MARCOUMAR Tabletten
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Pharmazeutische Informationen
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 13631050
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Marke:
- MARCOUMAR
- Hersteller:
- ACA Müller/ADAG Pharma AG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Nehmen Sie das Arzneimittel unzerkaut mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es eventuell zu Blutungen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Behandlung von Thrombose
- Behandlung von Embolie
- Vorbeugung von Thrombose
- Vorbeugung von Embolie
- Herzinfarkt
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff hat eine blutgerinnungshemmende Wirkung und stammt aus der Gruppe der Cumarine. Er hemmt in der Leber die Vitamin K-abhängige Produktion der Blutgerinnungsfaktoren. Die blutgerinnungshemmende Wirkung tritt erst mit Verzögerung ein, d. h. erst wenn die Konzentration der im Blut bereits vorhandenen Gerinnungsfaktoren unter einen bestimmten Wert absinkt, wird die verringerte oder fehlende Neubildung in der Leber bemerkbar und die blutgerinnungshemmende Wirkung setzt ein.
Nebenwirkungen
- Blutungen
- - Blutungen im Bereich des Rückenmarks und Gehirns
- - Blutungen im Magen-Darm-Trakt
- - Blutungen im Bereich des Brustkorbs und der Atemwege
- - Blutungen im Bereich der Harn- und Geschlechtsorgane
- - Blutungen der Gebärmutter
- - Blutansammlung im Brustkorb
- - Blutungen im Bereich der Leber und der Gallenblase
- - Blutungen im Bereich des Auges
- Brennende Schmerzen in den Großzehen mit gleichzeitiger Verfärbung der Großzehen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Blutgerinnungsstörung mit erhöhter Blutungsneigung (Hämorrhagische Diathese)
- Schwere Leberparenchymerkrankung
- Chronisch eingeschränkte Nierenfunktion
- Thrombozytopenie (Verminder der Anzahl der Blutplättchen)
- Blutungsgefahr (z.B. durch Blutgefäßläsion)
- Schlaganfall (akut)
- Herzinnenhautentzündung (Endokarditis)
- Herzbeutelentzündung (Perikarditis)
- Hirngefäßerweiterung
- Aufspaltung (Dissektion) der Gefäßwände der Hauptschlagader (Aorta)
- Geschwüre im Verdauungstrakt
- Augenoperationen
- Erkrankungen der Netzhaut des Auges (Retinopathie)
- Verletzung oder Operation am Zentralnervensystem
- Auftreten von brennenden Schmerzen in den Großzehen mit gleichzeitiger Verfärbung (purple toes) unter der Einnahme
- Lungentuberkulose
- Zustand nach urologischen Operationen, so lange eine Blutungsneigung (Makrohämaturie) besteht
- Offene Wunden (auch nach Operationen)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 14 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Geben Sie vor einer Operation - dazu zählen auch kleinere Eingriffe wie z.B. das Ziehen eines Zahnes - die Einnahme/Anwendung des Arzneimittels an, da die Blutungszeit verlängert sein kann.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Auf Grapefruit sowie Grapefruit-Zubereitungen soll während der Behandlung mit dem Medikament vollständig verzichtet werden.
Tiefe Venenthrombose
Was ist das? - Definition Eine tiefe Venenthrombose ist ein Blutgerinnsel, das sich in einer tiefen Vene bildet, meist im Bein. Es kann den Blutfluss behindern und zu Schmerzen und Schwellungen führen. Gefährlich wird es, wenn sich das Gerinnsel löst und in die Lunge wandert, was eine lebensbedrohliche Lungenembolie auslösen kann. Die Erkrankung erfordert rasche medizinische Abklärung und Behandlung.
Krankheitsbild
Die tiefe Venenthrombose gehört zur Gruppe der sogenannten venösen Thromboembolien. Sie entsteht meist in den tiefen Beinvenen, seltener in den Armen oder im Becken. Das Gerinnsel blockiert den Blutfluss teilweise oder vollständig. Die betroffene Vene liegt tief im Muskelgewebe und ist nicht sichtbar. Die Erkrankung kann akut auftreten und bleibt manchmal lange unbemerkt. Besonders gefährdet sind Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit, nach Operationen oder mit bestimmten Vorerkrankungen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich oft innerhalb weniger Stunden oder Tage. Typische Symptome sind:
- Schmerzen und Druckempfindlichkeit im Bein
- Schwellung und Spannungsgefühl
- Rötung und Erwärmung der Haut
- Verstärkte Sichtbarkeit oberflächlicher Venen
- Beschwerden nur in einem Bein
Manche Thrombosen verlaufen ohne erkennbare Symptome. Der Verlauf hängt von der Lage und Größe des Gerinnsels ab. Ohne Behandlung kann sich das Gerinnsel vergrößern oder lösen und eine Lungenembolie verursachen.
Folgen/Komplikationen
Die gefährlichste Komplikation ist die Lungenembolie, bei der das Gerinnsel in die Lunge wandert und dort ein Gefäß verstopft. Zu den weiteren möglichen Folgen zählen das postthrombotische Syndrom mit chronischen Schmerzen in dem betroffenen Körperteil sowie Schwellungen und Hautveränderungen. Auch wiederholte Thrombosen sind möglich. Je höher die Thrombose im Bein liegt, desto größer das Risiko für Komplikationen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Entstehung einer tiefen Venenthrombose wird durch drei Hauptfaktoren begünstigt: verlangsamter Blutfluss, Gefäßwandschäden und erhöhte Gerinnungsneigung. Häufige Ursachen sind längere Immobilität, Flugreisen, Operationen, bestimmte Medikamente, Krebserkrankungen, Schwangerschaft, erbliche Gerinnungsstörungen, Übergewicht, Rauchen, Herzschwäche und höheres Alter.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Zur Behandlung werden meist Antikoagulanzien eingesetzt, also Medikamente zur Blutverdünnung. In schweren Fällen kann eine Katheterbehandlung nötig sein.
Das kann man selbst tun: Bewegung fördern, ausreichend trinken, Kompressionsstrümpfe tragen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn Schmerzen, Schwellungen oder Atemnot auftreten. Dann ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Thrombose
Was ist das? - Definition Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel, das ein Blutgefäß teilweise oder vollständig verschließt, meist in den tiefen Beinvenen. Sie kann unbemerkt bleiben oder zu ernsthaften Komplikationen wie einer Lungenembolie führen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um Folgeschäden zu vermeiden.
Krankheitsbild
Thrombosen entstehen, wenn sich ein Blutgerinnsel in einem Gefäß bildet und den Blutfluss behindert. Besonders häufig trifft es die tiefen Venen der Beine, aber auch andere Körperregionen wie Arme, Becken oder Gehirn. Der Verschluss kann die Blutzufuhr zu Organen oder Extremitäten unterbrechen und im schlimmsten Fall zu Gewebeschäden führen.
Ein weiteres Risiko besteht darin, dass sich das Gerinnsel löst und über den Blutstrom in die Lunge gelangt. Dort kann es eine Lungenembolie auslösen, eine potenziell lebensbedrohliche Komplikation. Deshalb ist eine rasche medizinische Abklärung bei Verdacht auf Thrombose besonders wichtig.
Symptome/Verlauf
Die Symptome einer Thrombose sind oft unspezifisch. Häufig treten Spannungsgefühle oder Schmerzen im betroffenen Bein auf, begleitet von Schwellung, Wärmegefühl und Hautverfärbungen. Sichtbare, geschlängelte Venen können ebenfalls ein Hinweis sein. Nicht jede Thrombose verursacht sofort Beschwerden. Gerade ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen übersehen erste Anzeichen leicht.
Bei einer Lungenembolie können plötzlich Atemnot, Brustschmerzen, Husten mit blutigem Auswurf, Herzrasen, Schwindel oder sogar Ohnmacht auftreten. Diese Warnzeichen erfordern sofortige ärztliche Hilfe.
Der Verlauf einer Thrombose hängt stark von ihrer Lage und Größe ab. Ohne Behandlung kann es zu dauerhaften Schäden kommen, etwa dem postthrombotischen Syndrom mit chronischen Schmerzen und Schwellungen. Bei schweren Fällen droht der Verlust von Gewebe oder eine lebensgefährliche Embolie.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Thrombosen führen oft zu langfristigen Beschwerden. Das sogenannte postthrombotische Syndrom äußert sich durch chronische Schwellungen, Schmerzen und Hautveränderungen. Eine Lungenembolie kann akut lebensbedrohlich sein und zu bleibenden Schäden an Herz und Lunge führen. Auch wiederkehrende Thrombosen sind möglich, besonders wenn die Ursachen nicht erkannt oder behandelt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Thrombosen entstehen meist durch eine Kombination aus verlangsamtem Blutfluss, Veränderungen der Gefäßwand und erhöhter Gerinnungsneigung. Experten nennen dies auch Virchow-Trias.
0Was das Risiko für eine Thrombose erhöht:
- Bewegungsmangel, etwa bei langen Reisen oder Bettlägerigkeit
- Operationen, besonders im Bauch oder an Gelenken
- Schwangerschaft und Wochenbett
- Hormonelle Einflüsse durch Verhütungsmittel oder Hormonersatztherapie
- Tumorerkrankungen mit erhöhter Gerinnungsneigung
- Erbliche Gerinnungsstörungen wie die Faktor-V-Leiden-Mutation
- Rauchen, Übergewicht und Diabetes
- Höheres Lebensalter
Besonders gefährdet sind Menschen nach Operationen oder mit eingeschränkter Mobilität. In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wird deshalb häufig mit Thrombose-Spritzen vorbeugend behandelt.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann: Die Behandlung erfolgt meist mit blutverdünnenden Medikamenten wie Heparin oder modernen Wirkstoffen aus der Gruppe der NOAKs. Zusätzlich kommen Kompressionsstrümpfe und frühzeitige Mobilisation zum Einsatz. Bei schweren Fällen hilft eine Operation oder eine Thrombolyse. Bei letzterer lösen spezielle Medikamente einen Verschluss auf.
Was man selbst tun kann: Regelmäßige Bewegung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und das Tragen von Kompressionsstrümpfen helfen, das Risiko zu senken. Bei längeren Reisen oder nach Operationen kann eine ärztlich verordnete Prophylaxe sinnvoll sein. Bei Verdacht auf Thrombose oder Lungenembolie ist sofortige ärztliche Abklärung notwendig. Selbsttests sind nicht zuverlässig und ersetzen keine medizinische Diagnose. Auch pflanzliche Mittel können die Therapie nicht ersetzen.
Bearbeitungsstand: 21.10.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Embolie
Was ist das? - Definition Eine Embolie ist ein plötzlicher Verschluss eines Blutgefäßes durch eingeschwemmtes Material wie ein Blutgerinnsel, Fett oder Luft. Dadurch wird die Blutversorgung unterbrochen, was lebensbedrohlich sein kann.
Krankheitsbild
Bei einer Embolie wird ein Blutgefäß durch einen sogenannten Embolus verstopft. Dieser Embolus stammt meist aus einem anderen Körperbereich und wird mit dem Blutstrom weitertransportiert. Die bekanntesten Formen sind die Lungenembolie, der Schlaganfall und der Herzinfarkt. Je nach Ort des Verschlusses spricht man von arterieller oder venöser Embolie. Die häufigste Ursache ist ein Blutgerinnsel, das sich zum Beispiel in den Beinvenen bildet und in die Lunge wandert. Es gibt auch seltenere Formen wie Fettembolie, Luftembolie oder Tumorembolie.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden hängen stark vom betroffenen Organ ab. Eine Lungenembolie zeigt sich oft durch Atemnot, Brustschmerzen und Herzrasen. Bei einer Embolie im Gehirn treten häufig Sprachstörungen, Lähmungen oder Sehstörungen auf. Eine Embolie im Bein verursacht plötzliche Schmerzen, Blässe, Taubheit und Kältegefühl. Der Verlauf kann harmlos bis lebensbedrohlich sein. Kleine Embolien bleiben manchmal unbemerkt, größere können zu schweren Organschäden führen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann eine Embolie zu dauerhaften Schäden führen. In der Lunge droht eine Herzüberlastung, im Gehirn ein Schlaganfall, im Bein der Verlust der Gliedmaße. Auch Bewusstlosigkeit oder Kreislaufversagen treten auf. Wiederholte Embolien erhöhen das Risiko für chronische Erkrankungen und können tödlich enden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist eine tiefe Beinvenenthrombose. Hier behindert ein Blutgerinnsel den Blutfluss in dem Gliedmaß. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen:
- Bewegungsmangel
- Operationen
- Übergewicht
- Rauchen
- Krebserkrankungen
- Schwangerschaft
- bestimmte Hormonpräparate
- Vorhofflimmern
- vererbte Gerinnungsstörungen
- Arteriosklerose
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er leitet meistens eine Blutverdünnung mit Heparin oder anderen Wirkstoffen ein. In schweren Fällen kommt eine Thrombolyse, eine medikamentöse Auflösung des Blutgerinnsels, oder eine Operation infrage.
Das kann man selbst tun: Durch Bewegung, gesunde Ernährung und Rauchverzicht lässt sich vorbeugen. Grenzen sind erreicht, wenn akute Beschwerden wie Atemnot, Lähmungen oder Bewusstlosigkeit auftreten, dann ist sofortige ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 31.10.2025
Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 13631050
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Marke:
- MARCOUMAR
- Hersteller:
- ACA Müller/ADAG Pharma AG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Nehmen Sie das Arzneimittel unzerkaut mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es eventuell zu Blutungen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Behandlung von Thrombose
- Behandlung von Embolie
- Vorbeugung von Thrombose
- Vorbeugung von Embolie
- Herzinfarkt
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff hat eine blutgerinnungshemmende Wirkung und stammt aus der Gruppe der Cumarine. Er hemmt in der Leber die Vitamin K-abhängige Produktion der Blutgerinnungsfaktoren. Die blutgerinnungshemmende Wirkung tritt erst mit Verzögerung ein, d. h. erst wenn die Konzentration der im Blut bereits vorhandenen Gerinnungsfaktoren unter einen bestimmten Wert absinkt, wird die verringerte oder fehlende Neubildung in der Leber bemerkbar und die blutgerinnungshemmende Wirkung setzt ein.
Nebenwirkungen
- Blutungen
- - Blutungen im Bereich des Rückenmarks und Gehirns
- - Blutungen im Magen-Darm-Trakt
- - Blutungen im Bereich des Brustkorbs und der Atemwege
- - Blutungen im Bereich der Harn- und Geschlechtsorgane
- - Blutungen der Gebärmutter
- - Blutansammlung im Brustkorb
- - Blutungen im Bereich der Leber und der Gallenblase
- - Blutungen im Bereich des Auges
- Brennende Schmerzen in den Großzehen mit gleichzeitiger Verfärbung der Großzehen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Blutgerinnungsstörung mit erhöhter Blutungsneigung (Hämorrhagische Diathese)
- Schwere Leberparenchymerkrankung
- Chronisch eingeschränkte Nierenfunktion
- Thrombozytopenie (Verminder der Anzahl der Blutplättchen)
- Blutungsgefahr (z.B. durch Blutgefäßläsion)
- Schlaganfall (akut)
- Herzinnenhautentzündung (Endokarditis)
- Herzbeutelentzündung (Perikarditis)
- Hirngefäßerweiterung
- Aufspaltung (Dissektion) der Gefäßwände der Hauptschlagader (Aorta)
- Geschwüre im Verdauungstrakt
- Augenoperationen
- Erkrankungen der Netzhaut des Auges (Retinopathie)
- Verletzung oder Operation am Zentralnervensystem
- Auftreten von brennenden Schmerzen in den Großzehen mit gleichzeitiger Verfärbung (purple toes) unter der Einnahme
- Lungentuberkulose
- Zustand nach urologischen Operationen, so lange eine Blutungsneigung (Makrohämaturie) besteht
- Offene Wunden (auch nach Operationen)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 14 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Geben Sie vor einer Operation - dazu zählen auch kleinere Eingriffe wie z.B. das Ziehen eines Zahnes - die Einnahme/Anwendung des Arzneimittels an, da die Blutungszeit verlängert sein kann.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Auf Grapefruit sowie Grapefruit-Zubereitungen soll während der Behandlung mit dem Medikament vollständig verzichtet werden.
Tiefe Venenthrombose
Was ist das? - Definition Eine tiefe Venenthrombose ist ein Blutgerinnsel, das sich in einer tiefen Vene bildet, meist im Bein. Es kann den Blutfluss behindern und zu Schmerzen und Schwellungen führen. Gefährlich wird es, wenn sich das Gerinnsel löst und in die Lunge wandert, was eine lebensbedrohliche Lungenembolie auslösen kann. Die Erkrankung erfordert rasche medizinische Abklärung und Behandlung.
Krankheitsbild
Die tiefe Venenthrombose gehört zur Gruppe der sogenannten venösen Thromboembolien. Sie entsteht meist in den tiefen Beinvenen, seltener in den Armen oder im Becken. Das Gerinnsel blockiert den Blutfluss teilweise oder vollständig. Die betroffene Vene liegt tief im Muskelgewebe und ist nicht sichtbar. Die Erkrankung kann akut auftreten und bleibt manchmal lange unbemerkt. Besonders gefährdet sind Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit, nach Operationen oder mit bestimmten Vorerkrankungen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich oft innerhalb weniger Stunden oder Tage. Typische Symptome sind:
- Schmerzen und Druckempfindlichkeit im Bein
- Schwellung und Spannungsgefühl
- Rötung und Erwärmung der Haut
- Verstärkte Sichtbarkeit oberflächlicher Venen
- Beschwerden nur in einem Bein
Manche Thrombosen verlaufen ohne erkennbare Symptome. Der Verlauf hängt von der Lage und Größe des Gerinnsels ab. Ohne Behandlung kann sich das Gerinnsel vergrößern oder lösen und eine Lungenembolie verursachen.
Folgen/Komplikationen
Die gefährlichste Komplikation ist die Lungenembolie, bei der das Gerinnsel in die Lunge wandert und dort ein Gefäß verstopft. Zu den weiteren möglichen Folgen zählen das postthrombotische Syndrom mit chronischen Schmerzen in dem betroffenen Körperteil sowie Schwellungen und Hautveränderungen. Auch wiederholte Thrombosen sind möglich. Je höher die Thrombose im Bein liegt, desto größer das Risiko für Komplikationen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Entstehung einer tiefen Venenthrombose wird durch drei Hauptfaktoren begünstigt: verlangsamter Blutfluss, Gefäßwandschäden und erhöhte Gerinnungsneigung. Häufige Ursachen sind längere Immobilität, Flugreisen, Operationen, bestimmte Medikamente, Krebserkrankungen, Schwangerschaft, erbliche Gerinnungsstörungen, Übergewicht, Rauchen, Herzschwäche und höheres Alter.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Zur Behandlung werden meist Antikoagulanzien eingesetzt, also Medikamente zur Blutverdünnung. In schweren Fällen kann eine Katheterbehandlung nötig sein.
Das kann man selbst tun: Bewegung fördern, ausreichend trinken, Kompressionsstrümpfe tragen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn Schmerzen, Schwellungen oder Atemnot auftreten. Dann ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Thrombose
Was ist das? - Definition Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel, das ein Blutgefäß teilweise oder vollständig verschließt, meist in den tiefen Beinvenen. Sie kann unbemerkt bleiben oder zu ernsthaften Komplikationen wie einer Lungenembolie führen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um Folgeschäden zu vermeiden.
Krankheitsbild
Thrombosen entstehen, wenn sich ein Blutgerinnsel in einem Gefäß bildet und den Blutfluss behindert. Besonders häufig trifft es die tiefen Venen der Beine, aber auch andere Körperregionen wie Arme, Becken oder Gehirn. Der Verschluss kann die Blutzufuhr zu Organen oder Extremitäten unterbrechen und im schlimmsten Fall zu Gewebeschäden führen.
Ein weiteres Risiko besteht darin, dass sich das Gerinnsel löst und über den Blutstrom in die Lunge gelangt. Dort kann es eine Lungenembolie auslösen, eine potenziell lebensbedrohliche Komplikation. Deshalb ist eine rasche medizinische Abklärung bei Verdacht auf Thrombose besonders wichtig.
Symptome/Verlauf
Die Symptome einer Thrombose sind oft unspezifisch. Häufig treten Spannungsgefühle oder Schmerzen im betroffenen Bein auf, begleitet von Schwellung, Wärmegefühl und Hautverfärbungen. Sichtbare, geschlängelte Venen können ebenfalls ein Hinweis sein. Nicht jede Thrombose verursacht sofort Beschwerden. Gerade ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen übersehen erste Anzeichen leicht.
Bei einer Lungenembolie können plötzlich Atemnot, Brustschmerzen, Husten mit blutigem Auswurf, Herzrasen, Schwindel oder sogar Ohnmacht auftreten. Diese Warnzeichen erfordern sofortige ärztliche Hilfe.
Der Verlauf einer Thrombose hängt stark von ihrer Lage und Größe ab. Ohne Behandlung kann es zu dauerhaften Schäden kommen, etwa dem postthrombotischen Syndrom mit chronischen Schmerzen und Schwellungen. Bei schweren Fällen droht der Verlust von Gewebe oder eine lebensgefährliche Embolie.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte Thrombosen führen oft zu langfristigen Beschwerden. Das sogenannte postthrombotische Syndrom äußert sich durch chronische Schwellungen, Schmerzen und Hautveränderungen. Eine Lungenembolie kann akut lebensbedrohlich sein und zu bleibenden Schäden an Herz und Lunge führen. Auch wiederkehrende Thrombosen sind möglich, besonders wenn die Ursachen nicht erkannt oder behandelt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Thrombosen entstehen meist durch eine Kombination aus verlangsamtem Blutfluss, Veränderungen der Gefäßwand und erhöhter Gerinnungsneigung. Experten nennen dies auch Virchow-Trias.
0Was das Risiko für eine Thrombose erhöht:
- Bewegungsmangel, etwa bei langen Reisen oder Bettlägerigkeit
- Operationen, besonders im Bauch oder an Gelenken
- Schwangerschaft und Wochenbett
- Hormonelle Einflüsse durch Verhütungsmittel oder Hormonersatztherapie
- Tumorerkrankungen mit erhöhter Gerinnungsneigung
- Erbliche Gerinnungsstörungen wie die Faktor-V-Leiden-Mutation
- Rauchen, Übergewicht und Diabetes
- Höheres Lebensalter
Besonders gefährdet sind Menschen nach Operationen oder mit eingeschränkter Mobilität. In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wird deshalb häufig mit Thrombose-Spritzen vorbeugend behandelt.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann: Die Behandlung erfolgt meist mit blutverdünnenden Medikamenten wie Heparin oder modernen Wirkstoffen aus der Gruppe der NOAKs. Zusätzlich kommen Kompressionsstrümpfe und frühzeitige Mobilisation zum Einsatz. Bei schweren Fällen hilft eine Operation oder eine Thrombolyse. Bei letzterer lösen spezielle Medikamente einen Verschluss auf.
Was man selbst tun kann: Regelmäßige Bewegung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und das Tragen von Kompressionsstrümpfen helfen, das Risiko zu senken. Bei längeren Reisen oder nach Operationen kann eine ärztlich verordnete Prophylaxe sinnvoll sein. Bei Verdacht auf Thrombose oder Lungenembolie ist sofortige ärztliche Abklärung notwendig. Selbsttests sind nicht zuverlässig und ersetzen keine medizinische Diagnose. Auch pflanzliche Mittel können die Therapie nicht ersetzen.
Bearbeitungsstand: 21.10.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Embolie
Was ist das? - Definition Eine Embolie ist ein plötzlicher Verschluss eines Blutgefäßes durch eingeschwemmtes Material wie ein Blutgerinnsel, Fett oder Luft. Dadurch wird die Blutversorgung unterbrochen, was lebensbedrohlich sein kann.
Krankheitsbild
Bei einer Embolie wird ein Blutgefäß durch einen sogenannten Embolus verstopft. Dieser Embolus stammt meist aus einem anderen Körperbereich und wird mit dem Blutstrom weitertransportiert. Die bekanntesten Formen sind die Lungenembolie, der Schlaganfall und der Herzinfarkt. Je nach Ort des Verschlusses spricht man von arterieller oder venöser Embolie. Die häufigste Ursache ist ein Blutgerinnsel, das sich zum Beispiel in den Beinvenen bildet und in die Lunge wandert. Es gibt auch seltenere Formen wie Fettembolie, Luftembolie oder Tumorembolie.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden hängen stark vom betroffenen Organ ab. Eine Lungenembolie zeigt sich oft durch Atemnot, Brustschmerzen und Herzrasen. Bei einer Embolie im Gehirn treten häufig Sprachstörungen, Lähmungen oder Sehstörungen auf. Eine Embolie im Bein verursacht plötzliche Schmerzen, Blässe, Taubheit und Kältegefühl. Der Verlauf kann harmlos bis lebensbedrohlich sein. Kleine Embolien bleiben manchmal unbemerkt, größere können zu schweren Organschäden führen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann eine Embolie zu dauerhaften Schäden führen. In der Lunge droht eine Herzüberlastung, im Gehirn ein Schlaganfall, im Bein der Verlust der Gliedmaße. Auch Bewusstlosigkeit oder Kreislaufversagen treten auf. Wiederholte Embolien erhöhen das Risiko für chronische Erkrankungen und können tödlich enden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist eine tiefe Beinvenenthrombose. Hier behindert ein Blutgerinnsel den Blutfluss in dem Gliedmaß. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen:
- Bewegungsmangel
- Operationen
- Übergewicht
- Rauchen
- Krebserkrankungen
- Schwangerschaft
- bestimmte Hormonpräparate
- Vorhofflimmern
- vererbte Gerinnungsstörungen
- Arteriosklerose
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er leitet meistens eine Blutverdünnung mit Heparin oder anderen Wirkstoffen ein. In schweren Fällen kommt eine Thrombolyse, eine medikamentöse Auflösung des Blutgerinnsels, oder eine Operation infrage.
Das kann man selbst tun: Durch Bewegung, gesunde Ernährung und Rauchverzicht lässt sich vorbeugen. Grenzen sind erreicht, wenn akute Beschwerden wie Atemnot, Lähmungen oder Bewusstlosigkeit auftreten, dann ist sofortige ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 31.10.2025
Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.