KADEFUNGIN 6 Kombip.20 g Creme+6 Vaginaltabl.
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Pharmazeutische Informationen
Kombipackung — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 03766145
- Darreichungsform:
- Kombipackung (Kombipackung)
- Packungsgröße:
- 1 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 20 g
- Marke:
- KADEFUNGIN
- Hersteller:
- DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Vaginalcreme: Tragen Sie das Arzneimittel auf die Schamlippen und andere betroffene Stellen im Genitalbereich auf.
Vaginaltabletten: Führen Sie das Arzneimittel in die Scheide ein. Zur Vermeidung einer möglichen Reinfektion sollte gleichzeitig der Partner / die Partnerin ärztlich untersucht und gegebenenfalls behandelt werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer sollte 6 Tage betragen.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Vaginalcreme:
Vaginaltabletten:
Beim erstmaligen Auftreten der Beschwerden (Ausfluß, Juckreiz etc.) und bei mehr als 3-maliger Wiederholung pro Jahr sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Während und bis 2 Tage nach der Behandlung sollte nur mit latexfreien Kondomen geschützter Geschlechtsverkehr stattfinden.
Anwendungsgebiete
- Pilzinfektionen der Scheide, eventuell mit Ausfluss
- Pilzinfektion an den äußeren Geschlechtsteilen der Frau
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 3 mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Vaginaltablette, Gesamtdosis: 1 Vaginaltablette pro Tag, Zeitpunkt: vor dem Schlafengehen
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff schädigt die äußere Hülle, die sog. Zellmembran von Pilzen. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, sie wird z.B. für Nährstoffe undurchlässiger - die Zelle hungert, oder Zellbestandteile treten aus und die Zelle löst sich auf. Je nach Wirkstoffkonzentration werden die Pilze dadurch in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung gehemmt oder direkt abgetötet. Der Wirkstoff ist außerdem gegen bestimmte Bakterien wirksam.
Nebenwirkungen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- - Brennen oder Stechen auf der Haut
- - Hautrötung
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Angaben vor. Ist das Arzneimittel rezeptfrei, befragen Sie hierzu auf alle Fälle Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 6 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Diese Angabe gilt nur für die Creme. Für die Vaginaltabletten gilt das aufgedruckte Verfalldatum.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Clotrimazol)!
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Die Behandlung sollte zweckmäßigerweise nicht während der Menstruation durchgeführt werden bzw. vor deren Beginn abgeschlossen sein.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Tacrolimus-1-Wasser Clotrimazol Vaginalcreme ( und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen wie Fieber, Wassereinlagerungen, Magen-Darm-Beschwerden, Hautreaktionen, Gelenkschmerzen, Zittern, Kopfschmerzen, Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen, Schädigungen der Nieren und Erhöhung des Blutzuckerspiegels oder des Blutdrucks erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Scheidenpilz
Was ist das? - Definition Ein Scheidenpilz ist eine häufige Infektion der Vaginalschleimhaut, die meist durch Hefepilze wie Candida albicans verursacht wird. Die Erkrankung ist unangenehm, aber in der Regel harmlos und gut behandelbar.
Krankheitsbild
Der Scheidenpilz zählt zu den häufigsten gynäkologischen Infektionen. Er betrifft vor allem Frauen im gebärfähigen Alter, kann aber auch in anderen Lebensphasen auftreten. Die Pilze sind oft schon natürlicher Bestandteil der Scheidenflora, können sich aber unter bestimmten Bedingungen stark vermehren und Beschwerden auslösen. Die Diagnose erfolgt meist durch eine gynäkologische Untersuchung und einen Abstrich. Der Verlauf ist meist unkompliziert, kann aber wiederkehrend sein.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich oft innerhalb weniger Tage und sind deutlich spürbar. Typisch sind:
- Juckreiz im Intimbereich
- Brennendes Gefühl beim Wasserlassen
- Rötung und Schwellung der Schamlippen
- Weißlicher, bröckeliger Ausfluss
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Gefühl von Trockenheit oder Reibung
Die Symptome können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Manche Frauen haben nur leichte Beschwerden, andere fühlen sich stark beeinträchtigt. In vielen Fällen tritt der Scheidenpilz wiederholt auf, besonders bei bestimmten Risikofaktoren.
Folgen/Komplikationen
Ein unbehandelter Scheidenpilz kann sich ausbreiten und zu stärkeren Entzündungen führen. Wiederkehrende Infektionen können die Schleimhaut empfindlicher machen und das Wohlbefinden beeinträchtigen. In der Schwangerschaft sollte ein Scheidenpilz unbedingt behandelt werden, da er das Risiko für Frühgeburten erhöhen kann. Bei sehr häufigem Auftreten kann eine weiterführende Diagnostik sinnvoll sein, um andere Ursachen auszuschließen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist eine übermäßige Vermehrung von Hefepilzen, meist Candida albicans. Verschiedene Faktoren können das Gleichgewicht der Scheidenflora stören und eine Infektion begünstigen. Dazu gehören eine Antibiotikatherapie, hormonelle Veränderungen wie in der Schwangerschaft oder durch die Pille, ein geschwächtes Immunsystem sowie Diabetes. Zusätzlich begünstigen eine enge oder synthetische Kleidung, eine übertriebene Intimhygiene sowie Stress und eine unausgewogene Ernährung die Ausbreitung von Hefepilzen. Auch sexuelle Aktivität kann eine Rolle spielen, wobei der Scheidenpilz nicht als klassische Geschlechtskrankheit gilt.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch einen Abstrich die Diagnose sichern und eine passende Behandlung einleiten. Zum Einsatz kommen meist sogenannte Antimykotika in Form von Vaginalzäpfchen, Cremes oder Tabletten.
Das kann man selbst tun: Atmungsaktive Kleidung, sanfte Intimhygiene, Vermeidung von übermäßigem Waschen und eine ausgewogene Ernährung tragen zur Vorbeugung bei. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden länger als eine Woche bestehen, sehr stark sind oder immer wiederkehren. Dann sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Vaginaler Ausfluss
Was ist das? - Definition Vaginaler Ausfluss bezeichnet Flüssigkeiten, die aus der Scheide austreten. Ein gewisser Ausfluss ist normal und dient dem Schutz vor Infektionen. Veränderungen in Menge, Bestimmte Farben oder Gerüche können jedoch auf ein gesundheitliches Problem hinweisen.
Krankheitsbild
Vaginaler Ausfluss entsteht durch natürliche Sekrete der Schleimhäute. Diese verändern sich im Laufe des Zyklus, bei hormonellen Schwankungen oder sexueller Erregung. Problematisch wird Ausfluss, wenn er ungewöhnlich aussieht, unangenehm riecht oder Beschwerden verursacht. Dann kann eine Infektion oder eine andere Störung vorliegen. Sowohl harmlose als auch behandlungsbedürftige Ursachen sind möglich.
Symptome/Verlauf
Auffälliger Ausfluss kann sich auf verschiedene Weise zeigen. Zu den häufigen Symptomen zählen:
- veränderte Farbe wie gelb grün oder grau
- unangenehmer Geruch
- Juckreiz Brennen oder Schmerzen
- Beschwerden beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr
Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab. Manche Veränderungen verschwinden von selbst, andere verschlimmern sich ohne Behandlung. Infektionen können sich ausbreiten, wenn sie nicht erkannt werden.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Infektionen können zu Entzündungen im Genitalbereich führen. In manchen Fällen breiten sie sich auf Gebärmutter oder Eileiter aus und verursachen stärkere Schmerzen oder Fieber. Langfristig können wiederkehrende Infektionen zudem das Wohlbefinden beeinträchtigen. Auch psychische Belastungen sind möglich, wenn Beschwerden anhalten oder Schamgefühle entstehen.
Ursachen/Risikofaktoren
Veränderter Ausfluss kann viele Gründe haben. Häufig sind Infektionen durch Bakterien oder Pilze. Auch hormonelle Veränderungen, etwa in Pubertät Schwangerschaft oder Wechseljahren, spielen eine Rolle. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen enge oder synthetische Kleidung, übertriebene Intimhygiene, ungeschützter Geschlechtsverkehr und ein geschwächtes Immunsystem. Manchmal liegt auch eine Reizung durch Pflegeprodukte oder Allergien vor.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Abstriche und Untersuchungen klären, ob eine Infektion vorliegt. Je nach Ursache kommen vor allem antibakterielle oder antimykotische, also gegen Pilze wirkende Präparate zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Es hilft, auf eine milde Körperpflege zu achten, atmungsaktive Kleidung zu tragen und mögliche Reizstoffe zu meiden. Grenzen bestehen dort, wo Schmerzen Fieber, starker Geruch oder anhaltende Beschwerden auftreten. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Das gilt insbesondere während der Schwangerschaft.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Pilzbefall der Haut mit Fadenpilzen (Dermatophyten)
Was ist das? - Definition Dermatophytosen sind Pilzinfektionen der Haut, die durch sogenannte Fadenpilze verursacht werden. Diese Pilze befallen bevorzugt die oberste Hautschicht, Nägel oder Haare und ernähren sich vom Hornstoff Keratin. Die Erkrankung ist ansteckend und tritt häufig an Füßen, Händen oder in Hautfalten auf. Sie heilt meist gut, kann aber hartnäckig verlaufen.
Krankheitsbild
Fadenpilze, auch Dermatophyten genannt, sind spezialisierte Hautpilze, die sich vom Keratin abgestorbener Hautzellen ernähren. Sie dringen in die Hornschicht der Haut ein und verursachen dort eine lokale Entzündung. Die Erkrankung wird je nach betroffener Körperstelle als Tinea bezeichnet, zum Beispiel Tinea pedis (Fußpilz) oder Tinea corporis (Rumpf). Dermatophytosen sind weltweit verbreitet und zählen zu den häufigsten Hautinfektionen. Sie sind ansteckend und können durch direkten Hautkontakt oder über kontaminierte Gegenstände wie Handtücher, Schuhe oder Böden übertragen werden.
Symptome/Verlauf
Die Symptome hängen von der betroffenen Körperregion ab, zeigen aber typische Merkmale:
- gerötete, schuppende Hautstellen mit scharfem Rand
- Juckreiz, Brennen oder Spannungsgefühl
- kreisförmige, sich ausbreitende Hautveränderungen (Ringelflechte)
- Bläschenbildung oder Nässen, besonders an den Füßen
- brüchige, verdickte oder verfärbte Nägel bei Nagelpilz
Die Infektion beginnt meist lokal und kann sich ohne Behandlung ausbreiten. Besonders Fuß- und Nagelpilz verlaufen oft chronisch. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann die Erkrankung schwerer verlaufen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt breitet sich der Pilz mitunter auf andere Körperstellen oder Personen aus. Es kann zu bakteriellen Zusatzinfektionen kommen, wenn die Haut durch Kratzen verletzt wird. Bei Nagelbefall kann der Nagel dauerhaft geschädigt werden. In seltenen Fällen entsteht eine tiefergehende Infektion, insbesondere bei Menschen mit Diabetes oder Immunschwäche. Auch psychische Belastungen durch sichtbare Hautveränderungen kommen vor.
Ursachen/Risikofaktoren
Fadenpilze gedeihen besonders gut in feuchtwarmer Umgebung. Zu den häufigsten Risikofaktoren zählen enge oder luftundurchlässige Kleidung und Schuhe, vermehrtes Schwitzen und Besuche in Schwimmbädern, Saunen oder Umkleiden ohne Badeschlappen. Zudem begünstigen ein geschwächtes Immunsystem, Diabetes, Hautverletzungen oder chronische Hauterkrankungen eine Infektion. Das Risiko erhöht ebenfalls der Kontakt mit infizierten Personen oder Haustieren. Mangelnde Hygiene oder das Teilen von Handtüchern und Schuhen begünstigt zusätzlich die Übertragung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann eine Dermatophytose mit antimykotischen Cremes, Sprays oder Tabletten behandeln. Zu den wichtigen Wirkstoffgruppen zählen Azole, Allylamine und Ciclopirox. Bei Nagelpilz kann eine langfristige Therapie notwendig sein.
Das kann man selbst tun: Eine gute Hygiene, das Trocknen der Haut nach dem Duschen und das Tragen atmungsaktiver Kleidung beugen vor. In öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbädern oder Sauen sind Badeschlappen wichtig. Wenn die Infektion nicht abheilt, sich ausbreitet oder Nägel betroffen sind, sollte man ärztliche Hilfe suchen. Eine Selbstbehandlung reicht dann nicht mehr aus.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Kombipackung — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 03766145
- Darreichungsform:
- Kombipackung (Kombipackung)
- Packungsgröße:
- 1 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 20 g
- Marke:
- KADEFUNGIN
- Hersteller:
- DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Vaginalcreme: Tragen Sie das Arzneimittel auf die Schamlippen und andere betroffene Stellen im Genitalbereich auf.
Vaginaltabletten: Führen Sie das Arzneimittel in die Scheide ein. Zur Vermeidung einer möglichen Reinfektion sollte gleichzeitig der Partner / die Partnerin ärztlich untersucht und gegebenenfalls behandelt werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer sollte 6 Tage betragen.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Vaginalcreme:
Vaginaltabletten:
Beim erstmaligen Auftreten der Beschwerden (Ausfluß, Juckreiz etc.) und bei mehr als 3-maliger Wiederholung pro Jahr sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Während und bis 2 Tage nach der Behandlung sollte nur mit latexfreien Kondomen geschützter Geschlechtsverkehr stattfinden.
Anwendungsgebiete
- Pilzinfektionen der Scheide, eventuell mit Ausfluss
- Pilzinfektion an den äußeren Geschlechtsteilen der Frau
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 3 mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Vaginaltablette, Gesamtdosis: 1 Vaginaltablette pro Tag, Zeitpunkt: vor dem Schlafengehen
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff schädigt die äußere Hülle, die sog. Zellmembran von Pilzen. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, sie wird z.B. für Nährstoffe undurchlässiger - die Zelle hungert, oder Zellbestandteile treten aus und die Zelle löst sich auf. Je nach Wirkstoffkonzentration werden die Pilze dadurch in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung gehemmt oder direkt abgetötet. Der Wirkstoff ist außerdem gegen bestimmte Bakterien wirksam.
Nebenwirkungen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- - Brennen oder Stechen auf der Haut
- - Hautrötung
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Angaben vor. Ist das Arzneimittel rezeptfrei, befragen Sie hierzu auf alle Fälle Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 6 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Diese Angabe gilt nur für die Creme. Für die Vaginaltabletten gilt das aufgedruckte Verfalldatum.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Clotrimazol)!
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Die Behandlung sollte zweckmäßigerweise nicht während der Menstruation durchgeführt werden bzw. vor deren Beginn abgeschlossen sein.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen wie Fieber, Wassereinlagerungen, Magen-Darm-Beschwerden, Hautreaktionen, Gelenkschmerzen, Zittern, Kopfschmerzen, Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen, Schädigungen der Nieren und Erhöhung des Blutzuckerspiegels oder des Blutdrucks erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Scheidenpilz
Was ist das? - Definition Ein Scheidenpilz ist eine häufige Infektion der Vaginalschleimhaut, die meist durch Hefepilze wie Candida albicans verursacht wird. Die Erkrankung ist unangenehm, aber in der Regel harmlos und gut behandelbar.
Krankheitsbild
Der Scheidenpilz zählt zu den häufigsten gynäkologischen Infektionen. Er betrifft vor allem Frauen im gebärfähigen Alter, kann aber auch in anderen Lebensphasen auftreten. Die Pilze sind oft schon natürlicher Bestandteil der Scheidenflora, können sich aber unter bestimmten Bedingungen stark vermehren und Beschwerden auslösen. Die Diagnose erfolgt meist durch eine gynäkologische Untersuchung und einen Abstrich. Der Verlauf ist meist unkompliziert, kann aber wiederkehrend sein.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich oft innerhalb weniger Tage und sind deutlich spürbar. Typisch sind:
- Juckreiz im Intimbereich
- Brennendes Gefühl beim Wasserlassen
- Rötung und Schwellung der Schamlippen
- Weißlicher, bröckeliger Ausfluss
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Gefühl von Trockenheit oder Reibung
Die Symptome können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Manche Frauen haben nur leichte Beschwerden, andere fühlen sich stark beeinträchtigt. In vielen Fällen tritt der Scheidenpilz wiederholt auf, besonders bei bestimmten Risikofaktoren.
Folgen/Komplikationen
Ein unbehandelter Scheidenpilz kann sich ausbreiten und zu stärkeren Entzündungen führen. Wiederkehrende Infektionen können die Schleimhaut empfindlicher machen und das Wohlbefinden beeinträchtigen. In der Schwangerschaft sollte ein Scheidenpilz unbedingt behandelt werden, da er das Risiko für Frühgeburten erhöhen kann. Bei sehr häufigem Auftreten kann eine weiterführende Diagnostik sinnvoll sein, um andere Ursachen auszuschließen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist eine übermäßige Vermehrung von Hefepilzen, meist Candida albicans. Verschiedene Faktoren können das Gleichgewicht der Scheidenflora stören und eine Infektion begünstigen. Dazu gehören eine Antibiotikatherapie, hormonelle Veränderungen wie in der Schwangerschaft oder durch die Pille, ein geschwächtes Immunsystem sowie Diabetes. Zusätzlich begünstigen eine enge oder synthetische Kleidung, eine übertriebene Intimhygiene sowie Stress und eine unausgewogene Ernährung die Ausbreitung von Hefepilzen. Auch sexuelle Aktivität kann eine Rolle spielen, wobei der Scheidenpilz nicht als klassische Geschlechtskrankheit gilt.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch einen Abstrich die Diagnose sichern und eine passende Behandlung einleiten. Zum Einsatz kommen meist sogenannte Antimykotika in Form von Vaginalzäpfchen, Cremes oder Tabletten.
Das kann man selbst tun: Atmungsaktive Kleidung, sanfte Intimhygiene, Vermeidung von übermäßigem Waschen und eine ausgewogene Ernährung tragen zur Vorbeugung bei. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden länger als eine Woche bestehen, sehr stark sind oder immer wiederkehren. Dann sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Vaginaler Ausfluss
Was ist das? - Definition Vaginaler Ausfluss bezeichnet Flüssigkeiten, die aus der Scheide austreten. Ein gewisser Ausfluss ist normal und dient dem Schutz vor Infektionen. Veränderungen in Menge, Bestimmte Farben oder Gerüche können jedoch auf ein gesundheitliches Problem hinweisen.
Krankheitsbild
Vaginaler Ausfluss entsteht durch natürliche Sekrete der Schleimhäute. Diese verändern sich im Laufe des Zyklus, bei hormonellen Schwankungen oder sexueller Erregung. Problematisch wird Ausfluss, wenn er ungewöhnlich aussieht, unangenehm riecht oder Beschwerden verursacht. Dann kann eine Infektion oder eine andere Störung vorliegen. Sowohl harmlose als auch behandlungsbedürftige Ursachen sind möglich.
Symptome/Verlauf
Auffälliger Ausfluss kann sich auf verschiedene Weise zeigen. Zu den häufigen Symptomen zählen:
- veränderte Farbe wie gelb grün oder grau
- unangenehmer Geruch
- Juckreiz Brennen oder Schmerzen
- Beschwerden beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr
Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab. Manche Veränderungen verschwinden von selbst, andere verschlimmern sich ohne Behandlung. Infektionen können sich ausbreiten, wenn sie nicht erkannt werden.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Infektionen können zu Entzündungen im Genitalbereich führen. In manchen Fällen breiten sie sich auf Gebärmutter oder Eileiter aus und verursachen stärkere Schmerzen oder Fieber. Langfristig können wiederkehrende Infektionen zudem das Wohlbefinden beeinträchtigen. Auch psychische Belastungen sind möglich, wenn Beschwerden anhalten oder Schamgefühle entstehen.
Ursachen/Risikofaktoren
Veränderter Ausfluss kann viele Gründe haben. Häufig sind Infektionen durch Bakterien oder Pilze. Auch hormonelle Veränderungen, etwa in Pubertät Schwangerschaft oder Wechseljahren, spielen eine Rolle. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen enge oder synthetische Kleidung, übertriebene Intimhygiene, ungeschützter Geschlechtsverkehr und ein geschwächtes Immunsystem. Manchmal liegt auch eine Reizung durch Pflegeprodukte oder Allergien vor.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Abstriche und Untersuchungen klären, ob eine Infektion vorliegt. Je nach Ursache kommen vor allem antibakterielle oder antimykotische, also gegen Pilze wirkende Präparate zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Es hilft, auf eine milde Körperpflege zu achten, atmungsaktive Kleidung zu tragen und mögliche Reizstoffe zu meiden. Grenzen bestehen dort, wo Schmerzen Fieber, starker Geruch oder anhaltende Beschwerden auftreten. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Das gilt insbesondere während der Schwangerschaft.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Pilzbefall der Haut mit Fadenpilzen (Dermatophyten)
Was ist das? - Definition Dermatophytosen sind Pilzinfektionen der Haut, die durch sogenannte Fadenpilze verursacht werden. Diese Pilze befallen bevorzugt die oberste Hautschicht, Nägel oder Haare und ernähren sich vom Hornstoff Keratin. Die Erkrankung ist ansteckend und tritt häufig an Füßen, Händen oder in Hautfalten auf. Sie heilt meist gut, kann aber hartnäckig verlaufen.
Krankheitsbild
Fadenpilze, auch Dermatophyten genannt, sind spezialisierte Hautpilze, die sich vom Keratin abgestorbener Hautzellen ernähren. Sie dringen in die Hornschicht der Haut ein und verursachen dort eine lokale Entzündung. Die Erkrankung wird je nach betroffener Körperstelle als Tinea bezeichnet, zum Beispiel Tinea pedis (Fußpilz) oder Tinea corporis (Rumpf). Dermatophytosen sind weltweit verbreitet und zählen zu den häufigsten Hautinfektionen. Sie sind ansteckend und können durch direkten Hautkontakt oder über kontaminierte Gegenstände wie Handtücher, Schuhe oder Böden übertragen werden.
Symptome/Verlauf
Die Symptome hängen von der betroffenen Körperregion ab, zeigen aber typische Merkmale:
- gerötete, schuppende Hautstellen mit scharfem Rand
- Juckreiz, Brennen oder Spannungsgefühl
- kreisförmige, sich ausbreitende Hautveränderungen (Ringelflechte)
- Bläschenbildung oder Nässen, besonders an den Füßen
- brüchige, verdickte oder verfärbte Nägel bei Nagelpilz
Die Infektion beginnt meist lokal und kann sich ohne Behandlung ausbreiten. Besonders Fuß- und Nagelpilz verlaufen oft chronisch. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann die Erkrankung schwerer verlaufen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt breitet sich der Pilz mitunter auf andere Körperstellen oder Personen aus. Es kann zu bakteriellen Zusatzinfektionen kommen, wenn die Haut durch Kratzen verletzt wird. Bei Nagelbefall kann der Nagel dauerhaft geschädigt werden. In seltenen Fällen entsteht eine tiefergehende Infektion, insbesondere bei Menschen mit Diabetes oder Immunschwäche. Auch psychische Belastungen durch sichtbare Hautveränderungen kommen vor.
Ursachen/Risikofaktoren
Fadenpilze gedeihen besonders gut in feuchtwarmer Umgebung. Zu den häufigsten Risikofaktoren zählen enge oder luftundurchlässige Kleidung und Schuhe, vermehrtes Schwitzen und Besuche in Schwimmbädern, Saunen oder Umkleiden ohne Badeschlappen. Zudem begünstigen ein geschwächtes Immunsystem, Diabetes, Hautverletzungen oder chronische Hauterkrankungen eine Infektion. Das Risiko erhöht ebenfalls der Kontakt mit infizierten Personen oder Haustieren. Mangelnde Hygiene oder das Teilen von Handtüchern und Schuhen begünstigt zusätzlich die Übertragung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann eine Dermatophytose mit antimykotischen Cremes, Sprays oder Tabletten behandeln. Zu den wichtigen Wirkstoffgruppen zählen Azole, Allylamine und Ciclopirox. Bei Nagelpilz kann eine langfristige Therapie notwendig sein.
Das kann man selbst tun: Eine gute Hygiene, das Trocknen der Haut nach dem Duschen und das Tragen atmungsaktiver Kleidung beugen vor. In öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbädern oder Sauen sind Badeschlappen wichtig. Wenn die Infektion nicht abheilt, sich ausbreitet oder Nägel betroffen sind, sollte man ärztliche Hilfe suchen. Eine Selbstbehandlung reicht dann nicht mehr aus.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.