LINOLA UREA Creme
8,78 €
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Pharmazeutische Informationen
Creme — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04222832
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 50 g
- Marke:
- LINOLA
- Hersteller:
- Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Massieren Sie das Arzneimittel danach leicht ein. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten und Augen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Hautreizungen kommen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Ichthyosis (Fischschuppenkrankheit), unterstützende Behandlung
- Trockene Hautzustände
- Neurodermitis, unterstützende Behandlung
- Altershaut
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Durch Harnstoff wird die Haut verstärkt mit Feuchtigkeit versorgt und kann diese länger speichern. In Folge weicht die obere Hornschicht auf und die Haut wird geschmeidiger und weicher. Der Zusatz von Harnstoff ermöglicht außerdem anderen Wirkstoffen das Vordringen von der Hautoberfläche in die tiefergelegenen Schichten und verstärkt somit deren Wirkung.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Hautentzündungen, akute
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes oder die Geburt.
- Stillzeit: Das Arzneimittel sollte nicht auf die Brust aufgetragen werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 71 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 155 × 38 × 35 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Ichthyosis
Was ist das? - Definition Ichthyosis ist eine Gruppe seltener genetisch bedingter Hauterkrankungen, bei denen sich die oberste Hautschicht stark verdickt und vermehrt schuppt. Die Haut kann trocken rau und oft rissig erscheinen. Die Ausprägung reicht von milden Formen bis zu schweren Varianten, die bereits bei der Geburt auftreten.
Krankheitsbild
Eine Ichthyosis zeigt sich typischerweise durch trockene und schuppende Haut, die an Fischschuppen erinnert. Die Schuppung kann fein oder grob sein. Sie betrifft je nach Form große Teile des Körpers. Bei manchen Betroffenen sind Arme, Beine und der Rumpf besonders ausgeprägt betroffen. Die Haut verliert schneller Feuchtigkeit als normal, wodurch Spannungsgefühl und Reizbarkeit der betroffenen Stellen zunehmen.
Zu den typischen Merkmalen zählen:n
- trockene gespannte Haut
- größere Schuppenfelder, die sich langsam erneuern
- rissige und empfindliche Bereiche
Symptome/Verlauf
Die Erkrankung entwickelt sich meist früh und bleibt lebenslang bestehen. Bei erblichen Formen zeigen sich die Symptome oft schon im Säuglingsalter. Im Verlauf kann die Haut immer wieder Phasen mit starker Austrocknung und vermehrter Schuppenbildung durchlaufen. Kalte und trockene Tage verschlimmern häufig die Beschwerden. Manche Betroffene erleben zudem Juckreiz oder leichte Entzündungsreaktionen. Die Symptome können je nach Form der Ichthyosis stabil bleiben oder sich mit dem Alter verändern.
Folgen/Komplikationen
Bei schweren Ausprägungen kann die verringerte Elastizität der Haut zu tiefen Rissen führen, die Schmerzen verursachen und Infektionen begünstigen. Eine starke Verhornung kann die Beweglichkeit einschränken, etwa an Ellbogen Knien oder Fingern. Bei ausgeprägtem Feuchtigkeitsverlust besteht ein erhöhtes Risiko für Entzündungen und Hautreizungen. Manche Formen können zudem die Schweißbildung beeinträchtigen, wodurch die Temperaturregulation erschwert wird.
Ursachen/Risikofaktoren
Die meisten Ichthyosisformen sind erblich bedingt. Mutationen in bestimmten Genen stören die normale Bildung und Reifung der Hautzellen. In seltenen Fällen treten die Hautveränderungen als Folge anderer Erkrankungen auf, zum Beispiel bei Stoffwechsel- oder Schilddrüsenstörungen. Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen neben der erblichen Veranlagung bereits bestehende innere Erkrankungen, die die Haut beeinflussen können. Sehr trockene Luft verstärkt die Beschwerden oft zusätzlich.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er empfiehlt meist feuchtigkeitsbindende und hornlösende Wirkstoffe wie Harnstoff oder Milchsäure, die die Haut geschmeidiger machen.
Das kann man selbst tun: Zu Hause helfen regelmäßiges Eincremen und sanftes Entfernen lockerer Schuppen sowie das Vermeiden trockener Raumluft. Grenzen sind erreicht, wenn Schmerzen Entzündungen, offene Stellen oder plötzliche Verschlechterungen auftreten. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Neurodermitis
Was ist das? - Definition Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit starkem Juckreiz, die meist in Schüben verläuft. Sie betrifft vor allem Kinder, kann aber auch Erwachsene belasten.
Definition
Neurodermitis ist eine nicht ansteckende, chronische Hauterkrankung, die mit starkem Juckreiz und entzündlichen Hautveränderungen einhergeht. Sie wird auch atopische Dermatitis genannt und tritt meist schon im Kindesalter auf. Die Beschwerden verlaufen in Schüben und können sich mit zunehmendem Alter bessern oder dauerhaft bestehen bleiben.
Krankheitsbild
Die Haut von Menschen mit Neurodermitis reagiert überempfindlich. Sie ist trocken, gereizt und anfällig für Entzündungen. Die Erkrankung betrifft häufig die Beugeseiten von Armen und Beinen, das Gesicht oder den Hals. In akuten Phasen kommt es zu Rötungen, Schuppung und nässenden Ekzemen. Die Hautbarriere ist gestört, was das Eindringen von Reizstoffen und Keimen erleichtert. Neurodermitis verläuft meist in Schüben, die durch verschiedene Auslöser verstärkt werden können.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden sind individuell verschieden und können sich je nach Alter und Lebenssituation verändern. Zu den typischen Symptomen zählen sind:
- Starker Juckreiz, besonders nachts
- Trockene, schuppige Haut
- Rötungen und entzündliche Ekzeme
- Nässen oder Krustenbildung
- Verdickung der Haut bei längerem Verlauf
- Hautrisse und Blutungen durch Kratzen
- Schlafstörungen und Unruhe
- Betroffene Stellen oft an Beugen, Hals, Gesicht
- Wechsel zwischen beschwerdefreien und akuten Phasen
Der Verlauf ist chronisch und schubweise. Bei Kindern kann sich die Erkrankung mit der Zeit zurückbilden. Bei Erwachsenen bleibt sie oft bestehen und erfordert eine dauerhafte Hautpflege und Behandlung.
Folgen/Komplikationen
Neurodermitis kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Der Juckreiz führt zu Schlafmangel, Konzentrationsproblemen und psychischer Belastung. Durch häufiges Kratzen entstehen Hautverletzungen, die sich entzünden können. In schweren Fällen kommt es zu bakteriellen Infektionen oder einer Ausbreitung der Ekzeme. Auch Allergien und Asthma treten bei Betroffenen häufiger auf.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Eine genetische Veranlagung spielt eine große Rolle. Die Haut reagiert überempfindlich auf Umweltreize, Stress oder Allergene. Risikofaktoren sind unter anderem eine familiäre Vorbelastung mit Allergien, Kontakt mit Reizstoffen oder Allergenen, Stress und psychische Belastung sowie klimatische Bedingungen wie Kälte oder Trockenheit. Auch Infektionen oder Hautverletzungen und ungeeignete Hautpflegeprodukte fördern die Krankheitsschübe.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er erkennt Neurodermitis meist durch Blickdiagnose und kann bei Bedarf Allergietests durchführen. Zur Behandlung werden Kortikosteroide gegen Entzündungen und Calcineurin-Inhibitoren verwendet, die das überschießende Immunsystem unterdrücken. Bei starkem Juckreiz helfen Antihistaminika.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige Hautpflege mit rückfettenden Cremes, Vermeidung von Reizstoffen und Stressabbau tragen zur Linderung bei. Grenzen sind erreicht, wenn starke Entzündungen, Infektionen oder dauerhafte Beschwerden auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Sebostase
Was ist das? - Definition Sebostase bezeichnet eine verminderte Talgproduktion der Haut. Dadurch wird sie trocken, empfindlich und neigt zu Spannungsgefühl sowie Schuppung. Die Barrierefunktion der Haut ist geschwächt und sie reagiert schneller gereizt.
Krankheitsbild
Bei einer Sebostase produziert die Haut nicht genug Talg, um sich geschmeidig zu halten. Besonders betroffen sind Gesicht, Hände und manchmal auch die Kopfhaut. Die Hautoberfläche verliert ihren natürlichen Schutzfilm, weshalb Feuchtigkeit schneller verloren geht. Sie fühlt sich rau an, spannen häufig und wirkt oft blass sowie glanzlos. In vielen Fällen treten zusätzlich feine Risse oder Schuppen auf. Manche Betroffene bemerken auch ein verstärktes Brennen oder Jucken, da die Haut empfindlicher auf äußere Reize reagiert.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich oft langsam und können schwanken. Typische Anzeichen sind:
- Trockene, raue oder schuppende Hautstellen
- Spannungsgefühl, besonders nach dem Waschen
- Rötungen und erhöhte Reizbarkeit der Haut
- Feine Risse oder kleine Entzündungsherde
Im Verlauf kann die Haut immer empfindlicher werden, da der fehlende Talg die natürliche Schutzschicht schwächt. Manche Betroffene reagieren verstärkt auf Wind, Kälte oder ungeeignete Pflegeprodukte. Ohne passende Behandlung kann sich die Hautbarriere weiter verschlechtern.
Folgen/Komplikationen
Eine unbehandelte Sebostase kann zu einer deutlichen Schwächung der Hautbarriere führen. Dadurch steigt das Risiko für Entzündungen, Ekzeme und kleine Infektionen. Auch Reizstoffe gelangen leichter in die Haut, was Brennen und Juckreiz verstärken kann. Bei starker Ausprägung entstehen oft chronische Hautreizungen, die zusätzlich den Alltag belasten.
Ursachen/Risikofaktoren
Die verminderte Talgproduktion kann durch verschiedene Einflüsse entstehen. Zu den häufigen Auslösern zählen hormonelle Veränderungen, zum Beispiel im Alter. Auch eine Überpflegung durch häufiges Reinigen oder aggressive Präparate, Kälte, trockene Luft oder starke Sonneneinstrahlung erhöhen das Risiko für eine Sebostase. Das gilt auch für bestimmte Erkrankungen, die die Talgdrüsenfunktion beeinflussen, sowie genetische Faktoren. Manche Menschen besitzen von Natur aus weniger aktive Talgdrüsen und reagieren schneller mit trockener Haut.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann geeignete rückfettende Pflege empfehlen und bei Bedarf zu feuchtigkeitsspendenden oder hautbarrierestärkenden Präparaten raten.
Das kann man selbst tun: Milde Reinigungspräparate wählen und die Haut regelmäßig eincremen. Grenzen sind erreicht, wenn starke Rötungen, schmerzhafte Stellen oder anhaltende Entzündungen auftreten. Dann ist eine ärztliche Abklärung notwendig.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Creme — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04222832
- Darreichungsform:
- Creme (Creme)
- Packungsgröße:
- 50 g
- Marke:
- LINOLA
- Hersteller:
- Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Massieren Sie das Arzneimittel danach leicht ein. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten und Augen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Hautreizungen kommen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Ichthyosis (Fischschuppenkrankheit), unterstützende Behandlung
- Trockene Hautzustände
- Neurodermitis, unterstützende Behandlung
- Altershaut
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Durch Harnstoff wird die Haut verstärkt mit Feuchtigkeit versorgt und kann diese länger speichern. In Folge weicht die obere Hornschicht auf und die Haut wird geschmeidiger und weicher. Der Zusatz von Harnstoff ermöglicht außerdem anderen Wirkstoffen das Vordringen von der Hautoberfläche in die tiefergelegenen Schichten und verstärkt somit deren Wirkung.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Hautentzündungen, akute
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes oder die Geburt.
- Stillzeit: Das Arzneimittel sollte nicht auf die Brust aufgetragen werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 71 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 155 × 38 × 35 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Emulgatoren (z.B. Cetyl-/stearylalkohol) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Ichthyosis
Was ist das? - Definition Ichthyosis ist eine Gruppe seltener genetisch bedingter Hauterkrankungen, bei denen sich die oberste Hautschicht stark verdickt und vermehrt schuppt. Die Haut kann trocken rau und oft rissig erscheinen. Die Ausprägung reicht von milden Formen bis zu schweren Varianten, die bereits bei der Geburt auftreten.
Krankheitsbild
Eine Ichthyosis zeigt sich typischerweise durch trockene und schuppende Haut, die an Fischschuppen erinnert. Die Schuppung kann fein oder grob sein. Sie betrifft je nach Form große Teile des Körpers. Bei manchen Betroffenen sind Arme, Beine und der Rumpf besonders ausgeprägt betroffen. Die Haut verliert schneller Feuchtigkeit als normal, wodurch Spannungsgefühl und Reizbarkeit der betroffenen Stellen zunehmen.
Zu den typischen Merkmalen zählen:n
- trockene gespannte Haut
- größere Schuppenfelder, die sich langsam erneuern
- rissige und empfindliche Bereiche
Symptome/Verlauf
Die Erkrankung entwickelt sich meist früh und bleibt lebenslang bestehen. Bei erblichen Formen zeigen sich die Symptome oft schon im Säuglingsalter. Im Verlauf kann die Haut immer wieder Phasen mit starker Austrocknung und vermehrter Schuppenbildung durchlaufen. Kalte und trockene Tage verschlimmern häufig die Beschwerden. Manche Betroffene erleben zudem Juckreiz oder leichte Entzündungsreaktionen. Die Symptome können je nach Form der Ichthyosis stabil bleiben oder sich mit dem Alter verändern.
Folgen/Komplikationen
Bei schweren Ausprägungen kann die verringerte Elastizität der Haut zu tiefen Rissen führen, die Schmerzen verursachen und Infektionen begünstigen. Eine starke Verhornung kann die Beweglichkeit einschränken, etwa an Ellbogen Knien oder Fingern. Bei ausgeprägtem Feuchtigkeitsverlust besteht ein erhöhtes Risiko für Entzündungen und Hautreizungen. Manche Formen können zudem die Schweißbildung beeinträchtigen, wodurch die Temperaturregulation erschwert wird.
Ursachen/Risikofaktoren
Die meisten Ichthyosisformen sind erblich bedingt. Mutationen in bestimmten Genen stören die normale Bildung und Reifung der Hautzellen. In seltenen Fällen treten die Hautveränderungen als Folge anderer Erkrankungen auf, zum Beispiel bei Stoffwechsel- oder Schilddrüsenstörungen. Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen neben der erblichen Veranlagung bereits bestehende innere Erkrankungen, die die Haut beeinflussen können. Sehr trockene Luft verstärkt die Beschwerden oft zusätzlich.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er empfiehlt meist feuchtigkeitsbindende und hornlösende Wirkstoffe wie Harnstoff oder Milchsäure, die die Haut geschmeidiger machen.
Das kann man selbst tun: Zu Hause helfen regelmäßiges Eincremen und sanftes Entfernen lockerer Schuppen sowie das Vermeiden trockener Raumluft. Grenzen sind erreicht, wenn Schmerzen Entzündungen, offene Stellen oder plötzliche Verschlechterungen auftreten. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Neurodermitis
Was ist das? - Definition Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit starkem Juckreiz, die meist in Schüben verläuft. Sie betrifft vor allem Kinder, kann aber auch Erwachsene belasten.
Definition
Neurodermitis ist eine nicht ansteckende, chronische Hauterkrankung, die mit starkem Juckreiz und entzündlichen Hautveränderungen einhergeht. Sie wird auch atopische Dermatitis genannt und tritt meist schon im Kindesalter auf. Die Beschwerden verlaufen in Schüben und können sich mit zunehmendem Alter bessern oder dauerhaft bestehen bleiben.
Krankheitsbild
Die Haut von Menschen mit Neurodermitis reagiert überempfindlich. Sie ist trocken, gereizt und anfällig für Entzündungen. Die Erkrankung betrifft häufig die Beugeseiten von Armen und Beinen, das Gesicht oder den Hals. In akuten Phasen kommt es zu Rötungen, Schuppung und nässenden Ekzemen. Die Hautbarriere ist gestört, was das Eindringen von Reizstoffen und Keimen erleichtert. Neurodermitis verläuft meist in Schüben, die durch verschiedene Auslöser verstärkt werden können.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden sind individuell verschieden und können sich je nach Alter und Lebenssituation verändern. Zu den typischen Symptomen zählen sind:
- Starker Juckreiz, besonders nachts
- Trockene, schuppige Haut
- Rötungen und entzündliche Ekzeme
- Nässen oder Krustenbildung
- Verdickung der Haut bei längerem Verlauf
- Hautrisse und Blutungen durch Kratzen
- Schlafstörungen und Unruhe
- Betroffene Stellen oft an Beugen, Hals, Gesicht
- Wechsel zwischen beschwerdefreien und akuten Phasen
Der Verlauf ist chronisch und schubweise. Bei Kindern kann sich die Erkrankung mit der Zeit zurückbilden. Bei Erwachsenen bleibt sie oft bestehen und erfordert eine dauerhafte Hautpflege und Behandlung.
Folgen/Komplikationen
Neurodermitis kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Der Juckreiz führt zu Schlafmangel, Konzentrationsproblemen und psychischer Belastung. Durch häufiges Kratzen entstehen Hautverletzungen, die sich entzünden können. In schweren Fällen kommt es zu bakteriellen Infektionen oder einer Ausbreitung der Ekzeme. Auch Allergien und Asthma treten bei Betroffenen häufiger auf.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Eine genetische Veranlagung spielt eine große Rolle. Die Haut reagiert überempfindlich auf Umweltreize, Stress oder Allergene. Risikofaktoren sind unter anderem eine familiäre Vorbelastung mit Allergien, Kontakt mit Reizstoffen oder Allergenen, Stress und psychische Belastung sowie klimatische Bedingungen wie Kälte oder Trockenheit. Auch Infektionen oder Hautverletzungen und ungeeignete Hautpflegeprodukte fördern die Krankheitsschübe.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er erkennt Neurodermitis meist durch Blickdiagnose und kann bei Bedarf Allergietests durchführen. Zur Behandlung werden Kortikosteroide gegen Entzündungen und Calcineurin-Inhibitoren verwendet, die das überschießende Immunsystem unterdrücken. Bei starkem Juckreiz helfen Antihistaminika.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige Hautpflege mit rückfettenden Cremes, Vermeidung von Reizstoffen und Stressabbau tragen zur Linderung bei. Grenzen sind erreicht, wenn starke Entzündungen, Infektionen oder dauerhafte Beschwerden auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Sebostase
Was ist das? - Definition Sebostase bezeichnet eine verminderte Talgproduktion der Haut. Dadurch wird sie trocken, empfindlich und neigt zu Spannungsgefühl sowie Schuppung. Die Barrierefunktion der Haut ist geschwächt und sie reagiert schneller gereizt.
Krankheitsbild
Bei einer Sebostase produziert die Haut nicht genug Talg, um sich geschmeidig zu halten. Besonders betroffen sind Gesicht, Hände und manchmal auch die Kopfhaut. Die Hautoberfläche verliert ihren natürlichen Schutzfilm, weshalb Feuchtigkeit schneller verloren geht. Sie fühlt sich rau an, spannen häufig und wirkt oft blass sowie glanzlos. In vielen Fällen treten zusätzlich feine Risse oder Schuppen auf. Manche Betroffene bemerken auch ein verstärktes Brennen oder Jucken, da die Haut empfindlicher auf äußere Reize reagiert.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich oft langsam und können schwanken. Typische Anzeichen sind:
- Trockene, raue oder schuppende Hautstellen
- Spannungsgefühl, besonders nach dem Waschen
- Rötungen und erhöhte Reizbarkeit der Haut
- Feine Risse oder kleine Entzündungsherde
Im Verlauf kann die Haut immer empfindlicher werden, da der fehlende Talg die natürliche Schutzschicht schwächt. Manche Betroffene reagieren verstärkt auf Wind, Kälte oder ungeeignete Pflegeprodukte. Ohne passende Behandlung kann sich die Hautbarriere weiter verschlechtern.
Folgen/Komplikationen
Eine unbehandelte Sebostase kann zu einer deutlichen Schwächung der Hautbarriere führen. Dadurch steigt das Risiko für Entzündungen, Ekzeme und kleine Infektionen. Auch Reizstoffe gelangen leichter in die Haut, was Brennen und Juckreiz verstärken kann. Bei starker Ausprägung entstehen oft chronische Hautreizungen, die zusätzlich den Alltag belasten.
Ursachen/Risikofaktoren
Die verminderte Talgproduktion kann durch verschiedene Einflüsse entstehen. Zu den häufigen Auslösern zählen hormonelle Veränderungen, zum Beispiel im Alter. Auch eine Überpflegung durch häufiges Reinigen oder aggressive Präparate, Kälte, trockene Luft oder starke Sonneneinstrahlung erhöhen das Risiko für eine Sebostase. Das gilt auch für bestimmte Erkrankungen, die die Talgdrüsenfunktion beeinflussen, sowie genetische Faktoren. Manche Menschen besitzen von Natur aus weniger aktive Talgdrüsen und reagieren schneller mit trockener Haut.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann geeignete rückfettende Pflege empfehlen und bei Bedarf zu feuchtigkeitsspendenden oder hautbarrierestärkenden Präparaten raten.
Das kann man selbst tun: Milde Reinigungspräparate wählen und die Haut regelmäßig eincremen. Grenzen sind erreicht, wenn starke Rötungen, schmerzhafte Stellen oder anhaltende Entzündungen auftreten. Dann ist eine ärztliche Abklärung notwendig.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.