IMODIUM akut Hartkapseln
5,31 €
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Pharmazeutische Informationen
Hartkapseln — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 07299261
- Darreichungsform:
- Hartkapseln (Kapseln)
- Packungsgröße:
- 6 Stück
- Marke:
- IMODIUM akut
- Hersteller:
- kohlpharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 2 Tage anwenden. Bei länger anhaltenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Verstopfungen, Darmverschluss, Teilnahmslosigkeit, Schläfrigkeit, Krämpfen sowie zu schweren Atemstörungen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Erstdosis: Erwachsene können als erste Dosis 2 Kapseln einnehmen.
Erstdosis: Jugendliche ab 12 Jahren können als erste Dosis 1 Kapsel einnehmen.
Folgedosis:
Achten Sie auf einen ausreichenden Ersatz von Flüssigkeit und Salzen (Elektrolyten), vor allem bei Kindern.
Anwendungsgebiete
- Akuter Durchfall
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 1-4 mal täglich, Zeitpunkt: nach jedem ungeformten Stuhl
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 1-6 mal täglich, Zeitpunkt: nach jedem ungeformten Stuhl
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift direkt an Rezeptoren im Darmbereich an. So kann er Darmbewegungen, die den Darminhalt weitertransportieren teilweise verhindern und damit den Stuhldrang und die Stuhlfrequenz reduzieren. Zusätzlich bewirkt Loperamid im Enddarmbereich eine Muskelanspannung des Schließmuskels.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Blähungen
- Verstopfung
- Bauchschmerzen
- Mundtrockenheit
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- Schwindel
- Hautausschlag
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erkrankungen mit verlangsamter Darmtätigkeit
- Darmverschluss
- Verstopfung, evtl. auch andere Zustände, bei denen eine weitere Verlangsamung der Darmtätigkeit zu vermeiden ist, z.B. bei starken Blähungen
- Blähung
- Darmentzündung im Zusammenhang mit Antibiotika-Therapie
- Durch Bakterien verursachte Entzündung des Dick- und Dünndarms (bakterielle Enterokolitis)
- Chronische Durchfälle
- Colitis ulcerosa, akuter Schub
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Lebererkrankungen
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Indigocarmin mit der E-Nummer E 132)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Zur symptomatischen Behandlung, wenn folgende Erkrankung vorliegt:
Das Arzneimittel sollte nicht bei Durchfällen zur Anwendung kommen, die durch Antibiotika ausgelöst werden oder mit Fieber oder blutigen Stühlen einhergehen.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Maltodextrin höchstens Chinin hemisulfat-2-Wasser Dimeticon und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen wie Verstopfung, Harnverhalt, Benommenheit, Körperstarre oder Atembeschwerden erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: indische Maltodextrin höchstens Dimeticon Flohsamen Leinsamen und weitere
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen. In diesem Zusammenhang kann beispielsweise ein Darmverschluss vermehrt auftreten. Dies äußert sich unter anderem durch Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen und Verstopfung.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da die Arzneimittel nur unter sorgfältiger Überwachung durch Ihren Arzt zusammen verwendet werden sollen.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines oder mehrere der genannten Symptome an sich beobachten.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Maltodextrin höchstens Colesevelam hydrochlorid Dimeticon Colestyramin und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Maltodextrin höchstens Dimeticon und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärken. In diesem Zusammenhang können vermehrt beispielsweise Wassereinlagerungen im Körper (Ödeme), Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen, Verwirrtheit, verschwommenes Sehen oder Krampfanfälle auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Achten Sie bitte auf eine normale Flüssigkeitszufuhr. Trinken Sie nur, wenn Sie Durst haben.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Kinder
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Maltodextrin höchstens Dimeticon Erythromycin estolat Gemfibrozil Itraconazol Clarithromycin und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen wie Verstopfung, Harnverhalt, Benommenheit, Körperstrarre oder Atembeschwerden erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Maltodextrin höchstens Dimeticon und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen nötig sein.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Maltodextrin höchstens Dimeticon und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen wie Verstopfung, Harnverhalt, Benommenheit, Körperstrarre oder Atembeschwerden erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Lopinavir Maltodextrin höchstens Ritonavir Dimeticon Verapamil hydrochlorid mikroemulgiert und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen wie Verstopfung, Harnverhalt, Benommenheit, Körperstarre oder Atembeschwerden erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Durchfall
Was ist das? - Definition Durchfall bezeichnet häufige, dünnflüssige Stuhlentleerungen, meist mehr als dreimal täglich. Er kann akut auftreten oder chronisch verlaufen. Oft ist er Begleiterscheinung einer Infektion, kann aber auch andere Ursachen haben.
Krankheitsbild
Durchfall ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Er tritt auf, wenn der Darm Wasser und Elektrolyte nicht ausreichend aufnehmen kann oder zu viel davon abgibt. Die Folge ist ein wässriger Stuhl. Man unterscheidet zwischen akutem Durchfall, der meist plötzlich beginnt und nur wenige Tage anhält, und chronischem Durchfall, der über Wochen oder Monate besteht.
Akuter Durchfall ist häufig infektiös bedingt und tritt oft in Zusammenhang mit verdorbenen Lebensmitteln auf. Chronischer Durchfall kann auf eine Grunderkrankung wie Reizdarm oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen hinweisen.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen:
- mehr als drei Stuhlentleerungen pro Tag
- wässriger oder breiiger Stuhl
- Bauchkrämpfe oder Blähungen
- Übelkeit oder Erbrechen
- Fieber bei infektiösem Verlauf
Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Akuter Durchfall klingt meist nach wenigen Tagen ab. Chronischer Durchfall kann schubweise oder dauerhaft auftreten. Bei starkem Flüssigkeitsverlust droht Austrocknung, besonders bei Kindern und älteren Menschen.
Folgen/Komplikationen
Die größte Gefahr bei Durchfall ist der Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten. Das kann zu Kreislaufproblemen, Schwäche und im Extremfall zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen.
Zu den weiteren Komplikationen zählen Störungen Nährstoffmangel bei längerem Verlauf, Reizung der Darmschleimhaut und eine Verstärkung bestehender Grunderkrankung.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Häufige Auslöser sind Virusinfektionen wie Norovirus oder Rotavirus, bakterielle Infektionen durch Salmonellen oder Campylobacter und Parasiten bei Reisen in vor allem tropische Regionen. Auch Lebensmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz, Medikamente wie Antibiotika oder Abführmittel, chronische Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa können zu Durchfall führen. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen mangelnde Hygiene, unreines Trinkwasser, Stress, bestimmte Ernährungsweisen oder eine geschwächte Immunabwehr.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Stuhluntersuchungen, Bluttests oder bildgebende Verfahren die Ursache klären. Bei Bedarf kommen Medikamente zum Einsatz, etwa Elektrolytlösungen, Mittel gegen Durchfall wie Loperamid bei nicht-infektiösem Verlauf oder Antibiotika bei bakteriellen Infektionen.
Das kann man selbst tun: Viel trinken, am besten Wasser oder Tee, leichte Kost wie Zwieback oder Reis und Verzicht auf fettige, süße oder stark gewürzte Speisen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn der Durchfall länger als drei Tage anhält, blutig ist, mit hohem Fieber oder starkem Flüssigkeitsverlust einhergeht. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Das gilt generell für Säuglinge und Kleinkinder sowie bereits geschwächte Patienten.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Reisedurchfall
Was ist das? - Definition Reisedurchfall ist eine akute Magen-Darm-Erkrankung, die meist durch verunreinigte Lebensmittel oder Wasser ausgelöst wird. Typisch sind häufiger Durchfall, Bauchschmerzen und manchmal Fieber. Besonders betroffen sind Reisende in Regionen mit niedrigen Hygienestandards. Die Beschwerden sind meist selbstlimitierend, können aber den Urlaub stark beeinträchtigen und in seltenen Fällen gefährlich werden.
Krankheitsbild
Reisedurchfall tritt vor allem bei Reisen in tropische oder subtropische Länder auf. Er entsteht durch Bakterien, Viren oder Parasiten, die über Nahrung oder Wasser aufgenommen werden. Die Erkrankung ist sehr verbreitet.
Symptome/Verlauf
Typische Symptome sind häufiger wässriger Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit und manchmal Fieber. Der Verlauf beginnt meist plötzlich und dauert einige Tage. In den meisten Fällen klingt die Erkrankung von selbst ab. Bei schweren Verläufen kann der Flüssigkeitsverlust gefährlich werden.
Folgen/Komplikationen
Reisedurchfall führt oft zu Einschränkungen im Alltag und kann Reisen erheblich beeinträchtigen. Komplikationen entstehen durch starken Flüssigkeitsverlust, der zu Kreislaufproblemen führt. In seltenen Fällen können Infektionen länger bestehen.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind:
- Bakterien wie Escherichia coli
- Viren wie Noroviren
- Parasiten wie Giardia
- Verunreinigtes Trinkwasser
- Unhygienisch zubereitete Speisen
Risikofaktoren sind Reisen in Länder mit niedrigen Hygienestandards und der Verzehr von rohen oder unzureichend gegarten Lebensmitteln.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann Flüssigkeits- und Elektrolytlösungen sowie in schweren Fällen bestimmte Antibiotika einsetzen.
Das kann man selbst tun: Viel Flüssigkeit, leichte Kost und Ruhe lindern die Beschwerden. Vorbeugend nur gut durchgegarte Speisen essen, Obst und Gemüse selbst schälen, nur Wasser aus verschlossenen Flaschen trinken und Eiswürfel vermeiden. Zudem auf Handhygiene mit Seife oder Desinfektionsmittel achten. Grenzen liegen dort, wo starker Durchfall oder Erbrechen bestehen und Flüssigkeit nicht mehr aufgenommen werden kann. Das gilt besonders für Säuglinge, Kleinkinder und bereits geschwächte Personen. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt erforderlich.
Bearbeitungsstand: 07.01.2026
Quellenangaben:
Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Salmonellen-Enteritis
Was ist das? - Definition Die Salmonellen-Enteritis ist eine akute, durch Salmonellen verursachte bakterielle Magen-Darm-Infektion, die meist durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel übertragen wird und typischerweise mit Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber einhergeht.
Krankheitsbild
Die Salmonellen-Enteritis ist eine akute Infektion des Magen-Darm-Trakts, die durch bestimmte Bakterien (Salmonellen) verursacht wird. Diese gelangen meist über verunreinigte Lebensmittel in den Körper und vermehren sich im Darm. Dort lösen sie eine Entzündungsreaktion aus, die meist von starken Durchfällen begleitet wird. Die Erkrankung gehört zu den häufigsten bakteriellen Durchfallerkrankungen und tritt weltweit auf. Die Gefahr einer Infektion steigt, wenn Lebensmittel beispielsweise unzureichend erhitzt oder falsch gelagert werden.
Symptome/Verlauf
Nach Kontakt zu verunreinigten Lebensmitteln kommt es meist innerhalb weniger Stunden bis etwa zwei Tagen zu plötzlichen Beschwerden. Typisch sind wässrige, teils auch breiige Durchfälle. Häufig kommen krampfartige Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen hinzu. Viele Betroffene entwickeln zudem Fieber und fühlen sich abgeschlagen. Die Beschwerden klingen in der Regel nach einigen Tagen (meist 2 bis 7 Tage) von selbst wieder ab. Entscheidend ist in dieser Phase vor allem der Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolytverlusts.
Folgen/Komplikationen
In den meisten Fällen heilt die Erkrankung ohne bleibende Folgen aus. Komplikationen können jedoch auftreten, insbesondere bei Säuglingen, älteren Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Durch starken Flüssigkeitsverlust kann es zu einer Austrocknung (Dehydratation) kommen. In seltenen Fällen gelangen die Bakterien aus dem Darm in den Blutkreislauf und können dann eine schwere Allgemeininfektion (Sepsis) verursachen. Auch können sich die Erreger in anderen Organen ansiedeln und dort Entzündungen hervorrufen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Infektion erfolgt überwiegend über Lebensmittel, die mit Salmonellen belastet sind. Häufige Quellen sind rohe oder nicht ausreichend erhitzte tierische Produkte wie Eier, Geflügel, andere Fleischwaren oder Rohmilch. Auch Speisen, die solche Zutaten enthalten (z. B. Desserts mit rohen Eiern), können betroffen sein. Ein Risiko besteht zudem, wenn Lebensmittel nicht ausreichend gekühlt werden, da sich Salmonellen bei Temperaturen von 10 bis 47 Grad Celsius stark vermehren können.
Weitere Risikofaktoren sind mangelnde Küchenhygiene, etwa wenn rohe und verzehrfertige Lebensmittel mit denselben Utensilien verarbeitet werden (Kreuzkontamination). Ein Beispiel: Mit Salmonellen belastet Hühnerfleisch wird auf dem gleichen Brettchen geschnitten, wie Tomaten, die anschließend roh verzehrt werden. Auch unzureichendes Händewaschen kann Salmonellen auf Lebensmittel übertragen. Der direkte Kontakt mit infizierten Menschen oder Tieren kann ebenfalls eine Rolle spielen. Besonders gefährdet für einen schweren Verlauf sind Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt stellt die Diagnose meist anhand der typischen Beschwerden und kann den Erreger durch eine Stuhluntersuchung nachweisen. Die Behandlung besteht in erster Linie darin, den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust auszugleichen. In den meisten Fällen sind keine Antibiotika erforderlich, da sie den Verlauf nicht unbedingt verkürzen und die Erregerausscheidung verlängern können. Bei schweren Verläufen oder bei Risikogruppen kann jedoch eine antibiotische Therapie notwendig sein. Außerdem achtet der Arzt darauf, Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Besteht der Verdacht auf eine Salmonellen-Infektion oder wird der Erreger nachgewiesen, ist dies nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig. Das bedeutet, dass der Arzt oder das Labor die Information an das zuständige Gesundheitsamt weiterleitet. Dadurch sollen Ausbrüche früh erkannt und weitere Infektionen verhindert werden.
Das kann man selbst tun:
- Ausreichend trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen (z. B. Wasser, Tee, Elektrolytlösungen)
- Leichte, gut verträgliche Kost zu sich nehmen, sobald der Appetit zurückkehrt
- Auf gute Hygiene achten, insbesondere gründliches Händewaschen nach dem Toilettengang und vor der Essenszubereitung
- Küchenhygiene einhalten: rohe und verzehrfertige Lebensmittel getrennt verarbeiten, Arbeitsflächen und Utensilien gründlich reinigen
- Lebensmittel, insbesondere Fleisch und Eier, gut durchgaren, da Salmonellen durch Erhitzen abgetötet werden
- Kühlkette einhalten und empfindliche Lebensmittel im Kühlschrank lagern
- Besonders bei Säuglingen, älteren Menschen oder geschwächten Personen frühzeitig ärztliche Betreuung suchen
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hartkapseln — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 07299261
- Darreichungsform:
- Hartkapseln (Kapseln)
- Packungsgröße:
- 6 Stück
- Marke:
- IMODIUM akut
- Hersteller:
- kohlpharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 2 Tage anwenden. Bei länger anhaltenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Verstopfungen, Darmverschluss, Teilnahmslosigkeit, Schläfrigkeit, Krämpfen sowie zu schweren Atemstörungen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Erstdosis: Erwachsene können als erste Dosis 2 Kapseln einnehmen.
Erstdosis: Jugendliche ab 12 Jahren können als erste Dosis 1 Kapsel einnehmen.
Folgedosis:
Achten Sie auf einen ausreichenden Ersatz von Flüssigkeit und Salzen (Elektrolyten), vor allem bei Kindern.
Anwendungsgebiete
- Akuter Durchfall
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 1-4 mal täglich, Zeitpunkt: nach jedem ungeformten Stuhl
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 1-6 mal täglich, Zeitpunkt: nach jedem ungeformten Stuhl
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift direkt an Rezeptoren im Darmbereich an. So kann er Darmbewegungen, die den Darminhalt weitertransportieren teilweise verhindern und damit den Stuhldrang und die Stuhlfrequenz reduzieren. Zusätzlich bewirkt Loperamid im Enddarmbereich eine Muskelanspannung des Schließmuskels.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Blähungen
- Verstopfung
- Bauchschmerzen
- Mundtrockenheit
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- Schwindel
- Hautausschlag
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erkrankungen mit verlangsamter Darmtätigkeit
- Darmverschluss
- Verstopfung, evtl. auch andere Zustände, bei denen eine weitere Verlangsamung der Darmtätigkeit zu vermeiden ist, z.B. bei starken Blähungen
- Blähung
- Darmentzündung im Zusammenhang mit Antibiotika-Therapie
- Durch Bakterien verursachte Entzündung des Dick- und Dünndarms (bakterielle Enterokolitis)
- Chronische Durchfälle
- Colitis ulcerosa, akuter Schub
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Lebererkrankungen
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Indigocarmin mit der E-Nummer E 132)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Zur symptomatischen Behandlung, wenn folgende Erkrankung vorliegt:
Das Arzneimittel sollte nicht bei Durchfällen zur Anwendung kommen, die durch Antibiotika ausgelöst werden oder mit Fieber oder blutigen Stühlen einhergehen.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen wie Verstopfung, Harnverhalt, Benommenheit, Körperstarre oder Atembeschwerden erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen. In diesem Zusammenhang kann beispielsweise ein Darmverschluss vermehrt auftreten. Dies äußert sich unter anderem durch Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen und Verstopfung.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da die Arzneimittel nur unter sorgfältiger Überwachung durch Ihren Arzt zusammen verwendet werden sollen.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines oder mehrere der genannten Symptome an sich beobachten.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärken. In diesem Zusammenhang können vermehrt beispielsweise Wassereinlagerungen im Körper (Ödeme), Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen, Verwirrtheit, verschwommenes Sehen oder Krampfanfälle auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Achten Sie bitte auf eine normale Flüssigkeitszufuhr. Trinken Sie nur, wenn Sie Durst haben.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Kinder
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen wie Verstopfung, Harnverhalt, Benommenheit, Körperstrarre oder Atembeschwerden erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen nötig sein.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen wie Verstopfung, Harnverhalt, Benommenheit, Körperstrarre oder Atembeschwerden erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen wie Verstopfung, Harnverhalt, Benommenheit, Körperstarre oder Atembeschwerden erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Durchfall
Was ist das? - Definition Durchfall bezeichnet häufige, dünnflüssige Stuhlentleerungen, meist mehr als dreimal täglich. Er kann akut auftreten oder chronisch verlaufen. Oft ist er Begleiterscheinung einer Infektion, kann aber auch andere Ursachen haben.
Krankheitsbild
Durchfall ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Er tritt auf, wenn der Darm Wasser und Elektrolyte nicht ausreichend aufnehmen kann oder zu viel davon abgibt. Die Folge ist ein wässriger Stuhl. Man unterscheidet zwischen akutem Durchfall, der meist plötzlich beginnt und nur wenige Tage anhält, und chronischem Durchfall, der über Wochen oder Monate besteht.
Akuter Durchfall ist häufig infektiös bedingt und tritt oft in Zusammenhang mit verdorbenen Lebensmitteln auf. Chronischer Durchfall kann auf eine Grunderkrankung wie Reizdarm oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen hinweisen.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen:
- mehr als drei Stuhlentleerungen pro Tag
- wässriger oder breiiger Stuhl
- Bauchkrämpfe oder Blähungen
- Übelkeit oder Erbrechen
- Fieber bei infektiösem Verlauf
Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Akuter Durchfall klingt meist nach wenigen Tagen ab. Chronischer Durchfall kann schubweise oder dauerhaft auftreten. Bei starkem Flüssigkeitsverlust droht Austrocknung, besonders bei Kindern und älteren Menschen.
Folgen/Komplikationen
Die größte Gefahr bei Durchfall ist der Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten. Das kann zu Kreislaufproblemen, Schwäche und im Extremfall zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen.
Zu den weiteren Komplikationen zählen Störungen Nährstoffmangel bei längerem Verlauf, Reizung der Darmschleimhaut und eine Verstärkung bestehender Grunderkrankung.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Häufige Auslöser sind Virusinfektionen wie Norovirus oder Rotavirus, bakterielle Infektionen durch Salmonellen oder Campylobacter und Parasiten bei Reisen in vor allem tropische Regionen. Auch Lebensmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz, Medikamente wie Antibiotika oder Abführmittel, chronische Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa können zu Durchfall führen. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen mangelnde Hygiene, unreines Trinkwasser, Stress, bestimmte Ernährungsweisen oder eine geschwächte Immunabwehr.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Stuhluntersuchungen, Bluttests oder bildgebende Verfahren die Ursache klären. Bei Bedarf kommen Medikamente zum Einsatz, etwa Elektrolytlösungen, Mittel gegen Durchfall wie Loperamid bei nicht-infektiösem Verlauf oder Antibiotika bei bakteriellen Infektionen.
Das kann man selbst tun: Viel trinken, am besten Wasser oder Tee, leichte Kost wie Zwieback oder Reis und Verzicht auf fettige, süße oder stark gewürzte Speisen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn der Durchfall länger als drei Tage anhält, blutig ist, mit hohem Fieber oder starkem Flüssigkeitsverlust einhergeht. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Das gilt generell für Säuglinge und Kleinkinder sowie bereits geschwächte Patienten.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Reisedurchfall
Was ist das? - Definition Reisedurchfall ist eine akute Magen-Darm-Erkrankung, die meist durch verunreinigte Lebensmittel oder Wasser ausgelöst wird. Typisch sind häufiger Durchfall, Bauchschmerzen und manchmal Fieber. Besonders betroffen sind Reisende in Regionen mit niedrigen Hygienestandards. Die Beschwerden sind meist selbstlimitierend, können aber den Urlaub stark beeinträchtigen und in seltenen Fällen gefährlich werden.
Krankheitsbild
Reisedurchfall tritt vor allem bei Reisen in tropische oder subtropische Länder auf. Er entsteht durch Bakterien, Viren oder Parasiten, die über Nahrung oder Wasser aufgenommen werden. Die Erkrankung ist sehr verbreitet.
Symptome/Verlauf
Typische Symptome sind häufiger wässriger Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit und manchmal Fieber. Der Verlauf beginnt meist plötzlich und dauert einige Tage. In den meisten Fällen klingt die Erkrankung von selbst ab. Bei schweren Verläufen kann der Flüssigkeitsverlust gefährlich werden.
Folgen/Komplikationen
Reisedurchfall führt oft zu Einschränkungen im Alltag und kann Reisen erheblich beeinträchtigen. Komplikationen entstehen durch starken Flüssigkeitsverlust, der zu Kreislaufproblemen führt. In seltenen Fällen können Infektionen länger bestehen.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind:
- Bakterien wie Escherichia coli
- Viren wie Noroviren
- Parasiten wie Giardia
- Verunreinigtes Trinkwasser
- Unhygienisch zubereitete Speisen
Risikofaktoren sind Reisen in Länder mit niedrigen Hygienestandards und der Verzehr von rohen oder unzureichend gegarten Lebensmitteln.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann Flüssigkeits- und Elektrolytlösungen sowie in schweren Fällen bestimmte Antibiotika einsetzen.
Das kann man selbst tun: Viel Flüssigkeit, leichte Kost und Ruhe lindern die Beschwerden. Vorbeugend nur gut durchgegarte Speisen essen, Obst und Gemüse selbst schälen, nur Wasser aus verschlossenen Flaschen trinken und Eiswürfel vermeiden. Zudem auf Handhygiene mit Seife oder Desinfektionsmittel achten. Grenzen liegen dort, wo starker Durchfall oder Erbrechen bestehen und Flüssigkeit nicht mehr aufgenommen werden kann. Das gilt besonders für Säuglinge, Kleinkinder und bereits geschwächte Personen. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt erforderlich.
Bearbeitungsstand: 07.01.2026
Quellenangaben:
Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Salmonellen-Enteritis
Was ist das? - Definition Die Salmonellen-Enteritis ist eine akute, durch Salmonellen verursachte bakterielle Magen-Darm-Infektion, die meist durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel übertragen wird und typischerweise mit Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber einhergeht.
Krankheitsbild
Die Salmonellen-Enteritis ist eine akute Infektion des Magen-Darm-Trakts, die durch bestimmte Bakterien (Salmonellen) verursacht wird. Diese gelangen meist über verunreinigte Lebensmittel in den Körper und vermehren sich im Darm. Dort lösen sie eine Entzündungsreaktion aus, die meist von starken Durchfällen begleitet wird. Die Erkrankung gehört zu den häufigsten bakteriellen Durchfallerkrankungen und tritt weltweit auf. Die Gefahr einer Infektion steigt, wenn Lebensmittel beispielsweise unzureichend erhitzt oder falsch gelagert werden.
Symptome/Verlauf
Nach Kontakt zu verunreinigten Lebensmitteln kommt es meist innerhalb weniger Stunden bis etwa zwei Tagen zu plötzlichen Beschwerden. Typisch sind wässrige, teils auch breiige Durchfälle. Häufig kommen krampfartige Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen hinzu. Viele Betroffene entwickeln zudem Fieber und fühlen sich abgeschlagen. Die Beschwerden klingen in der Regel nach einigen Tagen (meist 2 bis 7 Tage) von selbst wieder ab. Entscheidend ist in dieser Phase vor allem der Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolytverlusts.
Folgen/Komplikationen
In den meisten Fällen heilt die Erkrankung ohne bleibende Folgen aus. Komplikationen können jedoch auftreten, insbesondere bei Säuglingen, älteren Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Durch starken Flüssigkeitsverlust kann es zu einer Austrocknung (Dehydratation) kommen. In seltenen Fällen gelangen die Bakterien aus dem Darm in den Blutkreislauf und können dann eine schwere Allgemeininfektion (Sepsis) verursachen. Auch können sich die Erreger in anderen Organen ansiedeln und dort Entzündungen hervorrufen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Infektion erfolgt überwiegend über Lebensmittel, die mit Salmonellen belastet sind. Häufige Quellen sind rohe oder nicht ausreichend erhitzte tierische Produkte wie Eier, Geflügel, andere Fleischwaren oder Rohmilch. Auch Speisen, die solche Zutaten enthalten (z. B. Desserts mit rohen Eiern), können betroffen sein. Ein Risiko besteht zudem, wenn Lebensmittel nicht ausreichend gekühlt werden, da sich Salmonellen bei Temperaturen von 10 bis 47 Grad Celsius stark vermehren können.
Weitere Risikofaktoren sind mangelnde Küchenhygiene, etwa wenn rohe und verzehrfertige Lebensmittel mit denselben Utensilien verarbeitet werden (Kreuzkontamination). Ein Beispiel: Mit Salmonellen belastet Hühnerfleisch wird auf dem gleichen Brettchen geschnitten, wie Tomaten, die anschließend roh verzehrt werden. Auch unzureichendes Händewaschen kann Salmonellen auf Lebensmittel übertragen. Der direkte Kontakt mit infizierten Menschen oder Tieren kann ebenfalls eine Rolle spielen. Besonders gefährdet für einen schweren Verlauf sind Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt stellt die Diagnose meist anhand der typischen Beschwerden und kann den Erreger durch eine Stuhluntersuchung nachweisen. Die Behandlung besteht in erster Linie darin, den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust auszugleichen. In den meisten Fällen sind keine Antibiotika erforderlich, da sie den Verlauf nicht unbedingt verkürzen und die Erregerausscheidung verlängern können. Bei schweren Verläufen oder bei Risikogruppen kann jedoch eine antibiotische Therapie notwendig sein. Außerdem achtet der Arzt darauf, Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Besteht der Verdacht auf eine Salmonellen-Infektion oder wird der Erreger nachgewiesen, ist dies nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig. Das bedeutet, dass der Arzt oder das Labor die Information an das zuständige Gesundheitsamt weiterleitet. Dadurch sollen Ausbrüche früh erkannt und weitere Infektionen verhindert werden.
Das kann man selbst tun:
- Ausreichend trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen (z. B. Wasser, Tee, Elektrolytlösungen)
- Leichte, gut verträgliche Kost zu sich nehmen, sobald der Appetit zurückkehrt
- Auf gute Hygiene achten, insbesondere gründliches Händewaschen nach dem Toilettengang und vor der Essenszubereitung
- Küchenhygiene einhalten: rohe und verzehrfertige Lebensmittel getrennt verarbeiten, Arbeitsflächen und Utensilien gründlich reinigen
- Lebensmittel, insbesondere Fleisch und Eier, gut durchgaren, da Salmonellen durch Erhitzen abgetötet werden
- Kühlkette einhalten und empfindliche Lebensmittel im Kühlschrank lagern
- Besonders bei Säuglingen, älteren Menschen oder geschwächten Personen frühzeitig ärztliche Betreuung suchen
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.