INFECTOPYODERM Salbe
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Pharmazeutische Informationen
Salbe — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 01228975
- Darreichungsform:
- Salbe (Salbe)
- Packungsgröße:
- 15 g
- Marke:
- INFECTOPYODERM
- Hersteller:
- INFECTOPHARM Arzn.u.Consilium GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Die mit dem Arzneimittel behandelte(n) Stelle(n) können mit einem Verband bedeckt werden. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten und Augen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Allgemeine Behandlungsdauer: 10 Tage
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken größerer Mengen der Salbe wenden Sie sich umgehend an einen Arzt. Besonders gefährdet sind Patienten mit einer eingeschränkten Nierenfunktion.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Bakterieninfektionen der Haut
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 1-3 mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und bekämpft bestimmte Bakterien, indem er in den Bakterien den Aufbau von Eiweißbestandteilen stört. Diese Eiweißbestandteile sind für Wachstum und Vermehrung der Bakterien unerlässlich. Durch ihr Fehlen geht die Bakterienzelle zugrunde.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Brennen oder Stechen auf der Haut
- Juckreiz
- Hautrötung
- Kontaktdermatitis - (Allergische Hautreaktionen, die erst bei wiederholter Anwendung auftreten)
- Infektionen mit anderen Bakterien
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Neugeborene in den ersten 4 Lebenswochen: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 26 × 32 × 124 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 10 Tage verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Follikulitis
Was ist das? - Definition Eine Follikulitis ist eine meist oberflächliche Entzündung der Haarfollikel, die sich durch kleine eitrige oder gerötete Hautveränderungen bemerkbar macht und häufig mit Juckreiz oder leichtem Schmerz einhergeht. Sie kann durch verschiedene Erreger ausgelöst werden und wird durch äußere Reizfaktoren wie Schwitzen oder Reibung begünstigt.
Krankheitsbild
Eine Follikulitis ist eine Entzündung der Haarfollikel, also der kleinen Hautbereiche, aus denen Haare wachsen. Sie zeigt sich meist an der Hautoberfläche und betrifft einzelne oder mehrere Haarfollikel. Die Entzündung kann durch unterschiedliche Krankheitserreger ausgelöst werden, zum Beispiel durch Bakterien, Pilze, Viren oder Parasiten. Bestimmte äußere Einflüsse wie Schwitzen, Reibung oder das luftdichte Abdecken der Haut können die Entstehung oder Verschlimmerung begünstigen.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden bei einer Follikulitis sind leichter Schmerz und Juckreiz. Sichtbar sind meist kleine, oberflächliche Eiterbläschen oder entzündliche Knötchen, in deren Mitte sich ein Haar befindet. Die betroffenen Haare lassen sich oft leicht entfernen oder fallen von selbst aus. Häufig bilden sich danach neue entzündete Stellen.
Folgen/Komplikationen
In vielen Fällen bleibt die Follikulitis oberflächlich. Sie kann jedoch wiederholt auftreten oder sich ausbreiten. Wenn die Entzündung nicht abheilt oder immer wiederkehrt, sind weiterführende Untersuchungen notwendig, um besondere Erreger auszuschließen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache einer bakteriellen Follikulitis ist das Bakterium Staphylococcus aureus. Seltener kann auch Pseudomonas aeruginosa verantwortlich sein, zum Beispiel bei der sogenannten Whirlpool-Dermatitis, die durch unzureichend gechlortes Wasser entsteht.
Begünstigende Faktoren sind:
- starkes Schwitzen
- mechanische Reizung oder kleine Verletzungen der Haut
- Reibung
- enge Kleidung oder luftdichtes Abdecken der Haut
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine klinische Untersuchung der Haut. Meist werden äußerlich anzuwendende Antibiotika eingesetzt. Bei stärkerem oder ausgedehntem Befall können auch Antibiotika in Tablettenform notwendig sein.
Das kann man selbst tun: Zur unterstützenden Behandlung hilft eine gute Hauthygiene und regelmäßiges heißes Waschen von Waschlappen und Handtüchern. Außerdem ist es sinnvoll, Faktoren zu vermeiden, die die Haut reizen oder stark schwitzen lassen.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Furunkel/Karbunkel
Was ist das? - Definition Furunkel und Karbunkel sind bakterielle Entzündungen von Haarfollikeln. Ein Furunkel ist ein entzündeter Haarbalg mit Eiterbildung, während ein Karbunkel durch das Zusammenfließen mehrerer Furunkel entsteht und eine größere, zusammenhängende Infektion darstellt.
Krankheitsbild
Furunkel und Karbunkel sind bakterielle Entzündungen der Haut, die von Haarfollikeln ausgehen. Ein Furunkel entsteht, wenn sich ein Haarbalg entzündet und sich die Entzündung auf das umliegende Gewebe ausdehnt. Dabei bildet sich ein Eiterherd (Abszess). Ein Karbunkel entsteht, wenn mehrere benachbarte Furunkel miteinander verschmelzen. Es handelt sich dann um eine größere, zusammenhängende Entzündung mehrerer Haarfollikel.
Symptome/Verlauf
Ein Furunkel beginnt meist als schmerzhafte, gerötete Schwellung der Haut. Im weiteren Verlauf sammelt sich Eiter, sodass sich ein zentraler Eiterpfropf bilden kann. Im weiteren Verlauf kann sich das Furunkel auch von selbst öffnen, der Eiter entleert sich und die Entzündung klingt ab.
Ein Karbunkel entsteht aus mehreren miteinander verbundenen Furunkeln und ist entsprechend ausgedehnter. Es handelt sich um eine schwerere Form der Infektion. Dabei können auch Allgemeinsymptome wie Fieber auftreten.
Folgen/Komplikationen
Viele Furunkel heilen ohne weitere Folgen ab, gelegentlich bleibt eine Narbe zurück. In seltenen Fällen kann sich die Infektion ausbreiten. Dabei kann es zu einer Entzündung des umliegenden Gewebes (Zellulitis) kommen. Bei Furunkeln im Gesichtsbereich besteht die Gefahr, dass sich die Infektion in Richtung Gehirn ausbreitet. In schweren Fällen können die Bakterien in die Blutbahn gelangen und weitere Komplikationen verursachen. Karbunkel stellen eine schwerere Form der Infektion dar und können mit stärkeren Beschwerden und Fieber einhergehen. Bei ausgeprägten Verläufen besteht auch hier die Möglichkeit, dass sich die Infektion weiter im Körper ausbreitet.
Ursachen/Risikofaktoren
Furunkel und Karbunkel werden meist durch Bakterien, insbesondere Staphylokokken, verursacht. Diese gelangen über kleine Hautverletzungen oder entlang eines Haarfollikels in die Haut und lösen dort eine Entzündung aus.
Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko für solche Infektionen. Dazu zählen vor allem Erkrankungen wie Diabetes mellitus, eine geschwächte Immunabwehr sowie Umstände, bei denen die Haut leichter geschädigt wird oder Bakterien leichter eindringen können, etwa durch Reibung oder kleine Verletzungen der Haut.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Wenn die Entzündung größer ist, sehr schmerzhaft verläuft, sich nicht zurückbildet oder ein Karbunkel vorliegt, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Der Arzt kann den Eiter unter sterilen Bedingungen entleeren und das Furunkel eventuell ausspülen. Bei Bedarf kann er Antibiotika verschreiben. Ziel ist es, die Infektion zu kontrollieren, die Heilung zu fördern und Komplikationen zu vermeiden.
Das kann man selbst tun: Kleinere Furunkel können oft von selbst abheilen. Wichtig ist, die betroffene Stelle nicht auszudrücken oder daran zu manipulieren, da sich die Infektion sonst verschlimmern oder ausbreiten kann. Unterstützend können Maßnahmen eingesetzt werden, die die Reifung des Furunkels fördern. Dazu gehören warme, feuchte Umschläge.
Bearbeitungsstand: 01.04.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Schnittwunden
Was ist das? - Definition Schnittwunden sind Verletzungen der Haut, die durch scharfe oder scharfkantige Gegenstände entstehen und je nach Tiefe auch tieferliegendes Gewebe wie Blutgefäße, Nerven oder Sehnen betreffen können.
Krankheitsbild
Schnittwunden sind Verletzungen der Haut und des darunterliegenden Gewebes, die durch scharfe oder scharfkantige Gegenstände wie Messer, Glas, Papier oder Karton entstehen. Je nach Tiefe können sie nur die Haut betreffen oder auch tieferliegende Strukturen wie Blutgefäße, Nerven oder Sehnen verletzen. Kleinere Schnittwunden heilen problemlos ab, größere können jedoch starke Blutungen oder ernsthafte Komplikationen verursachen.
Symptome / Verlauf
Oberflächliche Schnittwunden bluten meist nur wenig und hören in der Regel von selbst wieder auf. Manche Schnitte können jedoch sehr stark bluten. Schmerzen treten anfangs häufig auf, lassen aber oft bald nach. Werden Nerven oder Sehnen verletzt, kann es zu Gefühlsstörungen, Bewegungseinschränkungen oder Lähmungen kommen. Kleine, saubere Schnittwunden heilen in der Regel innerhalb weniger Tage ab.
Folgen / Komplikationen
Trotz der reinigenden Wirkung des ausfließenden Blutes können sich Schnittwunden entzünden. Mögliche Komplikationen sind Infektionen. Bei starkem Blutverlust kann es zu einem Schock kommen. Bleiben Fremdkörper wie Glassplitter in der Wunde zurück, erhöht sich das Infektionsrisiko. Tiefe oder stark verschmutzte Schnittwunden müssen ärztlich versorgt werden, um bleibende Schäden, Funktionsverluste oder ausgeprägte Narben zu vermeiden.
Ursachen / Risikofaktoren
Schnittwunden entstehen meist durch den Umgang mit scharfen oder scharfkantigen Gegenständen im Alltag oder Beruf. Unachtsamkeit, fehlende Sicherheitsmaßnahmen oder vorhandene Gefahrenquellen erhöhen das Risiko.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt beurteilt Tiefe, Ausmaß und Verschmutzung der Schnittwunde. Starke Blutungen werden gestillt, Fremdkörper entfernt und mögliche Verletzungen von Nerven oder Sehnen abgeklärt. Tiefe oder klaffende Wunden sollten genäht werden. Zusätzlich wird der Tetanus
- -Impfstatus überprüft und bei Bedarf aufgefrischt.
Das kann man selbst tun: Eine gute Erstversorgung kann Blutverlust verringern, Infektionen vorbeugen und die Heilung fördern. Bei tiefen, stark blutenden, verschmutzten oder schmerzhaften Wunden sollte man sofort ärztliche Hilfe suchen. Diese Maßnahmen können Ersthelfer ergreifen:
- Verschmutzte Wunden vorsichtig mit klarem Leitungswasser reinigen.
- Die Wunde mit einem sterilen Pflaster oder Verband abdecken.
- Starke Blutungen möglichst durch einen sterilen Druckverband stoppen.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangabe:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Salbe — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 01228975
- Darreichungsform:
- Salbe (Salbe)
- Packungsgröße:
- 15 g
- Marke:
- INFECTOPYODERM
- Hersteller:
- INFECTOPHARM Arzn.u.Consilium GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Die mit dem Arzneimittel behandelte(n) Stelle(n) können mit einem Verband bedeckt werden. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten und Augen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Allgemeine Behandlungsdauer: 10 Tage
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken größerer Mengen der Salbe wenden Sie sich umgehend an einen Arzt. Besonders gefährdet sind Patienten mit einer eingeschränkten Nierenfunktion.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Bakterieninfektionen der Haut
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 1-3 mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und bekämpft bestimmte Bakterien, indem er in den Bakterien den Aufbau von Eiweißbestandteilen stört. Diese Eiweißbestandteile sind für Wachstum und Vermehrung der Bakterien unerlässlich. Durch ihr Fehlen geht die Bakterienzelle zugrunde.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Brennen oder Stechen auf der Haut
- Juckreiz
- Hautrötung
- Kontaktdermatitis - (Allergische Hautreaktionen, die erst bei wiederholter Anwendung auftreten)
- Infektionen mit anderen Bakterien
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Neugeborene in den ersten 4 Lebenswochen: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 26 × 32 × 124 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 10 Tage verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Antioxidantien (z.B. Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol) können Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und Schleimhäute hervorrufen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Follikulitis
Was ist das? - Definition Eine Follikulitis ist eine meist oberflächliche Entzündung der Haarfollikel, die sich durch kleine eitrige oder gerötete Hautveränderungen bemerkbar macht und häufig mit Juckreiz oder leichtem Schmerz einhergeht. Sie kann durch verschiedene Erreger ausgelöst werden und wird durch äußere Reizfaktoren wie Schwitzen oder Reibung begünstigt.
Krankheitsbild
Eine Follikulitis ist eine Entzündung der Haarfollikel, also der kleinen Hautbereiche, aus denen Haare wachsen. Sie zeigt sich meist an der Hautoberfläche und betrifft einzelne oder mehrere Haarfollikel. Die Entzündung kann durch unterschiedliche Krankheitserreger ausgelöst werden, zum Beispiel durch Bakterien, Pilze, Viren oder Parasiten. Bestimmte äußere Einflüsse wie Schwitzen, Reibung oder das luftdichte Abdecken der Haut können die Entstehung oder Verschlimmerung begünstigen.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden bei einer Follikulitis sind leichter Schmerz und Juckreiz. Sichtbar sind meist kleine, oberflächliche Eiterbläschen oder entzündliche Knötchen, in deren Mitte sich ein Haar befindet. Die betroffenen Haare lassen sich oft leicht entfernen oder fallen von selbst aus. Häufig bilden sich danach neue entzündete Stellen.
Folgen/Komplikationen
In vielen Fällen bleibt die Follikulitis oberflächlich. Sie kann jedoch wiederholt auftreten oder sich ausbreiten. Wenn die Entzündung nicht abheilt oder immer wiederkehrt, sind weiterführende Untersuchungen notwendig, um besondere Erreger auszuschließen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache einer bakteriellen Follikulitis ist das Bakterium Staphylococcus aureus. Seltener kann auch Pseudomonas aeruginosa verantwortlich sein, zum Beispiel bei der sogenannten Whirlpool-Dermatitis, die durch unzureichend gechlortes Wasser entsteht.
Begünstigende Faktoren sind:
- starkes Schwitzen
- mechanische Reizung oder kleine Verletzungen der Haut
- Reibung
- enge Kleidung oder luftdichtes Abdecken der Haut
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine klinische Untersuchung der Haut. Meist werden äußerlich anzuwendende Antibiotika eingesetzt. Bei stärkerem oder ausgedehntem Befall können auch Antibiotika in Tablettenform notwendig sein.
Das kann man selbst tun: Zur unterstützenden Behandlung hilft eine gute Hauthygiene und regelmäßiges heißes Waschen von Waschlappen und Handtüchern. Außerdem ist es sinnvoll, Faktoren zu vermeiden, die die Haut reizen oder stark schwitzen lassen.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Furunkel/Karbunkel
Was ist das? - Definition Furunkel und Karbunkel sind bakterielle Entzündungen von Haarfollikeln. Ein Furunkel ist ein entzündeter Haarbalg mit Eiterbildung, während ein Karbunkel durch das Zusammenfließen mehrerer Furunkel entsteht und eine größere, zusammenhängende Infektion darstellt.
Krankheitsbild
Furunkel und Karbunkel sind bakterielle Entzündungen der Haut, die von Haarfollikeln ausgehen. Ein Furunkel entsteht, wenn sich ein Haarbalg entzündet und sich die Entzündung auf das umliegende Gewebe ausdehnt. Dabei bildet sich ein Eiterherd (Abszess). Ein Karbunkel entsteht, wenn mehrere benachbarte Furunkel miteinander verschmelzen. Es handelt sich dann um eine größere, zusammenhängende Entzündung mehrerer Haarfollikel.
Symptome/Verlauf
Ein Furunkel beginnt meist als schmerzhafte, gerötete Schwellung der Haut. Im weiteren Verlauf sammelt sich Eiter, sodass sich ein zentraler Eiterpfropf bilden kann. Im weiteren Verlauf kann sich das Furunkel auch von selbst öffnen, der Eiter entleert sich und die Entzündung klingt ab.
Ein Karbunkel entsteht aus mehreren miteinander verbundenen Furunkeln und ist entsprechend ausgedehnter. Es handelt sich um eine schwerere Form der Infektion. Dabei können auch Allgemeinsymptome wie Fieber auftreten.
Folgen/Komplikationen
Viele Furunkel heilen ohne weitere Folgen ab, gelegentlich bleibt eine Narbe zurück. In seltenen Fällen kann sich die Infektion ausbreiten. Dabei kann es zu einer Entzündung des umliegenden Gewebes (Zellulitis) kommen. Bei Furunkeln im Gesichtsbereich besteht die Gefahr, dass sich die Infektion in Richtung Gehirn ausbreitet. In schweren Fällen können die Bakterien in die Blutbahn gelangen und weitere Komplikationen verursachen. Karbunkel stellen eine schwerere Form der Infektion dar und können mit stärkeren Beschwerden und Fieber einhergehen. Bei ausgeprägten Verläufen besteht auch hier die Möglichkeit, dass sich die Infektion weiter im Körper ausbreitet.
Ursachen/Risikofaktoren
Furunkel und Karbunkel werden meist durch Bakterien, insbesondere Staphylokokken, verursacht. Diese gelangen über kleine Hautverletzungen oder entlang eines Haarfollikels in die Haut und lösen dort eine Entzündung aus.
Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko für solche Infektionen. Dazu zählen vor allem Erkrankungen wie Diabetes mellitus, eine geschwächte Immunabwehr sowie Umstände, bei denen die Haut leichter geschädigt wird oder Bakterien leichter eindringen können, etwa durch Reibung oder kleine Verletzungen der Haut.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Wenn die Entzündung größer ist, sehr schmerzhaft verläuft, sich nicht zurückbildet oder ein Karbunkel vorliegt, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Der Arzt kann den Eiter unter sterilen Bedingungen entleeren und das Furunkel eventuell ausspülen. Bei Bedarf kann er Antibiotika verschreiben. Ziel ist es, die Infektion zu kontrollieren, die Heilung zu fördern und Komplikationen zu vermeiden.
Das kann man selbst tun: Kleinere Furunkel können oft von selbst abheilen. Wichtig ist, die betroffene Stelle nicht auszudrücken oder daran zu manipulieren, da sich die Infektion sonst verschlimmern oder ausbreiten kann. Unterstützend können Maßnahmen eingesetzt werden, die die Reifung des Furunkels fördern. Dazu gehören warme, feuchte Umschläge.
Bearbeitungsstand: 01.04.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Schnittwunden
Was ist das? - Definition Schnittwunden sind Verletzungen der Haut, die durch scharfe oder scharfkantige Gegenstände entstehen und je nach Tiefe auch tieferliegendes Gewebe wie Blutgefäße, Nerven oder Sehnen betreffen können.
Krankheitsbild
Schnittwunden sind Verletzungen der Haut und des darunterliegenden Gewebes, die durch scharfe oder scharfkantige Gegenstände wie Messer, Glas, Papier oder Karton entstehen. Je nach Tiefe können sie nur die Haut betreffen oder auch tieferliegende Strukturen wie Blutgefäße, Nerven oder Sehnen verletzen. Kleinere Schnittwunden heilen problemlos ab, größere können jedoch starke Blutungen oder ernsthafte Komplikationen verursachen.
Symptome / Verlauf
Oberflächliche Schnittwunden bluten meist nur wenig und hören in der Regel von selbst wieder auf. Manche Schnitte können jedoch sehr stark bluten. Schmerzen treten anfangs häufig auf, lassen aber oft bald nach. Werden Nerven oder Sehnen verletzt, kann es zu Gefühlsstörungen, Bewegungseinschränkungen oder Lähmungen kommen. Kleine, saubere Schnittwunden heilen in der Regel innerhalb weniger Tage ab.
Folgen / Komplikationen
Trotz der reinigenden Wirkung des ausfließenden Blutes können sich Schnittwunden entzünden. Mögliche Komplikationen sind Infektionen. Bei starkem Blutverlust kann es zu einem Schock kommen. Bleiben Fremdkörper wie Glassplitter in der Wunde zurück, erhöht sich das Infektionsrisiko. Tiefe oder stark verschmutzte Schnittwunden müssen ärztlich versorgt werden, um bleibende Schäden, Funktionsverluste oder ausgeprägte Narben zu vermeiden.
Ursachen / Risikofaktoren
Schnittwunden entstehen meist durch den Umgang mit scharfen oder scharfkantigen Gegenständen im Alltag oder Beruf. Unachtsamkeit, fehlende Sicherheitsmaßnahmen oder vorhandene Gefahrenquellen erhöhen das Risiko.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt beurteilt Tiefe, Ausmaß und Verschmutzung der Schnittwunde. Starke Blutungen werden gestillt, Fremdkörper entfernt und mögliche Verletzungen von Nerven oder Sehnen abgeklärt. Tiefe oder klaffende Wunden sollten genäht werden. Zusätzlich wird der Tetanus
- -Impfstatus überprüft und bei Bedarf aufgefrischt.
Das kann man selbst tun: Eine gute Erstversorgung kann Blutverlust verringern, Infektionen vorbeugen und die Heilung fördern. Bei tiefen, stark blutenden, verschmutzten oder schmerzhaften Wunden sollte man sofort ärztliche Hilfe suchen. Diese Maßnahmen können Ersthelfer ergreifen:
- Verschmutzte Wunden vorsichtig mit klarem Leitungswasser reinigen.
- Die Wunde mit einem sterilen Pflaster oder Verband abdecken.
- Starke Blutungen möglichst durch einen sterilen Druckverband stoppen.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangabe:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.