ICHTHOTOP 200 mg/g Gel
14,98 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Gel — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 13874769
- Darreichungsform:
- Gel (Gel)
- Packungsgröße:
- 20 g
- Wirkstoffstärke:
- 200 mg
- Marke:
- ICHTHOTOP
- Hersteller:
- Ichthyol-Gesellschaft Cordes Hermanni & Co. (GmbH & Co.) KG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Die mit dem Arzneimittel behandelte(n) Stelle(n) können mit einem Verband bedeckt werden. Zuvor reinigen Sie die betroffene(n) Stelle(n). Waschen Sie vor und nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie versehentlichen Kontakt mit den Augen.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 14 Tage anwenden.
Überdosierung?
Bisher sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Zum Auftragen auf die Haut:
Anwendungsgebiete
- Bakterieninfektion der Haut, wie:
- Borkenflechte (Impetigo contagiosa)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Säuglinge ab 4 Monaten, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Natriumbituminosulfonat, hell ist ein sulfoniertes Schieferöl. Natriumbituminosulfonat, hell hat eine antibakterielle sowie entzündungshemmende Wirkung und hemmt eine übermäßige Talgdrüsenproduktion.
Nebenwirkungen
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge in den ersten 3 Lebensmonaten: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 10
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 3 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Schieferöl (Ichthammol, Ichthyol, Tiroler Steinöl)!
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Borkenflechte (Impetigo contagiosa)
Was ist das? - Definition Die Borkenflechte ist eine oberflächliche Infektion der Haut, die durch Bakterien versursacht wird und hoch ansteckend ist. Der Fachbegriff für die Hautkrankheit ist Impetigo contagiosa. Von ihr betroffen sind vorwiegend Kinder. Oft beginnt die Erkrankung mit einem Ausschlag vor allem um Mund und Nase herum. Der Ausschlag kann jucken und schmerzhaft sein. Borkenflechte wird oft mit antibiotischen Salben behandelt.
Krankheitsbild
Die Borkenflechte, auch Grindflechte oder medizinisch Impetigo contagiosa genannt, ist eine akute, bakterielle Hautinfektion, die sehr leicht übertragbar ist. Sie betrifft vor allem Säuglinge, Klein- und Grundschulkinder, kommt aber auch bei Jugendlichen und Erwachsenen vor. Die Erkrankung beschränkt sich meist auf die oberen Hautschichten und heilt in der Regel ohne Narben ab.
Verursacht wird die Borkenflechte durch bestimmte Bakterien, meist Streptokokken oder Staphylokokken. Die Erreger gelangen über Schmierinfektionen von Mensch zu Mensch. Die Borkenflechte zählt zu den häufigsten Hautinfektionen im Kindesalter. Deshalb gelten klare Regeln zum Besuch von Kita, Schule oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen.
Symptome / Verlauf
Die Erkrankung beginnt häufig im Gesicht, besonders um Mund und Nase, kann sich aber auch auf Arme, Beine, Hände oder andere Körperstellen ausbreiten. Anfangs zeigt sich ein geröteter, juckender Hautausschlag. Daraus entwickeln sich kleine, mit einer gelblichen Flüssigkeit gefüllte Bläschen. Diese Bläschen platzen rasch auf und trocknen ein. Zurück bleiben typische honiggelbe Krusten, die der Erkrankung ihren Namen geben.
Durch Kratzen können die Bakterien weiter auf der Haut verteilt werden, sodass sich neue Stellen bilden. Seltener tritt eine blasige Form der Borkenflechte auf, bei der größere, prall gefüllte Blasen entstehen. Diese Form betrifft häufiger den Rumpf, Hals oder Windelbereich.
Zusätzlich können Fieber, Abgeschlagenheit oder geschwollene Lymphknoten auftreten. Die ersten Symptome zeigen sich meist 2 bis 10 Tage nach der Ansteckung.
Folgen / Komplikationen
In den meisten Fällen heilt die Borkenflechte problemlos aus. Unbehandelt kann sich die Heilung aber über Wochen hinziehen. In der gesamten Zeit sind Betroffene ansteckend und dürfen keine Gemeinschaftseinrichtungen besuchen. Komplikationen sind selten, können aber vorkommen, vor allem bei ausgeprägtem oder unbehandeltem Verlauf. Möglich sind eine stärkere Ausbreitung der Infektion, Entzündungen der Lymphknoten oder der Lymphbahnen.
Sehr selten kann es zu einer Beteiligung tieferer Hautschichten oder zu einer bestimmten Form der Nierenentzündung (Glomerulonephritis) kommen. Deshalb sollte eine Borkenflechte immer ärztlich abgeklärt werden, insbesondere bei kleinen Kindern.
Wichtig zu wissen: Wer einmal eine Borkenflechte hatte, ist nicht immun. Eine erneute Ansteckung ist jederzeit möglich.
Ursachen / Risikofaktoren
Ursache der Borkenflechte ist eine Infektion mit Streptokokken oder Staphylokokken. Die Bakterien gelangen meist über kleine Hautverletzungen wie Schürfwunden, Kratzspuren, Ekzeme oder Insektenstiche in die Haut.
Die Übertragung erfolgt durch direkten Hautkontakt oder über gemeinsam benutzte Gegenstände wie Handtücher, Spielzeug, Kleidung oder Bettwäsche. Besonders leicht breitet sich die Erkrankung dort aus, wo viele Kinder engen Kontakt haben, etwa in Kitas, Schulen oder Familien.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei einem Verdacht auf Borkenflechte sollte immer in Arzt aufgesucht werden. Bei begrenztem Befall werden meist antibiotische Salben oder Cremes eingesetzt. Ist die Borkenflechte stärker ausgeprägt oder betrifft mehrere Körperstellen, können Antibiotika als Tabletten notwendig sein. Durch die Antibiotikatherapie verkürzt sich die Krankheitsdauer und auch die Zeit, in der Betroffene ansteckend sind, deutlich.
Das kann man selbst tun: Eltern können die Heilung unterstützen, indem sie auf gründliche Hygiene achten: regelmäßiges Händewaschen, kurze Fingernägel, getrennte Handtücher und Waschen von Kleidung, Bettwäsche und Waschlappen bei mindestens 60 Grad. Kratzen sollte möglichst vermieden werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.
Wichtig: Solange eine Ansteckungsgefahr besteht, dürfen Kinder keine Gemeinschaftseinrichtungen besuchen. Die Einrichtung muss über die Erkrankung informiert werden.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Gel — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 13874769
- Darreichungsform:
- Gel (Gel)
- Packungsgröße:
- 20 g
- Wirkstoffstärke:
- 200 mg
- Marke:
- ICHTHOTOP
- Hersteller:
- Ichthyol-Gesellschaft Cordes Hermanni & Co. (GmbH & Co.) KG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Die mit dem Arzneimittel behandelte(n) Stelle(n) können mit einem Verband bedeckt werden. Zuvor reinigen Sie die betroffene(n) Stelle(n). Waschen Sie vor und nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie versehentlichen Kontakt mit den Augen.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 14 Tage anwenden.
Überdosierung?
Bisher sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Zum Auftragen auf die Haut:
Anwendungsgebiete
- Bakterieninfektion der Haut, wie:
- Borkenflechte (Impetigo contagiosa)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Säuglinge ab 4 Monaten, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Natriumbituminosulfonat, hell ist ein sulfoniertes Schieferöl. Natriumbituminosulfonat, hell hat eine antibakterielle sowie entzündungshemmende Wirkung und hemmt eine übermäßige Talgdrüsenproduktion.
Nebenwirkungen
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge in den ersten 3 Lebensmonaten: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 10
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 3 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Schieferöl (Ichthammol, Ichthyol, Tiroler Steinöl)!
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Borkenflechte (Impetigo contagiosa)
Was ist das? - Definition Die Borkenflechte ist eine oberflächliche Infektion der Haut, die durch Bakterien versursacht wird und hoch ansteckend ist. Der Fachbegriff für die Hautkrankheit ist Impetigo contagiosa. Von ihr betroffen sind vorwiegend Kinder. Oft beginnt die Erkrankung mit einem Ausschlag vor allem um Mund und Nase herum. Der Ausschlag kann jucken und schmerzhaft sein. Borkenflechte wird oft mit antibiotischen Salben behandelt.
Krankheitsbild
Die Borkenflechte, auch Grindflechte oder medizinisch Impetigo contagiosa genannt, ist eine akute, bakterielle Hautinfektion, die sehr leicht übertragbar ist. Sie betrifft vor allem Säuglinge, Klein- und Grundschulkinder, kommt aber auch bei Jugendlichen und Erwachsenen vor. Die Erkrankung beschränkt sich meist auf die oberen Hautschichten und heilt in der Regel ohne Narben ab.
Verursacht wird die Borkenflechte durch bestimmte Bakterien, meist Streptokokken oder Staphylokokken. Die Erreger gelangen über Schmierinfektionen von Mensch zu Mensch. Die Borkenflechte zählt zu den häufigsten Hautinfektionen im Kindesalter. Deshalb gelten klare Regeln zum Besuch von Kita, Schule oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen.
Symptome / Verlauf
Die Erkrankung beginnt häufig im Gesicht, besonders um Mund und Nase, kann sich aber auch auf Arme, Beine, Hände oder andere Körperstellen ausbreiten. Anfangs zeigt sich ein geröteter, juckender Hautausschlag. Daraus entwickeln sich kleine, mit einer gelblichen Flüssigkeit gefüllte Bläschen. Diese Bläschen platzen rasch auf und trocknen ein. Zurück bleiben typische honiggelbe Krusten, die der Erkrankung ihren Namen geben.
Durch Kratzen können die Bakterien weiter auf der Haut verteilt werden, sodass sich neue Stellen bilden. Seltener tritt eine blasige Form der Borkenflechte auf, bei der größere, prall gefüllte Blasen entstehen. Diese Form betrifft häufiger den Rumpf, Hals oder Windelbereich.
Zusätzlich können Fieber, Abgeschlagenheit oder geschwollene Lymphknoten auftreten. Die ersten Symptome zeigen sich meist 2 bis 10 Tage nach der Ansteckung.
Folgen / Komplikationen
In den meisten Fällen heilt die Borkenflechte problemlos aus. Unbehandelt kann sich die Heilung aber über Wochen hinziehen. In der gesamten Zeit sind Betroffene ansteckend und dürfen keine Gemeinschaftseinrichtungen besuchen. Komplikationen sind selten, können aber vorkommen, vor allem bei ausgeprägtem oder unbehandeltem Verlauf. Möglich sind eine stärkere Ausbreitung der Infektion, Entzündungen der Lymphknoten oder der Lymphbahnen.
Sehr selten kann es zu einer Beteiligung tieferer Hautschichten oder zu einer bestimmten Form der Nierenentzündung (Glomerulonephritis) kommen. Deshalb sollte eine Borkenflechte immer ärztlich abgeklärt werden, insbesondere bei kleinen Kindern.
Wichtig zu wissen: Wer einmal eine Borkenflechte hatte, ist nicht immun. Eine erneute Ansteckung ist jederzeit möglich.
Ursachen / Risikofaktoren
Ursache der Borkenflechte ist eine Infektion mit Streptokokken oder Staphylokokken. Die Bakterien gelangen meist über kleine Hautverletzungen wie Schürfwunden, Kratzspuren, Ekzeme oder Insektenstiche in die Haut.
Die Übertragung erfolgt durch direkten Hautkontakt oder über gemeinsam benutzte Gegenstände wie Handtücher, Spielzeug, Kleidung oder Bettwäsche. Besonders leicht breitet sich die Erkrankung dort aus, wo viele Kinder engen Kontakt haben, etwa in Kitas, Schulen oder Familien.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei einem Verdacht auf Borkenflechte sollte immer in Arzt aufgesucht werden. Bei begrenztem Befall werden meist antibiotische Salben oder Cremes eingesetzt. Ist die Borkenflechte stärker ausgeprägt oder betrifft mehrere Körperstellen, können Antibiotika als Tabletten notwendig sein. Durch die Antibiotikatherapie verkürzt sich die Krankheitsdauer und auch die Zeit, in der Betroffene ansteckend sind, deutlich.
Das kann man selbst tun: Eltern können die Heilung unterstützen, indem sie auf gründliche Hygiene achten: regelmäßiges Händewaschen, kurze Fingernägel, getrennte Handtücher und Waschen von Kleidung, Bettwäsche und Waschlappen bei mindestens 60 Grad. Kratzen sollte möglichst vermieden werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.
Wichtig: Solange eine Ansteckungsgefahr besteht, dürfen Kinder keine Gemeinschaftseinrichtungen besuchen. Die Einrichtung muss über die Erkrankung informiert werden.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.