NIMOTOP 30 mg Filmtabletten Saudi-Arabien
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Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 20371402
- Darreichungsform:
- Filmtabletten
- Wirkstoffstärke:
- 30 mg
- Marke:
- NIMOTOP
- Hersteller:
- ALTAMEDICS GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRLagerungsanforderungen
Demenz
Was ist das? - Definition Demenz ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, die mit fortschreitenden Verlusten geistiger Fähigkeiten wie Gedächtnis, Denken und Orientierung einhergehen. Diese entstehen bei allen Demenzerkrankungen durch das Absterben von Nervenzellen im Gehirn. Eine Heilung ist bisher nicht möglich, doch man kann das Demenz-Risiko durch Vorsorgemaßnahmen etwas verringern.
Krankheitsbilder
Je nach Demenzform zeigen sich unterschiedliche Krankheitsbilder.
- Alzheimer-Erkrankung: Durch Ablagerungen bestimmter Proteine im Gehirn (Amyloid-beta und Tau-Protein) sterben langsam, aber fortlaufend Nervenzellen ab. Dies beeinträchtigt mit den Jahren zunehmend die geistige Leistungsfähigkeit. Die Alzheimer-Krankheit stellt die häufigste Demenzform dar und tritt typischerweise in höherem Alter auf.
- Vaskuläre Demenz: Infolge von Durchblutungsstörungen im Gehirn etwa bei einem Schlaganfall oder chronischen Blutgefäßerkrankungen sterben Teile des Nervengewebes ab, was zu verschiedenen neurologischen Ausfällen wie etwa Lähmungen, Sprach- und Schluckstörungen oder Einbußen der geistigen Leistungsfähigkeit führt.
- Lewy-Körper-Demenz: Symptome dieses seltenen Leidens ähneln denen der Alzheimer- und der Parkinson-Krankheit. In Nervenzellen der Großhirnrinde finden sich Einschlüsse bestimmter Proteine (Alpha-Synuclein), die auch bei der Parkinson-Krankheit vorkommen, aber an anderer Stelle.
- Frontotemporale Demenz: Auch bei dieser seltenen Demenzform lagern sich bestimmte Proteine im Gehirn ab, besonders auch in für das Verhalten und Sprache wichtigen Bereichen. Die Erkrankung bricht häufig bereits vor dem 65. Lebensjahr aus.
- Parkinson-Demenz: Als Folge der zunächst vor allem durch Bewegungsstörungen gekennzeichneten Erkrankung kann sich möglicherweise auch eine Demenz entwickeln. Es sterben in einem bestimmten Hirnbereich Nervenzellen ab, die den Hirnbotenstoff Dopamin nutzen. In den Nervenzellen finden sich Ablagerungen des Proteins Alpha-Synuclein. Die meisten von Parkinson Betroffenen erkranken um das sechzigste Lebensjahr herum.
- Chronisch Traumatische Enzephalopathie: Wiederholte Stöße gegen den Kopf etwa bei Kontaktsportarten beeinträchtigen womöglich Nervenzellverbindungen. Letztlich kann das zu Ablagerungen bestimmter Proteine (Tau-Proteine) in Nervenzellen führen und diese schädigen. Eine Demenz-Erkrankung mit Parkinson ähnelnden Symptomen kann entstehen.
- Mischformen: Patienten können auch an verschiedene Demenzformen erkranken, etwa an der Alzheimer-Krankheit und Vaskulärer Demenz.
Symptome/Verlauf
je nach Ursache einer Demenz-Erkrankung und individueller Situation der Patienten unterscheiden sich Symptome und Verlauf. In jedem Fall nimmt die geistige Leistungsfähigkeit meist über Jahre hinweg ab. Es leiden das Kurzeit- und dann das Langzeitgedächtnis. Gesichter werden schlechter oder gar nicht mehr erkannt, schließlich auch bei sehr vertrauten Menschen. Zudem verlieren Patienten die Fähigkeit, komplizierte und später auch einfache Alltagstätigkeiten auszuüben, etwa Banküberweisungen durchzuführen, Mahlzeiten zuzubereiten oder sich richtig anzukleiden.
Was ebenfalls leidet, ist die zeitliche und räumliche Orientierung. Betroffene wissen immer öfter nicht den aktuellen Wochentag oder Monat. Zudem finden sie sich zunächst in fremder und später in vertrauter Umgebung nicht mehr zurecht. Verloren geht oft auch ein geregelter Tag-Nacht-Rhythmus. Was besonders Angehörige belastet: Bei an Demenz erkrankten Menschen kann sich die Persönlichkeit verändern, sie ziehen sich zurück, werden fahriger und aggressiver, entwickeln teils Wahnvorstellungen und werden teilnahmsloser.
Folgen/Komplikationen
Menschen mit schwerer Demenz werden wegen fehlender geistiger Leistungsfähigkeit und körperlicher Einschränkungen in erheblichen Maße pflegebedürftig, teils sind sie sogar bettlägerig. Zu den häufigsten Todesursachen gehört die Lungenentzündung. Der Grund: Im Endstadium einer Demenz werden Betroffene anfälliger für Infektionskrankheiten. Und es besteht die Gefahr, dass sich sie sich häufiger verschlucken, es geraten Speichel, Flüssigkeit und Nahrung in die Luftröhre sowie in die Lunge. Auch das kann dort Entzündungen hervorrufen. Zudem steigt bei fortschreitender Demenz die Gefahr von Harnwegsinfektionen, Organversagen und von Stürzen mit Knochenbrüchen.
Ursachen/Risikofaktoren
Es gibt unterschiedliche Ursachen für die verschiedenen Demenz-Erkrankungen. Stets aber sterben vermehrt Nervenzellen ab. Teils liegt das an Durchblutungsstörungen im Gehirn wie bei Vaskulärer Demenz, oft an schädlichen Proteinablagerungen im Hirngewebe wie bei der Alzheimer- oder Parkinson-Krankheit. Was solche Ablagerungen hervorruft und welche anderen Ursachen es noch gibt, wird weiter intensiv erforscht. In einigen Fällen spielen auch genetische Faktoren eine Rolle.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Der Alzheimer Forschung Initiative e. V. zufolge ließen sich womöglich bis zu 45 Prozent aller Demenz-Erkrankungen durch einen gesunden Lebensstil verhindern. Dazu gehört unter anderem, das Rauchen aufzugeben, Bluthochdruck, Diabetes und schlechte Cholesterinwerte im Blut zu behandeln, sich regelmäßig zu bewegen, geistig und sozial aktiv zu sein sowie bei Hörproblemen früh Hörhilfen zu nutzen.
Wichtig für Angehörige ist, sich über Demenzerkrankungen etwa unter www.alzheimer-forschung.de und über die Vielfalt von Pflegeangeboten etwa unter www.pflege.de zu informieren. Auch hilfreich ist die Unterstützung durch Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen wie etwa Pflegestützpunkte. Eine Anlaufstelle für alle, denen ihr Gedächtnis Sorgen bereitet, ist neben dem Hausarzt und Neurologen auch eine Gedächtnisambulanz, die man mit dieser Bezeichnung für sein Umfeld im Internet suchen kann.
Das macht der Arzt:
Klagen Patienten über Gedächtnis- oder Konzentrationsprobleme, müssen Ärztinnen und Ärzte die vielen möglichen Ursachen dafür prüfen. Oft liegt gar keine Demenz vor, sondern zum Beispiel starker Stress, Schlafmangel, der Mangel an bestimmten Vitaminen, eine Depression oder Schilddrüsenfehlfunktionen.
Sind solche Ursachen ausgeschlossen, kommen bestimmte Tests für die geistige Leistung und weiteren Untersuchungen etwa mittels Ultraschall oder MRT zum Einsatz, um zu prüfen, ob eine Demenz vorliegt und welche Form.
Heilung gibt es bei Demenz-Erkrankungen nicht. Aber die Symptome und die Lebenssituation lassen sich verbessern. Wichtig ist dazu eine gute ärztliche Beratung.
Bearbeitungsstand: 16.12.2025
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 20371402
- Darreichungsform:
- Filmtabletten
- Wirkstoffstärke:
- 30 mg
- Marke:
- NIMOTOP
- Hersteller:
- ALTAMEDICS GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRLagerungsanforderungen
Demenz
Was ist das? - Definition Demenz ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, die mit fortschreitenden Verlusten geistiger Fähigkeiten wie Gedächtnis, Denken und Orientierung einhergehen. Diese entstehen bei allen Demenzerkrankungen durch das Absterben von Nervenzellen im Gehirn. Eine Heilung ist bisher nicht möglich, doch man kann das Demenz-Risiko durch Vorsorgemaßnahmen etwas verringern.
Krankheitsbilder
Je nach Demenzform zeigen sich unterschiedliche Krankheitsbilder.
- Alzheimer-Erkrankung: Durch Ablagerungen bestimmter Proteine im Gehirn (Amyloid-beta und Tau-Protein) sterben langsam, aber fortlaufend Nervenzellen ab. Dies beeinträchtigt mit den Jahren zunehmend die geistige Leistungsfähigkeit. Die Alzheimer-Krankheit stellt die häufigste Demenzform dar und tritt typischerweise in höherem Alter auf.
- Vaskuläre Demenz: Infolge von Durchblutungsstörungen im Gehirn etwa bei einem Schlaganfall oder chronischen Blutgefäßerkrankungen sterben Teile des Nervengewebes ab, was zu verschiedenen neurologischen Ausfällen wie etwa Lähmungen, Sprach- und Schluckstörungen oder Einbußen der geistigen Leistungsfähigkeit führt.
- Lewy-Körper-Demenz: Symptome dieses seltenen Leidens ähneln denen der Alzheimer- und der Parkinson-Krankheit. In Nervenzellen der Großhirnrinde finden sich Einschlüsse bestimmter Proteine (Alpha-Synuclein), die auch bei der Parkinson-Krankheit vorkommen, aber an anderer Stelle.
- Frontotemporale Demenz: Auch bei dieser seltenen Demenzform lagern sich bestimmte Proteine im Gehirn ab, besonders auch in für das Verhalten und Sprache wichtigen Bereichen. Die Erkrankung bricht häufig bereits vor dem 65. Lebensjahr aus.
- Parkinson-Demenz: Als Folge der zunächst vor allem durch Bewegungsstörungen gekennzeichneten Erkrankung kann sich möglicherweise auch eine Demenz entwickeln. Es sterben in einem bestimmten Hirnbereich Nervenzellen ab, die den Hirnbotenstoff Dopamin nutzen. In den Nervenzellen finden sich Ablagerungen des Proteins Alpha-Synuclein. Die meisten von Parkinson Betroffenen erkranken um das sechzigste Lebensjahr herum.
- Chronisch Traumatische Enzephalopathie: Wiederholte Stöße gegen den Kopf etwa bei Kontaktsportarten beeinträchtigen womöglich Nervenzellverbindungen. Letztlich kann das zu Ablagerungen bestimmter Proteine (Tau-Proteine) in Nervenzellen führen und diese schädigen. Eine Demenz-Erkrankung mit Parkinson ähnelnden Symptomen kann entstehen.
- Mischformen: Patienten können auch an verschiedene Demenzformen erkranken, etwa an der Alzheimer-Krankheit und Vaskulärer Demenz.
Symptome/Verlauf
je nach Ursache einer Demenz-Erkrankung und individueller Situation der Patienten unterscheiden sich Symptome und Verlauf. In jedem Fall nimmt die geistige Leistungsfähigkeit meist über Jahre hinweg ab. Es leiden das Kurzeit- und dann das Langzeitgedächtnis. Gesichter werden schlechter oder gar nicht mehr erkannt, schließlich auch bei sehr vertrauten Menschen. Zudem verlieren Patienten die Fähigkeit, komplizierte und später auch einfache Alltagstätigkeiten auszuüben, etwa Banküberweisungen durchzuführen, Mahlzeiten zuzubereiten oder sich richtig anzukleiden.
Was ebenfalls leidet, ist die zeitliche und räumliche Orientierung. Betroffene wissen immer öfter nicht den aktuellen Wochentag oder Monat. Zudem finden sie sich zunächst in fremder und später in vertrauter Umgebung nicht mehr zurecht. Verloren geht oft auch ein geregelter Tag-Nacht-Rhythmus. Was besonders Angehörige belastet: Bei an Demenz erkrankten Menschen kann sich die Persönlichkeit verändern, sie ziehen sich zurück, werden fahriger und aggressiver, entwickeln teils Wahnvorstellungen und werden teilnahmsloser.
Folgen/Komplikationen
Menschen mit schwerer Demenz werden wegen fehlender geistiger Leistungsfähigkeit und körperlicher Einschränkungen in erheblichen Maße pflegebedürftig, teils sind sie sogar bettlägerig. Zu den häufigsten Todesursachen gehört die Lungenentzündung. Der Grund: Im Endstadium einer Demenz werden Betroffene anfälliger für Infektionskrankheiten. Und es besteht die Gefahr, dass sich sie sich häufiger verschlucken, es geraten Speichel, Flüssigkeit und Nahrung in die Luftröhre sowie in die Lunge. Auch das kann dort Entzündungen hervorrufen. Zudem steigt bei fortschreitender Demenz die Gefahr von Harnwegsinfektionen, Organversagen und von Stürzen mit Knochenbrüchen.
Ursachen/Risikofaktoren
Es gibt unterschiedliche Ursachen für die verschiedenen Demenz-Erkrankungen. Stets aber sterben vermehrt Nervenzellen ab. Teils liegt das an Durchblutungsstörungen im Gehirn wie bei Vaskulärer Demenz, oft an schädlichen Proteinablagerungen im Hirngewebe wie bei der Alzheimer- oder Parkinson-Krankheit. Was solche Ablagerungen hervorruft und welche anderen Ursachen es noch gibt, wird weiter intensiv erforscht. In einigen Fällen spielen auch genetische Faktoren eine Rolle.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Der Alzheimer Forschung Initiative e. V. zufolge ließen sich womöglich bis zu 45 Prozent aller Demenz-Erkrankungen durch einen gesunden Lebensstil verhindern. Dazu gehört unter anderem, das Rauchen aufzugeben, Bluthochdruck, Diabetes und schlechte Cholesterinwerte im Blut zu behandeln, sich regelmäßig zu bewegen, geistig und sozial aktiv zu sein sowie bei Hörproblemen früh Hörhilfen zu nutzen.
Wichtig für Angehörige ist, sich über Demenzerkrankungen etwa unter www.alzheimer-forschung.de und über die Vielfalt von Pflegeangeboten etwa unter www.pflege.de zu informieren. Auch hilfreich ist die Unterstützung durch Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen wie etwa Pflegestützpunkte. Eine Anlaufstelle für alle, denen ihr Gedächtnis Sorgen bereitet, ist neben dem Hausarzt und Neurologen auch eine Gedächtnisambulanz, die man mit dieser Bezeichnung für sein Umfeld im Internet suchen kann.
Das macht der Arzt:
Klagen Patienten über Gedächtnis- oder Konzentrationsprobleme, müssen Ärztinnen und Ärzte die vielen möglichen Ursachen dafür prüfen. Oft liegt gar keine Demenz vor, sondern zum Beispiel starker Stress, Schlafmangel, der Mangel an bestimmten Vitaminen, eine Depression oder Schilddrüsenfehlfunktionen.
Sind solche Ursachen ausgeschlossen, kommen bestimmte Tests für die geistige Leistung und weiteren Untersuchungen etwa mittels Ultraschall oder MRT zum Einsatz, um zu prüfen, ob eine Demenz vorliegt und welche Form.
Heilung gibt es bei Demenz-Erkrankungen nicht. Aber die Symptome und die Lebenssituation lassen sich verbessern. Wichtig ist dazu eine gute ärztliche Beratung.
Bearbeitungsstand: 16.12.2025
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.