ICHTHOLAN 50% Salbe
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Pharmazeutische Informationen
Salbe — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 11872393
- Darreichungsform:
- Salbe (Salbe)
- Packungsgröße:
- 40 g
- Marke:
- ICHTHOLAN
- Hersteller:
- Orifarm GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel dick auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Massieren Sie das Arzneimittel danach leicht ein. Die mit dem Arzneimittel behandelte(n) Stelle(n) sollten mit einem Verband bedeckt werden. Lassen Sie sich zur Anwendung als Dauerverband bei Erkrankungen des Bewegungsapparates von Ihrem Arzt beraten. Vor jedem Verbandwechsel sollten Sie die Salbenreste entfernen.
Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände.
Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit den Augen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Bei der Anwendung als Dauerverband sollte spätestens nach 3 Tagen ein Verbandwechsel erfolgen. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Hautreizungen kommen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Zum Auftragen auf die Haut:
Anwendungsgebiete
- Furunkel - zur Reifung
- Oberflächliche Eiteransammlung (Abszess) der Haut - zur Reifung
- Gelenkabnutzung im Knie (Gonarthrose) - zur unterstützenden Behandlung
- Prellung - zur unterstützenden Behandlung
- Verstauchung - zur unterstützenden Behandlung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Ammoniumbituminosulfonat ist ein sulfoniertes Schieferöl. Bei Anwendung auf der Haut hat Ammoniumbituminosulfonat eine schwach antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung.
Nebenwirkungen
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 18 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Diese Angabe gilt nur für die Salbe in Dosen. Die Salbe in Tuben darf bis zum angegebenen Verfallsdatum verwendet werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Schieferöl (Ichthammol, Ichthyol, Tiroler Steinöl)!
- Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
- Wollwachsalkohole (z. B. Wollwachs, Lanolin) können örtlich begrenzte (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Furunkel/Karbunkel
Was ist das? - Definition Furunkel und Karbunkel sind bakterielle Entzündungen von Haarfollikeln. Ein Furunkel ist ein entzündeter Haarbalg mit Eiterbildung, während ein Karbunkel durch das Zusammenfließen mehrerer Furunkel entsteht und eine größere, zusammenhängende Infektion darstellt.
Krankheitsbild
Furunkel und Karbunkel sind bakterielle Entzündungen der Haut, die von Haarfollikeln ausgehen. Ein Furunkel entsteht, wenn sich ein Haarbalg entzündet und sich die Entzündung auf das umliegende Gewebe ausdehnt. Dabei bildet sich ein Eiterherd (Abszess). Ein Karbunkel entsteht, wenn mehrere benachbarte Furunkel miteinander verschmelzen. Es handelt sich dann um eine größere, zusammenhängende Entzündung mehrerer Haarfollikel.
Symptome/Verlauf
Ein Furunkel beginnt meist als schmerzhafte, gerötete Schwellung der Haut. Im weiteren Verlauf sammelt sich Eiter, sodass sich ein zentraler Eiterpfropf bilden kann. Im weiteren Verlauf kann sich das Furunkel auch von selbst öffnen, der Eiter entleert sich und die Entzündung klingt ab.
Ein Karbunkel entsteht aus mehreren miteinander verbundenen Furunkeln und ist entsprechend ausgedehnter. Es handelt sich um eine schwerere Form der Infektion. Dabei können auch Allgemeinsymptome wie Fieber auftreten.
Folgen/Komplikationen
Viele Furunkel heilen ohne weitere Folgen ab, gelegentlich bleibt eine Narbe zurück. In seltenen Fällen kann sich die Infektion ausbreiten. Dabei kann es zu einer Entzündung des umliegenden Gewebes (Zellulitis) kommen. Bei Furunkeln im Gesichtsbereich besteht die Gefahr, dass sich die Infektion in Richtung Gehirn ausbreitet. In schweren Fällen können die Bakterien in die Blutbahn gelangen und weitere Komplikationen verursachen. Karbunkel stellen eine schwerere Form der Infektion dar und können mit stärkeren Beschwerden und Fieber einhergehen. Bei ausgeprägten Verläufen besteht auch hier die Möglichkeit, dass sich die Infektion weiter im Körper ausbreitet.
Ursachen/Risikofaktoren
Furunkel und Karbunkel werden meist durch Bakterien, insbesondere Staphylokokken, verursacht. Diese gelangen über kleine Hautverletzungen oder entlang eines Haarfollikels in die Haut und lösen dort eine Entzündung aus.
Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko für solche Infektionen. Dazu zählen vor allem Erkrankungen wie Diabetes mellitus, eine geschwächte Immunabwehr sowie Umstände, bei denen die Haut leichter geschädigt wird oder Bakterien leichter eindringen können, etwa durch Reibung oder kleine Verletzungen der Haut.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Wenn die Entzündung größer ist, sehr schmerzhaft verläuft, sich nicht zurückbildet oder ein Karbunkel vorliegt, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Der Arzt kann den Eiter unter sterilen Bedingungen entleeren und das Furunkel eventuell ausspülen. Bei Bedarf kann er Antibiotika verschreiben. Ziel ist es, die Infektion zu kontrollieren, die Heilung zu fördern und Komplikationen zu vermeiden.
Das kann man selbst tun: Kleinere Furunkel können oft von selbst abheilen. Wichtig ist, die betroffene Stelle nicht auszudrücken oder daran zu manipulieren, da sich die Infektion sonst verschlimmern oder ausbreiten kann. Unterstützend können Maßnahmen eingesetzt werden, die die Reifung des Furunkels fördern. Dazu gehören warme, feuchte Umschläge.
Bearbeitungsstand: 01.04.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Abszess
Was ist das? - Definition Ein Abzess ist eine abgekapselte Ansammlung von Eiter im Gewebe, die durch eine Entzündung entsteht. Er bildet sich meist infolge einer Infektion mit Bakterien und kann an verschiedenen Körperstellen auftreten. Typisch ist eine schmerzhafte Schwellung, die sich warm anfühlt und manchmal gerötet ist. Abszesse können klein bleiben oder größer werden und das Allgemeinbefinden beeinträchtigen.
Krankheitsbild
Ein Abzess entsteht, wenn der Körper versucht eine Infektion einzudämmen. Dabei grenzt er das betroffene Gewebe durch eine Wand vom restlichen Körper ab. Innerhalb dieser Kapsel sammelt sich Eiter, bestehend aus abgestorbenen Zellen, Bakterien und Abwehrstoffen. Abszesse können oberflächlich in der Haut auftreten oder tiefer im Körper, etwa in Organen oder Muskeln. Oberflächliche Abszesse sind meist sichtbar und tastbar, tiefe Abszesse dagegen oft schwer zu erkennen.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Beschwerden zählen Schmerzen, Rötung, Schwellung und Wärmegefühl an der betroffenen Stelle. Manchmal kommt Fieber hinzu. Der Verlauf hängt von Größe und Lage ab. Kleine Abszesse können sich spontan öffnen und entleeren, größere bleiben bestehen und verursachen zunehmende Beschwerden. Ohne Behandlung breitet sich die Entzündung oft weiter aus.
Folgen/Komplikationen
Bleibt ein Abzess unbehandelt, kann er zu ernsten Problemen führen. Dazu gehören:
- Schädigung des betroffenen Gewebes
- Ausbreitung der Infektion auf umliegendes Gewebe
- Bildung weiterer Abszesse
- Gefahr einer Blutvergiftung
Besonders gefährlich sind Abszesse im Bereich von inneren Organen oder im Gesicht, da hier lebenswichtige Strukturen betroffen sein können.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache sind bakterielle Infektionen, meist durch Staphylokokken. Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen eine geschwächte Abwehr, chronische Erkrankungen wie Diabetes, schlechte Hygiene oder kleine Hautverletzungen, die Keimen den Eintritt ermöglichen. Auch Fremdkörper im Gewebe können die Bildung begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann den Abzess öffnen und den Eiter abfließen lassen. Bei größeren oder komplizierten Abszessen werden zusätzlich Medikamente eingesetzt, vor allem Antibiotika.
Das kann man selbst tun: Auf gute Hygiene achten und kleine Hautverletzungen sorgfältig versorgen. Grenzen liegen dort, wenn starke Schmerzen auftreten, Fieber hinzukommt oder der Abzess tief im Körper liegt. In solchen Fällen ist eine ärztliche Behandlung unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Arthrose
Was ist das? - Definition Arthrose ist eine chronische Gelenkerkrankung, bei der sich der Gelenkknorpel langsam abbaut. Dadurch reiben die Knochen direkt aufeinander, was Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen verursacht. Die Erkrankung betrifft vor allem ältere Menschen, kann aber auch Jüngere durch Verletzungen oder Fehlbelastungen treffen.
Krankheitsbild
Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung weltweit. Sie entsteht durch den schrittweisen Verschleiß des Gelenkknorpels, der normalerweise als Puffer zwischen den Knochen dient. Wenn dieser Knorpel dünner wird oder ganz verschwindet, kommt es zu Reibung, Schmerzen und Entzündungen.
Die Erkrankung trifft am häufigsten Knie, Hüfte, Finger und die Wirbelsäule. Sie entwickelt sich meist über Jahre und kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. In frühen Stadien sind die Beschwerden oft mild, später können sie den Alltag deutlich einschränken.
Symptome und Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen Gelenkschmerzen, die zunächst nur bei Bewegung auftreten und später oft auch in Ruhe bestehen. Viele Betroffene berichten von Morgensteifigkeit. Die Gelenke fühlen sich nach dem Aufstehen oder längerer Ruhe steif an. Mit der Zeit wird das betroffene Gelenk unbeweglicher, es kann anschwellen oder sich warm anfühlen. Manche spüren ein Knirschen oder Reiben bei Bewegung.
Der Verlauf unterscheidet sich individuell. Manche Menschen haben über Jahre nur leichte Beschwerden, andere erleben eine rasche Verschlechterung. In fortgeschrittenen Stadien bilden sich oft Knochenwucherungen, die das Gelenk zusätzlich versteifen. Entzündliche Schübe mit Schwellung und Schmerz sind ebenfalls möglich. Bei starkem Knorpelverlust kann sich die Gelenkform verändern, was zu Fehlstellungen führt.
Folgen und Komplikationen
Unbehandelt kann Arthrose zu dauerhaften Bewegungseinschränkungen und starken Schmerzen führen. Die Lebensqualität sinkt, alltägliche Tätigkeiten wie Gehen, Treppensteigen oder Greifen fallen schwer. In fortgeschrittenen Fällen droht eine Gelenkversteifung oder der Bedarf an einem künstlichen Gelenk. Auch psychische Belastungen durch chronische Schmerzen treten bei einigen Betroffenen auf.
Ursachen und Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist der altersbedingte Verschleiß. Mit den Jahren verliert der Knorpel an Elastizität und Belastbarkeit. Doch auch andere Faktoren spielen eine Rolle:
- Genetische Veranlagung; Arthrose tritt in manchen Familien gehäuft auf
- Gelenkbelastende Sportarten; etwa Fußball oder Jogging auf hartem Untergrund
- Berufliche Belastung; häufiges Knien, schweres Heben oder monotone Bewegungen
- Verletzungsfolgen; etwa nach Kreuzbandriss oder Meniskusschaden
- Fehlstellungen, wie X- oder O-Beine oder Hüftdysplasie
- Übergewicht; belastet vor allem Knie und Hüfte stark
Das kann helfen
Das macht der Arzt:
Die Behandlung zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und den Verlauf zu verlangsamen. Ärztinnen und Ärzte setzen auf eine Kombination aus Bewegungstherapie, Medikamenten und bei Bedarf operativen Maßnahmen. Physiotherapie, gelenkschonender Sport und Gewichtsreduktion sind zentrale Bestandteile.
Was man selbst tun kann:
Regelmäßige Bewegung wie Schwimmen oder Radfahren stärkt die Muskulatur und entlastet die Gelenke. Eine ausgewogene Ernährung und das Vermeiden von Übergewicht helfen ebenfalls. Schmerzmittel können kurzfristig unterstützen. Sie sollten aber nicht dauerhaft ohne ärztliche Begleitung eingenommen werden. In der Apotheke gibt es zudem Nahrungsergänzungsmittel, die die Gelenke unterstützen können.Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Schmerzen stark zunehmen, die Beweglichkeit deutlich eingeschränkt ist oder entzündliche Schübe auftreten. Dann ist eine ärztliche Abklärung wichtig, auch um andere Ursachen auszuschließen und die passende Therapie zu finden.
Bearbeitungsstand: 09.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Salbe — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 11872393
- Darreichungsform:
- Salbe (Salbe)
- Packungsgröße:
- 40 g
- Marke:
- ICHTHOLAN
- Hersteller:
- Orifarm GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel dick auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Massieren Sie das Arzneimittel danach leicht ein. Die mit dem Arzneimittel behandelte(n) Stelle(n) sollten mit einem Verband bedeckt werden. Lassen Sie sich zur Anwendung als Dauerverband bei Erkrankungen des Bewegungsapparates von Ihrem Arzt beraten. Vor jedem Verbandwechsel sollten Sie die Salbenreste entfernen.
Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände.
Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit den Augen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Bei der Anwendung als Dauerverband sollte spätestens nach 3 Tagen ein Verbandwechsel erfolgen. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Hautreizungen kommen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Zum Auftragen auf die Haut:
Anwendungsgebiete
- Furunkel - zur Reifung
- Oberflächliche Eiteransammlung (Abszess) der Haut - zur Reifung
- Gelenkabnutzung im Knie (Gonarthrose) - zur unterstützenden Behandlung
- Prellung - zur unterstützenden Behandlung
- Verstauchung - zur unterstützenden Behandlung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Ammoniumbituminosulfonat ist ein sulfoniertes Schieferöl. Bei Anwendung auf der Haut hat Ammoniumbituminosulfonat eine schwach antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung.
Nebenwirkungen
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 18 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Diese Angabe gilt nur für die Salbe in Dosen. Die Salbe in Tuben darf bis zum angegebenen Verfallsdatum verwendet werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Schieferöl (Ichthammol, Ichthyol, Tiroler Steinöl)!
- Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
- Wollwachsalkohole (z. B. Wollwachs, Lanolin) können örtlich begrenzte (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Furunkel/Karbunkel
Was ist das? - Definition Furunkel und Karbunkel sind bakterielle Entzündungen von Haarfollikeln. Ein Furunkel ist ein entzündeter Haarbalg mit Eiterbildung, während ein Karbunkel durch das Zusammenfließen mehrerer Furunkel entsteht und eine größere, zusammenhängende Infektion darstellt.
Krankheitsbild
Furunkel und Karbunkel sind bakterielle Entzündungen der Haut, die von Haarfollikeln ausgehen. Ein Furunkel entsteht, wenn sich ein Haarbalg entzündet und sich die Entzündung auf das umliegende Gewebe ausdehnt. Dabei bildet sich ein Eiterherd (Abszess). Ein Karbunkel entsteht, wenn mehrere benachbarte Furunkel miteinander verschmelzen. Es handelt sich dann um eine größere, zusammenhängende Entzündung mehrerer Haarfollikel.
Symptome/Verlauf
Ein Furunkel beginnt meist als schmerzhafte, gerötete Schwellung der Haut. Im weiteren Verlauf sammelt sich Eiter, sodass sich ein zentraler Eiterpfropf bilden kann. Im weiteren Verlauf kann sich das Furunkel auch von selbst öffnen, der Eiter entleert sich und die Entzündung klingt ab.
Ein Karbunkel entsteht aus mehreren miteinander verbundenen Furunkeln und ist entsprechend ausgedehnter. Es handelt sich um eine schwerere Form der Infektion. Dabei können auch Allgemeinsymptome wie Fieber auftreten.
Folgen/Komplikationen
Viele Furunkel heilen ohne weitere Folgen ab, gelegentlich bleibt eine Narbe zurück. In seltenen Fällen kann sich die Infektion ausbreiten. Dabei kann es zu einer Entzündung des umliegenden Gewebes (Zellulitis) kommen. Bei Furunkeln im Gesichtsbereich besteht die Gefahr, dass sich die Infektion in Richtung Gehirn ausbreitet. In schweren Fällen können die Bakterien in die Blutbahn gelangen und weitere Komplikationen verursachen. Karbunkel stellen eine schwerere Form der Infektion dar und können mit stärkeren Beschwerden und Fieber einhergehen. Bei ausgeprägten Verläufen besteht auch hier die Möglichkeit, dass sich die Infektion weiter im Körper ausbreitet.
Ursachen/Risikofaktoren
Furunkel und Karbunkel werden meist durch Bakterien, insbesondere Staphylokokken, verursacht. Diese gelangen über kleine Hautverletzungen oder entlang eines Haarfollikels in die Haut und lösen dort eine Entzündung aus.
Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko für solche Infektionen. Dazu zählen vor allem Erkrankungen wie Diabetes mellitus, eine geschwächte Immunabwehr sowie Umstände, bei denen die Haut leichter geschädigt wird oder Bakterien leichter eindringen können, etwa durch Reibung oder kleine Verletzungen der Haut.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Wenn die Entzündung größer ist, sehr schmerzhaft verläuft, sich nicht zurückbildet oder ein Karbunkel vorliegt, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Der Arzt kann den Eiter unter sterilen Bedingungen entleeren und das Furunkel eventuell ausspülen. Bei Bedarf kann er Antibiotika verschreiben. Ziel ist es, die Infektion zu kontrollieren, die Heilung zu fördern und Komplikationen zu vermeiden.
Das kann man selbst tun: Kleinere Furunkel können oft von selbst abheilen. Wichtig ist, die betroffene Stelle nicht auszudrücken oder daran zu manipulieren, da sich die Infektion sonst verschlimmern oder ausbreiten kann. Unterstützend können Maßnahmen eingesetzt werden, die die Reifung des Furunkels fördern. Dazu gehören warme, feuchte Umschläge.
Bearbeitungsstand: 01.04.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Abszess
Was ist das? - Definition Ein Abzess ist eine abgekapselte Ansammlung von Eiter im Gewebe, die durch eine Entzündung entsteht. Er bildet sich meist infolge einer Infektion mit Bakterien und kann an verschiedenen Körperstellen auftreten. Typisch ist eine schmerzhafte Schwellung, die sich warm anfühlt und manchmal gerötet ist. Abszesse können klein bleiben oder größer werden und das Allgemeinbefinden beeinträchtigen.
Krankheitsbild
Ein Abzess entsteht, wenn der Körper versucht eine Infektion einzudämmen. Dabei grenzt er das betroffene Gewebe durch eine Wand vom restlichen Körper ab. Innerhalb dieser Kapsel sammelt sich Eiter, bestehend aus abgestorbenen Zellen, Bakterien und Abwehrstoffen. Abszesse können oberflächlich in der Haut auftreten oder tiefer im Körper, etwa in Organen oder Muskeln. Oberflächliche Abszesse sind meist sichtbar und tastbar, tiefe Abszesse dagegen oft schwer zu erkennen.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Beschwerden zählen Schmerzen, Rötung, Schwellung und Wärmegefühl an der betroffenen Stelle. Manchmal kommt Fieber hinzu. Der Verlauf hängt von Größe und Lage ab. Kleine Abszesse können sich spontan öffnen und entleeren, größere bleiben bestehen und verursachen zunehmende Beschwerden. Ohne Behandlung breitet sich die Entzündung oft weiter aus.
Folgen/Komplikationen
Bleibt ein Abzess unbehandelt, kann er zu ernsten Problemen führen. Dazu gehören:
- Schädigung des betroffenen Gewebes
- Ausbreitung der Infektion auf umliegendes Gewebe
- Bildung weiterer Abszesse
- Gefahr einer Blutvergiftung
Besonders gefährlich sind Abszesse im Bereich von inneren Organen oder im Gesicht, da hier lebenswichtige Strukturen betroffen sein können.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache sind bakterielle Infektionen, meist durch Staphylokokken. Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen eine geschwächte Abwehr, chronische Erkrankungen wie Diabetes, schlechte Hygiene oder kleine Hautverletzungen, die Keimen den Eintritt ermöglichen. Auch Fremdkörper im Gewebe können die Bildung begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann den Abzess öffnen und den Eiter abfließen lassen. Bei größeren oder komplizierten Abszessen werden zusätzlich Medikamente eingesetzt, vor allem Antibiotika.
Das kann man selbst tun: Auf gute Hygiene achten und kleine Hautverletzungen sorgfältig versorgen. Grenzen liegen dort, wenn starke Schmerzen auftreten, Fieber hinzukommt oder der Abzess tief im Körper liegt. In solchen Fällen ist eine ärztliche Behandlung unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Arthrose
Was ist das? - Definition Arthrose ist eine chronische Gelenkerkrankung, bei der sich der Gelenkknorpel langsam abbaut. Dadurch reiben die Knochen direkt aufeinander, was Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen verursacht. Die Erkrankung betrifft vor allem ältere Menschen, kann aber auch Jüngere durch Verletzungen oder Fehlbelastungen treffen.
Krankheitsbild
Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung weltweit. Sie entsteht durch den schrittweisen Verschleiß des Gelenkknorpels, der normalerweise als Puffer zwischen den Knochen dient. Wenn dieser Knorpel dünner wird oder ganz verschwindet, kommt es zu Reibung, Schmerzen und Entzündungen.
Die Erkrankung trifft am häufigsten Knie, Hüfte, Finger und die Wirbelsäule. Sie entwickelt sich meist über Jahre und kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. In frühen Stadien sind die Beschwerden oft mild, später können sie den Alltag deutlich einschränken.
Symptome und Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen Gelenkschmerzen, die zunächst nur bei Bewegung auftreten und später oft auch in Ruhe bestehen. Viele Betroffene berichten von Morgensteifigkeit. Die Gelenke fühlen sich nach dem Aufstehen oder längerer Ruhe steif an. Mit der Zeit wird das betroffene Gelenk unbeweglicher, es kann anschwellen oder sich warm anfühlen. Manche spüren ein Knirschen oder Reiben bei Bewegung.
Der Verlauf unterscheidet sich individuell. Manche Menschen haben über Jahre nur leichte Beschwerden, andere erleben eine rasche Verschlechterung. In fortgeschrittenen Stadien bilden sich oft Knochenwucherungen, die das Gelenk zusätzlich versteifen. Entzündliche Schübe mit Schwellung und Schmerz sind ebenfalls möglich. Bei starkem Knorpelverlust kann sich die Gelenkform verändern, was zu Fehlstellungen führt.
Folgen und Komplikationen
Unbehandelt kann Arthrose zu dauerhaften Bewegungseinschränkungen und starken Schmerzen führen. Die Lebensqualität sinkt, alltägliche Tätigkeiten wie Gehen, Treppensteigen oder Greifen fallen schwer. In fortgeschrittenen Fällen droht eine Gelenkversteifung oder der Bedarf an einem künstlichen Gelenk. Auch psychische Belastungen durch chronische Schmerzen treten bei einigen Betroffenen auf.
Ursachen und Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist der altersbedingte Verschleiß. Mit den Jahren verliert der Knorpel an Elastizität und Belastbarkeit. Doch auch andere Faktoren spielen eine Rolle:
- Genetische Veranlagung; Arthrose tritt in manchen Familien gehäuft auf
- Gelenkbelastende Sportarten; etwa Fußball oder Jogging auf hartem Untergrund
- Berufliche Belastung; häufiges Knien, schweres Heben oder monotone Bewegungen
- Verletzungsfolgen; etwa nach Kreuzbandriss oder Meniskusschaden
- Fehlstellungen, wie X- oder O-Beine oder Hüftdysplasie
- Übergewicht; belastet vor allem Knie und Hüfte stark
Das kann helfen
Das macht der Arzt:
Die Behandlung zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und den Verlauf zu verlangsamen. Ärztinnen und Ärzte setzen auf eine Kombination aus Bewegungstherapie, Medikamenten und bei Bedarf operativen Maßnahmen. Physiotherapie, gelenkschonender Sport und Gewichtsreduktion sind zentrale Bestandteile.
Was man selbst tun kann:
Regelmäßige Bewegung wie Schwimmen oder Radfahren stärkt die Muskulatur und entlastet die Gelenke. Eine ausgewogene Ernährung und das Vermeiden von Übergewicht helfen ebenfalls. Schmerzmittel können kurzfristig unterstützen. Sie sollten aber nicht dauerhaft ohne ärztliche Begleitung eingenommen werden. In der Apotheke gibt es zudem Nahrungsergänzungsmittel, die die Gelenke unterstützen können.Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Schmerzen stark zunehmen, die Beweglichkeit deutlich eingeschränkt ist oder entzündliche Schübe auftreten. Dann ist eine ärztliche Abklärung wichtig, auch um andere Ursachen auszuschließen und die passende Therapie zu finden.
Bearbeitungsstand: 09.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.