LIRAGLUTID Cipla 6 mg/ml Inj.-Lösung i.e.Fertigpen
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Pharmazeutische Informationen
Injektionslösung — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 20229561
- Darreichungsform:
- Injektionslösung
- Wirkstoffstärke:
- 6 mg
- Marke:
- LIRAGLUTID
- Hersteller:
- Cipla Europe NV
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRLagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Das Arzneimittel wird zur Gewichtsregulierung gegeben, wenn gleichzeitig eine kalorienreduzierte Ernährung und verstärkte körperliche Aktivität eingehalten wird.
Übergewicht
Was ist das? - Definition Übergewicht entsteht, wenn Menschen über längere Zeit mehr Energie aufnehmen als sie verbrauchen. Allerdings sind nicht allein die Essgewohnheiten ausschlaggebend: Auch Veranlagung, Hormone, Medikamente oder emotionale Belastungen können bei der Entstehung von Übergewicht eine Rolle spielen. Experten unterscheiden zwischen normalem Übergewicht und Fettleibigkeit. Die sogenannte Adipositas ist als Krankheit anerkannt.
Krankheitsbild
Übergewicht entsteht, wenn Menschen über längere Zeit mehr Energie aufnehmen als sie verbrauchen. Allerdings sind nicht allein die Essgewohnheiten ausschlaggebend: Auch Veranlagung, Hormone, Medikamente oder emotionale Belastungen können bei der Entstehung von Übergewicht eine Rolle spielen. Experten unterscheiden zwischen normalem Übergewicht und Fettleibigkeit. Die sogenannte Adipositas ist als Krankheit anerkannt.
Symptome/Verlauf
Übergewicht lässt sich nicht allein durch das Gewicht einer Person beurteilen. Es gibt verschiedene Maße, mit deren Hilfe man die Ausprägung von Übergewicht bestimmen kann. Dazu gehört zum Beispiel der sogenannte Body Mass Index (BMI). Der BMI errechnet sich folgendermaßen: BMI = Körpergewicht (in kg) geteilt durch Körpergröße2 (in m2). Bei einem BMI von über 25 spricht man von Übergewicht. Ein BMI von über 30 gilt als Adipositas. Allerdings sagt der BMI nichts über Fettmasse und Fettverteilung aus. Als weiteres Maß zur Beurteilung von Übergewicht wird daher zum Beispiel der Taillenumfang genutzt.
Übergewicht kann - vor allem, wenn es lange besteht oder stark ausgeprägt ist - körperliche und psychische Beschwerden mit sich bringen. Häufig entwickeln sich Probleme schleichend über Jahre. Mögliche Beschwerden sind: Kurzatmigkeit bei Belastung, Verdauungsstörungen wie Völlegefühl oder Sodbrennen, Gelenkbeschwerden, Schlafprobleme bis hin zu Schlafapnoe (Atemaussetzer), Selbstwertprobleme bis hin zu sozialem Rückzug. Nicht alle Menschen mit Übergewicht haben Beschwerden. Doch mit zunehmendem Gewicht steigt das Risiko für Beschwerden und weitergehende Komplikationen. Je früher gegengesteuert wird, desto besser lassen sich Spätfolgen vermeiden.
Folgen/Komplikationen
Leichtes Übergewicht von einigen Kilogramm hat in der Regel wenige Auswirkungen, wenn sich Menschen gut ernähren und ausreichend bewegen. Auch Menschen mit deutlich erhöhtem Gewicht können sich fit fühlen und zunächst keine gesundheitlichen Einschränkungen haben. Allerdings steigt mit dem Übergewicht das Risiko für ernstzunehmende Folgeerkrankungen. Zu den möglichen Folgeerkrankungen zählen:
- Bluthochdruck und erhöhte Blutfette
- Typ-2-Diabetes (insulinresistente Stoffwechsellage)
- Nicht-alkoholische Fettleber (NAFLD)
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall
- Gelenkverschleiß, z.B. Arthrose oder Rückenschmerzen
- Schlafapnoe und andere Atemprobleme
- Psychische Belastungen, z. B. depressive Verstimmungen oder soziale Isolation
Schon eine moderate Gewichtsreduktion von etwa fünf bis zehn Prozent kann viele dieser Risiken spürbar senken.
Ursachen/Risikofaktoren
Übergewicht entwickelt sich in der Regel schleichend. An Adipositas (Fettleibigkeit) leiden viele Betroffene schon von klein an. Sie gilt heute als chronische Erkrankung. Häufig entstehen Übergewicht und Adipositas durch ein Zusammentreffen von falscher Ernährung, genetischen, hormonellen, psychischen und umweltbedingten Faktoren, zum Beispiel:
- Energiereiche Ernährung, zum Beispiel mit viel Fett und Zucker
- Bewegungsmangel im Alltag
- Genetische Veranlagung (Kalorienverbrauch, Hungergefühl und Fettspeicherung sind individuell unterschiedlich)
- Hormonelle Einflüsse: Schilddrüsenunterfunktion, Insulinresistenz, hormonelle Veränderungen in Schwangerschaft oder Wechseljahr können Übergewicht fördern.
- Medikamente: Kortison, Antidepressiva, Neuroleptika können Übergewicht fördern.
- Chronischer Stress oder Schlafmangel
- Essstörungen oder emotionales Essen
- Psychische Erkrankungen, z. B. Depressionen oder Traumafolgestörungen
- Soziales Umfeld, Ernährungsgewohnheiten in der Kindheit, Werbung für ungesunde Lebensmittel
Das kann helfen:
Das kann man selbst tun:
Wer ein paar Kilo abnehmen möchte, sollte zunächst versuchen, sich ausgewogen zu ernähren und die Energieaufnahme etwas zu reduzieren: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, gute Öle, hin und wieder Milch- und Fleischprodukte sowie wenig Zucker und verarbeitete Lebensmittel sind ein guter Anfang. Ob man lieber am Fett oder an Kohlenhydraten spart, spielt keine so große Rolle. Wichtig ist, dass man sich mit der Ernährungsweise wohl fühlt und auf lange Sicht zurechtkommt. Kurzfristige Diäten helfen hingegen kaum und fördern zum Teil sogar eine Gewichtszunahme. Regelmäßige Bewegung kann das Gewichtsmanagement unterstützen. Dabei wirkt eine Kombination aus mehr Bewegung im Alltag, Ausdauer- und Krafttraining am besten.
Das macht der Arzt:
Bei starkem Übergewicht (Adipositas) kann der Arzt eine Ernährungsberatung verschreiben, um eine Ernährungsumstellung zu erleichtern. Ebenfalls auf Kassenleistung gibt es sogenannte Digitale Gesundheitsangebote (DiGAs): Diese Apps unterstützen mit Tipps zu Ernährung, Bewegung und Psyche. Medikamente wie sogenannte GLP-1-Rezeptoragonisten können beim Abnehmen unterstützen. Diese müssen Patienten für die Adipositasbehandlung in Deutschland allerdings selbst zahlen. Bei stark ausgeprägter Adipositas kommen auch bariatrische Operationen (z. B. Magenbypass oder Schlauchmagen) in Frage.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Injektionslösung — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 20229561
- Darreichungsform:
- Injektionslösung
- Wirkstoffstärke:
- 6 mg
- Marke:
- LIRAGLUTID
- Hersteller:
- Cipla Europe NV
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRLagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Das Arzneimittel wird zur Gewichtsregulierung gegeben, wenn gleichzeitig eine kalorienreduzierte Ernährung und verstärkte körperliche Aktivität eingehalten wird.
Übergewicht
Was ist das? - Definition Übergewicht entsteht, wenn Menschen über längere Zeit mehr Energie aufnehmen als sie verbrauchen. Allerdings sind nicht allein die Essgewohnheiten ausschlaggebend: Auch Veranlagung, Hormone, Medikamente oder emotionale Belastungen können bei der Entstehung von Übergewicht eine Rolle spielen. Experten unterscheiden zwischen normalem Übergewicht und Fettleibigkeit. Die sogenannte Adipositas ist als Krankheit anerkannt.
Krankheitsbild
Übergewicht entsteht, wenn Menschen über längere Zeit mehr Energie aufnehmen als sie verbrauchen. Allerdings sind nicht allein die Essgewohnheiten ausschlaggebend: Auch Veranlagung, Hormone, Medikamente oder emotionale Belastungen können bei der Entstehung von Übergewicht eine Rolle spielen. Experten unterscheiden zwischen normalem Übergewicht und Fettleibigkeit. Die sogenannte Adipositas ist als Krankheit anerkannt.
Symptome/Verlauf
Übergewicht lässt sich nicht allein durch das Gewicht einer Person beurteilen. Es gibt verschiedene Maße, mit deren Hilfe man die Ausprägung von Übergewicht bestimmen kann. Dazu gehört zum Beispiel der sogenannte Body Mass Index (BMI). Der BMI errechnet sich folgendermaßen: BMI = Körpergewicht (in kg) geteilt durch Körpergröße2 (in m2). Bei einem BMI von über 25 spricht man von Übergewicht. Ein BMI von über 30 gilt als Adipositas. Allerdings sagt der BMI nichts über Fettmasse und Fettverteilung aus. Als weiteres Maß zur Beurteilung von Übergewicht wird daher zum Beispiel der Taillenumfang genutzt.
Übergewicht kann - vor allem, wenn es lange besteht oder stark ausgeprägt ist - körperliche und psychische Beschwerden mit sich bringen. Häufig entwickeln sich Probleme schleichend über Jahre. Mögliche Beschwerden sind: Kurzatmigkeit bei Belastung, Verdauungsstörungen wie Völlegefühl oder Sodbrennen, Gelenkbeschwerden, Schlafprobleme bis hin zu Schlafapnoe (Atemaussetzer), Selbstwertprobleme bis hin zu sozialem Rückzug. Nicht alle Menschen mit Übergewicht haben Beschwerden. Doch mit zunehmendem Gewicht steigt das Risiko für Beschwerden und weitergehende Komplikationen. Je früher gegengesteuert wird, desto besser lassen sich Spätfolgen vermeiden.
Folgen/Komplikationen
Leichtes Übergewicht von einigen Kilogramm hat in der Regel wenige Auswirkungen, wenn sich Menschen gut ernähren und ausreichend bewegen. Auch Menschen mit deutlich erhöhtem Gewicht können sich fit fühlen und zunächst keine gesundheitlichen Einschränkungen haben. Allerdings steigt mit dem Übergewicht das Risiko für ernstzunehmende Folgeerkrankungen. Zu den möglichen Folgeerkrankungen zählen:
- Bluthochdruck und erhöhte Blutfette
- Typ-2-Diabetes (insulinresistente Stoffwechsellage)
- Nicht-alkoholische Fettleber (NAFLD)
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall
- Gelenkverschleiß, z.B. Arthrose oder Rückenschmerzen
- Schlafapnoe und andere Atemprobleme
- Psychische Belastungen, z. B. depressive Verstimmungen oder soziale Isolation
Schon eine moderate Gewichtsreduktion von etwa fünf bis zehn Prozent kann viele dieser Risiken spürbar senken.
Ursachen/Risikofaktoren
Übergewicht entwickelt sich in der Regel schleichend. An Adipositas (Fettleibigkeit) leiden viele Betroffene schon von klein an. Sie gilt heute als chronische Erkrankung. Häufig entstehen Übergewicht und Adipositas durch ein Zusammentreffen von falscher Ernährung, genetischen, hormonellen, psychischen und umweltbedingten Faktoren, zum Beispiel:
- Energiereiche Ernährung, zum Beispiel mit viel Fett und Zucker
- Bewegungsmangel im Alltag
- Genetische Veranlagung (Kalorienverbrauch, Hungergefühl und Fettspeicherung sind individuell unterschiedlich)
- Hormonelle Einflüsse: Schilddrüsenunterfunktion, Insulinresistenz, hormonelle Veränderungen in Schwangerschaft oder Wechseljahr können Übergewicht fördern.
- Medikamente: Kortison, Antidepressiva, Neuroleptika können Übergewicht fördern.
- Chronischer Stress oder Schlafmangel
- Essstörungen oder emotionales Essen
- Psychische Erkrankungen, z. B. Depressionen oder Traumafolgestörungen
- Soziales Umfeld, Ernährungsgewohnheiten in der Kindheit, Werbung für ungesunde Lebensmittel
Das kann helfen:
Das kann man selbst tun:
Wer ein paar Kilo abnehmen möchte, sollte zunächst versuchen, sich ausgewogen zu ernähren und die Energieaufnahme etwas zu reduzieren: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, gute Öle, hin und wieder Milch- und Fleischprodukte sowie wenig Zucker und verarbeitete Lebensmittel sind ein guter Anfang. Ob man lieber am Fett oder an Kohlenhydraten spart, spielt keine so große Rolle. Wichtig ist, dass man sich mit der Ernährungsweise wohl fühlt und auf lange Sicht zurechtkommt. Kurzfristige Diäten helfen hingegen kaum und fördern zum Teil sogar eine Gewichtszunahme. Regelmäßige Bewegung kann das Gewichtsmanagement unterstützen. Dabei wirkt eine Kombination aus mehr Bewegung im Alltag, Ausdauer- und Krafttraining am besten.
Das macht der Arzt:
Bei starkem Übergewicht (Adipositas) kann der Arzt eine Ernährungsberatung verschreiben, um eine Ernährungsumstellung zu erleichtern. Ebenfalls auf Kassenleistung gibt es sogenannte Digitale Gesundheitsangebote (DiGAs): Diese Apps unterstützen mit Tipps zu Ernährung, Bewegung und Psyche. Medikamente wie sogenannte GLP-1-Rezeptoragonisten können beim Abnehmen unterstützen. Diese müssen Patienten für die Adipositasbehandlung in Deutschland allerdings selbst zahlen. Bei stark ausgeprägter Adipositas kommen auch bariatrische Operationen (z. B. Magenbypass oder Schlauchmagen) in Frage.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.