MEMANTIN AbZ Starterpack 5mg/10mg/15mg/20mg
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Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 09929789
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 28 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 5mg
- Marke:
- MEMANTIN
- Hersteller:
- AbZ Pharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Müdigkeit, Durchfall, Benommenheit, Schwindel, Aggressionen oder Gangstörungen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert:
Behandlungsbeginn, weiße 5 mg-Tablette (1.-7. Tag der Therapie):
Folgebehandlung, weiße 10 mg-Tablette (8.-14. Tag der Therapie):
Folgebehandlung, weiße 15 mg-Tablette (15.-21. Tag der Therapie):
Erhaltungsdosis, weiße 20 mg-Tablette (ab 22. Tag der Therapie):
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Alzheimer-Demenz
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt , unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt , unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift in die Übermittlung von Signalen im Gehirn ein, indem er die Wirkung von bestimmten, krankhaft im Übermaß vorhandenen Botenstoffen reguliert. Dadurch kann die Hirnfunktion verbessert werden.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Erbrechen
- - Verstopfung
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Schlafstörungen, wie:
- - Schläfrigkeit
- Müdigkeit
- Sonderbare (paradoxe) Reaktionen, wie:
- - Delirium (Verwirrtheit)
- Halluzinationen
- Depressionen
- Selbstmordgedanken
- Bluthochdruck
- Herzschwäche
- Venenthrombose (Verstopfung der Venen)
- Thromboembolie
- Pilzinfektionen
- Gangunsicherheit
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Bluthochdruck
- Herzerkrankungen, wie:
- Herzinfarkt, der erst kurze Zeit zurückliegt
- Herzschwäche
- Neigung zu Krampfanfällen, wie bei:
- Epilepsie
- Eingeschränkte Leberfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Erdnüsse und Soja.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: 7 orange Tabletten Memantin hydrochlorid Amantadin hemisulfat Amantadin hydrochlorid 7 orange-braune Tabletten 7 hellbraune Tabletten und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise Verwirrtheit, Unruhe, geistiger Leistungsabfall, Konzentrationsschwäche, Interessenlosigkeit oder Sinnestäuschungen.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel wird nicht empfohlen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: 7 orange Tabletten Memantin hydrochlorid Sulfamethoxazol mit Trimethoprim 7 orange-braune Tabletten 7 hellbraune Tabletten Trimethoprim und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang könnte beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, Übererregbarkeit, Sprech- oder Sehstörungen sowie Krämpfe oder Zittern auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Alzheimer-Krankheit
Was ist das? - Definition Bei etwa zwei Dritteln aller Demenz-Fälle liegt die Alzheimer-Krankheit vor. Es handelt sich um eine langsam fortschreitende degenerative Hirnerkrankung, in deren Verlauf immer mehr Nervenzellen absterben. Das führt zu Gedächtnis-, Aufmerksamkeits- und Orientierungsstörungen, Unruhe und Sprachproblemen, vermehrter Infektanfälligkeit bis hin zu umfassender Pflegebedürftigkeit.
Krankheitsbild
Charakteristisch für die Alzheimer-Krankheit sind schleichende Veränderungen im Gehirngewebe, die zunehmend zum Absterben von Nervenzellen führen. Dabei treten Krankheitssymptome wie vor allem der Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit immer deutlicher hervor.
Erstmals beschrieben hat die Krankheit im Jahr 1906 der Arzt Alois Alzheimer ausgehend vom Fall seiner mit 56 Jahren verstorbenen Patientin Auguste Deter. Sie litt an einer seltenen Frühform der Erkrankung. Üblicherweise tritt eine Demenz wie etwa die Alzheimer-Demenz in höherem Alter auf. So waren im Jahr 2021 in Europa etwa 1,9 Prozent aller Menschen zwischen 65 bis 69 Jahren an Demenz erkrankt, in der Altersgruppe der 80- bis 84-Jährigen dagegen etwa 14 Prozent.
Für die Alzheimer-Krankheit typische Veränderungen im Hirngewebe beginnen allerdings schon Jahre vor ersten Symptomen. Hinweise darauf haben unter anderem deutsche Forscher der Universität Bochum und des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg gefunden. Sie untersuchten Blutproben von Menschen, die Jahre nach der Entnahme der Proben die Alzheimer-Krankheit entwickelten. Schon 17 Jahre zuvor lagen in ihrem Blut auf Alzheimer hinweisende Veränderungen bestimmter Proteine vor.
Symptome/Verlauf
Ein Demenzleiden wie die Alzheimer-Krankheit verläuft typischerweise in mehreren Phasen.
- Leichte geistige Beeinträchtigung: Das Kurzzeitgedächtnis verliert an Leistungskraft, es gibt erste Probleme mit der Konzentrationsfähigkeit oder Orientierung. Oft fällt das zuerst nahen Angehörigen auf. Betroffene können selbständig leben und benötigen nur bei komplizierten Tätigkeiten Hilfe. Die leichte Beeinträchtigung der geistigen Leistung kann Vorzeichen eines kommenden Demenzleidens wie der Alzheimer-Krankheit sein.
- Leichte Demenz: Die Vergesslichkeit im Alltag nimmt zu, dass Kurzeitgedächtnis verliert merklich an Leistungsfähigkeit. Auch bei der zeitlichen und räumlichen Orientierung gibt es verstärkt Probleme. Die Alltagsfähigkeiten leiden, es wird dabei mehr Hilfe benötigt. Betroffene merken die Veränderung, werden reizbarer und ziehen sich zurück.
- Mittelgradige Demenz: Hier ist neben dem Kurzeit- auch das Langzeitgedächtnis immer mehr eingeschränkt. Einst bekannte Gesichter werden nicht mehr erkannt, auch in vertrauter Umgebung treten Orientierungsprobleme auf. Das Wesen verändert sich, Betroffene werden deutlich unruhiger, misstrauischer und reizbarer. Zudem schlafen sie unregelmäßiger und brauchen im Alltag vielfältige Unterstützung.
- Schwere Demenz: In dieser Phase sind Alzheimer-Patienten bei Alltagstätigkeiten vollständig auf fremde Hilfe angewiesen. Sie können Gedanken kaum oder gar nicht mehr mitteilen, erkennen selbst nahe Angehörige nicht mehr, der Tag-Nacht-Rhythmus ist massiv gestört, die Betroffenen haben keine zeitliche und räumliche Orientierung, leben nur noch im Augenblick.
Die Symptome können gerade zu Beginn individuell unterschiedlich sein. Manchmal zeigen sich zuerst vor allem Gedächtnisprobleme oder aber eher Verhaltensänderungen. Was immer gilt: Die Symptome nehmen mit der Zeit zu.
Folgen/Komplikationen
Schreitet die Alzheimer-Krankheit voran, kann es neben der deutlich eingeschränkten geistigen Leistungsfähigkeit zu Inkontinenz und Schluckstörungen kommen. Betroffene werden zudem anfälliger für Infekte wie etwa Lungeninfektionen, die bei Betroffenen letztlich oft die Todesursache sind. Im Jahr 2023 wurden rund sieben Prozent aller Sterbefälle auf ein Demenzleiden wie die Alzheimer-Krankheit zurückgeführt.
Ursachen/Risikofaktoren
Als ein Grund für den Untergang zahlreicher Nervenzellen bei der Alzheimer-Krankheit gilt die Ablagerung fehlgefalteter, sich verklumpender Proteine (Amyloid-beta) um Nervenzellen herum und die Entstehung fädiger Proteineinlagerungen (Tau-Protein) in Nervenzellen. Was genau diese Entwicklung in Gang setzt und was alles die Krankheit fördert, wird nach wie vor intensiv erforscht. So gibt es beispielsweise Hinweise, dass die Eiweißablagerungen zu einer Entzündungsreaktion der umliegenden Immunzellen führen, die wiederum das Fortschreiten der Krankheit fördern kann. Zudem kennt man einige für Alzheimer typische Veränderungen bei Hirnbotenstoffen.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Der Alzheimer Forschung Initiative e. V. zufolge ließen sich womöglich bis zu 45 Prozent aller Demenz-Erkrankungen durch einen gesunden Lebensstil verhindern. Dazu gehört unter anderem, das Rauchen aufzugeben, Bluthochdruck, Diabetes und schlechte Cholesterinwerte im Blut zu behandeln, sich regelmäßig zu bewegen, geistig und sozial aktiv zu sein sowie bei Hörproblemen früh Hörhilfen zu nutzen. Eine Anlaufstelle für alle, denen ihr Gedächtnis Sorgen bereitet, ist neben dem Hausarzt und Neurologen auch eine Gedächtnisambulanz, die man mit dieser Bezeichnung für sein Umfeld im Internet suchen kann.
Wichtig für Angehörige ist, sich über Demenzerkrankungen etwa unter www.alzheimer-forschung.de und über die Vielfalt von Pflegeangeboten etwa unter www.pflege.de zu informieren. Auch hilfreich ist die Unterstützung durch Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen wie etwa Pflegestützpunkte.
Das macht der Arzt:
Klagen Patienten über Gedächtnis- oder Konzentrationsprobleme, müssen Ärztinnen und Ärzte die vielen möglichen Ursachen dafür prüfen. Oft liegt gar keine Demenz vor, sondern zum Beispiel starker Stress, Schlafmangel, der Mangel an bestimmten Vitaminen oder Eisen, eine Depression oder Schilddrüsenfehlfunktionen.
Sind solche Ursachen ausgeschlossen, kommen bestimmte Tests für die geistige Leistung und weiteren Untersuchungen etwa mittels Ultraschall oder MRT zum Einsatz, um zu prüfen, ob eine Demenz vorliegt und welche Form. Speziell bei Alzheimer gibt es zudem die Möglichkeit, nach typischen Proteinfragmenten in Nervenwasser-Proben zu suchen.
Heilung gibt es besonders bei der Alzheimer-Krankheit nicht. Einige Medikamente können die Symptome zeitweise etwas bessern, indem sie bestimmte Hirnbotenstoffe beeinflussen. Zudem gibt es in frühen Stadien die Möglichkeit, mit speziellen Arzneimitteln Amyloid-Ablagerungen im Gehirn abzubauen und so den Krankheitsverlauf etwas zu bremsen. Wichtig ist dazu eine gute ärztliche Beratung. Nützlich sind auch nicht medikamentöse Verfahren wie etwa Ergo- oder Musiktherapie.
Bearbeitungsstand: 16.12.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 09929789
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 28 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 5mg
- Marke:
- MEMANTIN
- Hersteller:
- AbZ Pharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
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Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Müdigkeit, Durchfall, Benommenheit, Schwindel, Aggressionen oder Gangstörungen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert:
Behandlungsbeginn, weiße 5 mg-Tablette (1.-7. Tag der Therapie):
Folgebehandlung, weiße 10 mg-Tablette (8.-14. Tag der Therapie):
Folgebehandlung, weiße 15 mg-Tablette (15.-21. Tag der Therapie):
Erhaltungsdosis, weiße 20 mg-Tablette (ab 22. Tag der Therapie):
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Alzheimer-Demenz
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt , unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt , unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift in die Übermittlung von Signalen im Gehirn ein, indem er die Wirkung von bestimmten, krankhaft im Übermaß vorhandenen Botenstoffen reguliert. Dadurch kann die Hirnfunktion verbessert werden.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Erbrechen
- - Verstopfung
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Schlafstörungen, wie:
- - Schläfrigkeit
- Müdigkeit
- Sonderbare (paradoxe) Reaktionen, wie:
- - Delirium (Verwirrtheit)
- Halluzinationen
- Depressionen
- Selbstmordgedanken
- Bluthochdruck
- Herzschwäche
- Venenthrombose (Verstopfung der Venen)
- Thromboembolie
- Pilzinfektionen
- Gangunsicherheit
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Bluthochdruck
- Herzerkrankungen, wie:
- Herzinfarkt, der erst kurze Zeit zurückliegt
- Herzschwäche
- Neigung zu Krampfanfällen, wie bei:
- Epilepsie
- Eingeschränkte Leberfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Erdnüsse und Soja.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise Verwirrtheit, Unruhe, geistiger Leistungsabfall, Konzentrationsschwäche, Interessenlosigkeit oder Sinnestäuschungen.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel wird nicht empfohlen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang könnte beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, Übererregbarkeit, Sprech- oder Sehstörungen sowie Krämpfe oder Zittern auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Alzheimer-Krankheit
Was ist das? - Definition Bei etwa zwei Dritteln aller Demenz-Fälle liegt die Alzheimer-Krankheit vor. Es handelt sich um eine langsam fortschreitende degenerative Hirnerkrankung, in deren Verlauf immer mehr Nervenzellen absterben. Das führt zu Gedächtnis-, Aufmerksamkeits- und Orientierungsstörungen, Unruhe und Sprachproblemen, vermehrter Infektanfälligkeit bis hin zu umfassender Pflegebedürftigkeit.
Krankheitsbild
Charakteristisch für die Alzheimer-Krankheit sind schleichende Veränderungen im Gehirngewebe, die zunehmend zum Absterben von Nervenzellen führen. Dabei treten Krankheitssymptome wie vor allem der Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit immer deutlicher hervor.
Erstmals beschrieben hat die Krankheit im Jahr 1906 der Arzt Alois Alzheimer ausgehend vom Fall seiner mit 56 Jahren verstorbenen Patientin Auguste Deter. Sie litt an einer seltenen Frühform der Erkrankung. Üblicherweise tritt eine Demenz wie etwa die Alzheimer-Demenz in höherem Alter auf. So waren im Jahr 2021 in Europa etwa 1,9 Prozent aller Menschen zwischen 65 bis 69 Jahren an Demenz erkrankt, in der Altersgruppe der 80- bis 84-Jährigen dagegen etwa 14 Prozent.
Für die Alzheimer-Krankheit typische Veränderungen im Hirngewebe beginnen allerdings schon Jahre vor ersten Symptomen. Hinweise darauf haben unter anderem deutsche Forscher der Universität Bochum und des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg gefunden. Sie untersuchten Blutproben von Menschen, die Jahre nach der Entnahme der Proben die Alzheimer-Krankheit entwickelten. Schon 17 Jahre zuvor lagen in ihrem Blut auf Alzheimer hinweisende Veränderungen bestimmter Proteine vor.
Symptome/Verlauf
Ein Demenzleiden wie die Alzheimer-Krankheit verläuft typischerweise in mehreren Phasen.
- Leichte geistige Beeinträchtigung: Das Kurzzeitgedächtnis verliert an Leistungskraft, es gibt erste Probleme mit der Konzentrationsfähigkeit oder Orientierung. Oft fällt das zuerst nahen Angehörigen auf. Betroffene können selbständig leben und benötigen nur bei komplizierten Tätigkeiten Hilfe. Die leichte Beeinträchtigung der geistigen Leistung kann Vorzeichen eines kommenden Demenzleidens wie der Alzheimer-Krankheit sein.
- Leichte Demenz: Die Vergesslichkeit im Alltag nimmt zu, dass Kurzeitgedächtnis verliert merklich an Leistungsfähigkeit. Auch bei der zeitlichen und räumlichen Orientierung gibt es verstärkt Probleme. Die Alltagsfähigkeiten leiden, es wird dabei mehr Hilfe benötigt. Betroffene merken die Veränderung, werden reizbarer und ziehen sich zurück.
- Mittelgradige Demenz: Hier ist neben dem Kurzeit- auch das Langzeitgedächtnis immer mehr eingeschränkt. Einst bekannte Gesichter werden nicht mehr erkannt, auch in vertrauter Umgebung treten Orientierungsprobleme auf. Das Wesen verändert sich, Betroffene werden deutlich unruhiger, misstrauischer und reizbarer. Zudem schlafen sie unregelmäßiger und brauchen im Alltag vielfältige Unterstützung.
- Schwere Demenz: In dieser Phase sind Alzheimer-Patienten bei Alltagstätigkeiten vollständig auf fremde Hilfe angewiesen. Sie können Gedanken kaum oder gar nicht mehr mitteilen, erkennen selbst nahe Angehörige nicht mehr, der Tag-Nacht-Rhythmus ist massiv gestört, die Betroffenen haben keine zeitliche und räumliche Orientierung, leben nur noch im Augenblick.
Die Symptome können gerade zu Beginn individuell unterschiedlich sein. Manchmal zeigen sich zuerst vor allem Gedächtnisprobleme oder aber eher Verhaltensänderungen. Was immer gilt: Die Symptome nehmen mit der Zeit zu.
Folgen/Komplikationen
Schreitet die Alzheimer-Krankheit voran, kann es neben der deutlich eingeschränkten geistigen Leistungsfähigkeit zu Inkontinenz und Schluckstörungen kommen. Betroffene werden zudem anfälliger für Infekte wie etwa Lungeninfektionen, die bei Betroffenen letztlich oft die Todesursache sind. Im Jahr 2023 wurden rund sieben Prozent aller Sterbefälle auf ein Demenzleiden wie die Alzheimer-Krankheit zurückgeführt.
Ursachen/Risikofaktoren
Als ein Grund für den Untergang zahlreicher Nervenzellen bei der Alzheimer-Krankheit gilt die Ablagerung fehlgefalteter, sich verklumpender Proteine (Amyloid-beta) um Nervenzellen herum und die Entstehung fädiger Proteineinlagerungen (Tau-Protein) in Nervenzellen. Was genau diese Entwicklung in Gang setzt und was alles die Krankheit fördert, wird nach wie vor intensiv erforscht. So gibt es beispielsweise Hinweise, dass die Eiweißablagerungen zu einer Entzündungsreaktion der umliegenden Immunzellen führen, die wiederum das Fortschreiten der Krankheit fördern kann. Zudem kennt man einige für Alzheimer typische Veränderungen bei Hirnbotenstoffen.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Der Alzheimer Forschung Initiative e. V. zufolge ließen sich womöglich bis zu 45 Prozent aller Demenz-Erkrankungen durch einen gesunden Lebensstil verhindern. Dazu gehört unter anderem, das Rauchen aufzugeben, Bluthochdruck, Diabetes und schlechte Cholesterinwerte im Blut zu behandeln, sich regelmäßig zu bewegen, geistig und sozial aktiv zu sein sowie bei Hörproblemen früh Hörhilfen zu nutzen. Eine Anlaufstelle für alle, denen ihr Gedächtnis Sorgen bereitet, ist neben dem Hausarzt und Neurologen auch eine Gedächtnisambulanz, die man mit dieser Bezeichnung für sein Umfeld im Internet suchen kann.
Wichtig für Angehörige ist, sich über Demenzerkrankungen etwa unter www.alzheimer-forschung.de und über die Vielfalt von Pflegeangeboten etwa unter www.pflege.de zu informieren. Auch hilfreich ist die Unterstützung durch Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen wie etwa Pflegestützpunkte.
Das macht der Arzt:
Klagen Patienten über Gedächtnis- oder Konzentrationsprobleme, müssen Ärztinnen und Ärzte die vielen möglichen Ursachen dafür prüfen. Oft liegt gar keine Demenz vor, sondern zum Beispiel starker Stress, Schlafmangel, der Mangel an bestimmten Vitaminen oder Eisen, eine Depression oder Schilddrüsenfehlfunktionen.
Sind solche Ursachen ausgeschlossen, kommen bestimmte Tests für die geistige Leistung und weiteren Untersuchungen etwa mittels Ultraschall oder MRT zum Einsatz, um zu prüfen, ob eine Demenz vorliegt und welche Form. Speziell bei Alzheimer gibt es zudem die Möglichkeit, nach typischen Proteinfragmenten in Nervenwasser-Proben zu suchen.
Heilung gibt es besonders bei der Alzheimer-Krankheit nicht. Einige Medikamente können die Symptome zeitweise etwas bessern, indem sie bestimmte Hirnbotenstoffe beeinflussen. Zudem gibt es in frühen Stadien die Möglichkeit, mit speziellen Arzneimitteln Amyloid-Ablagerungen im Gehirn abzubauen und so den Krankheitsverlauf etwas zu bremsen. Wichtig ist dazu eine gute ärztliche Beratung. Nützlich sind auch nicht medikamentöse Verfahren wie etwa Ergo- oder Musiktherapie.
Bearbeitungsstand: 16.12.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.