METROGEL
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Pharmazeutische Informationen
Gel — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04609962
- Darreichungsform:
- Gel (Gel)
- Packungsgröße:
- 50 g
- Marke:
- METROGEL
- Hersteller:
- Galderma Laboratorium GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Zuvor reinigen Sie die betroffene(n) Stelle(n). Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Augen und Schleimhäuten.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Allgemeine Behandlungsdauer: 12 Wochen.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Anwendungsgebiete
- Rosacea (entzündliche Hauterkrankung im Gesichtsbereich)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: dünn, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und tötet bestimmte Bakterien und Kleinstlebewesen (Protozoen) ab, indem er deren Erbgut schädigt. Das Erbgut ist nicht nur für die Weitergabe von Informationen während der Vermehrung der Zellen wichtig, sondern speichert auch Informationen über die Funktion des Stoffwechsels und die Produktion von Zellbestandteilen. Wird das Erbgut geschädigt, so bricht der Stoffwechsel in der betroffenen Zelle zusammen und sie stirbt.
Nebenwirkungen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- - Austrocknung der Haut
- - Hautrötung
- - Juckreiz
- - Brennen auf der Haut
- - Hautschmerzen
- - Hautreizung
- - Entzündliche Hauterkrankung im Gesichtsbereich durch Arzneimittel (arzneimittelinduzierte Rosacea)
- Verminderte Berührungsempfindlichkeit
- Missempfindungen, wie Kribbeln, Ameisenlaufen oder Taubheit
- Geschmacksstörungen - (metallischer Geschmack)
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- bei Raumtemperatur
- vor Hitze geschützt
- vor Frost geschützt
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 3 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Parabene (Konservierungsstoffe z.B. E 214 - E 219) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verzögerung, hervorrufen.
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phenprocoumon Stearylalkohol Cetylstearylalkohol und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt werden. Das Risiko für Blutungen (zum Beispiel Blutergüsse oder Nasenbluten) könnte dadurch erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da häufigere Kontrollen der Blutgerinnungswerte oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Suchen Sie bitte Ihren Arzt auf, wenn Sie abweichende Werte bei Ihrer routinemäßigen Kontrolle der Blutgerinnungszeit an sich feststellen oder eines der beschriebenen Symptome an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Rosazea
Was ist das? - Definition Rosazea ist eine chronische, entzündliche Hauterkrankung, die vor allem das Gesicht betrifft. Sie zählt zu den sogenannten vaskulär-entzündlichen Dermatosen, bei denen sowohl die Blutgefäße als auch das Immunsystem der Haut überempfindlich reagieren. Typisch sind anhaltende Rötungen, sichtbare Äderchen und eine sehr sensible, leicht reizbare Haut. Die Erkrankung ist nicht ansteckend und nicht die Folge mangelnder Hygiene. Eine Rosazea ist auch keine Akne, auch wenn die entzündeten Knötchen manchmal ähnlich aussehen.
Krankheitsbild
Rosazea ist eine chronische, entzündliche Hauterkrankung, die vor allem das Gesicht betrifft. Sie zählt zu den sogenannten vaskulär-entzündlichen Dermatosen, bei denen sowohl die Blutgefäße als auch das Immunsystem der Haut überempfindlich reagieren. Typisch sind anhaltende Rötungen, sichtbare Äderchen und eine sehr sensible, leicht reizbare Haut.
Die Erkrankung ist nicht ansteckend und nicht die Folge mangelnder Hygiene. Sie tritt meist erstmals im Erwachsenenalter ab etwa 30 Jahren auf und betrifft Frauen etwas häufiger als Männer. In Deutschland sind schätzungsweise zwei bis fünf Prozent der Erwachsenen betroffen, wobei von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen wird. Rosazea ist nicht heilbar, lässt sich mit der richtigen Behandlung und Hautpflege jedoch gut kontrollieren.
Symptome / Verlauf
Rosazea zeigt sich überwiegend auf Wangen, Nase, Stirn und Kinn. Typische Anzeichen sind plötzliches Erröten mit Wärmegefühl (Flushing) oder dauerhafte Rötungen mit deutlich sichtbaren, erweiterten Äderchen. Außerdem kann ein Hitze- oder Brenngefühl auftreten und die Haut kann empfindlich reagieren. Anfangs verschwinden die Rötungen noch, später bleiben sie oft dauerhaft bestehen. Im weiteren Verlauf können entzündliche Knötchen und Pusteln auftreten, die an Akne erinnern, allerdings ohne Mitesser. Die Haut wirkt häufig trocken, spannt oder brennt.
Die Erkrankung verläuft meist schubweise: Beschwerdearme Phasen wechseln sich mit Zeiten deutlicher Verschlechterung ab.
Folgen / Komplikationen
Unbehandelt kann sich Rosazea im Laufe der Zeit verstärken. Rötungen und Äderchen nehmen zu, Entzündungen treten häufiger auf und die Haut reagiert immer empfindlicher auf äußere Reize. In schwereren Fällen kann es zu Schwellungen oder einer Verdickung der Haut kommen, besonders im Bereich der Nase (Rhinophym), was vor allem Männer betrifft. Bei einem Teil der Betroffenen sind zudem die Augen beteiligt, etwa durch Rötung, Trockenheit, Brennen oder ein Fremdkörpergefühl.
Viele Betroffene leiden unter der sichtbaren Hautveränderung bei einer Rosazea, was das Selbstwertgefühl und soziale Kontakte beeinträchtigen kann. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können helfen, das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen.
Ursachen / Risikofaktoren
Die genauen Ursachen der Rosazea sind noch nicht vollständig geklärt. Fachleute gehen von einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren aus, zum Beispiel genetische Veranlagung und Umweltweinflüsse. Eine gestörte Hautbarriere, überempfindliche Blutgefäße und fehlgesteuerte Immunreaktionen werden ebenfalls als mögliche Ursachen gesehen. Auch bestimmte Hautmilben (Demodex) könnten an der Entstehung beteiligt sein.
Typische Auslöser, sogenannte Trigger, können die Schübe auslösen oder verstärken. Solche Trigger sind zum Beispiel:
- UV-Strahlung und Hitze
- Kälte, Wind und starke Temperaturschwankungen
- Gefäßerweiternde Nahrungsmittel wie Alkohol, heiße Getränke und scharfe Speisen
- Nahrungsmittel, die reich an biogenen Aminen sind, wie Wein, vor allem Rotwein, oder Käse
- Stress und emotionale Belastung
- Reizende Kosmetika mit Alkohol, Duftstoffen oder Formaldehyd
Nicht jeder Trigger wirkt bei jeder Person gleich. Entscheidend ist das individuelle Muster.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ziel einer Therapie ist es, Entzündungen zu hemmen, Rötungen zu reduzieren, die Hautbarriere zu stärken und Schübe zu verhindern. Je nach Ausprägung der Rosazea kommen entsprechende Cremes oder Gele zur Anwendung, bei stärkeren Formen lindern zeitlich begrenzt Tabletten die Symptome. In schweren Fällen kann auch eine Laserbehandlung sinnvoll sein.
Das kann man selbst tun: Betroffene selbst können viel zur Prävention von Schüben beitragen. Vor allem kann es helfen, die persönlichen Auslöser zu kennen und möglichst zu meiden. Ein Trigger-Tagebuch hilft häufig, diese für sich zu identifizieren. Des Weiteren sind eine milde, unparfümierte Hautpflege, täglicher UV-Schutz sowie ein bewusster Umgang mit Stress empfehlenswert.
Wichtig: Eine Rosazea ist keine Akne, auch wenn die entzündeten Knötchen manchmal ähnlich aussehen. Die Hautpflege unterscheidet sich daher von der einer Akne.
Bearbeitungsstand: 23.03.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Gel — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04609962
- Darreichungsform:
- Gel (Gel)
- Packungsgröße:
- 50 g
- Marke:
- METROGEL
- Hersteller:
- Galderma Laboratorium GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Zuvor reinigen Sie die betroffene(n) Stelle(n). Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Augen und Schleimhäuten.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Allgemeine Behandlungsdauer: 12 Wochen.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Anwendungsgebiete
- Rosacea (entzündliche Hauterkrankung im Gesichtsbereich)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: dünn, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und tötet bestimmte Bakterien und Kleinstlebewesen (Protozoen) ab, indem er deren Erbgut schädigt. Das Erbgut ist nicht nur für die Weitergabe von Informationen während der Vermehrung der Zellen wichtig, sondern speichert auch Informationen über die Funktion des Stoffwechsels und die Produktion von Zellbestandteilen. Wird das Erbgut geschädigt, so bricht der Stoffwechsel in der betroffenen Zelle zusammen und sie stirbt.
Nebenwirkungen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- - Austrocknung der Haut
- - Hautrötung
- - Juckreiz
- - Brennen auf der Haut
- - Hautschmerzen
- - Hautreizung
- - Entzündliche Hauterkrankung im Gesichtsbereich durch Arzneimittel (arzneimittelinduzierte Rosacea)
- Verminderte Berührungsempfindlichkeit
- Missempfindungen, wie Kribbeln, Ameisenlaufen oder Taubheit
- Geschmacksstörungen - (metallischer Geschmack)
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- bei Raumtemperatur
- vor Hitze geschützt
- vor Frost geschützt
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 3 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Parabene (Konservierungsstoffe z.B. E 214 - E 219) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verzögerung, hervorrufen.
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt werden. Das Risiko für Blutungen (zum Beispiel Blutergüsse oder Nasenbluten) könnte dadurch erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da häufigere Kontrollen der Blutgerinnungswerte oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Suchen Sie bitte Ihren Arzt auf, wenn Sie abweichende Werte bei Ihrer routinemäßigen Kontrolle der Blutgerinnungszeit an sich feststellen oder eines der beschriebenen Symptome an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Rosazea
Was ist das? - Definition Rosazea ist eine chronische, entzündliche Hauterkrankung, die vor allem das Gesicht betrifft. Sie zählt zu den sogenannten vaskulär-entzündlichen Dermatosen, bei denen sowohl die Blutgefäße als auch das Immunsystem der Haut überempfindlich reagieren. Typisch sind anhaltende Rötungen, sichtbare Äderchen und eine sehr sensible, leicht reizbare Haut. Die Erkrankung ist nicht ansteckend und nicht die Folge mangelnder Hygiene. Eine Rosazea ist auch keine Akne, auch wenn die entzündeten Knötchen manchmal ähnlich aussehen.
Krankheitsbild
Rosazea ist eine chronische, entzündliche Hauterkrankung, die vor allem das Gesicht betrifft. Sie zählt zu den sogenannten vaskulär-entzündlichen Dermatosen, bei denen sowohl die Blutgefäße als auch das Immunsystem der Haut überempfindlich reagieren. Typisch sind anhaltende Rötungen, sichtbare Äderchen und eine sehr sensible, leicht reizbare Haut.
Die Erkrankung ist nicht ansteckend und nicht die Folge mangelnder Hygiene. Sie tritt meist erstmals im Erwachsenenalter ab etwa 30 Jahren auf und betrifft Frauen etwas häufiger als Männer. In Deutschland sind schätzungsweise zwei bis fünf Prozent der Erwachsenen betroffen, wobei von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen wird. Rosazea ist nicht heilbar, lässt sich mit der richtigen Behandlung und Hautpflege jedoch gut kontrollieren.
Symptome / Verlauf
Rosazea zeigt sich überwiegend auf Wangen, Nase, Stirn und Kinn. Typische Anzeichen sind plötzliches Erröten mit Wärmegefühl (Flushing) oder dauerhafte Rötungen mit deutlich sichtbaren, erweiterten Äderchen. Außerdem kann ein Hitze- oder Brenngefühl auftreten und die Haut kann empfindlich reagieren. Anfangs verschwinden die Rötungen noch, später bleiben sie oft dauerhaft bestehen. Im weiteren Verlauf können entzündliche Knötchen und Pusteln auftreten, die an Akne erinnern, allerdings ohne Mitesser. Die Haut wirkt häufig trocken, spannt oder brennt.
Die Erkrankung verläuft meist schubweise: Beschwerdearme Phasen wechseln sich mit Zeiten deutlicher Verschlechterung ab.
Folgen / Komplikationen
Unbehandelt kann sich Rosazea im Laufe der Zeit verstärken. Rötungen und Äderchen nehmen zu, Entzündungen treten häufiger auf und die Haut reagiert immer empfindlicher auf äußere Reize. In schwereren Fällen kann es zu Schwellungen oder einer Verdickung der Haut kommen, besonders im Bereich der Nase (Rhinophym), was vor allem Männer betrifft. Bei einem Teil der Betroffenen sind zudem die Augen beteiligt, etwa durch Rötung, Trockenheit, Brennen oder ein Fremdkörpergefühl.
Viele Betroffene leiden unter der sichtbaren Hautveränderung bei einer Rosazea, was das Selbstwertgefühl und soziale Kontakte beeinträchtigen kann. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können helfen, das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen.
Ursachen / Risikofaktoren
Die genauen Ursachen der Rosazea sind noch nicht vollständig geklärt. Fachleute gehen von einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren aus, zum Beispiel genetische Veranlagung und Umweltweinflüsse. Eine gestörte Hautbarriere, überempfindliche Blutgefäße und fehlgesteuerte Immunreaktionen werden ebenfalls als mögliche Ursachen gesehen. Auch bestimmte Hautmilben (Demodex) könnten an der Entstehung beteiligt sein.
Typische Auslöser, sogenannte Trigger, können die Schübe auslösen oder verstärken. Solche Trigger sind zum Beispiel:
- UV-Strahlung und Hitze
- Kälte, Wind und starke Temperaturschwankungen
- Gefäßerweiternde Nahrungsmittel wie Alkohol, heiße Getränke und scharfe Speisen
- Nahrungsmittel, die reich an biogenen Aminen sind, wie Wein, vor allem Rotwein, oder Käse
- Stress und emotionale Belastung
- Reizende Kosmetika mit Alkohol, Duftstoffen oder Formaldehyd
Nicht jeder Trigger wirkt bei jeder Person gleich. Entscheidend ist das individuelle Muster.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ziel einer Therapie ist es, Entzündungen zu hemmen, Rötungen zu reduzieren, die Hautbarriere zu stärken und Schübe zu verhindern. Je nach Ausprägung der Rosazea kommen entsprechende Cremes oder Gele zur Anwendung, bei stärkeren Formen lindern zeitlich begrenzt Tabletten die Symptome. In schweren Fällen kann auch eine Laserbehandlung sinnvoll sein.
Das kann man selbst tun: Betroffene selbst können viel zur Prävention von Schüben beitragen. Vor allem kann es helfen, die persönlichen Auslöser zu kennen und möglichst zu meiden. Ein Trigger-Tagebuch hilft häufig, diese für sich zu identifizieren. Des Weiteren sind eine milde, unparfümierte Hautpflege, täglicher UV-Schutz sowie ein bewusster Umgang mit Stress empfehlenswert.
Wichtig: Eine Rosazea ist keine Akne, auch wenn die entzündeten Knötchen manchmal ähnlich aussehen. Die Hautpflege unterscheidet sich daher von der einer Akne.
Bearbeitungsstand: 23.03.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.