MICTONORM Uno 30 mg Hartk.m.veränd.Wirkst.-Frs.
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Pharmazeutische Informationen
Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04506162
- Darreichungsform:
- Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung (Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung)
- Packungsgröße:
- 98 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 30 mg
- Marke:
- MICTONORM
- Hersteller:
- ACA Müller/ADAG Pharma AG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Mundtrockenheit, Pulserniedrigung, im weiteren Verlauf Herzrasen, Pupillenerweiterung, Sehstörungen, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Unruhe, Verwirrtheit, Halluzinationen, Schwindel, Übelkeit und Sprachstörungen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Häufiges Wasserlassen und Harndrang (Überaktive Blase, Reizblase):
Anwendungsgebiete
- Ungewollter Harnabgang und starker Harndrang
- Häufiges Wasserlassen und Harndrang (Überaktive Blase, Reizblase)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Propiverin hemmt einerseits die Wirkung eines körpereigenen Botenstoffs (Acetylcholin) an bestimmten Rezeptoren (Muscarinrezptoren) im Bereich der Harnblase und andererseits den Calcium-Einstrom in die Muskelzellen und wirkt dadurch krampflösend auf die glatte Muskulatur der Harnleiter und der Harnblase. Propiverin verbessert die Symptome der überaktiven Blase einschließlich der Häufigkeit des Wasserlassens, der Blasenkapazität und der Häufigkeit und Schwere des Harndrangs.
Nebenwirkungen
- Mundtrockenheit
- Kopfschmerzen
- Störung der Nah- und Ferneinstellung des Auges (Akkommodation)
- Sehstörung
- Verstopfung
- Bauchschmerzen
- Verdauungsbeschwerden
- Müdigkeit
- Zittern
- Schwindelgefühl
- Störung des Geschmacksempfindens
- Blutdruckabfall mit Benommenheit
- Flüchtige, spontane Hautrötung (rote Wangen) mit Hitzegefühl (Flush)
- Übelkeit
- Erbrechen
- Juckreiz (Pruritus)
- Schwierigkeiten beim Wasserlassen
- Beschwerden beim Wasserlassen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Verengung des Darmes
- Schwere Blasenentleerungsstörung (mit Restharnbildung)
- Nervenerkrankung mit Muskelerschlaffung (Myasthenia gravis)
- Darmlähmung
- Schwere Dickdarmschleimhautentzündung (Colitis ulcerosa)
- Akute Dickdarmerweiterung mit Entzündung
- Unbehandeltes Engwinkelglaukom
- Mittlere bis schwere Leberfunktionsstörung
- Herzrhythmusstörung mit beschleunigtem Puls
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es beispielsweise zu Verschwommensehen, Problemen beim Wasserlassen, Mundtrockenheit, Verstopfung oder Herzklopfen kommen.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Melperon hydrochlorid Amisulprid Clozapin Promethazin hydrochlorid Prothipendyl hydrochlorid-1-Wasser Sulpirid und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise Sehstörungen, Mundtrockenheit, Probleme beim Wasserlassen, vermindertes Schwitzen, Herzrasen, Verwirrtheit, Beeinträchtigung der Denkleistung, Bewusstseinsstörungen mit starker Unruhe, Halluzinationen oder Verstopfung bis hin zum Darmverschluss.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Bitte vermeiden Sie übermäßige Anstrengungen bei heißem Wetter.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Amitriptylin hydrochlorid Clomipramin hydrochlorid Imipramin hydrochlorid Doxepin hydrochlorid Trimipramin hydrogenmaleat Trimipramin mesilat und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise Sehstörungen, Mundtrockenheit, Probleme beim Wasserlassen, vermindertes Schwitzen, Herzrasen, Verwirrtheit, Beeinträchtigung der Denkleistung, Bewusstseinsstörungen mit starker Unruhe, Halluzinationen oder Verstopfung bis hin zum Darmverschluss.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Bitte vermeiden sie übermäßige Anstrengungen bei heißem Wetter.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Amantadin hemisulfat Amantadin hydrochlorid und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise Sehstörungen, Mundtrockenheit, Verstopfung, Probleme beim Wasserlassen, Herzrasen oder Verwirrtheit.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Clemastin fumarat Dimenhydrinat Diphenhydramin hydrochlorid Paracetamol Doxylamin hydrogensuccinat Hydroxyzin dihydrochlorid und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es beispielsweise zu Verschwommensehen, Problemen beim Wasserlassen, Mundtrockenheit, Verstopfung oder Herzklopfen bzw. Verwirrtheit, Denkstörungen, Erregungszuständen und Halluzinationen kommen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: mikroemulgiert Baldrian-Tinktur Kamillenblüten-Fluidextrakt Kamillenblüten-Extrakt (1:4,0-4,5); Auszugsmittel: Ethanol Kardamomensamen (53,6:71,4:71,4:71,4:28,5:28,5:7,1:71,4:7,1:71,4:32,1:3,6:1) Guaifenesin und weitere
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen, da ein anderes Arzneimittel Alkohol enthält. In diesem Zusammenhang können übermäßige Schläfrigkeit, eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit, Benommenheit oder Schwindel vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Harn-Inkontinenz
Was ist das? - Definition Harninkontinenz bedeutet, dass der Urin nicht mehr zuverlässig gehalten werden kann. Es kommt zu ungewolltem Urinverlust. Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und betreffen Menschen jeden Alters.
Krankheitsbild
Harninkontinenz beschreibt das unkontrollierte Austreten von Urin. Die Erkrankung kann plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln. Sie zeigt sich in verschiedenen Formen, etwa als Belastungsinkontinenz, Dranginkontinenz oder Mischform. Viele Betroffene empfinden Scham und sprechen erst spät darüber, obwohl die Beschwerden meist gut behandelbar sind.
Symptome Verlauf
Die Symptome hängen von der Form der Inkontinenz ab. Häufig kommt es zu plötzlichem Harndrang oder Urinverlust bei körperlicher Belastung. Der Verlauf kann schwankend sein und sich mit der Zeit verstärken, wenn keine Behandlung erfolgt. Typische Anzeichen sind:
- unkontrollierter Urinverlust
- starker plötzlicher Harndrang
- häufiges Wasserlassen
- Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung
Folgen Komplikationen
Unbehandelt kann Harninkontinenz die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Betroffene ziehen sich oft zurück und vermeiden soziale Aktivitäten. Hautreizungen oder Infektionen können auftreten, wenn Urin regelmäßig auf die Haut gelangt. In schweren Fällen kann die Erkrankung auf eine zugrunde liegende Störung hinweisen, die ärztlich abgeklärt werden muss.
Ursachen Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Häufig spielen eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur, Veränderungen der Blase oder Störungen der Nerven eine Rolle. Auch hormonelle Veränderungen, Operationen im Beckenbereich oder chronische Erkrankungen können die Kontinenz beeinträchtigen. Zu den Risikofaktoren zählen höheres Lebensalter, Schwangerschaft und Geburt, Übergewicht, Bewegungsmangel und bestimmte Medikamente.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er prüft zunächst die Form der Inkontinenz und empfiehlt je nach Ursache Beckenbodentraining, Blasentraining oder Wirkstoffgruppen wie bestimmte krampflösende oder entzündungshemmende Mittel. Zudem gibt es auch operative Verfahren.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige Beckenbodenübungen, Blasentraining, Gewichtsreduktion und angepasste Trinkgewohnheiten nutzen. Grenzen bestehen, wenn starke Beschwerden, Schmerzen, Blut im Urin oder wiederkehrende Infektionen auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 08.01.2026
Quellenangabe:
P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04506162
- Darreichungsform:
- Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung (Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung)
- Packungsgröße:
- 98 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 30 mg
- Marke:
- MICTONORM
- Hersteller:
- ACA Müller/ADAG Pharma AG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Mundtrockenheit, Pulserniedrigung, im weiteren Verlauf Herzrasen, Pupillenerweiterung, Sehstörungen, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Unruhe, Verwirrtheit, Halluzinationen, Schwindel, Übelkeit und Sprachstörungen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Häufiges Wasserlassen und Harndrang (Überaktive Blase, Reizblase):
Anwendungsgebiete
- Ungewollter Harnabgang und starker Harndrang
- Häufiges Wasserlassen und Harndrang (Überaktive Blase, Reizblase)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Propiverin hemmt einerseits die Wirkung eines körpereigenen Botenstoffs (Acetylcholin) an bestimmten Rezeptoren (Muscarinrezptoren) im Bereich der Harnblase und andererseits den Calcium-Einstrom in die Muskelzellen und wirkt dadurch krampflösend auf die glatte Muskulatur der Harnleiter und der Harnblase. Propiverin verbessert die Symptome der überaktiven Blase einschließlich der Häufigkeit des Wasserlassens, der Blasenkapazität und der Häufigkeit und Schwere des Harndrangs.
Nebenwirkungen
- Mundtrockenheit
- Kopfschmerzen
- Störung der Nah- und Ferneinstellung des Auges (Akkommodation)
- Sehstörung
- Verstopfung
- Bauchschmerzen
- Verdauungsbeschwerden
- Müdigkeit
- Zittern
- Schwindelgefühl
- Störung des Geschmacksempfindens
- Blutdruckabfall mit Benommenheit
- Flüchtige, spontane Hautrötung (rote Wangen) mit Hitzegefühl (Flush)
- Übelkeit
- Erbrechen
- Juckreiz (Pruritus)
- Schwierigkeiten beim Wasserlassen
- Beschwerden beim Wasserlassen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Verengung des Darmes
- Schwere Blasenentleerungsstörung (mit Restharnbildung)
- Nervenerkrankung mit Muskelerschlaffung (Myasthenia gravis)
- Darmlähmung
- Schwere Dickdarmschleimhautentzündung (Colitis ulcerosa)
- Akute Dickdarmerweiterung mit Entzündung
- Unbehandeltes Engwinkelglaukom
- Mittlere bis schwere Leberfunktionsstörung
- Herzrhythmusstörung mit beschleunigtem Puls
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es beispielsweise zu Verschwommensehen, Problemen beim Wasserlassen, Mundtrockenheit, Verstopfung oder Herzklopfen kommen.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise Sehstörungen, Mundtrockenheit, Probleme beim Wasserlassen, vermindertes Schwitzen, Herzrasen, Verwirrtheit, Beeinträchtigung der Denkleistung, Bewusstseinsstörungen mit starker Unruhe, Halluzinationen oder Verstopfung bis hin zum Darmverschluss.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Bitte vermeiden Sie übermäßige Anstrengungen bei heißem Wetter.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise Sehstörungen, Mundtrockenheit, Probleme beim Wasserlassen, vermindertes Schwitzen, Herzrasen, Verwirrtheit, Beeinträchtigung der Denkleistung, Bewusstseinsstörungen mit starker Unruhe, Halluzinationen oder Verstopfung bis hin zum Darmverschluss.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Bitte vermeiden sie übermäßige Anstrengungen bei heißem Wetter.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise Sehstörungen, Mundtrockenheit, Verstopfung, Probleme beim Wasserlassen, Herzrasen oder Verwirrtheit.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es beispielsweise zu Verschwommensehen, Problemen beim Wasserlassen, Mundtrockenheit, Verstopfung oder Herzklopfen bzw. Verwirrtheit, Denkstörungen, Erregungszuständen und Halluzinationen kommen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen, da ein anderes Arzneimittel Alkohol enthält. In diesem Zusammenhang können übermäßige Schläfrigkeit, eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit, Benommenheit oder Schwindel vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Harn-Inkontinenz
Was ist das? - Definition Harninkontinenz bedeutet, dass der Urin nicht mehr zuverlässig gehalten werden kann. Es kommt zu ungewolltem Urinverlust. Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und betreffen Menschen jeden Alters.
Krankheitsbild
Harninkontinenz beschreibt das unkontrollierte Austreten von Urin. Die Erkrankung kann plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln. Sie zeigt sich in verschiedenen Formen, etwa als Belastungsinkontinenz, Dranginkontinenz oder Mischform. Viele Betroffene empfinden Scham und sprechen erst spät darüber, obwohl die Beschwerden meist gut behandelbar sind.
Symptome Verlauf
Die Symptome hängen von der Form der Inkontinenz ab. Häufig kommt es zu plötzlichem Harndrang oder Urinverlust bei körperlicher Belastung. Der Verlauf kann schwankend sein und sich mit der Zeit verstärken, wenn keine Behandlung erfolgt. Typische Anzeichen sind:
- unkontrollierter Urinverlust
- starker plötzlicher Harndrang
- häufiges Wasserlassen
- Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung
Folgen Komplikationen
Unbehandelt kann Harninkontinenz die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Betroffene ziehen sich oft zurück und vermeiden soziale Aktivitäten. Hautreizungen oder Infektionen können auftreten, wenn Urin regelmäßig auf die Haut gelangt. In schweren Fällen kann die Erkrankung auf eine zugrunde liegende Störung hinweisen, die ärztlich abgeklärt werden muss.
Ursachen Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Häufig spielen eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur, Veränderungen der Blase oder Störungen der Nerven eine Rolle. Auch hormonelle Veränderungen, Operationen im Beckenbereich oder chronische Erkrankungen können die Kontinenz beeinträchtigen. Zu den Risikofaktoren zählen höheres Lebensalter, Schwangerschaft und Geburt, Übergewicht, Bewegungsmangel und bestimmte Medikamente.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er prüft zunächst die Form der Inkontinenz und empfiehlt je nach Ursache Beckenbodentraining, Blasentraining oder Wirkstoffgruppen wie bestimmte krampflösende oder entzündungshemmende Mittel. Zudem gibt es auch operative Verfahren.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige Beckenbodenübungen, Blasentraining, Gewichtsreduktion und angepasste Trinkgewohnheiten nutzen. Grenzen bestehen, wenn starke Beschwerden, Schmerzen, Blut im Urin oder wiederkehrende Infektionen auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 08.01.2026
Quellenangabe:
P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.