KREON 35.000 Ph.Eur.Lipase Einheiten msr.Hartkaps.
177,18 €
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Pharmazeutische Informationen
Magensaftresistente Hartkapseln — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 14327733
- Darreichungsform:
- Magensaftresistente Hartkapseln (Kapseln, magensaftgeschützte)
- Packungsgröße:
- 200 Stück
- Marke:
- KREON
- Hersteller:
- Viatris Healthcare GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Zur Erleichterung der Einnahme können Sie die Kapsel öffnen und den Inhalt mit saurer, weicher Nahrung (z.B. Joghurt, Apfelmus) gemischt einnehmen. Der Kapselinhalt darf nicht gekaut werden. Achten Sie auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Sie sollte deshalb in Absprache mit Ihrem Arzt festgelegt werden.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Funktionsstörungen der Bauchspeicheldrüse:
Die erforderliche Dosis zu einer Zwischenmahlzeit liegt im Bereich der Hälfte der erforderlichen Dosis zu einer Hauptmahlzeit.
Da sich die Dosierung nach dem Schweregrad der Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse richtet, kann sie erheblich von der genannten Richtdosierung abweichen.
Unterstützung der Bauchspeicheldrüsenfunktion bei Mucoviszidose: Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert.
Lassen Sie sich zur Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Unzureichende Funktion der Bauchspeicheldrüse (exokrine Pankreasinsuffizienz), wie z.B. bei chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung, Entfernung der Bauchspeicheldrüse oder Bauchspeicheldrüsenkrebs
- Zur Unterstützung einer unzureichenden Bauchspeicheldrüsenfunktion bei Mukoviszidose
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Kapseln, Gesamtdosis: 3-5 mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus Verdauungsenzymen, die aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen gewonnen werden. Diese sind den natürlich vorkommenden Verdauungsenzymen im menschlichen Magen-Darm-Trakt sehr ähnlich und mischen sich nach Einnahme im Magen und Darm mit dem Speisebrei. Dort helfen sie bei der Zerkleinerung der Nahrung, indem sie die Fette, Eiweisse und Kohlenhydrate in kleinere Einheiten aufspalten. Auf diese Weise wird die Verdauung der Nahrung unterstützt. Diese werden dann in das Blut oder die Lymphe aufgenommen und über diese Transportwege in die Zellen der einzelnen Gewebe verteilt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Verstopfung
- Bauchschmerzen
- Völlegefühl
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Diese Angabe gilt nur für die zubereitete Mischung. Die Flasche darf nach Anbruch höchstens 6 Monate verwendet werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Schweineeiweiß!
Mukoviszidose
Was ist das? - Definition Mukoviszidose ist eine angeborene Erkrankung bei, der ein zäher Schleim in verschiedenen Organen entsteht. Vor allem Lunge und Verdauungssystem sind betroffen. Der Schleim behindert die Atmung und die Aufnahme von Nährstoffen. Die Krankheit beginnt meist im Kindesalter und begleitet Betroffene lebenslang. Eine frühe Behandlung kann Beschwerden lindern und Komplikationen verzögern.
Krankheitsbild
Bei der Mukoviszidose arbeitet das sogenannte CFTR-Protein fehlerhaft. Diese angeborene genetische Veränderung führt dazu, dass dieses Protein entweder falsch gefaltet wird, gar nicht erst hergestellt wird oder zwar entsteht, aber nicht richtig an die Zelloberfläche gelangt. Dadurch kann der Körper Salz und Wasser nicht normal transportieren, was letztlich den zähen Schleim verursacht, der für Mukoviszidose verantwortlich ist. Die Erkrankung verläuft chronisch und zeigt sich in unterschiedlichen Schweregraden.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden entwickeln sich meist schleichend. Häufige Anzeichen sind anhaltender Husten wiederkehrende Infekte und Probleme bei der Verdauung. Viele Betroffene nehmen als Kinder und Jugendliche schlecht zu oder bleiben im Wachstum zurück. Im Verlauf kann die Lungenfunktion zunehmend eingeschränkt sein. Zu den wichtigen Symptomen zählen:
- Husten mit zähem Schleim
- Häufige Atemwegsinfekte
- Bauchschmerzen und fettige Stühle
- Müdigkeit und verringerte Belastbarkeit
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann die Erkrankung zu schweren Lungenschäden führen. Wiederkehrende Infektionen belasten das Gewebe und können Atemnot verursachen. Auch die Verdauung bleibt beeinträchtigt, was zu Mangelernährung führt. Im späteren Verlauf können Diabetes, Leberprobleme oder Knochenschwäche auftreten. Die Lebensqualität hängt stark davon ab, wie gut sich die Erkrankung kontrollieren lässt.
Ursachen/Risikofaktoren
Mukoviszidose entsteht durch eine genetische Veränderung, die von beiden Elternteilen vererbt wird. Risikofaktoren im üblichen Sinn gibt es daher nicht. Die Erkrankung tritt nur auf, wenn das veränderte Gen doppelt, also von beiden Elternteilen, vorliegt. Sie ist nicht ansteckend und entsteht unabhängig von Lebensstil oder Umwelt.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Im Zentrum der aktuellen Therapie stehen sogenannte CFTR-Modulatoren. Diese Medikamente setzen direkt am fehlerhaften CFTR-Protein an, das bei Mukoviszidose nicht richtig arbeitet. Zur klassischen Behandlung zählen Atemtherapie, Medikamente aus Gruppen wie Schleimlösern und entzündungshemmenden Mitteln sowie Enzyme für die Verdauung.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige Atemübungen durchführen und auf eine ausgewogene Ernährung achten. Grenzen bestehen, wenn Atemnot zunimmt, Fieber auftritt oder Infekte nicht abklingen. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt nötig.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Funktionsstörungen der Bauchspeicheldrüse
Was ist das? - Definition Eine Pankreasinsuffizienz ist eine Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse, bei der das Organ nicht mehr ausreichend Verdauungsenzyme und/oder Hormone wie Insulin produziert. Dadurch kann es zu Verdauungsproblemen mit Mangelernährung sowie zu Störungen des Blutzuckerstoffwechsels bis hin zu Diabetes kommen.
Krankheitsbild
Die Bauchspeicheldrüse bildet zum einen Verdauungsenzyme und zum anderen das Hormon Insulin, das für den Blutzuckerstoffwechsel wichtig ist. Funktionseinschränkungen der Bauchspeicheldrüse, auch Pankreasinsuffizienz genannt, können beide Bereiche betreffen. Bei der exokrinen Pankreasinsuffizienz bildet das Organ nicht mehr genug Verdauungsenzyme, was zu Verdauungsproblemen und Mangelernährung führen kann. Bei der endokrinen Pankreasinsuffizienz ist die Bildung von Insulin eingeschränkt. Ein gestörter Blutzuckerstoffwechsel und Diabetes sind die Folge.
Symptome/Verlauf
Eine exokrine Pankreasinsuffizienz bleibt oft zunächst unbemerkt. Später äußert sie sich durch Blähungen, Durchfall, übelriechenden, fettreichen Stuhlgängen (Fettstuhl) sowie Gewichtsverlust und Mangelerscheinungen. Geht die Erkrankung auf eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung zurück, kommen oft zum Teil starke Oberbauchschmerzen hinzu.
Die endokrine Pankreasinsuffizienz tritt im Verlauf häufig zusätzlich zur exokrinen Form auf und führt zu einem Mangel an Insulin und damit zu einen gestörten Blutzuckerstoffwechsel (Diabetes Typ 3c oder pankreopriver Diabetes). Da auch der Gegenspieler des Insulins, das Glucagon, in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird, kommt es bei dieser Art des Diabetes sehr häufig auch zu Unterzuckerungen.
Folgen/Komplikationen
Durch die mangelnde Produktion von Verdauungsenzymen wird die Nahrung im Darm nicht mehr ausreichend aufgeschlossen und aufgenommen. Besonders die Fettverdauung und die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen ist mitunter stark eingeschränkt. Starker Gewichtsverlust, Mangelzustände oder auch Knochenschwund (Osteoporose) können die Folge sein. Entwickelt sich aufgrund einer endokrinen Pankreasinsuffizienz ein Diabetes, besteht eine erhöhte Gefahr für lebensbedrohliche Unterzuckerungen. Liegt eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung als Ursache zugrunde, besteht zudem ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache einer Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse ist eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung. Diese geht wiederum in den meisten Fällen auf Alkoholmissbrauch zurück, zusätzliches Rauchen kann das Risiko deutlich erhöhen. Weitere Ursachen können Mukoviszidose (erbliche Stoffwechselerkrankung), Bauchspeicheldrüsenkrebs oder Operationen an der Bauchspeicheldrüse sein.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt stellt zunächst die Diagnose und untersucht die Ursachen der Pankreasinsuffizienz. Zentral ist oft eine Schmerztherapie. Außerdem verschreibt er Verdauungsenzyme sowie Nährstoffsupplemente und leitet bei Bedarf eine Diabetes-Therapie ein. Eine Ernährungsberatung kann helfen, Verdauungsbeschwerden weiter einzudämmen.
Das kann man selbst tun: Liegt eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung zugrunde, empfiehlt sich dringend, auf Alkohol und Zigaretten zu verzichten. Kleinere Mahlzeiten in Kombination mit der Aufnahme von Verdauungsenzymen können Nahrungsaufnahme und Symptome verbessern.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Magensaftresistente Hartkapseln — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 14327733
- Darreichungsform:
- Magensaftresistente Hartkapseln (Kapseln, magensaftgeschützte)
- Packungsgröße:
- 200 Stück
- Marke:
- KREON
- Hersteller:
- Viatris Healthcare GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Zur Erleichterung der Einnahme können Sie die Kapsel öffnen und den Inhalt mit saurer, weicher Nahrung (z.B. Joghurt, Apfelmus) gemischt einnehmen. Der Kapselinhalt darf nicht gekaut werden. Achten Sie auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Sie sollte deshalb in Absprache mit Ihrem Arzt festgelegt werden.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Funktionsstörungen der Bauchspeicheldrüse:
Die erforderliche Dosis zu einer Zwischenmahlzeit liegt im Bereich der Hälfte der erforderlichen Dosis zu einer Hauptmahlzeit.
Da sich die Dosierung nach dem Schweregrad der Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse richtet, kann sie erheblich von der genannten Richtdosierung abweichen.
Unterstützung der Bauchspeicheldrüsenfunktion bei Mucoviszidose: Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert.
Lassen Sie sich zur Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Unzureichende Funktion der Bauchspeicheldrüse (exokrine Pankreasinsuffizienz), wie z.B. bei chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung, Entfernung der Bauchspeicheldrüse oder Bauchspeicheldrüsenkrebs
- Zur Unterstützung einer unzureichenden Bauchspeicheldrüsenfunktion bei Mukoviszidose
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Kapseln, Gesamtdosis: 3-5 mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus Verdauungsenzymen, die aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen gewonnen werden. Diese sind den natürlich vorkommenden Verdauungsenzymen im menschlichen Magen-Darm-Trakt sehr ähnlich und mischen sich nach Einnahme im Magen und Darm mit dem Speisebrei. Dort helfen sie bei der Zerkleinerung der Nahrung, indem sie die Fette, Eiweisse und Kohlenhydrate in kleinere Einheiten aufspalten. Auf diese Weise wird die Verdauung der Nahrung unterstützt. Diese werden dann in das Blut oder die Lymphe aufgenommen und über diese Transportwege in die Zellen der einzelnen Gewebe verteilt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Verstopfung
- Bauchschmerzen
- Völlegefühl
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Diese Angabe gilt nur für die zubereitete Mischung. Die Flasche darf nach Anbruch höchstens 6 Monate verwendet werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Schweineeiweiß!
Mukoviszidose
Was ist das? - Definition Mukoviszidose ist eine angeborene Erkrankung bei, der ein zäher Schleim in verschiedenen Organen entsteht. Vor allem Lunge und Verdauungssystem sind betroffen. Der Schleim behindert die Atmung und die Aufnahme von Nährstoffen. Die Krankheit beginnt meist im Kindesalter und begleitet Betroffene lebenslang. Eine frühe Behandlung kann Beschwerden lindern und Komplikationen verzögern.
Krankheitsbild
Bei der Mukoviszidose arbeitet das sogenannte CFTR-Protein fehlerhaft. Diese angeborene genetische Veränderung führt dazu, dass dieses Protein entweder falsch gefaltet wird, gar nicht erst hergestellt wird oder zwar entsteht, aber nicht richtig an die Zelloberfläche gelangt. Dadurch kann der Körper Salz und Wasser nicht normal transportieren, was letztlich den zähen Schleim verursacht, der für Mukoviszidose verantwortlich ist. Die Erkrankung verläuft chronisch und zeigt sich in unterschiedlichen Schweregraden.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden entwickeln sich meist schleichend. Häufige Anzeichen sind anhaltender Husten wiederkehrende Infekte und Probleme bei der Verdauung. Viele Betroffene nehmen als Kinder und Jugendliche schlecht zu oder bleiben im Wachstum zurück. Im Verlauf kann die Lungenfunktion zunehmend eingeschränkt sein. Zu den wichtigen Symptomen zählen:
- Husten mit zähem Schleim
- Häufige Atemwegsinfekte
- Bauchschmerzen und fettige Stühle
- Müdigkeit und verringerte Belastbarkeit
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann die Erkrankung zu schweren Lungenschäden führen. Wiederkehrende Infektionen belasten das Gewebe und können Atemnot verursachen. Auch die Verdauung bleibt beeinträchtigt, was zu Mangelernährung führt. Im späteren Verlauf können Diabetes, Leberprobleme oder Knochenschwäche auftreten. Die Lebensqualität hängt stark davon ab, wie gut sich die Erkrankung kontrollieren lässt.
Ursachen/Risikofaktoren
Mukoviszidose entsteht durch eine genetische Veränderung, die von beiden Elternteilen vererbt wird. Risikofaktoren im üblichen Sinn gibt es daher nicht. Die Erkrankung tritt nur auf, wenn das veränderte Gen doppelt, also von beiden Elternteilen, vorliegt. Sie ist nicht ansteckend und entsteht unabhängig von Lebensstil oder Umwelt.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Im Zentrum der aktuellen Therapie stehen sogenannte CFTR-Modulatoren. Diese Medikamente setzen direkt am fehlerhaften CFTR-Protein an, das bei Mukoviszidose nicht richtig arbeitet. Zur klassischen Behandlung zählen Atemtherapie, Medikamente aus Gruppen wie Schleimlösern und entzündungshemmenden Mitteln sowie Enzyme für die Verdauung.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige Atemübungen durchführen und auf eine ausgewogene Ernährung achten. Grenzen bestehen, wenn Atemnot zunimmt, Fieber auftritt oder Infekte nicht abklingen. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt nötig.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Funktionsstörungen der Bauchspeicheldrüse
Was ist das? - Definition Eine Pankreasinsuffizienz ist eine Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse, bei der das Organ nicht mehr ausreichend Verdauungsenzyme und/oder Hormone wie Insulin produziert. Dadurch kann es zu Verdauungsproblemen mit Mangelernährung sowie zu Störungen des Blutzuckerstoffwechsels bis hin zu Diabetes kommen.
Krankheitsbild
Die Bauchspeicheldrüse bildet zum einen Verdauungsenzyme und zum anderen das Hormon Insulin, das für den Blutzuckerstoffwechsel wichtig ist. Funktionseinschränkungen der Bauchspeicheldrüse, auch Pankreasinsuffizienz genannt, können beide Bereiche betreffen. Bei der exokrinen Pankreasinsuffizienz bildet das Organ nicht mehr genug Verdauungsenzyme, was zu Verdauungsproblemen und Mangelernährung führen kann. Bei der endokrinen Pankreasinsuffizienz ist die Bildung von Insulin eingeschränkt. Ein gestörter Blutzuckerstoffwechsel und Diabetes sind die Folge.
Symptome/Verlauf
Eine exokrine Pankreasinsuffizienz bleibt oft zunächst unbemerkt. Später äußert sie sich durch Blähungen, Durchfall, übelriechenden, fettreichen Stuhlgängen (Fettstuhl) sowie Gewichtsverlust und Mangelerscheinungen. Geht die Erkrankung auf eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung zurück, kommen oft zum Teil starke Oberbauchschmerzen hinzu.
Die endokrine Pankreasinsuffizienz tritt im Verlauf häufig zusätzlich zur exokrinen Form auf und führt zu einem Mangel an Insulin und damit zu einen gestörten Blutzuckerstoffwechsel (Diabetes Typ 3c oder pankreopriver Diabetes). Da auch der Gegenspieler des Insulins, das Glucagon, in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird, kommt es bei dieser Art des Diabetes sehr häufig auch zu Unterzuckerungen.
Folgen/Komplikationen
Durch die mangelnde Produktion von Verdauungsenzymen wird die Nahrung im Darm nicht mehr ausreichend aufgeschlossen und aufgenommen. Besonders die Fettverdauung und die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen ist mitunter stark eingeschränkt. Starker Gewichtsverlust, Mangelzustände oder auch Knochenschwund (Osteoporose) können die Folge sein. Entwickelt sich aufgrund einer endokrinen Pankreasinsuffizienz ein Diabetes, besteht eine erhöhte Gefahr für lebensbedrohliche Unterzuckerungen. Liegt eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung als Ursache zugrunde, besteht zudem ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache einer Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse ist eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung. Diese geht wiederum in den meisten Fällen auf Alkoholmissbrauch zurück, zusätzliches Rauchen kann das Risiko deutlich erhöhen. Weitere Ursachen können Mukoviszidose (erbliche Stoffwechselerkrankung), Bauchspeicheldrüsenkrebs oder Operationen an der Bauchspeicheldrüse sein.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt stellt zunächst die Diagnose und untersucht die Ursachen der Pankreasinsuffizienz. Zentral ist oft eine Schmerztherapie. Außerdem verschreibt er Verdauungsenzyme sowie Nährstoffsupplemente und leitet bei Bedarf eine Diabetes-Therapie ein. Eine Ernährungsberatung kann helfen, Verdauungsbeschwerden weiter einzudämmen.
Das kann man selbst tun: Liegt eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung zugrunde, empfiehlt sich dringend, auf Alkohol und Zigaretten zu verzichten. Kleinere Mahlzeiten in Kombination mit der Aufnahme von Verdauungsenzymen können Nahrungsaufnahme und Symptome verbessern.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.