INFECTOBICILLIN Saft 750 1ml=150.000 I.E.
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Pharmazeutische Informationen
Suspension zum Einnehmen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04525308
- Darreichungsform:
- Suspension zum Einnehmen (Saft)
- Packungsgröße:
- 50 ml
- Marke:
- INFECTOBICILLIN
- Hersteller:
- INFECTOPHARM Arzn.u.Consilium GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel unverdünnt ein. Vor Gebrauch gut schütteln.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Allgemeine Behandlungsdauer: 7 Tage, bei Wundrose (Erysipel) 7-14 Tage.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfällen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Folgende Orientierungshilfen werden gegeben:
Höchstdosis: Unter ärztlicher Aufsicht kann die Tagesdosis auf das Doppelte erhöht werden.
Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Dosierung ein Messbehältnis bei.
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Bakterieninfektionen, wie:
- Mandelentzündung - (Tonsillitis)
- Rachenentzündung (Pharyngitis)
- Scharlach
- Vorbeugung gegen Scharlach, nach Kontakt mit einer erkrankten Person
- Wundrose (Erysipel)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Säuglinge ab 28 Tagen (4-9kg Körpergewicht), Einzeldosis: 1,25ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Kleinkinder und Vorschulkinder (10-20kg Körpergewicht), Einzeldosis: 2,5ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Schulkinder (21-25kg Körpergewicht), Einzeldosis: 3,75ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Schulkinder (26-35kg Körpergewicht), Einzeldosis: 5ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Schulkinder (36-45kg Körpergewicht), Einzeldosis: 7,5ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche und Erwachsene (über 45kg Körpergewicht), Einzeldosis: 7,5-10ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und tötet Bakterien ab, indem er den Aufbau der Bakterienzellwand hemmt. Dadurch wird die äußere Hülle der Bakterien geschwächt und kann platzen. Der Wirkstoff kann jedoch nur bei Bakterien eingreifen, bei denen die Hülle gerade entsteht oder umgebaut wird, also während dem Wachstum oder der Vermehrung durch Zellteilung.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Appetitlosigkeit
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Weicher Stuhl
- Durchfälle
- Blähungen
- Bauchschmerzen
- Verfärbung der Zahnoberfläche, die vorübergehend ist
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag, schwerer
- Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
- Nesselausschlag
- Juckreiz
- Zungenentzündung
- Entzündungen der Mundschleimhaut
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Neigung zu Allergien
- Neigung zu Asthma
- Schwere Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, die mit Erbrechen und Durchfällen einhergehen
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- im Kühlschrank
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 14 Tage verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung im Kühlschrank aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Die Wirkung der Anti-Baby-Pille kann durch das Arzneimittel beeinträchtigt werden. Für die Dauer der Einnahme sollten Sie deshalb zusätzliche Maßnahmen zur Empfängnisverhütung treffen.
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Penicillin oder Cephalosporin!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Süßungsmittel Saccharin (E-Nummer E 954)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Benzylalkohol: Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen bei Neugeborenen und Kindern (bis zu 3 Jahren). Vorsicht bei Schwangeren, Stillenden und bei Einschränkungen der Leber- oder Nierenfunktion.
- Parabene (Konservierungsstoffe z.B. E 214 - E 219) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verzögerung, hervorrufen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Fructose (Fruchtzucker). Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Erdnüsse und Soja.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie schwere und langanhaltende Durchfälle auftreten.
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phenoxymethylpenicillin kalium Probenecid und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann vor allem bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang können Kopfschmerzen, Krämpfe, Verwirrtheit, Erregung oder Schläfrigkeit auftreten.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Wer ist besonders betroffen?
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phenoxymethylpenicillin kalium und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phenoxymethylpenicillin kalium Phenprocoumon und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt werden. Das Risiko für Blutungen (zum Beispiel Blutergüsse oder Nasenbluten) könnte dadurch erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel — insbesondere zu Beginn der Behandlung — verstärkte Kontrollen der Blutgerinnungsparameter (INR-Wert) oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i-Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phenoxymethylpenicillin kalium Clozapin und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phenoxymethylpenicillin kalium und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollen mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Nach der letzten Einnahme von diesem Arzneimittel sollten mindestens 3 Tage vergangen sein, bevor Sie ein anderes Arzneimittel einnehmen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phenoxymethylpenicillin kalium und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollen mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phenoxymethylpenicillin kalium und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phenoxymethylpenicillin kalium Methotrexat dinatrium Methotrexat und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang können Veränderungen des Blutbildes, Fieber, grippeartige Beschwerden, blasse Haut, Erschöpfung, Hautblutungen, Missempfindungen (Kribbeln, Taubheitsgefühl), Schleimhautentzündungen (insbesondere der Mundschleimhaut) bis hin zu Geschwüren und Blutungen im Magen-Darm-Trakt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phenoxymethylpenicillin kalium Acetylcystein und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phenoxymethylpenicillin kalium Natrium picosulfat-1-Wasser und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel wird nicht empfohlen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Mandelentzündung
Was ist das? - Definition Eine Mandelentzündung ist eine Entzündung der Gaumenmandeln, die meist durch Viren oder Bakterien verursacht wird. Sie tritt häufig bei Kindern und Jugendlichen auf, kann aber auch Erwachsene betreffen. Typisch sind Halsschmerzen und Schluckbeschwerden.
Krankheitsbild
Die Mandelentzündung, auch Tonsillitis genannt, betrifft die Mandeln im hinteren Rachenraum. Sie kann akut oder chronisch verlaufen. Die akute Form beginnt plötzlich und klingt meist nach einigen Tagen ab. Die chronische Form äußert sich durch wiederkehrende Beschwerden über längere Zeit. Die Mandeln sind oft gerötet, geschwollen und können mit Belägen bedeckt sein. Die Erkrankung ist meist ansteckend und wird durch Tröpfcheninfektion übertragen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten meist rasch auf und sind deutlich spürbar. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Starke Halsschmerzen
- Schluckbeschwerden
- Fieber
- Gerötete und geschwollene Mandeln
- Eiterpunkte oder weißliche Beläge
- Mundgeruch
- Geschwollene Lymphknoten am Hals
- Kopfschmerzen
- Allgemeines Krankheitsgefühl
Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Virale Mandelentzündungen heilen meist innerhalb weniger Tage von selbst. Bakterielle Formen, insbesondere durch Streptokokken, benötigen oft eine gezielte Behandlung. Chronische Verläufe sind seltener und mit wiederholten Beschwerden verbunden.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte bakterielle Mandelentzündungen können zu Komplikationen führen. Dazu zählen Abszesse im Rachenraum, Mittelohrentzündungen oder eine Ausbreitung der Infektion auf andere Organe. In seltenen Fällen kann es zu rheumatischem Fieber oder Herzmuskelentzündung kommen. Chronische Entzündungen können die Mandeln dauerhaft schädigen und zu wiederholten Infektionen führen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigsten Auslöser sind Viren oder Bakterien, insbesondere Streptokokken. Die Ansteckung erfolgt meist durch Tröpfcheninfektion. Risikofaktoren sind ein geschwächtes Immunsystem, Kontakt mit Erkrankten, kalte Umgebung, trockene Raumluft, Rauchen, allgemeine Erschöpfung und vorherige Atemwegsinfektionen.
Das kann helfen
Ein Arzt erkennt die Mandelentzündung meist durch Blickdiagnose und kann bei Bedarf einen Abstrich machen. Bei bakteriellen Infektionen kommen Antibiotika zum Einsatz, bei Schmerzen oft nichtsteroidale Antirheumatika, kurz NSAR. Bei immer wiederkehrenden Infekten kann eine operative Entfernung der Mandeln infrage kommen.
Das kann man selbst tun: Mit viel Flüssigkeit, Ruhe, warmen Halswickeln und Gurgeln mit Salzwasser lässt sich die Heilung unterstützen. Grenzen sind erreicht, wenn hohes Fieber, starke Schluckbeschwerden, Atemnot oder wiederholte Entzündungen auftreten. Dann sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 13.04.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Rachenentzündung
Was ist das? - Definition Von einer Rachenentzündung spricht der Arzt, wenn die Schleimhaut zwischen Gaumen und Mandeln infiziert und schmerzhaft gerötet ist. Auslöser sind meist Viren, manchmal kommt später noch eine Entzündung mit Bakterien hinzu. Wird die Heilung verschleppt, kann die Krankheit in ein chronisches Stadium übergehen, das heißt die Entzündung dauert länger als drei Monate an, und kann dann gefährliche Folgekrankheiten auslösen.
Krankheitsbild
Eine Rachenentzündung, medizinisch Pharyngitis genannt, ist eine Entzündung der Schleimhaut im Rachenraum. Sie tritt häufig im Rahmen einer Erkältung oder Grippe auf und wird meist durch Viren, seltener durch Bakterien verursacht. Man unterscheidet zwischen der akuten und der chronischen Form. Die akute Variante entwickelt sich rasch und ist meist harmlos. Die chronische Form entsteht durch dauerhafte Reizung, etwa durch Rauchen oder trockene Luft, und kann über Wochen bestehen bleiben.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Beschwerden zählen Halsschmerzen, ein trockenes oder kratzendes Gefühl im Rachen, Schluckbeschwerden und Rötung der Schleimhaut. Bei bakteriellen Infektionen können Fieber, eitrige Beläge und geschwollene Lymphknoten hinzukommen. Die Symptome verstärken sich oft beim Sprechen oder Schlucken. In der Regel heilt eine virale Rachenentzündung innerhalb weniger Tage von selbst ab. Eine bakterielle Infektion kann länger dauern und erfordert unter Umständen eine gezielte Behandlung. Chronische Verläufe äußern sich durch ständiges Räuspern, Hustenreiz und ein Fremdkörpergefühl im Hals.
Folgen/Komplikationen
In seltenen Fällen kann sich die Entzündung auf benachbarte Bereiche ausbreiten und zu einer Mandelentzündung, Mittelohrentzündung oder Nebenhöhlenentzündung führen. Bei bakteriellen Infektionen, insbesondere durch Streptokokken, sind auch schwerwiegendere Komplikationen wie rheumatisches Fieber oder Nierenentzündungen möglich. Eine chronische Rachenentzündung kann zu dauerhaften Beschwerden und Veränderungen der Schleimhaut führen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigsten Ursachen sind:
- virale Infekte wie Erkältung oder Grippe
- Bakterien, vor allem Streptokokken
- Rauchen und andere Schadstoffe in der Atemluft
- trockene Luft und Kälte
- Refluxkrankheit, bei der Magensäure n den Rachenraum gelangt
- chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen
- übermäßiger Stimmgebrauch
- Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich
- schwaches Immunsystem durch Stress oder Schlafmangel
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er entscheidet je nach Ursache über die Behandlung. Bei bakteriellen Infektionen kommen Antibiotika zum Einsatz. Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol lindern die Beschwerden. Lokale Mittel wie Lutschtabletten oder Gurgellösungen mit entzündungshemmenden Wirkstoffen können zusätzlich helfen.
Das kann man selbst tun: Viel Trinken, Gurgeln mit Salzwasser oder Kamillentee, das Meiden von Rauch und trockener Luft sowie ausreichend Ruhe tragen zur Heilung bei. Die Grenzen der Eigenbehandlung sind erreicht, wenn hohes Fieber, starke Schluckbeschwerden oder eitrige Beläge auftreten. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Scharlach
Was ist das? - Definition Scharlach ist eine durch bestimmte Bakterien ausgelöste Infektion, die vor allem Kinder betrifft und mit Halsschmerzen, Fieber und einem typischen Hautausschlag einhergeht. Die Erkrankung tritt meist plötzlich auf und ist ansteckend. Mit einer gezielten Behandlung heilt sie in der Regel gut aus.
Krankheitsbild
Scharlach entsteht durch Bakterien, die den Hals befallen und Giftstoffe freisetzen. Typisch sind ein plötzliches Krankheitsgefühl und ein roter Ausschlag. Die Erkrankung beginnt oft im Hals und breitet sich über den ganzen Körper aus.
Symptome/Verlauf
Der Krankheitsverlauf setzt meist plötzlich ein. Zu Beginn stehen starke Halsschmerzen und hohes Fieber. Kurz darauf entwickelt sich ein feinfleckiger Ausschlag, der sich sandpapierartig anfühlt. Häufige Begleitzeichen sind:
- Himbeerzunge mit roten Punkten
- Schuppung der Haut nach Abklingen des Ausschlags
- Geschwollene Lymphknoten am Hals
Unbehandelt können Beschwerden länger anhalten oder sich verstärken.
Folgen/Komplikationen
Ohne eine Therapie drohen Folgeprobleme. Dazu gehören Entzündungen im Ohr oder der Nasennebenhöhlen. Seltener können das Herz oder die Nieren betroffen sein. Diese Komplikationen entstehen meist erst Tage bis Wochen nach der eigentlichen Infektion. Eine konsequente Behandlung vermindert das Risiko deutlich.
Ursachen/Risikofaktoren
Auslöser sind eine Gruppe bestimmter Streptokokken. Diese Bakterien übertragen sich leicht beim Sprechen oder Husten. Enge Räume und enger Kontakt zu Erkrankten erhöhen das Risiko. Kinder sind besonders häufig betroffen, da ihr Immunsystem Krankheitserreger noch nicht so gut abwehren kann.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann ein Antibiotikum aus einer geeigneten Wirkstoffgruppe verordnen. Das lindert die Beschwerden und verhindert Komplikationen.
Das kann man selbst tun: Ruhe, ausreichendes Trinken und Schonung unterstützen die Heilung. Grenzen bestehen, wenn hohes Fieber anhält, starke Schluckbeschwerden auftreten oder sich der Zustand trotz Maßnahmen nicht bessert. Dann ist ärztliche Hilfe zwingend nötig.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Suspension zum Einnehmen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04525308
- Darreichungsform:
- Suspension zum Einnehmen (Saft)
- Packungsgröße:
- 50 ml
- Marke:
- INFECTOBICILLIN
- Hersteller:
- INFECTOPHARM Arzn.u.Consilium GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel unverdünnt ein. Vor Gebrauch gut schütteln.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Allgemeine Behandlungsdauer: 7 Tage, bei Wundrose (Erysipel) 7-14 Tage.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfällen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Folgende Orientierungshilfen werden gegeben:
Höchstdosis: Unter ärztlicher Aufsicht kann die Tagesdosis auf das Doppelte erhöht werden.
Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Dosierung ein Messbehältnis bei.
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Bakterieninfektionen, wie:
- Mandelentzündung - (Tonsillitis)
- Rachenentzündung (Pharyngitis)
- Scharlach
- Vorbeugung gegen Scharlach, nach Kontakt mit einer erkrankten Person
- Wundrose (Erysipel)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Säuglinge ab 28 Tagen (4-9kg Körpergewicht), Einzeldosis: 1,25ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Kleinkinder und Vorschulkinder (10-20kg Körpergewicht), Einzeldosis: 2,5ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Schulkinder (21-25kg Körpergewicht), Einzeldosis: 3,75ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Schulkinder (26-35kg Körpergewicht), Einzeldosis: 5ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Schulkinder (36-45kg Körpergewicht), Einzeldosis: 7,5ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche und Erwachsene (über 45kg Körpergewicht), Einzeldosis: 7,5-10ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und tötet Bakterien ab, indem er den Aufbau der Bakterienzellwand hemmt. Dadurch wird die äußere Hülle der Bakterien geschwächt und kann platzen. Der Wirkstoff kann jedoch nur bei Bakterien eingreifen, bei denen die Hülle gerade entsteht oder umgebaut wird, also während dem Wachstum oder der Vermehrung durch Zellteilung.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Appetitlosigkeit
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Weicher Stuhl
- Durchfälle
- Blähungen
- Bauchschmerzen
- Verfärbung der Zahnoberfläche, die vorübergehend ist
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag, schwerer
- Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
- Nesselausschlag
- Juckreiz
- Zungenentzündung
- Entzündungen der Mundschleimhaut
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Neigung zu Allergien
- Neigung zu Asthma
- Schwere Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, die mit Erbrechen und Durchfällen einhergehen
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- im Kühlschrank
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 14 Tage verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung im Kühlschrank aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Die Wirkung der Anti-Baby-Pille kann durch das Arzneimittel beeinträchtigt werden. Für die Dauer der Einnahme sollten Sie deshalb zusätzliche Maßnahmen zur Empfängnisverhütung treffen.
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Penicillin oder Cephalosporin!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Süßungsmittel Saccharin (E-Nummer E 954)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Benzylalkohol: Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen bei Neugeborenen und Kindern (bis zu 3 Jahren). Vorsicht bei Schwangeren, Stillenden und bei Einschränkungen der Leber- oder Nierenfunktion.
- Parabene (Konservierungsstoffe z.B. E 214 - E 219) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verzögerung, hervorrufen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Fructose (Fruchtzucker). Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Erdnüsse und Soja.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie schwere und langanhaltende Durchfälle auftreten.
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann vor allem bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang können Kopfschmerzen, Krämpfe, Verwirrtheit, Erregung oder Schläfrigkeit auftreten.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Wer ist besonders betroffen?
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt werden. Das Risiko für Blutungen (zum Beispiel Blutergüsse oder Nasenbluten) könnte dadurch erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel — insbesondere zu Beginn der Behandlung — verstärkte Kontrollen der Blutgerinnungsparameter (INR-Wert) oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i-Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollen mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Nach der letzten Einnahme von diesem Arzneimittel sollten mindestens 3 Tage vergangen sein, bevor Sie ein anderes Arzneimittel einnehmen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollen mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang können Veränderungen des Blutbildes, Fieber, grippeartige Beschwerden, blasse Haut, Erschöpfung, Hautblutungen, Missempfindungen (Kribbeln, Taubheitsgefühl), Schleimhautentzündungen (insbesondere der Mundschleimhaut) bis hin zu Geschwüren und Blutungen im Magen-Darm-Trakt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel wird nicht empfohlen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Mandelentzündung
Was ist das? - Definition Eine Mandelentzündung ist eine Entzündung der Gaumenmandeln, die meist durch Viren oder Bakterien verursacht wird. Sie tritt häufig bei Kindern und Jugendlichen auf, kann aber auch Erwachsene betreffen. Typisch sind Halsschmerzen und Schluckbeschwerden.
Krankheitsbild
Die Mandelentzündung, auch Tonsillitis genannt, betrifft die Mandeln im hinteren Rachenraum. Sie kann akut oder chronisch verlaufen. Die akute Form beginnt plötzlich und klingt meist nach einigen Tagen ab. Die chronische Form äußert sich durch wiederkehrende Beschwerden über längere Zeit. Die Mandeln sind oft gerötet, geschwollen und können mit Belägen bedeckt sein. Die Erkrankung ist meist ansteckend und wird durch Tröpfcheninfektion übertragen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten meist rasch auf und sind deutlich spürbar. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Starke Halsschmerzen
- Schluckbeschwerden
- Fieber
- Gerötete und geschwollene Mandeln
- Eiterpunkte oder weißliche Beläge
- Mundgeruch
- Geschwollene Lymphknoten am Hals
- Kopfschmerzen
- Allgemeines Krankheitsgefühl
Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Virale Mandelentzündungen heilen meist innerhalb weniger Tage von selbst. Bakterielle Formen, insbesondere durch Streptokokken, benötigen oft eine gezielte Behandlung. Chronische Verläufe sind seltener und mit wiederholten Beschwerden verbunden.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte bakterielle Mandelentzündungen können zu Komplikationen führen. Dazu zählen Abszesse im Rachenraum, Mittelohrentzündungen oder eine Ausbreitung der Infektion auf andere Organe. In seltenen Fällen kann es zu rheumatischem Fieber oder Herzmuskelentzündung kommen. Chronische Entzündungen können die Mandeln dauerhaft schädigen und zu wiederholten Infektionen führen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigsten Auslöser sind Viren oder Bakterien, insbesondere Streptokokken. Die Ansteckung erfolgt meist durch Tröpfcheninfektion. Risikofaktoren sind ein geschwächtes Immunsystem, Kontakt mit Erkrankten, kalte Umgebung, trockene Raumluft, Rauchen, allgemeine Erschöpfung und vorherige Atemwegsinfektionen.
Das kann helfen
Ein Arzt erkennt die Mandelentzündung meist durch Blickdiagnose und kann bei Bedarf einen Abstrich machen. Bei bakteriellen Infektionen kommen Antibiotika zum Einsatz, bei Schmerzen oft nichtsteroidale Antirheumatika, kurz NSAR. Bei immer wiederkehrenden Infekten kann eine operative Entfernung der Mandeln infrage kommen.
Das kann man selbst tun: Mit viel Flüssigkeit, Ruhe, warmen Halswickeln und Gurgeln mit Salzwasser lässt sich die Heilung unterstützen. Grenzen sind erreicht, wenn hohes Fieber, starke Schluckbeschwerden, Atemnot oder wiederholte Entzündungen auftreten. Dann sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 13.04.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Rachenentzündung
Was ist das? - Definition Von einer Rachenentzündung spricht der Arzt, wenn die Schleimhaut zwischen Gaumen und Mandeln infiziert und schmerzhaft gerötet ist. Auslöser sind meist Viren, manchmal kommt später noch eine Entzündung mit Bakterien hinzu. Wird die Heilung verschleppt, kann die Krankheit in ein chronisches Stadium übergehen, das heißt die Entzündung dauert länger als drei Monate an, und kann dann gefährliche Folgekrankheiten auslösen.
Krankheitsbild
Eine Rachenentzündung, medizinisch Pharyngitis genannt, ist eine Entzündung der Schleimhaut im Rachenraum. Sie tritt häufig im Rahmen einer Erkältung oder Grippe auf und wird meist durch Viren, seltener durch Bakterien verursacht. Man unterscheidet zwischen der akuten und der chronischen Form. Die akute Variante entwickelt sich rasch und ist meist harmlos. Die chronische Form entsteht durch dauerhafte Reizung, etwa durch Rauchen oder trockene Luft, und kann über Wochen bestehen bleiben.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Beschwerden zählen Halsschmerzen, ein trockenes oder kratzendes Gefühl im Rachen, Schluckbeschwerden und Rötung der Schleimhaut. Bei bakteriellen Infektionen können Fieber, eitrige Beläge und geschwollene Lymphknoten hinzukommen. Die Symptome verstärken sich oft beim Sprechen oder Schlucken. In der Regel heilt eine virale Rachenentzündung innerhalb weniger Tage von selbst ab. Eine bakterielle Infektion kann länger dauern und erfordert unter Umständen eine gezielte Behandlung. Chronische Verläufe äußern sich durch ständiges Räuspern, Hustenreiz und ein Fremdkörpergefühl im Hals.
Folgen/Komplikationen
In seltenen Fällen kann sich die Entzündung auf benachbarte Bereiche ausbreiten und zu einer Mandelentzündung, Mittelohrentzündung oder Nebenhöhlenentzündung führen. Bei bakteriellen Infektionen, insbesondere durch Streptokokken, sind auch schwerwiegendere Komplikationen wie rheumatisches Fieber oder Nierenentzündungen möglich. Eine chronische Rachenentzündung kann zu dauerhaften Beschwerden und Veränderungen der Schleimhaut führen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigsten Ursachen sind:
- virale Infekte wie Erkältung oder Grippe
- Bakterien, vor allem Streptokokken
- Rauchen und andere Schadstoffe in der Atemluft
- trockene Luft und Kälte
- Refluxkrankheit, bei der Magensäure n den Rachenraum gelangt
- chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen
- übermäßiger Stimmgebrauch
- Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich
- schwaches Immunsystem durch Stress oder Schlafmangel
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er entscheidet je nach Ursache über die Behandlung. Bei bakteriellen Infektionen kommen Antibiotika zum Einsatz. Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol lindern die Beschwerden. Lokale Mittel wie Lutschtabletten oder Gurgellösungen mit entzündungshemmenden Wirkstoffen können zusätzlich helfen.
Das kann man selbst tun: Viel Trinken, Gurgeln mit Salzwasser oder Kamillentee, das Meiden von Rauch und trockener Luft sowie ausreichend Ruhe tragen zur Heilung bei. Die Grenzen der Eigenbehandlung sind erreicht, wenn hohes Fieber, starke Schluckbeschwerden oder eitrige Beläge auftreten. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Scharlach
Was ist das? - Definition Scharlach ist eine durch bestimmte Bakterien ausgelöste Infektion, die vor allem Kinder betrifft und mit Halsschmerzen, Fieber und einem typischen Hautausschlag einhergeht. Die Erkrankung tritt meist plötzlich auf und ist ansteckend. Mit einer gezielten Behandlung heilt sie in der Regel gut aus.
Krankheitsbild
Scharlach entsteht durch Bakterien, die den Hals befallen und Giftstoffe freisetzen. Typisch sind ein plötzliches Krankheitsgefühl und ein roter Ausschlag. Die Erkrankung beginnt oft im Hals und breitet sich über den ganzen Körper aus.
Symptome/Verlauf
Der Krankheitsverlauf setzt meist plötzlich ein. Zu Beginn stehen starke Halsschmerzen und hohes Fieber. Kurz darauf entwickelt sich ein feinfleckiger Ausschlag, der sich sandpapierartig anfühlt. Häufige Begleitzeichen sind:
- Himbeerzunge mit roten Punkten
- Schuppung der Haut nach Abklingen des Ausschlags
- Geschwollene Lymphknoten am Hals
Unbehandelt können Beschwerden länger anhalten oder sich verstärken.
Folgen/Komplikationen
Ohne eine Therapie drohen Folgeprobleme. Dazu gehören Entzündungen im Ohr oder der Nasennebenhöhlen. Seltener können das Herz oder die Nieren betroffen sein. Diese Komplikationen entstehen meist erst Tage bis Wochen nach der eigentlichen Infektion. Eine konsequente Behandlung vermindert das Risiko deutlich.
Ursachen/Risikofaktoren
Auslöser sind eine Gruppe bestimmter Streptokokken. Diese Bakterien übertragen sich leicht beim Sprechen oder Husten. Enge Räume und enger Kontakt zu Erkrankten erhöhen das Risiko. Kinder sind besonders häufig betroffen, da ihr Immunsystem Krankheitserreger noch nicht so gut abwehren kann.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann ein Antibiotikum aus einer geeigneten Wirkstoffgruppe verordnen. Das lindert die Beschwerden und verhindert Komplikationen.
Das kann man selbst tun: Ruhe, ausreichendes Trinken und Schonung unterstützen die Heilung. Grenzen bestehen, wenn hohes Fieber anhält, starke Schluckbeschwerden auftreten oder sich der Zustand trotz Maßnahmen nicht bessert. Dann ist ärztliche Hilfe zwingend nötig.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.