HYDROCUTAN Salbe 1%
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Pharmazeutische Informationen
Salbe — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 00587749
- Darreichungsform:
- Salbe (Salbe)
- Packungsgröße:
- 20 g
- Marke:
- HYDROCUTAN
- Hersteller:
- DERMAPHARM AG
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei länger andauernder Anwendung kann es unter anderem zu Steroidakne, Erweiterung kleiner Hautgefäße, Hautfarbenveränderung und Hautverdünnung kommen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Nach Besserung der Symptome ist eine Anwendung alle 2-3 Tage ausreichend.
Anwendungsgebiete
- Hautentzündung, leichte Formen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-3 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff ist ein verwandter Stoff zum Kortison. Kortison ist ein Hormon, das vom Körper auch selbst hergestellt wird.
Bei Verletzungen läuft die körpereigene Abwehr auf Hochtouren, etliche Botenstoffe und Abwehrzellen strömen zum Ort des Geschehens und vernichten eingedrungene Erreger und durch die Verletzung entstandene Zelltrümmer oder Blutgerinnsel. Diese Arbeit führt in dem betroffenen Gebiet zu Entzündungen und damit verbunden zu Schwellungen, Rötungen und letztlich zu Schmerzen. Der Wirkstoff drosselt diese körpereigenen Abwehrmechanismen, besonders wenn sie - wie etwa bei Allergien - zu übertrieben ausfällt. Er wirkt vor allem auf der Haut entzündungshemmend und beseitigt Juckreiz, Rötungen, Schwellungen und Pusteln.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Virusinfektionen der Haut, z.B.:
- Windpocken
- Herpes-Infektionen
- Bakterieninfektionen der Haut, wie:
- Hauttuberkulose
- Syphilis (Lues) - (Geschlechts- und Hautkrankheit)
- Akne
- Periorale Dermatitis (akneähnliche entzündliche Hauterkrankung im Mundbereich)
- Rosacea (entzündliche Hauterkrankung im Gesichtsbereich)
- Pilzinfektionen der Haut
- Nach einer Impfung auftretende Hautreaktion
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 35 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 29 × 35 × 124 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 6 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Kortikoid-Allergie (z.B. Kortison)!
- Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
Insektenstiche
Was ist das? - Definition Insektenstiche sind lokale Reaktionen der Haut auf das Eindringen eines Stachels oder Speichels von Insekten. Sie verursachen meist Schwellung, Rötung und Juckreiz und sind meist harmlos.
Krankheitsbild
Ein Insektenstich zeigt sich durch plötzlich auftretende gerötete und geschwollene Hautareale. Besonders auffällig ist die schnelle Entwicklung der typischen Hautveränderungen nach dem Stich. Je nach Insekt und individueller Empfindlichkeit fallen die Beschwerden unterschiedlich stark aus.
Symptome/Verlauf
Typisch sind Rötung, Schwellung und Juckreiz. Manchmal tritt ein Brennen auf. Die Beschwerden entstehen meist innerhalb weniger Minuten. Der Verlauf ist häufig mild und klingt nach einigen Stunden bis Tagen ab. Je nach Reaktion können folgende Erscheinungen auftreten:
- Lokale Schwellung und Rötung
- Starker oder anhaltender Juckreiz
- Brennendes Gefühl an der Einstichstelle
- Größere Schwellungen bei empfindlichen Personen
Bei empfindlichen Menschen können die Reaktionen über Tage bestehen bleiben. Sehr selten kommt es zu stärkeren körperweiten Reaktionen.
Folgen/Komplikationen
Die meisten Insektenstiche heilen problemlos ab. Kratzen kann jedoch zu kleinen Hautverletzungen und damit zu Infektionen führen. Bei ausgeprägten Reaktionen kann die Schwellung sehr groß werden und Alltagsaktivitäten beeinträchtigen. Sehr selten treten schwere Reaktionen auf, etwa bei Allergikern, die den Kreislauf belasten. Diese können lebensbedrohlich sein und benötigen rasche medizinische Hilfe. Das gilt auch für Stiche im Mund- und Rachenraum.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Reaktion entsteht durch Stoffe die Insekten beim Stechen in die Haut abgeben. Manche Menschen reagieren empfindlicher. Risikofaktoren dafür sind unter anderem bekannte Allergien gegen Insektengifte oder -stoffe, vorherige starke Stichreaktionen und vermehrter Aufenthalt im Freien, besonders im Sommer. Zudem locken auch Faktoren wie süße Getränke oder bestimmte Duftstoffe Insekten an. Ein erhöhtes gilt auch auf Fernreisen, etwa in tropische Gebiete.
Das kann helfen
Der Arzt kann die Haut begutachten und bei Bedarf Wirkstoffgruppen wie Mittel gegen Entzündungen oder zur Linderung allergischer Reaktionen einsetzen.
Das kann man selbst tun: Die betroffenen Stellen kühlen und die Haut schonen sowie Kratzen vermeiden. Grenzen bestehen, wenn starke Schwellungen, Atembeschwerden, Kreislaufprobleme oder rasche Ausbreitung der Beschwerden auftreten. Dann sollte sofort medizinische Hilfe gesucht werden.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Juckreiz
Was ist das? - Definition Juckreiz ist ein unangenehmes Hautempfinden, das den Drang auslöst, sich zu kratzen. Er kann lokal begrenzt oder am ganzen Körper auftreten. Juckreiz ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, das viele Ursachen haben kann, von harmlosen Hautreizungen bis hin zu ernsthaften inneren Erkrankungen. Häufig tritt er vorübergehend auf, kann aber auch chronisch werden.
Krankheitsbild
Juckreiz entsteht durch die Reizung bestimmter Nervenfasern in der Haut. Diese senden Signale an das Gehirn, die es als Kribbeln oder Brennen wahrnimmt. Der Körper reagiert darauf mit dem Reflex, sich zu kratzen. Kurzfristig kann das Linderung verschaffen, langfristig jedoch die Haut zusätzlich reizen und schädigen. Juckreiz kann durch äußere Einflüsse wie Insektenstiche oder trockene Haut entstehen, aber auch durch innere Erkrankungen wie Leber- oder Nierenprobleme verursacht werden. Bei chronischem Juckreiz spricht man von Pruritus.
Symptome/Verlauf
Juckreiz kann sich unterschiedlich äußern. Typische Anzeichen sind:
- Kribbeln, Brennen oder Stechen auf der Haut
- Unwiderstehlicher Drang, sich zu kratzen
- Rötungen, Schwellungen oder Kratzspuren
- Trockene, schuppige oder entzündete Hautstellen
- Verstärkung des Juckreizes bei Wärme oder Stress
Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab. Akuter Juckreiz klingt meist nach kurzer Zeit ab, etwa nach einem Insektenstich. Chronischer Juckreiz kann über Wochen oder Monate bestehen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Häufig kommt es zu einem Teufelskreis aus Jucken und Kratzen, der die Haut weiter schädigt.
Folgen/Komplikationen
Anhaltender Juckreiz kann zu Hautverletzungen, Entzündungen und Infektionen führen. Durch ständiges Kratzen wird die Hautbarriere geschwächt. Es können sich Ekzeme oder chronische Hautveränderungen entwickeln. Auch psychische Belastungen wie Schlafstörungen, Reizbarkeit oder depressive Verstimmungen sind möglich. Besonders bei Kindern kann starker Juckreiz das Verhalten und die Konzentration beeinträchtigen.
Ursachen/Risikofaktoren
Juckreiz kann viele Auslöser besitzen. Zu den häufigen Ursachen zählen trockene Haut, allergische Reaktionen, Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, Insektenstiche sowie der Kontakt mit reizenden Stoffen oder bestimmte Medikamente. Auch innere Erkrankungen wie Leber- oder Nierenprobleme, Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen können Juckreiz verursachen. Psychische Faktoren wie Stress oder Angst verstärken oft das Empfinden. Risikofaktoren sind unter anderem Alter, chronische Erkrankungen, trockene Heizungsluft und unpassende Hautpflegeprodukte.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Befragung, Hautuntersuchung und gegebenenfalls Bluttests die Ursache klären. Je nach Befund kommen Antihistaminika, entzündungshemmende Wirkstoffe oder spezielle Pflegeprodukte zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Die Haut regelmäßig mit passenden Pflegepräparaten eincremen, besonders nach dem Duschen. Reizstoffe wie Duftstoffe oder aggressive Seifen meiden. Kühle Umschläge oder Bäder mit Haferzusätzen anwenden. Nach Möglichkeit die betroffenen Stellen nicht kratzen, sondern klopfen oder kühlen. Grenzen sind erreicht, wenn der Juckreiz länger als sechs Wochen anhält, sehr stark ist oder mit anderen Symptomen wie Hautveränderungen, Fieber oder Gewichtsverlust einhergeht. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 09.01.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Sonnenbrand
Was ist das? - Definition Sonnenbrand ist eine akute Hautreaktion, die durch übermäßige Einwirkung von ultravioletter Strahlung entsteht. Dabei kommt es zu einer Entzündung der Haut, die sich durch Rötung, Schmerzen und manchmal Blasenbildung äußert. Sonnenbrand ist nicht nur unangenehm, sondern kann langfristig die Haut schädigen und das Risiko für Hautkrebs erhöhen.
Krankheitsbild
Sonnenbrand ist eine Form der Hautentzündung. Er entsteht, wenn die Haut zu lange ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist. Die ultraviolette Strahlung schädigt die Hautzellen und löst eine Entzündungsreaktion aus. Besonders gefährdet sind helle Hauttypen, aber grundsätzlich kann jeder Sonnenbrand bekommen.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen Rötung, Schmerzen und ein Wärmegefühl der betroffenen Hautareale. Bei stärkerem Sonnenbrand können Schwellungen oder Blasen auftreten. Die Beschwerden bessern sich sehr häufig nach einigen Tagen. Wiederholte Sonnenbrände können die Haut dauerhaft schädigen.
Folgen/Komplikationen
Sonnenbrand kann kurzfristig zu starken Schmerzen und bei fehlender Linderung der Beschwerden zu Schlafproblemen führen. Komplikationen entstehen durch Blasenbildung oder Infektionen der geschädigten Haut. Langfristig erhöht wiederholter Sonnenbrand das Risiko für Hautalterung und Hautkrebs. Besonders gefährlich sind tiefe Hautschäden, die nicht mehr vollständig abheilen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist übermäßige UV-Strahlung. Zu den Risikofaktoren zählen:
- Lange Aufenthalte in der Sonne ohne entsprechenden Schutz
- Helle Hauttypen mit geringer Pigmentierung
- Mittagszeit mit besonders intensiver Sonnenstrahlung
- Urlaub in Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung
- Verzicht auf Sonnenschutzmittel oder Kleidung
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann bei starkem Sonnenbrand schmerzlindernde Mittel oder entzündungshemmende Medikamente einsetzen.
Das kann man selbst tun: kühlende Umschläge, viel Flüssigkeit und Schonung der Haut lindern die Beschwerden. Grenzen liegen dort, wo Blasen großflächig auftreten oder starke Schmerzen bestehen oder wenn Säuglinge oder Kleinkinder betroffen sind. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Salbe — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 00587749
- Darreichungsform:
- Salbe (Salbe)
- Packungsgröße:
- 20 g
- Marke:
- HYDROCUTAN
- Hersteller:
- DERMAPHARM AG
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei länger andauernder Anwendung kann es unter anderem zu Steroidakne, Erweiterung kleiner Hautgefäße, Hautfarbenveränderung und Hautverdünnung kommen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Nach Besserung der Symptome ist eine Anwendung alle 2-3 Tage ausreichend.
Anwendungsgebiete
- Hautentzündung, leichte Formen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-3 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff ist ein verwandter Stoff zum Kortison. Kortison ist ein Hormon, das vom Körper auch selbst hergestellt wird.
Bei Verletzungen läuft die körpereigene Abwehr auf Hochtouren, etliche Botenstoffe und Abwehrzellen strömen zum Ort des Geschehens und vernichten eingedrungene Erreger und durch die Verletzung entstandene Zelltrümmer oder Blutgerinnsel. Diese Arbeit führt in dem betroffenen Gebiet zu Entzündungen und damit verbunden zu Schwellungen, Rötungen und letztlich zu Schmerzen. Der Wirkstoff drosselt diese körpereigenen Abwehrmechanismen, besonders wenn sie - wie etwa bei Allergien - zu übertrieben ausfällt. Er wirkt vor allem auf der Haut entzündungshemmend und beseitigt Juckreiz, Rötungen, Schwellungen und Pusteln.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Virusinfektionen der Haut, z.B.:
- Windpocken
- Herpes-Infektionen
- Bakterieninfektionen der Haut, wie:
- Hauttuberkulose
- Syphilis (Lues) - (Geschlechts- und Hautkrankheit)
- Akne
- Periorale Dermatitis (akneähnliche entzündliche Hauterkrankung im Mundbereich)
- Rosacea (entzündliche Hauterkrankung im Gesichtsbereich)
- Pilzinfektionen der Haut
- Nach einer Impfung auftretende Hautreaktion
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 35 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 29 × 35 × 124 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 6 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Kortikoid-Allergie (z.B. Kortison)!
- Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
Insektenstiche
Was ist das? - Definition Insektenstiche sind lokale Reaktionen der Haut auf das Eindringen eines Stachels oder Speichels von Insekten. Sie verursachen meist Schwellung, Rötung und Juckreiz und sind meist harmlos.
Krankheitsbild
Ein Insektenstich zeigt sich durch plötzlich auftretende gerötete und geschwollene Hautareale. Besonders auffällig ist die schnelle Entwicklung der typischen Hautveränderungen nach dem Stich. Je nach Insekt und individueller Empfindlichkeit fallen die Beschwerden unterschiedlich stark aus.
Symptome/Verlauf
Typisch sind Rötung, Schwellung und Juckreiz. Manchmal tritt ein Brennen auf. Die Beschwerden entstehen meist innerhalb weniger Minuten. Der Verlauf ist häufig mild und klingt nach einigen Stunden bis Tagen ab. Je nach Reaktion können folgende Erscheinungen auftreten:
- Lokale Schwellung und Rötung
- Starker oder anhaltender Juckreiz
- Brennendes Gefühl an der Einstichstelle
- Größere Schwellungen bei empfindlichen Personen
Bei empfindlichen Menschen können die Reaktionen über Tage bestehen bleiben. Sehr selten kommt es zu stärkeren körperweiten Reaktionen.
Folgen/Komplikationen
Die meisten Insektenstiche heilen problemlos ab. Kratzen kann jedoch zu kleinen Hautverletzungen und damit zu Infektionen führen. Bei ausgeprägten Reaktionen kann die Schwellung sehr groß werden und Alltagsaktivitäten beeinträchtigen. Sehr selten treten schwere Reaktionen auf, etwa bei Allergikern, die den Kreislauf belasten. Diese können lebensbedrohlich sein und benötigen rasche medizinische Hilfe. Das gilt auch für Stiche im Mund- und Rachenraum.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Reaktion entsteht durch Stoffe die Insekten beim Stechen in die Haut abgeben. Manche Menschen reagieren empfindlicher. Risikofaktoren dafür sind unter anderem bekannte Allergien gegen Insektengifte oder -stoffe, vorherige starke Stichreaktionen und vermehrter Aufenthalt im Freien, besonders im Sommer. Zudem locken auch Faktoren wie süße Getränke oder bestimmte Duftstoffe Insekten an. Ein erhöhtes gilt auch auf Fernreisen, etwa in tropische Gebiete.
Das kann helfen
Der Arzt kann die Haut begutachten und bei Bedarf Wirkstoffgruppen wie Mittel gegen Entzündungen oder zur Linderung allergischer Reaktionen einsetzen.
Das kann man selbst tun: Die betroffenen Stellen kühlen und die Haut schonen sowie Kratzen vermeiden. Grenzen bestehen, wenn starke Schwellungen, Atembeschwerden, Kreislaufprobleme oder rasche Ausbreitung der Beschwerden auftreten. Dann sollte sofort medizinische Hilfe gesucht werden.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Juckreiz
Was ist das? - Definition Juckreiz ist ein unangenehmes Hautempfinden, das den Drang auslöst, sich zu kratzen. Er kann lokal begrenzt oder am ganzen Körper auftreten. Juckreiz ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, das viele Ursachen haben kann, von harmlosen Hautreizungen bis hin zu ernsthaften inneren Erkrankungen. Häufig tritt er vorübergehend auf, kann aber auch chronisch werden.
Krankheitsbild
Juckreiz entsteht durch die Reizung bestimmter Nervenfasern in der Haut. Diese senden Signale an das Gehirn, die es als Kribbeln oder Brennen wahrnimmt. Der Körper reagiert darauf mit dem Reflex, sich zu kratzen. Kurzfristig kann das Linderung verschaffen, langfristig jedoch die Haut zusätzlich reizen und schädigen. Juckreiz kann durch äußere Einflüsse wie Insektenstiche oder trockene Haut entstehen, aber auch durch innere Erkrankungen wie Leber- oder Nierenprobleme verursacht werden. Bei chronischem Juckreiz spricht man von Pruritus.
Symptome/Verlauf
Juckreiz kann sich unterschiedlich äußern. Typische Anzeichen sind:
- Kribbeln, Brennen oder Stechen auf der Haut
- Unwiderstehlicher Drang, sich zu kratzen
- Rötungen, Schwellungen oder Kratzspuren
- Trockene, schuppige oder entzündete Hautstellen
- Verstärkung des Juckreizes bei Wärme oder Stress
Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab. Akuter Juckreiz klingt meist nach kurzer Zeit ab, etwa nach einem Insektenstich. Chronischer Juckreiz kann über Wochen oder Monate bestehen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Häufig kommt es zu einem Teufelskreis aus Jucken und Kratzen, der die Haut weiter schädigt.
Folgen/Komplikationen
Anhaltender Juckreiz kann zu Hautverletzungen, Entzündungen und Infektionen führen. Durch ständiges Kratzen wird die Hautbarriere geschwächt. Es können sich Ekzeme oder chronische Hautveränderungen entwickeln. Auch psychische Belastungen wie Schlafstörungen, Reizbarkeit oder depressive Verstimmungen sind möglich. Besonders bei Kindern kann starker Juckreiz das Verhalten und die Konzentration beeinträchtigen.
Ursachen/Risikofaktoren
Juckreiz kann viele Auslöser besitzen. Zu den häufigen Ursachen zählen trockene Haut, allergische Reaktionen, Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, Insektenstiche sowie der Kontakt mit reizenden Stoffen oder bestimmte Medikamente. Auch innere Erkrankungen wie Leber- oder Nierenprobleme, Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen können Juckreiz verursachen. Psychische Faktoren wie Stress oder Angst verstärken oft das Empfinden. Risikofaktoren sind unter anderem Alter, chronische Erkrankungen, trockene Heizungsluft und unpassende Hautpflegeprodukte.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Befragung, Hautuntersuchung und gegebenenfalls Bluttests die Ursache klären. Je nach Befund kommen Antihistaminika, entzündungshemmende Wirkstoffe oder spezielle Pflegeprodukte zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Die Haut regelmäßig mit passenden Pflegepräparaten eincremen, besonders nach dem Duschen. Reizstoffe wie Duftstoffe oder aggressive Seifen meiden. Kühle Umschläge oder Bäder mit Haferzusätzen anwenden. Nach Möglichkeit die betroffenen Stellen nicht kratzen, sondern klopfen oder kühlen. Grenzen sind erreicht, wenn der Juckreiz länger als sechs Wochen anhält, sehr stark ist oder mit anderen Symptomen wie Hautveränderungen, Fieber oder Gewichtsverlust einhergeht. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 09.01.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Sonnenbrand
Was ist das? - Definition Sonnenbrand ist eine akute Hautreaktion, die durch übermäßige Einwirkung von ultravioletter Strahlung entsteht. Dabei kommt es zu einer Entzündung der Haut, die sich durch Rötung, Schmerzen und manchmal Blasenbildung äußert. Sonnenbrand ist nicht nur unangenehm, sondern kann langfristig die Haut schädigen und das Risiko für Hautkrebs erhöhen.
Krankheitsbild
Sonnenbrand ist eine Form der Hautentzündung. Er entsteht, wenn die Haut zu lange ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist. Die ultraviolette Strahlung schädigt die Hautzellen und löst eine Entzündungsreaktion aus. Besonders gefährdet sind helle Hauttypen, aber grundsätzlich kann jeder Sonnenbrand bekommen.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen Rötung, Schmerzen und ein Wärmegefühl der betroffenen Hautareale. Bei stärkerem Sonnenbrand können Schwellungen oder Blasen auftreten. Die Beschwerden bessern sich sehr häufig nach einigen Tagen. Wiederholte Sonnenbrände können die Haut dauerhaft schädigen.
Folgen/Komplikationen
Sonnenbrand kann kurzfristig zu starken Schmerzen und bei fehlender Linderung der Beschwerden zu Schlafproblemen führen. Komplikationen entstehen durch Blasenbildung oder Infektionen der geschädigten Haut. Langfristig erhöht wiederholter Sonnenbrand das Risiko für Hautalterung und Hautkrebs. Besonders gefährlich sind tiefe Hautschäden, die nicht mehr vollständig abheilen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist übermäßige UV-Strahlung. Zu den Risikofaktoren zählen:
- Lange Aufenthalte in der Sonne ohne entsprechenden Schutz
- Helle Hauttypen mit geringer Pigmentierung
- Mittagszeit mit besonders intensiver Sonnenstrahlung
- Urlaub in Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung
- Verzicht auf Sonnenschutzmittel oder Kleidung
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann bei starkem Sonnenbrand schmerzlindernde Mittel oder entzündungshemmende Medikamente einsetzen.
Das kann man selbst tun: kühlende Umschläge, viel Flüssigkeit und Schonung der Haut lindern die Beschwerden. Grenzen liegen dort, wo Blasen großflächig auftreten oder starke Schmerzen bestehen oder wenn Säuglinge oder Kleinkinder betroffen sind. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.