HEXORAL 0,1% Lösung
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Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Lösung — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 12494697
- Darreichungsform:
- Lösung (Lösung)
- Packungsgröße:
- 200 ml
- Marke:
- HEXORAL
- Hersteller:
- Kenvue Germany GmbH (OTC)
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Spülen Sie mit dem Arzneimittel die Mundhöhle.
Oder: Gurgeln Sie mit dem Arzneimittel.
Lassen Sie das Arzneimittel 1/2 Minute einwirken.
Danach spucken Sie das Arzneimittel aus und vermeiden Sie ein Verschlucken.
Oder: Tupfen Sie das Arzneimittel auf die Mundschleimhaut auf. Verwenden Sie dafür saubere Wattestäbchen. Die Anwendung sollte nur erfolgen, wenn der sichere Umgang mit dem Arzneimittel gewährleistet ist.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht längerfristig anwenden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Brechreiz kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung - zum Gurgeln:
Allgemeine Dosierungsempfehlung - zum Auftupfen:
Zur Dosierung von Kindern im Alter von 2 bis 6 Jahren lassen Sie sich bitte von Ihrem Arzt beraten.
Eine maximale Tagesdosis von 3 Anwendungen pro Tag darf nicht überschritten werden.
Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Dosierung ein Messbehältnis bei.
Anwendungsgebiete
- Verminderung der Keimzahl auf Schleimhäuten, wie bei:
- Entzündungen der Mundschleimhaut (Stomatitis)
- Rachenentzündung (Pharyngitis)
- Zahnfleischentzündung (Gingivitis)
- Vorbeugung gegen Entzündungen bei Operationen im Mund- und Rachenraum
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder ab 12 Jahren, Jugendliche und Erwachsene, Einzeldosis: 10-15ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder von 6 bis 12 Jahren, Einzeldosis: eine ausreichende Menge auf einem Wattestäbchen, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, nach der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff bekämpft unterschiedliche Bakterien und Pilze, indem er die Energiegewinnung der Mikroorganismen aus dem Lot bringt. In der Folge wachsen die Schädlinge nicht mehr und vermehren sich kaum noch. Der Wirkstoff bleibt auf den Schleimhäuten.
Nebenwirkungen
- Geschmacksstörungen, vorübergehend
- Verfärbung der Zunge, die vorübergehend ist
- Verfärbung der Zahnoberfläche, die vorübergehend ist
- Taubheitsgefühl der Zunge
- Brennen auf der Zunge
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Bronchien, die überempfindlich reagieren, z.B. bei:
- Asthma bronchiale
- Wunden in der Mundschleimhaut, sowohl tiefe, als auch eher oberflächliche Wunden
- Geschwüre der Mundschleimhaut
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 329 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 60 × 136 × 60 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 6
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 6 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen das Süßungsmittel Saccharin (E-Nummer E 954)!
- Das Arzneimittel enthält in geringen Mengen Alkohol, sollte deshalb von Alkoholikern gemieden werden.
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Tartrazin (E 102), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Amaranth (E 123) und Ponceau 4R (E 124)).
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Aphthen
Was ist das? - Definition Aphthen sind kleine, schmerzhafte Entzündungen der Mundschleimhaut. Sie erscheinen als weißliche Stellen mit rotem Rand, meist an der Lippen- oder Wangeninnenseite. Aphthen sind nicht ansteckend und heilen in der Regel von selbst ab, können aber immer wiederkehren.
Krankheitsbild
Aphthen sind schmerzhafte Entzündungen der Mundschleimhaut, innen weißlich mit einem geröteten Rand. Sie gehören zu den häufigsten Erkrankungen in diesem Bereich und treten am häufigsten an der Innenseite der Lippen oder Wangen auf. Zwei bis zehn Prozent der Menschen bekommen gelegentlich Aphten, Frauen etwas häufiger als Männer. Aphten heilen in den meisten Fällen von allein ab. Sie sind nicht ansteckend, können aber immer wieder auftreten, manchmal schon nach Wochen, manchmal erst nach Jahren.
Symptome/Verlauf
Eine Aphthe kündigt sich oft durch Kribbeln oder Brennen an. Nach kurzer Zeit bildet sich eine kleine, rundliche Vertiefung mit weißlichem Belag und gerötetem Rand. Typische Stellen sind die Lippen- und Wangeninnenseite, seltener Gaumen, Zahnfleisch oder Zunge. Die Entzündung verursacht Schmerzen, die sich durch Essen, Trinken oder Sprechen verstärken können. Ärzte unterscheiden die besonders häufigen Minor-Aphthen mit einer Größe von meist 2 bis 5 mm von Major-Aphthen. Diese können auf 10 bis 30 mm Durchmesser anwachsen. Beide Formen halten auch unterschiedlich lang an: Während Minor-Aphthen meist nach sieben bis zehn Tagen wieder verschwunden sind, kann es bei Major Aphthen zwei bis vier Wochen dauern. Von den herpetiformen Aphthen spricht man, wenn es sich um viele (50 bis 100) sehr kleine Aphthen (1 bis 2 mm) handelt.
Folgen/Komplikationen
In den meisten Fällen sind Aphthen harmlos, wenn auch schmerzhaft. Komplikationen treten nur selten auf. Größere oder sehr schmerzhafte Aphthen können das Essen und Trinken erheblich erschweren. In seltenen schweren Fällen bilden sich Aphthen sehr häufig, dauerhaft oder auch außerhalb der Mundschleimhaut - etwa im Genitalbereich. Treten viele oder sehr große Aphten auf oder heilen sie schlecht ab, ist eine ärztliche Abklärung wichtig.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind bisher unbekannt. Fachleute gehen davon aus, dass eine erbliche Veranlagung eine Rolle spielt. Auch bestimmte Grunderkrankungen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Mangelzustände wie Eisen- oder Vitamin-B-Mangel könnten die Entstehung von Aphten begünstigen. Außerdem gibt es bestimmte Trigger, die mit der Bildung von Aphten in Verbindung stehen könnten:
- Stress
- Mechanische Reize, wie Zahnspangen oder Prothesen
- Hormonelle Veränderungen, wie etwa während der Menstruation
- Bestimmte Nahrungsmittel wie Zitrusfrüchte, Tomaten oder Nüsse
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:In den meisten Fällen verschwinden Aphthen ohne besondere Behandlung. Zur Linderung der Schmerzen eignen sich Gele, Cremes oder Mundspülungen mit schmerz- oder entzündungshemmender Wirkung.
Was der Arzt tun kann:Ärztliche Hilfe ist sinnvoll, wenn die Entzündungen sehr groß, zahlreich oder ungewöhnlich langanhaltend sind. Dann kann die Ärztin oder der Arzt prüfen, ob eine andere Erkrankung vorliegt und gegebenenfalls stärkere Medikamente oder spezielle Therapien verordnen.
Bearbeitungsstand: 31.10.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Mundschleimhautentzündung
Was ist das? - Definition Entzündungen sind Abwehrreaktionen des Körpers auf schädigende Einflüsse. Eine Mundschleimhautentzündung geht meist auf örtliche Reizungen oder Infektionen zurück. Sie tritt häufig gemeinsam mit einer Zahnfleischentzündung auf.
Krankheitsbild
Die Mundschleimhautentzündung ist eine entzündliche Reaktion der Schleimhaut, die den Mundraum auskleidet. Sie kann lokal begrenzt oder die gesamte Mundhöhle betreffen. Die Schleimhaut ist im gesunden Zustand feucht und rosig, bei einer Entzündung jedoch gerötet, geschwollen und oft schmerzhaft. Die Erkrankung kann als eigenständiges Krankheitsbild auftreten oder Begleiterscheinung anderer Erkrankungen sein.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Beschwerden zählen Schmerzen, Brennen, Rötung und Schwellung der Schleimhaut. Häufig treten Bläschen, Geschwüre oder weißliche Beläge auf. Die Entzündung führt oft zu Mundgeruch, Geschmacksverlust und Schluckbeschwerden. In schweren Fällen kommt es zu Schleimhautblutungen oder es stirbt sogar Gewebe ab. Die Erkrankung erreicht meist nach einer Woche ihren Höhepunkt und klingt innerhalb von zwei bis drei Wochen ab.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann die Entzündung zu starken Schmerzen und Einschränkungen beim Essen und Trinken führen. In schweren Fällen drohen Schleimhautverletzungen, Infektionen mit weiteren Erregern oder eine Ausbreitung auf andere Bereiche wie das Zahnfleisch. Chronische Verläufe sind möglich, besonders bei geschwächtem Immunsystem oder bestehenden Grunderkrankungen wie Diabetes.
Ursachen/Risikofaktoren
Die wichtigsten Ursachen und Risikofaktoren sind:
- Infektionen durch Viren (zum Beispiel Herpes), Bakterien oder Pilze
- mechanische Reizungen durch Zahnspangen oder Zahnersatz
- Verbrennungen durch heiße Speisen oder Getränke
- chemische Reizstoffe wie Alkohol oder aggressive Mundspülungen
- allergische Reaktionen auf Lebensmittel oder Zahnpflegeprodukte
- Vitamin- oder Nährstoffmangel, etwa B12, Eisen oder Folsäure
- Autoimmunerkrankungen wie Morbus Crohn oder Lupus
- unerwünschte Nebenwirkungen von Medikamenten wie Chemotherapeutika oder Immunsuppressiva
- chronische Erkrankungen wie Diabetes
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er behandelt je nach Ursache mit antiviralen, antibakteriellen oder pilzbekämpfenden Medikamenten. Schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkstoffe können zusätzlich helfen. Desinfizierende Mundspülungen mit Chlorhexidin oder pflanzlichen Extrakten wie Kamille oder Salbei unterstützen die Heilung.
Das kann man selbst tun: Gute Mundhygiene, Vermeidung reizender Speisen und ausreichende Flüssigkeitszufuhr tragen zur Besserung bei. Grenzen sind erreicht, wenn starke Schmerzen, Fieber oder wiederkehrende Entzündungen auftreten. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Mundsoor
Was ist das? - Definition Beim Mundsoor handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung der Mundschleimhaut, die durch Hefepilze, meist Candida albicans, hervorgerufen wird. Sie tritt hauptsächlich bei Menschen auf, deren Abwehrkräfte geschwächt sind.
Krankheitsbild
Mundsoor, auch orale Candidose genannt, ist eine Infektion der Mundschleimhaut mit Hefepilzen. Am häufigsten ist Candida albicans beteiligt. Die Pilze besiedeln normalerweise die Schleimhäute, ohne Beschwerden zu verursachen. Bei gestörter Immunabwehr oder nach bestimmten Medikamenten kann es jedoch zu einer übermäßigen Vermehrung kommen. Die Erkrankung betrifft oft die Zunge, den Gaumen, die Innenseite der Wangen und Lippen.
Symptome/Verlauf
Typisch sind weißliche, abstreifbare Beläge auf der Schleimhaut, unter denen sich gerötete und teils blutende Stellen befinden. Zu den weiteren Symptomen zählen Brennen, Schmerzen, pelziges Gefühl im Mund, Geschmacksstörungen und Mundgeruch. In schweren Fällen kann es zu Schluckbeschwerden und Problemen beim Sprechen kommen. Die Beschwerden entwickeln sich meist innerhalb weniger Tage und klingen bei Behandlung nach etwa einer Woche ab.
Folgen/Komplikationen
Bei immungeschwächten Personen kann sich die Infektion ausbreiten und andere Organe wie Speiseröhre, Herz oder Lunge befallen. In seltenen Fällen entsteht eine sogenannte Candida-Sepsis, die lebensbedrohlich sein kann.
Ursachen/Risikofaktoren
Die wichtigsten Ursachen und Risikofaktoren sind:
- geschwächtes Immunsystem
- Antibiotika- oder Kortisontherapie
- Diabetes
- schlecht sitzender oder nicht ausreichend gepflegter Zahnersatz
- Stress
- Mangelnde Mundhygiene
- Mangelernährung
- Rauchen
- Scheidenpilz bei der Geburt, der sich auf das Neugeborene überträgt
- Verwendung von Asthmasprays
- Chemotherapie
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er verschreibt meistens Mittel, die gegen Pilze wirken, sogenannte Antimykotika. Diese wirken lokal als Lutschtabletten oder Mundspülung oder systemisch als Tabletten.
Das kann man selbst tun: Sorgfältige Mundhygiene, Reinigung von Zahnprothesen, Vermeidung von Zucker und regelmäßiges Spülen des Mundes nach Medikamenteneinnahme tragen zur Vorbeugung bei. Grenzen sind erreicht, wenn starke Beschwerden auftreten, die Infektion wiederkehrt oder auf andere Regionen des Körpers übergreift. Dann ist eine ärztliche Behandlung unbedingt erforderlich.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Lösung — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 12494697
- Darreichungsform:
- Lösung (Lösung)
- Packungsgröße:
- 200 ml
- Marke:
- HEXORAL
- Hersteller:
- Kenvue Germany GmbH (OTC)
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Spülen Sie mit dem Arzneimittel die Mundhöhle.
Oder: Gurgeln Sie mit dem Arzneimittel.
Lassen Sie das Arzneimittel 1/2 Minute einwirken.
Danach spucken Sie das Arzneimittel aus und vermeiden Sie ein Verschlucken.
Oder: Tupfen Sie das Arzneimittel auf die Mundschleimhaut auf. Verwenden Sie dafür saubere Wattestäbchen. Die Anwendung sollte nur erfolgen, wenn der sichere Umgang mit dem Arzneimittel gewährleistet ist.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht längerfristig anwenden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Brechreiz kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung - zum Gurgeln:
Allgemeine Dosierungsempfehlung - zum Auftupfen:
Zur Dosierung von Kindern im Alter von 2 bis 6 Jahren lassen Sie sich bitte von Ihrem Arzt beraten.
Eine maximale Tagesdosis von 3 Anwendungen pro Tag darf nicht überschritten werden.
Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Dosierung ein Messbehältnis bei.
Anwendungsgebiete
- Verminderung der Keimzahl auf Schleimhäuten, wie bei:
- Entzündungen der Mundschleimhaut (Stomatitis)
- Rachenentzündung (Pharyngitis)
- Zahnfleischentzündung (Gingivitis)
- Vorbeugung gegen Entzündungen bei Operationen im Mund- und Rachenraum
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder ab 12 Jahren, Jugendliche und Erwachsene, Einzeldosis: 10-15ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder von 6 bis 12 Jahren, Einzeldosis: eine ausreichende Menge auf einem Wattestäbchen, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, nach der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff bekämpft unterschiedliche Bakterien und Pilze, indem er die Energiegewinnung der Mikroorganismen aus dem Lot bringt. In der Folge wachsen die Schädlinge nicht mehr und vermehren sich kaum noch. Der Wirkstoff bleibt auf den Schleimhäuten.
Nebenwirkungen
- Geschmacksstörungen, vorübergehend
- Verfärbung der Zunge, die vorübergehend ist
- Verfärbung der Zahnoberfläche, die vorübergehend ist
- Taubheitsgefühl der Zunge
- Brennen auf der Zunge
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Bronchien, die überempfindlich reagieren, z.B. bei:
- Asthma bronchiale
- Wunden in der Mundschleimhaut, sowohl tiefe, als auch eher oberflächliche Wunden
- Geschwüre der Mundschleimhaut
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 329 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 60 × 136 × 60 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 6
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 6 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen das Süßungsmittel Saccharin (E-Nummer E 954)!
- Das Arzneimittel enthält in geringen Mengen Alkohol, sollte deshalb von Alkoholikern gemieden werden.
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Tartrazin (E 102), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Amaranth (E 123) und Ponceau 4R (E 124)).
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Aphthen
Was ist das? - Definition Aphthen sind kleine, schmerzhafte Entzündungen der Mundschleimhaut. Sie erscheinen als weißliche Stellen mit rotem Rand, meist an der Lippen- oder Wangeninnenseite. Aphthen sind nicht ansteckend und heilen in der Regel von selbst ab, können aber immer wiederkehren.
Krankheitsbild
Aphthen sind schmerzhafte Entzündungen der Mundschleimhaut, innen weißlich mit einem geröteten Rand. Sie gehören zu den häufigsten Erkrankungen in diesem Bereich und treten am häufigsten an der Innenseite der Lippen oder Wangen auf. Zwei bis zehn Prozent der Menschen bekommen gelegentlich Aphten, Frauen etwas häufiger als Männer. Aphten heilen in den meisten Fällen von allein ab. Sie sind nicht ansteckend, können aber immer wieder auftreten, manchmal schon nach Wochen, manchmal erst nach Jahren.
Symptome/Verlauf
Eine Aphthe kündigt sich oft durch Kribbeln oder Brennen an. Nach kurzer Zeit bildet sich eine kleine, rundliche Vertiefung mit weißlichem Belag und gerötetem Rand. Typische Stellen sind die Lippen- und Wangeninnenseite, seltener Gaumen, Zahnfleisch oder Zunge. Die Entzündung verursacht Schmerzen, die sich durch Essen, Trinken oder Sprechen verstärken können. Ärzte unterscheiden die besonders häufigen Minor-Aphthen mit einer Größe von meist 2 bis 5 mm von Major-Aphthen. Diese können auf 10 bis 30 mm Durchmesser anwachsen. Beide Formen halten auch unterschiedlich lang an: Während Minor-Aphthen meist nach sieben bis zehn Tagen wieder verschwunden sind, kann es bei Major Aphthen zwei bis vier Wochen dauern. Von den herpetiformen Aphthen spricht man, wenn es sich um viele (50 bis 100) sehr kleine Aphthen (1 bis 2 mm) handelt.
Folgen/Komplikationen
In den meisten Fällen sind Aphthen harmlos, wenn auch schmerzhaft. Komplikationen treten nur selten auf. Größere oder sehr schmerzhafte Aphthen können das Essen und Trinken erheblich erschweren. In seltenen schweren Fällen bilden sich Aphthen sehr häufig, dauerhaft oder auch außerhalb der Mundschleimhaut - etwa im Genitalbereich. Treten viele oder sehr große Aphten auf oder heilen sie schlecht ab, ist eine ärztliche Abklärung wichtig.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind bisher unbekannt. Fachleute gehen davon aus, dass eine erbliche Veranlagung eine Rolle spielt. Auch bestimmte Grunderkrankungen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Mangelzustände wie Eisen- oder Vitamin-B-Mangel könnten die Entstehung von Aphten begünstigen. Außerdem gibt es bestimmte Trigger, die mit der Bildung von Aphten in Verbindung stehen könnten:
- Stress
- Mechanische Reize, wie Zahnspangen oder Prothesen
- Hormonelle Veränderungen, wie etwa während der Menstruation
- Bestimmte Nahrungsmittel wie Zitrusfrüchte, Tomaten oder Nüsse
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:In den meisten Fällen verschwinden Aphthen ohne besondere Behandlung. Zur Linderung der Schmerzen eignen sich Gele, Cremes oder Mundspülungen mit schmerz- oder entzündungshemmender Wirkung.
Was der Arzt tun kann:Ärztliche Hilfe ist sinnvoll, wenn die Entzündungen sehr groß, zahlreich oder ungewöhnlich langanhaltend sind. Dann kann die Ärztin oder der Arzt prüfen, ob eine andere Erkrankung vorliegt und gegebenenfalls stärkere Medikamente oder spezielle Therapien verordnen.
Bearbeitungsstand: 31.10.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Mundschleimhautentzündung
Was ist das? - Definition Entzündungen sind Abwehrreaktionen des Körpers auf schädigende Einflüsse. Eine Mundschleimhautentzündung geht meist auf örtliche Reizungen oder Infektionen zurück. Sie tritt häufig gemeinsam mit einer Zahnfleischentzündung auf.
Krankheitsbild
Die Mundschleimhautentzündung ist eine entzündliche Reaktion der Schleimhaut, die den Mundraum auskleidet. Sie kann lokal begrenzt oder die gesamte Mundhöhle betreffen. Die Schleimhaut ist im gesunden Zustand feucht und rosig, bei einer Entzündung jedoch gerötet, geschwollen und oft schmerzhaft. Die Erkrankung kann als eigenständiges Krankheitsbild auftreten oder Begleiterscheinung anderer Erkrankungen sein.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Beschwerden zählen Schmerzen, Brennen, Rötung und Schwellung der Schleimhaut. Häufig treten Bläschen, Geschwüre oder weißliche Beläge auf. Die Entzündung führt oft zu Mundgeruch, Geschmacksverlust und Schluckbeschwerden. In schweren Fällen kommt es zu Schleimhautblutungen oder es stirbt sogar Gewebe ab. Die Erkrankung erreicht meist nach einer Woche ihren Höhepunkt und klingt innerhalb von zwei bis drei Wochen ab.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann die Entzündung zu starken Schmerzen und Einschränkungen beim Essen und Trinken führen. In schweren Fällen drohen Schleimhautverletzungen, Infektionen mit weiteren Erregern oder eine Ausbreitung auf andere Bereiche wie das Zahnfleisch. Chronische Verläufe sind möglich, besonders bei geschwächtem Immunsystem oder bestehenden Grunderkrankungen wie Diabetes.
Ursachen/Risikofaktoren
Die wichtigsten Ursachen und Risikofaktoren sind:
- Infektionen durch Viren (zum Beispiel Herpes), Bakterien oder Pilze
- mechanische Reizungen durch Zahnspangen oder Zahnersatz
- Verbrennungen durch heiße Speisen oder Getränke
- chemische Reizstoffe wie Alkohol oder aggressive Mundspülungen
- allergische Reaktionen auf Lebensmittel oder Zahnpflegeprodukte
- Vitamin- oder Nährstoffmangel, etwa B12, Eisen oder Folsäure
- Autoimmunerkrankungen wie Morbus Crohn oder Lupus
- unerwünschte Nebenwirkungen von Medikamenten wie Chemotherapeutika oder Immunsuppressiva
- chronische Erkrankungen wie Diabetes
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er behandelt je nach Ursache mit antiviralen, antibakteriellen oder pilzbekämpfenden Medikamenten. Schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkstoffe können zusätzlich helfen. Desinfizierende Mundspülungen mit Chlorhexidin oder pflanzlichen Extrakten wie Kamille oder Salbei unterstützen die Heilung.
Das kann man selbst tun: Gute Mundhygiene, Vermeidung reizender Speisen und ausreichende Flüssigkeitszufuhr tragen zur Besserung bei. Grenzen sind erreicht, wenn starke Schmerzen, Fieber oder wiederkehrende Entzündungen auftreten. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Mundsoor
Was ist das? - Definition Beim Mundsoor handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung der Mundschleimhaut, die durch Hefepilze, meist Candida albicans, hervorgerufen wird. Sie tritt hauptsächlich bei Menschen auf, deren Abwehrkräfte geschwächt sind.
Krankheitsbild
Mundsoor, auch orale Candidose genannt, ist eine Infektion der Mundschleimhaut mit Hefepilzen. Am häufigsten ist Candida albicans beteiligt. Die Pilze besiedeln normalerweise die Schleimhäute, ohne Beschwerden zu verursachen. Bei gestörter Immunabwehr oder nach bestimmten Medikamenten kann es jedoch zu einer übermäßigen Vermehrung kommen. Die Erkrankung betrifft oft die Zunge, den Gaumen, die Innenseite der Wangen und Lippen.
Symptome/Verlauf
Typisch sind weißliche, abstreifbare Beläge auf der Schleimhaut, unter denen sich gerötete und teils blutende Stellen befinden. Zu den weiteren Symptomen zählen Brennen, Schmerzen, pelziges Gefühl im Mund, Geschmacksstörungen und Mundgeruch. In schweren Fällen kann es zu Schluckbeschwerden und Problemen beim Sprechen kommen. Die Beschwerden entwickeln sich meist innerhalb weniger Tage und klingen bei Behandlung nach etwa einer Woche ab.
Folgen/Komplikationen
Bei immungeschwächten Personen kann sich die Infektion ausbreiten und andere Organe wie Speiseröhre, Herz oder Lunge befallen. In seltenen Fällen entsteht eine sogenannte Candida-Sepsis, die lebensbedrohlich sein kann.
Ursachen/Risikofaktoren
Die wichtigsten Ursachen und Risikofaktoren sind:
- geschwächtes Immunsystem
- Antibiotika- oder Kortisontherapie
- Diabetes
- schlecht sitzender oder nicht ausreichend gepflegter Zahnersatz
- Stress
- Mangelnde Mundhygiene
- Mangelernährung
- Rauchen
- Scheidenpilz bei der Geburt, der sich auf das Neugeborene überträgt
- Verwendung von Asthmasprays
- Chemotherapie
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er verschreibt meistens Mittel, die gegen Pilze wirken, sogenannte Antimykotika. Diese wirken lokal als Lutschtabletten oder Mundspülung oder systemisch als Tabletten.
Das kann man selbst tun: Sorgfältige Mundhygiene, Reinigung von Zahnprothesen, Vermeidung von Zucker und regelmäßiges Spülen des Mundes nach Medikamenteneinnahme tragen zur Vorbeugung bei. Grenzen sind erreicht, wenn starke Beschwerden auftreten, die Infektion wiederkehrt oder auf andere Regionen des Körpers übergreift. Dann ist eine ärztliche Behandlung unbedingt erforderlich.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.