LUCENTIS 10 mg/ml Injekt.-Lsg.2,3mg Durchstechfl.
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Pharmazeutische Informationen
Injektionslösung — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 16884691
- Darreichungsform:
- Injektionslösung (Injektionslösung)
- Packungsgröße:
- 1 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 10 mg
- Marke:
- LUCENTIS
- Hersteller:
- Abacus Medicine A/S
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Anwendung sollte nur durch Fachpersonal erfolgen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu erhöhtem Augeninnendruck, vorübergehender Erblindung, verringerter Sehschärfe, Hornhautschwellungen sowie zu Augenschmerzen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Der zeitliche Abstand zwischen zwei Injektionen in dasselbe Auge sollte mindestens 4 Wochen betragen.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Altersbedingte feuchte Makuladegeneration
- Makulaödem (Veränderung der Netzhaut) durch Diabetes mellitus
- Netzhauterkrankung am Auge mit Gewebswucherung bei Diabetes (proliferative diabetische Retinopathie)
- Makulaödem (Veränderung der Netzhaut) durch Venenverschluss
- Chorioidale Neovaskularisation (Neubildung von Blutgefäßen in der Netzhaut)
- Erkrankung der Netzhaut im Auge bei Frühgeborenen
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff des Arzneimittels ist Ranibizumab. Ranibizumab gehört zu der Gruppe der Angiogenesehemmer, die die Ausbildung neuer Blutgefäße durch Blockade der entsprechenden Wachstumsfaktoren hemmen.
Nebenwirkungen
- Nasen-Rachenraum-Entzündung
- Kopfschmerzen
- Glaskörperentzündung
- Glaskörperabhebung
- Blutungen im Auge
- Beeinträchtigung des Sehvermögens
- Augenschmerzen
- Erscheinen von kleinen Partikeln oder Punkten im Sichtfeld
- Augenirritationen
- Fremdkörpergefühl im Auge
- Tränendes Auge
- Lidrandentzündung
- Trockenes Auge
- Augenrötung
- Juckreiz am Auge
- Gelenkschmerzen
- Erhöhung des Augeninnendrucks
- Harnwegsinfektionen
- Anämie (Blutarmut)
- Immunologische Überempfindlichkeit
- Angstzustände
- Netzhautveränderungen
- Funktionsstörungen der Netzhaut
- Netzhautablösung
- Netzhauteinriss
- Abhebung des retinalen Pigmentepithels (äußere Schicht der Netzhaut)
- Einriss des retinalen Pigmentepithels (äußere Schicht der Netzhaut)
- Sehverschlechterung
- Funktionsstörungen des Glaskörpers
- Gefäßhautentzündungen
- Irisentzündung (Entzündung der Regenbogenhaut)
- Iridozyklitis (Entzündung der Regenbogenhaut und des Ziliarkörpers)
- Linsentrübung (Katarakt)
- Hornhautentzündung
- Hornhautabschürfung
- Augenreizungen
- Blutungen an der Einstichstelle
- Bindehautentzündung
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit am Auge
- Augenbeschwerden
- Lidödem (Lidschwellung)
- Lidschmerzen
- Husten
- Übelkeit
- Allergische Reaktionen
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
- Juckreiz
- Hautrötung
- Erblindung
- Entzündung des Augeninneren
- Ansammlung von Eiter im vorderen Augenbereich
- Hornhautschäden
- Veränderung der Regenbogenhaut
- Ablagerungen auf der Hornhaut
- Schwellung der Hornhaut am Auge
- Hornhautstreifen
- Schmerzen an der Einstichstelle
- Reizungen an der Einstichstelle
- Missempfindungen am Auge
- Lidreizungen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Augeninfektionen oder Infektionen in der Augenumgebung
- Schwere Augenentzündungen
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- im Kühlschrank
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wird das Arzneimittel unter Lichtschutz bei Raumtemperatur bis 25°C aufbewahrt, darf es höchstens 24 Stunden verwendet werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Altersbedingte Makuladegeneration
Was ist das? - Definition Die altersbedingte Makuladegeneration ist eine Erkrankung der Netzhaut im Auge, bei der die zentrale Sehschärfe nachlässt. Betroffene sehen unscharf oder verzerrt, während das äußere Gesichtsfeld meist erhalten bleibt. Sie ist eine der häufigsten Ursachen für Sehverlust im höheren Lebensalter.
Krankheitsbild
Die Makuladegeneration betrifft die Makula, den Bereich der Netzhaut, der für das scharfe Sehen zuständig ist. Mit zunehmendem Alter kommt es zu Veränderungen, die das zentrale Sehen beeinträchtigen. Es gibt eine trockene und eine feuchte Form, wobei die feuchte Variante schneller fortschreitet und schwerere Schäden verursacht.
Symptome/Verlauf
Die Erkrankung entwickelt sich oft schleichend. Anfangs fällt das Lesen oder Erkennen von Details schwer. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Verschwommenes Sehen im Zentrum
- Verzerrte Linien oder Formen
- Schwierigkeiten beim Lesen trotz Brille
- Probleme beim Erkennen von Gesichtern
Der Verlauf hängt von der Form ab. Die trockene Form schreitet langsam voran, die feuchte kann innerhalb weniger Wochen zu deutlichem Sehverlust führen.
Folgen/Komplikationen
Die zentrale Sehschärfe geht verloren, was den Alltag stark einschränkt. Lesen, Autofahren oder das Erkennen von Details wird unmöglich. Das äußere Gesichtsfeld bleibt meist erhalten, sodass Orientierung im Raum möglich bleibt. Komplikationen entstehen vor allem durch die feuchte Form, die zu raschem Verlust der Sehkraft führen kann.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist das Alter. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen eine genetische Veranlagung, Rauchen, ungesunde Ernährung, hoher Blutdruck und andere Vorerkrankungen der Augen. Diese Faktoren können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich die Erkrankung entwickelt oder schneller fortschreitet.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Untersuchungen die Erkrankung feststellen und je nach Form behandeln. Bei der feuchten Form kommen in das Auge injizierte Medikamente zum Einsatz, die das Wachstum neuer Gefäße hemmen. Zudem helfen spezielle Sehhilfen oder in schweren Fällen auch operative Eingriffe.
Das kann man selbst tun: Eine gesunde Ernährung und der Verzicht auf Rauchen beugen vor. Auch die Einnahme von Carotinoiden wie Lutein und Zeaxanthin kann unter Umständen präventiv wirken. Grenzen liegen dort, wo der Sehverlust bereits stark ist. In solchen Fällen ist ärztliche Hilfe notwendig, da Selbstmaßnahmen nicht ausreichen.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Diabetische Retinopathie
Was ist das? - Definition Die diabetische Retinopathie ist eine Folgeerkrankung von Diabetes, bei der dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte die kleinen Blutgefäße der Netzhaut schädigen. Dies kann zu Sehstörungen bis hin zur Erblindung führen. Die Erkrankung entwickelt sich meist schleichend und bleibt im Frühstadium oft unbemerkt. Regelmäßige Augenuntersuchungen sind entscheidend für eine frühzeitige Erkennung und Behandlung.
Krankheitsbild
Die diabetische Retinopathie betrifft die Netzhaut im hinteren Teil des Auges. Durch die Schädigung der Blutgefäße kommt es zu Undichtigkeiten, Schwellungen und im fortgeschrittenen Stadium zur Bildung neuer, krankhafter Gefäße. Man unterscheidet zwischen der nicht-proliferativen und der proliferativen Form. Letztere ist besonders gefährlich, da sie zu Blutungen, Narbenbildung und Netzhautablösung führen kann. Auch ein Makulaödem, das die zentrale Sehschärfe beeinträchtigt, ist möglich.
Symptome/Verlauf
Im Frühstadium treten meist keine Beschwerden auf. Mit Fortschreiten der Erkrankung können folgende Symptome auftreten:
- Verschwommenes oder verzerrtes Sehen
- Schwierigkeiten beim Sehen in der Dunkelheit
- Flecken oder Schatten im Sichtfeld
- Veränderte Farbwahrnehmung
- Plötzlicher Sehverlust
Der Verlauf hängt stark von der Blutzuckereinstellung und der Dauer der Diabeteserkrankung ab. Ohne Behandlung kann die Retinopathie zu dauerhaften Schäden führen.
Folgen/Komplikationen
Bleibt die Erkrankung unbehandelt, drohen schwerwiegende Komplikationen. Dazu zählen dauerhafte Sehbehinderung, Netzhautablösung und ein erhöhter Augeninnendruck, der zu einem Glaukom (grüner Star) führen kann. In fortgeschrittenen Fällen droht sogar eine vollständige Erblindung.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, lange Diabetesdauer, Schwangerschaft, genetische Veranlagung und Rauchen. Auch bestimmte ethnische Gruppen besitzen ein erhöhtes Risiko. Je länger Diabetes besteht und je schlechter er eingestellt ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für eine Retinopathie.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Je nach Stadium kommen Laserbehandlungen, Injektionen in den Glaskörper mit bestimmten Wirkstoffen oder eine Entfernung des Glaskörpers und dem Einbringen einer Ersatzsubstanz infrage. Ziel ist es, das Fortschreiten zu stoppen und Sehvermögen zu erhalten.
Das kann man selbst tun: Blutzucker gut einstellen, regelmäßig zur Augenuntersuchung gehen, gesunde Ernährung und Bewegung fördern die Augengesundheit. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn Sehstörungen auftreten oder sich verschlimmern. Dann ist eine augenärztliche Behandlung dringend erforderlich.
Bearbeitungsstand: 31.10.2025
Quellenangaben:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Injektionslösung — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 16884691
- Darreichungsform:
- Injektionslösung (Injektionslösung)
- Packungsgröße:
- 1 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 10 mg
- Marke:
- LUCENTIS
- Hersteller:
- Abacus Medicine A/S
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Anwendung sollte nur durch Fachpersonal erfolgen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu erhöhtem Augeninnendruck, vorübergehender Erblindung, verringerter Sehschärfe, Hornhautschwellungen sowie zu Augenschmerzen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Der zeitliche Abstand zwischen zwei Injektionen in dasselbe Auge sollte mindestens 4 Wochen betragen.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Altersbedingte feuchte Makuladegeneration
- Makulaödem (Veränderung der Netzhaut) durch Diabetes mellitus
- Netzhauterkrankung am Auge mit Gewebswucherung bei Diabetes (proliferative diabetische Retinopathie)
- Makulaödem (Veränderung der Netzhaut) durch Venenverschluss
- Chorioidale Neovaskularisation (Neubildung von Blutgefäßen in der Netzhaut)
- Erkrankung der Netzhaut im Auge bei Frühgeborenen
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff des Arzneimittels ist Ranibizumab. Ranibizumab gehört zu der Gruppe der Angiogenesehemmer, die die Ausbildung neuer Blutgefäße durch Blockade der entsprechenden Wachstumsfaktoren hemmen.
Nebenwirkungen
- Nasen-Rachenraum-Entzündung
- Kopfschmerzen
- Glaskörperentzündung
- Glaskörperabhebung
- Blutungen im Auge
- Beeinträchtigung des Sehvermögens
- Augenschmerzen
- Erscheinen von kleinen Partikeln oder Punkten im Sichtfeld
- Augenirritationen
- Fremdkörpergefühl im Auge
- Tränendes Auge
- Lidrandentzündung
- Trockenes Auge
- Augenrötung
- Juckreiz am Auge
- Gelenkschmerzen
- Erhöhung des Augeninnendrucks
- Harnwegsinfektionen
- Anämie (Blutarmut)
- Immunologische Überempfindlichkeit
- Angstzustände
- Netzhautveränderungen
- Funktionsstörungen der Netzhaut
- Netzhautablösung
- Netzhauteinriss
- Abhebung des retinalen Pigmentepithels (äußere Schicht der Netzhaut)
- Einriss des retinalen Pigmentepithels (äußere Schicht der Netzhaut)
- Sehverschlechterung
- Funktionsstörungen des Glaskörpers
- Gefäßhautentzündungen
- Irisentzündung (Entzündung der Regenbogenhaut)
- Iridozyklitis (Entzündung der Regenbogenhaut und des Ziliarkörpers)
- Linsentrübung (Katarakt)
- Hornhautentzündung
- Hornhautabschürfung
- Augenreizungen
- Blutungen an der Einstichstelle
- Bindehautentzündung
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit am Auge
- Augenbeschwerden
- Lidödem (Lidschwellung)
- Lidschmerzen
- Husten
- Übelkeit
- Allergische Reaktionen
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
- Juckreiz
- Hautrötung
- Erblindung
- Entzündung des Augeninneren
- Ansammlung von Eiter im vorderen Augenbereich
- Hornhautschäden
- Veränderung der Regenbogenhaut
- Ablagerungen auf der Hornhaut
- Schwellung der Hornhaut am Auge
- Hornhautstreifen
- Schmerzen an der Einstichstelle
- Reizungen an der Einstichstelle
- Missempfindungen am Auge
- Lidreizungen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Augeninfektionen oder Infektionen in der Augenumgebung
- Schwere Augenentzündungen
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- im Kühlschrank
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wird das Arzneimittel unter Lichtschutz bei Raumtemperatur bis 25°C aufbewahrt, darf es höchstens 24 Stunden verwendet werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Altersbedingte Makuladegeneration
Was ist das? - Definition Die altersbedingte Makuladegeneration ist eine Erkrankung der Netzhaut im Auge, bei der die zentrale Sehschärfe nachlässt. Betroffene sehen unscharf oder verzerrt, während das äußere Gesichtsfeld meist erhalten bleibt. Sie ist eine der häufigsten Ursachen für Sehverlust im höheren Lebensalter.
Krankheitsbild
Die Makuladegeneration betrifft die Makula, den Bereich der Netzhaut, der für das scharfe Sehen zuständig ist. Mit zunehmendem Alter kommt es zu Veränderungen, die das zentrale Sehen beeinträchtigen. Es gibt eine trockene und eine feuchte Form, wobei die feuchte Variante schneller fortschreitet und schwerere Schäden verursacht.
Symptome/Verlauf
Die Erkrankung entwickelt sich oft schleichend. Anfangs fällt das Lesen oder Erkennen von Details schwer. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Verschwommenes Sehen im Zentrum
- Verzerrte Linien oder Formen
- Schwierigkeiten beim Lesen trotz Brille
- Probleme beim Erkennen von Gesichtern
Der Verlauf hängt von der Form ab. Die trockene Form schreitet langsam voran, die feuchte kann innerhalb weniger Wochen zu deutlichem Sehverlust führen.
Folgen/Komplikationen
Die zentrale Sehschärfe geht verloren, was den Alltag stark einschränkt. Lesen, Autofahren oder das Erkennen von Details wird unmöglich. Das äußere Gesichtsfeld bleibt meist erhalten, sodass Orientierung im Raum möglich bleibt. Komplikationen entstehen vor allem durch die feuchte Form, die zu raschem Verlust der Sehkraft führen kann.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist das Alter. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen eine genetische Veranlagung, Rauchen, ungesunde Ernährung, hoher Blutdruck und andere Vorerkrankungen der Augen. Diese Faktoren können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich die Erkrankung entwickelt oder schneller fortschreitet.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Untersuchungen die Erkrankung feststellen und je nach Form behandeln. Bei der feuchten Form kommen in das Auge injizierte Medikamente zum Einsatz, die das Wachstum neuer Gefäße hemmen. Zudem helfen spezielle Sehhilfen oder in schweren Fällen auch operative Eingriffe.
Das kann man selbst tun: Eine gesunde Ernährung und der Verzicht auf Rauchen beugen vor. Auch die Einnahme von Carotinoiden wie Lutein und Zeaxanthin kann unter Umständen präventiv wirken. Grenzen liegen dort, wo der Sehverlust bereits stark ist. In solchen Fällen ist ärztliche Hilfe notwendig, da Selbstmaßnahmen nicht ausreichen.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Diabetische Retinopathie
Was ist das? - Definition Die diabetische Retinopathie ist eine Folgeerkrankung von Diabetes, bei der dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte die kleinen Blutgefäße der Netzhaut schädigen. Dies kann zu Sehstörungen bis hin zur Erblindung führen. Die Erkrankung entwickelt sich meist schleichend und bleibt im Frühstadium oft unbemerkt. Regelmäßige Augenuntersuchungen sind entscheidend für eine frühzeitige Erkennung und Behandlung.
Krankheitsbild
Die diabetische Retinopathie betrifft die Netzhaut im hinteren Teil des Auges. Durch die Schädigung der Blutgefäße kommt es zu Undichtigkeiten, Schwellungen und im fortgeschrittenen Stadium zur Bildung neuer, krankhafter Gefäße. Man unterscheidet zwischen der nicht-proliferativen und der proliferativen Form. Letztere ist besonders gefährlich, da sie zu Blutungen, Narbenbildung und Netzhautablösung führen kann. Auch ein Makulaödem, das die zentrale Sehschärfe beeinträchtigt, ist möglich.
Symptome/Verlauf
Im Frühstadium treten meist keine Beschwerden auf. Mit Fortschreiten der Erkrankung können folgende Symptome auftreten:
- Verschwommenes oder verzerrtes Sehen
- Schwierigkeiten beim Sehen in der Dunkelheit
- Flecken oder Schatten im Sichtfeld
- Veränderte Farbwahrnehmung
- Plötzlicher Sehverlust
Der Verlauf hängt stark von der Blutzuckereinstellung und der Dauer der Diabeteserkrankung ab. Ohne Behandlung kann die Retinopathie zu dauerhaften Schäden führen.
Folgen/Komplikationen
Bleibt die Erkrankung unbehandelt, drohen schwerwiegende Komplikationen. Dazu zählen dauerhafte Sehbehinderung, Netzhautablösung und ein erhöhter Augeninnendruck, der zu einem Glaukom (grüner Star) führen kann. In fortgeschrittenen Fällen droht sogar eine vollständige Erblindung.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, lange Diabetesdauer, Schwangerschaft, genetische Veranlagung und Rauchen. Auch bestimmte ethnische Gruppen besitzen ein erhöhtes Risiko. Je länger Diabetes besteht und je schlechter er eingestellt ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für eine Retinopathie.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Je nach Stadium kommen Laserbehandlungen, Injektionen in den Glaskörper mit bestimmten Wirkstoffen oder eine Entfernung des Glaskörpers und dem Einbringen einer Ersatzsubstanz infrage. Ziel ist es, das Fortschreiten zu stoppen und Sehvermögen zu erhalten.
Das kann man selbst tun: Blutzucker gut einstellen, regelmäßig zur Augenuntersuchung gehen, gesunde Ernährung und Bewegung fördern die Augengesundheit. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn Sehstörungen auftreten oder sich verschlimmern. Dann ist eine augenärztliche Behandlung dringend erforderlich.
Bearbeitungsstand: 31.10.2025
Quellenangaben:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.