NICORETTE TX Pflaster 15 mg
20,08 €
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Pharmazeutische Informationen
Pflaster transdermal — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 12572316
- Darreichungsform:
- Pflaster transdermal (Pflaster Wirkstoff-freisetzend)
- Packungsgröße:
- 7 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 15 mg
- Marke:
- NICORETTE
- Hersteller:
- Pharma Gerke Arzneimittelvertriebs GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Kleben Sie das Arzneimittel auf eine saubere, trockene und unverletzte Hautstelle auf. Drücken Sie es 10-15 Sekunden an. Das Arzneimittel sollte 16 Stunden auf der Hautstelle bleiben. Vor dem Schlafengehen wird das Arzneimittel wieder entfernt. Vor einer erneuten Anwendung an der selben Stelle sollte eine Pause von einigen Tagen abgewartet werden. Für das Aufkleben günstige Körperstellen sind der Oberarm, der Schulterbereich oder die Hüfte. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände.
Dauer der Anwendung?
Das Arzneimittel sollte nicht länger als 6 Monate angewendet werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Übelkeit, vermehrtem Speichelfluss, Schweißausbrüchen, Kopfschmerzen, Schwindel, Hörstörungen, Blutdruckabfall, Atemschwierigkeiten sowie zum Kreislaufkollaps kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Es kann sinnvoll sein, im Laufe der Behandlung die Dosis zu reduzieren.
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Anwendungsgebiete
- Zur Unterstützung der - Raucherentwöhnung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Pflaster, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: morgens nach dem Aufstehen
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff wird als Unterstützung zur Raucherentwöhnung eingesetzt, vor allem um Entzugserscheinungen zu mildern. Das Entscheidende dabei ist, dass das Nikotin nicht in Form einer Zigarette abgegeben wird. Dadurch können die nachteiligen Faktoren, wie die zusätzlich mit aufgenommenen Schadstoffe und der suchtfördernde Vorgang des Rauchens, ausgeschlossen werden. Durch langsame Verringerung der Nikotinmenge kann kontrolliert die Nikotinabhängigkeit beendet werden.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Nebenwirkungen, die speziell bei Nikotinabgabe mit Hilfe eines Pflasters auftreten:
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut - an der Anwendungsstelle, wie:
- Hautausschlag
- Hautrötung
- Juckreiz
- Nesselausschlag
Beim Arzneimittel werden zahlreiche Nebenwirkungen angegeben. Dabei ist zu beachten:
- Grundsätzlich können unter der Behandlung mit diesem Arzneimittel ähnliche Nebenwirkungen auftreten wie beim Rauchen.
- Beschwerden, die auftreten, können auch durch den Entzug bedingt sein.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Hauterkrankungen, die den ganzen Körper betreffen - und/oder chronisch sind, wie z.B. Schuppenflechte, chronische Hautentzündungen und Nesselausschlag
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Geschwüre im Verdauungstrakt
- Herzinfarkt, der erst kurze Zeit zurückliegt - (bis 3 Monate)
- Angina pectoris
- Prinzmetal-Angina (spezielle Form der Angina pectoris)
- Herzrhythmusstörungen
- Bluthochdruck
- Schlaganfall, der erst kurz zurückliegt
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), der mit Insulin behandelt werden muss
- Schilddrüsenüberfunktion
- Phäochromocytom (Adrenalin produzierender Tumor)
Nichtraucher oder Gelegenheitsraucher sollten das Arzneimittel nicht anwenden.
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Arzneimittel enthält einen Stoff, der bei Kindern zu schwersten Vergiftungen führen kann. Achten Sie deshalb ganz besonders auf eine sichere Verwahrung vor Kindern, auch bei evtl. Resten nach der Anwendung und Verpackungen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Rauchen sollte in jedem Fall vermieden werden, weil die medikamentöse Behandlung gestört wird.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Die Rauchentwöhnung sollte begleitet sein von Maßnahmen, die die Motivation unterstützen.
Raucherentwöhnung
Was ist das? - Definition Raucherentwöhnung bezeichnet den bewussten Prozess, das Rauchen dauerhaft aufzugeben. Dabei werden körperliche und psychische Abhängigkeit überwunden. Mit geeigneten Methoden ist der Ausstieg gut möglich, auch wenn der Weg individuell unterschiedlich verläuft.
Krankheitsbild
Rauchen führt zu einer Abhängigkeit von Nikotin, das sowohl körperliche als auch psychische Faktoren umfasst. Bei der Entwöhnung reagiert der Körper auf das fehlende Nikotin mit Entzugssymptomen, bei der Gewohnheiten und erlernte Verhaltensmuster eine starke Rolle spielen. Die Umstellung betrifft Atmung, Kreislauf und Stoffwechsel und kann von emotionalen Belastungen begleitet sein. Viele erleben die ersten Tage als besonders herausfordernd, doch der Körper beginnt bereits früh mit der Regeneration.
Symptome/Verlauf
Typische Entzugssymptome können kurz nach dem Rauchstopp auftreten und nach einigen Tagen wieder abklingen. Dazu gehören innere Unruhe oder Schlafprobleme. Im Verlauf stabilisiert sich das Befinden, allerdings schwankt die Motivation auf das Rauchen zu verzichten oft. Häufige Beschwerden sind:
- Reizbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten
- Vermehrter Appetit und leichtes Gewichtszunehmen
- Husten durch die beginnende Reinigung der Atemwege
Der Verlauf ist individuell, doch viele erleben innerhalb weniger Wochen eine deutliche Verbesserung ihrer körperlichen Belastbarkeit und ihres allgemeinen Wohlbefindens.
Folgen/Komplikationen
Der Rauchstopp führt langfristig zu einer deutlichen Verringerung des Risikos für Herz-Kreislauf-Probleme, Atemwegserkrankungen und verschiedene Tumorarten. Kurzfristig können jedoch Entzugssymptome belastend sein. Manche Betroffene entwickeln starke Stimmungsschwankungen oder erleben Rückfälle, die zusätzliche Unterstützung notwendig machen. Ohne Begleitung kann die Entwöhnung schwieriger werden, besonders bei ausgeprägter Abhängigkeit.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Abhängigkeit entsteht durch die Wirkung von Nikotin auf das Belohnungssystem. Risikofaktoren sind Stress, soziale Gewohnheiten und langjähriger Konsum. Auch emotionale Belastungen können den Ausstieg erschweren. Menschen, die sehr früh begonnen haben oder viel rauchen, entwickeln häufiger eine starke körperliche Bindung und erleben intensivere Entzugssymptome.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann unterstützende Mittel wie Nikotinersatzprodukte empfehlen und Beratungsangebote vermitteln.
Das kann man selbst tun: Das Erkennen eigener Auslöser, regelmäßige Bewegung und feste Rauchstopproutinen erleichtern das Aufhören. Grenzen bestehen, wenn starke Entzugssymptome auftreten, Rückfälle häufig sind oder psychische Belastungen überfordern. Dann ist professionelle Unterstützung sinnvoll.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - N.N., Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, (2004), Aufl. 260 - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage - American Cancer Society, www.cancer.org, (2011), Guide to Quitting Smoking
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Nikotinabhängigkeit
Was ist das? - Definition Nikotinabhängigkeit ist eine körperliche und psychische Abhängigkeit von Nikotin. Sie zeigt sich durch starkes Verlangen, Kontrollverlust und Entzugssymptome, wenn kein Nikotin zugeführt wird. Die Sucht entsteht meist durch regelmäßigen Konsum von Tabakprodukten und kann langfristig die Gesundheit erheblich beeinträchtigen.
Krankheitsbild
Nikotinabhängigkeit entwickelt sich schleichend. Der Körper gewöhnt sich an die regelmäßige Zufuhr von Nikotin und verlangt zunehmend danach. Gleichzeitig verankern sich Gewohnheiten im Alltag, die das Rauchverhalten im mehr verankern. Viele Betroffene erleben eine Mischung aus körperlicher Abhängigkeit und psychischer Bindung an bestimmte Situationen oder Gefühle.
Symptome/Verlauf
Typisch sind starkes Verlangen und Schwierigkeiten, den Konsum zu kontrollieren. Bei Abstinenz treten Entzugssymptome auf. Dazu gehören Reizbarkeit, Unruhe, Schlafprobleme und gesteigerter Appetit. Der Verlauf ist oft chronisch, da die psychische Komponente lange bestehen bleibt. Häufige Merkmale sind:
- starkes Verlangen nach Nikotin
- zunehmende Toleranzentwicklung
- Entzugssymptome bei Verzicht
- fortgesetzter Konsum trotz negativer Folgen
Folgen/Komplikationen
Langfristig erhöht Nikotinabhängigkeit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Lungenerkrankungen und verschiedene Krebsarten. Auch die Leistungsfähigkeit sinkt in vielen Fällen. Psychisch kann die Abhängigkeit zu Stress und sozialem Rückzug führen. Viele Betroffene erleben wiederholte Rückfälle, was zusätzlichen Druck erzeugt.
Ursachen/Risikofaktoren
Nikotin wirkt stark suchterzeugend. Es beeinflusst das Belohnungssystem im Gehirn und führt zu einer schnellen Gewöhnung. Risikofaktoren sind frühes Einstiegsalter, Stress, familiäre Vorbilder und soziale Gewohnheiten. Auch genetische Faktoren können eine Rolle spielen. Je häufiger und regelmäßiger konsumiert wird, desto höher ist das Risiko einer Abhängigkeit.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann eine Beratung anbieten und gegebenenfalls Nikotinersatz oder bestimmte Wirkstoffgruppen zur Linderung des Verlangens verordnen.
Das kann man selbst tun: Nach Möglichkeit Auslöser des Konsums meiden und Unterstützung im Umfeld suchen. Grenzen bestehen, wenn Entzugssymptome stark sind oder Rückfälle häufig auftreten. Dann sollte unbedingt professionelle Hilfe genutzt werden.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - N.N., Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, (2004), Aufl. 260 - American Cancer Society, www.cancer.org, (2011), Guide to Quitting Smoking
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Pflaster transdermal — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 12572316
- Darreichungsform:
- Pflaster transdermal (Pflaster Wirkstoff-freisetzend)
- Packungsgröße:
- 7 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 15 mg
- Marke:
- NICORETTE
- Hersteller:
- Pharma Gerke Arzneimittelvertriebs GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Kleben Sie das Arzneimittel auf eine saubere, trockene und unverletzte Hautstelle auf. Drücken Sie es 10-15 Sekunden an. Das Arzneimittel sollte 16 Stunden auf der Hautstelle bleiben. Vor dem Schlafengehen wird das Arzneimittel wieder entfernt. Vor einer erneuten Anwendung an der selben Stelle sollte eine Pause von einigen Tagen abgewartet werden. Für das Aufkleben günstige Körperstellen sind der Oberarm, der Schulterbereich oder die Hüfte. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände.
Dauer der Anwendung?
Das Arzneimittel sollte nicht länger als 6 Monate angewendet werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Übelkeit, vermehrtem Speichelfluss, Schweißausbrüchen, Kopfschmerzen, Schwindel, Hörstörungen, Blutdruckabfall, Atemschwierigkeiten sowie zum Kreislaufkollaps kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Es kann sinnvoll sein, im Laufe der Behandlung die Dosis zu reduzieren.
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Anwendungsgebiete
- Zur Unterstützung der - Raucherentwöhnung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Pflaster, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: morgens nach dem Aufstehen
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff wird als Unterstützung zur Raucherentwöhnung eingesetzt, vor allem um Entzugserscheinungen zu mildern. Das Entscheidende dabei ist, dass das Nikotin nicht in Form einer Zigarette abgegeben wird. Dadurch können die nachteiligen Faktoren, wie die zusätzlich mit aufgenommenen Schadstoffe und der suchtfördernde Vorgang des Rauchens, ausgeschlossen werden. Durch langsame Verringerung der Nikotinmenge kann kontrolliert die Nikotinabhängigkeit beendet werden.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Nebenwirkungen, die speziell bei Nikotinabgabe mit Hilfe eines Pflasters auftreten:
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut - an der Anwendungsstelle, wie:
- Hautausschlag
- Hautrötung
- Juckreiz
- Nesselausschlag
Beim Arzneimittel werden zahlreiche Nebenwirkungen angegeben. Dabei ist zu beachten:
- Grundsätzlich können unter der Behandlung mit diesem Arzneimittel ähnliche Nebenwirkungen auftreten wie beim Rauchen.
- Beschwerden, die auftreten, können auch durch den Entzug bedingt sein.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Hauterkrankungen, die den ganzen Körper betreffen - und/oder chronisch sind, wie z.B. Schuppenflechte, chronische Hautentzündungen und Nesselausschlag
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Geschwüre im Verdauungstrakt
- Herzinfarkt, der erst kurze Zeit zurückliegt - (bis 3 Monate)
- Angina pectoris
- Prinzmetal-Angina (spezielle Form der Angina pectoris)
- Herzrhythmusstörungen
- Bluthochdruck
- Schlaganfall, der erst kurz zurückliegt
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), der mit Insulin behandelt werden muss
- Schilddrüsenüberfunktion
- Phäochromocytom (Adrenalin produzierender Tumor)
Nichtraucher oder Gelegenheitsraucher sollten das Arzneimittel nicht anwenden.
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Arzneimittel enthält einen Stoff, der bei Kindern zu schwersten Vergiftungen führen kann. Achten Sie deshalb ganz besonders auf eine sichere Verwahrung vor Kindern, auch bei evtl. Resten nach der Anwendung und Verpackungen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Rauchen sollte in jedem Fall vermieden werden, weil die medikamentöse Behandlung gestört wird.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Die Rauchentwöhnung sollte begleitet sein von Maßnahmen, die die Motivation unterstützen.
Raucherentwöhnung
Was ist das? - Definition Raucherentwöhnung bezeichnet den bewussten Prozess, das Rauchen dauerhaft aufzugeben. Dabei werden körperliche und psychische Abhängigkeit überwunden. Mit geeigneten Methoden ist der Ausstieg gut möglich, auch wenn der Weg individuell unterschiedlich verläuft.
Krankheitsbild
Rauchen führt zu einer Abhängigkeit von Nikotin, das sowohl körperliche als auch psychische Faktoren umfasst. Bei der Entwöhnung reagiert der Körper auf das fehlende Nikotin mit Entzugssymptomen, bei der Gewohnheiten und erlernte Verhaltensmuster eine starke Rolle spielen. Die Umstellung betrifft Atmung, Kreislauf und Stoffwechsel und kann von emotionalen Belastungen begleitet sein. Viele erleben die ersten Tage als besonders herausfordernd, doch der Körper beginnt bereits früh mit der Regeneration.
Symptome/Verlauf
Typische Entzugssymptome können kurz nach dem Rauchstopp auftreten und nach einigen Tagen wieder abklingen. Dazu gehören innere Unruhe oder Schlafprobleme. Im Verlauf stabilisiert sich das Befinden, allerdings schwankt die Motivation auf das Rauchen zu verzichten oft. Häufige Beschwerden sind:
- Reizbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten
- Vermehrter Appetit und leichtes Gewichtszunehmen
- Husten durch die beginnende Reinigung der Atemwege
Der Verlauf ist individuell, doch viele erleben innerhalb weniger Wochen eine deutliche Verbesserung ihrer körperlichen Belastbarkeit und ihres allgemeinen Wohlbefindens.
Folgen/Komplikationen
Der Rauchstopp führt langfristig zu einer deutlichen Verringerung des Risikos für Herz-Kreislauf-Probleme, Atemwegserkrankungen und verschiedene Tumorarten. Kurzfristig können jedoch Entzugssymptome belastend sein. Manche Betroffene entwickeln starke Stimmungsschwankungen oder erleben Rückfälle, die zusätzliche Unterstützung notwendig machen. Ohne Begleitung kann die Entwöhnung schwieriger werden, besonders bei ausgeprägter Abhängigkeit.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Abhängigkeit entsteht durch die Wirkung von Nikotin auf das Belohnungssystem. Risikofaktoren sind Stress, soziale Gewohnheiten und langjähriger Konsum. Auch emotionale Belastungen können den Ausstieg erschweren. Menschen, die sehr früh begonnen haben oder viel rauchen, entwickeln häufiger eine starke körperliche Bindung und erleben intensivere Entzugssymptome.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann unterstützende Mittel wie Nikotinersatzprodukte empfehlen und Beratungsangebote vermitteln.
Das kann man selbst tun: Das Erkennen eigener Auslöser, regelmäßige Bewegung und feste Rauchstopproutinen erleichtern das Aufhören. Grenzen bestehen, wenn starke Entzugssymptome auftreten, Rückfälle häufig sind oder psychische Belastungen überfordern. Dann ist professionelle Unterstützung sinnvoll.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - N.N., Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, (2004), Aufl. 260 - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage - American Cancer Society, www.cancer.org, (2011), Guide to Quitting Smoking
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Nikotinabhängigkeit
Was ist das? - Definition Nikotinabhängigkeit ist eine körperliche und psychische Abhängigkeit von Nikotin. Sie zeigt sich durch starkes Verlangen, Kontrollverlust und Entzugssymptome, wenn kein Nikotin zugeführt wird. Die Sucht entsteht meist durch regelmäßigen Konsum von Tabakprodukten und kann langfristig die Gesundheit erheblich beeinträchtigen.
Krankheitsbild
Nikotinabhängigkeit entwickelt sich schleichend. Der Körper gewöhnt sich an die regelmäßige Zufuhr von Nikotin und verlangt zunehmend danach. Gleichzeitig verankern sich Gewohnheiten im Alltag, die das Rauchverhalten im mehr verankern. Viele Betroffene erleben eine Mischung aus körperlicher Abhängigkeit und psychischer Bindung an bestimmte Situationen oder Gefühle.
Symptome/Verlauf
Typisch sind starkes Verlangen und Schwierigkeiten, den Konsum zu kontrollieren. Bei Abstinenz treten Entzugssymptome auf. Dazu gehören Reizbarkeit, Unruhe, Schlafprobleme und gesteigerter Appetit. Der Verlauf ist oft chronisch, da die psychische Komponente lange bestehen bleibt. Häufige Merkmale sind:
- starkes Verlangen nach Nikotin
- zunehmende Toleranzentwicklung
- Entzugssymptome bei Verzicht
- fortgesetzter Konsum trotz negativer Folgen
Folgen/Komplikationen
Langfristig erhöht Nikotinabhängigkeit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Lungenerkrankungen und verschiedene Krebsarten. Auch die Leistungsfähigkeit sinkt in vielen Fällen. Psychisch kann die Abhängigkeit zu Stress und sozialem Rückzug führen. Viele Betroffene erleben wiederholte Rückfälle, was zusätzlichen Druck erzeugt.
Ursachen/Risikofaktoren
Nikotin wirkt stark suchterzeugend. Es beeinflusst das Belohnungssystem im Gehirn und führt zu einer schnellen Gewöhnung. Risikofaktoren sind frühes Einstiegsalter, Stress, familiäre Vorbilder und soziale Gewohnheiten. Auch genetische Faktoren können eine Rolle spielen. Je häufiger und regelmäßiger konsumiert wird, desto höher ist das Risiko einer Abhängigkeit.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann eine Beratung anbieten und gegebenenfalls Nikotinersatz oder bestimmte Wirkstoffgruppen zur Linderung des Verlangens verordnen.
Das kann man selbst tun: Nach Möglichkeit Auslöser des Konsums meiden und Unterstützung im Umfeld suchen. Grenzen bestehen, wenn Entzugssymptome stark sind oder Rückfälle häufig auftreten. Dann sollte unbedingt professionelle Hilfe genutzt werden.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - N.N., Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, (2004), Aufl. 260 - American Cancer Society, www.cancer.org, (2011), Guide to Quitting Smoking
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.