KANAMYCIN POS Augentropfen
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Pharmazeutische Informationen
Augentropfen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04421460
- Darreichungsform:
- Augentropfen (Augentropfen)
- Packungsgröße:
- 5 ml
- Marke:
- KANAMYCIN
- Hersteller:
- URSAPHARM Arzneimittel GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tropfen Sie das Arzneimittel in den Bindehautsack des betroffenen Auges ein. Legen Sie für die Anwendung Ihren Kopf zurück. Schließen Sie nach dem Eintropfen langsam das Auge und drücken Sie leicht mit dem Finger auf den Tränenkanal zwischen Nase und innerem Augenlid. Vermeiden Sie eine Berührung der Applikatorspitze mit Augen/Gesichtspartien oder Gegenständen. Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, sollten Sie diese vor der Anwendung des Arzneimittels entfernen und erst ca. 20 Minuten nach dem Eintropfen wieder einsetzen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die Anwendung sollte nach Abklingen der Beschwerden noch 2-3 Tage fortgesetzt werden. Das Arzneimittel sollte in der Regel jedoch nicht länger als 2 Wochen angewendet werden.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Bakterielle Infektionen der Augenlider
- Bakterielle Infektionen der Bindehaut und Hornhaut der Augen
- Wunden des vorderen Augenabschnittes
- Verätzungen und Verletzungen der Augen
- Augenoperationen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tropfen, Gesamtdosis: 4-6 mal täglich, Zeitpunkt: im Abstand von 2-3 Stunden, verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und bekämpft bestimmte Bakterien, indem er in den Bakterien den Aufbau von Eiweißbestandteilen stört. Diese Eiweißbestandteile sind für Wachstum und Vermehrung der Bakterien unerlässlich. Durch ihr Fehlen geht die Bakterienzelle zugrunde.
Nebenwirkungen
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Falls mehrere Augentropfen/Augensalben verwendet werden, ist ein Abstand zwischen den Anwendungen erforderlich.
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Gentamicin!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Bindehautentzündung durch Bakterien
Was ist das? - Definition Die bakterielle Bindehautentzündung ist eine akute Entzündung der Bindehaut des Auges, verursacht durch krankmachende Bakterien. Sie ist ansteckend und äußert sich meist durch gerötete, verklebte und eitrig tränende Augen.
Krankheitsbild
Die Bindehaut ist eine dünne Schleimhaut, die die Innenseite der Augenlider bedeckt. Bei einer bakteriellen Entzündung dringen Bakterien in diese Schleimhaut ein und lösen eine Reaktion aus. Typisch ist ein plötzlicher Beginn mit einem betroffenen Auge, das sich rasch röten und oft verklebt. Häufig breitet sich die Infektion innerhalb weniger Tage auf das zweite Auge aus. Besonders betroffen sind Kinder, Kontaktlinsenträger und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten meist plötzlich auf und können sehr unangenehm sein. Zu den typischen Anzeichen zählen:
- Starke Rötung des Auges
- Gelblich-grüner, eitriger Ausfluss
- Verklebte Augenlider, besonders morgens
- Brennen oder Jucken
- Fremdkörpergefühl im Auge
- Tränenfluss und Lichtempfindlichkeit
- Gelegentlich geschwollene Lymphknoten, vor allem vor dem Ohr
Die bakterielle Bindehautentzündung heilt mit Behandlung meist innerhalb von fünf bis zehn Tagen. Ohne Therapie kann sie länger bestehen und auf andere Teile des Auges übergreifen.
Folgen/Komplikationen
In der Regel verläuft die Erkrankung unkompliziert. Bleibt sie jedoch unbehandelt, kann sie sich auf die Hornhaut ausbreiten und dort zu einer Entzündung führen. Das kann das Sehvermögen beeinträchtigen. Auch eine wiederholte Selbstansteckung durch mangelnde Hygiene kommt vor. Bei starkem Schmerz oder Sehverschlechterung sollte sofort ärztlicher Rat eingeholt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist eine Schmierinfektion. Bakterien gelangen über die Hände, Kontaktlinsen, Kosmetika oder verunreinigtes Wasser ins Auge. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen trockene Augen, chronische Lidrandentzündungen, Rauch, Chlorwasser, Diabetes und andere chronische Erkrankungen. Auch eine schlechte Augenhygiene kann die Entstehung begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er erkennt die Erkrankung meist durch eine Betrachtung des betroffenen Auges und macht bei Bedarf einen Abstrich. Die Behandlung erfolgt mit antibiotischen Augentropfen oder Salben.
Das kann man selbst tun: Eine gute Hygiene, regelmäßiges Händewaschen und der temporäre Verzicht auf Kontaktlinsen tragen zur Heilung bei. Erkrankte und Gesunde sollten nicht dieselben Handtücher benutzen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn starke Beschwerden auftreten oder sich die Symptome nach wenigen Tagen nicht bessern.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hornhautverletzung des Auges
Was ist das? - Definition Eine Hornhautverletzung des Auges bezeichnet eine Schädigung der klaren äußeren Schicht, die den sichtbaren Teil des Auges schützt. Sie kann durch Fremdkörper, Reibung oder Unfälle entstehen und führt oft zu Schmerzen Rötung und Lichtempfindlichkeit. Da die Hornhaut wichtig für scharfes Sehen ist, sollte eine Verletzung immer ernst genommen werden.
Krankheitsbild
Die Hornhaut schützt neben dem Lid das Auge vor äußeren Einflüssen. Wird sie verletzt, kann dies sofort zu Beschwerden führen. Häufig entstehen solche Verletzungen durch Staub, kleine Partikel oder unbewusste Reibung am Auge. Auch Kontaktlinsen können bei falscher Anwendung die Hornhaut reizen oder schädigen. Die Verletzung kann oberflächlich sein oder tiefer reichen, was den Heilungsverlauf beeinflusst.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Beschwerden zählen:
- Stechende oder brennende Schmerzen
-
- Rötung und vermehrter Tränenfluss
-
- Lichtempfindlichkeit und verschwommenes Sehen
-
- Fremdkörpergefühl im Auge
-
Der Verlauf hängt von der Tiefe der Verletzung ab. Oberflächliche Schäden heilen oft innerhalb weniger Tage. Tiefergehende Verletzungen benötigen länger und können stärkere Beschwerden verursachen. Wird das Auge weiter gereizt kann sich der Zustand verschlechtern.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann eine Hornhautverletzung zu Infektionen führen, die das Auge zusätzlich belasten. In schweren Fällen kann sich eine dauerhafte Trübung bilden, die das Sehvermögen beeinträchtigt. Auch Entzündungen im Augeninneren sind möglich. Eine rechtzeitige medizinische Einschätzung hilft, das Risiko solcher Komplikationen zu verringern.
Ursachen Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind kleine Partikel wie Staub, Sand oder Metallspäne, die ins Auge gelangen. Dies gilt auch für Flüssigkeiten wie Säuren oder Laugen. Zudem erhöht der unsachgemäße Gebrauch von Kontaktlinsen das Risiko für Verletzungen der Hornhaut. Reibung am Auge kann bestehende kleine Schäden verschlimmern. Menschen, die in staubigen Umgebungen arbeiten oder Sportarten mit erhöhtem Verletzungsrisiko ausüben, sind besonders gefährdet.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er untersucht das Auge, entfernt vorhandene Fremdkörper und setzt bei Bedarf antibakterielle Mittel ein, um Infektionen vorzubeugen beziehungsweise zu behandeln.
Das kann man selbst tun: Das betroffene Auge schonen und nicht reiben. Grenzen bestehen, wenn Schmerzen stark sind, das Sehen beeinträchtigt ist oder ein Fremdkörper nicht verschwindet. Dann sollte unbedingt medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Verätzungen
Was ist das? - Definition Verätzungen sind Verletzungen von Haut oder Schleimhäuten, die durch den Kontakt mit ätzenden Stoffen wie Säuren oder Laugen entstehen. Wie schwer die Schädigung ist, hängt von der Art, Konzentration, Menge und Dauer des Kontakts ab. Verätzungen können oberflächlich sein, aber auch tiefes Gewebe dauerhaft zerstören.
Krankheitsbild
Ätzende Substanzen finden sich nicht nur in Industrie und Handwerk, sondern auch in vielen Haushalts- und Reinigungsmitteln. Gelangen sie auf die Haut, in die Augen oder werden verschluckt, greifen sie das Gewebe an und verursachen teils starke Schmerzen. Laugen dringen oft tiefer ins Gewebe ein als Säuren und gelten deshalb als besonders gefährlich. Verätzungen ähneln in ihrem Aussehen häufig Verbrennungen durch Hitze.
Symptome / Verlauf
Die Beschwerden hängen davon ab, welcher Körperbereich betroffen ist und wie stark die Einwirkung war.
Verätzungen der Haut oder Augen sind oft gekennzeichnet durch:
- starke Schmerzen (manchmal auch Schmerzlosigkeit bei sehr tiefen Schäden)
- Rötung, Schwellung oder Blasenbildung
- Blutungen bei tieferen Hautschäden
- Sehstörungen, Tränenfluss oder Lidkrampf bei Augenbeteiligung
Nach dem Verschlucken ätzender Stoffe können auftreten:
- starke Schmerzen im Mund, Hals oder Brustbereich
- Schluckbeschwerden und vermehrter Speichelfluss
- sichtbare Veränderungen oder Blutungen der Schleimhäute
Der Schaden kann sich auch nach dem Kontakt weiter verschlimmern, da die Stoffe noch längere Zeit im Gewebe wirken.
Folgen / Komplikationen
Schwere Verätzungen können zu dauerhaften Schäden führen. Dazu gehören Narben, Gefühlsstörungen oder Bewegungseinschränkungen. Augenverätzungen können das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigen oder sogar zur Erblindung führen. Werden Speiseröhre oder Magen verätzt, drohen Vernarbungen, Engstellen oder lebensbedrohliche Komplikationen. Je schneller die Behandlung erfolgt, desto besser sind die Heilungschancen.
Ursachen / Risikofaktoren
Verätzungen entstehen durch den Kontakt mit Säuren oder Laugen. Häufige Auslöser sind:
- Abfluss-, WC- und Backofenreiniger
- Kalk- und Rostentferner
- Desinfektions- und Bleichmittel
- Baustoffe wie Zement, Mörtel oder Beton
Besonders gefährdet sind Menschen, die beruflich oder beim Heimwerken mit Chemikalien arbeiten, vor allem ohne geeignete Schutzkleidung. Auch Kinder sind gefährdet, wenn ätzende Produkte nicht sicher aufbewahrt werden. Unfälle passieren durch Verschütten, Spritzen, Verschlucken oder falsche Handhabung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Jede Verätzung sollte ärztlich behandelt werden. Im Mittelpunkt jeglicher Versorgung steht die sofortige und gründliche Spülung, um den ätzenden Stoff zu entfernen. Je nach Verletzung werden Haut, Augen oder Schleimhäute weiter versorgt und mögliche Komplikationen überwacht. Bei schweren Verätzungen erfolgt die Behandlung im Krankenhaus, bei Augen- oder inneren Verletzungen oft durch spezialisierte Fachärzte. Schmerzbehandlung und Wundversorgung sind ebenfalls Teil der Therapie.
Das kann man selbst tun: Bei Verätzungen zählt schnelles Handeln:
- Eigene Sicherheit beachten und direkten Kontakt mit dem Stoff vermeiden
- Betroffene Hautstellen sofort und ausgiebig mit Wasser spülen. Zur Not gehen auch andere Flüssigkeiten wie Bier oder Limonade
- Verunreinigte Kleidung vorsichtig entfernen
- Augen bei Kontakt mit viel Wasser ausspülen und das gesunde Auge schützen
- Nach Verschlucken kein Erbrechen auslösen, sondern sofort medizinische Hilfe holen
- Generell: Notruf wählen. Eine Verätzung ist immer ein Notfall.
Zur Vorbeugung helfen Schutzmaßnahmen wie Handschuhe, Schutzbrille und geeignete Arbeitskleidung sowie die sichere Aufbewahrung von Chemikalien außerhalb der Reichweite von Kindern.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Augentropfen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04421460
- Darreichungsform:
- Augentropfen (Augentropfen)
- Packungsgröße:
- 5 ml
- Marke:
- KANAMYCIN
- Hersteller:
- URSAPHARM Arzneimittel GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tropfen Sie das Arzneimittel in den Bindehautsack des betroffenen Auges ein. Legen Sie für die Anwendung Ihren Kopf zurück. Schließen Sie nach dem Eintropfen langsam das Auge und drücken Sie leicht mit dem Finger auf den Tränenkanal zwischen Nase und innerem Augenlid. Vermeiden Sie eine Berührung der Applikatorspitze mit Augen/Gesichtspartien oder Gegenständen. Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, sollten Sie diese vor der Anwendung des Arzneimittels entfernen und erst ca. 20 Minuten nach dem Eintropfen wieder einsetzen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die Anwendung sollte nach Abklingen der Beschwerden noch 2-3 Tage fortgesetzt werden. Das Arzneimittel sollte in der Regel jedoch nicht länger als 2 Wochen angewendet werden.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Bakterielle Infektionen der Augenlider
- Bakterielle Infektionen der Bindehaut und Hornhaut der Augen
- Wunden des vorderen Augenabschnittes
- Verätzungen und Verletzungen der Augen
- Augenoperationen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tropfen, Gesamtdosis: 4-6 mal täglich, Zeitpunkt: im Abstand von 2-3 Stunden, verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und bekämpft bestimmte Bakterien, indem er in den Bakterien den Aufbau von Eiweißbestandteilen stört. Diese Eiweißbestandteile sind für Wachstum und Vermehrung der Bakterien unerlässlich. Durch ihr Fehlen geht die Bakterienzelle zugrunde.
Nebenwirkungen
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Falls mehrere Augentropfen/Augensalben verwendet werden, ist ein Abstand zwischen den Anwendungen erforderlich.
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Gentamicin!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Bindehautentzündung durch Bakterien
Was ist das? - Definition Die bakterielle Bindehautentzündung ist eine akute Entzündung der Bindehaut des Auges, verursacht durch krankmachende Bakterien. Sie ist ansteckend und äußert sich meist durch gerötete, verklebte und eitrig tränende Augen.
Krankheitsbild
Die Bindehaut ist eine dünne Schleimhaut, die die Innenseite der Augenlider bedeckt. Bei einer bakteriellen Entzündung dringen Bakterien in diese Schleimhaut ein und lösen eine Reaktion aus. Typisch ist ein plötzlicher Beginn mit einem betroffenen Auge, das sich rasch röten und oft verklebt. Häufig breitet sich die Infektion innerhalb weniger Tage auf das zweite Auge aus. Besonders betroffen sind Kinder, Kontaktlinsenträger und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten meist plötzlich auf und können sehr unangenehm sein. Zu den typischen Anzeichen zählen:
- Starke Rötung des Auges
- Gelblich-grüner, eitriger Ausfluss
- Verklebte Augenlider, besonders morgens
- Brennen oder Jucken
- Fremdkörpergefühl im Auge
- Tränenfluss und Lichtempfindlichkeit
- Gelegentlich geschwollene Lymphknoten, vor allem vor dem Ohr
Die bakterielle Bindehautentzündung heilt mit Behandlung meist innerhalb von fünf bis zehn Tagen. Ohne Therapie kann sie länger bestehen und auf andere Teile des Auges übergreifen.
Folgen/Komplikationen
In der Regel verläuft die Erkrankung unkompliziert. Bleibt sie jedoch unbehandelt, kann sie sich auf die Hornhaut ausbreiten und dort zu einer Entzündung führen. Das kann das Sehvermögen beeinträchtigen. Auch eine wiederholte Selbstansteckung durch mangelnde Hygiene kommt vor. Bei starkem Schmerz oder Sehverschlechterung sollte sofort ärztlicher Rat eingeholt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist eine Schmierinfektion. Bakterien gelangen über die Hände, Kontaktlinsen, Kosmetika oder verunreinigtes Wasser ins Auge. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen trockene Augen, chronische Lidrandentzündungen, Rauch, Chlorwasser, Diabetes und andere chronische Erkrankungen. Auch eine schlechte Augenhygiene kann die Entstehung begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er erkennt die Erkrankung meist durch eine Betrachtung des betroffenen Auges und macht bei Bedarf einen Abstrich. Die Behandlung erfolgt mit antibiotischen Augentropfen oder Salben.
Das kann man selbst tun: Eine gute Hygiene, regelmäßiges Händewaschen und der temporäre Verzicht auf Kontaktlinsen tragen zur Heilung bei. Erkrankte und Gesunde sollten nicht dieselben Handtücher benutzen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn starke Beschwerden auftreten oder sich die Symptome nach wenigen Tagen nicht bessern.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hornhautverletzung des Auges
Was ist das? - Definition Eine Hornhautverletzung des Auges bezeichnet eine Schädigung der klaren äußeren Schicht, die den sichtbaren Teil des Auges schützt. Sie kann durch Fremdkörper, Reibung oder Unfälle entstehen und führt oft zu Schmerzen Rötung und Lichtempfindlichkeit. Da die Hornhaut wichtig für scharfes Sehen ist, sollte eine Verletzung immer ernst genommen werden.
Krankheitsbild
Die Hornhaut schützt neben dem Lid das Auge vor äußeren Einflüssen. Wird sie verletzt, kann dies sofort zu Beschwerden führen. Häufig entstehen solche Verletzungen durch Staub, kleine Partikel oder unbewusste Reibung am Auge. Auch Kontaktlinsen können bei falscher Anwendung die Hornhaut reizen oder schädigen. Die Verletzung kann oberflächlich sein oder tiefer reichen, was den Heilungsverlauf beeinflusst.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Beschwerden zählen:
- Stechende oder brennende Schmerzen
-
- Rötung und vermehrter Tränenfluss
-
- Lichtempfindlichkeit und verschwommenes Sehen
-
- Fremdkörpergefühl im Auge
-
Der Verlauf hängt von der Tiefe der Verletzung ab. Oberflächliche Schäden heilen oft innerhalb weniger Tage. Tiefergehende Verletzungen benötigen länger und können stärkere Beschwerden verursachen. Wird das Auge weiter gereizt kann sich der Zustand verschlechtern.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann eine Hornhautverletzung zu Infektionen führen, die das Auge zusätzlich belasten. In schweren Fällen kann sich eine dauerhafte Trübung bilden, die das Sehvermögen beeinträchtigt. Auch Entzündungen im Augeninneren sind möglich. Eine rechtzeitige medizinische Einschätzung hilft, das Risiko solcher Komplikationen zu verringern.
Ursachen Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind kleine Partikel wie Staub, Sand oder Metallspäne, die ins Auge gelangen. Dies gilt auch für Flüssigkeiten wie Säuren oder Laugen. Zudem erhöht der unsachgemäße Gebrauch von Kontaktlinsen das Risiko für Verletzungen der Hornhaut. Reibung am Auge kann bestehende kleine Schäden verschlimmern. Menschen, die in staubigen Umgebungen arbeiten oder Sportarten mit erhöhtem Verletzungsrisiko ausüben, sind besonders gefährdet.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er untersucht das Auge, entfernt vorhandene Fremdkörper und setzt bei Bedarf antibakterielle Mittel ein, um Infektionen vorzubeugen beziehungsweise zu behandeln.
Das kann man selbst tun: Das betroffene Auge schonen und nicht reiben. Grenzen bestehen, wenn Schmerzen stark sind, das Sehen beeinträchtigt ist oder ein Fremdkörper nicht verschwindet. Dann sollte unbedingt medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Verätzungen
Was ist das? - Definition Verätzungen sind Verletzungen von Haut oder Schleimhäuten, die durch den Kontakt mit ätzenden Stoffen wie Säuren oder Laugen entstehen. Wie schwer die Schädigung ist, hängt von der Art, Konzentration, Menge und Dauer des Kontakts ab. Verätzungen können oberflächlich sein, aber auch tiefes Gewebe dauerhaft zerstören.
Krankheitsbild
Ätzende Substanzen finden sich nicht nur in Industrie und Handwerk, sondern auch in vielen Haushalts- und Reinigungsmitteln. Gelangen sie auf die Haut, in die Augen oder werden verschluckt, greifen sie das Gewebe an und verursachen teils starke Schmerzen. Laugen dringen oft tiefer ins Gewebe ein als Säuren und gelten deshalb als besonders gefährlich. Verätzungen ähneln in ihrem Aussehen häufig Verbrennungen durch Hitze.
Symptome / Verlauf
Die Beschwerden hängen davon ab, welcher Körperbereich betroffen ist und wie stark die Einwirkung war.
Verätzungen der Haut oder Augen sind oft gekennzeichnet durch:
- starke Schmerzen (manchmal auch Schmerzlosigkeit bei sehr tiefen Schäden)
- Rötung, Schwellung oder Blasenbildung
- Blutungen bei tieferen Hautschäden
- Sehstörungen, Tränenfluss oder Lidkrampf bei Augenbeteiligung
Nach dem Verschlucken ätzender Stoffe können auftreten:
- starke Schmerzen im Mund, Hals oder Brustbereich
- Schluckbeschwerden und vermehrter Speichelfluss
- sichtbare Veränderungen oder Blutungen der Schleimhäute
Der Schaden kann sich auch nach dem Kontakt weiter verschlimmern, da die Stoffe noch längere Zeit im Gewebe wirken.
Folgen / Komplikationen
Schwere Verätzungen können zu dauerhaften Schäden führen. Dazu gehören Narben, Gefühlsstörungen oder Bewegungseinschränkungen. Augenverätzungen können das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigen oder sogar zur Erblindung führen. Werden Speiseröhre oder Magen verätzt, drohen Vernarbungen, Engstellen oder lebensbedrohliche Komplikationen. Je schneller die Behandlung erfolgt, desto besser sind die Heilungschancen.
Ursachen / Risikofaktoren
Verätzungen entstehen durch den Kontakt mit Säuren oder Laugen. Häufige Auslöser sind:
- Abfluss-, WC- und Backofenreiniger
- Kalk- und Rostentferner
- Desinfektions- und Bleichmittel
- Baustoffe wie Zement, Mörtel oder Beton
Besonders gefährdet sind Menschen, die beruflich oder beim Heimwerken mit Chemikalien arbeiten, vor allem ohne geeignete Schutzkleidung. Auch Kinder sind gefährdet, wenn ätzende Produkte nicht sicher aufbewahrt werden. Unfälle passieren durch Verschütten, Spritzen, Verschlucken oder falsche Handhabung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Jede Verätzung sollte ärztlich behandelt werden. Im Mittelpunkt jeglicher Versorgung steht die sofortige und gründliche Spülung, um den ätzenden Stoff zu entfernen. Je nach Verletzung werden Haut, Augen oder Schleimhäute weiter versorgt und mögliche Komplikationen überwacht. Bei schweren Verätzungen erfolgt die Behandlung im Krankenhaus, bei Augen- oder inneren Verletzungen oft durch spezialisierte Fachärzte. Schmerzbehandlung und Wundversorgung sind ebenfalls Teil der Therapie.
Das kann man selbst tun: Bei Verätzungen zählt schnelles Handeln:
- Eigene Sicherheit beachten und direkten Kontakt mit dem Stoff vermeiden
- Betroffene Hautstellen sofort und ausgiebig mit Wasser spülen. Zur Not gehen auch andere Flüssigkeiten wie Bier oder Limonade
- Verunreinigte Kleidung vorsichtig entfernen
- Augen bei Kontakt mit viel Wasser ausspülen und das gesunde Auge schützen
- Nach Verschlucken kein Erbrechen auslösen, sondern sofort medizinische Hilfe holen
- Generell: Notruf wählen. Eine Verätzung ist immer ein Notfall.
Zur Vorbeugung helfen Schutzmaßnahmen wie Handschuhe, Schutzbrille und geeignete Arbeitskleidung sowie die sichere Aufbewahrung von Chemikalien außerhalb der Reichweite von Kindern.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.