IBUPROFEN PUREN 400 mg Filmtabletten
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Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 13816660
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 50 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 400 mg
- Marke:
- IBUPROFEN
- Hersteller:
- PUREN Pharma GmbH & Co. KG
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Kopfschmerzen, Schwindel, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blutdruckabfall, Benommenheit sowie zu Atemstörungen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Bei leichten bis mäßig starken Schmerzen und Fieber:
Regelschmerzen:
Bei rheumatischen Erkrankungen und Entzündungen nach Verletzungen:
Jugendliche von 15-17 Jahren: Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert.
Bei einem empfindlichen Magen empfiehlt es sich das Arzneimittel während der Mahlzeit einzunehmen.
Anwendungsgebiete
- Leichte bis mäßig starke Schmerzen, wie:
- Migräne, Behandlung der Kopfschmerzen, vor allem in der akuten Phase
- Zahnschmerzen
- Regelschmerzen
- Fieber
- Rheumatische Erkrankungen, wie:
- Akute Gelenkentzündungen
- Chronische Gelenkentzündungen, wie:
-
- Chronische Polyarthritis
- Arthrose - (sowohl der Gelenke der Extremitäten als auch die der Wirbelsäule)
- Schmerzhafte Schwellungen oder Entzündungen nach Verletzungen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder von 6-9 Jahren
(mit 20-29kg Körpergewicht), Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 1-3 mal täglich (max. 1 1/2 Tabletten pro Tag), Zeitpunkt: im Abstand von 6 Stunden, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder von 10-11 Jahren
(mit 30-39kg Körpergewicht), Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 1-4 mal täglich (max. 2 Tabletten pro Tag), Zeitpunkt: im Abstand von 6 Stunden, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene
(über 40kg Körpergewicht), Einzeldosis: 1/2-1 Tablette, Gesamtdosis: 3-4 mal täglich (max. 3 Tabletten pro Tag), Zeitpunkt: im Abstand von 6 Stunden, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene
(über 40kg Körpergewicht), Einzeldosis: 1/2-1 Tablette, Gesamtdosis: 1-3 mal täglich (max. 3 Tabletten pro Tag), Zeitpunkt: im Abstand von 6 Stunden, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Tabletten, Gesamtdosis: 3-mal täglich (max. 6 Tabletten pro Tag), Zeitpunkt: im Abstand von 6 Stunden, nach der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff gehört zu einer Gruppe von Stoffen, die sowohl gegen Schmerzen, als auch gegen Entzündungen wirken und Fieber senken können. Alle drei Wirkungen beruhen vor allem auf der Hemmung eines körpereigenen Stoffes, genannt Prostaglandin. Dieser Stoff muss als Botenstoff vorhanden sein, damit Schmerz empfunden, Entzündungsreaktionen gestartet oder die Körpertemperatur angehoben werden kann.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Sodbrennen
- Blähungen
- Durchfälle
- Verstopfung
- Bauchschmerzen
- Blutungen im Magen-Darm-Bereich
- Teerstühle, bei Auftreten bitte sofort einen Arzt aufsuchen
- Magenschleimhautentzündung
- Geschwüre im Verdauungstrakt, die auch durchbrechen können
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Schlaflosigkeit
- Reizbarkeit
- Erregung
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Anfälle von Atemnot
- Sehstörungen, bei Auftreten bitte sofort einen Arzt aufsuchen
- Verschlimmerung einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (Colitis ulcerosa)
- Verschlimmerung einer chronischen Entzündung von Magen-Darm-Bereichen (Morbus Crohn)
- Geschwür im Mund
- Asthmaanfall, gebenenfalls mit Blutdruckabfall
- Nesselausschlag (Urtikaria) durch Medikamente
- Kleinfleckige Haut- und Schleimhauteinblutungen (Purpura)
- Schnupfen
- Angst
- Schläfrigkeit
- Hörstörung
- Verkrampfung der Bronchien
- Missempfindungen
- Müdigkeit
- Lichtempfindlichkeit
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Blutbildungsstörungen
- Geschwüre im Verdauungstrakt, auch in der Vorgeschichte
- Blutungen im Magen-Darm-Trakt, auch in der Vorgeschichte
- Magen-Darm-Durchbruch, in der Vorgeschichte in Zusammenhang mit der Einnahme bestimmter Arzneimittel (nichtsteroidale Antirheumatika/Antiphlogistika)
- Aktive Blutungen, wie:
- Hirnblutungen
- Stark eingeschränkte Leberfunktion
- Stark eingeschränkte Nierenfunktion
- Schwere Herzschwäche
- Schwerer Flüssigkeitsmangel
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Magen-Darm-Beschwerden
- Entzündliche Darmerkrankungen, auch in der Vorgeschichte, wie:
- Morbus Crohn
- Colitis ulcerosa
- Blutgerinnungsstörung
- Bluthochdruck
- Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
- Mögliche Gefahr einer Gefäßverengung am Herzen, wie bei:
- Erhöhte Fettkonzentration im Blut
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Rauchen
- Durchblutungsstörungen der Peripherie (z.B. Arme, Beine)
- Durchblutungsstörung der Hirngefäße
- Kollagenosen (Veränderungen im Bindegewebsbereich), wie:
- Lupus erythematodes
- Mischkollagenose (entzündlich-rheumatische Kollagenose)
- Porphyrie - (Stoffwechselkrankheit)
- Größere Operation, die kurz zuvor stattgefunden haben
- Windpocken
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
- Kinder und Erwachsene unter 40 kg Körpergewicht: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
- Ältere Patienten ab 65 Jahren: Die Behandlung sollte mit Ihrem Arzt gut abgestimmt und sorgfältig überwacht werden, z.B. durch engmaschige Kontrollen. Die erwünschten Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen des Arzneimittels können in dieser Gruppe verstärkt oder abgeschwächt auftreten.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei dauerhafter Anwendung von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die durch das Schmerzmittel erzeugt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um zu verhindern, dass Ihre Kopfschmerzen chronisch werden.
- Die gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln kann zu einer dauerhaften Nierenschädigung führen. Werden mehrere Schmerzmittel kombiniert, oder sind in einem Schmerzmittel mehrere Wirkstoffe enthalten, erhöht sich das Risiko dafür.
- Vorsicht: Patienten mit Nasenpolypen, chronischen Atemwegsinfektionen, Asthma oder mit Neigung zu allergischen Reaktionen wie z.B. Heuschnupfen: Bei Ihnen kann das Arzneimittel einen Asthmaanfall oder eine starke allergische Hautreaktion auslösen. Fragen Sie daher vor der Anwendung Ihren Arzt.
- Vorsicht bei Allergie gegen Schmerzmittel!
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Alkoholgenuss soll während einer Dauerbehandlung möglichst vermieden werden. Gelegentlicher Alkoholkonsum in kleinen Mengen ist erlaubt, aber nicht zusammen mit dem Medikament.
Schmerz
Was ist das? - Definition Schmerz ist die Bezeichnung für sehr verschiedene unangenehme Empfindungen. Sie können in ihrem Charakter höchst unterschiedlich sein und ihre Stärke kann von kaum wahrnehmbar bis unerträglich reichen.
Krankheitsbild
Schmerz ist ein vielschichtiges, unangenehmes Empfinden, das sehr unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Die Spannbreite reicht von leichtem Ziehen bis hin zu starkem, kaum erträglichem Stechen oder Brennen. Er tritt bei akuten Verletzungen ebenso auf wie bei chronischen Erkrankungen. Schmerzen sind in erster Linie ein Warnsignal des Körpers, das auf eine mögliche oder bereits eingetretene Schädigung hinweist. Ohne Schmerzempfinden würden wir Gefahren für unseren Körper oft zu spät bemerken.
Die Reize werden über spezielle Schmerzrezeptoren an der Körperoberfläche oder in Organen wahrgenommen. Diese Signale wandern über Nervenbahnen ins Gehirn, wo sie als Schmerz empfunden werden. Verschiedene Auslöser wie Hitze, Verletzungen, Entzündungen oder chemische Reize können diesen Prozess in Gang setzen. Auch bestimmte Medikamente oder Erkrankungen wie Diabetes können das Schmerzempfinden beeinflussen oder verfälschen.
Symptome/Verlauf
Schmerzen zeigen sich je nach Ursache und Person unterschiedlich. Man unterscheidet sie unter anderem nach Dauer, Intensität und Art:
- Akute Schmerzen treten plötzlich auf, etwa bei Prellungen, Schnittwunden oder Muskelverspannungen, und verschwinden meist, wenn die Ursache behoben ist.
- Chronische Schmerzen dauern länger an als die ursprüngliche Verletzung, oft über Monate hinweg. Sie gelten inzwischen als eigenständiges Krankheitsbild.
Auch die Wahrnehmung ist individuell: Manche Menschen vertragen Schmerzen gut, andere weniger. Die kulturelle Prägung kann dabei eine Rolle spielen. Die Art des Schmerzes gibt Hinweise auf die Ursache: Krampfartige (kolikartige) Schmerzen können auf Nieren
- oder Gallensteine hindeuten, dumpfe oder stechende auf Verletzungen oder innere Erkrankungen. Manche Menschen empfinden sogar in amputierten Gliedmaßen weiterhin Schmerzen, sogenannten Phantomschmerzen.
Nicht immer haben Schmerzen eine rein körperliche Ursache. Auch psychische Belastungen wie Stress oder Angst können Beschwerden auslösen, etwa Bauchweh bei Schulangst.
Folgen/Komplikationen
Werden akute Schmerzen behandelt, sind die Aussichten in der Regel gut. Schwieriger sieht es bei chronischen Schmerzen aus: Diese können das Leben stark beeinträchtigen, sowohl körperlich als auch seelisch. Hobbies und Berufstätigkeit sind oft nicht mehr möglich, was zu sozialem Rückzug, Depressionen und Isolation führen kann. Diese psychischen Belastungen wiederum verstärken das Schmerzempfinden. Es entsteht ein Teufelskreis. Deshalb ist bei chronischen Schmerzen nicht nur die körperliche, sondern auch die seelische Unterstützung wichtig, auch für das Umfeld der Betroffenen.
Ursachen/Risikofaktoren
Schmerzen entstehen, wenn Gewebe geschädigt oder gereizt wird, zum Beispiel durch Hitze, Verletzungen, Entzündungen oder Operationen. Auch chemische Substanzen wie Säuren oder Laugen können Schmerzen verursachen. Medikamente, insbesondere bei falscher Anwendung, können ihrerseits Schmerzen auslösen (z. B. durch Schädigung von Nieren oder Magen).
Nicht alle Krankheiten verursachen frühzeitig Schmerzen:
Krebserkrankungen können lange schmerzfrei verlaufen und dadurch unentdeckt bleiben. Auch Menschen mit Diabetes spüren Schmerzen oft verzögert oder gar nicht, da die Nerven geschädigt sind. So bleiben bei ihnen mitunter selbst ernsthafte Probleme wie ein Herzinfarkt oder Fußverletzungen unbemerkt.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärzte suchen gezielt nach der Schmerzursache und leiten entsprechende Maßnahmen ein. Bei akuten Schmerzen stehen oft Medikamente, Schonung oder Kühlung im Vordergrund. Chronische Schmerzen erfordern meist eine umfassendere Behandlung, etwa durch regelmäßige Schmerzmittelgabe, begleitende Therapien und psychologische Unterstützung.
Was man selbst tun kann:
- Bei unklaren oder starken Schmerzen zum Arzt gehen.
- Entspannungsverfahren wie Yoga, Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung ausprobieren.
- Bei Verstauchungen oder Zerrungen: kühlen und schonen.
- Bei Verspannungen oder krampfartigen Schmerzen: Wärme (z. B. Wärmflasche, Rotlicht).
- Rezeptfreie Schmerzmittel aus der Apotheke nur kurzzeitig verwenden. Als Faustregel gilt: nicht länger als drei oder vier Tage hintereinander, monatlich nicht mehr als an zehn Tagen.
- Bei Kindern ist die Behandlung mit Schmerzmitteln heikel und bedarf einer gründlichen Beratung durch Ärzte und Apotheker. Nicht alle rezeptfrei erhältlichen Schmerzmittel eignen sich für Kinder.
- Auf mögliche Wechselwirkungen achten, wenn man mehrere Medikamente nimmt.
- Selbsthilfegruppen können bei chronischen Schmerzen sehr hilfreich sein.
- Wer neben Schmerzmitteln noch weitere Medikamente einnimmt, sollte im Gespräch mit einem Apotheker oder einem Arzt gefährliche Wechselwirkungen ausschließen.
Bearbeitungsstand: 17.06.2026
Quellenangabe:
Avoxa Content Service, Quelle beim Autor, 2026
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Kopfschmerzen
Was ist das? - Definition Kopfschmerzen sind Schmerzen im Bereich des Kopfes, die in Intensität, Dauer und Ursache stark variieren können. Sie gehören zu den häufigsten Beschwerden weltweit und betreffen Menschen jeden Alters.
Krankheitsbild
Kopfschmerzen treten in verschiedenen Formen auf. Man unterscheidet zwischen primären Kopfschmerzen, wie Spannungskopfschmerzen, Migräne oder Clusterkopfschmerzen, und sekundären Kopfschmerzen, die durch andere Erkrankungen wie Infektionen oder Verletzungen verursacht werden. Spannungskopfschmerzen sind am weitesten verbreitet und äußern sich meist als beidseitiger, dumpfer Druck. Migräne tritt in der Regel einseitig und pulsierend auf und kann mit weiteren Symptomen einhergehen. Clusterkopfschmerzen sind seltener, aber sehr intensiv und treten in wiederkehrenden Phasen auf.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden unterscheiden sich je nach Art des Kopfschmerzes. Zu den häufigen Symptomen zählen:
- Dumpfer oder drückender Schmerz bei Spannungskopfschmerzen
- Pulsierender, meist einseitiger Schmerz bei Migräne
- Starke, stechende Schmerzen bei Clusterkopfschmerzen
- Übelkeit oder Erbrechen
- Lichtempfindlichkeit
- Geräuschempfindlichkeit
- Sehstörungen wie Flimmern oder Lichtblitze
- Konzentrationsprobleme
- Schwindel
Der Verlauf kann akut, episodisch oder chronisch sein. Chronische Kopfschmerzen treten an mehr als 15 Tagen pro Monat über mindestens drei Monate auf.
Folgen/Komplikationen
Häufige oder unbehandelte Kopfschmerzen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Betroffene leiden oft unter Schlafproblemen, verminderter Leistungsfähigkeit und sozialem Rückzug. In schweren Fällen kann es zu depressiven Verstimmungen kommen. Sekundäre Kopfschmerzen können auf ernsthafte Erkrankungen hinweisen und sollten ärztlich abgeklärt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Auslöser sind vielfältig. Primäre Kopfschmerzen entstehen oft durch eine Kombination aus Veranlagung und äußeren Einflüssen. Sekundäre Kopfschmerzen haben eine konkrete Ursache. Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem Stress, Schlafmangel, Flüssigkeitsmangel, hormonelle Schwankungen, Verspannungen, Bildschirmarbeit, ungesunde Ernährung, Alkohol, Wetterumschwünge und übermäßiger Medikamentengebrauch.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch gezielte Fragen, körperliche Untersuchungen und gegebenenfalls bildgebende Verfahren die Ursache klären. Er verschreibt bei Bedarf Medikamente, etwa Gruppen der nichtsteroidale Antirheumatika oder Triptanen.
Das kann man selbst tun: Auf ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung, Entspannungstechniken und eine gute Flüssigkeitszufuhr achten. Grenzen sind erreicht, wenn die Schmerzen sehr stark sind, plötzlich auftreten, mit neurologischen Ausfällen einhergehen oder regelmäßig wiederkehren. Dann ist ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Migräne
Was ist das? - Definition Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die in wiederkehrenden Attacken mit starken, meist einseitigen, pulsierenden Kopfschmerzen auftritt. Häufig kommen weitere Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen sowie eine besondere Empfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen oder Gerüchen hinzu.
Krankheitsbild
Typisch für Migräne sind starke, meist einseitige, pulsierende Schmerzen, die Betroffene regelrecht lahmlegen. Migräne gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen: In Deutschland sind rund 8 Millionen Menschen betroffen
- Frauen fast dreimal häufiger als Männer. Am häufigsten treten die Anfälle zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr auf, aber auch Kinder und Jugendliche können Migräne entwickeln. Migräneattacken dauern mehrere Stunden bis hin zu drei Tagen. Zwischen den Anfällen sind die meisten beschwerdefrei.
Symptome/Verlauf
Ein Migräneanfall zeigt sich durch pulsierende oder pochende Schmerzen, die meist auf einer Kopfseite auftreten, und eine mittlere bis starke Schmerzintensität, die sich bei Bewegung noch verstärkt. Häufig kommen Übelkeit, manchmal sogar Erbrechen, hinzu. Typisch ist auch eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen oder Gerüchen. Viele Betroffene leiden außerdem unter Konzentrationsproblemen, Müdigkeit oder Erschöpfung. Zum Teil treten zusätzlich Sehstörungen in Form einer Aura, Kribbelgefühle oder Sprachprobleme auf.
Der Verlauf gliedert sich oft in typische Phasen:
- Vorbotenphase: Stunden bis Tage vor dem Anfall können Müdigkeit, Reizbarkeit, Heißhunger oder Stimmungsschwankungen auftreten.
- Aura: Bei etwa jedem vierten Betroffenen kommt es zu vorübergehenden Sehstörungen (z. B. Flimmern, Lichtblitze), Kribbeln oder Sprachstörungen.
- Kopfschmerzphase: Heftige, meist einseitige Schmerzen, verstärkt durch Bewegung, oft begleitet von Übelkeit und Empfindlichkeit gegenüber Reizen. Dauer: 4 bis 72 Stunden.
- Erholungsphase: Nach Abklingen der Schmerzen fühlen sich viele noch eine Weile erschöpft. Mit zunehmendem Alter nehmen Häufigkeit und Intensität der Migräneanfälle oft ab.
Folgen/Komplikationen
Migräne kann die Lebensqualität stark beeinflussen. Die Teilnahme an Beruf, Schule und sozialem Leben kann stark beeinträchtigt sein. Viele Betroffene leiden unter dem Druck, den nächsten Anfall zu erwarten.
Wichtig: Plötzlich auftretende, ungewohnt starke Kopfschmerzen sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Sie können auch andere Ursachen haben und beispielsweise auf eine ernste Erkrankung wie eine Hirnblutung oder Hirnhautentzündung hinweisen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen der Migräne sind noch nicht vollständig verstanden. Experten gehen von einer Fehlregulation bestimmter Nervenbotenstoffe wie Serotonin aus. Sicher ist, dass verschiedene Faktoren, sogenannte Trigger, Anfälle auslösen oder verstärken können:
- Genetische Veranlagung: Migräne tritt oft familiär gehäuft auf.
- Hormonelle Schwankungen: Besonders bei Frauen spielen Menstruation, Schwangerschaft oder hormonelle Verhütung eine Rolle.
- Stress und emotionale Belastung: Psychischer Druck ist ein häufiger Auslöser.
- Lebensmittel und Alkohol: Rotwein, Schokolade, reifer Käse oder Glutamat können Trigger sein.
- Schlafprobleme: Zu wenig, zu viel oder unregelmäßiger Schlaf begünstigt Anfälle.
- Umweltfaktoren: Wetterumschwünge, grelles Licht, Lärm oder starke Gerüche wirken belastend.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Menschen mit Migräne können durch einige Maßnahmen versuchen die Häufigkeit und Stärke der Anfälle zu verringern und die Lebensqualität wieder zu verbessern:
- ein regelmäßiger Schlaf
- -Wach
- -Rhythmus
- Stressabbau durch Entspannungstechniken
- Regelmäßiger Ausdauersport
- ein Migränetagebuch, um Auslöser zu erkennen
- Meiden individueller Trigger
- Während des Anfalls: Rückzug in einen dunklen, ruhigen Raum
Was der Arzt tun kann:
Ein Arzt kann helfen, Migräne klar von anderen Kopfschmerzarten abzugrenzen und eine passende Behandlung einzuleiten. Zur Akuttherapie kommen Medikamente wie Triptane oder Schmerzmittel infrage, bei Übelkeit zusätzlich Mittel gegen Erbrechen. Bei häufigen oder besonders starken Anfällen kann eine vorbeugende Therapie mit speziellen Medikamenten sinnvoll sein.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 13816660
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 50 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 400 mg
- Marke:
- IBUPROFEN
- Hersteller:
- PUREN Pharma GmbH & Co. KG
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Kopfschmerzen, Schwindel, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blutdruckabfall, Benommenheit sowie zu Atemstörungen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Bei leichten bis mäßig starken Schmerzen und Fieber:
Regelschmerzen:
Bei rheumatischen Erkrankungen und Entzündungen nach Verletzungen:
Jugendliche von 15-17 Jahren: Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert.
Bei einem empfindlichen Magen empfiehlt es sich das Arzneimittel während der Mahlzeit einzunehmen.
Anwendungsgebiete
- Leichte bis mäßig starke Schmerzen, wie:
- Migräne, Behandlung der Kopfschmerzen, vor allem in der akuten Phase
- Zahnschmerzen
- Regelschmerzen
- Fieber
- Rheumatische Erkrankungen, wie:
- Akute Gelenkentzündungen
- Chronische Gelenkentzündungen, wie:
-
- Chronische Polyarthritis
- Arthrose - (sowohl der Gelenke der Extremitäten als auch die der Wirbelsäule)
- Schmerzhafte Schwellungen oder Entzündungen nach Verletzungen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder von 6-9 Jahren
(mit 20-29kg Körpergewicht), Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 1-3 mal täglich (max. 1 1/2 Tabletten pro Tag), Zeitpunkt: im Abstand von 6 Stunden, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder von 10-11 Jahren
(mit 30-39kg Körpergewicht), Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 1-4 mal täglich (max. 2 Tabletten pro Tag), Zeitpunkt: im Abstand von 6 Stunden, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene
(über 40kg Körpergewicht), Einzeldosis: 1/2-1 Tablette, Gesamtdosis: 3-4 mal täglich (max. 3 Tabletten pro Tag), Zeitpunkt: im Abstand von 6 Stunden, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene
(über 40kg Körpergewicht), Einzeldosis: 1/2-1 Tablette, Gesamtdosis: 1-3 mal täglich (max. 3 Tabletten pro Tag), Zeitpunkt: im Abstand von 6 Stunden, nach der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Tabletten, Gesamtdosis: 3-mal täglich (max. 6 Tabletten pro Tag), Zeitpunkt: im Abstand von 6 Stunden, nach der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff gehört zu einer Gruppe von Stoffen, die sowohl gegen Schmerzen, als auch gegen Entzündungen wirken und Fieber senken können. Alle drei Wirkungen beruhen vor allem auf der Hemmung eines körpereigenen Stoffes, genannt Prostaglandin. Dieser Stoff muss als Botenstoff vorhanden sein, damit Schmerz empfunden, Entzündungsreaktionen gestartet oder die Körpertemperatur angehoben werden kann.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Sodbrennen
- Blähungen
- Durchfälle
- Verstopfung
- Bauchschmerzen
- Blutungen im Magen-Darm-Bereich
- Teerstühle, bei Auftreten bitte sofort einen Arzt aufsuchen
- Magenschleimhautentzündung
- Geschwüre im Verdauungstrakt, die auch durchbrechen können
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Schlaflosigkeit
- Reizbarkeit
- Erregung
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Anfälle von Atemnot
- Sehstörungen, bei Auftreten bitte sofort einen Arzt aufsuchen
- Verschlimmerung einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (Colitis ulcerosa)
- Verschlimmerung einer chronischen Entzündung von Magen-Darm-Bereichen (Morbus Crohn)
- Geschwür im Mund
- Asthmaanfall, gebenenfalls mit Blutdruckabfall
- Nesselausschlag (Urtikaria) durch Medikamente
- Kleinfleckige Haut- und Schleimhauteinblutungen (Purpura)
- Schnupfen
- Angst
- Schläfrigkeit
- Hörstörung
- Verkrampfung der Bronchien
- Missempfindungen
- Müdigkeit
- Lichtempfindlichkeit
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Blutbildungsstörungen
- Geschwüre im Verdauungstrakt, auch in der Vorgeschichte
- Blutungen im Magen-Darm-Trakt, auch in der Vorgeschichte
- Magen-Darm-Durchbruch, in der Vorgeschichte in Zusammenhang mit der Einnahme bestimmter Arzneimittel (nichtsteroidale Antirheumatika/Antiphlogistika)
- Aktive Blutungen, wie:
- Hirnblutungen
- Stark eingeschränkte Leberfunktion
- Stark eingeschränkte Nierenfunktion
- Schwere Herzschwäche
- Schwerer Flüssigkeitsmangel
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Magen-Darm-Beschwerden
- Entzündliche Darmerkrankungen, auch in der Vorgeschichte, wie:
- Morbus Crohn
- Colitis ulcerosa
- Blutgerinnungsstörung
- Bluthochdruck
- Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
- Mögliche Gefahr einer Gefäßverengung am Herzen, wie bei:
- Erhöhte Fettkonzentration im Blut
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Rauchen
- Durchblutungsstörungen der Peripherie (z.B. Arme, Beine)
- Durchblutungsstörung der Hirngefäße
- Kollagenosen (Veränderungen im Bindegewebsbereich), wie:
- Lupus erythematodes
- Mischkollagenose (entzündlich-rheumatische Kollagenose)
- Porphyrie - (Stoffwechselkrankheit)
- Größere Operation, die kurz zuvor stattgefunden haben
- Windpocken
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
- Kinder und Erwachsene unter 40 kg Körpergewicht: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
- Ältere Patienten ab 65 Jahren: Die Behandlung sollte mit Ihrem Arzt gut abgestimmt und sorgfältig überwacht werden, z.B. durch engmaschige Kontrollen. Die erwünschten Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen des Arzneimittels können in dieser Gruppe verstärkt oder abgeschwächt auftreten.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei dauerhafter Anwendung von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die durch das Schmerzmittel erzeugt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um zu verhindern, dass Ihre Kopfschmerzen chronisch werden.
- Die gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln kann zu einer dauerhaften Nierenschädigung führen. Werden mehrere Schmerzmittel kombiniert, oder sind in einem Schmerzmittel mehrere Wirkstoffe enthalten, erhöht sich das Risiko dafür.
- Vorsicht: Patienten mit Nasenpolypen, chronischen Atemwegsinfektionen, Asthma oder mit Neigung zu allergischen Reaktionen wie z.B. Heuschnupfen: Bei Ihnen kann das Arzneimittel einen Asthmaanfall oder eine starke allergische Hautreaktion auslösen. Fragen Sie daher vor der Anwendung Ihren Arzt.
- Vorsicht bei Allergie gegen Schmerzmittel!
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Alkoholgenuss soll während einer Dauerbehandlung möglichst vermieden werden. Gelegentlicher Alkoholkonsum in kleinen Mengen ist erlaubt, aber nicht zusammen mit dem Medikament.
Schmerz
Was ist das? - Definition Schmerz ist die Bezeichnung für sehr verschiedene unangenehme Empfindungen. Sie können in ihrem Charakter höchst unterschiedlich sein und ihre Stärke kann von kaum wahrnehmbar bis unerträglich reichen.
Krankheitsbild
Schmerz ist ein vielschichtiges, unangenehmes Empfinden, das sehr unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Die Spannbreite reicht von leichtem Ziehen bis hin zu starkem, kaum erträglichem Stechen oder Brennen. Er tritt bei akuten Verletzungen ebenso auf wie bei chronischen Erkrankungen. Schmerzen sind in erster Linie ein Warnsignal des Körpers, das auf eine mögliche oder bereits eingetretene Schädigung hinweist. Ohne Schmerzempfinden würden wir Gefahren für unseren Körper oft zu spät bemerken.
Die Reize werden über spezielle Schmerzrezeptoren an der Körperoberfläche oder in Organen wahrgenommen. Diese Signale wandern über Nervenbahnen ins Gehirn, wo sie als Schmerz empfunden werden. Verschiedene Auslöser wie Hitze, Verletzungen, Entzündungen oder chemische Reize können diesen Prozess in Gang setzen. Auch bestimmte Medikamente oder Erkrankungen wie Diabetes können das Schmerzempfinden beeinflussen oder verfälschen.
Symptome/Verlauf
Schmerzen zeigen sich je nach Ursache und Person unterschiedlich. Man unterscheidet sie unter anderem nach Dauer, Intensität und Art:
- Akute Schmerzen treten plötzlich auf, etwa bei Prellungen, Schnittwunden oder Muskelverspannungen, und verschwinden meist, wenn die Ursache behoben ist.
- Chronische Schmerzen dauern länger an als die ursprüngliche Verletzung, oft über Monate hinweg. Sie gelten inzwischen als eigenständiges Krankheitsbild.
Auch die Wahrnehmung ist individuell: Manche Menschen vertragen Schmerzen gut, andere weniger. Die kulturelle Prägung kann dabei eine Rolle spielen. Die Art des Schmerzes gibt Hinweise auf die Ursache: Krampfartige (kolikartige) Schmerzen können auf Nieren
- oder Gallensteine hindeuten, dumpfe oder stechende auf Verletzungen oder innere Erkrankungen. Manche Menschen empfinden sogar in amputierten Gliedmaßen weiterhin Schmerzen, sogenannten Phantomschmerzen.
Nicht immer haben Schmerzen eine rein körperliche Ursache. Auch psychische Belastungen wie Stress oder Angst können Beschwerden auslösen, etwa Bauchweh bei Schulangst.
Folgen/Komplikationen
Werden akute Schmerzen behandelt, sind die Aussichten in der Regel gut. Schwieriger sieht es bei chronischen Schmerzen aus: Diese können das Leben stark beeinträchtigen, sowohl körperlich als auch seelisch. Hobbies und Berufstätigkeit sind oft nicht mehr möglich, was zu sozialem Rückzug, Depressionen und Isolation führen kann. Diese psychischen Belastungen wiederum verstärken das Schmerzempfinden. Es entsteht ein Teufelskreis. Deshalb ist bei chronischen Schmerzen nicht nur die körperliche, sondern auch die seelische Unterstützung wichtig, auch für das Umfeld der Betroffenen.
Ursachen/Risikofaktoren
Schmerzen entstehen, wenn Gewebe geschädigt oder gereizt wird, zum Beispiel durch Hitze, Verletzungen, Entzündungen oder Operationen. Auch chemische Substanzen wie Säuren oder Laugen können Schmerzen verursachen. Medikamente, insbesondere bei falscher Anwendung, können ihrerseits Schmerzen auslösen (z. B. durch Schädigung von Nieren oder Magen).
Nicht alle Krankheiten verursachen frühzeitig Schmerzen:
Krebserkrankungen können lange schmerzfrei verlaufen und dadurch unentdeckt bleiben. Auch Menschen mit Diabetes spüren Schmerzen oft verzögert oder gar nicht, da die Nerven geschädigt sind. So bleiben bei ihnen mitunter selbst ernsthafte Probleme wie ein Herzinfarkt oder Fußverletzungen unbemerkt.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärzte suchen gezielt nach der Schmerzursache und leiten entsprechende Maßnahmen ein. Bei akuten Schmerzen stehen oft Medikamente, Schonung oder Kühlung im Vordergrund. Chronische Schmerzen erfordern meist eine umfassendere Behandlung, etwa durch regelmäßige Schmerzmittelgabe, begleitende Therapien und psychologische Unterstützung.
Was man selbst tun kann:
- Bei unklaren oder starken Schmerzen zum Arzt gehen.
- Entspannungsverfahren wie Yoga, Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung ausprobieren.
- Bei Verstauchungen oder Zerrungen: kühlen und schonen.
- Bei Verspannungen oder krampfartigen Schmerzen: Wärme (z. B. Wärmflasche, Rotlicht).
- Rezeptfreie Schmerzmittel aus der Apotheke nur kurzzeitig verwenden. Als Faustregel gilt: nicht länger als drei oder vier Tage hintereinander, monatlich nicht mehr als an zehn Tagen.
- Bei Kindern ist die Behandlung mit Schmerzmitteln heikel und bedarf einer gründlichen Beratung durch Ärzte und Apotheker. Nicht alle rezeptfrei erhältlichen Schmerzmittel eignen sich für Kinder.
- Auf mögliche Wechselwirkungen achten, wenn man mehrere Medikamente nimmt.
- Selbsthilfegruppen können bei chronischen Schmerzen sehr hilfreich sein.
- Wer neben Schmerzmitteln noch weitere Medikamente einnimmt, sollte im Gespräch mit einem Apotheker oder einem Arzt gefährliche Wechselwirkungen ausschließen.
Bearbeitungsstand: 17.06.2026
Quellenangabe:
Avoxa Content Service, Quelle beim Autor, 2026
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Kopfschmerzen
Was ist das? - Definition Kopfschmerzen sind Schmerzen im Bereich des Kopfes, die in Intensität, Dauer und Ursache stark variieren können. Sie gehören zu den häufigsten Beschwerden weltweit und betreffen Menschen jeden Alters.
Krankheitsbild
Kopfschmerzen treten in verschiedenen Formen auf. Man unterscheidet zwischen primären Kopfschmerzen, wie Spannungskopfschmerzen, Migräne oder Clusterkopfschmerzen, und sekundären Kopfschmerzen, die durch andere Erkrankungen wie Infektionen oder Verletzungen verursacht werden. Spannungskopfschmerzen sind am weitesten verbreitet und äußern sich meist als beidseitiger, dumpfer Druck. Migräne tritt in der Regel einseitig und pulsierend auf und kann mit weiteren Symptomen einhergehen. Clusterkopfschmerzen sind seltener, aber sehr intensiv und treten in wiederkehrenden Phasen auf.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden unterscheiden sich je nach Art des Kopfschmerzes. Zu den häufigen Symptomen zählen:
- Dumpfer oder drückender Schmerz bei Spannungskopfschmerzen
- Pulsierender, meist einseitiger Schmerz bei Migräne
- Starke, stechende Schmerzen bei Clusterkopfschmerzen
- Übelkeit oder Erbrechen
- Lichtempfindlichkeit
- Geräuschempfindlichkeit
- Sehstörungen wie Flimmern oder Lichtblitze
- Konzentrationsprobleme
- Schwindel
Der Verlauf kann akut, episodisch oder chronisch sein. Chronische Kopfschmerzen treten an mehr als 15 Tagen pro Monat über mindestens drei Monate auf.
Folgen/Komplikationen
Häufige oder unbehandelte Kopfschmerzen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Betroffene leiden oft unter Schlafproblemen, verminderter Leistungsfähigkeit und sozialem Rückzug. In schweren Fällen kann es zu depressiven Verstimmungen kommen. Sekundäre Kopfschmerzen können auf ernsthafte Erkrankungen hinweisen und sollten ärztlich abgeklärt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Auslöser sind vielfältig. Primäre Kopfschmerzen entstehen oft durch eine Kombination aus Veranlagung und äußeren Einflüssen. Sekundäre Kopfschmerzen haben eine konkrete Ursache. Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem Stress, Schlafmangel, Flüssigkeitsmangel, hormonelle Schwankungen, Verspannungen, Bildschirmarbeit, ungesunde Ernährung, Alkohol, Wetterumschwünge und übermäßiger Medikamentengebrauch.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch gezielte Fragen, körperliche Untersuchungen und gegebenenfalls bildgebende Verfahren die Ursache klären. Er verschreibt bei Bedarf Medikamente, etwa Gruppen der nichtsteroidale Antirheumatika oder Triptanen.
Das kann man selbst tun: Auf ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung, Entspannungstechniken und eine gute Flüssigkeitszufuhr achten. Grenzen sind erreicht, wenn die Schmerzen sehr stark sind, plötzlich auftreten, mit neurologischen Ausfällen einhergehen oder regelmäßig wiederkehren. Dann ist ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Migräne
Was ist das? - Definition Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die in wiederkehrenden Attacken mit starken, meist einseitigen, pulsierenden Kopfschmerzen auftritt. Häufig kommen weitere Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen sowie eine besondere Empfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen oder Gerüchen hinzu.
Krankheitsbild
Typisch für Migräne sind starke, meist einseitige, pulsierende Schmerzen, die Betroffene regelrecht lahmlegen. Migräne gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen: In Deutschland sind rund 8 Millionen Menschen betroffen
- Frauen fast dreimal häufiger als Männer. Am häufigsten treten die Anfälle zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr auf, aber auch Kinder und Jugendliche können Migräne entwickeln. Migräneattacken dauern mehrere Stunden bis hin zu drei Tagen. Zwischen den Anfällen sind die meisten beschwerdefrei.
Symptome/Verlauf
Ein Migräneanfall zeigt sich durch pulsierende oder pochende Schmerzen, die meist auf einer Kopfseite auftreten, und eine mittlere bis starke Schmerzintensität, die sich bei Bewegung noch verstärkt. Häufig kommen Übelkeit, manchmal sogar Erbrechen, hinzu. Typisch ist auch eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen oder Gerüchen. Viele Betroffene leiden außerdem unter Konzentrationsproblemen, Müdigkeit oder Erschöpfung. Zum Teil treten zusätzlich Sehstörungen in Form einer Aura, Kribbelgefühle oder Sprachprobleme auf.
Der Verlauf gliedert sich oft in typische Phasen:
- Vorbotenphase: Stunden bis Tage vor dem Anfall können Müdigkeit, Reizbarkeit, Heißhunger oder Stimmungsschwankungen auftreten.
- Aura: Bei etwa jedem vierten Betroffenen kommt es zu vorübergehenden Sehstörungen (z. B. Flimmern, Lichtblitze), Kribbeln oder Sprachstörungen.
- Kopfschmerzphase: Heftige, meist einseitige Schmerzen, verstärkt durch Bewegung, oft begleitet von Übelkeit und Empfindlichkeit gegenüber Reizen. Dauer: 4 bis 72 Stunden.
- Erholungsphase: Nach Abklingen der Schmerzen fühlen sich viele noch eine Weile erschöpft. Mit zunehmendem Alter nehmen Häufigkeit und Intensität der Migräneanfälle oft ab.
Folgen/Komplikationen
Migräne kann die Lebensqualität stark beeinflussen. Die Teilnahme an Beruf, Schule und sozialem Leben kann stark beeinträchtigt sein. Viele Betroffene leiden unter dem Druck, den nächsten Anfall zu erwarten.
Wichtig: Plötzlich auftretende, ungewohnt starke Kopfschmerzen sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Sie können auch andere Ursachen haben und beispielsweise auf eine ernste Erkrankung wie eine Hirnblutung oder Hirnhautentzündung hinweisen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen der Migräne sind noch nicht vollständig verstanden. Experten gehen von einer Fehlregulation bestimmter Nervenbotenstoffe wie Serotonin aus. Sicher ist, dass verschiedene Faktoren, sogenannte Trigger, Anfälle auslösen oder verstärken können:
- Genetische Veranlagung: Migräne tritt oft familiär gehäuft auf.
- Hormonelle Schwankungen: Besonders bei Frauen spielen Menstruation, Schwangerschaft oder hormonelle Verhütung eine Rolle.
- Stress und emotionale Belastung: Psychischer Druck ist ein häufiger Auslöser.
- Lebensmittel und Alkohol: Rotwein, Schokolade, reifer Käse oder Glutamat können Trigger sein.
- Schlafprobleme: Zu wenig, zu viel oder unregelmäßiger Schlaf begünstigt Anfälle.
- Umweltfaktoren: Wetterumschwünge, grelles Licht, Lärm oder starke Gerüche wirken belastend.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Menschen mit Migräne können durch einige Maßnahmen versuchen die Häufigkeit und Stärke der Anfälle zu verringern und die Lebensqualität wieder zu verbessern:
- ein regelmäßiger Schlaf
- -Wach
- -Rhythmus
- Stressabbau durch Entspannungstechniken
- Regelmäßiger Ausdauersport
- ein Migränetagebuch, um Auslöser zu erkennen
- Meiden individueller Trigger
- Während des Anfalls: Rückzug in einen dunklen, ruhigen Raum
Was der Arzt tun kann:
Ein Arzt kann helfen, Migräne klar von anderen Kopfschmerzarten abzugrenzen und eine passende Behandlung einzuleiten. Zur Akuttherapie kommen Medikamente wie Triptane oder Schmerzmittel infrage, bei Übelkeit zusätzlich Mittel gegen Erbrechen. Bei häufigen oder besonders starken Anfällen kann eine vorbeugende Therapie mit speziellen Medikamenten sinnvoll sein.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.