NINTEDANIB beta 150 mg Weichkapseln
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Pharmazeutische Informationen
Weichkapseln — verschreibungspflichtig. Zur Anwendung bei Lungenvernarbung (Lungenfibrose) ohne erkennbare Ursache - Fortschreitende Erkrankungen der Lunge (fibrosierende interstitielle Lungenerkrankung) - Erkrankung der Lungenbläschen und Gewebe (interstitielle Lungenerkrankung), bei Patienten mit systemischer Sklerose - Lungenkrebs (Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig, lokal fortgeschritten, Adenokarzinom), nach einer vorangegangenen Erstbehandlung (Chemotherapie) mit einem anderen Arzneimittel - Lungenkrebs (Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig, metastasiert, Adenokarzinom), nach einer vorangegangenen Erstbehandlung (Chemotherapie) mit einem anderen Arzneimittel - Lungenkrebs (Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig, lokal rezidivierend, Adenokarzinom), nach einer vorangegangenen Erstbehandlung (Chemotherapie) mit einem anderen Arzneimittel.
Zusammensetzung: Nintedanib esilat 180,61 mg, Nintedanib 150 mg, Triglyceride, mittelkettige, Hartfett, Polysorbat 80, Sorbitan oleat, Gelatine, Glycerol, Titandioxid, Eisen(III)-oxid, Eisen(III)-oxidhydrat u. a.
Wirkungsweise: Der Wirkstoff Nintedanib gehört zu den Proteinkinase-Hemmern und hemmt bestimmte Enzyme, die in Rezeptoren (wie z.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19961469
- Darreichungsform:
- Weichkapseln (Kapseln)
- Wirkstoffstärke:
- 150 mg
- Marke:
- NINTEDANIB
- Hersteller:
- betapharm Arzneimittel GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Die Kapseln dürfen nicht zerkaut, geöffnet oder zerkleinert werden. Zur Erleichterung der Einnahme können Sie die Kapseln mit einem Teelöffel kalter oder auf Raumtemperatur gebrachter weicher Nahrung wie Apfelmus oder Pudding einnehmen. Dabei müssen die Kapseln sofort unzerkaut geschluckt werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Durchfällen, Übelkeit, Bauchschmerzen und einer vorübergehenden Nasen-Rachen-Entzündung kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Für Kinder und Jugendliche wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert.
Beim Auftreten von unerwünschten Arzneimittelwirkungen sollten Sie in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Ihr Arzt kann im Verlauf der Behandlung Dosisanpassungen vornehmen. Für Dosisanpassungen stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Lungenvernarbung (Lungenfibrose) ohne erkennbare Ursache
- Fortschreitende Erkrankungen der Lunge (fibrosierende interstitielle Lungenerkrankung)
- Erkrankung der Lungenbläschen und Gewebe (interstitielle Lungenerkrankung), bei Patienten mit systemischer Sklerose
- Lungenkrebs (Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig, lokal fortgeschritten, Adenokarzinom), nach einer vorangegangenen Erstbehandlung (Chemotherapie) mit einem anderen Arzneimittel
- Lungenkrebs (Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig, metastasiert, Adenokarzinom), nach einer vorangegangenen Erstbehandlung (Chemotherapie) mit einem anderen Arzneimittel
- Lungenkrebs (Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig, lokal rezidivierend, Adenokarzinom), nach einer vorangegangenen Erstbehandlung (Chemotherapie) mit einem anderen Arzneimittel
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Nintedanib gehört zu den Proteinkinase-Hemmern und hemmt bestimmte Enzyme, die in Rezeptoren (wie z. B. VEGF-, FGF- und PDGF-Rezeptoren) auf der Oberfläche von Krebszellen und Zellen von umliegendem Gewebe vorkommen können, wo sie verschiedene Prozesse, einschließlich Zellteilung und Wachstum neuer Blutgefäße, aktivieren. Durch die Hemmung dieser Enzyme vermindert Nintedanib das Wachstum und die Ausbreitung der Krebszellen und unterbricht die Blutversorgung, die das Wachstum der Krebszellen ermöglicht.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Lungenkrebs:
- Verminderte Zahl an weißen bestimmten Blutkörperchen (Neutropenie)
- Mangel an weißen Blutkörperchen (Neutropenie) mit Fieber
- Appetitlosigkeit
- Störung des Salzhaushaltes
- Lokale Neuropathie
- Blutung
- Durchfall
- Erbrechen
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- Anstieg der Aminotransferase (ALAT)-Konzentration im Blut
- Anstieg der Aspartat-Aminotransferase (ASAT)-Konzentration im Blut
- Erhöhte alkalische Phosphatase
- Schleimhautentzündung
- Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
- Hautausschlag
- Haarausfall mit Glatzenbildung (Alopezie)
- Eiteransammlung (Abszess)
- Blutvergiftung (Sepsis)
- Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
- Flüssigkeitsmangel
- Gewichtsabnahme
- Kopfschmerzen
- Gefäßverschluss durch Blutpfropf (venöse Thromboembolie)
- Bluthochdruck
- Leberstörung mit vermehrtem Gallenfarbstoff (Bilirubin) im Blut
- Erhöhte Leberwerte (GGT)
- Juckreiz (Pruritus)
- Erhöhte Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie)
- Herzinfarkt
- Magen-Darm-Durchbruch
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Von Medikamenten verursachte Leberentzündung
- Nierenversagen
Lungenfibrose und interstetielle Lungenerkrankungen:
- Durchfall
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- Anstieg der Leberenzyme
- Appetitlosigkeit
- Erbrechen
- Anstieg der Aminotransferase (ALAT)-Konzentration im Blut
- Gewichtsabnahme
- Kopfschmerzen
- Blutung
- Anstieg der Aspartat-Aminotransferase (ASAT)-Konzentration im Blut
- Erhöhte Leberwerte (GGT)
- Hautausschlag
- Bluthochdruck
- Von Medikamenten verursachte Leberentzündung
- Erhöhte alkalische Phosphatase
- Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
- Flüssigkeitsmangel
- Herzinfarkt
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Kolonentzündung
- Leberstörung mit vermehrtem Gallenfarbstoff (Bilirubin) im Blut
- Juckreiz (Pruritus)
- Haarausfall mit Glatzenbildung (Alopezie)
- Erhöhte Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie)
- Nierenversagen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Ältere Patienten ab 75 Jahren: Die Behandlung sollte mit Ihrem Arzt gut abgestimmt und sorgfältig überwacht werden, z.B. durch engmaschige Kontrollen. Die erwünschten Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen des Arzneimittels können in dieser Gruppe verstärkt oder abgeschwächt auftreten.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aussehen & Erkennung
- Aufdruck Vorderseite
- 150
- Form
- oval
- Farbe
- braun opak
- Maße
- Durchmesser 7,0 mm, Länge 17,0 mm, Gewicht 667 mg
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine Zeit lang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Das Blutbild muss während der gesamten Behandlung und ggf. nach Beendigung der Behandlung überwacht werden.
- Vor Beginn der Behandlung sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
- Vorsicht bei Allergie gegen Polyethylenglykol(PEG)-haltige Stoffe!
- Vorsicht bei Allergie gegen Sorbitanfettsäureester und Polysorbate!
- Vorsicht bei Alpha-Gal-Allergie (Allergie gegen rotes Fleisch)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Propylenglykol und ähnliche Stoffe!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Verabreichungshinweise
Darf nicht geöffnet werden. Darf nicht zerdrückt werden. Soll nicht zerkaut werden. Die Kapseln können mit einer kleinen Menge (ein Teelöffel) kalter oder auf Raumtemperatur gebrachter weicher Nahrung wie Apfelmus oder Schokoladenpudding eingenommen werden und müssen sofort unzerkaut geschluckt werden, um sicherzustellen, dass die Kapsel intakt bleibt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phospholipide (Sojabohne) entölt und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Carbamazepin Phospholipide (Sojabohne) entölt Phenytoin Johanniskraut-Trockenextrakt (3-7:1); Auszugsmittel: Methanol Johanniskraut-Trockenextrakt und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Erythromycin estolat Phospholipide (Sojabohne) entölt mikroemulgiert Ciclosporin und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang kann Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder erhöhte Leberwerte auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Bronchialkrebs
Was ist das? - Definition Bronchialkrebs, oft auch Bronchialkarzinom oder Lungenkrebs genannt, ist eine bösartige Erkrankung der Atemwege. Sie entsteht, wenn sich Zellen in den Bronchien unkontrolliert vermehren und gesundes Gewebe verdrängen. Die Krankheit entwickelt sich oft schleichend und bleibt lange unbemerkt, da frühe Beschwerden unspezifisch sind.
Krankheitsbild
Bronchialkrebs betrifft die größeren Luftwege der Lunge. Die wachsenden bösartigen Tumoren können die Atmung behindern und sich im Körper ausbreiten. Häufig wird die Erkrankung erst entdeckt, wenn sie bereits fortgeschritten ist.
Symptome/Verlauf
Zu Beginn treten meist leichte Beschwerden auf, die leicht mit harmlosen Atemwegsproblemen verwechselt werden. Zu den typischen Anzeichen zählen anhaltender Husten, Atemnot oder Brustschmerzen. Im Verlauf können weitere Symptome hinzukommen, wenn der Tumor wächst oder Metastasen ausbreitet.
Dazu gehören wiederkehrende Infekte, ungewollter Gewichtsverlust und Blut im Auswurf.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Bronchialkrebs die Lungenfunktion stark einschränken. Tumoren können Blutgefäße oder Nerven beeinträchtigen und zu Schmerzen oder Atemnot führen. Eine Ausbreitung in andere Organe ist möglich und kann zusätzliche Beschwerden verursachen.
Ursachen Risikofaktoren
Den wichtigsten Risikofaktor bildet das Rauchen. Auch Passivrauchen, Schadstoffe in der Luft oder eine familiäre Belastung erhöhen das Risiko. Zudem steigt mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit zu erkranken.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Stadium verschiedene Behandlungen einsetzen. Hierzu zählen Operationen, Bestrahlung oder Wirkstoffgruppen wie Zytostatika. Auch andere moderne zielgerichtete Medikamente kommen zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Vor allem den Alltag entlasten, Belastungen vermeiden und das Rauchen aufgeben. Grenzen bestehen immer dann, wenn Beschwerden zunehmen oder die Atmung eingeschränkt ist. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Weichkapseln — verschreibungspflichtig. Zur Anwendung bei Lungenvernarbung (Lungenfibrose) ohne erkennbare Ursache - Fortschreitende Erkrankungen der Lunge (fibrosierende interstitielle Lungenerkrankung) - Erkrankung der Lungenbläschen und Gewebe (interstitielle Lungenerkrankung), bei Patienten mit systemischer Sklerose - Lungenkrebs (Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig, lokal fortgeschritten, Adenokarzinom), nach einer vorangegangenen Erstbehandlung (Chemotherapie) mit einem anderen Arzneimittel - Lungenkrebs (Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig, metastasiert, Adenokarzinom), nach einer vorangegangenen Erstbehandlung (Chemotherapie) mit einem anderen Arzneimittel - Lungenkrebs (Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig, lokal rezidivierend, Adenokarzinom), nach einer vorangegangenen Erstbehandlung (Chemotherapie) mit einem anderen Arzneimittel.
Zusammensetzung: Nintedanib esilat 180,61 mg, Nintedanib 150 mg, Triglyceride, mittelkettige, Hartfett, Polysorbat 80, Sorbitan oleat, Gelatine, Glycerol, Titandioxid, Eisen(III)-oxid, Eisen(III)-oxidhydrat u. a.
Wirkungsweise: Der Wirkstoff Nintedanib gehört zu den Proteinkinase-Hemmern und hemmt bestimmte Enzyme, die in Rezeptoren (wie z.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19961469
- Darreichungsform:
- Weichkapseln (Kapseln)
- Wirkstoffstärke:
- 150 mg
- Marke:
- NINTEDANIB
- Hersteller:
- betapharm Arzneimittel GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Die Kapseln dürfen nicht zerkaut, geöffnet oder zerkleinert werden. Zur Erleichterung der Einnahme können Sie die Kapseln mit einem Teelöffel kalter oder auf Raumtemperatur gebrachter weicher Nahrung wie Apfelmus oder Pudding einnehmen. Dabei müssen die Kapseln sofort unzerkaut geschluckt werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Durchfällen, Übelkeit, Bauchschmerzen und einer vorübergehenden Nasen-Rachen-Entzündung kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Für Kinder und Jugendliche wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert.
Beim Auftreten von unerwünschten Arzneimittelwirkungen sollten Sie in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Ihr Arzt kann im Verlauf der Behandlung Dosisanpassungen vornehmen. Für Dosisanpassungen stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Lungenvernarbung (Lungenfibrose) ohne erkennbare Ursache
- Fortschreitende Erkrankungen der Lunge (fibrosierende interstitielle Lungenerkrankung)
- Erkrankung der Lungenbläschen und Gewebe (interstitielle Lungenerkrankung), bei Patienten mit systemischer Sklerose
- Lungenkrebs (Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig, lokal fortgeschritten, Adenokarzinom), nach einer vorangegangenen Erstbehandlung (Chemotherapie) mit einem anderen Arzneimittel
- Lungenkrebs (Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig, metastasiert, Adenokarzinom), nach einer vorangegangenen Erstbehandlung (Chemotherapie) mit einem anderen Arzneimittel
- Lungenkrebs (Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig, lokal rezidivierend, Adenokarzinom), nach einer vorangegangenen Erstbehandlung (Chemotherapie) mit einem anderen Arzneimittel
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Nintedanib gehört zu den Proteinkinase-Hemmern und hemmt bestimmte Enzyme, die in Rezeptoren (wie z. B. VEGF-, FGF- und PDGF-Rezeptoren) auf der Oberfläche von Krebszellen und Zellen von umliegendem Gewebe vorkommen können, wo sie verschiedene Prozesse, einschließlich Zellteilung und Wachstum neuer Blutgefäße, aktivieren. Durch die Hemmung dieser Enzyme vermindert Nintedanib das Wachstum und die Ausbreitung der Krebszellen und unterbricht die Blutversorgung, die das Wachstum der Krebszellen ermöglicht.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Lungenkrebs:
- Verminderte Zahl an weißen bestimmten Blutkörperchen (Neutropenie)
- Mangel an weißen Blutkörperchen (Neutropenie) mit Fieber
- Appetitlosigkeit
- Störung des Salzhaushaltes
- Lokale Neuropathie
- Blutung
- Durchfall
- Erbrechen
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- Anstieg der Aminotransferase (ALAT)-Konzentration im Blut
- Anstieg der Aspartat-Aminotransferase (ASAT)-Konzentration im Blut
- Erhöhte alkalische Phosphatase
- Schleimhautentzündung
- Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
- Hautausschlag
- Haarausfall mit Glatzenbildung (Alopezie)
- Eiteransammlung (Abszess)
- Blutvergiftung (Sepsis)
- Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
- Flüssigkeitsmangel
- Gewichtsabnahme
- Kopfschmerzen
- Gefäßverschluss durch Blutpfropf (venöse Thromboembolie)
- Bluthochdruck
- Leberstörung mit vermehrtem Gallenfarbstoff (Bilirubin) im Blut
- Erhöhte Leberwerte (GGT)
- Juckreiz (Pruritus)
- Erhöhte Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie)
- Herzinfarkt
- Magen-Darm-Durchbruch
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Von Medikamenten verursachte Leberentzündung
- Nierenversagen
Lungenfibrose und interstetielle Lungenerkrankungen:
- Durchfall
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- Anstieg der Leberenzyme
- Appetitlosigkeit
- Erbrechen
- Anstieg der Aminotransferase (ALAT)-Konzentration im Blut
- Gewichtsabnahme
- Kopfschmerzen
- Blutung
- Anstieg der Aspartat-Aminotransferase (ASAT)-Konzentration im Blut
- Erhöhte Leberwerte (GGT)
- Hautausschlag
- Bluthochdruck
- Von Medikamenten verursachte Leberentzündung
- Erhöhte alkalische Phosphatase
- Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
- Flüssigkeitsmangel
- Herzinfarkt
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Kolonentzündung
- Leberstörung mit vermehrtem Gallenfarbstoff (Bilirubin) im Blut
- Juckreiz (Pruritus)
- Haarausfall mit Glatzenbildung (Alopezie)
- Erhöhte Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie)
- Nierenversagen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Ältere Patienten ab 75 Jahren: Die Behandlung sollte mit Ihrem Arzt gut abgestimmt und sorgfältig überwacht werden, z.B. durch engmaschige Kontrollen. Die erwünschten Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen des Arzneimittels können in dieser Gruppe verstärkt oder abgeschwächt auftreten.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aussehen & Erkennung
- Aufdruck Vorderseite
- 150
- Form
- oval
- Farbe
- braun opak
- Maße
- Durchmesser 7,0 mm, Länge 17,0 mm, Gewicht 667 mg
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine Zeit lang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Das Blutbild muss während der gesamten Behandlung und ggf. nach Beendigung der Behandlung überwacht werden.
- Vor Beginn der Behandlung sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
- Vorsicht bei Allergie gegen Polyethylenglykol(PEG)-haltige Stoffe!
- Vorsicht bei Allergie gegen Sorbitanfettsäureester und Polysorbate!
- Vorsicht bei Alpha-Gal-Allergie (Allergie gegen rotes Fleisch)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Propylenglykol und ähnliche Stoffe!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Verabreichungshinweise
Darf nicht geöffnet werden. Darf nicht zerdrückt werden. Soll nicht zerkaut werden. Die Kapseln können mit einer kleinen Menge (ein Teelöffel) kalter oder auf Raumtemperatur gebrachter weicher Nahrung wie Apfelmus oder Schokoladenpudding eingenommen werden und müssen sofort unzerkaut geschluckt werden, um sicherzustellen, dass die Kapsel intakt bleibt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang kann Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder erhöhte Leberwerte auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Bronchialkrebs
Was ist das? - Definition Bronchialkrebs, oft auch Bronchialkarzinom oder Lungenkrebs genannt, ist eine bösartige Erkrankung der Atemwege. Sie entsteht, wenn sich Zellen in den Bronchien unkontrolliert vermehren und gesundes Gewebe verdrängen. Die Krankheit entwickelt sich oft schleichend und bleibt lange unbemerkt, da frühe Beschwerden unspezifisch sind.
Krankheitsbild
Bronchialkrebs betrifft die größeren Luftwege der Lunge. Die wachsenden bösartigen Tumoren können die Atmung behindern und sich im Körper ausbreiten. Häufig wird die Erkrankung erst entdeckt, wenn sie bereits fortgeschritten ist.
Symptome/Verlauf
Zu Beginn treten meist leichte Beschwerden auf, die leicht mit harmlosen Atemwegsproblemen verwechselt werden. Zu den typischen Anzeichen zählen anhaltender Husten, Atemnot oder Brustschmerzen. Im Verlauf können weitere Symptome hinzukommen, wenn der Tumor wächst oder Metastasen ausbreitet.
Dazu gehören wiederkehrende Infekte, ungewollter Gewichtsverlust und Blut im Auswurf.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Bronchialkrebs die Lungenfunktion stark einschränken. Tumoren können Blutgefäße oder Nerven beeinträchtigen und zu Schmerzen oder Atemnot führen. Eine Ausbreitung in andere Organe ist möglich und kann zusätzliche Beschwerden verursachen.
Ursachen Risikofaktoren
Den wichtigsten Risikofaktor bildet das Rauchen. Auch Passivrauchen, Schadstoffe in der Luft oder eine familiäre Belastung erhöhen das Risiko. Zudem steigt mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit zu erkranken.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Stadium verschiedene Behandlungen einsetzen. Hierzu zählen Operationen, Bestrahlung oder Wirkstoffgruppen wie Zytostatika. Auch andere moderne zielgerichtete Medikamente kommen zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Vor allem den Alltag entlasten, Belastungen vermeiden und das Rauchen aufgeben. Grenzen bestehen immer dann, wenn Beschwerden zunehmen oder die Atmung eingeschränkt ist. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.