ISENTRESS 600 mg Filmtabletten
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Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 14028999
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 60 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 600 mg
- Marke:
- ISENTRESS
- Hersteller:
- Abacus Medicine A/S
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Das Arzneimittel darf nicht gekaut, zerdrückt oder geteilt werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da es sich um eine Kombinationstherapie mit anderen Arzneimitteln handelt, wird die Dosierung von Ihrem Arzt bestimmt.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Anwendungsgebiete
- HIV-Infektionen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder und Jugendliche mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Raltegravir ist ein HIV-Integrase-Hemmer. Die HIV-Integrase ist ein Schlüsselenzym und für die Integration des HIV-Erbguts in das Erbgut der Wirtszelle zuständig. Die Hemmung des Enzyms verhindert die Vermehrung des Virus, die Produktion neuer infektiöser Viruspartikel und damit die Ausbreitung der Virusinfektion.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Verminderter Appetit
- Ungewöhnliche Träume
- Schlaflosigkeit
- Alpträume
- Verhaltensstörung
- Depressionen
- Schwindelgefühl
- Kopfschmerzen
- Psychomotorische Hyperaktivität
- Drehschwindel
- Blähungen
- Bauchschmerzen
- Durchfälle
- Übelkeit
- Erbrechen
- Magen-Darm-Beschwerden
- Hautausschlag
- Allgemeine Schwäche
- Müdigkeit
- Fieber
- Anstieg der Leberwerte
- Atypische Lymphozyten (weiße Blutkörperchen)
- Erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Triglyceride)
- Erhöhung von Verdauungsenzymen (Lipase)
- Erhöhte Amylasewerte (Verdauungsenzym aus der Bauchspeicheldrüse)
- Genitalherpes
- Haarbalgentzündung
- Schleimhautentzündungen von Magen und Dünndarm
- Infektion mit Herpes-Viren
- Gürtelrose
- Grippe
- Lymphknotenabszess
- Dellwarzen
- Nasen-Rachenraum-Entzündung
- Infektionen der oberen Atemwege
- Hautpapillom
- Anämie (Blutarmut)
- Lymphknotenschmerzen
- Lymphknotenschwellung
- Granulozytopenie (Verminderung der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen)
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Überschießende Immunreaktion
- Allergische Reaktionen
- Immunologische Überempfindlichkeit
- Gewichtsverlust
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Anstieg der Blutfettwerte
- Anstieg der Blutfettwerte (Cholesterin)
- Anstieg des Blutzuckers
- Fresssucht
- Gesteigerter Appetit
- Durstgefühl
- Störung der Körperfettverteilung
- Psychosen
- Angstzustände
- Verwirrtheit
- Niedergeschlagenheit
- Schwere Depressionen
- Schlafstörungen
- Stimmungsänderungen
- Panikattacken
- Selbstmordgedanken oder -versuch (insbesondere bei vorbestehender psychischer Erkrankung)
- Gedächtnisstörungen
- Karpaltunnelsyndrom
- Veränderung der geistigen Leistungsfähigkeit
- Aufmerksamkeitsstörung
- Lagerungsschwindel
- Geschmacksstörung
- Schläfrigkeit
- Verminderte Berührungsempfindlichkeit
- Antriebsarmut
- Migräne
- Nervenschädigungen
- Missempfindungen
- Spannungskopfschmerz
- Zittern
- Beeinträchtigung des Sehvermögens
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Herzklopfen
- Herzrhythmusstörung mit verlangsamter Herzfrequenz
- Zusätzlicher Herzschlag der Herzkammern
- Hitzewallungen
- Bluthochdruck
- Störungen der Stimme
- Nasenbluten
- Verstopfte Nase
- Magenschleimhautentzündung
- Oberbauchbeschwerden
- Beschwerden im Analbereich
- Verstopfung
- Mundtrockenheit
- Entzündung des Zwölffingerdarms
- Aufstoßen
- Refluxkrankheit
- Zahnfleischentzündung
- Zungenentzündung
- Schluckstörungen
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Magengeschwür
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Erwachsene unter 40 kg Körpergewicht: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
- Ältere Patienten: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 118 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 60 × 115 × 61 mm
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis) aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
In Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln:
HIV-Infektion
Was ist das? - Definition HIV steht für das Humane Immundefizienz-Virus. Es löst eine Viruserkrankung aus, die das Immunsystem angreift und unbehandelt zu AIDS (Erworbenes Immunschwäche-Syndrom) führen kann. Das Virus wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, Blutkontakt oder benutzte Injektionsnadeln übertragen. HIV ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Eine frühzeitige Diagnose verbessert die Therapiechancen deutlich.
Krankheitsbild
HIV Es befällt bestimmte Immunzellen und schwächt dadurch die körpereigene Abwehr. Ohne Behandlung verläuft die Infektion in mehreren Phasen und kann nach Jahren in AIDS übergehen. Dank moderner Medikamente lässt sich die Viruslast dauerhaft senken, sodass HIV nicht mehr übertragbar ist. Die Erkrankung bleibt jedoch lebenslang bestehen.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden in der frühen Phase sind:
- Fieber
- Kopf- und Gliederschmerzen
- Halsschmerzen
- Nachtschweiß
- Geschwollene Lymphknoten
- Hautausschlag
- Durchfall
- Müdigkeit und Appetitlosigkeit
- Mundgeschwüre
Diese Symptome treten meist zwei bis sechs Wochen nach der Ansteckung auf und klingen oft von selbst wieder ab. Danach folgt eine lange Latenzphase ohne Beschwerden. Später kann es zu Gewichtsverlust, Hautproblemen und erhöhter Infektanfälligkeit kommen. Unbehandelt führt HIV nach etwa zehn Jahren zur AIDS-Phase mit schweren Infektionen, Tumoren und Organschäden.
Folgen/Komplikationen
In der AIDS-Phase treten chronische Durchfälle, starke Erschöpfung, Lungenentzündungen und Pilzinfektionen auf. Auch das Risiko für bestimmte Krebsarten steigt. Langfristig kann HIV das Herz, die Nieren und das Nervensystem schädigen. Es drohen Gedächtnisprobleme, Demenz und Schlaganfälle. Ohne Therapie verlaufen viele dieser Erkrankungen tödlich.
Ursachen/Risikofaktoren
HIV wird durch bestimmte Körperflüssigkeiten übertragen. Hauptursachen sind ungeschützter Geschlechtsverkehr, Bluttransfusionen, gemeinsam genutzte Injektionsnadeln und die Übertragung von Mutter zu Kind. Das Virus wird nicht durch Küssen, Hautkontakt, gemeinsame Toiletten oder Geschirr übertragen. Auch Mückenstiche und Tröpfcheninfektion spielen keine Rolle.
Das kann helfen
Das mach der Arzt: Er kann HIV durch Schnelltests oder im Labor nachweisen. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend. Die Behandlung erfolgt mit antiretroviralen Medikamenten, die die Virusvermehrung stoppen. Wichtig sind Wirkstoffkombinationen aus verschiedenen Gruppen. Moderne Therapien sind gut verträglich und auch als monatliche Injektion verfügbar.
Das kann man selbst tun: Die regelmäßige Einnahme der Medikamente ist die Basis für eine erfolgreiche Therapie. Kondome schützen vor einer Ansteckung beim Geschlechtsverkehr. Bei der Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP): nimmt eine HIV-negative Personen regelmäßig ein antivirales Medikament ein, das eine Ansteckung verhindert. Die Postexpositionsprophylaxe (PEP) muss innerhalb von 48 Stunden nach einem möglichen Risikokontakt begonnen werden: je früher, desto besser. Die PEP besteht aus einer 28-tägigen Einnahme antiretroviraler Medikamente und kann eine Infektion in vielen Fällen verhindern.
Bearbeitungsstand: 10.10.2025
Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 14028999
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 60 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 600 mg
- Marke:
- ISENTRESS
- Hersteller:
- Abacus Medicine A/S
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Das Arzneimittel darf nicht gekaut, zerdrückt oder geteilt werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da es sich um eine Kombinationstherapie mit anderen Arzneimitteln handelt, wird die Dosierung von Ihrem Arzt bestimmt.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Anwendungsgebiete
- HIV-Infektionen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder und Jugendliche mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Raltegravir ist ein HIV-Integrase-Hemmer. Die HIV-Integrase ist ein Schlüsselenzym und für die Integration des HIV-Erbguts in das Erbgut der Wirtszelle zuständig. Die Hemmung des Enzyms verhindert die Vermehrung des Virus, die Produktion neuer infektiöser Viruspartikel und damit die Ausbreitung der Virusinfektion.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Verminderter Appetit
- Ungewöhnliche Träume
- Schlaflosigkeit
- Alpträume
- Verhaltensstörung
- Depressionen
- Schwindelgefühl
- Kopfschmerzen
- Psychomotorische Hyperaktivität
- Drehschwindel
- Blähungen
- Bauchschmerzen
- Durchfälle
- Übelkeit
- Erbrechen
- Magen-Darm-Beschwerden
- Hautausschlag
- Allgemeine Schwäche
- Müdigkeit
- Fieber
- Anstieg der Leberwerte
- Atypische Lymphozyten (weiße Blutkörperchen)
- Erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Triglyceride)
- Erhöhung von Verdauungsenzymen (Lipase)
- Erhöhte Amylasewerte (Verdauungsenzym aus der Bauchspeicheldrüse)
- Genitalherpes
- Haarbalgentzündung
- Schleimhautentzündungen von Magen und Dünndarm
- Infektion mit Herpes-Viren
- Gürtelrose
- Grippe
- Lymphknotenabszess
- Dellwarzen
- Nasen-Rachenraum-Entzündung
- Infektionen der oberen Atemwege
- Hautpapillom
- Anämie (Blutarmut)
- Lymphknotenschmerzen
- Lymphknotenschwellung
- Granulozytopenie (Verminderung der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen)
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Überschießende Immunreaktion
- Allergische Reaktionen
- Immunologische Überempfindlichkeit
- Gewichtsverlust
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Anstieg der Blutfettwerte
- Anstieg der Blutfettwerte (Cholesterin)
- Anstieg des Blutzuckers
- Fresssucht
- Gesteigerter Appetit
- Durstgefühl
- Störung der Körperfettverteilung
- Psychosen
- Angstzustände
- Verwirrtheit
- Niedergeschlagenheit
- Schwere Depressionen
- Schlafstörungen
- Stimmungsänderungen
- Panikattacken
- Selbstmordgedanken oder -versuch (insbesondere bei vorbestehender psychischer Erkrankung)
- Gedächtnisstörungen
- Karpaltunnelsyndrom
- Veränderung der geistigen Leistungsfähigkeit
- Aufmerksamkeitsstörung
- Lagerungsschwindel
- Geschmacksstörung
- Schläfrigkeit
- Verminderte Berührungsempfindlichkeit
- Antriebsarmut
- Migräne
- Nervenschädigungen
- Missempfindungen
- Spannungskopfschmerz
- Zittern
- Beeinträchtigung des Sehvermögens
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Herzklopfen
- Herzrhythmusstörung mit verlangsamter Herzfrequenz
- Zusätzlicher Herzschlag der Herzkammern
- Hitzewallungen
- Bluthochdruck
- Störungen der Stimme
- Nasenbluten
- Verstopfte Nase
- Magenschleimhautentzündung
- Oberbauchbeschwerden
- Beschwerden im Analbereich
- Verstopfung
- Mundtrockenheit
- Entzündung des Zwölffingerdarms
- Aufstoßen
- Refluxkrankheit
- Zahnfleischentzündung
- Zungenentzündung
- Schluckstörungen
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Magengeschwür
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Erwachsene unter 40 kg Körpergewicht: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
- Ältere Patienten: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 118 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 60 × 115 × 61 mm
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis) aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
In Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln:
HIV-Infektion
Was ist das? - Definition HIV steht für das Humane Immundefizienz-Virus. Es löst eine Viruserkrankung aus, die das Immunsystem angreift und unbehandelt zu AIDS (Erworbenes Immunschwäche-Syndrom) führen kann. Das Virus wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, Blutkontakt oder benutzte Injektionsnadeln übertragen. HIV ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Eine frühzeitige Diagnose verbessert die Therapiechancen deutlich.
Krankheitsbild
HIV Es befällt bestimmte Immunzellen und schwächt dadurch die körpereigene Abwehr. Ohne Behandlung verläuft die Infektion in mehreren Phasen und kann nach Jahren in AIDS übergehen. Dank moderner Medikamente lässt sich die Viruslast dauerhaft senken, sodass HIV nicht mehr übertragbar ist. Die Erkrankung bleibt jedoch lebenslang bestehen.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden in der frühen Phase sind:
- Fieber
- Kopf- und Gliederschmerzen
- Halsschmerzen
- Nachtschweiß
- Geschwollene Lymphknoten
- Hautausschlag
- Durchfall
- Müdigkeit und Appetitlosigkeit
- Mundgeschwüre
Diese Symptome treten meist zwei bis sechs Wochen nach der Ansteckung auf und klingen oft von selbst wieder ab. Danach folgt eine lange Latenzphase ohne Beschwerden. Später kann es zu Gewichtsverlust, Hautproblemen und erhöhter Infektanfälligkeit kommen. Unbehandelt führt HIV nach etwa zehn Jahren zur AIDS-Phase mit schweren Infektionen, Tumoren und Organschäden.
Folgen/Komplikationen
In der AIDS-Phase treten chronische Durchfälle, starke Erschöpfung, Lungenentzündungen und Pilzinfektionen auf. Auch das Risiko für bestimmte Krebsarten steigt. Langfristig kann HIV das Herz, die Nieren und das Nervensystem schädigen. Es drohen Gedächtnisprobleme, Demenz und Schlaganfälle. Ohne Therapie verlaufen viele dieser Erkrankungen tödlich.
Ursachen/Risikofaktoren
HIV wird durch bestimmte Körperflüssigkeiten übertragen. Hauptursachen sind ungeschützter Geschlechtsverkehr, Bluttransfusionen, gemeinsam genutzte Injektionsnadeln und die Übertragung von Mutter zu Kind. Das Virus wird nicht durch Küssen, Hautkontakt, gemeinsame Toiletten oder Geschirr übertragen. Auch Mückenstiche und Tröpfcheninfektion spielen keine Rolle.
Das kann helfen
Das mach der Arzt: Er kann HIV durch Schnelltests oder im Labor nachweisen. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend. Die Behandlung erfolgt mit antiretroviralen Medikamenten, die die Virusvermehrung stoppen. Wichtig sind Wirkstoffkombinationen aus verschiedenen Gruppen. Moderne Therapien sind gut verträglich und auch als monatliche Injektion verfügbar.
Das kann man selbst tun: Die regelmäßige Einnahme der Medikamente ist die Basis für eine erfolgreiche Therapie. Kondome schützen vor einer Ansteckung beim Geschlechtsverkehr. Bei der Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP): nimmt eine HIV-negative Personen regelmäßig ein antivirales Medikament ein, das eine Ansteckung verhindert. Die Postexpositionsprophylaxe (PEP) muss innerhalb von 48 Stunden nach einem möglichen Risikokontakt begonnen werden: je früher, desto besser. Die PEP besteht aus einer 28-tägigen Einnahme antiretroviraler Medikamente und kann eine Infektion in vielen Fällen verhindern.
Bearbeitungsstand: 10.10.2025
Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.