LIPOCOL MERZ Kautabletten
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Pharmazeutische Informationen
Kautabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 06735524
- Darreichungsform:
- Kautabletten (Kautabletten)
- Packungsgröße:
- 102 Stück
- Marke:
- LIPOCOL
- Hersteller:
- Merz Therapeutics GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Kauen Sie das Arzneimittel gut. Trinken Sie reichlich Flüssigkeit nach der Einnahme.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Verstopfung, Übelkeit, Sodbrennen und Durchfall kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Cholesterin):
Erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Cholesterin): Alternativ kann die Tagesdosis auch verteilt über den Tag eingenommen werden.
Erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Cholesterin): Höchstdosis: Unter ärztlicher Aufsicht kann die Dosis für Erwachsene auf 12 Kautabletten pro Tag erhöht werden.
Erhöhte Gallensäurekonzentration bei Gallengangsverschluss mit Juckreiz und Gelbsucht:
Erhöhte Gallensäurekonzentration im Darm mit Durchfall:
Für Kinder und Jugendliche wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert.
Anwendungsgebiete
- Erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Cholesterin)
- Erhöhte Gallensäurekonzentration im Darm mit Durchfall - (zum Binden schädlicher Stoffe, wie übermäßig vorhandenen Gallensäuren)
- Erhöhte Gallensäurekonzentration bei Gallengangsverschluss, mit:
- Juckreiz - (zum Binden der juckreizauslösenden Stoffe, wie Gallensäuren)
- Gelbsucht (Ikterus) - (zum Binden schädlicher Stoffe, wie übermäßig vorhandenen Gallensäuren)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 2-8 Kautabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 2-4 Kautabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 2 Kautabletten, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: vor der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff bindet im Darm Gallensäuren. Gallensäuren werden von der Leber zur Verdauung des Speisebreis in den Darm ausgeschüttet. Da dem Körper durch den Wirkstoff weniger Gallensäuren zur Verfügung stehen, muss er sie verstärkt bilden. Bei der Herstellung der Gallensäuren verbraucht der Körper Cholesterin. Durch den somit erzwungenen erhöhten Cholesterinverbrauch sinkt die Cholesterinmenge im Blut, einem erhöhten Blutfettspiegel wird entgegengewirkt.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- - Sodbrennen
- - Durchfälle
- - Blähungen
- - Völlegefühl
- - Verstopfung
- - Appetitlosigkeit
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Darmverschluss
- Gallengangverlegung, z.B. durch Gallensteine
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
- Angina pectoris
- Schluckbeschwerden, wie:
- Schluckstörung, schmerzlose (Dysphagie)
- Verstopfung
- Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, wie:
- Entzündliche Darmerkrankungen, wie:
-
- Colitis ulcerosa
-
- Morbus Crohn
- Eingeschränkte Leberfunktion
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 736 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 182 × 217 × 111 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Glucose und Fructose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Das Arzneimittel wird vor allem gegeben, wenn Diät oder andere Maßnahmen zur Senkung der Blutfettwerte, wie zum Beispiel körperliches Training, allein nicht ausreichen.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Leflunomid Apfelpektin-Extrakt Teriflunomid und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phenprocoumon Apfelpektin-Extrakt und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel sowohl verstärkt als auch beeinträchtigt werden. Das Risiko für Blutungen, wie blaue Flecken oder Nasenbluten, und das Risiko für Blutgerinnsel (Thrombose) könnte erhöht werden. In diesem Zusammenhang können Schwellungen, Schmerzen oder Schweregefühl an bestimmten Körperregionen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Bitte sprechen Sie außerdem mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da häufigere Kontrollen der Blutgerinnungswerte nötig sein können.
Suchen Sie bitte Ihren Arzt auf, wenn Sie abweichende Werte bei Ihrer routinemäßigen Kontrolle der Blutgerinnungszeit an sich feststellen oder eines der beschriebenen Symptome an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Apfelpektin-Extrakt und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Chlormadinon acetat Apfelpektin-Extrakt Cyproteron acetat Desogestrel 1. Phase: Gestoden und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Nanopartikel mikronisiert supra-bioverfügbar Apfelpektin-Extrakt Fenofibrat Furosemid und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Apfelpektin-Extrakt Levothyroxin natrium Liothyronin hydrochlorid Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1596- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0798- und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden. Wenn Sie diese Arzneimittel zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion erhalten, können Symptome wie Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit erneut auftreten.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Bendroflumethiazid Apfelpektin-Extrakt Xipamid Chlortalidon Telmisartan Irbesartan und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem Abstand von mindestens 4 Stunden zueinander eingenommen werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Apfelpektin-Extrakt und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel frühestens 4 Stunden nach der Einnahme von einem anderen Arzneimittel ein. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Piroxicam Apfelpektin-Extrakt Meloxicam und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Apfelpektin-Extrakt Ursodeoxycholsäure Cholsäure und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Trospium chlorid Apfelpektin-Extrakt und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Apfelpektin-Extrakt und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem Abstand von 4 Stunden zueinander eingenommen werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Methotrexat dinatrium Apfelpektin-Extrakt Methotrexat und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Digitoxin Apfelpektin-Extrakt Digoxin \b63-Acetyldigoxin und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Apfelpektin-Extrakt Eisen(II)-fumarat-x-Wasser 152,24- getrocknetes 151,118- getrocknetes 302,237- getrocknetes Eisen(II)-sulfat-1(4)-Wasser 196,454- und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Valproat natrium Valproinsäure Apfelpektin-Extrakt und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Hypercholesterinämie
Was ist das? - Definition Cholesterin ist zwar lebenswichtig, kann aber bei einem Zuviel die Gefäße schädigen. Besonders das sogenannte LDL-Cholesterin fördert Ablagerungen in den Gefäßwänden und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Oft bleibt die Störung lange unbemerkt und die Ärztin oder der Arzt entdeckt sie eher zufällig.
Krankheitsbild
Cholesterin ist ein fettähnlicher Stoff. Der Körper benötigt ihn, um zum Beispiel Zellen aufzubauen oder bestimme Hormon und Gallensäure zu produzieren. Cholesterin wird zu circa 80 Prozent von unserem Körper selbst hergestellt, hauptsächlich in der Leber. Nur einen kleinen Teil nehmen wir mit der Nahrung auf.
Um durch den Körper transportiert zu werden, heften sich die Blutfette an Eiweiß. Diese Verbindung nennt sich Lipoprotein (Lipo = Fett, Protein = Eiweiß). Es gibt zwei Hauptformen:
- LDL (Low Density Lipoprotein). Es transportier das Cholesterin zu den Zellen. Es kann sich in den Gefäßwänden ablagern und dort zu Verengungen führen. Umgangssprachlich heißt es deswegen auch schlechtes Cholesterin.
- HDL (High Density Lipoprotein). Es bring das Cholesterin zur Leber, wo es abgebaut wird. Deswegen heißt es auch gutes Cholesterin.
- Zu viel Cholesterin im Blut führt zu Ablagerungen in den Gefäßwänden und somit zu Verkalkung und Verhärtung der Gefäße: Arteriosklerose. Die Ursachen für erhöhte Cholesterinwerte sind vielfältig: Neben genetischen Einflüssen spielen Ernährung, Lebensstil und bestimmte Erkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenunterfunktion eine Rolle.
Symptome/Verlauf
Ein erhöhter Cholesterinspiegel macht keine Beschwerden. Deswegen bleibt er oft unbemerkt. Der Cholesterinspiegel wird durch eine Blutanalyse bestimmt. Es empfiehlt sich, den kostenlosen zweijährlichen Gesundheits-Check für Menschen ab 35 Jahren beim Hausarzt wahrzunehmen.
Da die Erkrankung schleichend verläuft, bleibt sie oft lange unbemerkt. Die eigentlichen Folgen zeigen sich erst später, etwa durch Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Folgen/Komplikationen
Die größte Gefahr bei erhöhtem Cholesterin liegt in der Arteriosklerose. Durch Ablagerungen in den Gefäßen kommt es zu deren Verengung, was die Durchblutung beeinträchtigt. Mögliche Komplikationen sind:
- -Herzinfarkt
- -Schlaganfall
- -Durchblutungsstörungen in den Beinen
- -Angina pectoris (Brustenge)
Besonders gefährdet sind Menschen mit weiteren Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes oder einer familiären Vorbelastung.
Ursachen/RisikofaktorenDie Ursachen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen:
- -Angeborene Fettstoffwechselstörungen, selten, aber oft mit sehr hohen Cholesterinwerten verbunden
- -Erworbene Hypercholesterinämie, meist durch ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel oder andere Erkrankungen
Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen:
- -fettreiche Ernährung, besonders tierische Fette
- -Übergewicht
- -Bewegungsmangel
- -Rauchen
- -Diabetes
- -Schilddrüsenunterfunktion
- -familiäre Vorbelastung
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
An erster Stelle steht eine Blutuntersuchung, um die Cholesterinwerte zu bestimmen. Liebt ein entsprechender Befund vor, berät er zu einer richtigen Ernährung und passender Bewegung. Reicht dies nicht aus, um die Cholesterinwerte spürbar zu senken, verschreibt er Medikamente. Zu der wichtigsten Gruppe zählen die sogenannten Statine.
Ob eine Behandlung notwendig ist und welche Zielwerte angestrebt werden sollten, hängt von dem Gesamtrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen des Patienten ab. Um diesen zu ermitteln, werden sämtliche zusätzlichen Risikofaktoren betrachtet:
Wissenschaftlich nachgewiesen, besonders günstig: eine mediterrane Ernährung. Sie besteht aus viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten. Auch der regelmäßige Verzehr von Nüssen, Olivenöl, Rapsöl und Leinöl wirkt sich positiv aus. Ebenfalls wichtig: wenig Fleisch und mindestens eine Fischmahlzeit pro Woche.
Ärzte raten zudem, Übergewicht zu reduzieren, sich regelmäßig zu bewegen und Stress abzubauen. Zusätzlich empfiehlt sich, nicht zu rauchen und nur wenig Alkohol zu trinken.
Grenzen der Selbsthilfe:
Wenn die Cholesterinwerte trotz Lebensstiländerung hoch bleiben oder bereits Gefäßschäden vorliegen, ist eine ärztliche Behandlung notwendig. Das gilt besonders, wenn gleichzeitig andere Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck auftreten. Auch bei familiärer Vorbelastung sollte frühzeitig medizinischer Rat eingeholt werden.
Viele Apotheken beraten zu einer gesunden Ernährung und bieten eine Messung des Cholesterinspiegels an. Sie informieren auch über rezeptfrei erhältliche Präparate, die sich positiv auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirken können.
Bearbeitungsstand: 07.10.2025
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Durchfall
Was ist das? - Definition Durchfall bezeichnet häufige, dünnflüssige Stuhlentleerungen, meist mehr als dreimal täglich. Er kann akut auftreten oder chronisch verlaufen. Oft ist er Begleiterscheinung einer Infektion, kann aber auch andere Ursachen haben.
Krankheitsbild
Durchfall ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Er tritt auf, wenn der Darm Wasser und Elektrolyte nicht ausreichend aufnehmen kann oder zu viel davon abgibt. Die Folge ist ein wässriger Stuhl. Man unterscheidet zwischen akutem Durchfall, der meist plötzlich beginnt und nur wenige Tage anhält, und chronischem Durchfall, der über Wochen oder Monate besteht.
Akuter Durchfall ist häufig infektiös bedingt und tritt oft in Zusammenhang mit verdorbenen Lebensmitteln auf. Chronischer Durchfall kann auf eine Grunderkrankung wie Reizdarm oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen hinweisen.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen:
- mehr als drei Stuhlentleerungen pro Tag
- wässriger oder breiiger Stuhl
- Bauchkrämpfe oder Blähungen
- Übelkeit oder Erbrechen
- Fieber bei infektiösem Verlauf
Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Akuter Durchfall klingt meist nach wenigen Tagen ab. Chronischer Durchfall kann schubweise oder dauerhaft auftreten. Bei starkem Flüssigkeitsverlust droht Austrocknung, besonders bei Kindern und älteren Menschen.
Folgen/Komplikationen
Die größte Gefahr bei Durchfall ist der Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten. Das kann zu Kreislaufproblemen, Schwäche und im Extremfall zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen.
Zu den weiteren Komplikationen zählen Störungen Nährstoffmangel bei längerem Verlauf, Reizung der Darmschleimhaut und eine Verstärkung bestehender Grunderkrankung.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Häufige Auslöser sind Virusinfektionen wie Norovirus oder Rotavirus, bakterielle Infektionen durch Salmonellen oder Campylobacter und Parasiten bei Reisen in vor allem tropische Regionen. Auch Lebensmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz, Medikamente wie Antibiotika oder Abführmittel, chronische Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa können zu Durchfall führen. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen mangelnde Hygiene, unreines Trinkwasser, Stress, bestimmte Ernährungsweisen oder eine geschwächte Immunabwehr.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Stuhluntersuchungen, Bluttests oder bildgebende Verfahren die Ursache klären. Bei Bedarf kommen Medikamente zum Einsatz, etwa Elektrolytlösungen, Mittel gegen Durchfall wie Loperamid bei nicht-infektiösem Verlauf oder Antibiotika bei bakteriellen Infektionen.
Das kann man selbst tun: Viel trinken, am besten Wasser oder Tee, leichte Kost wie Zwieback oder Reis und Verzicht auf fettige, süße oder stark gewürzte Speisen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn der Durchfall länger als drei Tage anhält, blutig ist, mit hohem Fieber oder starkem Flüssigkeitsverlust einhergeht. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Das gilt generell für Säuglinge und Kleinkinder sowie bereits geschwächte Patienten.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Juckreiz
Was ist das? - Definition Juckreiz ist ein unangenehmes Hautempfinden, das den Drang auslöst, sich zu kratzen. Er kann lokal begrenzt oder am ganzen Körper auftreten. Juckreiz ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, das viele Ursachen haben kann, von harmlosen Hautreizungen bis hin zu ernsthaften inneren Erkrankungen. Häufig tritt er vorübergehend auf, kann aber auch chronisch werden.
Krankheitsbild
Juckreiz entsteht durch die Reizung bestimmter Nervenfasern in der Haut. Diese senden Signale an das Gehirn, die es als Kribbeln oder Brennen wahrnimmt. Der Körper reagiert darauf mit dem Reflex, sich zu kratzen. Kurzfristig kann das Linderung verschaffen, langfristig jedoch die Haut zusätzlich reizen und schädigen. Juckreiz kann durch äußere Einflüsse wie Insektenstiche oder trockene Haut entstehen, aber auch durch innere Erkrankungen wie Leber- oder Nierenprobleme verursacht werden. Bei chronischem Juckreiz spricht man von Pruritus.
Symptome/Verlauf
Juckreiz kann sich unterschiedlich äußern. Typische Anzeichen sind:
- Kribbeln, Brennen oder Stechen auf der Haut
- Unwiderstehlicher Drang, sich zu kratzen
- Rötungen, Schwellungen oder Kratzspuren
- Trockene, schuppige oder entzündete Hautstellen
- Verstärkung des Juckreizes bei Wärme oder Stress
Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab. Akuter Juckreiz klingt meist nach kurzer Zeit ab, etwa nach einem Insektenstich. Chronischer Juckreiz kann über Wochen oder Monate bestehen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Häufig kommt es zu einem Teufelskreis aus Jucken und Kratzen, der die Haut weiter schädigt.
Folgen/Komplikationen
Anhaltender Juckreiz kann zu Hautverletzungen, Entzündungen und Infektionen führen. Durch ständiges Kratzen wird die Hautbarriere geschwächt. Es können sich Ekzeme oder chronische Hautveränderungen entwickeln. Auch psychische Belastungen wie Schlafstörungen, Reizbarkeit oder depressive Verstimmungen sind möglich. Besonders bei Kindern kann starker Juckreiz das Verhalten und die Konzentration beeinträchtigen.
Ursachen/Risikofaktoren
Juckreiz kann viele Auslöser besitzen. Zu den häufigen Ursachen zählen trockene Haut, allergische Reaktionen, Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, Insektenstiche sowie der Kontakt mit reizenden Stoffen oder bestimmte Medikamente. Auch innere Erkrankungen wie Leber- oder Nierenprobleme, Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen können Juckreiz verursachen. Psychische Faktoren wie Stress oder Angst verstärken oft das Empfinden. Risikofaktoren sind unter anderem Alter, chronische Erkrankungen, trockene Heizungsluft und unpassende Hautpflegeprodukte.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Befragung, Hautuntersuchung und gegebenenfalls Bluttests die Ursache klären. Je nach Befund kommen Antihistaminika, entzündungshemmende Wirkstoffe oder spezielle Pflegeprodukte zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Die Haut regelmäßig mit passenden Pflegepräparaten eincremen, besonders nach dem Duschen. Reizstoffe wie Duftstoffe oder aggressive Seifen meiden. Kühle Umschläge oder Bäder mit Haferzusätzen anwenden. Nach Möglichkeit die betroffenen Stellen nicht kratzen, sondern klopfen oder kühlen. Grenzen sind erreicht, wenn der Juckreiz länger als sechs Wochen anhält, sehr stark ist oder mit anderen Symptomen wie Hautveränderungen, Fieber oder Gewichtsverlust einhergeht. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 09.01.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Kautabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 06735524
- Darreichungsform:
- Kautabletten (Kautabletten)
- Packungsgröße:
- 102 Stück
- Marke:
- LIPOCOL
- Hersteller:
- Merz Therapeutics GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Kauen Sie das Arzneimittel gut. Trinken Sie reichlich Flüssigkeit nach der Einnahme.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Verstopfung, Übelkeit, Sodbrennen und Durchfall kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Cholesterin):
Erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Cholesterin): Alternativ kann die Tagesdosis auch verteilt über den Tag eingenommen werden.
Erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Cholesterin): Höchstdosis: Unter ärztlicher Aufsicht kann die Dosis für Erwachsene auf 12 Kautabletten pro Tag erhöht werden.
Erhöhte Gallensäurekonzentration bei Gallengangsverschluss mit Juckreiz und Gelbsucht:
Erhöhte Gallensäurekonzentration im Darm mit Durchfall:
Für Kinder und Jugendliche wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert.
Anwendungsgebiete
- Erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Cholesterin)
- Erhöhte Gallensäurekonzentration im Darm mit Durchfall - (zum Binden schädlicher Stoffe, wie übermäßig vorhandenen Gallensäuren)
- Erhöhte Gallensäurekonzentration bei Gallengangsverschluss, mit:
- Juckreiz - (zum Binden der juckreizauslösenden Stoffe, wie Gallensäuren)
- Gelbsucht (Ikterus) - (zum Binden schädlicher Stoffe, wie übermäßig vorhandenen Gallensäuren)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 2-8 Kautabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 2-4 Kautabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 2 Kautabletten, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: vor der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff bindet im Darm Gallensäuren. Gallensäuren werden von der Leber zur Verdauung des Speisebreis in den Darm ausgeschüttet. Da dem Körper durch den Wirkstoff weniger Gallensäuren zur Verfügung stehen, muss er sie verstärkt bilden. Bei der Herstellung der Gallensäuren verbraucht der Körper Cholesterin. Durch den somit erzwungenen erhöhten Cholesterinverbrauch sinkt die Cholesterinmenge im Blut, einem erhöhten Blutfettspiegel wird entgegengewirkt.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- - Sodbrennen
- - Durchfälle
- - Blähungen
- - Völlegefühl
- - Verstopfung
- - Appetitlosigkeit
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Darmverschluss
- Gallengangverlegung, z.B. durch Gallensteine
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
- Angina pectoris
- Schluckbeschwerden, wie:
- Schluckstörung, schmerzlose (Dysphagie)
- Verstopfung
- Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, wie:
- Entzündliche Darmerkrankungen, wie:
-
- Colitis ulcerosa
-
- Morbus Crohn
- Eingeschränkte Leberfunktion
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 736 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 182 × 217 × 111 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Glucose und Fructose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Das Arzneimittel wird vor allem gegeben, wenn Diät oder andere Maßnahmen zur Senkung der Blutfettwerte, wie zum Beispiel körperliches Training, allein nicht ausreichen.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel sowohl verstärkt als auch beeinträchtigt werden. Das Risiko für Blutungen, wie blaue Flecken oder Nasenbluten, und das Risiko für Blutgerinnsel (Thrombose) könnte erhöht werden. In diesem Zusammenhang können Schwellungen, Schmerzen oder Schweregefühl an bestimmten Körperregionen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Bitte sprechen Sie außerdem mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da häufigere Kontrollen der Blutgerinnungswerte nötig sein können.
Suchen Sie bitte Ihren Arzt auf, wenn Sie abweichende Werte bei Ihrer routinemäßigen Kontrolle der Blutgerinnungszeit an sich feststellen oder eines der beschriebenen Symptome an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden. Wenn Sie diese Arzneimittel zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion erhalten, können Symptome wie Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit erneut auftreten.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem Abstand von mindestens 4 Stunden zueinander eingenommen werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel frühestens 4 Stunden nach der Einnahme von einem anderen Arzneimittel ein. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem Abstand von 4 Stunden zueinander eingenommen werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Hypercholesterinämie
Was ist das? - Definition Cholesterin ist zwar lebenswichtig, kann aber bei einem Zuviel die Gefäße schädigen. Besonders das sogenannte LDL-Cholesterin fördert Ablagerungen in den Gefäßwänden und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Oft bleibt die Störung lange unbemerkt und die Ärztin oder der Arzt entdeckt sie eher zufällig.
Krankheitsbild
Cholesterin ist ein fettähnlicher Stoff. Der Körper benötigt ihn, um zum Beispiel Zellen aufzubauen oder bestimme Hormon und Gallensäure zu produzieren. Cholesterin wird zu circa 80 Prozent von unserem Körper selbst hergestellt, hauptsächlich in der Leber. Nur einen kleinen Teil nehmen wir mit der Nahrung auf.
Um durch den Körper transportiert zu werden, heften sich die Blutfette an Eiweiß. Diese Verbindung nennt sich Lipoprotein (Lipo = Fett, Protein = Eiweiß). Es gibt zwei Hauptformen:
- LDL (Low Density Lipoprotein). Es transportier das Cholesterin zu den Zellen. Es kann sich in den Gefäßwänden ablagern und dort zu Verengungen führen. Umgangssprachlich heißt es deswegen auch schlechtes Cholesterin.
- HDL (High Density Lipoprotein). Es bring das Cholesterin zur Leber, wo es abgebaut wird. Deswegen heißt es auch gutes Cholesterin.
- Zu viel Cholesterin im Blut führt zu Ablagerungen in den Gefäßwänden und somit zu Verkalkung und Verhärtung der Gefäße: Arteriosklerose. Die Ursachen für erhöhte Cholesterinwerte sind vielfältig: Neben genetischen Einflüssen spielen Ernährung, Lebensstil und bestimmte Erkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenunterfunktion eine Rolle.
Symptome/Verlauf
Ein erhöhter Cholesterinspiegel macht keine Beschwerden. Deswegen bleibt er oft unbemerkt. Der Cholesterinspiegel wird durch eine Blutanalyse bestimmt. Es empfiehlt sich, den kostenlosen zweijährlichen Gesundheits-Check für Menschen ab 35 Jahren beim Hausarzt wahrzunehmen.
Da die Erkrankung schleichend verläuft, bleibt sie oft lange unbemerkt. Die eigentlichen Folgen zeigen sich erst später, etwa durch Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Folgen/Komplikationen
Die größte Gefahr bei erhöhtem Cholesterin liegt in der Arteriosklerose. Durch Ablagerungen in den Gefäßen kommt es zu deren Verengung, was die Durchblutung beeinträchtigt. Mögliche Komplikationen sind:
- -Herzinfarkt
- -Schlaganfall
- -Durchblutungsstörungen in den Beinen
- -Angina pectoris (Brustenge)
Besonders gefährdet sind Menschen mit weiteren Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes oder einer familiären Vorbelastung.
Ursachen/RisikofaktorenDie Ursachen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen:
- -Angeborene Fettstoffwechselstörungen, selten, aber oft mit sehr hohen Cholesterinwerten verbunden
- -Erworbene Hypercholesterinämie, meist durch ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel oder andere Erkrankungen
Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen:
- -fettreiche Ernährung, besonders tierische Fette
- -Übergewicht
- -Bewegungsmangel
- -Rauchen
- -Diabetes
- -Schilddrüsenunterfunktion
- -familiäre Vorbelastung
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
An erster Stelle steht eine Blutuntersuchung, um die Cholesterinwerte zu bestimmen. Liebt ein entsprechender Befund vor, berät er zu einer richtigen Ernährung und passender Bewegung. Reicht dies nicht aus, um die Cholesterinwerte spürbar zu senken, verschreibt er Medikamente. Zu der wichtigsten Gruppe zählen die sogenannten Statine.
Ob eine Behandlung notwendig ist und welche Zielwerte angestrebt werden sollten, hängt von dem Gesamtrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen des Patienten ab. Um diesen zu ermitteln, werden sämtliche zusätzlichen Risikofaktoren betrachtet:
Wissenschaftlich nachgewiesen, besonders günstig: eine mediterrane Ernährung. Sie besteht aus viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten. Auch der regelmäßige Verzehr von Nüssen, Olivenöl, Rapsöl und Leinöl wirkt sich positiv aus. Ebenfalls wichtig: wenig Fleisch und mindestens eine Fischmahlzeit pro Woche.
Ärzte raten zudem, Übergewicht zu reduzieren, sich regelmäßig zu bewegen und Stress abzubauen. Zusätzlich empfiehlt sich, nicht zu rauchen und nur wenig Alkohol zu trinken.
Grenzen der Selbsthilfe:
Wenn die Cholesterinwerte trotz Lebensstiländerung hoch bleiben oder bereits Gefäßschäden vorliegen, ist eine ärztliche Behandlung notwendig. Das gilt besonders, wenn gleichzeitig andere Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck auftreten. Auch bei familiärer Vorbelastung sollte frühzeitig medizinischer Rat eingeholt werden.
Viele Apotheken beraten zu einer gesunden Ernährung und bieten eine Messung des Cholesterinspiegels an. Sie informieren auch über rezeptfrei erhältliche Präparate, die sich positiv auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirken können.
Bearbeitungsstand: 07.10.2025
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Durchfall
Was ist das? - Definition Durchfall bezeichnet häufige, dünnflüssige Stuhlentleerungen, meist mehr als dreimal täglich. Er kann akut auftreten oder chronisch verlaufen. Oft ist er Begleiterscheinung einer Infektion, kann aber auch andere Ursachen haben.
Krankheitsbild
Durchfall ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Er tritt auf, wenn der Darm Wasser und Elektrolyte nicht ausreichend aufnehmen kann oder zu viel davon abgibt. Die Folge ist ein wässriger Stuhl. Man unterscheidet zwischen akutem Durchfall, der meist plötzlich beginnt und nur wenige Tage anhält, und chronischem Durchfall, der über Wochen oder Monate besteht.
Akuter Durchfall ist häufig infektiös bedingt und tritt oft in Zusammenhang mit verdorbenen Lebensmitteln auf. Chronischer Durchfall kann auf eine Grunderkrankung wie Reizdarm oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen hinweisen.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen:
- mehr als drei Stuhlentleerungen pro Tag
- wässriger oder breiiger Stuhl
- Bauchkrämpfe oder Blähungen
- Übelkeit oder Erbrechen
- Fieber bei infektiösem Verlauf
Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Akuter Durchfall klingt meist nach wenigen Tagen ab. Chronischer Durchfall kann schubweise oder dauerhaft auftreten. Bei starkem Flüssigkeitsverlust droht Austrocknung, besonders bei Kindern und älteren Menschen.
Folgen/Komplikationen
Die größte Gefahr bei Durchfall ist der Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten. Das kann zu Kreislaufproblemen, Schwäche und im Extremfall zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen.
Zu den weiteren Komplikationen zählen Störungen Nährstoffmangel bei längerem Verlauf, Reizung der Darmschleimhaut und eine Verstärkung bestehender Grunderkrankung.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Häufige Auslöser sind Virusinfektionen wie Norovirus oder Rotavirus, bakterielle Infektionen durch Salmonellen oder Campylobacter und Parasiten bei Reisen in vor allem tropische Regionen. Auch Lebensmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz, Medikamente wie Antibiotika oder Abführmittel, chronische Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa können zu Durchfall führen. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen mangelnde Hygiene, unreines Trinkwasser, Stress, bestimmte Ernährungsweisen oder eine geschwächte Immunabwehr.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Stuhluntersuchungen, Bluttests oder bildgebende Verfahren die Ursache klären. Bei Bedarf kommen Medikamente zum Einsatz, etwa Elektrolytlösungen, Mittel gegen Durchfall wie Loperamid bei nicht-infektiösem Verlauf oder Antibiotika bei bakteriellen Infektionen.
Das kann man selbst tun: Viel trinken, am besten Wasser oder Tee, leichte Kost wie Zwieback oder Reis und Verzicht auf fettige, süße oder stark gewürzte Speisen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn der Durchfall länger als drei Tage anhält, blutig ist, mit hohem Fieber oder starkem Flüssigkeitsverlust einhergeht. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Das gilt generell für Säuglinge und Kleinkinder sowie bereits geschwächte Patienten.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Juckreiz
Was ist das? - Definition Juckreiz ist ein unangenehmes Hautempfinden, das den Drang auslöst, sich zu kratzen. Er kann lokal begrenzt oder am ganzen Körper auftreten. Juckreiz ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, das viele Ursachen haben kann, von harmlosen Hautreizungen bis hin zu ernsthaften inneren Erkrankungen. Häufig tritt er vorübergehend auf, kann aber auch chronisch werden.
Krankheitsbild
Juckreiz entsteht durch die Reizung bestimmter Nervenfasern in der Haut. Diese senden Signale an das Gehirn, die es als Kribbeln oder Brennen wahrnimmt. Der Körper reagiert darauf mit dem Reflex, sich zu kratzen. Kurzfristig kann das Linderung verschaffen, langfristig jedoch die Haut zusätzlich reizen und schädigen. Juckreiz kann durch äußere Einflüsse wie Insektenstiche oder trockene Haut entstehen, aber auch durch innere Erkrankungen wie Leber- oder Nierenprobleme verursacht werden. Bei chronischem Juckreiz spricht man von Pruritus.
Symptome/Verlauf
Juckreiz kann sich unterschiedlich äußern. Typische Anzeichen sind:
- Kribbeln, Brennen oder Stechen auf der Haut
- Unwiderstehlicher Drang, sich zu kratzen
- Rötungen, Schwellungen oder Kratzspuren
- Trockene, schuppige oder entzündete Hautstellen
- Verstärkung des Juckreizes bei Wärme oder Stress
Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab. Akuter Juckreiz klingt meist nach kurzer Zeit ab, etwa nach einem Insektenstich. Chronischer Juckreiz kann über Wochen oder Monate bestehen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Häufig kommt es zu einem Teufelskreis aus Jucken und Kratzen, der die Haut weiter schädigt.
Folgen/Komplikationen
Anhaltender Juckreiz kann zu Hautverletzungen, Entzündungen und Infektionen führen. Durch ständiges Kratzen wird die Hautbarriere geschwächt. Es können sich Ekzeme oder chronische Hautveränderungen entwickeln. Auch psychische Belastungen wie Schlafstörungen, Reizbarkeit oder depressive Verstimmungen sind möglich. Besonders bei Kindern kann starker Juckreiz das Verhalten und die Konzentration beeinträchtigen.
Ursachen/Risikofaktoren
Juckreiz kann viele Auslöser besitzen. Zu den häufigen Ursachen zählen trockene Haut, allergische Reaktionen, Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, Insektenstiche sowie der Kontakt mit reizenden Stoffen oder bestimmte Medikamente. Auch innere Erkrankungen wie Leber- oder Nierenprobleme, Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen können Juckreiz verursachen. Psychische Faktoren wie Stress oder Angst verstärken oft das Empfinden. Risikofaktoren sind unter anderem Alter, chronische Erkrankungen, trockene Heizungsluft und unpassende Hautpflegeprodukte.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Befragung, Hautuntersuchung und gegebenenfalls Bluttests die Ursache klären. Je nach Befund kommen Antihistaminika, entzündungshemmende Wirkstoffe oder spezielle Pflegeprodukte zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Die Haut regelmäßig mit passenden Pflegepräparaten eincremen, besonders nach dem Duschen. Reizstoffe wie Duftstoffe oder aggressive Seifen meiden. Kühle Umschläge oder Bäder mit Haferzusätzen anwenden. Nach Möglichkeit die betroffenen Stellen nicht kratzen, sondern klopfen oder kühlen. Grenzen sind erreicht, wenn der Juckreiz länger als sechs Wochen anhält, sehr stark ist oder mit anderen Symptomen wie Hautveränderungen, Fieber oder Gewichtsverlust einhergeht. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 09.01.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.