LIPIDAVIT SL Weichkapseln
28,80 €
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Pharmazeutische Informationen
Weichkapseln — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 14350956
- Darreichungsform:
- Weichkapseln (Kapseln)
- Packungsgröße:
- 50 Stück
- Marke:
- LIPIDAVIT
- Hersteller:
- Rodisma-Med Pharma GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer ist nicht begrenzt. Fragen Sie dazu im Zweifelsfalle Ihren Arzt oder Apotheker.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Magenbeschwerden und Durchfall kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Cholesterin), bei leichten Formen
- Lebererkrankungen unterschiedlicher Ursache, unterstützende Behandlung, wie:
- Fettleber, unterstützende Behandlung
- Leberentzündung (Hepatitis), unterstützende Behandlung
- Leberzirrhose, unterstützende Behandlung
- Leberschäden
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 2 Kapseln, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Durchfälle
- Weiche Stühle
- Bauchschmerzen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 70 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 53 × 89 × 69 mm
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Erdnüsse und Soja.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Die Arzneimitteltherapie ersetzt nicht die Vermeidung der für die Leber schädlichen Ursachen (z.B. Alkohol).Das Arzneimittel wird vor allem gegeben, wenn Diät oder andere Maßnahmen zur Senkung der Blutfettwerte, wie zum Beispiel körperliches Training, allein nicht ausreichen.
Das Arzneimittel wird vor allem gegeben, wenn Diät oder andere Maßnahmen zur Senkung der Blutfettwerte, wie zum Beispiel körperliches Training, allein nicht ausreichen.Die Arzneimitteltherapie ersetzt nicht die Vermeidung der für die Leber schädlichen Ursachen (z.B. Alkohol).
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzliche oder unklare Beschwerden auftreten.
Hypercholesterinämie
Was ist das? - Definition Cholesterin ist zwar lebenswichtig, kann aber bei einem Zuviel die Gefäße schädigen. Besonders das sogenannte LDL-Cholesterin fördert Ablagerungen in den Gefäßwänden und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Oft bleibt die Störung lange unbemerkt und die Ärztin oder der Arzt entdeckt sie eher zufällig.
Krankheitsbild
Cholesterin ist ein fettähnlicher Stoff. Der Körper benötigt ihn, um zum Beispiel Zellen aufzubauen oder bestimme Hormon und Gallensäure zu produzieren. Cholesterin wird zu circa 80 Prozent von unserem Körper selbst hergestellt, hauptsächlich in der Leber. Nur einen kleinen Teil nehmen wir mit der Nahrung auf.
Um durch den Körper transportiert zu werden, heften sich die Blutfette an Eiweiß. Diese Verbindung nennt sich Lipoprotein (Lipo = Fett, Protein = Eiweiß). Es gibt zwei Hauptformen:
- LDL (Low Density Lipoprotein). Es transportier das Cholesterin zu den Zellen. Es kann sich in den Gefäßwänden ablagern und dort zu Verengungen führen. Umgangssprachlich heißt es deswegen auch schlechtes Cholesterin.
- HDL (High Density Lipoprotein). Es bring das Cholesterin zur Leber, wo es abgebaut wird. Deswegen heißt es auch gutes Cholesterin.
- Zu viel Cholesterin im Blut führt zu Ablagerungen in den Gefäßwänden und somit zu Verkalkung und Verhärtung der Gefäße: Arteriosklerose. Die Ursachen für erhöhte Cholesterinwerte sind vielfältig: Neben genetischen Einflüssen spielen Ernährung, Lebensstil und bestimmte Erkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenunterfunktion eine Rolle.
Symptome/Verlauf
Ein erhöhter Cholesterinspiegel macht keine Beschwerden. Deswegen bleibt er oft unbemerkt. Der Cholesterinspiegel wird durch eine Blutanalyse bestimmt. Es empfiehlt sich, den kostenlosen zweijährlichen Gesundheits-Check für Menschen ab 35 Jahren beim Hausarzt wahrzunehmen.
Da die Erkrankung schleichend verläuft, bleibt sie oft lange unbemerkt. Die eigentlichen Folgen zeigen sich erst später, etwa durch Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Folgen/Komplikationen
Die größte Gefahr bei erhöhtem Cholesterin liegt in der Arteriosklerose. Durch Ablagerungen in den Gefäßen kommt es zu deren Verengung, was die Durchblutung beeinträchtigt. Mögliche Komplikationen sind:
- -Herzinfarkt
- -Schlaganfall
- -Durchblutungsstörungen in den Beinen
- -Angina pectoris (Brustenge)
Besonders gefährdet sind Menschen mit weiteren Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes oder einer familiären Vorbelastung.
Ursachen/RisikofaktorenDie Ursachen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen:
- -Angeborene Fettstoffwechselstörungen, selten, aber oft mit sehr hohen Cholesterinwerten verbunden
- -Erworbene Hypercholesterinämie, meist durch ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel oder andere Erkrankungen
Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen:
- -fettreiche Ernährung, besonders tierische Fette
- -Übergewicht
- -Bewegungsmangel
- -Rauchen
- -Diabetes
- -Schilddrüsenunterfunktion
- -familiäre Vorbelastung
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
An erster Stelle steht eine Blutuntersuchung, um die Cholesterinwerte zu bestimmen. Liebt ein entsprechender Befund vor, berät er zu einer richtigen Ernährung und passender Bewegung. Reicht dies nicht aus, um die Cholesterinwerte spürbar zu senken, verschreibt er Medikamente. Zu der wichtigsten Gruppe zählen die sogenannten Statine.
Ob eine Behandlung notwendig ist und welche Zielwerte angestrebt werden sollten, hängt von dem Gesamtrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen des Patienten ab. Um diesen zu ermitteln, werden sämtliche zusätzlichen Risikofaktoren betrachtet:
Wissenschaftlich nachgewiesen, besonders günstig: eine mediterrane Ernährung. Sie besteht aus viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten. Auch der regelmäßige Verzehr von Nüssen, Olivenöl, Rapsöl und Leinöl wirkt sich positiv aus. Ebenfalls wichtig: wenig Fleisch und mindestens eine Fischmahlzeit pro Woche.
Ärzte raten zudem, Übergewicht zu reduzieren, sich regelmäßig zu bewegen und Stress abzubauen. Zusätzlich empfiehlt sich, nicht zu rauchen und nur wenig Alkohol zu trinken.
Grenzen der Selbsthilfe:
Wenn die Cholesterinwerte trotz Lebensstiländerung hoch bleiben oder bereits Gefäßschäden vorliegen, ist eine ärztliche Behandlung notwendig. Das gilt besonders, wenn gleichzeitig andere Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck auftreten. Auch bei familiärer Vorbelastung sollte frühzeitig medizinischer Rat eingeholt werden.
Viele Apotheken beraten zu einer gesunden Ernährung und bieten eine Messung des Cholesterinspiegels an. Sie informieren auch über rezeptfrei erhältliche Präparate, die sich positiv auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirken können.
Bearbeitungsstand: 07.10.2025
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Leberzirrhose
Was ist das? - Definition Leberzirrhose ist eine chronische Erkrankung, bei der gesundes Lebergewebe nach und nach durch funktionsloses Narbengewebe ersetzt wird. Dadurch verliert die Leber zunehmend ihre Fähigkeit, wichtige Aufgaben für die Entgiftung und den Stoffwechsel zu erfüllen.
Krankheitsbild
Bei einer Leberzirrhose wird die Leber dauerhaft geschädigt. Das Organ verhärtet sich und kann Blut und Stoffwechselprodukte nicht mehr richtig verarbeiten. Die Erkrankung entwickelt sich meist über viele Jahre. Anfangs bemerken Betroffene oft wenig, später treten deutliche Beschwerden auf. Die Leber kann sich nicht mehr vollständig erholen, weshalb eine frühzeitige Behandlung wichtig ist.
Symptome/Verlauf
Zu Beginn sind die Symptome oft unspezifisch. Mit zunehmender Schädigung treten deutliche Beschwerden auf. Der Verlauf ist meist fortschreitend. Häufige Merkmale sind:
- Müdigkeit und Leistungsabfall
- Druck oder Schmerzen im rechten Oberbauch
- Juckreiz und Hautveränderungen
- Wasseransammlungen im Bauch oder in den Beinen
- Blutungsneigung
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann die Leberzirrhose zu schweren Komplikationen führen. Dazu gehören Blutungen aus erweiterten Venen im Verdauungstrakt, schwere Infektionen oder eine Störung der Gehirnfunktion durch Giftstoffe im Blut. Auch das Risiko für Leberkrebs steigt deutlich. Im fortgeschrittenen Stadium kann die Leber ihre Aufgaben kaum noch erfüllen, was lebensbedrohlich werden kann.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind langjähriger Alkoholkonsum oder chronische Leberentzündungen. Auch Stoffwechselerkrankungen oder bestimmte Medikamente können die Leber schädigen. Risikofaktoren sind Übergewicht, Diabetes und eine dauerhaft ungesunde Lebensweise. Je länger die Leber belastet wird, desto höher ist das Risiko für eine dauerhafte Schädigung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann mögliche Ursachen behandeln, Komplikationen überwachen und bei Bedarf bestimmte Medikamente einsetzen, die Beschwerden lindern.
Das kann man selbst tun: Alkohol strikt meiden und auf eine leberfreundliche Lebensweise achten. Grenzen bestehen, wenn schwere Komplikationen auftreten oder die Leberfunktion stark eingeschränkt ist. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 07.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Fettleber
Was ist das? - Definition Eine Fettleber (steatotische Lebererkrankung, SLD) entsteht, wenn sich zu viel Fett in den Leberzellen einlagert. Sie bleibt anfangs oft unbemerkt und ist weit verbreitet: Etwa 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Häufige Ursachen sind übermäßiger Alkoholkonsum sowie metabolische Faktoren wie starkes Übergewicht, Diabetes oder erhöhte Blutfettwerte. Eine Fettleber kann harmlos verlaufen, aber auch in eine Entzündung übergehen und dauerhafte Leberschäden verursachen.
Krankheitsbild
Eine Fettleber oder steatotische Lebererkrankung (SLD) entsteht, wenn sich zu viel Fett in den Leberzellen einlagert. Das ist häufig und bleibt anfangs oft unbemerkt. Es gibt unterschiedliche Ursachen für eine Fettleber. Zu den häufigen Auslösern zählen ein übermäßiger Alkoholkonsum sowie metabolische Ursachen wie Übergewicht, Diabetes oder erhöhte Blutfettwerte. Die Krankheit ist weit verbreitet. Schätzungsweise 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung haben eine Fettleber.
Nicht jede Fettleber ist harmlos. Sie kann über Jahre mild verlaufen, aber auch in eine Fettleberentzündung (Steatohepatitis) übergehen. Dann steigt das Risiko für Vernarbung und dauerhafte Leberschäden.
Symptome / Verlauf
Eine Fettleber macht oft keine Beschwerden. Manche Betroffene spüren höchstens ein unspezifisches Druckgefühl oder Schmerzen im rechten Oberbauch, sind müde oder weniger leistungsfähig. Viele Fälle werden zufällig entdeckt, z.B. durch erhöhte Leberwerte, Ultraschall oder andere Untersuchungen.
Bleibt die Ursache weiter bestehen, kann die Fettleber fortschreiten. Und aus einer Fettleber kann sich eine entzündliche Fettleber entwickeln. Damit erhöht sich das Risiko für Bindegewebseinlagerungen und Vernarbungen (Fibrose) und schließlich auch für eine Leberzirrhose.
Folgen / Komplikationen
Wird gesundes Lebergewebe zunehmend durch Narbengewebe ersetzt, kann die Leber ihre wichtigen Aufgaben immer schlechter erfüllen. Mögliche Folgen sind unter anderem Wasseransammlungen im Bauch, medizinisch Aszites, Blutungen, Verwirrtheit und in schweren Fällen Leberversagen. Außerdem steigt bei fortgeschrittener Lebererkrankung das Risiko für Leberkrebs.
Auch die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, steigt bei einer Fettlebererkrankung an. Gleiches gilt für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Mit einer Fettleber erhöht sich das Erkrankungsrisiko, noch mehr, wenn eine Fettleberentzündung vorliegt.
Ursachen / Risikofaktoren
Die Fettlebererkrankungen wurden früher in alkoholische und nicht-alkoholische Fettlebererkrankungen (AFLD und NAFDL) eingeteilt. Heute differenziert man nach den Ursachen noch etwas genauer, weshalb sich auch die Bezeichnungen geändert haben:
- Alkohol-assoziierte Lebererkrankung (ALD): Sie entsteht, wenn über längere Zeit übermäßig viel Alkohol getrunken wird.
- Metabolische Dysfunktion-assoziierte Steatotische Lebererkrankung (MASLD): Unter diesen Begriff fallen Fettlebererkrankungen, die mit metabolischen Ursachen in Zusammenhang stehen, wie Adipositas, Bauchfett, Insulinresistenz, Typ-2-Diabetes oder erhöhte Blutfettwerte. Bewegungsmangel und eine kalorienreiche Ernährung können dazu beitragen.
- MetALD: Der Begriff beschreibt Fettlebererkrankungen, bei denen eine metabolische Störung und gleichzeitig ein erhöhter Alkoholkonsum vorliegen.
- Kryptogene steatotische Lebererkrankung: Der Begriff bezeichnet Fettlebererkrankungen mit unbekannter (medizinisch: kryptogener) Ursache.
Neben Alkohol und metabolischen Faktoren können auch Krankheiten wie Zöliakie, eine chronische Virushepatitis, HIV oder bestimmte Erbkrankheiten eine Fettleber auslösen. Gleiches gilt für manche Medikamente.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ärztlich geht es vor allem darum, Ursachen zu klären und das Stadium der Lebererkrankung einzuschätzen. Das geschieht zum Beispiel anhand der Blutwerte, mit Hilfe von Ultraschall oder auch spezielle Messungen, mit denen Vernarbung festgestellt werden. Das Wichtigste für die Therapie ist eine Änderung des Lebensstils, das bedeutet mehr Bewegung, gesunde Ernährung, am besten kein Alkohol. Zusätzlich könnte es bald erste Medikament geben, die bei entzündlichen Lebererkrankungen helfen. Begleiterkrankungen wie Adipositas, Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen werden gezielt behandelt.
Das kann man selbst tun: Mit einer Änderung des Lebensstils können Betroffene viel erreichen. Das heißt:
- Alkohol möglichst stark reduzieren oder ganz meiden,
- Gewicht schrittweise reduzieren,
- sich regelmäßig bewegen,
- auf eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung achten,
- nicht rauchen.
Ungünstig sind Getränke mit einem hohen Gehalt an Zucker oder Fruktose wie Softdrinks, Säfte oder Smoothies, viele Süßigkeiten und stark fettreiche Fertigprodukte. Kaffee gilt in Studien als leberschützend.
Bearbeitungsstand: 08.01.2026
Quellenangabe:
Avoxa Content Service, Quelle beim Autor, 2026
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Weichkapseln — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 14350956
- Darreichungsform:
- Weichkapseln (Kapseln)
- Packungsgröße:
- 50 Stück
- Marke:
- LIPIDAVIT
- Hersteller:
- Rodisma-Med Pharma GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer ist nicht begrenzt. Fragen Sie dazu im Zweifelsfalle Ihren Arzt oder Apotheker.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Magenbeschwerden und Durchfall kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Cholesterin), bei leichten Formen
- Lebererkrankungen unterschiedlicher Ursache, unterstützende Behandlung, wie:
- Fettleber, unterstützende Behandlung
- Leberentzündung (Hepatitis), unterstützende Behandlung
- Leberzirrhose, unterstützende Behandlung
- Leberschäden
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 2 Kapseln, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Durchfälle
- Weiche Stühle
- Bauchschmerzen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 70 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 53 × 89 × 69 mm
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Erdnüsse und Soja.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Die Arzneimitteltherapie ersetzt nicht die Vermeidung der für die Leber schädlichen Ursachen (z.B. Alkohol).Das Arzneimittel wird vor allem gegeben, wenn Diät oder andere Maßnahmen zur Senkung der Blutfettwerte, wie zum Beispiel körperliches Training, allein nicht ausreichen.
Das Arzneimittel wird vor allem gegeben, wenn Diät oder andere Maßnahmen zur Senkung der Blutfettwerte, wie zum Beispiel körperliches Training, allein nicht ausreichen.Die Arzneimitteltherapie ersetzt nicht die Vermeidung der für die Leber schädlichen Ursachen (z.B. Alkohol).
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzliche oder unklare Beschwerden auftreten.
Hypercholesterinämie
Was ist das? - Definition Cholesterin ist zwar lebenswichtig, kann aber bei einem Zuviel die Gefäße schädigen. Besonders das sogenannte LDL-Cholesterin fördert Ablagerungen in den Gefäßwänden und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Oft bleibt die Störung lange unbemerkt und die Ärztin oder der Arzt entdeckt sie eher zufällig.
Krankheitsbild
Cholesterin ist ein fettähnlicher Stoff. Der Körper benötigt ihn, um zum Beispiel Zellen aufzubauen oder bestimme Hormon und Gallensäure zu produzieren. Cholesterin wird zu circa 80 Prozent von unserem Körper selbst hergestellt, hauptsächlich in der Leber. Nur einen kleinen Teil nehmen wir mit der Nahrung auf.
Um durch den Körper transportiert zu werden, heften sich die Blutfette an Eiweiß. Diese Verbindung nennt sich Lipoprotein (Lipo = Fett, Protein = Eiweiß). Es gibt zwei Hauptformen:
- LDL (Low Density Lipoprotein). Es transportier das Cholesterin zu den Zellen. Es kann sich in den Gefäßwänden ablagern und dort zu Verengungen führen. Umgangssprachlich heißt es deswegen auch schlechtes Cholesterin.
- HDL (High Density Lipoprotein). Es bring das Cholesterin zur Leber, wo es abgebaut wird. Deswegen heißt es auch gutes Cholesterin.
- Zu viel Cholesterin im Blut führt zu Ablagerungen in den Gefäßwänden und somit zu Verkalkung und Verhärtung der Gefäße: Arteriosklerose. Die Ursachen für erhöhte Cholesterinwerte sind vielfältig: Neben genetischen Einflüssen spielen Ernährung, Lebensstil und bestimmte Erkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenunterfunktion eine Rolle.
Symptome/Verlauf
Ein erhöhter Cholesterinspiegel macht keine Beschwerden. Deswegen bleibt er oft unbemerkt. Der Cholesterinspiegel wird durch eine Blutanalyse bestimmt. Es empfiehlt sich, den kostenlosen zweijährlichen Gesundheits-Check für Menschen ab 35 Jahren beim Hausarzt wahrzunehmen.
Da die Erkrankung schleichend verläuft, bleibt sie oft lange unbemerkt. Die eigentlichen Folgen zeigen sich erst später, etwa durch Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Folgen/Komplikationen
Die größte Gefahr bei erhöhtem Cholesterin liegt in der Arteriosklerose. Durch Ablagerungen in den Gefäßen kommt es zu deren Verengung, was die Durchblutung beeinträchtigt. Mögliche Komplikationen sind:
- -Herzinfarkt
- -Schlaganfall
- -Durchblutungsstörungen in den Beinen
- -Angina pectoris (Brustenge)
Besonders gefährdet sind Menschen mit weiteren Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes oder einer familiären Vorbelastung.
Ursachen/RisikofaktorenDie Ursachen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen:
- -Angeborene Fettstoffwechselstörungen, selten, aber oft mit sehr hohen Cholesterinwerten verbunden
- -Erworbene Hypercholesterinämie, meist durch ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel oder andere Erkrankungen
Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen:
- -fettreiche Ernährung, besonders tierische Fette
- -Übergewicht
- -Bewegungsmangel
- -Rauchen
- -Diabetes
- -Schilddrüsenunterfunktion
- -familiäre Vorbelastung
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
An erster Stelle steht eine Blutuntersuchung, um die Cholesterinwerte zu bestimmen. Liebt ein entsprechender Befund vor, berät er zu einer richtigen Ernährung und passender Bewegung. Reicht dies nicht aus, um die Cholesterinwerte spürbar zu senken, verschreibt er Medikamente. Zu der wichtigsten Gruppe zählen die sogenannten Statine.
Ob eine Behandlung notwendig ist und welche Zielwerte angestrebt werden sollten, hängt von dem Gesamtrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen des Patienten ab. Um diesen zu ermitteln, werden sämtliche zusätzlichen Risikofaktoren betrachtet:
Wissenschaftlich nachgewiesen, besonders günstig: eine mediterrane Ernährung. Sie besteht aus viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten. Auch der regelmäßige Verzehr von Nüssen, Olivenöl, Rapsöl und Leinöl wirkt sich positiv aus. Ebenfalls wichtig: wenig Fleisch und mindestens eine Fischmahlzeit pro Woche.
Ärzte raten zudem, Übergewicht zu reduzieren, sich regelmäßig zu bewegen und Stress abzubauen. Zusätzlich empfiehlt sich, nicht zu rauchen und nur wenig Alkohol zu trinken.
Grenzen der Selbsthilfe:
Wenn die Cholesterinwerte trotz Lebensstiländerung hoch bleiben oder bereits Gefäßschäden vorliegen, ist eine ärztliche Behandlung notwendig. Das gilt besonders, wenn gleichzeitig andere Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck auftreten. Auch bei familiärer Vorbelastung sollte frühzeitig medizinischer Rat eingeholt werden.
Viele Apotheken beraten zu einer gesunden Ernährung und bieten eine Messung des Cholesterinspiegels an. Sie informieren auch über rezeptfrei erhältliche Präparate, die sich positiv auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirken können.
Bearbeitungsstand: 07.10.2025
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Leberzirrhose
Was ist das? - Definition Leberzirrhose ist eine chronische Erkrankung, bei der gesundes Lebergewebe nach und nach durch funktionsloses Narbengewebe ersetzt wird. Dadurch verliert die Leber zunehmend ihre Fähigkeit, wichtige Aufgaben für die Entgiftung und den Stoffwechsel zu erfüllen.
Krankheitsbild
Bei einer Leberzirrhose wird die Leber dauerhaft geschädigt. Das Organ verhärtet sich und kann Blut und Stoffwechselprodukte nicht mehr richtig verarbeiten. Die Erkrankung entwickelt sich meist über viele Jahre. Anfangs bemerken Betroffene oft wenig, später treten deutliche Beschwerden auf. Die Leber kann sich nicht mehr vollständig erholen, weshalb eine frühzeitige Behandlung wichtig ist.
Symptome/Verlauf
Zu Beginn sind die Symptome oft unspezifisch. Mit zunehmender Schädigung treten deutliche Beschwerden auf. Der Verlauf ist meist fortschreitend. Häufige Merkmale sind:
- Müdigkeit und Leistungsabfall
- Druck oder Schmerzen im rechten Oberbauch
- Juckreiz und Hautveränderungen
- Wasseransammlungen im Bauch oder in den Beinen
- Blutungsneigung
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann die Leberzirrhose zu schweren Komplikationen führen. Dazu gehören Blutungen aus erweiterten Venen im Verdauungstrakt, schwere Infektionen oder eine Störung der Gehirnfunktion durch Giftstoffe im Blut. Auch das Risiko für Leberkrebs steigt deutlich. Im fortgeschrittenen Stadium kann die Leber ihre Aufgaben kaum noch erfüllen, was lebensbedrohlich werden kann.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind langjähriger Alkoholkonsum oder chronische Leberentzündungen. Auch Stoffwechselerkrankungen oder bestimmte Medikamente können die Leber schädigen. Risikofaktoren sind Übergewicht, Diabetes und eine dauerhaft ungesunde Lebensweise. Je länger die Leber belastet wird, desto höher ist das Risiko für eine dauerhafte Schädigung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann mögliche Ursachen behandeln, Komplikationen überwachen und bei Bedarf bestimmte Medikamente einsetzen, die Beschwerden lindern.
Das kann man selbst tun: Alkohol strikt meiden und auf eine leberfreundliche Lebensweise achten. Grenzen bestehen, wenn schwere Komplikationen auftreten oder die Leberfunktion stark eingeschränkt ist. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 07.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Fettleber
Was ist das? - Definition Eine Fettleber (steatotische Lebererkrankung, SLD) entsteht, wenn sich zu viel Fett in den Leberzellen einlagert. Sie bleibt anfangs oft unbemerkt und ist weit verbreitet: Etwa 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Häufige Ursachen sind übermäßiger Alkoholkonsum sowie metabolische Faktoren wie starkes Übergewicht, Diabetes oder erhöhte Blutfettwerte. Eine Fettleber kann harmlos verlaufen, aber auch in eine Entzündung übergehen und dauerhafte Leberschäden verursachen.
Krankheitsbild
Eine Fettleber oder steatotische Lebererkrankung (SLD) entsteht, wenn sich zu viel Fett in den Leberzellen einlagert. Das ist häufig und bleibt anfangs oft unbemerkt. Es gibt unterschiedliche Ursachen für eine Fettleber. Zu den häufigen Auslösern zählen ein übermäßiger Alkoholkonsum sowie metabolische Ursachen wie Übergewicht, Diabetes oder erhöhte Blutfettwerte. Die Krankheit ist weit verbreitet. Schätzungsweise 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung haben eine Fettleber.
Nicht jede Fettleber ist harmlos. Sie kann über Jahre mild verlaufen, aber auch in eine Fettleberentzündung (Steatohepatitis) übergehen. Dann steigt das Risiko für Vernarbung und dauerhafte Leberschäden.
Symptome / Verlauf
Eine Fettleber macht oft keine Beschwerden. Manche Betroffene spüren höchstens ein unspezifisches Druckgefühl oder Schmerzen im rechten Oberbauch, sind müde oder weniger leistungsfähig. Viele Fälle werden zufällig entdeckt, z.B. durch erhöhte Leberwerte, Ultraschall oder andere Untersuchungen.
Bleibt die Ursache weiter bestehen, kann die Fettleber fortschreiten. Und aus einer Fettleber kann sich eine entzündliche Fettleber entwickeln. Damit erhöht sich das Risiko für Bindegewebseinlagerungen und Vernarbungen (Fibrose) und schließlich auch für eine Leberzirrhose.
Folgen / Komplikationen
Wird gesundes Lebergewebe zunehmend durch Narbengewebe ersetzt, kann die Leber ihre wichtigen Aufgaben immer schlechter erfüllen. Mögliche Folgen sind unter anderem Wasseransammlungen im Bauch, medizinisch Aszites, Blutungen, Verwirrtheit und in schweren Fällen Leberversagen. Außerdem steigt bei fortgeschrittener Lebererkrankung das Risiko für Leberkrebs.
Auch die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, steigt bei einer Fettlebererkrankung an. Gleiches gilt für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Mit einer Fettleber erhöht sich das Erkrankungsrisiko, noch mehr, wenn eine Fettleberentzündung vorliegt.
Ursachen / Risikofaktoren
Die Fettlebererkrankungen wurden früher in alkoholische und nicht-alkoholische Fettlebererkrankungen (AFLD und NAFDL) eingeteilt. Heute differenziert man nach den Ursachen noch etwas genauer, weshalb sich auch die Bezeichnungen geändert haben:
- Alkohol-assoziierte Lebererkrankung (ALD): Sie entsteht, wenn über längere Zeit übermäßig viel Alkohol getrunken wird.
- Metabolische Dysfunktion-assoziierte Steatotische Lebererkrankung (MASLD): Unter diesen Begriff fallen Fettlebererkrankungen, die mit metabolischen Ursachen in Zusammenhang stehen, wie Adipositas, Bauchfett, Insulinresistenz, Typ-2-Diabetes oder erhöhte Blutfettwerte. Bewegungsmangel und eine kalorienreiche Ernährung können dazu beitragen.
- MetALD: Der Begriff beschreibt Fettlebererkrankungen, bei denen eine metabolische Störung und gleichzeitig ein erhöhter Alkoholkonsum vorliegen.
- Kryptogene steatotische Lebererkrankung: Der Begriff bezeichnet Fettlebererkrankungen mit unbekannter (medizinisch: kryptogener) Ursache.
Neben Alkohol und metabolischen Faktoren können auch Krankheiten wie Zöliakie, eine chronische Virushepatitis, HIV oder bestimmte Erbkrankheiten eine Fettleber auslösen. Gleiches gilt für manche Medikamente.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ärztlich geht es vor allem darum, Ursachen zu klären und das Stadium der Lebererkrankung einzuschätzen. Das geschieht zum Beispiel anhand der Blutwerte, mit Hilfe von Ultraschall oder auch spezielle Messungen, mit denen Vernarbung festgestellt werden. Das Wichtigste für die Therapie ist eine Änderung des Lebensstils, das bedeutet mehr Bewegung, gesunde Ernährung, am besten kein Alkohol. Zusätzlich könnte es bald erste Medikament geben, die bei entzündlichen Lebererkrankungen helfen. Begleiterkrankungen wie Adipositas, Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen werden gezielt behandelt.
Das kann man selbst tun: Mit einer Änderung des Lebensstils können Betroffene viel erreichen. Das heißt:
- Alkohol möglichst stark reduzieren oder ganz meiden,
- Gewicht schrittweise reduzieren,
- sich regelmäßig bewegen,
- auf eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung achten,
- nicht rauchen.
Ungünstig sind Getränke mit einem hohen Gehalt an Zucker oder Fruktose wie Softdrinks, Säfte oder Smoothies, viele Süßigkeiten und stark fettreiche Fertigprodukte. Kaffee gilt in Studien als leberschützend.
Bearbeitungsstand: 08.01.2026
Quellenangabe:
Avoxa Content Service, Quelle beim Autor, 2026
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.