INIMUR myko Vaginalcre.m.1% Ciclop.Olamin
18,27 €
Sofort lieferbar
Rezeptpflichtiges Arzneimittel
Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. So funktioniert die Rezept-Einlösung:
- Bestellen Sie das Medikament ganz einfach online
- Unser Kurier holt Ihr Rezept bei der Lieferung ab
- Ihre Apotheke löst das Rezept für Sie ein
Pharmazeutische Informationen
Vaginalcreme — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 00520024
- Darreichungsform:
- Vaginalcreme (Vaginalcreme)
- Packungsgröße:
- 35 g
- Marke:
- INIMUR
- Hersteller:
- ALMIRALL HERMAL GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Bringen Sie das Arzneimittel in die Scheide ein. Verwenden Sie dazu den Applikator.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer sollte 6 Tage betragen. Durch eine ärztliche Nachuntersuchung sollte geklärt werden, ob die Behandlung fortzusetzen ist.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Während und bis 2 Tage nach der Behandlung sollte nur mit latexfreien Kondomen geschützter Geschlechtsverkehr stattfinden.
Anwendungsgebiete
- Pilzinfektionen der Scheide
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Applikatorfüllung (5g), Gesamtdosis: 1 Applikatorfüllung (5g) pro Tag, Zeitpunkt: vor dem Schlafengehen
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff schädigt die äußere Hülle, die sog. Zellmembran von Pilzen. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, sie wird z.B. für Nährstoffe undurchlässiger - die Zelle hungert. Es können auch Zellbestandteile austreten, die Zelle löst sich im Folgenden auf. Je nach Wirkstoffkonzentration werden die Pilze dadurch in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung gehemmt oder direkt abgetötet. Außerdem reichert sich der Wirkstoff im Inneren der Pilzzelle an und schädigt dort die Organe.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Leichtes Brennen auf der Schleimhaut
- Juckreiz
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 3 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 65 × 29 × 150 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 1 Monat verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Ciclopirox)!
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Pilzbefall der Haut mit Hefepilzen (Candidosen)
Was ist das? - Definition Candidosen sind Hautinfektionen durch Hefepilze der Gattung Candida. Diese Pilze gehören zur natürlichen Hautflora, können sich aber unter bestimmten Bedingungen stark vermehren und Entzündungen verursachen. Besonders betroffen sind feuchtwarme Körperregionen wie Hautfalten, der Genitalbereich oder der Nagelwall. Bei letzterem handelt es sich um das Gewebe, das den Nagel u-förmig umfasst. Die Infektion verläuft meist harmlos, kann aber bei geschwächtem Immunsystem problematisch werden.
Krankheitsbild
Candidosen sind Pilzinfektionen der Haut, die durch Hefepilze wie Candida albicans ausgelöst werden. Diese Pilze leben normalerweise auf der Haut, ohne Beschwerden zu verursachen. Gerät das Gleichgewicht der Hautflora jedoch aus der Balance, können sie sich übermäßig vermehren und eine Infektion auslösen. Besonders häufig tritt die Candidose in Hautfalten, am Nagelwall, im Genitalbereich oder unter der Brust auf. Die Erkrankung ist nicht ansteckend, kann aber wiederkehren, wenn die Ursachen bestehen bleiben.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und sind lokal begrenzt. Typische Symptome sind:
- gerötete, nässende oder schuppende Hautstellen
- Juckreiz oder Brennen
- weißliche Beläge oder Pusteln
- Risse oder Schmerzen in Hautfalten
- unangenehmer Geruch bei stärkerem Befall
Die Symptome können je nach Körperregion variieren. Bei Nagelbefall kommt es zu Verdickungen, Verfärbungen und brüchigen Nägeln. Im Genitalbereich kann die Infektion mit Ausfluss und Schmerzen einhergehen. Bei gesunden Menschen heilt die Candidose meist unkompliziert ab. Bei Begleiterkrankungen wie Immunschwäche oder Diabetes kann sie jedoch hartnäckig sein.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann sich die Infektion ausbreiten und tieferes Gewebe betreffen. In seltenen Fällen kommt es zu einer systemischen Ausbreitung, etwa bei stark geschwächtem Immunsystem. Wiederkehrende Candidosen können die Hautbarriere schwächen und zu bakteriellen Zusatzinfektionen führen. Auch psychische Belastungen durch Juckreiz oder sichtbare Hautveränderungen sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Vermehrung von Candida wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Hierzu zählen Feuchtigkeit und Wärme, etwa durch enge Kleidung oder mangelnde Belüftungsn, ein geschwächtes Immunsystem, Diabetes oder eine Antibiotikatherapie, die das Gleichgewicht der Hautflora stört. Auch hormonelle Veränderungen, etwa in der Schwangerschaft, Übergewicht mit ausgeprägten Hautfalten, eine mangelnde Hygiene oder aggressive Pflegeprodukte erhöhen das Risiko. Zudem beeinflussen Stress und Ernährung das Hautmilieu und steigern die Wahrscheinlichkeit für Pilzerkrankungen der Haut.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann eine Candidose mit antimykotischen Salben oder Cremes behandeln. Bei ausgedehntem Befall kommen auch Tabletten zum Einsatz. Wichtige Wirkstoffgruppen sind Azole und Polyene.
Das kann man selbst tun: Gute Hautpflege, das Trockenhalten gefährdeter Stellen und luftdurchlässige Kleidung beugen vor. Wenn die Beschwerden länger anhalten, sich ausbreiten oder wiederkehren, sollte man ärztliche Hilfe suchen. Eine Selbstbehandlung stößt hier an ihre Grenzen.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Scheidenpilz
Was ist das? - Definition Ein Scheidenpilz ist eine häufige Infektion der Vaginalschleimhaut, die meist durch Hefepilze wie Candida albicans verursacht wird. Die Erkrankung ist unangenehm, aber in der Regel harmlos und gut behandelbar.
Krankheitsbild
Der Scheidenpilz zählt zu den häufigsten gynäkologischen Infektionen. Er betrifft vor allem Frauen im gebärfähigen Alter, kann aber auch in anderen Lebensphasen auftreten. Die Pilze sind oft schon natürlicher Bestandteil der Scheidenflora, können sich aber unter bestimmten Bedingungen stark vermehren und Beschwerden auslösen. Die Diagnose erfolgt meist durch eine gynäkologische Untersuchung und einen Abstrich. Der Verlauf ist meist unkompliziert, kann aber wiederkehrend sein.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich oft innerhalb weniger Tage und sind deutlich spürbar. Typisch sind:
- Juckreiz im Intimbereich
- Brennendes Gefühl beim Wasserlassen
- Rötung und Schwellung der Schamlippen
- Weißlicher, bröckeliger Ausfluss
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Gefühl von Trockenheit oder Reibung
Die Symptome können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Manche Frauen haben nur leichte Beschwerden, andere fühlen sich stark beeinträchtigt. In vielen Fällen tritt der Scheidenpilz wiederholt auf, besonders bei bestimmten Risikofaktoren.
Folgen/Komplikationen
Ein unbehandelter Scheidenpilz kann sich ausbreiten und zu stärkeren Entzündungen führen. Wiederkehrende Infektionen können die Schleimhaut empfindlicher machen und das Wohlbefinden beeinträchtigen. In der Schwangerschaft sollte ein Scheidenpilz unbedingt behandelt werden, da er das Risiko für Frühgeburten erhöhen kann. Bei sehr häufigem Auftreten kann eine weiterführende Diagnostik sinnvoll sein, um andere Ursachen auszuschließen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist eine übermäßige Vermehrung von Hefepilzen, meist Candida albicans. Verschiedene Faktoren können das Gleichgewicht der Scheidenflora stören und eine Infektion begünstigen. Dazu gehören eine Antibiotikatherapie, hormonelle Veränderungen wie in der Schwangerschaft oder durch die Pille, ein geschwächtes Immunsystem sowie Diabetes. Zusätzlich begünstigen eine enge oder synthetische Kleidung, eine übertriebene Intimhygiene sowie Stress und eine unausgewogene Ernährung die Ausbreitung von Hefepilzen. Auch sexuelle Aktivität kann eine Rolle spielen, wobei der Scheidenpilz nicht als klassische Geschlechtskrankheit gilt.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch einen Abstrich die Diagnose sichern und eine passende Behandlung einleiten. Zum Einsatz kommen meist sogenannte Antimykotika in Form von Vaginalzäpfchen, Cremes oder Tabletten.
Das kann man selbst tun: Atmungsaktive Kleidung, sanfte Intimhygiene, Vermeidung von übermäßigem Waschen und eine ausgewogene Ernährung tragen zur Vorbeugung bei. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden länger als eine Woche bestehen, sehr stark sind oder immer wiederkehren. Dann sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Vaginaler Ausfluss
Was ist das? - Definition Vaginaler Ausfluss bezeichnet Flüssigkeiten, die aus der Scheide austreten. Ein gewisser Ausfluss ist normal und dient dem Schutz vor Infektionen. Veränderungen in Menge, Bestimmte Farben oder Gerüche können jedoch auf ein gesundheitliches Problem hinweisen.
Krankheitsbild
Vaginaler Ausfluss entsteht durch natürliche Sekrete der Schleimhäute. Diese verändern sich im Laufe des Zyklus, bei hormonellen Schwankungen oder sexueller Erregung. Problematisch wird Ausfluss, wenn er ungewöhnlich aussieht, unangenehm riecht oder Beschwerden verursacht. Dann kann eine Infektion oder eine andere Störung vorliegen. Sowohl harmlose als auch behandlungsbedürftige Ursachen sind möglich.
Symptome/Verlauf
Auffälliger Ausfluss kann sich auf verschiedene Weise zeigen. Zu den häufigen Symptomen zählen:
- veränderte Farbe wie gelb grün oder grau
- unangenehmer Geruch
- Juckreiz Brennen oder Schmerzen
- Beschwerden beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr
Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab. Manche Veränderungen verschwinden von selbst, andere verschlimmern sich ohne Behandlung. Infektionen können sich ausbreiten, wenn sie nicht erkannt werden.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Infektionen können zu Entzündungen im Genitalbereich führen. In manchen Fällen breiten sie sich auf Gebärmutter oder Eileiter aus und verursachen stärkere Schmerzen oder Fieber. Langfristig können wiederkehrende Infektionen zudem das Wohlbefinden beeinträchtigen. Auch psychische Belastungen sind möglich, wenn Beschwerden anhalten oder Schamgefühle entstehen.
Ursachen/Risikofaktoren
Veränderter Ausfluss kann viele Gründe haben. Häufig sind Infektionen durch Bakterien oder Pilze. Auch hormonelle Veränderungen, etwa in Pubertät Schwangerschaft oder Wechseljahren, spielen eine Rolle. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen enge oder synthetische Kleidung, übertriebene Intimhygiene, ungeschützter Geschlechtsverkehr und ein geschwächtes Immunsystem. Manchmal liegt auch eine Reizung durch Pflegeprodukte oder Allergien vor.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Abstriche und Untersuchungen klären, ob eine Infektion vorliegt. Je nach Ursache kommen vor allem antibakterielle oder antimykotische, also gegen Pilze wirkende Präparate zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Es hilft, auf eine milde Körperpflege zu achten, atmungsaktive Kleidung zu tragen und mögliche Reizstoffe zu meiden. Grenzen bestehen dort, wo Schmerzen Fieber, starker Geruch oder anhaltende Beschwerden auftreten. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Das gilt insbesondere während der Schwangerschaft.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Vaginalcreme — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 00520024
- Darreichungsform:
- Vaginalcreme (Vaginalcreme)
- Packungsgröße:
- 35 g
- Marke:
- INIMUR
- Hersteller:
- ALMIRALL HERMAL GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Bringen Sie das Arzneimittel in die Scheide ein. Verwenden Sie dazu den Applikator.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer sollte 6 Tage betragen. Durch eine ärztliche Nachuntersuchung sollte geklärt werden, ob die Behandlung fortzusetzen ist.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Während und bis 2 Tage nach der Behandlung sollte nur mit latexfreien Kondomen geschützter Geschlechtsverkehr stattfinden.
Anwendungsgebiete
- Pilzinfektionen der Scheide
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Applikatorfüllung (5g), Gesamtdosis: 1 Applikatorfüllung (5g) pro Tag, Zeitpunkt: vor dem Schlafengehen
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff schädigt die äußere Hülle, die sog. Zellmembran von Pilzen. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, sie wird z.B. für Nährstoffe undurchlässiger - die Zelle hungert. Es können auch Zellbestandteile austreten, die Zelle löst sich im Folgenden auf. Je nach Wirkstoffkonzentration werden die Pilze dadurch in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung gehemmt oder direkt abgetötet. Außerdem reichert sich der Wirkstoff im Inneren der Pilzzelle an und schädigt dort die Organe.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Leichtes Brennen auf der Schleimhaut
- Juckreiz
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 3 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 65 × 29 × 150 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 1 Monat verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Ciclopirox)!
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Pilzbefall der Haut mit Hefepilzen (Candidosen)
Was ist das? - Definition Candidosen sind Hautinfektionen durch Hefepilze der Gattung Candida. Diese Pilze gehören zur natürlichen Hautflora, können sich aber unter bestimmten Bedingungen stark vermehren und Entzündungen verursachen. Besonders betroffen sind feuchtwarme Körperregionen wie Hautfalten, der Genitalbereich oder der Nagelwall. Bei letzterem handelt es sich um das Gewebe, das den Nagel u-förmig umfasst. Die Infektion verläuft meist harmlos, kann aber bei geschwächtem Immunsystem problematisch werden.
Krankheitsbild
Candidosen sind Pilzinfektionen der Haut, die durch Hefepilze wie Candida albicans ausgelöst werden. Diese Pilze leben normalerweise auf der Haut, ohne Beschwerden zu verursachen. Gerät das Gleichgewicht der Hautflora jedoch aus der Balance, können sie sich übermäßig vermehren und eine Infektion auslösen. Besonders häufig tritt die Candidose in Hautfalten, am Nagelwall, im Genitalbereich oder unter der Brust auf. Die Erkrankung ist nicht ansteckend, kann aber wiederkehren, wenn die Ursachen bestehen bleiben.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und sind lokal begrenzt. Typische Symptome sind:
- gerötete, nässende oder schuppende Hautstellen
- Juckreiz oder Brennen
- weißliche Beläge oder Pusteln
- Risse oder Schmerzen in Hautfalten
- unangenehmer Geruch bei stärkerem Befall
Die Symptome können je nach Körperregion variieren. Bei Nagelbefall kommt es zu Verdickungen, Verfärbungen und brüchigen Nägeln. Im Genitalbereich kann die Infektion mit Ausfluss und Schmerzen einhergehen. Bei gesunden Menschen heilt die Candidose meist unkompliziert ab. Bei Begleiterkrankungen wie Immunschwäche oder Diabetes kann sie jedoch hartnäckig sein.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann sich die Infektion ausbreiten und tieferes Gewebe betreffen. In seltenen Fällen kommt es zu einer systemischen Ausbreitung, etwa bei stark geschwächtem Immunsystem. Wiederkehrende Candidosen können die Hautbarriere schwächen und zu bakteriellen Zusatzinfektionen führen. Auch psychische Belastungen durch Juckreiz oder sichtbare Hautveränderungen sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Vermehrung von Candida wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Hierzu zählen Feuchtigkeit und Wärme, etwa durch enge Kleidung oder mangelnde Belüftungsn, ein geschwächtes Immunsystem, Diabetes oder eine Antibiotikatherapie, die das Gleichgewicht der Hautflora stört. Auch hormonelle Veränderungen, etwa in der Schwangerschaft, Übergewicht mit ausgeprägten Hautfalten, eine mangelnde Hygiene oder aggressive Pflegeprodukte erhöhen das Risiko. Zudem beeinflussen Stress und Ernährung das Hautmilieu und steigern die Wahrscheinlichkeit für Pilzerkrankungen der Haut.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann eine Candidose mit antimykotischen Salben oder Cremes behandeln. Bei ausgedehntem Befall kommen auch Tabletten zum Einsatz. Wichtige Wirkstoffgruppen sind Azole und Polyene.
Das kann man selbst tun: Gute Hautpflege, das Trockenhalten gefährdeter Stellen und luftdurchlässige Kleidung beugen vor. Wenn die Beschwerden länger anhalten, sich ausbreiten oder wiederkehren, sollte man ärztliche Hilfe suchen. Eine Selbstbehandlung stößt hier an ihre Grenzen.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Scheidenpilz
Was ist das? - Definition Ein Scheidenpilz ist eine häufige Infektion der Vaginalschleimhaut, die meist durch Hefepilze wie Candida albicans verursacht wird. Die Erkrankung ist unangenehm, aber in der Regel harmlos und gut behandelbar.
Krankheitsbild
Der Scheidenpilz zählt zu den häufigsten gynäkologischen Infektionen. Er betrifft vor allem Frauen im gebärfähigen Alter, kann aber auch in anderen Lebensphasen auftreten. Die Pilze sind oft schon natürlicher Bestandteil der Scheidenflora, können sich aber unter bestimmten Bedingungen stark vermehren und Beschwerden auslösen. Die Diagnose erfolgt meist durch eine gynäkologische Untersuchung und einen Abstrich. Der Verlauf ist meist unkompliziert, kann aber wiederkehrend sein.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich oft innerhalb weniger Tage und sind deutlich spürbar. Typisch sind:
- Juckreiz im Intimbereich
- Brennendes Gefühl beim Wasserlassen
- Rötung und Schwellung der Schamlippen
- Weißlicher, bröckeliger Ausfluss
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Gefühl von Trockenheit oder Reibung
Die Symptome können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Manche Frauen haben nur leichte Beschwerden, andere fühlen sich stark beeinträchtigt. In vielen Fällen tritt der Scheidenpilz wiederholt auf, besonders bei bestimmten Risikofaktoren.
Folgen/Komplikationen
Ein unbehandelter Scheidenpilz kann sich ausbreiten und zu stärkeren Entzündungen führen. Wiederkehrende Infektionen können die Schleimhaut empfindlicher machen und das Wohlbefinden beeinträchtigen. In der Schwangerschaft sollte ein Scheidenpilz unbedingt behandelt werden, da er das Risiko für Frühgeburten erhöhen kann. Bei sehr häufigem Auftreten kann eine weiterführende Diagnostik sinnvoll sein, um andere Ursachen auszuschließen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist eine übermäßige Vermehrung von Hefepilzen, meist Candida albicans. Verschiedene Faktoren können das Gleichgewicht der Scheidenflora stören und eine Infektion begünstigen. Dazu gehören eine Antibiotikatherapie, hormonelle Veränderungen wie in der Schwangerschaft oder durch die Pille, ein geschwächtes Immunsystem sowie Diabetes. Zusätzlich begünstigen eine enge oder synthetische Kleidung, eine übertriebene Intimhygiene sowie Stress und eine unausgewogene Ernährung die Ausbreitung von Hefepilzen. Auch sexuelle Aktivität kann eine Rolle spielen, wobei der Scheidenpilz nicht als klassische Geschlechtskrankheit gilt.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch einen Abstrich die Diagnose sichern und eine passende Behandlung einleiten. Zum Einsatz kommen meist sogenannte Antimykotika in Form von Vaginalzäpfchen, Cremes oder Tabletten.
Das kann man selbst tun: Atmungsaktive Kleidung, sanfte Intimhygiene, Vermeidung von übermäßigem Waschen und eine ausgewogene Ernährung tragen zur Vorbeugung bei. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden länger als eine Woche bestehen, sehr stark sind oder immer wiederkehren. Dann sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Vaginaler Ausfluss
Was ist das? - Definition Vaginaler Ausfluss bezeichnet Flüssigkeiten, die aus der Scheide austreten. Ein gewisser Ausfluss ist normal und dient dem Schutz vor Infektionen. Veränderungen in Menge, Bestimmte Farben oder Gerüche können jedoch auf ein gesundheitliches Problem hinweisen.
Krankheitsbild
Vaginaler Ausfluss entsteht durch natürliche Sekrete der Schleimhäute. Diese verändern sich im Laufe des Zyklus, bei hormonellen Schwankungen oder sexueller Erregung. Problematisch wird Ausfluss, wenn er ungewöhnlich aussieht, unangenehm riecht oder Beschwerden verursacht. Dann kann eine Infektion oder eine andere Störung vorliegen. Sowohl harmlose als auch behandlungsbedürftige Ursachen sind möglich.
Symptome/Verlauf
Auffälliger Ausfluss kann sich auf verschiedene Weise zeigen. Zu den häufigen Symptomen zählen:
- veränderte Farbe wie gelb grün oder grau
- unangenehmer Geruch
- Juckreiz Brennen oder Schmerzen
- Beschwerden beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr
Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab. Manche Veränderungen verschwinden von selbst, andere verschlimmern sich ohne Behandlung. Infektionen können sich ausbreiten, wenn sie nicht erkannt werden.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Infektionen können zu Entzündungen im Genitalbereich führen. In manchen Fällen breiten sie sich auf Gebärmutter oder Eileiter aus und verursachen stärkere Schmerzen oder Fieber. Langfristig können wiederkehrende Infektionen zudem das Wohlbefinden beeinträchtigen. Auch psychische Belastungen sind möglich, wenn Beschwerden anhalten oder Schamgefühle entstehen.
Ursachen/Risikofaktoren
Veränderter Ausfluss kann viele Gründe haben. Häufig sind Infektionen durch Bakterien oder Pilze. Auch hormonelle Veränderungen, etwa in Pubertät Schwangerschaft oder Wechseljahren, spielen eine Rolle. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen enge oder synthetische Kleidung, übertriebene Intimhygiene, ungeschützter Geschlechtsverkehr und ein geschwächtes Immunsystem. Manchmal liegt auch eine Reizung durch Pflegeprodukte oder Allergien vor.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Abstriche und Untersuchungen klären, ob eine Infektion vorliegt. Je nach Ursache kommen vor allem antibakterielle oder antimykotische, also gegen Pilze wirkende Präparate zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Es hilft, auf eine milde Körperpflege zu achten, atmungsaktive Kleidung zu tragen und mögliche Reizstoffe zu meiden. Grenzen bestehen dort, wo Schmerzen Fieber, starker Geruch oder anhaltende Beschwerden auftreten. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Das gilt insbesondere während der Schwangerschaft.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.