LEBERTRAN CAELO HV-Packung
14,41 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Öl — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 03396139
- Darreichungsform:
- Öl (Öl)
- Packungsgröße:
- 250 ml
- Marke:
- LEBERTRAN
- Hersteller:
- Caesar & Loretz GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Nehmen Sie das Arzneimittel unverdünnt ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer ist nicht begrenzt. Fragen Sie dazu im Zweifelsfalle Ihren Arzt oder Apotheker.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Vitamin A-Mangel, sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung
- Vorbeugung gegen Rachitis
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Säuglinge, Einzeldosis: 5 ml (1 Teelöffel), Gesamtdosis: einmal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Kleinkinder, Einzeldosis: 5-10 ml (1-2 Teelöffel), Gesamtdosis: einmal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche und Erwachsene, Einzeldosis: 20 ml (1 Esslöffel), Gesamtdosis: einmal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Lebertran ist ein Öl, welches aus der Leber von Fischen gewonnnen wird. Es enthält vor allem Vitamin A und Vitamin D. Aufgrund des Gehaltes an Vitamin D wird es zur Rachitispropyhaxe bei Kindern im Wachstumsalter und allgemein zur Unterstützung des Knochenaufbaus verwendet.
Nebenwirkungen
Für das Arzneimittel sind derzeit keine Nebenwirkungen bekannt.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Erhöhte Kalziumwerte
- Erhöhte Kalziumausscheidung im Urin
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes oder die Geburt.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Keratomalazie
Was ist das? - Definition Keratomalazie ist eine seltene, aber schwere Augenerkrankung, bei der die Hornhaut weich wird und sich auflöst. Sie entsteht meist durch einen ausgeprägten Mangel an Vitamin A. Unbehandelt kann die Erkrankung schnell fortschreiten und zu bleibenden Sehstörungen oder Blindheit führen. Eine rasche medizinische Versorgung ist entscheidend.
Krankheitsbild
Keratomalazie betrifft die Hornhaut des Auges, die normalerweise fest und klar ist. Durch Vitamin-A-Mangel verliert sie an Stabilität, wird trüb und wird immer weicher. Betroffene bemerken oft erst unspezifische Beschwerden bevor sich die Situation rasch verschlechtert. Besonders gefährdet sind Kinder in Regionen mit Mangelernährung, aber auch Erwachsene mit stark eingeschränkter Nährstoffaufnahme. Die Erkrankung gilt als medizinischer Notfall, da sich die Hornhaut innerhalb kurzer Zeit stark schädigen kann.
Symptome/Verlauf
Die Erkrankung beginnt häufig mit trockenen Augen und einer verminderten Tränenproduktion. Später treten Schmerzen, Lichtempfindlichkeit und deutliche Sehverschlechterung auf. Die Hornhaut zeigt weiche trübe Areale und kann einbrechen. Der Verlauf ist oft sehr schnell fortschreitend und kann innerhalb weniger Tage zu schweren Schäden führen. Ohne sofortige Behandlung droht ein dauerhafter Verlust der Sehfähigkeit.
Folgen/Komplikationen
Zu den schwersten Folgen zählen tiefe Hornhautschäden bis hin zum vollständigen Verlust des Hornhautgewebes. Dadurch entstehen Infektionen, die sich rasch ausbreiten können. Es kann zu Narbenbildung und irreversibler Blindheit kommen. Auch Entzündungen im Inneren des Auges sind möglich und können den gesamten Augapfel gefährden. Je länger die Behandlung ausbleibt, desto schlechter sind die Aussichten auf Erhalt der Sehkraft.
Ursachen/Risikofaktoren
Hauptursache ist ein ausgeprägter Vitamin-A-Mangel. Dieser entsteht vor allem durch unzureichende Ernährung oder durch Erkrankungen, die die Aufnahme oder Speicherung von Vitamin A beeinträchtigen. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen:
- Mangelnde Versorgung mit nährstoffreichen Lebensmitteln
- Verdauungsstörungen wie chronische Darmerkrankungen
- Leberschäden, die die Speicherung von Vitamin A verhindern
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er verabreicht sofort Vitamin A und behandelt Schäden der Hornhaut mit speziellen Salben oder Schutzverbänden.
Das kann man selbst tun: Wichtig ist es, auf eine ausreichende Ernährung zu achten und das Auge vor Reizung schützen. Grenzen sind erreicht, wenn Schmerzen, starke Trübung, Sehverlust oder Verletzungen auftreten. Dann ist unverzüglich ärztliche Behandlung notwendig, da Selbstmaßnahmen nicht ausreichen.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Nachtblindheit
Was ist das? - Definition Nachtblindheit bezeichnet die eingeschränkte Fähigkeit, bei Dunkelheit oder schwachem Licht zu sehen. Tagsüber ist die Sicht meist normal. Medizinisch wird sie als Nyktalopie bezeichnet und ist ein Symptom, keine eigenständige Krankheit. Ursache ist meist eine Störung der lichtempfindlichen Stäbchenzellen in der Netzhaut.
Krankheitsbild
Die Netzhaut enthält zwei Arten von Rezeptoren: Zapfen für das Farbsehen bei Tageslicht und Stäbchen für das Hell-Dunkel-Sehen bei Nacht. Bei Nachtblindheit funktionieren die Stäbchen nicht richtig, was zu schlechter Sicht bei Dämmerung und Dunkelheit führt. Die Betroffenen haben Schwierigkeiten, sich in dunkler Umgebung zu orientieren, sehen verschwommen oder im Extremfall gar nichts. Die Nachtblindheit kann angeboren oder erworben sein. Angeborene Formen sind meist genetisch bedingt und nicht heilbar. Erworbene Formen entstehen durch Erkrankungen oder Mangelzustände und sind teilweise behandelbar.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Beschwerden zählen:
- verschwommenes Sehen bei Dunkelheit
- verzögerte Anpassung beim Wechsel von Licht zu Dunkelheit
- starke Blendempfindlichkeit
- Schwierigkeiten beim Autofahren in der Nacht und das Sehen von Lichthöfen um Lichtquellen.
Die Symptome können sich je nach Ursache verschlechtern oder konstant bleiben. Bei erblichen Formen schreitet die Erkrankung oft fort und kann zur Erblindung führen.
Folgen/Komplikationen
Nachtblindheit kann die Lebensqualität erheblich einschränken. Betroffene sind im Alltag und besonders beim Autofahren in der Dunkelheit stark beeinträchtigt. Es besteht ein erhöhtes Risiko für Stürze und Unfälle. Bei fortschreitenden Netzhauterkrankungen kann es zu Gesichtsfeldverlust und vollständiger Erblindung kommen.
Ursachen/Risikofaktoren
Zu den häufigsten Ursachen und Risikofaktoren zählen erbliche Netzhauterkrankungen wie Retinitis pigmentosa, Vitamin-A-Mangel, Grauer Star, Diabetes und Glaukom (grüner Star). Auch Kurzsichtigkeit, altersbedingte Veränderungen der Pupille, Magen-Darm-Erkrankungen mit gestörter Nährstoffaufnahme und Schilddrüsenerkrankungen erhöhen das Risiko.
Das kann helfen
Das macht der Augenarzt: Er kann durch spezielle Tests wie Kontrastempfindlichkeitsmessung oder Netzhautuntersuchung die Ursache feststellen. Bei behandelbaren Formen helfen Sehhilfen, Vitamin-A-Präparate oder die Operation eines grauen Stars. Bei erblichen Formen ist meist keine Heilung möglich.
Das kann man selbst tun: Es hilft, auf gute Beleuchtung zu achten, Blendung zu vermeiden und bei Nachtfahrten vorsichtig zu fahren. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden zunehmen oder das Sehvermögen stark eingeschränkt ist. Dann sollte unbedingt ein Augenarzt aufgesucht werden.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Vitamin-A-Mangel
Was ist das? - Definition Ein Vitamin-A-Mangel ist ein Zustand, bei dem dem Körper über längere Zeit zu wenig Vitamin A zur Verfügung steht, meist aufgrund einer unzureichenden Zufuhr oder gestörten Aufnahme. Da Vitamin A wichtig für das Sehen, die Zellentwicklung und das Immunsystem ist, kann ein Mangel insbesondere Augen, Haut und die Abwehrkräfte beeinträchtigen.
Krankheitsbild
Ein Vitamin-A-Mangel ist eine Erkrankung, bei der dem Körper über längere Zeit zu wenig Vitamin A zur Verfügung steht. Der Mensch kann Vitamin A aus Lebensmitteln wie Leber, Eiern oder Milchprodukten aufnehmen. Alternativ bildet der Körper selbst Vitamin A aus der Vorstufe Beta-Carotin, das beispielsweise in verschiedenen Gemüse- und Obstsorten steckt.
Vitamin A ist wichtig für das Sehen, die Entwicklung von Zellen und das Immunsystem und spielt auch eine Rolle bei verschiedenen Stoffwechselprozessen, unter anderem der Blutbildung. Fehlt es, können vor allem Augen, Haut und Abwehrkräfte beeinträchtigt werden. Der Mangel entsteht meist durch eine unzureichende Zufuhr über die Nahrung oder durch Störungen bei Aufnahme des Vitamins im Körper. Ein starker Mangel tritt hierzulande selten auf. In Entwicklungsländern, wo teilweise zu wenig Nahrung zur Verfügung steht, besteht ein höheres Risiko.
Symptome/Verlauf
Ein frühes und typisches Anzeichen ist die Nachtblindheit, also eine eingeschränkte Sehfähigkeit bei Dunkelheit. Im weiteren Verlauf trocknen Hornhaut und Bindehaut aus, es können sich Ablagerungen bilden und die Hornhaut kann geschädigt werden. Unbehandelt kann dies bis zur vollständigen Erblindung führen. Zusätzlich treten häufig trockene, schuppige Haut auf und die Schleimhäute im Körper verändern sich und können verhornen. Betroffene sind anfälliger für Infektionen, fühlen sich geschwächt, und bei Kindern kann es zu Wachstumsverzögerungen kommen.
Folgen/Komplikationen
Ein Vitamin-A-Mangel kann schwerwiegende Folgen haben. Dazu gehören bleibende Augenschäden bis hin zur Blindheit. Besonders bei Kindern kann die deutlich erhöhte Infektanfälligkeit lebensbedrohlich sein. Auch Entwicklungsstörungen und Komplikationen bei Infektionskrankheiten wie Masern können auftreten. In Ländern mit hoher Ernährungsunsicherheit sind vor allem Kinder gefährdet, an den Folgen eines Vitamin-A-Mangels zu erblinden oder zu sterben.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind eine langfristig vitaminarme Ernährung oder eine einseitige Kost. Häufig tritt Vitamin-A-Mangel in Regionen auf, in denen Mangelernährung herrscht und in denen Beta-Carotin-freier Reis als Grundnahrungsmittel dient.
Daneben können Erkrankungen, die die Fettverdauung und -aufnahme stören (z. B. Darmerkrankungen, Leber- oder Bauchspeicheldrüsenerkrankungen), zu einem Mangel führen. Auch ein erhöhter Bedarf oder Verlust, etwa bei schweren Erkrankungen oder Alkoholmissbrauch, spielt eine Rolle.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ein Vitamin-A-Mangel lässt sich in der Regel gut behandeln. Zur Behandlung wird Vitamin A in höherer Dosierung verabreicht, wodurch sich die Symptome meist rasch bessern. Wichtig ist außerdem, die zugrunde liegende Ursache zu klären und mögliche Erkrankungen zu behandeln.
Das kann man selbst tun: Betroffene können selbst darauf achten, regelmäßig Vitamin-A-reiche Lebensmittel zu essen, beispielsweise bestimmte tierische Produkte wie Eier, Milchprodukte, Käse oder Leber in Maßen. Auch Gemüse und Obst trägt durch das enthaltene Beta-Carotin zur Versorgung bei. Da es sich um einen natürlichen Farbstoff handelt, steckt es besonders in intensiv gefärbten Sorten wie Karotten, Süßkartoffeln, Kürbis, rote Paprika, Grünkohl, Spinat, Feldsalat sowie Honigmelone, Aprikosen und Mango. Eine ausgewogene Ernährung hilft, einem Mangel vorzubeugen.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Öl — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 03396139
- Darreichungsform:
- Öl (Öl)
- Packungsgröße:
- 250 ml
- Marke:
- LEBERTRAN
- Hersteller:
- Caesar & Loretz GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Nehmen Sie das Arzneimittel unverdünnt ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer ist nicht begrenzt. Fragen Sie dazu im Zweifelsfalle Ihren Arzt oder Apotheker.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Vitamin A-Mangel, sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung
- Vorbeugung gegen Rachitis
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Säuglinge, Einzeldosis: 5 ml (1 Teelöffel), Gesamtdosis: einmal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Kleinkinder, Einzeldosis: 5-10 ml (1-2 Teelöffel), Gesamtdosis: einmal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche und Erwachsene, Einzeldosis: 20 ml (1 Esslöffel), Gesamtdosis: einmal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Lebertran ist ein Öl, welches aus der Leber von Fischen gewonnnen wird. Es enthält vor allem Vitamin A und Vitamin D. Aufgrund des Gehaltes an Vitamin D wird es zur Rachitispropyhaxe bei Kindern im Wachstumsalter und allgemein zur Unterstützung des Knochenaufbaus verwendet.
Nebenwirkungen
Für das Arzneimittel sind derzeit keine Nebenwirkungen bekannt.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Erhöhte Kalziumwerte
- Erhöhte Kalziumausscheidung im Urin
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes oder die Geburt.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Keratomalazie
Was ist das? - Definition Keratomalazie ist eine seltene, aber schwere Augenerkrankung, bei der die Hornhaut weich wird und sich auflöst. Sie entsteht meist durch einen ausgeprägten Mangel an Vitamin A. Unbehandelt kann die Erkrankung schnell fortschreiten und zu bleibenden Sehstörungen oder Blindheit führen. Eine rasche medizinische Versorgung ist entscheidend.
Krankheitsbild
Keratomalazie betrifft die Hornhaut des Auges, die normalerweise fest und klar ist. Durch Vitamin-A-Mangel verliert sie an Stabilität, wird trüb und wird immer weicher. Betroffene bemerken oft erst unspezifische Beschwerden bevor sich die Situation rasch verschlechtert. Besonders gefährdet sind Kinder in Regionen mit Mangelernährung, aber auch Erwachsene mit stark eingeschränkter Nährstoffaufnahme. Die Erkrankung gilt als medizinischer Notfall, da sich die Hornhaut innerhalb kurzer Zeit stark schädigen kann.
Symptome/Verlauf
Die Erkrankung beginnt häufig mit trockenen Augen und einer verminderten Tränenproduktion. Später treten Schmerzen, Lichtempfindlichkeit und deutliche Sehverschlechterung auf. Die Hornhaut zeigt weiche trübe Areale und kann einbrechen. Der Verlauf ist oft sehr schnell fortschreitend und kann innerhalb weniger Tage zu schweren Schäden führen. Ohne sofortige Behandlung droht ein dauerhafter Verlust der Sehfähigkeit.
Folgen/Komplikationen
Zu den schwersten Folgen zählen tiefe Hornhautschäden bis hin zum vollständigen Verlust des Hornhautgewebes. Dadurch entstehen Infektionen, die sich rasch ausbreiten können. Es kann zu Narbenbildung und irreversibler Blindheit kommen. Auch Entzündungen im Inneren des Auges sind möglich und können den gesamten Augapfel gefährden. Je länger die Behandlung ausbleibt, desto schlechter sind die Aussichten auf Erhalt der Sehkraft.
Ursachen/Risikofaktoren
Hauptursache ist ein ausgeprägter Vitamin-A-Mangel. Dieser entsteht vor allem durch unzureichende Ernährung oder durch Erkrankungen, die die Aufnahme oder Speicherung von Vitamin A beeinträchtigen. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen:
- Mangelnde Versorgung mit nährstoffreichen Lebensmitteln
- Verdauungsstörungen wie chronische Darmerkrankungen
- Leberschäden, die die Speicherung von Vitamin A verhindern
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er verabreicht sofort Vitamin A und behandelt Schäden der Hornhaut mit speziellen Salben oder Schutzverbänden.
Das kann man selbst tun: Wichtig ist es, auf eine ausreichende Ernährung zu achten und das Auge vor Reizung schützen. Grenzen sind erreicht, wenn Schmerzen, starke Trübung, Sehverlust oder Verletzungen auftreten. Dann ist unverzüglich ärztliche Behandlung notwendig, da Selbstmaßnahmen nicht ausreichen.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Nachtblindheit
Was ist das? - Definition Nachtblindheit bezeichnet die eingeschränkte Fähigkeit, bei Dunkelheit oder schwachem Licht zu sehen. Tagsüber ist die Sicht meist normal. Medizinisch wird sie als Nyktalopie bezeichnet und ist ein Symptom, keine eigenständige Krankheit. Ursache ist meist eine Störung der lichtempfindlichen Stäbchenzellen in der Netzhaut.
Krankheitsbild
Die Netzhaut enthält zwei Arten von Rezeptoren: Zapfen für das Farbsehen bei Tageslicht und Stäbchen für das Hell-Dunkel-Sehen bei Nacht. Bei Nachtblindheit funktionieren die Stäbchen nicht richtig, was zu schlechter Sicht bei Dämmerung und Dunkelheit führt. Die Betroffenen haben Schwierigkeiten, sich in dunkler Umgebung zu orientieren, sehen verschwommen oder im Extremfall gar nichts. Die Nachtblindheit kann angeboren oder erworben sein. Angeborene Formen sind meist genetisch bedingt und nicht heilbar. Erworbene Formen entstehen durch Erkrankungen oder Mangelzustände und sind teilweise behandelbar.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Beschwerden zählen:
- verschwommenes Sehen bei Dunkelheit
- verzögerte Anpassung beim Wechsel von Licht zu Dunkelheit
- starke Blendempfindlichkeit
- Schwierigkeiten beim Autofahren in der Nacht und das Sehen von Lichthöfen um Lichtquellen.
Die Symptome können sich je nach Ursache verschlechtern oder konstant bleiben. Bei erblichen Formen schreitet die Erkrankung oft fort und kann zur Erblindung führen.
Folgen/Komplikationen
Nachtblindheit kann die Lebensqualität erheblich einschränken. Betroffene sind im Alltag und besonders beim Autofahren in der Dunkelheit stark beeinträchtigt. Es besteht ein erhöhtes Risiko für Stürze und Unfälle. Bei fortschreitenden Netzhauterkrankungen kann es zu Gesichtsfeldverlust und vollständiger Erblindung kommen.
Ursachen/Risikofaktoren
Zu den häufigsten Ursachen und Risikofaktoren zählen erbliche Netzhauterkrankungen wie Retinitis pigmentosa, Vitamin-A-Mangel, Grauer Star, Diabetes und Glaukom (grüner Star). Auch Kurzsichtigkeit, altersbedingte Veränderungen der Pupille, Magen-Darm-Erkrankungen mit gestörter Nährstoffaufnahme und Schilddrüsenerkrankungen erhöhen das Risiko.
Das kann helfen
Das macht der Augenarzt: Er kann durch spezielle Tests wie Kontrastempfindlichkeitsmessung oder Netzhautuntersuchung die Ursache feststellen. Bei behandelbaren Formen helfen Sehhilfen, Vitamin-A-Präparate oder die Operation eines grauen Stars. Bei erblichen Formen ist meist keine Heilung möglich.
Das kann man selbst tun: Es hilft, auf gute Beleuchtung zu achten, Blendung zu vermeiden und bei Nachtfahrten vorsichtig zu fahren. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden zunehmen oder das Sehvermögen stark eingeschränkt ist. Dann sollte unbedingt ein Augenarzt aufgesucht werden.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Vitamin-A-Mangel
Was ist das? - Definition Ein Vitamin-A-Mangel ist ein Zustand, bei dem dem Körper über längere Zeit zu wenig Vitamin A zur Verfügung steht, meist aufgrund einer unzureichenden Zufuhr oder gestörten Aufnahme. Da Vitamin A wichtig für das Sehen, die Zellentwicklung und das Immunsystem ist, kann ein Mangel insbesondere Augen, Haut und die Abwehrkräfte beeinträchtigen.
Krankheitsbild
Ein Vitamin-A-Mangel ist eine Erkrankung, bei der dem Körper über längere Zeit zu wenig Vitamin A zur Verfügung steht. Der Mensch kann Vitamin A aus Lebensmitteln wie Leber, Eiern oder Milchprodukten aufnehmen. Alternativ bildet der Körper selbst Vitamin A aus der Vorstufe Beta-Carotin, das beispielsweise in verschiedenen Gemüse- und Obstsorten steckt.
Vitamin A ist wichtig für das Sehen, die Entwicklung von Zellen und das Immunsystem und spielt auch eine Rolle bei verschiedenen Stoffwechselprozessen, unter anderem der Blutbildung. Fehlt es, können vor allem Augen, Haut und Abwehrkräfte beeinträchtigt werden. Der Mangel entsteht meist durch eine unzureichende Zufuhr über die Nahrung oder durch Störungen bei Aufnahme des Vitamins im Körper. Ein starker Mangel tritt hierzulande selten auf. In Entwicklungsländern, wo teilweise zu wenig Nahrung zur Verfügung steht, besteht ein höheres Risiko.
Symptome/Verlauf
Ein frühes und typisches Anzeichen ist die Nachtblindheit, also eine eingeschränkte Sehfähigkeit bei Dunkelheit. Im weiteren Verlauf trocknen Hornhaut und Bindehaut aus, es können sich Ablagerungen bilden und die Hornhaut kann geschädigt werden. Unbehandelt kann dies bis zur vollständigen Erblindung führen. Zusätzlich treten häufig trockene, schuppige Haut auf und die Schleimhäute im Körper verändern sich und können verhornen. Betroffene sind anfälliger für Infektionen, fühlen sich geschwächt, und bei Kindern kann es zu Wachstumsverzögerungen kommen.
Folgen/Komplikationen
Ein Vitamin-A-Mangel kann schwerwiegende Folgen haben. Dazu gehören bleibende Augenschäden bis hin zur Blindheit. Besonders bei Kindern kann die deutlich erhöhte Infektanfälligkeit lebensbedrohlich sein. Auch Entwicklungsstörungen und Komplikationen bei Infektionskrankheiten wie Masern können auftreten. In Ländern mit hoher Ernährungsunsicherheit sind vor allem Kinder gefährdet, an den Folgen eines Vitamin-A-Mangels zu erblinden oder zu sterben.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind eine langfristig vitaminarme Ernährung oder eine einseitige Kost. Häufig tritt Vitamin-A-Mangel in Regionen auf, in denen Mangelernährung herrscht und in denen Beta-Carotin-freier Reis als Grundnahrungsmittel dient.
Daneben können Erkrankungen, die die Fettverdauung und -aufnahme stören (z. B. Darmerkrankungen, Leber- oder Bauchspeicheldrüsenerkrankungen), zu einem Mangel führen. Auch ein erhöhter Bedarf oder Verlust, etwa bei schweren Erkrankungen oder Alkoholmissbrauch, spielt eine Rolle.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ein Vitamin-A-Mangel lässt sich in der Regel gut behandeln. Zur Behandlung wird Vitamin A in höherer Dosierung verabreicht, wodurch sich die Symptome meist rasch bessern. Wichtig ist außerdem, die zugrunde liegende Ursache zu klären und mögliche Erkrankungen zu behandeln.
Das kann man selbst tun: Betroffene können selbst darauf achten, regelmäßig Vitamin-A-reiche Lebensmittel zu essen, beispielsweise bestimmte tierische Produkte wie Eier, Milchprodukte, Käse oder Leber in Maßen. Auch Gemüse und Obst trägt durch das enthaltene Beta-Carotin zur Versorgung bei. Da es sich um einen natürlichen Farbstoff handelt, steckt es besonders in intensiv gefärbten Sorten wie Karotten, Süßkartoffeln, Kürbis, rote Paprika, Grünkohl, Spinat, Feldsalat sowie Honigmelone, Aprikosen und Mango. Eine ausgewogene Ernährung hilft, einem Mangel vorzubeugen.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.