IMBRUVICA 560 mg Filmtabletten
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Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19103866
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 30 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 560 mg
- Marke:
- IMBRUVICA
- Hersteller:
- EurimPharm Arzneimittel GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Die Tabletten dürfen nicht zerkleinert oder zerkaut werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Beim Auftreten von unerwünschten Arzneimittelwirkungen sollten Sie in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Patienten mit einer Leberfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Ihr Arzt kann im Verlauf der Behandlung Dosisanpassungen vornehmen. Für Dosisanpassungen stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Lympknotenkrebs (Mantelzell-Lymphom, refraktär/rezidiviert), - bei Patienten, bei denen die Erkrankung erneut auftritt oder die auf eine vorangegangener Behandlung nicht angesprochen haben
- Lympknotenkrebs (Mantelzell-Lymphom), - bei nicht vorbehandelten Patienten, die für eine autologe Stammzelltransplantation geeignet sein könnten.
- Blutkrebs mit weißen Blutzellen (chronisch lymphatische Leukämie), - bei nicht vorbehandelten Patienten
- Blutkrebs mit weißen Blutzellen (chronisch lymphatische Leukämie), - bei Patienten, die mindestens eine vorangegangener Behandlung mit einem anderen Arzneimittel erhalten haben
- Blutkrebs mit weißen Blutzellen (Morbus Waldenström), - bei Patienten, die mindestens eine vorangegangener Behandlung mit einem anderen Arzneimittel erhalten haben oder zur Erstbehandlung, wenn andere Arzneimittel nicht geeignet sind
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Ibrutinib gehört zu den Proteinkinase-Hemmern und hemmt ein bestimmtes Enzym, die so genannte Bruton-Tyrosinkinase (BTK). Dieses Enzym ist wesentlich an der B-Zell-Rezeptor-Signalübertragung beteiligt, die unter anderem das Wachstum von B-Lymphozyten, einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen, steuern. Durch die Hemmung des Enzyms Bruton-Tyrosinkinase wird die Zellteilung und Vermehrung bei bösartigen B-Zell-Erkrankungen gehemmt.
Nebenwirkungen
- Lungenentzündung durch Infektion (Pneumonie)
- Infektion der oberen Atemwege (URTI)
- Infektion der Haut
- Verminderte Zahl an weißen bestimmten Blutkörperchen (Neutropenie)
- Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
- Blutbildungsstörung mit erhöhter Zahl weißer Blutkörperchen (Lymphozytose)
- Schwindelgefühl
- Kopfschmerzen
- Blutung
- Blaue Flecken (Blutergüsse)
- Bluthochdruck
- Durchfall
- Erbrechen
- Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
- Übelkeit
- Verstopfung
- Verdauungsbeschwerden
- Hautausschlag
- Gelenkschmerzen
- Muskelkrampf
- Schmerzen im Haltungs- und Bewegungsapparat
- Fieber
- Wassereinlagerung an Armen und Beinen (periphere Ödeme)
- Erhöhte Nierenwerte (Kreatinin) im Blut
- Blutvergiftung (Sepsis)
- Infektion der Harnwege
- Nasennebenhöhlenentzündung
- Hautkrebs
- Weißer Hautkrebs
- Stachelzellkrebs
- Mangel an weißen Blutkörperchen (Neutropenie) mit Fieber
- Blutbildungsstörung mit mehr weißen Blutkörperchen im Blut (Leukozytose)
- Erkrankung der Lungenbläschen und Gewebe (interstitielle Lungenerkrankung)
- Erhöhte Harnsäurewerte im Blut (Hyperurikämie)
- Lokale Neuropathie
- Verschwommenes Sehen
- Herzschwäche
- Herzrhythmusstörung mit stark beschleunigtem Herzschlag im Vorhof (Vorhofflimmern)
- Nasenbluten
- Punktförmige Hauteinblutung (Petechie)
- Nesselausschlag (Urtikaria)
- Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
- Brüchige Nägel
- Akute Nierenschädigung
- Pilzinfektion im gesamten Körper (Kryptokokkose)
- Schimmelpilzinfektion der Lunge (Pneumocystis jirovecii-Pneumonie)
- Schimmelpilzinfektion
- Wiederausbruch einer Hepatitis-B-Infektion
- Tumorzerfallssyndrom
- Schlaganfall
- Vorübergehende Durchblutungsstörung der Hirngefäße
- Schlaganfall aufgrund einer Minderdurchblutung (Ischämie)
- Augenblutung
- Herzfrequenzstörung der Herzkammer (ventrikuläre Tachykardie)
- Herzstillstand
- Bluterguss im Gehirn (Subduralblutung)
- Leberversagen
- Spontan auftretende (Schleim-) Haut-Schwellung (Angioödem)
- Entzündung des Unterhautfettgewebes (Pannikulitis)
- Durch bestimmte weiße Blutzellen ausgelöste Hauterkrankung (neutrophile Dermatose)
- Wundgranulom (pyogenes Granulom)
- Blutgefäßentzündung mit Hautveränderungen (kutane Vaskulitis)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 114 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 45 × 97 × 154 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Geben Sie vor einer Operation - dazu zählen auch kleinere Eingriffe wie z.B. das Ziehen eines Zahnes - die Einnahme/Anwendung des Arzneimittels an, da die Blutungszeit verlängert sein kann.
- Das Blutbild muss während der gesamten Behandlung und ggf. nach Beendigung der Behandlung überwacht werden.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Auf Grapefruit sowie Grapefruit-Zubereitungen soll während der Behandlung mit dem Medikament vollständig verzichtet werden.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Als alleinige Behandlung:
Als alleinige Behandlung oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln:
Vor Behandlungsbeginn sollten eine klinische Abklärung bestehender Herzerkrankungen und eine Beurteilung der Herzfunktion durchgeführt werden.
Während der Behandlung sollte eine Überwachung auf Anzeichen einer Verschlechterung der Herzfunktion erfolgen.
Krebs
Was ist das? - Definition Krebs bezeichnet eine bösartige Gewebeneubildung. Tumorzellen vermehren sich unkontrolliert, sie wachsen in Nachbargewebe ein, zerstören gesundes Gewebe und bilden Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen.
Krankheitsbild
Unsere Zellen haben eine Art Lebenszyklus, in dem sich Phasen der Zellteilung mit Ruhephasen abwechseln. Dabei ist genau geregelt, wann sich die Zelle zu teilen und wann sie zu ruhen hat. Tumorzellen sind entartete Zellen, die sich nicht nach diesem Zyklus richten, sondern sich unkontrolliert ständig teilen und somit immer wachsen. Sie reagieren nicht mehr auf Signale, die das Wachstum in gesunden Geweben steuern, und können sich der Kontrolle durch das Immunsystem entziehen.
Krebs ist in Deutschland nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Etwa jeder vierte Mensch stirbt an den Folgen einer Krebserkrankung. Die häufigsten Tumorarten sind bei Frauen Brust-, Darm- und Lungenkrebs, bei Männern Prostata-, Darm- und Lungenkrebs. Mit zunehmendem Alter steigt das Erkrankungsrisiko.
Symptome/Verlauf
Krebs entwickelt sich meist schleichend. In frühen Stadien verursacht er häufig keine Beschwerden. Erste Anzeichen sind oft unspezifisch:
- Starker, unerklärlicher Gewichtsverlust
- Müdigkeit, Leistungsschwäche, Appetitverlust
- Ungewöhnliche Geschmacksempfindungen, etwa Abneigung gegen Fleisch
- Schmerzen meist erst im fortgeschrittenen Stadium
Je nach betroffenem Organ kann es zusätzlich zu folgenden Symptomen kommen:
- Tastbare Knoten, z.B. in der Brust
- Blut im Stuhl oder geänderter Stuhlgang bei Darmkrebs
- Veränderungen an Haut oder Muttermalen
- Länger anhaltender Husten, besonders bei Rauchern
Eine sichere Diagnose ist nur durch eine Gewebeprobe (Biopsie) möglich.
Folgen/Komplikationen
Ohne Behandlung kann Krebs das betroffene Organ zerstören und Metastasen in anderen Körperregionen bilden. Diese Tochtergeschwülste sind oft besonders gefährlich, da sie weitere Organe schädigen können. Hierzu zählen etwa Leber, Lunge oder Knochen. Der Krebs kann auch über Lymphknoten oder Blutbahnen gestreut werden.
Wie eine Krebserkrankung verläuft, hängt stark davon ab, wie früh sie erkannt wird, wie aggressiv der Tumor ist und wie gut der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten ist. Manche Tumoren wachsen langsam, andere sehr rasch.
Dennoch ist Krebs heute nicht automatisch ein Todesurteil: Viele Tumoren lassen sich erfolgreich behandeln, manche sogar vollständig heilen, besonders wenn sie früh erkannt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Warum Zellen entarten, ist nicht abschließend geklärt. Es gibt jedoch zahlreiche bekannte Risikofaktoren:
- Rauchen ist Hauptursache vieler Krebsarten, v.a. Lungenkrebs
- Alkoholkonsum, besonders in Kombination mit Rauchen
- Ungesunde Ernährung, etwa wenig Ballaststoffe oder viel fett- und fleischreiche Lebensmittel
- Viren und Bakterien, z.B. Humane Papillomaviren/HPV (Gebärmutterhalskrebs), Hepatitis B (Leberkrebs), Helicobacter pylori (Magenkrebs)
- UV-Strahlung bei Hautkrebs
- Familiäre Vorbelastung
- Abwehrschwäche, z.B. durch HIV
Eine Krebserkrankung ist nicht ansteckend.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Je nach Krebsart kommen Operationen, Bestrahlungen, Chemotherapie oder moderne Immun- und zielgerichtete Therapien zum Einsatz. Wichtig ist die frühzeitige Diagnose. Nach der Behandlung erfolgen regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen, um Rückfälle frühzeitig zu erkennen.
Was man selbst tun kann:
- Nicht rauchen, Alkohol nur in Maßen
- Ausgewogen essen: viel Obst, Gemüse, Vollkorn, wenig Fett
- Auf Sonnenschutz achten
- Regelmäßige Bewegung und normales Körpergewicht halten
- An Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen
- Impfungen (z.B. gegen HPV, Hepatitis B) nutzen
- Unklare Beschwerden frühzeitig ärztlich abklären lassen
Ob Krebspatienten von Nahrungsergänzungsmitteln, etwa mit bestimmten Vitaminen, oder anderen frei verkäuflichen Präparaten profitieren, müssen diese unbedingt mit den behandelnden Ärzten abklären. Einige Inhaltsstoffe können gewisse bösartige Tumore sogar noch fördern.
Auch nach einer Tumortherapie bedarf jeder Patient einer speziellen Weiterbehandlung und Betreuung. Das Ziel der regelmäßigen Nachuntersuchungen ist die rechtzeitige Erkennung eines erneuten Tumorwachstums. Daher sollten die vom Arzt empfohlenen Kontrolltermine unbedingt eingehalten werden.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19103866
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 30 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 560 mg
- Marke:
- IMBRUVICA
- Hersteller:
- EurimPharm Arzneimittel GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Die Tabletten dürfen nicht zerkleinert oder zerkaut werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Beim Auftreten von unerwünschten Arzneimittelwirkungen sollten Sie in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Patienten mit einer Leberfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Ihr Arzt kann im Verlauf der Behandlung Dosisanpassungen vornehmen. Für Dosisanpassungen stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Lympknotenkrebs (Mantelzell-Lymphom, refraktär/rezidiviert), - bei Patienten, bei denen die Erkrankung erneut auftritt oder die auf eine vorangegangener Behandlung nicht angesprochen haben
- Lympknotenkrebs (Mantelzell-Lymphom), - bei nicht vorbehandelten Patienten, die für eine autologe Stammzelltransplantation geeignet sein könnten.
- Blutkrebs mit weißen Blutzellen (chronisch lymphatische Leukämie), - bei nicht vorbehandelten Patienten
- Blutkrebs mit weißen Blutzellen (chronisch lymphatische Leukämie), - bei Patienten, die mindestens eine vorangegangener Behandlung mit einem anderen Arzneimittel erhalten haben
- Blutkrebs mit weißen Blutzellen (Morbus Waldenström), - bei Patienten, die mindestens eine vorangegangener Behandlung mit einem anderen Arzneimittel erhalten haben oder zur Erstbehandlung, wenn andere Arzneimittel nicht geeignet sind
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Ibrutinib gehört zu den Proteinkinase-Hemmern und hemmt ein bestimmtes Enzym, die so genannte Bruton-Tyrosinkinase (BTK). Dieses Enzym ist wesentlich an der B-Zell-Rezeptor-Signalübertragung beteiligt, die unter anderem das Wachstum von B-Lymphozyten, einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen, steuern. Durch die Hemmung des Enzyms Bruton-Tyrosinkinase wird die Zellteilung und Vermehrung bei bösartigen B-Zell-Erkrankungen gehemmt.
Nebenwirkungen
- Lungenentzündung durch Infektion (Pneumonie)
- Infektion der oberen Atemwege (URTI)
- Infektion der Haut
- Verminderte Zahl an weißen bestimmten Blutkörperchen (Neutropenie)
- Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
- Blutbildungsstörung mit erhöhter Zahl weißer Blutkörperchen (Lymphozytose)
- Schwindelgefühl
- Kopfschmerzen
- Blutung
- Blaue Flecken (Blutergüsse)
- Bluthochdruck
- Durchfall
- Erbrechen
- Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
- Übelkeit
- Verstopfung
- Verdauungsbeschwerden
- Hautausschlag
- Gelenkschmerzen
- Muskelkrampf
- Schmerzen im Haltungs- und Bewegungsapparat
- Fieber
- Wassereinlagerung an Armen und Beinen (periphere Ödeme)
- Erhöhte Nierenwerte (Kreatinin) im Blut
- Blutvergiftung (Sepsis)
- Infektion der Harnwege
- Nasennebenhöhlenentzündung
- Hautkrebs
- Weißer Hautkrebs
- Stachelzellkrebs
- Mangel an weißen Blutkörperchen (Neutropenie) mit Fieber
- Blutbildungsstörung mit mehr weißen Blutkörperchen im Blut (Leukozytose)
- Erkrankung der Lungenbläschen und Gewebe (interstitielle Lungenerkrankung)
- Erhöhte Harnsäurewerte im Blut (Hyperurikämie)
- Lokale Neuropathie
- Verschwommenes Sehen
- Herzschwäche
- Herzrhythmusstörung mit stark beschleunigtem Herzschlag im Vorhof (Vorhofflimmern)
- Nasenbluten
- Punktförmige Hauteinblutung (Petechie)
- Nesselausschlag (Urtikaria)
- Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
- Brüchige Nägel
- Akute Nierenschädigung
- Pilzinfektion im gesamten Körper (Kryptokokkose)
- Schimmelpilzinfektion der Lunge (Pneumocystis jirovecii-Pneumonie)
- Schimmelpilzinfektion
- Wiederausbruch einer Hepatitis-B-Infektion
- Tumorzerfallssyndrom
- Schlaganfall
- Vorübergehende Durchblutungsstörung der Hirngefäße
- Schlaganfall aufgrund einer Minderdurchblutung (Ischämie)
- Augenblutung
- Herzfrequenzstörung der Herzkammer (ventrikuläre Tachykardie)
- Herzstillstand
- Bluterguss im Gehirn (Subduralblutung)
- Leberversagen
- Spontan auftretende (Schleim-) Haut-Schwellung (Angioödem)
- Entzündung des Unterhautfettgewebes (Pannikulitis)
- Durch bestimmte weiße Blutzellen ausgelöste Hauterkrankung (neutrophile Dermatose)
- Wundgranulom (pyogenes Granulom)
- Blutgefäßentzündung mit Hautveränderungen (kutane Vaskulitis)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 114 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 45 × 97 × 154 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Geben Sie vor einer Operation - dazu zählen auch kleinere Eingriffe wie z.B. das Ziehen eines Zahnes - die Einnahme/Anwendung des Arzneimittels an, da die Blutungszeit verlängert sein kann.
- Das Blutbild muss während der gesamten Behandlung und ggf. nach Beendigung der Behandlung überwacht werden.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Auf Grapefruit sowie Grapefruit-Zubereitungen soll während der Behandlung mit dem Medikament vollständig verzichtet werden.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Als alleinige Behandlung:
Als alleinige Behandlung oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln:
Vor Behandlungsbeginn sollten eine klinische Abklärung bestehender Herzerkrankungen und eine Beurteilung der Herzfunktion durchgeführt werden.
Während der Behandlung sollte eine Überwachung auf Anzeichen einer Verschlechterung der Herzfunktion erfolgen.
Krebs
Was ist das? - Definition Krebs bezeichnet eine bösartige Gewebeneubildung. Tumorzellen vermehren sich unkontrolliert, sie wachsen in Nachbargewebe ein, zerstören gesundes Gewebe und bilden Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen.
Krankheitsbild
Unsere Zellen haben eine Art Lebenszyklus, in dem sich Phasen der Zellteilung mit Ruhephasen abwechseln. Dabei ist genau geregelt, wann sich die Zelle zu teilen und wann sie zu ruhen hat. Tumorzellen sind entartete Zellen, die sich nicht nach diesem Zyklus richten, sondern sich unkontrolliert ständig teilen und somit immer wachsen. Sie reagieren nicht mehr auf Signale, die das Wachstum in gesunden Geweben steuern, und können sich der Kontrolle durch das Immunsystem entziehen.
Krebs ist in Deutschland nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Etwa jeder vierte Mensch stirbt an den Folgen einer Krebserkrankung. Die häufigsten Tumorarten sind bei Frauen Brust-, Darm- und Lungenkrebs, bei Männern Prostata-, Darm- und Lungenkrebs. Mit zunehmendem Alter steigt das Erkrankungsrisiko.
Symptome/Verlauf
Krebs entwickelt sich meist schleichend. In frühen Stadien verursacht er häufig keine Beschwerden. Erste Anzeichen sind oft unspezifisch:
- Starker, unerklärlicher Gewichtsverlust
- Müdigkeit, Leistungsschwäche, Appetitverlust
- Ungewöhnliche Geschmacksempfindungen, etwa Abneigung gegen Fleisch
- Schmerzen meist erst im fortgeschrittenen Stadium
Je nach betroffenem Organ kann es zusätzlich zu folgenden Symptomen kommen:
- Tastbare Knoten, z.B. in der Brust
- Blut im Stuhl oder geänderter Stuhlgang bei Darmkrebs
- Veränderungen an Haut oder Muttermalen
- Länger anhaltender Husten, besonders bei Rauchern
Eine sichere Diagnose ist nur durch eine Gewebeprobe (Biopsie) möglich.
Folgen/Komplikationen
Ohne Behandlung kann Krebs das betroffene Organ zerstören und Metastasen in anderen Körperregionen bilden. Diese Tochtergeschwülste sind oft besonders gefährlich, da sie weitere Organe schädigen können. Hierzu zählen etwa Leber, Lunge oder Knochen. Der Krebs kann auch über Lymphknoten oder Blutbahnen gestreut werden.
Wie eine Krebserkrankung verläuft, hängt stark davon ab, wie früh sie erkannt wird, wie aggressiv der Tumor ist und wie gut der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten ist. Manche Tumoren wachsen langsam, andere sehr rasch.
Dennoch ist Krebs heute nicht automatisch ein Todesurteil: Viele Tumoren lassen sich erfolgreich behandeln, manche sogar vollständig heilen, besonders wenn sie früh erkannt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Warum Zellen entarten, ist nicht abschließend geklärt. Es gibt jedoch zahlreiche bekannte Risikofaktoren:
- Rauchen ist Hauptursache vieler Krebsarten, v.a. Lungenkrebs
- Alkoholkonsum, besonders in Kombination mit Rauchen
- Ungesunde Ernährung, etwa wenig Ballaststoffe oder viel fett- und fleischreiche Lebensmittel
- Viren und Bakterien, z.B. Humane Papillomaviren/HPV (Gebärmutterhalskrebs), Hepatitis B (Leberkrebs), Helicobacter pylori (Magenkrebs)
- UV-Strahlung bei Hautkrebs
- Familiäre Vorbelastung
- Abwehrschwäche, z.B. durch HIV
Eine Krebserkrankung ist nicht ansteckend.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Je nach Krebsart kommen Operationen, Bestrahlungen, Chemotherapie oder moderne Immun- und zielgerichtete Therapien zum Einsatz. Wichtig ist die frühzeitige Diagnose. Nach der Behandlung erfolgen regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen, um Rückfälle frühzeitig zu erkennen.
Was man selbst tun kann:
- Nicht rauchen, Alkohol nur in Maßen
- Ausgewogen essen: viel Obst, Gemüse, Vollkorn, wenig Fett
- Auf Sonnenschutz achten
- Regelmäßige Bewegung und normales Körpergewicht halten
- An Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen
- Impfungen (z.B. gegen HPV, Hepatitis B) nutzen
- Unklare Beschwerden frühzeitig ärztlich abklären lassen
Ob Krebspatienten von Nahrungsergänzungsmitteln, etwa mit bestimmten Vitaminen, oder anderen frei verkäuflichen Präparaten profitieren, müssen diese unbedingt mit den behandelnden Ärzten abklären. Einige Inhaltsstoffe können gewisse bösartige Tumore sogar noch fördern.
Auch nach einer Tumortherapie bedarf jeder Patient einer speziellen Weiterbehandlung und Betreuung. Das Ziel der regelmäßigen Nachuntersuchungen ist die rechtzeitige Erkennung eines erneuten Tumorwachstums. Daher sollten die vom Arzt empfohlenen Kontrolltermine unbedingt eingehalten werden.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.