KAMILLEN TEE
13,15 €
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Pharmazeutische Informationen
Tee — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 00429766
- Darreichungsform:
- Tee (Tee)
- Packungsgröße:
- 100 g
- Marke:
- KAMILLEN
- Hersteller:
- Alexander Weltecke GmbH & Co KG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Bereiten Sie den Tee zu und trinken Sie ihn gleich
Übergießen Sie dafür den Tee mit siedendem Wasser (ca. 150ml) und geben Sie ihn nach etwa 5-10 Minuten durch ein Teesieb.
Oder: Bereiten Sie das Arzneimittel zu und spülen Sie damit die Mundhöhle.
Oder: Bereiten Sie das Arzneimittel zu und gurgeln Sie damit.
Übergießen Sie dafür den Tee mit siedendem Wasser (ca. 100ml) und geben Sie ihn nach etwa 5-10 Minuten durch ein Teesieb.
Oder: Bereiten Sie das Arzneimittel zu und inhalieren Sie es. Beugen Sie Ihren Kopf über das Gefäß, atmen Sie die Dämpfe durch Nase und Mund ein und decken Sie nach Möglichkeit Kopf und Gefäß mit einem Tuch ab.
Übergießen Sie dafür den Tee mit siedendem Wasser (ca. 100ml)
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 1 Woche anwenden, wenn keine Besserung der Beschwerden nach dieser Zeit eingetreten ist oder die Beschwerden regelmäßig wiederkehren.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Zur Zubereitung eines Teeaufgusses zum Trinken:
Zur Zubereitung eines Teeaufgusses zumnInhalieren:
Zur Zubereitung eines Teeaufgusses zum Spülen oder Gurgeln:
Anwendungsgebiete
- Leichte krampfartige Verdauungsstörungen
- Erkältungsbeschwerden,wie:
- Atemwegsentzündungen, sowie Reizzustände der Luftwege
- Entzündungen der Mundschleimhaut (Stomatitis)
- Zahnfleischentzündung (Gingivitis)
- Beschwerden im Mundrachenraum
- Halsentzündung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Säuglinge von 6 Monaten bis 1 Jahr:, Einzeldosis: 0,5-1,0g (1 Teelöffel), Gesamtdosis: 2-4 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder von 2 bis 5 Jahren:, Einzeldosis: 1,0-1,5g (1 gehäufter Teelöffel), Gesamtdosis: 2-4 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder von 6 bis 11 Jahren:, Einzeldosis: 1,5-3g (1 Esslöffel), Gesamtdosis: 2-4 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1,5-4g (1 gehäufter Esslöffel), Gesamtdosis: 3-4 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder von 6 bis 11 Jahren:, Einzeldosis: 2-5g (1 Esslöffel), Gesamtdosis: 1-2 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 3-10g (1-2 gehäufter Esslöffel), Gesamtdosis: mehrmals täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1-5g (1 gehäufter Esslöffel), Gesamtdosis: mehrmals täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen der Pflanze Kamille und wirken als natürliches Gemisch. Zu der Pflanze selbst:
- Aussehen: Wiesen- und Ackerpflanze mit weiß-gelben Blüten und fein-fiedrigen Blättern
- Vorkommen: Vor allem Europa
- Hauptsächliche Inhaltsstoffe: Alpha-Bisabolol oder Bisoboloide A und B
- Verwendete Pflanzenteile und Zubereitungen: Extrakte, Tinkturen, Presssäfte und ätherisches Öl, vor allem aus den Blüten, selten aus den Wurzeln
Innerlich angewendet löst Kamille im Verdauungstrakt Krämpfe und fördert den Abgang von Winden, wirkt somit Blähungen entgegen.
Bei der äusserlichen Anwendung als Pinselung oder Spülung wurde vor allem eine entzündungshemmende Eigenschaft nachgewiesen. Bei Haut- und Schleimhautentzündungen verwendet man Kamillenzubereitungen, um die Wundheilung zu fördern und das Wachstum von sowohl Bakterien als auch Pilzen zu hemmen.
In den oberen Atemwegen wirkt Kamille krampflösend und reizlindernd.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind derzeit keine Nebenwirkungen bekannt.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Allergie gegen Korbblütler, wie z.B. Arnika, Ringelblume, Schafgarbe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge unter 6 Monaten: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
- Kinder unter 12 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes oder die Geburt.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht beim Inhalieren des Arzneimittels: Es besteht die Gefahr, dass Sie sich durch den heißen Wasserdampf verbrühen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Korbblütler (lateinischer Name = Kompositen), z.B. Arnika, Ringelblume, Schafgarbe, Sonnenhut und Kamille!
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Traditionelle innerliche Anwendung bei:
Traditionelle Anwendung zum Inhalieren bei:
Traditionelle Anwendung zum Gurgeln oder Spülen bei:
Diese Anwendungen stützen sich ausschließlich auf die langjährige Anwendung des Arzneimittels in den Anwendungsgebieten.
Reizdarm-Syndrom
Was ist das? - Definition Ein Reizdarm ist eine chronische Funktionsstörung des Darms, bei der wiederkehrende Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen und Stuhlveränderungen auftreten, ohne dass eine organische Ursache wie Entzündungen oder Tumoren vorliegt. Die Erkrankung ist zwar unangenehm, aber nicht gefährlich.
Krankheitsbild
Der Reizdarm gehört zu den funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen. Das bedeutet, dass die Beschwerden nicht durch sichtbare Schäden oder krankhafte Veränderungen im Darm entstehen. Vielmehr liegt eine gestörte Regulation der Darmbewegung und eine erhöhte Empfindlichkeit vor. Die Diagnose erfolgt meist durch Ausschluss anderer Erkrankungen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Der Reizdarm kann in verschiedenen Formen auftreten: mit Durchfall, mit Verstopfung oder mit einem Wechsel zwischen beiden.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden sind oft belastend und können die Lebensqualität stark einschränken. Typisch sind:
- Bauchschmerzen oder Krämpfe
- Blähungen und Völlegefühl
- Veränderte Stuhlgewohnheiten wie Durchfall oder Verstopfung
- Gefühl unvollständiger Darmentleerung
- Schleim im Stuhl
- Dringender Stuhldrang Die Symptome treten häufig in Schüben auf und können durch Stress, bestimmte Lebensmittel oder hormonelle Veränderungen verstärkt werden. Oft bessern sie sich nach dem Stuhlgang.
Folgen/KomplikationenEin Reizdarm ist nicht lebensbedrohlich und verursacht keine bleibenden Schäden am Darm. Dennoch kann die Erkrankung zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führen. Viele Betroffene leiden unter sozialer Unsicherheit, Schlafstörungen oder psychischen Belastungen. In seltenen Fällen kann es durch starke Vermeidung bestimmter Lebensmittel zu Mangelerscheinungen kommen. Wichtig ist, Warnzeichen wie Blut im Stuhl, Fieber oder ungewollten Gewichtsverlust ernst zu nehmen, da sie auf andere Erkrankungen hinweisen können.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass mehrere Faktoren zusammenwirken. Dazu zählen eine gestörte Darmbewegung, eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit im Darm, Veränderungen der Darmflora, Stress, psychische Belastungen, frühere Magen-Darm-Infektionen sowie eine genetische Veranlagung. Auch eine gestörte Kommunikation zwischen Darm und Gehirn spielt eine Rolle. Häufig lässt sich kein einzelner Auslöser benennen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Gespräche und Untersuchungen andere Erkrankungen ausschließen und eine passende Behandlung vorschlagen. Dabei kommen Medikamente aus den folgenden Wirkstoffgruppen zum Einsatz: krampflösende Mittel zur Linderung von Schmerzen, Ballaststoffe oder osmotische Abführmittel bei Verstopfung, Mittel gegen Durchfall sowie in manchen Fällen Antidepressiva zur Regulierung der Darmnerven.Das kann man selbst tun: Stressabbau, eine reizdarmgerechte Ernährung, Bewegung und ein Symptomtagebuch tragen zur Besserung bei. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden stark zunehmen, neue Symptome auftreten oder die Lebensqualität erheblich leidet. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Blähungen (Meteorismus)
Was ist das? - Definition Bei Blähungen handelt es sich um eine vermehrte Ansammlung von Gasen im Verdauungstrakt. Der Bauch ist aufgebläht und kann schmerzen.
Krankheitsbild
Ein geblähter Bauch, Druckgefühl und häufige "Winde"
- all das sind typische Zeichen für Blähungen, auch Meteorismus genannt. Rund jeder fünfte Erwachsene leidet regelmäßig darunter. Ursache ist eine vermehrte Ansammlung von Gasen im Verdauungstrakt. Diese entsteht entweder durch die natürliche Verdauung, durch verschluckte Luft oder durch Bakterien im Darm. Obwohl gelegentliche Blähungen normal sind, können sie in manchen Fällen auf eine Erkrankung hinweisen.
Symptome/Verlauf
Blähungen äußern sich meist durch unangenehmen Druck im Bauchraum. Der Bauch kann hart und sichtbar aufgetrieben sein. Begleitet wird dies oft von Schmerzen, die bis in den Rücken ausstrahlen können, sowie von häufigerem Abgang von Darmgasen. Solange das natürliche Gleichgewicht zwischen Gasbildung und
- -ausscheidung funktioniert, bemerken wir davon kaum etwas. Störungen in diesem Ablauf, etwa durch bestimmte Lebensmittel oder Krankheiten, führen jedoch zu Beschwerden.
Folgen/Komplikationen
Blähungen sind meist harmlos, können aber die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen
- insbesondere, wenn sie regelmäßig oder über Wochen auftreten. Dauerhafte Beschwerden sollten ernst genommen und durch den Arzt untersucht werden, da sie auf eine zugrunde liegende Störung wie eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, ein Reizdarmsyndrom oder eine chronisch
- -entzündliche Darmerkrankung hinweisen können.
Ursachen/Risikofaktoren
Viele Auslöser für Blähungen sind harmlos: Zu hastiges Essen, kohlensäurehaltige Getränke oder blähende Lebensmittel wie Kohl, Hülsenfrüchte oder Vollkornprodukte. Auch Zuckeraustauschstoffe in zuckerfreien Bonbons (Sorbit, Xylit) haben eine blähende Wirkung. Auch Medikamente wie Antibiotika, Schmerzmittel oder Abführmittel können Blähungen fördern.
Darüber hinaus kommen bestimmte Erkrankungen infrage, zum Beispiel:
- -Reizdarmsyndrom
- -Laktose- oder Fruktoseintoleranz
- -Zöliakie oder Weizensensitivität
- -Morbus Crohn, Divertikel oder Reizmagen
- -Bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms
- -Verdauungsstörungen bei Diabetes
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Oft helfen einfache Maßnahmen: langsam essen, gut kauen, blähende Lebensmittel meiden, Zuckeraustauschstoffe reduzieren und sich regelmäßig bewegen. Entblähende Tees (zum Beispiel mit Fenchel oder Kümmel) und Wärme tun gut. Auch andere blähungstreibende Präparate aus der Apotheke können die Beschwerden lindern. Das Apothekenteam berät gerne zur passenden Auswahl.
Was der Arzt tun kann:
Halten die Beschwerden an, empfiehlt sich ein Arztbesuch. Nach einem ausführlichen Gespräch und körperlicher Untersuchung können weitere Tests (zum Beispiel Atemtest, Ultraschall oder Blutuntersuchung) helfen, die Ursache zu finden. Bei Verdacht auf Unverträglichkeiten unterstützt ein Ernährungstagebuch die Diagnose. Je nach Ergebnis erfolgt eine gezielte Behandlung der Grunderkrankung.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Reizmagen
Was ist das? - Definition Ein Reizmagen ist eine funktionelle Störung des Magens, bei der wiederkehrende Beschwerden im Oberbauch auftreten, ohne dass eine organische Ursache wie eine Entzündung oder ein Geschwür nachweisbar ist. Die Symptome sind belastend, aber meist harmlos.
Krankheitsbild
Der Reizmagen zählt zu den funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen. Das bedeutet, dass die Beschwerden nicht durch sichtbare Schäden oder krankhafte Veränderungen entstehen. Vielmehr liegt eine gestörte Funktion des Magens vor. Die Diagnose erfolgt meist durch Ausschluss anderer Erkrankungen, etwa durch eine Magenspiegelung oder Laboruntersuchungen. Die Beschwerden können nach dem Essen auftreten oder unabhängig davon bestehen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden sind vielfältig und können phasenweise oder dauerhaft auftreten. Typisch sind:
- Völlegefühl
- Oberbauchschmerzen oder Brennen
- Übelkeit
- Aufstoßen
- Appetitlosigkeit
- Blähungen
- Frühes SättigungsgefühlStress, aber auch bestimmte Lebensmittel oder Medikamente können die Symptome verstärken. Auch psychische Belastungen spielen oft eine Rolle.
Folgen/Komplikationen
Ein Reizmagen ist zwar unangenehm, führt aber selten zu ernsthaften Komplikationen. Die Lebensqualität kann jedoch stark eingeschränkt sein. Manche Betroffene entwickeln Ängste oder depressive Verstimmungen. In seltenen Fällen kann es durch Appetitverlust und verminderte Nahrungsaufnahme zu Gewichtsverlust kommen. Wichtig ist, andere Erkrankungen wie Magengeschwüre oder Entzündungen auszuschließen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass mehrere Faktoren zusammenwirken. Dazu zählen Störungen der Magenbewegung, eine Überempfindlichkeit der Magenschleimhaut, Stress, psychische Belastungen, ungesunde Ernährung, übermäßiger Konsum von Kaffee, Alkohol oder Nikotin sowie Nebenwirkungen von Medikamenten wie Schmerzmitteln. Auch genetische Einflüsse und frühere Mageninfektionen können eine Rolle spielen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann andere Ursachen ausschließen und eine passende Behandlung vorschlagen. Dabei kommen Medikamente aus den folgenden Wirkstoffgruppen zum Einsatz: Protonenpumpenhemmer zur Reduktion der Magensäure, Prokinetika zur Förderung der Magenbewegung, Antazida zur schnellen Linderung von Säurebeschwerden und pflanzliche Mittel wie Pfefferminz- oder Kümmelöl.Das kann man selbst tun: Stressabbau, eine magenfreundliche Ernährung, Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie ausreichend Bewegung und Schlaf tragen zur Besserung bei. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden länger als vier Wochen bestehen, sich verschlimmern oder mit Warnzeichen wie Gewichtsverlust, Blut im Stuhl oder starkem Erbrechen einhergehen. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tee — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 00429766
- Darreichungsform:
- Tee (Tee)
- Packungsgröße:
- 100 g
- Marke:
- KAMILLEN
- Hersteller:
- Alexander Weltecke GmbH & Co KG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Bereiten Sie den Tee zu und trinken Sie ihn gleich
Übergießen Sie dafür den Tee mit siedendem Wasser (ca. 150ml) und geben Sie ihn nach etwa 5-10 Minuten durch ein Teesieb.
Oder: Bereiten Sie das Arzneimittel zu und spülen Sie damit die Mundhöhle.
Oder: Bereiten Sie das Arzneimittel zu und gurgeln Sie damit.
Übergießen Sie dafür den Tee mit siedendem Wasser (ca. 100ml) und geben Sie ihn nach etwa 5-10 Minuten durch ein Teesieb.
Oder: Bereiten Sie das Arzneimittel zu und inhalieren Sie es. Beugen Sie Ihren Kopf über das Gefäß, atmen Sie die Dämpfe durch Nase und Mund ein und decken Sie nach Möglichkeit Kopf und Gefäß mit einem Tuch ab.
Übergießen Sie dafür den Tee mit siedendem Wasser (ca. 100ml)
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 1 Woche anwenden, wenn keine Besserung der Beschwerden nach dieser Zeit eingetreten ist oder die Beschwerden regelmäßig wiederkehren.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Zur Zubereitung eines Teeaufgusses zum Trinken:
Zur Zubereitung eines Teeaufgusses zumnInhalieren:
Zur Zubereitung eines Teeaufgusses zum Spülen oder Gurgeln:
Anwendungsgebiete
- Leichte krampfartige Verdauungsstörungen
- Erkältungsbeschwerden,wie:
- Atemwegsentzündungen, sowie Reizzustände der Luftwege
- Entzündungen der Mundschleimhaut (Stomatitis)
- Zahnfleischentzündung (Gingivitis)
- Beschwerden im Mundrachenraum
- Halsentzündung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Säuglinge von 6 Monaten bis 1 Jahr:, Einzeldosis: 0,5-1,0g (1 Teelöffel), Gesamtdosis: 2-4 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder von 2 bis 5 Jahren:, Einzeldosis: 1,0-1,5g (1 gehäufter Teelöffel), Gesamtdosis: 2-4 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder von 6 bis 11 Jahren:, Einzeldosis: 1,5-3g (1 Esslöffel), Gesamtdosis: 2-4 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1,5-4g (1 gehäufter Esslöffel), Gesamtdosis: 3-4 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder von 6 bis 11 Jahren:, Einzeldosis: 2-5g (1 Esslöffel), Gesamtdosis: 1-2 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 3-10g (1-2 gehäufter Esslöffel), Gesamtdosis: mehrmals täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1-5g (1 gehäufter Esslöffel), Gesamtdosis: mehrmals täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen der Pflanze Kamille und wirken als natürliches Gemisch. Zu der Pflanze selbst:
- Aussehen: Wiesen- und Ackerpflanze mit weiß-gelben Blüten und fein-fiedrigen Blättern
- Vorkommen: Vor allem Europa
- Hauptsächliche Inhaltsstoffe: Alpha-Bisabolol oder Bisoboloide A und B
- Verwendete Pflanzenteile und Zubereitungen: Extrakte, Tinkturen, Presssäfte und ätherisches Öl, vor allem aus den Blüten, selten aus den Wurzeln
Innerlich angewendet löst Kamille im Verdauungstrakt Krämpfe und fördert den Abgang von Winden, wirkt somit Blähungen entgegen.
Bei der äusserlichen Anwendung als Pinselung oder Spülung wurde vor allem eine entzündungshemmende Eigenschaft nachgewiesen. Bei Haut- und Schleimhautentzündungen verwendet man Kamillenzubereitungen, um die Wundheilung zu fördern und das Wachstum von sowohl Bakterien als auch Pilzen zu hemmen.
In den oberen Atemwegen wirkt Kamille krampflösend und reizlindernd.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind derzeit keine Nebenwirkungen bekannt.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Allergie gegen Korbblütler, wie z.B. Arnika, Ringelblume, Schafgarbe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge unter 6 Monaten: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
- Kinder unter 12 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes oder die Geburt.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht beim Inhalieren des Arzneimittels: Es besteht die Gefahr, dass Sie sich durch den heißen Wasserdampf verbrühen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Korbblütler (lateinischer Name = Kompositen), z.B. Arnika, Ringelblume, Schafgarbe, Sonnenhut und Kamille!
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Traditionelle innerliche Anwendung bei:
Traditionelle Anwendung zum Inhalieren bei:
Traditionelle Anwendung zum Gurgeln oder Spülen bei:
Diese Anwendungen stützen sich ausschließlich auf die langjährige Anwendung des Arzneimittels in den Anwendungsgebieten.
Reizdarm-Syndrom
Was ist das? - Definition Ein Reizdarm ist eine chronische Funktionsstörung des Darms, bei der wiederkehrende Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen und Stuhlveränderungen auftreten, ohne dass eine organische Ursache wie Entzündungen oder Tumoren vorliegt. Die Erkrankung ist zwar unangenehm, aber nicht gefährlich.
Krankheitsbild
Der Reizdarm gehört zu den funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen. Das bedeutet, dass die Beschwerden nicht durch sichtbare Schäden oder krankhafte Veränderungen im Darm entstehen. Vielmehr liegt eine gestörte Regulation der Darmbewegung und eine erhöhte Empfindlichkeit vor. Die Diagnose erfolgt meist durch Ausschluss anderer Erkrankungen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Der Reizdarm kann in verschiedenen Formen auftreten: mit Durchfall, mit Verstopfung oder mit einem Wechsel zwischen beiden.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden sind oft belastend und können die Lebensqualität stark einschränken. Typisch sind:
- Bauchschmerzen oder Krämpfe
- Blähungen und Völlegefühl
- Veränderte Stuhlgewohnheiten wie Durchfall oder Verstopfung
- Gefühl unvollständiger Darmentleerung
- Schleim im Stuhl
- Dringender Stuhldrang Die Symptome treten häufig in Schüben auf und können durch Stress, bestimmte Lebensmittel oder hormonelle Veränderungen verstärkt werden. Oft bessern sie sich nach dem Stuhlgang.
Folgen/KomplikationenEin Reizdarm ist nicht lebensbedrohlich und verursacht keine bleibenden Schäden am Darm. Dennoch kann die Erkrankung zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führen. Viele Betroffene leiden unter sozialer Unsicherheit, Schlafstörungen oder psychischen Belastungen. In seltenen Fällen kann es durch starke Vermeidung bestimmter Lebensmittel zu Mangelerscheinungen kommen. Wichtig ist, Warnzeichen wie Blut im Stuhl, Fieber oder ungewollten Gewichtsverlust ernst zu nehmen, da sie auf andere Erkrankungen hinweisen können.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass mehrere Faktoren zusammenwirken. Dazu zählen eine gestörte Darmbewegung, eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit im Darm, Veränderungen der Darmflora, Stress, psychische Belastungen, frühere Magen-Darm-Infektionen sowie eine genetische Veranlagung. Auch eine gestörte Kommunikation zwischen Darm und Gehirn spielt eine Rolle. Häufig lässt sich kein einzelner Auslöser benennen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Gespräche und Untersuchungen andere Erkrankungen ausschließen und eine passende Behandlung vorschlagen. Dabei kommen Medikamente aus den folgenden Wirkstoffgruppen zum Einsatz: krampflösende Mittel zur Linderung von Schmerzen, Ballaststoffe oder osmotische Abführmittel bei Verstopfung, Mittel gegen Durchfall sowie in manchen Fällen Antidepressiva zur Regulierung der Darmnerven.Das kann man selbst tun: Stressabbau, eine reizdarmgerechte Ernährung, Bewegung und ein Symptomtagebuch tragen zur Besserung bei. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden stark zunehmen, neue Symptome auftreten oder die Lebensqualität erheblich leidet. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Blähungen (Meteorismus)
Was ist das? - Definition Bei Blähungen handelt es sich um eine vermehrte Ansammlung von Gasen im Verdauungstrakt. Der Bauch ist aufgebläht und kann schmerzen.
Krankheitsbild
Ein geblähter Bauch, Druckgefühl und häufige "Winde"
- all das sind typische Zeichen für Blähungen, auch Meteorismus genannt. Rund jeder fünfte Erwachsene leidet regelmäßig darunter. Ursache ist eine vermehrte Ansammlung von Gasen im Verdauungstrakt. Diese entsteht entweder durch die natürliche Verdauung, durch verschluckte Luft oder durch Bakterien im Darm. Obwohl gelegentliche Blähungen normal sind, können sie in manchen Fällen auf eine Erkrankung hinweisen.
Symptome/Verlauf
Blähungen äußern sich meist durch unangenehmen Druck im Bauchraum. Der Bauch kann hart und sichtbar aufgetrieben sein. Begleitet wird dies oft von Schmerzen, die bis in den Rücken ausstrahlen können, sowie von häufigerem Abgang von Darmgasen. Solange das natürliche Gleichgewicht zwischen Gasbildung und
- -ausscheidung funktioniert, bemerken wir davon kaum etwas. Störungen in diesem Ablauf, etwa durch bestimmte Lebensmittel oder Krankheiten, führen jedoch zu Beschwerden.
Folgen/Komplikationen
Blähungen sind meist harmlos, können aber die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen
- insbesondere, wenn sie regelmäßig oder über Wochen auftreten. Dauerhafte Beschwerden sollten ernst genommen und durch den Arzt untersucht werden, da sie auf eine zugrunde liegende Störung wie eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, ein Reizdarmsyndrom oder eine chronisch
- -entzündliche Darmerkrankung hinweisen können.
Ursachen/Risikofaktoren
Viele Auslöser für Blähungen sind harmlos: Zu hastiges Essen, kohlensäurehaltige Getränke oder blähende Lebensmittel wie Kohl, Hülsenfrüchte oder Vollkornprodukte. Auch Zuckeraustauschstoffe in zuckerfreien Bonbons (Sorbit, Xylit) haben eine blähende Wirkung. Auch Medikamente wie Antibiotika, Schmerzmittel oder Abführmittel können Blähungen fördern.
Darüber hinaus kommen bestimmte Erkrankungen infrage, zum Beispiel:
- -Reizdarmsyndrom
- -Laktose- oder Fruktoseintoleranz
- -Zöliakie oder Weizensensitivität
- -Morbus Crohn, Divertikel oder Reizmagen
- -Bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms
- -Verdauungsstörungen bei Diabetes
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Oft helfen einfache Maßnahmen: langsam essen, gut kauen, blähende Lebensmittel meiden, Zuckeraustauschstoffe reduzieren und sich regelmäßig bewegen. Entblähende Tees (zum Beispiel mit Fenchel oder Kümmel) und Wärme tun gut. Auch andere blähungstreibende Präparate aus der Apotheke können die Beschwerden lindern. Das Apothekenteam berät gerne zur passenden Auswahl.
Was der Arzt tun kann:
Halten die Beschwerden an, empfiehlt sich ein Arztbesuch. Nach einem ausführlichen Gespräch und körperlicher Untersuchung können weitere Tests (zum Beispiel Atemtest, Ultraschall oder Blutuntersuchung) helfen, die Ursache zu finden. Bei Verdacht auf Unverträglichkeiten unterstützt ein Ernährungstagebuch die Diagnose. Je nach Ergebnis erfolgt eine gezielte Behandlung der Grunderkrankung.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Reizmagen
Was ist das? - Definition Ein Reizmagen ist eine funktionelle Störung des Magens, bei der wiederkehrende Beschwerden im Oberbauch auftreten, ohne dass eine organische Ursache wie eine Entzündung oder ein Geschwür nachweisbar ist. Die Symptome sind belastend, aber meist harmlos.
Krankheitsbild
Der Reizmagen zählt zu den funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen. Das bedeutet, dass die Beschwerden nicht durch sichtbare Schäden oder krankhafte Veränderungen entstehen. Vielmehr liegt eine gestörte Funktion des Magens vor. Die Diagnose erfolgt meist durch Ausschluss anderer Erkrankungen, etwa durch eine Magenspiegelung oder Laboruntersuchungen. Die Beschwerden können nach dem Essen auftreten oder unabhängig davon bestehen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden sind vielfältig und können phasenweise oder dauerhaft auftreten. Typisch sind:
- Völlegefühl
- Oberbauchschmerzen oder Brennen
- Übelkeit
- Aufstoßen
- Appetitlosigkeit
- Blähungen
- Frühes SättigungsgefühlStress, aber auch bestimmte Lebensmittel oder Medikamente können die Symptome verstärken. Auch psychische Belastungen spielen oft eine Rolle.
Folgen/Komplikationen
Ein Reizmagen ist zwar unangenehm, führt aber selten zu ernsthaften Komplikationen. Die Lebensqualität kann jedoch stark eingeschränkt sein. Manche Betroffene entwickeln Ängste oder depressive Verstimmungen. In seltenen Fällen kann es durch Appetitverlust und verminderte Nahrungsaufnahme zu Gewichtsverlust kommen. Wichtig ist, andere Erkrankungen wie Magengeschwüre oder Entzündungen auszuschließen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass mehrere Faktoren zusammenwirken. Dazu zählen Störungen der Magenbewegung, eine Überempfindlichkeit der Magenschleimhaut, Stress, psychische Belastungen, ungesunde Ernährung, übermäßiger Konsum von Kaffee, Alkohol oder Nikotin sowie Nebenwirkungen von Medikamenten wie Schmerzmitteln. Auch genetische Einflüsse und frühere Mageninfektionen können eine Rolle spielen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann andere Ursachen ausschließen und eine passende Behandlung vorschlagen. Dabei kommen Medikamente aus den folgenden Wirkstoffgruppen zum Einsatz: Protonenpumpenhemmer zur Reduktion der Magensäure, Prokinetika zur Förderung der Magenbewegung, Antazida zur schnellen Linderung von Säurebeschwerden und pflanzliche Mittel wie Pfefferminz- oder Kümmelöl.Das kann man selbst tun: Stressabbau, eine magenfreundliche Ernährung, Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie ausreichend Bewegung und Schlaf tragen zur Besserung bei. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden länger als vier Wochen bestehen, sich verschlimmern oder mit Warnzeichen wie Gewichtsverlust, Blut im Stuhl oder starkem Erbrechen einhergehen. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.