KLIMADYNON Filmtabletten
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Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 02398538
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 90 Stück
- Marke:
- KLIMADYNON
- Hersteller:
- Bionorica SE
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 6 Monate anwenden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Magen-Darm-Beschwerden und Durchfall kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Wechseljahrsbeschwerden, unterstützende Behandlung, wie:
- Hitzewallungen
- Schweißausbruch
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen der Pflanze Traubensilberkerze und wirken als natürliches Gemisch. Zu der Pflanze selbst:
- Aussehen: aufrechte, mehrjährige Staude mit dickem, dicht bewurzeltem Wurzelstock und großen, zwei- bis dreifach gefiederten Blättern; die weißlichen Blüten sind traubenförmig angeordnet
- Vorkommen: Europa, Nordamerika, Asien
- Hauptsächliche Inhaltsstoffe: Triterpenglykoside (Cimicifugosid, Actein, Cimiracemoside A, C und F)
- Verwendete Pflanzenteile und Zubereitungen: Extrakt aus den unterirdische Bestandteilen (Wurzelstock)
Extrakte von Traubensilberkerze-Wurzelstock beeinflussen die Wirkung weiblicher Hormone, vor allem Estrogen, und werden daher bei Wechseljahrsbeschwerden eingesetzt.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Durchfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- - Hautausschlag
- - Juckreiz
- - Nesselausschlag
- Schwellungen im Gesicht
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Gewichtszunahme
- Leberschäden, bei der Anwendung von Traubensilberkerzen (Cimicifuga)-haltigen Arzneimitteln
- Erhöhte Leberwerte (Transaminasen)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Estrogenabhängiger Tumor, auch in der Vorgeschichte
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Leberfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Erwachsene unter 45 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 31 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 35 × 68 × 86 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 5
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie Störungen oder Wiederauftreten der Regelblutung auftreten.
Schwitzen
Was ist das? - Definition Krankhaftes Schwitzen - medizinisch Hyperhidrose - ist eine Erkrankung, bei der Menschen ungewöhnlich stark schwitzen. Etwa ein bis zwei Prozent der Bevölkerung leiden darunter. Betroffene schwitzen entweder an vielen Körperstellen oder auch nur in einzelnen Bereichen wie etwa unter den Achseln übermäßig. Bestimmte Arzneistoffe, elektrische Stimulationen oder mitunter operative Eingriffe können Linderung bringen.
Krankheitsbild
An sich ist Schwitzen nicht krankhaft, sondern trägt natürlicherweise dazu bei, bei Hitze und/oder körperlich belastenden Tätigkeiten die Körpertemperatur stabil zu halten. Bei der primären Hyperhidrose schwitzen Betroffene jedoch ungewöhnlich stark, ohne dass dies durch Hitze, starke Anstrengung oder eine andere Erkrankung wie etwa eine Infektion mit Fieber erklärlich wäre. Auslöser können starke Emotionen, Stress oder Anstrengungen sein, teils kann das Schwitzen aber auch spontan auftreten.
Symptome/Verlauf
Hyperhidrose kann sich an bestimmten Körperstellen wie etwa unter den Achseln, an den Handinnenflächen, den Fußsohlen, der Stirn, in den Leisten oder im Gesicht bemerkbar machen, sie kann aber auch an mehreren Körperstellen auftreten, was als generalisierte Hyperhidrose gilt. Übermäßiges, starkes Schwitzen empfinden viele Betroffene als sehr unangenehm, wenn sie etwa deswegen niemandem mehr die Hand geben möchten oder dadurch in der Öffentlichkeit immer wieder verunsichert werden.
Das übermäßige Schwitzen kann in mehreren Schwergraden vorliegen:
Grad I - leichte Hyperhidrose; an Achsel, Fuß- oder Handflächen deutlich vermehrte Hautfeuchtigkeit, in der Achsel, Schwitzflecken von 5 bis 10 cm Durchmesser. Betroffene spüren das verstärkte Schwitzen, es ist aber nicht übermäßig lästig.
Grad II - mäßig starke Hyperhidrose; an Achsel, Fuß- oder Handflächen Bildung von Schweißperlen, in der Achsel Schwitzflecke von 10 bis 20 cm Durchmesser. An den Fuß- oder Handflächen ist das Schwitzen auf diese begrenzt. Es muss wiederholt Kleidung gewechselt werden.
Grad III - starke Hyperhidrose; an Achsel, Fuß- oder Handflächen tropft Schweiß ab, in der Achsel haben die Schwitzflecke mehr als 20 cm Durchmesser. An den Fuß- oder Handflächen findet sich Schweiß auch oben auf den Fingern und Zehen sowie am seitlichen Rand von Hand und Fuß. Es können zudem Hautreizungen, Ausschläge und unangenehmer Körpergeruch auftreten.
Die primäre Hyperhidrose beginnt oft in der Pubertät. Übergänge von normalem zu krankhaftem Schwitzen sind in leichteren Fällen nicht immer klar zu bestimmen, wichtig ist, ob Betroffene darunter leiden.
Folgen/Komplikationen
Wer häufig ohne dies steuern und vorhersehen zu können übermäßig schwitzt, kann sich dadurch in alltäglichen Situationen und seinem sozialen Umfeld gehemmt fühlen. Das wiederum begünstigt sozialen Rückzug und dessen psychische Folgen. Zudem begünstigt ständiges starkes Schwitzen Pilzinfektionen beispielsweise an den Fußsohlen.
Ursachen/Risikofaktoren
Was ganz genau übermäßiges Schwitzen auslöst, ist nicht geklärt. Fest steht, dass Betroffene nicht mehr oder größere Schweißdrüsen haben als andere Menschen. Die Drüsen sind bei entsprechender Veranlagung jedoch überaktiv, möglicherweise wegen einer zu starken Stimulation durch das sympathische Nervensystem. Die Schweißausbrüche können, wie bei normalem Schwitzen auch, durch scharfe Speisen, Kaffee, Alkohol oder heiße Mahlzeiten gefördert werden.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen oder Ärzte untersuchen zunächst, ob es eine bestimmte Ursache für das übermäßige Schwitzen gibt. Das können Erkrankungen wie etwa eine Schilddrüsenüberfunktion, Infektionen, neurologische Erkrankungen, Störungen des Hormonhaushaltes oder manche Medikamente sein. Es lieg in diesem Fall eine sekundäre Hyperhidrose vor, deren Ursachen dann angegangen werden müssen.
Finden sich solche Auslöser nicht, liegt eine primäre Hyperhidrose vor. Ärztinnen und Ärzte können mit verschiedenen Methoden deren Ausmaß erfassen. Durch bestimmte zumeist äußerlich aufgetragene Wirkstoffe lässt sich der Schweißfluss bremsen. An Händen und Füßen hilft möglicherweise auch eine Behandlung mit schwachem Gleichstrom in einer Wasserwanne. Bei starkem Schwitzen kann lokal, etwa in den Achselhöhlen, Botulinumtoxin gespritzt werden. Auch eine Mikrowellen- oder Ultraschallbehandlung oder die operative Entfernung von Schweißdrüsen sind möglich. Die Therapie müssen Ärztinnen oder Ärzte mit den Patienten individuell besprechen.
Was man selbst tun kann:
Um Schweißausbrüche nicht unnötig zu provozieren, können ein paar Maßnahmen helfen, so kann man zum Beispiel
- soweit möglich, auf scharfe und heiße Speisen sowie heiße Getränke verzichten,
- möglichst wenig koffeinhaltige Getränke zu sich nehmen,
- betroffene Hautstellen gut pflegen und sich dazu in der Apotheke oder beim Hautarzt beraten lassen,
- Stress durch geeignete Entspannungstechniken mindern oder mildern,
- überhitzte Räume meiden,
- anstrengende Tätigkeiten in kühlere Morgen- oder Abendstunden verlegen, dabei öfter pausieren,
- vorhandenes Übergewicht abbauen.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangabe:
Avoxa Content Service, Quelle beim Autor, 2026
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 02398538
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 90 Stück
- Marke:
- KLIMADYNON
- Hersteller:
- Bionorica SE
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 6 Monate anwenden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Magen-Darm-Beschwerden und Durchfall kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Wechseljahrsbeschwerden, unterstützende Behandlung, wie:
- Hitzewallungen
- Schweißausbruch
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen der Pflanze Traubensilberkerze und wirken als natürliches Gemisch. Zu der Pflanze selbst:
- Aussehen: aufrechte, mehrjährige Staude mit dickem, dicht bewurzeltem Wurzelstock und großen, zwei- bis dreifach gefiederten Blättern; die weißlichen Blüten sind traubenförmig angeordnet
- Vorkommen: Europa, Nordamerika, Asien
- Hauptsächliche Inhaltsstoffe: Triterpenglykoside (Cimicifugosid, Actein, Cimiracemoside A, C und F)
- Verwendete Pflanzenteile und Zubereitungen: Extrakt aus den unterirdische Bestandteilen (Wurzelstock)
Extrakte von Traubensilberkerze-Wurzelstock beeinflussen die Wirkung weiblicher Hormone, vor allem Estrogen, und werden daher bei Wechseljahrsbeschwerden eingesetzt.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Durchfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- - Hautausschlag
- - Juckreiz
- - Nesselausschlag
- Schwellungen im Gesicht
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Gewichtszunahme
- Leberschäden, bei der Anwendung von Traubensilberkerzen (Cimicifuga)-haltigen Arzneimitteln
- Erhöhte Leberwerte (Transaminasen)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Estrogenabhängiger Tumor, auch in der Vorgeschichte
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Leberfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Erwachsene unter 45 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 31 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 35 × 68 × 86 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 5
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie Störungen oder Wiederauftreten der Regelblutung auftreten.
Schwitzen
Was ist das? - Definition Krankhaftes Schwitzen - medizinisch Hyperhidrose - ist eine Erkrankung, bei der Menschen ungewöhnlich stark schwitzen. Etwa ein bis zwei Prozent der Bevölkerung leiden darunter. Betroffene schwitzen entweder an vielen Körperstellen oder auch nur in einzelnen Bereichen wie etwa unter den Achseln übermäßig. Bestimmte Arzneistoffe, elektrische Stimulationen oder mitunter operative Eingriffe können Linderung bringen.
Krankheitsbild
An sich ist Schwitzen nicht krankhaft, sondern trägt natürlicherweise dazu bei, bei Hitze und/oder körperlich belastenden Tätigkeiten die Körpertemperatur stabil zu halten. Bei der primären Hyperhidrose schwitzen Betroffene jedoch ungewöhnlich stark, ohne dass dies durch Hitze, starke Anstrengung oder eine andere Erkrankung wie etwa eine Infektion mit Fieber erklärlich wäre. Auslöser können starke Emotionen, Stress oder Anstrengungen sein, teils kann das Schwitzen aber auch spontan auftreten.
Symptome/Verlauf
Hyperhidrose kann sich an bestimmten Körperstellen wie etwa unter den Achseln, an den Handinnenflächen, den Fußsohlen, der Stirn, in den Leisten oder im Gesicht bemerkbar machen, sie kann aber auch an mehreren Körperstellen auftreten, was als generalisierte Hyperhidrose gilt. Übermäßiges, starkes Schwitzen empfinden viele Betroffene als sehr unangenehm, wenn sie etwa deswegen niemandem mehr die Hand geben möchten oder dadurch in der Öffentlichkeit immer wieder verunsichert werden.
Das übermäßige Schwitzen kann in mehreren Schwergraden vorliegen:
Grad I - leichte Hyperhidrose; an Achsel, Fuß- oder Handflächen deutlich vermehrte Hautfeuchtigkeit, in der Achsel, Schwitzflecken von 5 bis 10 cm Durchmesser. Betroffene spüren das verstärkte Schwitzen, es ist aber nicht übermäßig lästig.
Grad II - mäßig starke Hyperhidrose; an Achsel, Fuß- oder Handflächen Bildung von Schweißperlen, in der Achsel Schwitzflecke von 10 bis 20 cm Durchmesser. An den Fuß- oder Handflächen ist das Schwitzen auf diese begrenzt. Es muss wiederholt Kleidung gewechselt werden.
Grad III - starke Hyperhidrose; an Achsel, Fuß- oder Handflächen tropft Schweiß ab, in der Achsel haben die Schwitzflecke mehr als 20 cm Durchmesser. An den Fuß- oder Handflächen findet sich Schweiß auch oben auf den Fingern und Zehen sowie am seitlichen Rand von Hand und Fuß. Es können zudem Hautreizungen, Ausschläge und unangenehmer Körpergeruch auftreten.
Die primäre Hyperhidrose beginnt oft in der Pubertät. Übergänge von normalem zu krankhaftem Schwitzen sind in leichteren Fällen nicht immer klar zu bestimmen, wichtig ist, ob Betroffene darunter leiden.
Folgen/Komplikationen
Wer häufig ohne dies steuern und vorhersehen zu können übermäßig schwitzt, kann sich dadurch in alltäglichen Situationen und seinem sozialen Umfeld gehemmt fühlen. Das wiederum begünstigt sozialen Rückzug und dessen psychische Folgen. Zudem begünstigt ständiges starkes Schwitzen Pilzinfektionen beispielsweise an den Fußsohlen.
Ursachen/Risikofaktoren
Was ganz genau übermäßiges Schwitzen auslöst, ist nicht geklärt. Fest steht, dass Betroffene nicht mehr oder größere Schweißdrüsen haben als andere Menschen. Die Drüsen sind bei entsprechender Veranlagung jedoch überaktiv, möglicherweise wegen einer zu starken Stimulation durch das sympathische Nervensystem. Die Schweißausbrüche können, wie bei normalem Schwitzen auch, durch scharfe Speisen, Kaffee, Alkohol oder heiße Mahlzeiten gefördert werden.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen oder Ärzte untersuchen zunächst, ob es eine bestimmte Ursache für das übermäßige Schwitzen gibt. Das können Erkrankungen wie etwa eine Schilddrüsenüberfunktion, Infektionen, neurologische Erkrankungen, Störungen des Hormonhaushaltes oder manche Medikamente sein. Es lieg in diesem Fall eine sekundäre Hyperhidrose vor, deren Ursachen dann angegangen werden müssen.
Finden sich solche Auslöser nicht, liegt eine primäre Hyperhidrose vor. Ärztinnen und Ärzte können mit verschiedenen Methoden deren Ausmaß erfassen. Durch bestimmte zumeist äußerlich aufgetragene Wirkstoffe lässt sich der Schweißfluss bremsen. An Händen und Füßen hilft möglicherweise auch eine Behandlung mit schwachem Gleichstrom in einer Wasserwanne. Bei starkem Schwitzen kann lokal, etwa in den Achselhöhlen, Botulinumtoxin gespritzt werden. Auch eine Mikrowellen- oder Ultraschallbehandlung oder die operative Entfernung von Schweißdrüsen sind möglich. Die Therapie müssen Ärztinnen oder Ärzte mit den Patienten individuell besprechen.
Was man selbst tun kann:
Um Schweißausbrüche nicht unnötig zu provozieren, können ein paar Maßnahmen helfen, so kann man zum Beispiel
- soweit möglich, auf scharfe und heiße Speisen sowie heiße Getränke verzichten,
- möglichst wenig koffeinhaltige Getränke zu sich nehmen,
- betroffene Hautstellen gut pflegen und sich dazu in der Apotheke oder beim Hautarzt beraten lassen,
- Stress durch geeignete Entspannungstechniken mindern oder mildern,
- überhitzte Räume meiden,
- anstrengende Tätigkeiten in kühlere Morgen- oder Abendstunden verlegen, dabei öfter pausieren,
- vorhandenes Übergewicht abbauen.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangabe:
Avoxa Content Service, Quelle beim Autor, 2026
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.