronischen Schmerzen und Schwellungen. Bei schweren Fällen droht der Verlust von Gewebe oder eine lebensgefährliche Embolie.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Thrombosen führen oft zu langfristigen Beschwerden. Das sogenannte postthrombotische Syndrom äußert sich durch chronische Schwellungen, Schmerzen und Hautveränderungen. Eine Lungenembolie kann akut lebensbedrohlich sein und zu bleibenden Schäden an Herz und Lunge führen. Auch wiederkehrende Thrombosen sind möglich, besonders wenn die Ursachen nicht erkannt oder behandelt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Thrombosen entstehen meist durch eine Kombination aus verlangsamtem Blutfluss, Veränderungen der Gefäßwand und erhöhter Gerinnungsneigung. Experten nennen dies auch Virchow-Trias.
0Was das Risiko für eine Thrombose erhöht:
- Bewegungsmangel, etwa bei langen Reisen oder Bettlägerigkeit
- Operationen, besonders im Bauch oder an Gelenken
- Schwangerschaft und Wochenbett
- Hormonelle Einflüsse durch Verhütungsmittel oder Hormonersatztherapie
- Tumorerkrankungen mit erhöhter Gerinnungsneigung
- Erbliche Gerinnungsstörungen wie die Faktor-V-Leiden-Mutation
- Rauchen, Übergewicht und Diabetes
- Höheres Lebensalter
Besonders gefährdet sind Menschen nach Operationen oder mit eingeschränkter Mobilität. In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wird deshalb häufig mit Thrombose-Spritzen vorbeugend behandelt.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann: Die Behandlung erfolgt meist mit blutverdünnenden Medikamenten wie Heparin oder modernen Wirkstoffen aus der Gruppe der NOAKs. Zusätzlich kommen Kompressionsstrümpfe und frühzeitige Mobilisation zum Einsatz. Bei schweren Fällen hilft eine Operation oder eine Thrombolyse. Bei letzterer lösen spezielle Medikamente einen Verschluss auf.
Was man selbst tun kann: Regelmäßige Bewegung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und das Tragen von Kompressionsstrümpfen helfen, das Risiko zu senken. Bei längeren Reisen oder nach Operationen kann eine ärztlich verordnete Prophylaxe sinnvoll sein. Bei Verdacht auf Thrombose oder Lungenembolie ist sofortige ärztliche Abklärung notwendig. Selbsttests sind nicht zuverlässig und ersetzen keine medizinische Diagnose. Auch pflanzliche Mittel können die Therapie nicht ersetzen.
Bearbeitungsstand: 21.10.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Embolie
Was ist das? - Definition Eine Embolie ist ein plötzlicher Verschluss eines Blutgefäßes durch eingeschwemmtes Material wie ein Blutgerinnsel, Fett oder Luft. Dadurch wird die Blutversorgung unterbrochen, was lebensbedrohlich sein kann.
Krankheitsbild
Bei einer Embolie wird ein Blutgefäß durch einen sogenannten Embolus verstopft. Dieser Embolus stammt meist aus einem anderen Körperbereich und wird mit dem Blutstrom weitertransportiert. Die bekanntesten Formen sind die Lungenembolie, der Schlaganfall und der Herzinfarkt. Je nach Ort des Verschlusses spricht man von arterieller oder venöser Embolie. Die häufigste Ursache ist ein Blutgerinnsel, das sich zum Beispiel in den Beinvenen bildet und in die Lunge wandert. Es gibt auch seltenere Formen wie Fettembolie, Luftembolie oder Tumorembolie.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden hängen stark vom betroffenen Organ ab. Eine Lungenembolie zeigt sich oft durch Atemnot, Brustschmerzen und Herzrasen. Bei einer Embolie im Gehirn treten häufig Sprachstörungen, Lähmungen oder Sehstörungen auf. Eine Embolie im Bein verursacht plötzliche Schmerzen, Blässe, Taubheit und Kältegefühl. Der Verlauf kann harmlos bis lebensbedrohlich sein. Kleine Embolien bleiben manchmal unbemerkt, größere können zu schweren Organschäden führen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann eine Embolie zu dauerhaften Schäden führen. In der Lunge droht eine Herzüberlastung, im Gehirn ein Schlaganfall, im Bein der Verlust der Gliedmaße. Auch Bewusstlosigkeit oder Kreislaufversagen treten auf. Wiederholte Embolien erhöhen das Risiko für chronische Erkrankungen und können tödlich enden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist eine tiefe Beinvenenthrombose. Hier behindert ein Blutgerinnsel den Blutfluss in dem Gliedmaß. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen:
- Bewegungsmangel
- Operationen
- Übergewicht
- Rauchen
- Krebserkrankungen
- Schwangerschaft
- bestimmte Hormonpräparate
- Vorhofflimmern
- vererbte Gerinnungsstörungen
- Arteriosklerose
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er leitet meistens eine Blutverdünnung mit Heparin oder anderen Wirkstoffen ein. In schweren Fällen kommt eine Thrombolyse, eine medikamentöse Auflösung des Blutgerinnsels, oder eine Operation infrage.
Das kann man selbst tun: Durch Bewegung, gesunde Ernährung und Rauchverzicht lässt sich vorbeugen. Grenzen sind erreicht, wenn akute Beschwerden wie Atemnot, Lähmungen oder Bewusstlosigkeit auftreten, dann ist sofortige ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 31.10.2025
Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Angina pectoris
Was ist das? - Definition Damit der Herzmuskel optimal arbeiten kann, muss er gut mit Blut versorgt werden. Das ermöglichen Koronargefäße mit ihren Verästelungen im Herzmuskel. Sind diese Blutgefäße krankhaft verändert, kann sich der Blutfluss vermindern, eine Koronare Herzkrankheit entsteht. Diese äußert sich durch Koronarsyndrome wie etwa Angina pectoris.
Krankheitsbild
Mit Angina drücken Mediziner etwas aus, das mit einem Gefühl der Enge einhergeht. Bei Angina pectoris geht es um ein Engegefühl in der Brust (pectoralis: zur Brust gehörend). Es kann entstehen, wenn der Herzmuskel bei körperlicher Belastung mehr arbeiten muss und dafür wegen Schäden in den Koronargefäßen nicht mehr genug sauerstoffreiches Blut erhält. Er ist überlastet. Es treten weitere Symptome wie Brustschmerzen oder Atemnot auf.
Brustschmerzen gibt auch bei anderen Krankheiten, doch sie haben meist nicht den anfallsartigen Charakter einer Angina pectoris-Attacke und andere Auslöser. So treten beispielsweise Schmerzen hinter dem Brustbein auch bei einer Refluxkrankheit auf, doch meist zusammen mit Sodbrennen und nach dem Essen.
Symptome/Verlauf
Typisch für Angina pectoris ist neben dem Gefühl von Brustenge ein schmerzhaftes Brennen, Bohren oder Stechen direkt hinter dem Brustbein. Häufig strahlt der Schmerz in die linke Achsel aus, manchmal bis unter die Elle des linken Arms oder in den Hals bis zum Kinn. Dazu kommen meist Angstgefühle und Atemnot. Manchmal klagen Betroffene auch über Übelkeit und Magenprobleme. Bei Frauen, betagten Patienten oder Diabetikern kann der Schmerz im Brustbereich weniger ausgeprägt sein oder fehlen, Abgeschlagenheit und Atemnot treten in den Vordergrund.
Angina pectoris wird in vier Schwergrade eingeteilt, von Beschwerden nur bei plötzlicher oder stärkerer körperlicher Belastung bis hin zu Symptomen schon in Ruhe. Unterschieden wird insbesondere zwischen der stabilen und der instabilen Angina pectoris.
Bei der stabilen Angina pectoris ereignen sich Attacken, wenn der Herzmuskel vermehrt beansprucht wird, wie bei körperlicher Belastung, Stress, Kälte oder nach einer schweren Mahlzeit. Kommen Betroffene zur Ruhe, verschwinden die Schmerzen in der Regel von allein. Eine Attacke hält zumeist nur wenige Minuten an. Medikamente wie gefäßerweiternde Nitropräparate führen rasch zur Linderung. Betroffene können mit der Zeit herausfinden, bei welcher Art und Stärke der Belastung mit Attacken zu rechnen ist.
Von instabiler Angina pectoris sprechen Mediziner, wenn eine Attacke erstmals oder in den ersten Wochen nach einem Infarkt auftritt, wenn die Attacken von Mal zu Mal schwerer verlaufen oder die Beschwerden auch in Ruhe auftreten. Die Attacken sind unberechenbarer, ereignen sich mitunter mehrmals in kurzer Zeit, dauern länger - mehr als 20 Minuten - und Medikamente dagegen wirken schlechter.
Folgen/Komplikationen
Eine instabile Angina pectoris gilt als Warnsignal, dass sehr bald ein Herzinfarkt auftreten könnte, und ist somit ein Notfall.
Ursachen/Risikofaktoren
Hauptursache für Angina pectoris ist eine Koronare Herzkrankheit. Dabei werden Koronararterien, die den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut versorgen, durch Gefäßverkalkung - fachlich Arteriosklerose genannt - an einer Stelle oder an mehreren Stellen eingeengt. In Ruhe reicht die Durchblutung des Herzmuskels meist noch aus, nicht mehr jedoch, wenn er bei körperlicher Anstrengung, Stress, Aufregung, schweren Mahlzeiten, Fieber oder Kälte mehr arbeiten muss.
Ein hohes Risiko für eine Koronare Herzkrankheit, die auch zu Angina pectoris führen kann, haben vor allem Menschen mit Bluthochdruck, ungünstigen Blutfettwerten oder Diabetes, aber auch Raucher und Übergewichtige.
Eine der Sonderformen von Angina pectoris ist die Prinzmetal-Angina. Bei ihr wird die Durchblutung des Herzmuskels durch ein krampfartiges Zusammenziehen des betroffenen Gefäßes behindert.
Das kann helfen
Das macht der Arzt:
Kommt es zu Beschwerden, die auf ein Herzleiden hindeuten - Druckgefühl in der Brust, Atemnot bei Belastung, öfters schneller oder unregelmäßiger Puls, unerklärliche Schwäche - sollten Betroffene rasch zum Arzt gehen. Erhärtet sich der Verdacht, folgt eine genauere herzmedizinische Untersuchung. Steht die Diagnose einer Koronaren Herzerkrankung fest, werden mit Medikamenten und Verhaltensmaßnahmen Risikofaktoren für ein Voranschreiten der Krankheit behandelt. Besteht eine stabile Angina pectoris, bekommen Patienten Hinweise und Medikamente, um bei Attacken richtig reagieren zu können. Je nach Schwere der Koronaren Herzerkrankung wird sie bei Bedarf noch weitgehender behandelt, zum Beispiel mit der Implantation von Blutgefäßstützen (Stents) an Blutgefäß-Engstellen. Wichtig sind auch Kontrolluntersuchungen nach ärztlicher Maßgabe.
Was man selbst tun kann:
Arteriosklerotisch bedingte Schäden in Blutgefäßen bilden sich nur selten zurück, ihr Voranschreiten lässt sich aber verlangsamen. Dazu muss man Bluthochdruck, Diabetes sowie ungünstige Blutfettwerte behandeln und dafür die ärztlich verordneten Medikamente konsequent einnehmen. Betroffene sollten außerdem nicht rauchen, möglichst wenig oder keinen Alkohol trinken, Stress verringern und Übergewicht abbauen.
Zur Vorbeugung ist zudem eine gesunde - zum Beispiel mediterrane - Ernährung wichtig. Und Betroffene sollten sich viel bewegen. Bei Sport befragt man zuvor am besten die Ärztin oder den Arzt, welche Sportarten sich individuell eignen.
Treten Notfall-Anzeichen auf, muss man den Rettungsdienst (112) rufen. Solche Anzeichen sind:
- starke Schmerzen hinter dem Brustbein, die möglicherweise ausstrahlen
- starkes Engegefühl, heftiger Druck im Brustkorb
- stärkere Luftnot, Atemnot
- kalter Schweiß
- Übelkeit, Erbrechen
- Todesangst
- die Beschwerden halten länger als ein paar Minuten an
- Beschwerden dieser Art treten im Ruhezustand auf
- die Beschwerden halten an, obwohl körperliche Belastungen beendet wurden
- die Beschwerden bleiben trotz Anwendung eines Notfallmedikaments bestehen
Bearbeitungsstand: 29.12.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Injektionslösung in einer Fertigspritze — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 15638062
- Darreichungsform:
- Injektionslösung in einer Fertigspritze (Fertigspritzen)
- Packungsgröße:
- 20 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 100 mg
- Marke:
- HEPAXANE
- Hersteller:
- ITF Pharma GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Wenden Sie das Arzneimittel nach den Anweisungen des Arztes an.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Blutungen aus Haut, Schleimhäuten und Wunden, des Magen-Darm-Traktes und des Urogenitaltraktes sowie zu Blutdruckabfall. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Thrombosen und Embolien
- Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörung des Herzmuskels)
- Herzinfarkt
- Hemmung der Blutgerinnung bei der Hämodialyse
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Enoxaparin gehört zu der Gruppe der Niedermolekularen Heparine und zählt zu den direkten Blutgerinnungshemmern, die eine hemmende Wirkung auf die Gerinnungsfaktoren ausüben und dadurch antithrombotisch wirken. Die Substanz bindet an physiologisches Antithrombin und verstärkt so dessen hemmende Wirkung auf die Blutgerinnungsfaktoren. Niedermolekulare Heparine hemmen im Gegensatz zu Standardheparin vorwiegend den Blutgerinnungsfaktor Xa.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Blutungen
- Thrombozytose (Vermehrung der Anzahl der Blutplättchen)
- Erhöhung der Leberenzymwerte
- Allergische Reaktionen
- Kopfschmerzen
- Nesselsucht
- Juckreiz
- Hautrötung
- Gewebeeinblutungen in die Unterhaut an der Einstichstelle
- Schmerzen an der Einstichstelle
- Allgemeine lokale Hautreaktionen an der Einstichstelle
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Hirnblutungen
- Innere Blutungen
- Hautausschlag, schwerer
- Verhärtungen der Haut an der Einstichstelle
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Kürzlich zurückliegende Verletzungen oder Operationen am Zentralnervensystem, an den Augen oder an den Ohren
- Kürzlich zurückliegende relevante Blutungen
- Weniger als 6 Monate zurückliegendem Schlaganfall oder anderen Blutungen im Schädel-, Hirnbereich
- Erkrankungen im Schädel-, Hirnbereich
- Relevante Blutgerinnungsstörungen
- Magen- oder Darmgeschwüre
- Drohende Fehlgeburt
- Leber- oder Bauchspeicheldrüsenerkrankungen
- Bluthochdruck
- Bakterieninfektion des Herzens (Endokarditis)
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Netzhaut-, Glaskörperblutungen und andere Blutungen im inneren Augenbereich
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Frost geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Geben Sie vor einer Operation - dazu zählen auch kleinere Eingriffe wie z.B. das Ziehen eines Zahnes - die Einnahme/Anwendung des Arzneimittels an, da die Blutungszeit verlängert sein kann.
- Vorsicht bei Allergie gegen Schweineeiweiß!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Thrombose
Was ist das? - Definition Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel, das ein Blutgefäß teilweise oder vollständig verschließt, meist in den tiefen Beinvenen. Sie kann unbemerkt bleiben oder zu ernsthaften Komplikationen wie einer Lungenembolie führen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um Folgeschäden zu vermeiden.
Krankheitsbild
Thrombosen entstehen, wenn sich ein Blutgerinnsel in einem Gefäß bildet und den Blutfluss behindert. Besonders häufig trifft es die tiefen Venen der Beine, aber auch andere Körperregionen wie Arme, Becken oder Gehirn. Der Verschluss kann die Blutzufuhr zu Organen oder Extremitäten unterbrechen und im schlimmsten Fall zu Gewebeschäden führen.
Ein weiteres Risiko besteht darin, dass sich das Gerinnsel löst und über den Blutstrom in die Lunge gelangt. Dort kann es eine Lungenembolie auslösen, eine potenziell lebensbedrohliche Komplikation. Deshalb ist eine rasche medizinische Abklärung bei Verdacht auf Thrombose besonders wichtig.
Symptome/Verlauf
Die Symptome einer Thrombose sind oft unspezifisch. Häufig treten Spannungsgefühle oder Schmerzen im betroffenen Bein auf, begleitet von Schwellung, Wärmegefühl und Hautverfärbungen. Sichtbare, geschlängelte Venen können ebenfalls ein Hinweis sein. Nicht jede Thrombose verursacht sofort Beschwerden. Gerade ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen übersehen erste Anzeichen leicht.
Bei einer Lungenembolie können plötzlich Atemnot, Brustschmerzen, Husten mit blutigem Auswurf, Herzrasen, Schwindel oder sogar Ohnmacht auftreten. Diese Warnzeichen erfordern sofortige ärztliche Hilfe.
Der Verlauf einer Thrombose hängt stark von ihrer Lage und Größe ab. Ohne Behandlung kann es zu dauerhaften Schäden kommen, etwa dem postthrombotischen Syndrom mit chronischen Schmerzen und Schwellungen. Bei schweren Fällen droht der Verlust von Gewebe oder eine lebensgefährliche Embolie.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Thrombosen führen oft zu langfristigen Beschwerden. Das sogenannte postthrombotische Syndrom äußert sich durch chronische Schwellungen, Schmerzen und Hautveränderungen. Eine Lungenembolie kann akut lebensbedrohlich sein und zu bleibenden Schäden an Herz und Lunge führen. Auch wiederkehrende Thrombosen sind möglich, besonders wenn die Ursachen nicht erkannt oder behandelt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Thrombosen entstehen meist durch eine Kombination aus verlangsamtem Blutfluss, Veränderungen der Gefäßwand und erhöhter Gerinnungsneigung. Experten nennen dies auch Virchow-Trias.
0Was das Risiko für eine Thrombose erhöht:
- Bewegungsmangel, etwa bei langen Reisen oder Bettlägerigkeit
- Operationen, besonders im Bauch oder an Gelenken
- Schwangerschaft und Wochenbett
- Hormonelle Einflüsse durch Verhütungsmittel oder Hormonersatztherapie
- Tumorerkrankungen mit erhöhter Gerinnungsneigung
- Erbliche Gerinnungsstörungen wie die Faktor-V-Leiden-Mutation
- Rauchen, Übergewicht und Diabetes
- Höheres Lebensalter
Besonders gefährdet sind Menschen nach Operationen oder mit eingeschränkter Mobilität. In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wird deshalb häufig mit Thrombose-Spritzen vorbeugend behandelt.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann: Die Behandlung erfolgt meist mit blutverdünnenden Medikamenten wie Heparin oder modernen Wirkstoffen aus der Gruppe der NOAKs. Zusätzlich kommen Kompressionsstrümpfe und frühzeitige Mobilisation zum Einsatz. Bei schweren Fällen hilft eine Operation oder eine Thrombolyse. Bei letzterer lösen spezielle Medikamente einen Verschluss auf.
Was man selbst tun kann: Regelmäßige Bewegung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und das Tragen von Kompressionsstrümpfen helfen, das Risiko zu senken. Bei längeren Reisen oder nach Operationen kann eine ärztlich verordnete Prophylaxe sinnvoll sein. Bei Verdacht auf Thrombose oder Lungenembolie ist sofortige ärztliche Abklärung notwendig. Selbsttests sind nicht zuverlässig und ersetzen keine medizinische Diagnose. Auch pflanzliche Mittel können die Therapie nicht ersetzen.
Bearbeitungsstand: 21.10.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Embolie
Was ist das? - Definition Eine Embolie ist ein plötzlicher Verschluss eines Blutgefäßes durch eingeschwemmtes Material wie ein Blutgerinnsel, Fett oder Luft. Dadurch wird die Blutversorgung unterbrochen, was lebensbedrohlich sein kann.
Krankheitsbild
Bei einer Embolie wird ein Blutgefäß durch einen sogenannten Embolus verstopft. Dieser Embolus stammt meist aus einem anderen Körperbereich und wird mit dem Blutstrom weitertransportiert. Die bekanntesten Formen sind die Lungenembolie, der Schlaganfall und der Herzinfarkt. Je nach Ort des Verschlusses spricht man von arterieller oder venöser Embolie. Die häufigste Ursache ist ein Blutgerinnsel, das sich zum Beispiel in den Beinvenen bildet und in die Lunge wandert. Es gibt auch seltenere Formen wie Fettembolie, Luftembolie oder Tumorembolie.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden hängen stark vom betroffenen Organ ab. Eine Lungenembolie zeigt sich oft durch Atemnot, Brustschmerzen und Herzrasen. Bei einer Embolie im Gehirn treten häufig Sprachstörungen, Lähmungen oder Sehstörungen auf. Eine Embolie im Bein verursacht plötzliche Schmerzen, Blässe, Taubheit und Kältegefühl. Der Verlauf kann harmlos bis lebensbedrohlich sein. Kleine Embolien bleiben manchmal unbemerkt, größere können zu schweren Organschäden führen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann eine Embolie zu dauerhaften Schäden führen. In der Lunge droht eine Herzüberlastung, im Gehirn ein Schlaganfall, im Bein der Verlust der Gliedmaße. Auch Bewusstlosigkeit oder Kreislaufversagen treten auf. Wiederholte Embolien erhöhen das Risiko für chronische Erkrankungen und können tödlich enden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist eine tiefe Beinvenenthrombose. Hier behindert ein Blutgerinnsel den Blutfluss in dem Gliedmaß. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen:
- Bewegungsmangel
- Operationen
- Übergewicht
- Rauchen
- Krebserkrankungen
- Schwangerschaft
- bestimmte Hormonpräparate
- Vorhofflimmern
- vererbte Gerinnungsstörungen
- Arteriosklerose
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er leitet meistens eine Blutverdünnung mit Heparin oder anderen Wirkstoffen ein. In schweren Fällen kommt eine Thrombolyse, eine medikamentöse Auflösung des Blutgerinnsels, oder eine Operation infrage.
Das kann man selbst tun: Durch Bewegung, gesunde Ernährung und Rauchverzicht lässt sich vorbeugen. Grenzen sind erreicht, wenn akute Beschwerden wie Atemnot, Lähmungen oder Bewusstlosigkeit auftreten, dann ist sofortige ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 31.10.2025
Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Angina pectoris
Was ist das? - Definition Damit der Herzmuskel optimal arbeiten kann, muss er gut mit Blut versorgt werden. Das ermöglichen Koronargefäße mit ihren Verästelungen im Herzmuskel. Sind diese Blutgefäße krankhaft verändert, kann sich der Blutfluss vermindern, eine Koronare Herzkrankheit entsteht. Diese äußert sich durch Koronarsyndrome wie etwa Angina pectoris.
Krankheitsbild
Mit Angina drücken Mediziner etwas aus, das mit einem Gefühl der Enge einhergeht. Bei Angina pectoris geht es um ein Engegefühl in der Brust (pectoralis: zur Brust gehörend). Es kann entstehen, wenn der Herzmuskel bei körperlicher Belastung mehr arbeiten muss und dafür wegen Schäden in den Koronargefäßen nicht mehr genug sauerstoffreiches Blut erhält. Er ist überlastet. Es treten weitere Symptome wie Brustschmerzen oder Atemnot auf.
Brustschmerzen gibt auch bei anderen Krankheiten, doch sie haben meist nicht den anfallsartigen Charakter einer Angina pectoris-Attacke und andere Auslöser. So treten beispielsweise Schmerzen hinter dem Brustbein auch bei einer Refluxkrankheit auf, doch meist zusammen mit Sodbrennen und nach dem Essen.
Symptome/Verlauf
Typisch für Angina pectoris ist neben dem Gefühl von Brustenge ein schmerzhaftes Brennen, Bohren oder Stechen direkt hinter dem Brustbein. Häufig strahlt der Schmerz in die linke Achsel aus, manchmal bis unter die Elle des linken Arms oder in den Hals bis zum Kinn. Dazu kommen meist Angstgefühle und Atemnot. Manchmal klagen Betroffene auch über Übelkeit und Magenprobleme. Bei Frauen, betagten Patienten oder Diabetikern kann der Schmerz im Brustbereich weniger ausgeprägt sein oder fehlen, Abgeschlagenheit und Atemnot treten in den Vordergrund.
Angina pectoris wird in vier Schwergrade eingeteilt, von Beschwerden nur bei plötzlicher oder stärkerer körperlicher Belastung bis hin zu Symptomen schon in Ruhe. Unterschieden wird insbesondere zwischen der stabilen und der instabilen Angina pectoris.
Bei der stabilen Angina pectoris ereignen sich Attacken, wenn der Herzmuskel vermehrt beansprucht wird, wie bei körperlicher Belastung, Stress, Kälte oder nach einer schweren Mahlzeit. Kommen Betroffene zur Ruhe, verschwinden die Schmerzen in der Regel von allein. Eine Attacke hält zumeist nur wenige Minuten an. Medikamente wie gefäßerweiternde Nitropräparate führen rasch zur Linderung. Betroffene können mit der Zeit herausfinden, bei welcher Art und Stärke der Belastung mit Attacken zu rechnen ist.
Von instabiler Angina pectoris sprechen Mediziner, wenn eine Attacke erstmals oder in den ersten Wochen nach einem Infarkt auftritt, wenn die Attacken von Mal zu Mal schwerer verlaufen oder die Beschwerden auch in Ruhe auftreten. Die Attacken sind unberechenbarer, ereignen sich mitunter mehrmals in kurzer Zeit, dauern länger - mehr als 20 Minuten - und Medikamente dagegen wirken schlechter.
Folgen/Komplikationen
Eine instabile Angina pectoris gilt als Warnsignal, dass sehr bald ein Herzinfarkt auftreten könnte, und ist somit ein Notfall.
Ursachen/Risikofaktoren
Hauptursache für Angina pectoris ist eine Koronare Herzkrankheit. Dabei werden Koronararterien, die den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut versorgen, durch Gefäßverkalkung - fachlich Arteriosklerose genannt - an einer Stelle oder an mehreren Stellen eingeengt. In Ruhe reicht die Durchblutung des Herzmuskels meist noch aus, nicht mehr jedoch, wenn er bei körperlicher Anstrengung, Stress, Aufregung, schweren Mahlzeiten, Fieber oder Kälte mehr arbeiten muss.
Ein hohes Risiko für eine Koronare Herzkrankheit, die auch zu Angina pectoris führen kann, haben vor allem Menschen mit Bluthochdruck, ungünstigen Blutfettwerten oder Diabetes, aber auch Raucher und Übergewichtige.
Eine der Sonderformen von Angina pectoris ist die Prinzmetal-Angina. Bei ihr wird die Durchblutung des Herzmuskels durch ein krampfartiges Zusammenziehen des betroffenen Gefäßes behindert.
Das kann helfen
Das macht der Arzt:
Kommt es zu Beschwerden, die auf ein Herzleiden hindeuten - Druckgefühl in der Brust, Atemnot bei Belastung, öfters schneller oder unregelmäßiger Puls, unerklärliche Schwäche - sollten Betroffene rasch zum Arzt gehen. Erhärtet sich der Verdacht, folgt eine genauere herzmedizinische Untersuchung. Steht die Diagnose einer Koronaren Herzerkrankung fest, werden mit Medikamenten und Verhaltensmaßnahmen Risikofaktoren für ein Voranschreiten der Krankheit behandelt. Besteht eine stabile Angina pectoris, bekommen Patienten Hinweise und Medikamente, um bei Attacken richtig reagieren zu können. Je nach Schwere der Koronaren Herzerkrankung wird sie bei Bedarf noch weitgehender behandelt, zum Beispiel mit der Implantation von Blutgefäßstützen (Stents) an Blutgefäß-Engstellen. Wichtig sind auch Kontrolluntersuchungen nach ärztlicher Maßgabe.
Was man selbst tun kann:
Arteriosklerotisch bedingte Schäden in Blutgefäßen bilden sich nur selten zurück, ihr Voranschreiten lässt sich aber verlangsamen. Dazu muss man Bluthochdruck, Diabetes sowie ungünstige Blutfettwerte behandeln und dafür die ärztlich verordneten Medikamente konsequent einnehmen. Betroffene sollten außerdem nicht rauchen, möglichst wenig oder keinen Alkohol trinken, Stress verringern und Übergewicht abbauen.
Zur Vorbeugung ist zudem eine gesunde - zum Beispiel mediterrane - Ernährung wichtig. Und Betroffene sollten sich viel bewegen. Bei Sport befragt man zuvor am besten die Ärztin oder den Arzt, welche Sportarten sich individuell eignen.
Treten Notfall-Anzeichen auf, muss man den Rettungsdienst (112) rufen. Solche Anzeichen sind:
- starke Schmerzen hinter dem Brustbein, die möglicherweise ausstrahlen
- starkes Engegefühl, heftiger Druck im Brustkorb
- stärkere Luftnot, Atemnot
- kalter Schweiß
- Übelkeit, Erbrechen
- Todesangst
- die Beschwerden halten länger als ein paar Minuten an
- Beschwerden dieser Art treten im Ruhezustand auf
- die Beschwerden halten an, obwohl körperliche Belastungen beendet wurden
- die Beschwerden bleiben trotz Anwendung eines Notfallmedikaments bestehen
Bearbeitungsstand: 29.12.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.