JAKAVI 15 mg Tabletten
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Pharmazeutische Informationen
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 09529475
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 56 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 15 mg
- Marke:
- JAKAVI
- Hersteller:
- NOVARTIS Pharma GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu einer Knochenmarkstörung mit Blutbildungsstörungen, einer verminderten Zahl an weißen Blutkörperchen, Blutarmut und zu einer verminderten Zahl an Blutplättchen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Beim Auftreten von unerwünschten Arzneimittelwirkungen sollten Sie in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
In Abhängigkeit von den Ergebnissen Ihrer Blutuntersuchungen kann Ihr Arzt im Verlauf der Behandlung Dosisanpassungen vornehmen.
Für Dosisanpassungen stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Milzvergrößerung (Splenomegalie)
- Knochenmarkserkrankung (Myelofibrose)
- Knochenmarkserkrankung (Post-Polycysthaemia-vera-Myelofibrose)
- Knochenmarkserkrankung (Post-Essentielle-Thrombozythämie-Myelofibrose)
- Knochenmarkserkrankung (Polyzythämie vera), - wenn der Arzneistoff Hydroxycarbamid, ein Zytostatikum, nicht wirkt oder nicht vertragen wird
- Immunologische Reaktion nach einer Transplantation (Graft-versus-Host-Erkrankung)
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Ruxolitinib gehört zu den Proteinkinase-Hemmern und hemmt bestimmte Enzyme, die so genannten Januskinasen (JAK), die an der Produktion und am Wachstum der roten Blutkörperchen beteiligt sind. Bei Myelofibrose oder bei Polycythaemia vera (Erkrankungen des Knochenmarks) sind die Januskinasen überaktiv, was zu einer unkontrollierten Produktion von Blutkörperchen führt, die in Organe, einschließlich der Milz wandern und zu deren Vergrößerung führen. Ruxolitinib hemmt bestimmte Signalwege und damit die unkontrollierte Zellteilung und stark vermehrte Bildung von Blutkörperchen.
Nebenwirkungen
- Infektion der Harnwege
- Gürtelrose (Herpes zoster-Infektion)
- Blutarmut (Anämie)
- Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
- Blutung
- Blutung im Inneren des Schädels
- Blutungen im Magen-Darm-Bereich
- Blaue Flecken (Blutergüsse)
- Nasenbluten
- Blutung nach einem Eingriff
- Ausscheidung von Blut mit dem Urin (Hämaturie)
- Fettstoffwechselstörung mit erhöhtem Cholesterin (Hypercholesterinämie)
- Erhöhte Fettkonzentration im Blut (Hypertriglyzeridämie)
- Gewichtszunahme
- Schwindelgefühl
- Kopfschmerzen
- Erhöhter Wert der fettspaltenden Verdauungsenzyme (Lipasen)
- Verstopfung
- Anstieg der Aminotransferase (ALAT)-Konzentration im Blut
- Anstieg der Aspartat-Aminotransferase (ASAT)-Konzentration im Blut
- Bluthochdruck
- Lungenentzündung durch Infektion (Pneumonie)
- Entweichen von Darmgasen
- Blutvergiftung (Sepsis)
- Verminderte Zahl an weißen bestimmten Blutkörperchen (Neutropenie)
- Tuberkulose
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Neugeborene in den ersten 4 Lebenswochen: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 42 × 132 × 75 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Das Blutbild muss während der gesamten Behandlung und ggf. nach Beendigung der Behandlung überwacht werden.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Digoxin \b63-Acetyldigoxin und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt werden. In diesem Zusammenhang können beispielsweise Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall), Sehstörungen (Gelbgrünsehen), Schwindel, Ohnmachtsanfälle, Kopfschmerzen oder Herzklopfen vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel — insbesondere zu Beginn, aber auch nach Ende der Behandlung — eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Herzmuskelentzündung
~i- Störung des Flüssigkeitshaushaltes
~i- Schilddrüsenunterfunktion
~i- erhöhtem Kalziumwert
~i- Kaliummangel
~i- Magnesiummangel
~i- Herzkrankheiten
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Itraconazol Clarithromycin Voriconazol Lopinavir Ritonavir Elvitegravir und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt werden. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Blutungen (zum Beispiel Blutergüsse oder Nasenbluten), Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome an sich beobachten.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Dabigatran etexilat mesilat und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt werden. Das Risiko für Blutungen, wie blaue Flecken oder Nasenbluten, könnte dadurch erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Colchicin und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen von diesem Arzneimittel vermehrt auftreten wie beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Muskelschmerzen, dunkelgefärbter Urin, Fieber, Nasenbluten, Haarausfall oder Schläfrigkeit.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Leberfunktion
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt werden. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Blutungen (zum Beispiel Blutergüsse oder Nasenbluten), Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome an sich beobachten.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phenobarbital Carbamazepin Phenytoin Primidon Mitotan Johanniskraut-Trockenextrakt (3-7:1); Auszugsmittel: Methanol und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Transplantatabstoßung
Was ist das? - Definition Bei einer Transplantatabstoßung erkennt das Immunsystem ein fremdes Organ als nicht körpereigen und beginnt, es zu bekämpfen. Diese Reaktion kann akut oder chronisch verlaufen und gefährdet die Funktion des transplantierten Organs. Trotz moderner Medizin kommt es in etwa 10 bis 30 Prozent der Fälle zu einer Abstoßung. Eine lebenslange Kontrolle und medikamentöse Behandlung sind daher notwendig.
Krankheitsbild
Jede Körperzelle trägt auf ihrer Oberfläche bestimmte Eiweißmoleküle, die wie ein individueller Code wirken. Dieser Code hilft dem Immunsystem zu erkennen, ob eine Zelle zum eigenen Körper gehört oder nicht. Das spielt eine wichtige Rolle, etwa um Krankheitserreger abzuwehren.
Bei einer Organtransplantation wird versucht, Spender und Empfänger möglichst gut aufeinander abzustimmen. Trotzdem kann es passieren, dass das Immunsystem das neue Organ als fremd erkennt und angreift. Man spricht dann von einer Transplantatabstoßung.
Diese Reaktion bezeichnen Ärzte auch als Host-versus-Graft. Sie kann sehr schnell einsetzen, innerhalb von Stunden, manchmal sogar Minuten oder sich über Monate und Jahre langsam entwickeln.
Symptome/Verlauf
Die Symptome unterscheiden sich je nach Art der Abstoßung:
- Akute Abstoßung: Der Allgemeinzustand verschlechtert sich rasch und deutlich. Es kann zu Fieber, Schmerzen im Bereich des transplantierten Organs und Funktionsstörungen kommen.
- Chronische Abstoßung: Sie verläuft oft unauffällig. Die Funktion des Organs nimmt langsam ab und wird meist nur durch Laboruntersuchungen erkannt.
- Die akute Form bedeutet einen medizinischer Notfall. Die chronische Form entwickelt sich schleichend und kann über lange Zeit unbemerkt bleiben.
Folgen/Komplikationen
Bei einer akuten Abstoßung bildet der Körper gezielt Abwehrstoffe gegen das fremde Organ. Diese greifen das Transplantat direkt an und führen oft rasch zum Funktionsverlust. In vielen Fällen kann das Organ nicht mehr gerettet werden.
Die chronische Abstoßung verläuft langsamer, aber ebenso gefährlich. Sie führt zu einer schleichenden Verschlechterung der Organfunktion und kann langfristig ebenfalls zum Verlust des Organs führen.
Ohne rechtzeitige Behandlung kann eine Abstoßung lebensbedrohlich werden. Deshalb ist eine engmaschige medizinische Betreuung nach einer Transplantation unerlässlich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist die natürliche Abwehrreaktion des Körpers gegen fremdes Gewebe. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen:
- Ungenügende Übereinstimmung der Gewebemerkmale zwischen Spender und Empfänger
- Unregelmäßige Einnahme der vorgeschriebenen Medikamente, die eine Transplantatabstoßung verhindern sollen. Bei diesen Arzneimitteln handelt es sich in der Regel um sogenannte Immunsuppressiva.
- Infektionen oder andere Erkrankungen, die das Immunsystem aktivieren.
- Stress oder körperliche Belastung.
- Wechselwirkungen mit anderen eingenommenen Medikamenten.
Auch wenn die Transplantation medizinisch erfolgreich verlief, bleibt das Risiko einer Abstoßung bestehen. Deshalb müssen Betroffene lebenslang Medikamente einnehmen, die das Immunsystem gezielt unterdrücken.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
- regelmäßige Kontrolle der Organfunktion
- Anpassung der Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems
- Behandlung akuter Abstoßungsreaktionen mit speziellen Therapien
Was man selbst tun kann:
- Medikamente zuverlässig und dauerhaft einnehmen
- auf Warnzeichen achten und frühzeitig ärztlichen Rat suchen
- regelmäßige Kontrolltermine wahrnehmen
- Infektionen vermeiden und auf Hygiene achten
Grenzen der Selbsthilfe:
Eine Transplantatabstoßung ist keine Erkrankung, die man allein behandeln kann. Bei Symptomen wie Fieber, Schmerzen oder allgemeiner Schwäche muss sofort ein Arzt aufgesucht werden. Auch bei unklaren Beschwerden oder Unsicherheit über die Medikamenteneinnahme ist ärztliche Hilfe notwendig.
Patienten, die ambulant ein Immunsuppressivum nach einer Organtransplantation neu verordnet bekommen, haben in der Apotheke Anspruch auf eine Erweiterte Medikationsberatung. Die Krankenkassen übernehmen dafür die Kosten.
Bearbeitungsstand: 08.10.2025
Quellenangabe:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 09529475
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 56 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 15 mg
- Marke:
- JAKAVI
- Hersteller:
- NOVARTIS Pharma GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu einer Knochenmarkstörung mit Blutbildungsstörungen, einer verminderten Zahl an weißen Blutkörperchen, Blutarmut und zu einer verminderten Zahl an Blutplättchen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Beim Auftreten von unerwünschten Arzneimittelwirkungen sollten Sie in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
In Abhängigkeit von den Ergebnissen Ihrer Blutuntersuchungen kann Ihr Arzt im Verlauf der Behandlung Dosisanpassungen vornehmen.
Für Dosisanpassungen stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Milzvergrößerung (Splenomegalie)
- Knochenmarkserkrankung (Myelofibrose)
- Knochenmarkserkrankung (Post-Polycysthaemia-vera-Myelofibrose)
- Knochenmarkserkrankung (Post-Essentielle-Thrombozythämie-Myelofibrose)
- Knochenmarkserkrankung (Polyzythämie vera), - wenn der Arzneistoff Hydroxycarbamid, ein Zytostatikum, nicht wirkt oder nicht vertragen wird
- Immunologische Reaktion nach einer Transplantation (Graft-versus-Host-Erkrankung)
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Ruxolitinib gehört zu den Proteinkinase-Hemmern und hemmt bestimmte Enzyme, die so genannten Januskinasen (JAK), die an der Produktion und am Wachstum der roten Blutkörperchen beteiligt sind. Bei Myelofibrose oder bei Polycythaemia vera (Erkrankungen des Knochenmarks) sind die Januskinasen überaktiv, was zu einer unkontrollierten Produktion von Blutkörperchen führt, die in Organe, einschließlich der Milz wandern und zu deren Vergrößerung führen. Ruxolitinib hemmt bestimmte Signalwege und damit die unkontrollierte Zellteilung und stark vermehrte Bildung von Blutkörperchen.
Nebenwirkungen
- Infektion der Harnwege
- Gürtelrose (Herpes zoster-Infektion)
- Blutarmut (Anämie)
- Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
- Blutung
- Blutung im Inneren des Schädels
- Blutungen im Magen-Darm-Bereich
- Blaue Flecken (Blutergüsse)
- Nasenbluten
- Blutung nach einem Eingriff
- Ausscheidung von Blut mit dem Urin (Hämaturie)
- Fettstoffwechselstörung mit erhöhtem Cholesterin (Hypercholesterinämie)
- Erhöhte Fettkonzentration im Blut (Hypertriglyzeridämie)
- Gewichtszunahme
- Schwindelgefühl
- Kopfschmerzen
- Erhöhter Wert der fettspaltenden Verdauungsenzyme (Lipasen)
- Verstopfung
- Anstieg der Aminotransferase (ALAT)-Konzentration im Blut
- Anstieg der Aspartat-Aminotransferase (ASAT)-Konzentration im Blut
- Bluthochdruck
- Lungenentzündung durch Infektion (Pneumonie)
- Entweichen von Darmgasen
- Blutvergiftung (Sepsis)
- Verminderte Zahl an weißen bestimmten Blutkörperchen (Neutropenie)
- Tuberkulose
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Neugeborene in den ersten 4 Lebenswochen: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 42 × 132 × 75 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Das Blutbild muss während der gesamten Behandlung und ggf. nach Beendigung der Behandlung überwacht werden.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt werden. In diesem Zusammenhang können beispielsweise Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall), Sehstörungen (Gelbgrünsehen), Schwindel, Ohnmachtsanfälle, Kopfschmerzen oder Herzklopfen vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel — insbesondere zu Beginn, aber auch nach Ende der Behandlung — eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Herzmuskelentzündung
~i- Störung des Flüssigkeitshaushaltes
~i- Schilddrüsenunterfunktion
~i- erhöhtem Kalziumwert
~i- Kaliummangel
~i- Magnesiummangel
~i- Herzkrankheiten
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt werden. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Blutungen (zum Beispiel Blutergüsse oder Nasenbluten), Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome an sich beobachten.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt werden. Das Risiko für Blutungen, wie blaue Flecken oder Nasenbluten, könnte dadurch erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen von diesem Arzneimittel vermehrt auftreten wie beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Muskelschmerzen, dunkelgefärbter Urin, Fieber, Nasenbluten, Haarausfall oder Schläfrigkeit.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Leberfunktion
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt werden. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Blutungen (zum Beispiel Blutergüsse oder Nasenbluten), Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome an sich beobachten.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Transplantatabstoßung
Was ist das? - Definition Bei einer Transplantatabstoßung erkennt das Immunsystem ein fremdes Organ als nicht körpereigen und beginnt, es zu bekämpfen. Diese Reaktion kann akut oder chronisch verlaufen und gefährdet die Funktion des transplantierten Organs. Trotz moderner Medizin kommt es in etwa 10 bis 30 Prozent der Fälle zu einer Abstoßung. Eine lebenslange Kontrolle und medikamentöse Behandlung sind daher notwendig.
Krankheitsbild
Jede Körperzelle trägt auf ihrer Oberfläche bestimmte Eiweißmoleküle, die wie ein individueller Code wirken. Dieser Code hilft dem Immunsystem zu erkennen, ob eine Zelle zum eigenen Körper gehört oder nicht. Das spielt eine wichtige Rolle, etwa um Krankheitserreger abzuwehren.
Bei einer Organtransplantation wird versucht, Spender und Empfänger möglichst gut aufeinander abzustimmen. Trotzdem kann es passieren, dass das Immunsystem das neue Organ als fremd erkennt und angreift. Man spricht dann von einer Transplantatabstoßung.
Diese Reaktion bezeichnen Ärzte auch als Host-versus-Graft. Sie kann sehr schnell einsetzen, innerhalb von Stunden, manchmal sogar Minuten oder sich über Monate und Jahre langsam entwickeln.
Symptome/Verlauf
Die Symptome unterscheiden sich je nach Art der Abstoßung:
- Akute Abstoßung: Der Allgemeinzustand verschlechtert sich rasch und deutlich. Es kann zu Fieber, Schmerzen im Bereich des transplantierten Organs und Funktionsstörungen kommen.
- Chronische Abstoßung: Sie verläuft oft unauffällig. Die Funktion des Organs nimmt langsam ab und wird meist nur durch Laboruntersuchungen erkannt.
- Die akute Form bedeutet einen medizinischer Notfall. Die chronische Form entwickelt sich schleichend und kann über lange Zeit unbemerkt bleiben.
Folgen/Komplikationen
Bei einer akuten Abstoßung bildet der Körper gezielt Abwehrstoffe gegen das fremde Organ. Diese greifen das Transplantat direkt an und führen oft rasch zum Funktionsverlust. In vielen Fällen kann das Organ nicht mehr gerettet werden.
Die chronische Abstoßung verläuft langsamer, aber ebenso gefährlich. Sie führt zu einer schleichenden Verschlechterung der Organfunktion und kann langfristig ebenfalls zum Verlust des Organs führen.
Ohne rechtzeitige Behandlung kann eine Abstoßung lebensbedrohlich werden. Deshalb ist eine engmaschige medizinische Betreuung nach einer Transplantation unerlässlich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist die natürliche Abwehrreaktion des Körpers gegen fremdes Gewebe. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen:
- Ungenügende Übereinstimmung der Gewebemerkmale zwischen Spender und Empfänger
- Unregelmäßige Einnahme der vorgeschriebenen Medikamente, die eine Transplantatabstoßung verhindern sollen. Bei diesen Arzneimitteln handelt es sich in der Regel um sogenannte Immunsuppressiva.
- Infektionen oder andere Erkrankungen, die das Immunsystem aktivieren.
- Stress oder körperliche Belastung.
- Wechselwirkungen mit anderen eingenommenen Medikamenten.
Auch wenn die Transplantation medizinisch erfolgreich verlief, bleibt das Risiko einer Abstoßung bestehen. Deshalb müssen Betroffene lebenslang Medikamente einnehmen, die das Immunsystem gezielt unterdrücken.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
- regelmäßige Kontrolle der Organfunktion
- Anpassung der Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems
- Behandlung akuter Abstoßungsreaktionen mit speziellen Therapien
Was man selbst tun kann:
- Medikamente zuverlässig und dauerhaft einnehmen
- auf Warnzeichen achten und frühzeitig ärztlichen Rat suchen
- regelmäßige Kontrolltermine wahrnehmen
- Infektionen vermeiden und auf Hygiene achten
Grenzen der Selbsthilfe:
Eine Transplantatabstoßung ist keine Erkrankung, die man allein behandeln kann. Bei Symptomen wie Fieber, Schmerzen oder allgemeiner Schwäche muss sofort ein Arzt aufgesucht werden. Auch bei unklaren Beschwerden oder Unsicherheit über die Medikamenteneinnahme ist ärztliche Hilfe notwendig.
Patienten, die ambulant ein Immunsuppressivum nach einer Organtransplantation neu verordnet bekommen, haben in der Apotheke Anspruch auf eine Erweiterte Medikationsberatung. Die Krankenkassen übernehmen dafür die Kosten.
Bearbeitungsstand: 08.10.2025
Quellenangabe:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.