NEURO STADA Filmtabletten
11,02 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 00871255
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 50 Stück
- Marke:
- NEURO
- Hersteller:
- STADA Consumer Health Deutschland GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Sie sollte deshalb in Absprache mit Ihrem Arzt festgelegt werden.
Überdosierung?
Bei schweren Überdosierungen von Thiamin (Vitamin B1) kann es zu Reizübertragungsstörungen kommen. Bei langfristiger Einnahme von Pyridoxin (Vitamin B6) sowie bei kurzfristiger Einnahme sehr hoher Dosen kann es zu einer nervenschädigenden Wirkung, unter anderem zu lokalen Nervenleiden mit Missempfindungen und zu Störungen der Bewegungsabläufe kommen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Ihr Arzt wird Ihre Behandlung in regelmäßigen Abständen überprüfen und nach Ablauf von maximal 4 Behandlungswochen entscheiden, ob auf ein Arzneimittel mit niedrigerer Wirkstärke umgestellt wird.
Anwendungsgebiete
- Nervenerkrankung durch Mangel an Vitamin B1 und B6, - bei nachgewiesenen Mangelzuständen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-3mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit oder nach der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Pyridoxin (Vitamin B6): Der Wirkstoff steuert im Körper eine Reihe von Stoffwechselvorgängen, zum Beispiel die Herstellung von Eiweißbestandteilen, von Botenstoffen des Nervensystems wie Adrenalin und die Herstellung des roten Blutfarbstoffes. Außerdem beeinflusst er die Blutgerinnung. Ein Mangel an Pyridoxin kann sich daher durch Blutarmut oder Schäden an Nerven, Haut oder Schleimhaut äußern.
Thiamin (Vitamin B1): Der Wirkstoff ist unentbehrlich für die Funktion des Nervensystems und spielt eine wichtige Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Beschleunigter Puls (Tachykardie)
- Schwitzen (Hyperhidrose)
- Hautreaktion, - mit:
- Juckreiz (Pruritus)
- Nesselausschlag (Urtikaria)
- Lokales Nervenleiden mit Missempfindungen, - insbesondere bei langfristiger Anwendung oder bei Anwendung hoher Dosen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Polyneuropathie
Was ist das? - Definition Polyneuropathie ist eine Erkrankung, bei der mehrere periphere Nerven gleichzeitig geschädigt sind und dadurch die Weiterleitung von Reizen zwischen Körper und Gehirn gestört ist. Dies kann zu Missempfindungen, Schmerzen sowie zu Störungen der Bewegung und der Wahrnehmung führen.
Krankheitsbild
Die Polyneuropathie ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen, bei denen mehrere periphere Nerven geschädigt sind. Diese Nerven liegen außerhalb von Gehirn und Rückenmark und sind dafür zuständig, Reize zwischen Körper und Gehirn weiterzuleiten. Ist ihre Funktion gestört, werden Sinneseindrücke nicht mehr richtig übermittelt oder verarbeitet. Dadurch kommt es beispielsweise zu Missempfindungen, Schmerzen oder verminderter Wahrnehmung.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden bei einer Polyneuropathie sind:
- Missempfindungen wie Kribbeln, Brennen oder ein "Ameisenlaufen", vor allem an Füßen und Beinen, seltener an Händen und Armen
- Taubheitsgefühle sowie ein vermindertes Empfinden für Berührung, Schmerz, Temperatur oder Vibration
- Schmerzen, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein können
- Verminderte Wahrnehmung von Verletzungen, sodass Wunden oder Druckstellen oft spät bemerkt werden
- Muskelschwäche und nachlassende Muskelkraft
- Koordinations- und Gangstörungen, insbesondere durch die eingeschränkte Sensibilität
- Störungen der Blasen- oder Magen-Darm-Funktion, falls das vegetative Nervensystem beteiligt ist.
Der Verlauf ist häufig schleichend: Die Beschwerden beginnen meist an den äußersten Körperstellen (zum Beispiel an den Füßen) und breiten sich nach und nach weiter aus.
Folgen/Komplikationen
Durch die gestörte Wahrnehmung steigt das Risiko für Verletzungen, da Schmerzen oder Temperaturunterschiede nicht mehr richtig erkannt werden. Dies kann beispielsweise zu unbemerkten Wunden oder Verbrennungen führen. Zudem können Bewegungsstörungen, Muskelschwäche oder Gleichgewichtsprobleme entstehen.
Ursachen/Risikofaktoren
Polyneuropathien können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Häufig liegen andere Erkrankungen oder schädigende Einflüsse zugrunde. Zu den wichtigsten Ursachen und Risikofaktoren gehören:
- Diabetes mellitus: Eine der häufigsten Ursachen. Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel kann die Nerven schädigen.
- Alkoholkonsum: Regelmäßiger oder übermäßiger Alkoholkonsum wirkt nervenschädigend.
- Erkrankungen von Leber und Nieren: Wenn diese Organe nicht richtig arbeiten, können sich schädliche Stoffe im Körper ansammeln und die Nerven angreifen.
- Entzündliche oder autoimmune Prozesse: Das Immunsystem kann fälschlicherweise die eigenen Nerven angreifen und schädigen.
- Gifte und Medikamente: Bestimmte Chemikalien oder Arzneimittel können als Nebenwirkung Nervenschäden verursachen.
- Mangelzustände: Ein Mangel an bestimmten Vitaminen, beispielsweise Vitamin B1 oder B12, kann die Nervenfunktion beeinträchtigen.
- Unklare Ursachen: In manchen Fällen lässt sich trotz gründlicher Untersuchung keine eindeutige Ursache feststellen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung richtet sich in erster Linie nach der Ursache der Erkrankung. Ärzte versuchen, die zugrunde liegende Erkrankung zu erkennen und gezielt zu behandeln, um das Fortschreiten der Nervenschädigung zu bremsen. Zusätzlich können Beschwerden wie Schmerzen gezielt behandelt werden.
Das kann man selbst tun: Für Betroffene ist es wichtig, Risikofaktoren möglichst zu vermeiden oder zu reduzieren, etwa durch eine gute Einstellung des Blutzuckers bei Diabetes oder den Verzicht auf Alkohol. Auch eine regelmäßige ärztliche Kontrolle und das frühzeitige Beachten von Symptomen können helfen, Komplikationen zu verhindern.
Bearbeitungsstand: 15.04.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Vitaminmangel
Was ist das? - Definition Unzureichende Versorgung des Körpers mit Vitaminen.
Krankheitsbild
Vitamine sind Mikronährstoffe, die der Körper zum Leben braucht. Bis auf wenige Ausnahmen kann der Mensch Vitamine nicht selbst bilden und muss diese in ausreichender Menge durch die Nahrung zuführen. Denn die unterschiedlichen Substanzen sind an zahlreichen Vorgängen im Körper beteiligt. So braucht der Mensch Vitamine beispielsweise für ein gesundes Knochenwachstum, die Nervenweiterleitung sowie viele weitere Stoffwechselprozesse. Wenn Vitamine über einen gewissen Zeitraum nicht aufgenommen werden und mögliche Speicher geleert sind, kann es zu einem Vitaminmangel kommen.
Symptome/Verlau
Je nachdem, welches Vitamin fehlt, zeigen sich unterschiedlichste Mangelerscheinungen. Zum Teil äußern sich diese anfangs durch ganz allgemeine Symptome wie Müdigkeit, Gedächtnisstörungen oder auch eine erhöhte Infektanfälligkeit. Bei einem ausgeprägten Vitaminmangel kann es beispielsweise zu Entwicklungsstörungen - gerade beim Fötus, Säuglingen und Kleinkindern - kommen. Bei Erwachsenen können neurologische Symptome auftreten oder die Seh - oder Muskelfunktion sowie die Haut - und Knochengesundheit können beeinträchtigt sein. Je stärker der Mangel ausgeprägt ist, desto gravierender werden in der Regel die Folgen.
Folgen/Komplikationen
Einen leichten Vitaminmangel kann man in der Regel gut wieder ausgleichen und die Symptome bilden sich zurück. Tritt ein Vitaminmangel während der Entwicklung auf oder ist stark ausgeprägt kann er auch unumkehrbare Folgen haben. Zum Beispiel:
- Vitamin-C-Mangel löst bei Erwachsenen in seiner ausgeprägten Form Skorbut aus. Es kommt beispielsweise zu Störungen in der Knochenbildung, Blutungen, schlechter Wundheilung und Zahnausfall.
- Folsäure-Mangel in der Schwangerschaft ist Ursache für einen sogenannten Neuralrohdefekt beim Fötus führen. Dieser kann zu Nervenschäden, Lernbehinderungen, Lähmungen und zum Tod führen.
- Vitamin-D-Mangel kann die Knochenstruktur dauerhaft schädigen. Bei Kindern entstehen durch Rachitis Fehlstellungen wie verbogene Beine oder Veränderungen am Skelett. Bei Erwachsenen kommt es zu einer Knochenerweichung (Osteomalazie), wodurch die Knochen leichter brechen können.
Ursachen/Risikofaktoren
Ursache für einen Vitaminmangel ist in der Regel eine unzureichende Zufuhr von Vitaminen durch die Nahrung. Das geschieht etwa bei Mangelernährung durch Hunger, aber auch durch eine unausgewogene oder sehr einseitige Ernährungsweise. In Deutschland sind die meisten Menschen ausreichend mit Vitaminen versorgt. Zu einer unzureichenden Versorgung kommt es hierzulande am ehesten bei Folsäure, Vitamin B12 oder Vitamin D. Da Vitamin D auch in der Haut mithilfe von UV-Strahlung gebildet wird, kann ein Mangel beispielsweise auch dadurch begünstigt sein, dass Menschen sich zu wenig im Freien aufhalten. Nicht zuletzt kann ein Vitaminmangel entstehen, wenn ein Vitamin im Darm schlecht aufgenommen wird oder der Bedarf etwa aufgrund von Krankheiten steigt.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ein Vitamin -Mangel kann der Arzt mithilfe von Blutuntersuchungen feststellen. Bei einem akuten Mangel rät er mitunter zu Nahrungsergänzungsmitteln. Im Extremfall können die fehlenden Mikronährstoffe auch intravenös zugeführt werden.
Das kann man selbst tun: Eine ausgewogene Ernährungsweise mit viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Milchprodukten in Maßen sowie hin und wieder Fleisch und Fisch sowie hochwertigen Ölen versorgt den Menschen in der Regel mit ausreichend Vitaminen. Für die Vitamin-D-Versorgung ist es zudem wichtig, sich regelmäßig im Freien aufzuhalten.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Kellnhauser, Thiemes Pflege, Thieme, (2012) - Biesalski et al, Ernährungsmedizin, Thieme, (2007)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 00871255
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 50 Stück
- Marke:
- NEURO
- Hersteller:
- STADA Consumer Health Deutschland GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Sie sollte deshalb in Absprache mit Ihrem Arzt festgelegt werden.
Überdosierung?
Bei schweren Überdosierungen von Thiamin (Vitamin B1) kann es zu Reizübertragungsstörungen kommen. Bei langfristiger Einnahme von Pyridoxin (Vitamin B6) sowie bei kurzfristiger Einnahme sehr hoher Dosen kann es zu einer nervenschädigenden Wirkung, unter anderem zu lokalen Nervenleiden mit Missempfindungen und zu Störungen der Bewegungsabläufe kommen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Ihr Arzt wird Ihre Behandlung in regelmäßigen Abständen überprüfen und nach Ablauf von maximal 4 Behandlungswochen entscheiden, ob auf ein Arzneimittel mit niedrigerer Wirkstärke umgestellt wird.
Anwendungsgebiete
- Nervenerkrankung durch Mangel an Vitamin B1 und B6, - bei nachgewiesenen Mangelzuständen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-3mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit oder nach der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Pyridoxin (Vitamin B6): Der Wirkstoff steuert im Körper eine Reihe von Stoffwechselvorgängen, zum Beispiel die Herstellung von Eiweißbestandteilen, von Botenstoffen des Nervensystems wie Adrenalin und die Herstellung des roten Blutfarbstoffes. Außerdem beeinflusst er die Blutgerinnung. Ein Mangel an Pyridoxin kann sich daher durch Blutarmut oder Schäden an Nerven, Haut oder Schleimhaut äußern.
Thiamin (Vitamin B1): Der Wirkstoff ist unentbehrlich für die Funktion des Nervensystems und spielt eine wichtige Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Beschleunigter Puls (Tachykardie)
- Schwitzen (Hyperhidrose)
- Hautreaktion, - mit:
- Juckreiz (Pruritus)
- Nesselausschlag (Urtikaria)
- Lokales Nervenleiden mit Missempfindungen, - insbesondere bei langfristiger Anwendung oder bei Anwendung hoher Dosen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Polyneuropathie
Was ist das? - Definition Polyneuropathie ist eine Erkrankung, bei der mehrere periphere Nerven gleichzeitig geschädigt sind und dadurch die Weiterleitung von Reizen zwischen Körper und Gehirn gestört ist. Dies kann zu Missempfindungen, Schmerzen sowie zu Störungen der Bewegung und der Wahrnehmung führen.
Krankheitsbild
Die Polyneuropathie ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen, bei denen mehrere periphere Nerven geschädigt sind. Diese Nerven liegen außerhalb von Gehirn und Rückenmark und sind dafür zuständig, Reize zwischen Körper und Gehirn weiterzuleiten. Ist ihre Funktion gestört, werden Sinneseindrücke nicht mehr richtig übermittelt oder verarbeitet. Dadurch kommt es beispielsweise zu Missempfindungen, Schmerzen oder verminderter Wahrnehmung.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden bei einer Polyneuropathie sind:
- Missempfindungen wie Kribbeln, Brennen oder ein "Ameisenlaufen", vor allem an Füßen und Beinen, seltener an Händen und Armen
- Taubheitsgefühle sowie ein vermindertes Empfinden für Berührung, Schmerz, Temperatur oder Vibration
- Schmerzen, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein können
- Verminderte Wahrnehmung von Verletzungen, sodass Wunden oder Druckstellen oft spät bemerkt werden
- Muskelschwäche und nachlassende Muskelkraft
- Koordinations- und Gangstörungen, insbesondere durch die eingeschränkte Sensibilität
- Störungen der Blasen- oder Magen-Darm-Funktion, falls das vegetative Nervensystem beteiligt ist.
Der Verlauf ist häufig schleichend: Die Beschwerden beginnen meist an den äußersten Körperstellen (zum Beispiel an den Füßen) und breiten sich nach und nach weiter aus.
Folgen/Komplikationen
Durch die gestörte Wahrnehmung steigt das Risiko für Verletzungen, da Schmerzen oder Temperaturunterschiede nicht mehr richtig erkannt werden. Dies kann beispielsweise zu unbemerkten Wunden oder Verbrennungen führen. Zudem können Bewegungsstörungen, Muskelschwäche oder Gleichgewichtsprobleme entstehen.
Ursachen/Risikofaktoren
Polyneuropathien können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Häufig liegen andere Erkrankungen oder schädigende Einflüsse zugrunde. Zu den wichtigsten Ursachen und Risikofaktoren gehören:
- Diabetes mellitus: Eine der häufigsten Ursachen. Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel kann die Nerven schädigen.
- Alkoholkonsum: Regelmäßiger oder übermäßiger Alkoholkonsum wirkt nervenschädigend.
- Erkrankungen von Leber und Nieren: Wenn diese Organe nicht richtig arbeiten, können sich schädliche Stoffe im Körper ansammeln und die Nerven angreifen.
- Entzündliche oder autoimmune Prozesse: Das Immunsystem kann fälschlicherweise die eigenen Nerven angreifen und schädigen.
- Gifte und Medikamente: Bestimmte Chemikalien oder Arzneimittel können als Nebenwirkung Nervenschäden verursachen.
- Mangelzustände: Ein Mangel an bestimmten Vitaminen, beispielsweise Vitamin B1 oder B12, kann die Nervenfunktion beeinträchtigen.
- Unklare Ursachen: In manchen Fällen lässt sich trotz gründlicher Untersuchung keine eindeutige Ursache feststellen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung richtet sich in erster Linie nach der Ursache der Erkrankung. Ärzte versuchen, die zugrunde liegende Erkrankung zu erkennen und gezielt zu behandeln, um das Fortschreiten der Nervenschädigung zu bremsen. Zusätzlich können Beschwerden wie Schmerzen gezielt behandelt werden.
Das kann man selbst tun: Für Betroffene ist es wichtig, Risikofaktoren möglichst zu vermeiden oder zu reduzieren, etwa durch eine gute Einstellung des Blutzuckers bei Diabetes oder den Verzicht auf Alkohol. Auch eine regelmäßige ärztliche Kontrolle und das frühzeitige Beachten von Symptomen können helfen, Komplikationen zu verhindern.
Bearbeitungsstand: 15.04.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Vitaminmangel
Was ist das? - Definition Unzureichende Versorgung des Körpers mit Vitaminen.
Krankheitsbild
Vitamine sind Mikronährstoffe, die der Körper zum Leben braucht. Bis auf wenige Ausnahmen kann der Mensch Vitamine nicht selbst bilden und muss diese in ausreichender Menge durch die Nahrung zuführen. Denn die unterschiedlichen Substanzen sind an zahlreichen Vorgängen im Körper beteiligt. So braucht der Mensch Vitamine beispielsweise für ein gesundes Knochenwachstum, die Nervenweiterleitung sowie viele weitere Stoffwechselprozesse. Wenn Vitamine über einen gewissen Zeitraum nicht aufgenommen werden und mögliche Speicher geleert sind, kann es zu einem Vitaminmangel kommen.
Symptome/Verlau
Je nachdem, welches Vitamin fehlt, zeigen sich unterschiedlichste Mangelerscheinungen. Zum Teil äußern sich diese anfangs durch ganz allgemeine Symptome wie Müdigkeit, Gedächtnisstörungen oder auch eine erhöhte Infektanfälligkeit. Bei einem ausgeprägten Vitaminmangel kann es beispielsweise zu Entwicklungsstörungen - gerade beim Fötus, Säuglingen und Kleinkindern - kommen. Bei Erwachsenen können neurologische Symptome auftreten oder die Seh - oder Muskelfunktion sowie die Haut - und Knochengesundheit können beeinträchtigt sein. Je stärker der Mangel ausgeprägt ist, desto gravierender werden in der Regel die Folgen.
Folgen/Komplikationen
Einen leichten Vitaminmangel kann man in der Regel gut wieder ausgleichen und die Symptome bilden sich zurück. Tritt ein Vitaminmangel während der Entwicklung auf oder ist stark ausgeprägt kann er auch unumkehrbare Folgen haben. Zum Beispiel:
- Vitamin-C-Mangel löst bei Erwachsenen in seiner ausgeprägten Form Skorbut aus. Es kommt beispielsweise zu Störungen in der Knochenbildung, Blutungen, schlechter Wundheilung und Zahnausfall.
- Folsäure-Mangel in der Schwangerschaft ist Ursache für einen sogenannten Neuralrohdefekt beim Fötus führen. Dieser kann zu Nervenschäden, Lernbehinderungen, Lähmungen und zum Tod führen.
- Vitamin-D-Mangel kann die Knochenstruktur dauerhaft schädigen. Bei Kindern entstehen durch Rachitis Fehlstellungen wie verbogene Beine oder Veränderungen am Skelett. Bei Erwachsenen kommt es zu einer Knochenerweichung (Osteomalazie), wodurch die Knochen leichter brechen können.
Ursachen/Risikofaktoren
Ursache für einen Vitaminmangel ist in der Regel eine unzureichende Zufuhr von Vitaminen durch die Nahrung. Das geschieht etwa bei Mangelernährung durch Hunger, aber auch durch eine unausgewogene oder sehr einseitige Ernährungsweise. In Deutschland sind die meisten Menschen ausreichend mit Vitaminen versorgt. Zu einer unzureichenden Versorgung kommt es hierzulande am ehesten bei Folsäure, Vitamin B12 oder Vitamin D. Da Vitamin D auch in der Haut mithilfe von UV-Strahlung gebildet wird, kann ein Mangel beispielsweise auch dadurch begünstigt sein, dass Menschen sich zu wenig im Freien aufhalten. Nicht zuletzt kann ein Vitaminmangel entstehen, wenn ein Vitamin im Darm schlecht aufgenommen wird oder der Bedarf etwa aufgrund von Krankheiten steigt.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ein Vitamin -Mangel kann der Arzt mithilfe von Blutuntersuchungen feststellen. Bei einem akuten Mangel rät er mitunter zu Nahrungsergänzungsmitteln. Im Extremfall können die fehlenden Mikronährstoffe auch intravenös zugeführt werden.
Das kann man selbst tun: Eine ausgewogene Ernährungsweise mit viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Milchprodukten in Maßen sowie hin und wieder Fleisch und Fisch sowie hochwertigen Ölen versorgt den Menschen in der Regel mit ausreichend Vitaminen. Für die Vitamin-D-Versorgung ist es zudem wichtig, sich regelmäßig im Freien aufzuhalten.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Kellnhauser, Thiemes Pflege, Thieme, (2012) - Biesalski et al, Ernährungsmedizin, Thieme, (2007)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.