LANSOPRAZOL STADA 30 mg magensaftres.Hartkapseln
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Rezeptpflichtiges Arzneimittel
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Pharmazeutische Informationen
Magensaftresistente Hartkapseln — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 17848958
- Darreichungsform:
- Magensaftresistente Hartkapseln (Kapseln, magensaftgeschützte)
- Packungsgröße:
- 56 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 30 mg
- Marke:
- LANSOPRAZOL
- Hersteller:
- STADAPHARM GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel unzerkaut mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Zur Erleichterung der Einnahme können Sie die Kapsel öffnen und den Inhalt mit Wasser, Tee oder Nahrung gemischt einnehmen. Der Kapselinhalt darf nicht gekaut oder gemörsert werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt bei Zwölffingerdarmgeschwüren 2-4 Wochen, bei Magengeschwür, Refluxösophagitis und Geschwüren im Verdauungstrakt, verursacht durch Medikamente, 4-8 Wochen, bei Sodbrennen 4 Wochen, zur Beseitigung des Helicobacters pylori 1-2 Wochen. Bei Zollinger-Ellison-Syndrom und zur Vorbeugung gegen ein Wiederauftreten der Refluxösophagitis oder von Geschwüren im Verdauungstrakt ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt.
Überdosierung?
Es sind derzeit keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Bei Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren, Refluxösophagitis und durch Medikamente verursachte Geschwüre im Verdauungstrakt:
Zur Vorbeugung von Refluxösophagitis und durch Medikamente verursachte Geschwüre im Verdauungstrakt:
Bei Sodbrennen:
Bei Zollinger-Ellison-Syndrom: Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Zur Beseitigung des Erregers Helicobacter pylori: Da es sich um eine Kombinationstherapie mit verschiedenen Arzneimitteln handelt, wird die Dosierung von Ihrem Arzt bestimmt.
Ältere und geschwächte Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Patienten mit einer Leberfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Zwölffingerdarmgeschwüre
- Magengeschwür
- Behandlung von Geschwüren im Verdauungstrakt, verursacht durch Medikamente, wie zum Beispiel durch bestimmte Schmerzmittel (nicht-steroidale Antiphlogistika)
- Vorbeugung gegen ein Wiederauftreten von Geschwüren im Verdauungstrakt, verursacht durch Medikamente, wie zum Beispiel durch bestimmte Schmerzmittel (nicht-steroidale Antiphlogistika)
- Refluxösophagitis (Refluxkrankheit mit Entzündung der Speiseröhre)
- Vorbeugung gegen ein Wiederauftreten der Refluxösophagitis (Refluxkrankheit mit Entzündung der Speiseröhre)
- Sodbrennen - und saures Aufstoßen (leichte Form der Refluxkrankheit)
- Zollinger-Ellison-Syndrom
- Beseitigung des Erregers Helicobacter pylori, der häufig wiederkehrende Magen-Darm-Geschwüre auslösen kann
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor der ersten Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor der ersten Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor der ersten Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff hemmt die Ausschüttung von Magensäure aus den so genannten Belegzellen der Magenschleimhaut. Er blockiert dort eine bestimmte Stelle, die über einen Pumpmechanismus für die Freisetzung der Magensäure verantwortlich ist.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Verstopfung
- Blähungen
- Bauchschmerzen
- Mundtrockenheit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Depressionen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Anstieg der Leberwerte
- Veränderung des Blutbildes, wie:
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Eosinophilie (erhöhte Anzahl an bestimmten weißen Blutkörperchen)
- Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
- Muskelschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Magnesiummangel
- Knochenbruch
- Gutartige Geschwulst der Magenschleimhaut
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Leberfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Arzneimittel kann Symptome verschleiern, die auf eine schwerwiegende Erkrankung hindeuten. Lassen Sie deshalb länger anhaltende Beschwerden vor Einnahme des Arzneimittels von Ihrem Arzt abklären.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
In Kombination mit anderen Arzneimitteln:
Magen- und (Zwölffinger-) Darmgeschwüre
Was ist das? - Definition Magengeschwüre und Zwölffingerdarmgeschwüre sind offene Stellen in der Schleimhaut des Magens oder des oberen Dünndarms. Sie entstehen, wenn die schützende Schleimhaut geschädigt ist und die aggressive Magensäure das Gewebe angreift. Diese Geschwüre können schmerzhaft sein und ernsthafte Komplikationen verursachen.
Krankheitsbild
Ein Geschwür ist eine tiefe Schleimhautverletzung, die meist durch ein Ungleichgewicht zwischen schützenden und schädigenden Faktoren im Verdauungstrakt entsteht. Magengeschwüre befinden sich direkt im Magen, Zwölffingerdarmgeschwüre im ersten Abschnitt des Dünndarms. Beide Formen gehören zu den häufigsten Erkrankungen des oberen Verdauungstrakts. Sie treten einzeln oder gleichzeitig auf und verlaufen oft chronisch.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden hängen von der Lage und Größe des Geschwürs ab. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Brennende oder stechende Schmerzen im Oberbauch
- Schmerzen nach dem Essen (bei Magengeschwür)
- Schmerzen auf nüchternen Magen (bei Zwölffingerdarmgeschwür)
- Völlegefühl
- Übelkeit
- Appetitlosigkeit
- Blähungen
- Gelegentliches Erbrechen
Die Beschwerden können über Wochen oder Monate bestehen. In manchen Fällen treten kaum Symptome auf, bis es zu Komplikationen kommt. Wiederkehrende Schmerzen oder nächtliche Beschwerden sind ein Warnzeichen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Geschwüre können zu ernsthaften Problemen führen. Dazu zählen Magenblutungen, ein Durchbruch der Magenwand, eine Verengung des Magenausgangs durch Narbenbildung und chronische Entzündungen. In seltenen Fällen entartet ein Magengeschwür und führt zu Krebs. Besonders gefährlich sind stille Blutungen, die über längere Zeit zu Blutarmut führen können. Ein plötzlicher Durchbruch ist ein medizinischer Notfall.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigsten Ursachen sind eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori und die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen Stress, Rauchen, Alkoholkonsum, ungesunde Ernährung, familiäre Vorbelastung, chronische Magenschleimhautentzündung und ein geschwächtes Immunsystem. Nicht jeder Betroffene mit diesen Faktoren entwickelt ein Geschwür, aber sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit deutlich.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch eine Magenspiegelung oder spezielle Tests die Diagnose stellen. Die Behandlung besteht meist aus Medikamenten, die die Magensäure reduzieren, die Schleimhaut schützen und mögliche Erreger wie Helicobacter pylori bekämpfen.
Das kann man selbst tun: Auf eine schonende Ernährung achten, Stress vermeiden und auf Alkohol und Nikotin verzichten. Grenzen sind erreicht, wenn starke Schmerzen, Blut im Stuhl oder Erbrechen auftreten. Dann ist eine ärztliche Kontrolle dringend erforderlich.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Sodbrennen
Was ist das? - Definition Sodbrennen ist ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein, das durch aufsteigende Magensäure verursacht wird. Es tritt häufig nach dem Essen auf und kann bis in den Hals oder Rachen ausstrahlen. Gelegentliches Sodbrennen ist meist harmlos, doch bei häufigem Auftreten kann es auf eine ernstere Erkrankung wie Reflux hinweisen.
Krankheitsbild
Sodbrennen entsteht, wenn Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt. Normalerweise verhindert ein Muskel am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen diesen Rückfluss. Ist dieser Muskel geschwächt oder erschlafft, kann die Säure aufsteigen und die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre reizen.
Symptome/Verlauf
Typisch ist ein brennender Schmerz hinter dem Brustbein, oft nach dem Essen oder im Liegen. Manche Betroffene berichten auch von einem sauren Geschmack im Mund oder einem Druckgefühl im Oberbauch. Die Beschwerden können gelegentlich auftreten oder chronisch werden. Bei häufigem Sodbrennen spricht man von einer Refluxkrankheit.
Folgen/Komplikationen
Bleibt Sodbrennen unbehandelt, kann dies die Schleimhaut der Speiseröhre dauerhaft schädigen. Es drohen Entzündungen, Geschwüre oder Verengungen. In seltenen Fällen entwickelt sich durch chronische Reizung eine Vorstufe von Speiseröhrenkrebs. Auch die Lebensqualität kann durch ständige Beschwerden stark eingeschränkt sein.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Oft spielen Lebensstil und Ernährung eine Rolle. Übergewicht erhöht den Druck im Bauchraum und begünstigt den Rückfluss. Auch bestimmte Lebensmittel oder Medikamente können die Beschwerden verstärken. Stress und hastiges Essen wirken sich ebenfalls ungünstig aus.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Befragung und gegebenenfalls eine Magenspiegelung die Ursache klären. Bei Bedarf verschreibt der Arzt Medikamente wie Protonenpumpenhemmer, die die Säureproduktion im Magen reduzieren. Auch sogenannte Antazida und spezielle Medikamente auf Basis von Algen lindern in vielen Fällen die Beschwerden.
Das kann man selbst tun: Durch angepasste Ernährung und Gewichtsreduktion lässt sich oft schon viel erreichen. Auch kleine Mahlzeiten und das Vermeiden von spätem Essen helfen. Nachts lindert eine leicht aufrechte Schlafposition die Beschwerden, etwa mithilfe eines Extrakissens oder indem man das Bett an der Kopfposition leicht nach oben schiebt. Wenn Beschwerden trotz Änderungen bestehen bleiben oder sich verschlimmern, sollte man unbedingt ärztliche Hilfe suchen.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Zollinger-Ellison-Syndrom
Was ist das? - Definition Das Zollinger-Ellison-Syndrom ist eine seltene Erkrankung, bei der Tumoren im Magen-Darm-Bereich oder in der Bauchspeicheldrüse zu einer übermäßigen Produktion des Hormons Gastrin führen. Dies bewirkt eine starke Übersäuerung des Magens und führt zu wiederkehrenden Geschwüren und Verdauungsbeschwerden.
Krankheitsbild
Das Zollinger-Ellison-Syndrom gehört zu den seltenen hormonellen Erkrankungen. Es ist gekennzeichnet durch sogenannte Gastrinome. Dies sind Tumoren, die das Hormon Gastrin in großen Mengen ausschütten. Dies steigert die Magensäureproduktion massiv. In der Folge treten schwer behandelbare Magengeschwüre und Beschwerden im oberen Verdauungstrakt auf. Die Erkrankung trifft vor allem Patienten im mittleren Erwachsenenalter, kann aber auch jüngere Menschen betreffen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden ähneln zunächst denen einer gewöhnlichen Magenschleimhautentzündung oder eines Magengeschwürs. Typisch ist jedoch, dass die Symptome trotz Behandlung immer wiederkehren oder besonders schwer verlaufen. Häufig entwickeln sich mehrere Geschwüre gleichzeitig. Der Verlauf ist chronisch, und ohne gezielte Behandlung können die Beschwerden zunehmen.
Zu den typischen Symptome zählen:
- brennende oder stechende Schmerzen im Oberbauch
- wiederkehrende Durchfälle durch die Übersäuerung des Darms
- Übelkeit, Erbrechen oder Appetitlosigkeit
- ungewollter Gewichtsverlust
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann das Zollinger-Ellison-Syndrom zu schweren Komplikationen führen. Dazu gehören großflächige Magengeschwüre, Blutungen im Verdauungstrakt oder sogar ein Durchbruch der Magenwand. Auch eine Verengung des Magenausgangs durch Narbenbildung ist möglich. In manchen Fällen können die Tumoren bösartig sein und Metastasen bilden, was die Prognose verschlechtert.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursache sind Gastrin-produzierende Tumoren, meist in der Bauchspeicheldrüse oder im Zwölffingerdarm. In seltenen Fällen tritt das Syndrom im Rahmen einer erblichen Erkrankung auf, der sogenannten multiplen endokrinen Neoplasie Typ 1. Risikofaktoren sind daher vor allem genetische Veranlagung und familiäre Häufung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung erfolgt durch Medikamente, die die Magensäureproduktion hemmen, vor allem Protonenpumpenhemmer. In manchen Fällen ist eine Operation zur Entfernung der Tumoren möglich.
Das kann man selbst tun: Hilfreich sind eine magenschonende Ernährung, Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie regelmäßige ärztliche Kontrollen. Grenzen liegen dort, wo die Beschwerden trotz Medikamenten bestehen bleiben oder Komplikationen wie Blutungen auftreten. Dann ist eine spezialisierte ärztliche Behandlung unbedingt erforderlich.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Magensaftresistente Hartkapseln — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 17848958
- Darreichungsform:
- Magensaftresistente Hartkapseln (Kapseln, magensaftgeschützte)
- Packungsgröße:
- 56 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 30 mg
- Marke:
- LANSOPRAZOL
- Hersteller:
- STADAPHARM GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel unzerkaut mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Zur Erleichterung der Einnahme können Sie die Kapsel öffnen und den Inhalt mit Wasser, Tee oder Nahrung gemischt einnehmen. Der Kapselinhalt darf nicht gekaut oder gemörsert werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt bei Zwölffingerdarmgeschwüren 2-4 Wochen, bei Magengeschwür, Refluxösophagitis und Geschwüren im Verdauungstrakt, verursacht durch Medikamente, 4-8 Wochen, bei Sodbrennen 4 Wochen, zur Beseitigung des Helicobacters pylori 1-2 Wochen. Bei Zollinger-Ellison-Syndrom und zur Vorbeugung gegen ein Wiederauftreten der Refluxösophagitis oder von Geschwüren im Verdauungstrakt ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt.
Überdosierung?
Es sind derzeit keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Bei Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren, Refluxösophagitis und durch Medikamente verursachte Geschwüre im Verdauungstrakt:
Zur Vorbeugung von Refluxösophagitis und durch Medikamente verursachte Geschwüre im Verdauungstrakt:
Bei Sodbrennen:
Bei Zollinger-Ellison-Syndrom: Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Zur Beseitigung des Erregers Helicobacter pylori: Da es sich um eine Kombinationstherapie mit verschiedenen Arzneimitteln handelt, wird die Dosierung von Ihrem Arzt bestimmt.
Ältere und geschwächte Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Patienten mit einer Leberfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Zwölffingerdarmgeschwüre
- Magengeschwür
- Behandlung von Geschwüren im Verdauungstrakt, verursacht durch Medikamente, wie zum Beispiel durch bestimmte Schmerzmittel (nicht-steroidale Antiphlogistika)
- Vorbeugung gegen ein Wiederauftreten von Geschwüren im Verdauungstrakt, verursacht durch Medikamente, wie zum Beispiel durch bestimmte Schmerzmittel (nicht-steroidale Antiphlogistika)
- Refluxösophagitis (Refluxkrankheit mit Entzündung der Speiseröhre)
- Vorbeugung gegen ein Wiederauftreten der Refluxösophagitis (Refluxkrankheit mit Entzündung der Speiseröhre)
- Sodbrennen - und saures Aufstoßen (leichte Form der Refluxkrankheit)
- Zollinger-Ellison-Syndrom
- Beseitigung des Erregers Helicobacter pylori, der häufig wiederkehrende Magen-Darm-Geschwüre auslösen kann
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor der ersten Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor der ersten Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor der ersten Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff hemmt die Ausschüttung von Magensäure aus den so genannten Belegzellen der Magenschleimhaut. Er blockiert dort eine bestimmte Stelle, die über einen Pumpmechanismus für die Freisetzung der Magensäure verantwortlich ist.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Verstopfung
- Blähungen
- Bauchschmerzen
- Mundtrockenheit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Depressionen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Anstieg der Leberwerte
- Veränderung des Blutbildes, wie:
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Eosinophilie (erhöhte Anzahl an bestimmten weißen Blutkörperchen)
- Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
- Muskelschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Magnesiummangel
- Knochenbruch
- Gutartige Geschwulst der Magenschleimhaut
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Leberfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Arzneimittel kann Symptome verschleiern, die auf eine schwerwiegende Erkrankung hindeuten. Lassen Sie deshalb länger anhaltende Beschwerden vor Einnahme des Arzneimittels von Ihrem Arzt abklären.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
In Kombination mit anderen Arzneimitteln:
Magen- und (Zwölffinger-) Darmgeschwüre
Was ist das? - Definition Magengeschwüre und Zwölffingerdarmgeschwüre sind offene Stellen in der Schleimhaut des Magens oder des oberen Dünndarms. Sie entstehen, wenn die schützende Schleimhaut geschädigt ist und die aggressive Magensäure das Gewebe angreift. Diese Geschwüre können schmerzhaft sein und ernsthafte Komplikationen verursachen.
Krankheitsbild
Ein Geschwür ist eine tiefe Schleimhautverletzung, die meist durch ein Ungleichgewicht zwischen schützenden und schädigenden Faktoren im Verdauungstrakt entsteht. Magengeschwüre befinden sich direkt im Magen, Zwölffingerdarmgeschwüre im ersten Abschnitt des Dünndarms. Beide Formen gehören zu den häufigsten Erkrankungen des oberen Verdauungstrakts. Sie treten einzeln oder gleichzeitig auf und verlaufen oft chronisch.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden hängen von der Lage und Größe des Geschwürs ab. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Brennende oder stechende Schmerzen im Oberbauch
- Schmerzen nach dem Essen (bei Magengeschwür)
- Schmerzen auf nüchternen Magen (bei Zwölffingerdarmgeschwür)
- Völlegefühl
- Übelkeit
- Appetitlosigkeit
- Blähungen
- Gelegentliches Erbrechen
Die Beschwerden können über Wochen oder Monate bestehen. In manchen Fällen treten kaum Symptome auf, bis es zu Komplikationen kommt. Wiederkehrende Schmerzen oder nächtliche Beschwerden sind ein Warnzeichen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Geschwüre können zu ernsthaften Problemen führen. Dazu zählen Magenblutungen, ein Durchbruch der Magenwand, eine Verengung des Magenausgangs durch Narbenbildung und chronische Entzündungen. In seltenen Fällen entartet ein Magengeschwür und führt zu Krebs. Besonders gefährlich sind stille Blutungen, die über längere Zeit zu Blutarmut führen können. Ein plötzlicher Durchbruch ist ein medizinischer Notfall.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigsten Ursachen sind eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori und die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen Stress, Rauchen, Alkoholkonsum, ungesunde Ernährung, familiäre Vorbelastung, chronische Magenschleimhautentzündung und ein geschwächtes Immunsystem. Nicht jeder Betroffene mit diesen Faktoren entwickelt ein Geschwür, aber sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit deutlich.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch eine Magenspiegelung oder spezielle Tests die Diagnose stellen. Die Behandlung besteht meist aus Medikamenten, die die Magensäure reduzieren, die Schleimhaut schützen und mögliche Erreger wie Helicobacter pylori bekämpfen.
Das kann man selbst tun: Auf eine schonende Ernährung achten, Stress vermeiden und auf Alkohol und Nikotin verzichten. Grenzen sind erreicht, wenn starke Schmerzen, Blut im Stuhl oder Erbrechen auftreten. Dann ist eine ärztliche Kontrolle dringend erforderlich.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Sodbrennen
Was ist das? - Definition Sodbrennen ist ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein, das durch aufsteigende Magensäure verursacht wird. Es tritt häufig nach dem Essen auf und kann bis in den Hals oder Rachen ausstrahlen. Gelegentliches Sodbrennen ist meist harmlos, doch bei häufigem Auftreten kann es auf eine ernstere Erkrankung wie Reflux hinweisen.
Krankheitsbild
Sodbrennen entsteht, wenn Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt. Normalerweise verhindert ein Muskel am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen diesen Rückfluss. Ist dieser Muskel geschwächt oder erschlafft, kann die Säure aufsteigen und die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre reizen.
Symptome/Verlauf
Typisch ist ein brennender Schmerz hinter dem Brustbein, oft nach dem Essen oder im Liegen. Manche Betroffene berichten auch von einem sauren Geschmack im Mund oder einem Druckgefühl im Oberbauch. Die Beschwerden können gelegentlich auftreten oder chronisch werden. Bei häufigem Sodbrennen spricht man von einer Refluxkrankheit.
Folgen/Komplikationen
Bleibt Sodbrennen unbehandelt, kann dies die Schleimhaut der Speiseröhre dauerhaft schädigen. Es drohen Entzündungen, Geschwüre oder Verengungen. In seltenen Fällen entwickelt sich durch chronische Reizung eine Vorstufe von Speiseröhrenkrebs. Auch die Lebensqualität kann durch ständige Beschwerden stark eingeschränkt sein.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Oft spielen Lebensstil und Ernährung eine Rolle. Übergewicht erhöht den Druck im Bauchraum und begünstigt den Rückfluss. Auch bestimmte Lebensmittel oder Medikamente können die Beschwerden verstärken. Stress und hastiges Essen wirken sich ebenfalls ungünstig aus.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Befragung und gegebenenfalls eine Magenspiegelung die Ursache klären. Bei Bedarf verschreibt der Arzt Medikamente wie Protonenpumpenhemmer, die die Säureproduktion im Magen reduzieren. Auch sogenannte Antazida und spezielle Medikamente auf Basis von Algen lindern in vielen Fällen die Beschwerden.
Das kann man selbst tun: Durch angepasste Ernährung und Gewichtsreduktion lässt sich oft schon viel erreichen. Auch kleine Mahlzeiten und das Vermeiden von spätem Essen helfen. Nachts lindert eine leicht aufrechte Schlafposition die Beschwerden, etwa mithilfe eines Extrakissens oder indem man das Bett an der Kopfposition leicht nach oben schiebt. Wenn Beschwerden trotz Änderungen bestehen bleiben oder sich verschlimmern, sollte man unbedingt ärztliche Hilfe suchen.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Zollinger-Ellison-Syndrom
Was ist das? - Definition Das Zollinger-Ellison-Syndrom ist eine seltene Erkrankung, bei der Tumoren im Magen-Darm-Bereich oder in der Bauchspeicheldrüse zu einer übermäßigen Produktion des Hormons Gastrin führen. Dies bewirkt eine starke Übersäuerung des Magens und führt zu wiederkehrenden Geschwüren und Verdauungsbeschwerden.
Krankheitsbild
Das Zollinger-Ellison-Syndrom gehört zu den seltenen hormonellen Erkrankungen. Es ist gekennzeichnet durch sogenannte Gastrinome. Dies sind Tumoren, die das Hormon Gastrin in großen Mengen ausschütten. Dies steigert die Magensäureproduktion massiv. In der Folge treten schwer behandelbare Magengeschwüre und Beschwerden im oberen Verdauungstrakt auf. Die Erkrankung trifft vor allem Patienten im mittleren Erwachsenenalter, kann aber auch jüngere Menschen betreffen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden ähneln zunächst denen einer gewöhnlichen Magenschleimhautentzündung oder eines Magengeschwürs. Typisch ist jedoch, dass die Symptome trotz Behandlung immer wiederkehren oder besonders schwer verlaufen. Häufig entwickeln sich mehrere Geschwüre gleichzeitig. Der Verlauf ist chronisch, und ohne gezielte Behandlung können die Beschwerden zunehmen.
Zu den typischen Symptome zählen:
- brennende oder stechende Schmerzen im Oberbauch
- wiederkehrende Durchfälle durch die Übersäuerung des Darms
- Übelkeit, Erbrechen oder Appetitlosigkeit
- ungewollter Gewichtsverlust
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann das Zollinger-Ellison-Syndrom zu schweren Komplikationen führen. Dazu gehören großflächige Magengeschwüre, Blutungen im Verdauungstrakt oder sogar ein Durchbruch der Magenwand. Auch eine Verengung des Magenausgangs durch Narbenbildung ist möglich. In manchen Fällen können die Tumoren bösartig sein und Metastasen bilden, was die Prognose verschlechtert.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursache sind Gastrin-produzierende Tumoren, meist in der Bauchspeicheldrüse oder im Zwölffingerdarm. In seltenen Fällen tritt das Syndrom im Rahmen einer erblichen Erkrankung auf, der sogenannten multiplen endokrinen Neoplasie Typ 1. Risikofaktoren sind daher vor allem genetische Veranlagung und familiäre Häufung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung erfolgt durch Medikamente, die die Magensäureproduktion hemmen, vor allem Protonenpumpenhemmer. In manchen Fällen ist eine Operation zur Entfernung der Tumoren möglich.
Das kann man selbst tun: Hilfreich sind eine magenschonende Ernährung, Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie regelmäßige ärztliche Kontrollen. Grenzen liegen dort, wo die Beschwerden trotz Medikamenten bestehen bleiben oder Komplikationen wie Blutungen auftreten. Dann ist eine spezialisierte ärztliche Behandlung unbedingt erforderlich.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.