ICHTHODERM Creme
24,97 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Creme — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 07330309
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 50 g
- Marke:
- ICHTHODERM
- Hersteller:
- Ichthyol-Gesellschaft Cordes Hermanni & Co. (GmbH & Co.) KG
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die Kopfhaut auf und massieren Sie es ein.
Zuvor feuchten Sie die Haare mit Wasser an. Das Arzneimittel sollte mindestens 2-3 Minuten auf der Kopfhaut einwirken. Danach spülen Sie es mit viel warmem Wasser aus. Wiederholen Sie den Vorgang und lassen Sie das Arzneimittel mindestens 5 Minuten einwirken. Bei Bedarf können Sie die Einwirkzeit verlängern.
Oder: Lassen Sie das Arzneimittel bei einmaliger Anwendung über Nacht einwirken. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit den Augen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Fragen Sie dazu im Zweifelsfalle Ihren Arzt oder Apotheker.
Überdosierung?
Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Zum Auftragen auf die Kopfhaut:
Behandlungsbeginn (die ersten zwei Wochen der Therapie):
Bei Zurückgehen der Beschwerden kann die Dosis auf eine Anwendung pro Woche reduziert werden.
Anwendungsgebiete
- Hautentzündung mit Rötung und fettigen Schuppen (seborrhoisches Ekzem)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: mehrmals wöchentlich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Natriumbituminosulfonat, hell ist ein sulfoniertes Schieferöl. Natriumbituminosulfonat, hell hat eine antibakterielle sowie entzündungshemmende Wirkung und hemmt eine übermäßige Talgdrüsenproduktion.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Schieferöl (Ichthammol, Ichthyol, Tiroler Steinöl)!
- Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Ekzem
Was ist das? - Definition Ein Ekzem ist eine entzündliche Reaktion der Haut, die mit Rötung, Juckreiz und häufig auch Nässen oder Schuppung einhergeht. Der Begriff "Ekzem" beschreibt dabei kein einzelnes Krankheitsbild, sondern eine typische Entzündungsreaktion der Haut, die durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst werden kann. Ekzeme können akut oder chronisch verlaufen und nahezu jede Körperregion betreffen. Allen gemeinsam ist eine gestörte Hautbarriere, die die Haut empfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen macht.
Krankheitsbild
Ein Ekzem ist eine entzündliche Reaktion der Haut, die sich durch Rötung, Juckreiz, Nässen, Bläschen oder Schuppung äußern kann. Der Begriff bezeichnet kein einzelnes Krankheitsbild, sondern ein typisches Entzündungsmuster der Haut, das durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst wird. Ekzeme können akut oder chronisch verlaufen und nahezu jede Körperregion betreffen.
Zu den häufigsten Ekzemformen zählen beispielsweise:
- Atopisches Ekzem oder Neurodermitis: Diese Form beruht auf einer angeborenen Störung der Hautbarriere und tritt oft bereits im Kindesalter auf. Die Haut ist sehr trocken, empfindlich und juckt stark. Typisch sind schubweise Verläufe. Häufig besteht eine familiäre Neigung zu Allergien, Asthma oder Heuschnupfen.
- Kontaktekzem: Ein Kontaktekzem entsteht durch direkten Hautkontakt mit auslösenden Stoffen. Man unterscheidet das irritative Kontaktekzem, z. B. durch häufiges Händewaschen, Reinigungsmittel oder Chemikalien, und das allergische Kontaktekzem, bei dem das Immunsystem auf bestimmte Stoffe wie Nickel, Duftstoffe oder Konservierungsmittel reagiert. Die Hautveränderungen treten meist genau dort auf, wo der Kontakt bestand.
- Seborrhoisches Ekzem: Diese Form betrifft vor allem fett
- und talgdrüsenreiche Hautareale wie Kopfhaut, Gesicht, speziell Augenbrauen oder Nasenflügel, oder Brustbereich. Typisch sind rötliche, schuppende Hautveränderungen, oft mit gelblichen Schuppen. Das seborrhoische Ekzem tritt häufig bei Säuglingen auf und wird dann auch Kopfgneis genannt. Es kann aber auch bei Erwachsenen auftreten.
- Stauungsekzem oder variköses Ekzem: Diese Ekzemform entsteht infolge einer chronischen Venenschwäche, meist an den Unterschenkeln. Durch den gestörten Blutabfluss kommt es zu Hautentzündung, Rötung, Schuppung und Juckreiz. Unbehandelt kann sich das Ekzem verschlimmern und zu schlecht heilenden Wunden führen.
Allen Ekzemformen gemeinsam ist eine gestörte Hautbarriere, die die Haut anfälliger für Reizstoffe, Entzündungen und Infektionen macht. Die genaue Ausprägung, der Verlauf und die Behandlung unterscheiden sich jedoch je nach Ekzemtyp deutlich.
Symptome / Verlauf
Ekzeme zeigen sich meist durch eine gerötete, entzündete Haut, die stark jucken kann. Je nach Stadium und Verlauf können unterschiedliche Hautveränderungen auftreten. In der akuten Phase kommt es häufig zu Rötung, Schwellung, Nässen und kleinen Bläschen. Diese können aufplatzen und Krusten bilden.
Im chronischen Verlauf verdickt sich die Haut oft, wird trocken, schuppig und rau. Typisch ist eine Lichenifikation, das ist eine flächenhafte lederartige Verdickung der Haut, die unter anderem durch häufiges Kratzen entsteht. Der Juckreiz kann sehr belastend sein und durch Kratzen die Entzündung weiter verstärken.
Der Verlauf eines Ekzems ist häufig schubweise: Phasen mit starken Beschwerden wechseln sich mit ruhigeren Zeiten ab. Welche Hautareale betroffen sind, hängt von der Ekzemform ab. Häufig sind Hände, Arme, Gesicht, Hals oder Hautfalten beteiligt.
Folgen / Komplikationen
Ein Ekzem ist in der Regel nicht gefährlich, kann jedoch die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Anhaltender Juckreiz, sichtbare Hautveränderungen und wiederkehrende Schübe sind für viele Betroffene sehr belastend.
Durch Kratzen kann die Hautbarriere weiter geschädigt werden. Dadurch steigt das Risiko für sekundäre Infektionen mit Bakterien, Viren oder Pilzen. Bei chronischem Verlauf kann es zu dauerhaften Hautveränderungen kommen, etwa Verdickungen oder Pigmentverschiebungen. Narben sind eher selten und entstehen meist nur bei schweren oder komplizierten Verläufen.
Ursachen / Risikofaktoren
Ekzeme entstehen durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Eine zentrale Rolle spielt eine gestörte Hautbarriere, durch die Feuchtigkeit verloren geht und Reizstoffe leichter eindringen können.
Mögliche Auslöser und Risikofaktoren sind:
- Genetische Veranlagung, insbesondere bei atopischem Ekzem
- Reizstoffe wie häufiges Waschen, Seifen, Reinigungsmittel oder Chemikalien
- Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen, z. B. Nickel, Duftstoffe oder Konservierungsmittel
- Trockene Haut, Kälte oder geringe Luftfeuchtigkeit
- Stress, der Schübe auslösen oder verstärken kann
- Hormonelle Faktoren oder bestehende Hauterkrankungen
Welche Faktoren im Einzelfall entscheidend sind, unterscheidet sich von Person zu Person.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung eines Ekzems richtet sich nach der Ursache, dem Schweregrad und dem Verlauf. Ärzte setzen je nach Situation entzündungshemmende Cremes oder Salben ein, häufig auch kortisonhaltige Präparate, diese jedoch zeitlich begrenzt und gezielt.
Das kann man selbst tun: Eine zentrale Rolle spielt die konsequente Basispflege: rückfettende, unparfümierte Pflegeprodukte helfen, die Hautbarriere zu stabilisieren und Schübe zu verhindern. Wichtig ist außerdem, individuelle Auslöser zu erkennen und zu meiden, etwa bestimmte Kosmetika oder Reizstoffe.
Betroffene selbst können unterstützen, indem sie die Haut schonend reinigen, nicht zu heiß baden oder duschen, Kratzen möglichst vermeiden und auf eine regelmäßige Pflege achten. Bei chronischen oder immer wiederkehrenden Beschwerden ist eine dermatologische Betreuung sinnvoll.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Creme — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 07330309
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 50 g
- Marke:
- ICHTHODERM
- Hersteller:
- Ichthyol-Gesellschaft Cordes Hermanni & Co. (GmbH & Co.) KG
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die Kopfhaut auf und massieren Sie es ein.
Zuvor feuchten Sie die Haare mit Wasser an. Das Arzneimittel sollte mindestens 2-3 Minuten auf der Kopfhaut einwirken. Danach spülen Sie es mit viel warmem Wasser aus. Wiederholen Sie den Vorgang und lassen Sie das Arzneimittel mindestens 5 Minuten einwirken. Bei Bedarf können Sie die Einwirkzeit verlängern.
Oder: Lassen Sie das Arzneimittel bei einmaliger Anwendung über Nacht einwirken. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit den Augen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Fragen Sie dazu im Zweifelsfalle Ihren Arzt oder Apotheker.
Überdosierung?
Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Zum Auftragen auf die Kopfhaut:
Behandlungsbeginn (die ersten zwei Wochen der Therapie):
Bei Zurückgehen der Beschwerden kann die Dosis auf eine Anwendung pro Woche reduziert werden.
Anwendungsgebiete
- Hautentzündung mit Rötung und fettigen Schuppen (seborrhoisches Ekzem)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: mehrmals wöchentlich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Natriumbituminosulfonat, hell ist ein sulfoniertes Schieferöl. Natriumbituminosulfonat, hell hat eine antibakterielle sowie entzündungshemmende Wirkung und hemmt eine übermäßige Talgdrüsenproduktion.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Schieferöl (Ichthammol, Ichthyol, Tiroler Steinöl)!
- Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Ekzem
Was ist das? - Definition Ein Ekzem ist eine entzündliche Reaktion der Haut, die mit Rötung, Juckreiz und häufig auch Nässen oder Schuppung einhergeht. Der Begriff "Ekzem" beschreibt dabei kein einzelnes Krankheitsbild, sondern eine typische Entzündungsreaktion der Haut, die durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst werden kann. Ekzeme können akut oder chronisch verlaufen und nahezu jede Körperregion betreffen. Allen gemeinsam ist eine gestörte Hautbarriere, die die Haut empfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen macht.
Krankheitsbild
Ein Ekzem ist eine entzündliche Reaktion der Haut, die sich durch Rötung, Juckreiz, Nässen, Bläschen oder Schuppung äußern kann. Der Begriff bezeichnet kein einzelnes Krankheitsbild, sondern ein typisches Entzündungsmuster der Haut, das durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst wird. Ekzeme können akut oder chronisch verlaufen und nahezu jede Körperregion betreffen.
Zu den häufigsten Ekzemformen zählen beispielsweise:
- Atopisches Ekzem oder Neurodermitis: Diese Form beruht auf einer angeborenen Störung der Hautbarriere und tritt oft bereits im Kindesalter auf. Die Haut ist sehr trocken, empfindlich und juckt stark. Typisch sind schubweise Verläufe. Häufig besteht eine familiäre Neigung zu Allergien, Asthma oder Heuschnupfen.
- Kontaktekzem: Ein Kontaktekzem entsteht durch direkten Hautkontakt mit auslösenden Stoffen. Man unterscheidet das irritative Kontaktekzem, z. B. durch häufiges Händewaschen, Reinigungsmittel oder Chemikalien, und das allergische Kontaktekzem, bei dem das Immunsystem auf bestimmte Stoffe wie Nickel, Duftstoffe oder Konservierungsmittel reagiert. Die Hautveränderungen treten meist genau dort auf, wo der Kontakt bestand.
- Seborrhoisches Ekzem: Diese Form betrifft vor allem fett
- und talgdrüsenreiche Hautareale wie Kopfhaut, Gesicht, speziell Augenbrauen oder Nasenflügel, oder Brustbereich. Typisch sind rötliche, schuppende Hautveränderungen, oft mit gelblichen Schuppen. Das seborrhoische Ekzem tritt häufig bei Säuglingen auf und wird dann auch Kopfgneis genannt. Es kann aber auch bei Erwachsenen auftreten.
- Stauungsekzem oder variköses Ekzem: Diese Ekzemform entsteht infolge einer chronischen Venenschwäche, meist an den Unterschenkeln. Durch den gestörten Blutabfluss kommt es zu Hautentzündung, Rötung, Schuppung und Juckreiz. Unbehandelt kann sich das Ekzem verschlimmern und zu schlecht heilenden Wunden führen.
Allen Ekzemformen gemeinsam ist eine gestörte Hautbarriere, die die Haut anfälliger für Reizstoffe, Entzündungen und Infektionen macht. Die genaue Ausprägung, der Verlauf und die Behandlung unterscheiden sich jedoch je nach Ekzemtyp deutlich.
Symptome / Verlauf
Ekzeme zeigen sich meist durch eine gerötete, entzündete Haut, die stark jucken kann. Je nach Stadium und Verlauf können unterschiedliche Hautveränderungen auftreten. In der akuten Phase kommt es häufig zu Rötung, Schwellung, Nässen und kleinen Bläschen. Diese können aufplatzen und Krusten bilden.
Im chronischen Verlauf verdickt sich die Haut oft, wird trocken, schuppig und rau. Typisch ist eine Lichenifikation, das ist eine flächenhafte lederartige Verdickung der Haut, die unter anderem durch häufiges Kratzen entsteht. Der Juckreiz kann sehr belastend sein und durch Kratzen die Entzündung weiter verstärken.
Der Verlauf eines Ekzems ist häufig schubweise: Phasen mit starken Beschwerden wechseln sich mit ruhigeren Zeiten ab. Welche Hautareale betroffen sind, hängt von der Ekzemform ab. Häufig sind Hände, Arme, Gesicht, Hals oder Hautfalten beteiligt.
Folgen / Komplikationen
Ein Ekzem ist in der Regel nicht gefährlich, kann jedoch die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Anhaltender Juckreiz, sichtbare Hautveränderungen und wiederkehrende Schübe sind für viele Betroffene sehr belastend.
Durch Kratzen kann die Hautbarriere weiter geschädigt werden. Dadurch steigt das Risiko für sekundäre Infektionen mit Bakterien, Viren oder Pilzen. Bei chronischem Verlauf kann es zu dauerhaften Hautveränderungen kommen, etwa Verdickungen oder Pigmentverschiebungen. Narben sind eher selten und entstehen meist nur bei schweren oder komplizierten Verläufen.
Ursachen / Risikofaktoren
Ekzeme entstehen durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Eine zentrale Rolle spielt eine gestörte Hautbarriere, durch die Feuchtigkeit verloren geht und Reizstoffe leichter eindringen können.
Mögliche Auslöser und Risikofaktoren sind:
- Genetische Veranlagung, insbesondere bei atopischem Ekzem
- Reizstoffe wie häufiges Waschen, Seifen, Reinigungsmittel oder Chemikalien
- Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen, z. B. Nickel, Duftstoffe oder Konservierungsmittel
- Trockene Haut, Kälte oder geringe Luftfeuchtigkeit
- Stress, der Schübe auslösen oder verstärken kann
- Hormonelle Faktoren oder bestehende Hauterkrankungen
Welche Faktoren im Einzelfall entscheidend sind, unterscheidet sich von Person zu Person.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung eines Ekzems richtet sich nach der Ursache, dem Schweregrad und dem Verlauf. Ärzte setzen je nach Situation entzündungshemmende Cremes oder Salben ein, häufig auch kortisonhaltige Präparate, diese jedoch zeitlich begrenzt und gezielt.
Das kann man selbst tun: Eine zentrale Rolle spielt die konsequente Basispflege: rückfettende, unparfümierte Pflegeprodukte helfen, die Hautbarriere zu stabilisieren und Schübe zu verhindern. Wichtig ist außerdem, individuelle Auslöser zu erkennen und zu meiden, etwa bestimmte Kosmetika oder Reizstoffe.
Betroffene selbst können unterstützen, indem sie die Haut schonend reinigen, nicht zu heiß baden oder duschen, Kratzen möglichst vermeiden und auf eine regelmäßige Pflege achten. Bei chronischen oder immer wiederkehrenden Beschwerden ist eine dermatologische Betreuung sinnvoll.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.