NORFLOXACIN AL 400 mg Filmtabletten
32,94 €
Sofort lieferbar
Rezeptpflichtiges Arzneimittel
Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. So funktioniert die Rezept-Einlösung:
- Bestellen Sie das Medikament ganz einfach online
- Unser Kurier holt Ihr Rezept bei der Lieferung ab
- Ihre Apotheke löst das Rezept für Sie ein
Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 12644576
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 50 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 400 mg
- Marke:
- NORFLOXACIN
- Hersteller:
- ALIUD Pharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die allgemeine Behandlungsdauer beträgt bei unkomplizieter Harnblasenentzündung 3 Tage, bei Harnwegsinfektionen 7-10 Tag, bei komplizierten Harnwegsinfektionen 2-3 Wochen.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Hautausschlägen, Magenbeschwerden, Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Bakterieninfektionen, wie:
- Bakterieninfektion der Harnwege, wie:
-
- Harnblasenentzündung
-
- Harnröhrenentzündung
-
- Komplizierte Harnwegsinfektion
- Komplizierte Harnblasenentzündung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, mindestens 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und tötet bestimmte Bakterien ab, indem er deren Erbgut schädigt. Das Erbgut ist nicht nur für die Weitergabe von Informationen während der Vermehrung der Zellen wichtig, sondern speichert auch Informationen über die Funktion des Stoffwechsels und die Produktion von Zellbestandteilen. Wird das Erbgut geschädigt, so bricht der Stoffwechsel in der Bakterienzelle zusammen und sie stirbt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Sodbrennen
- Durchfälle
- Bauchschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Schlafstörungen
- Schlaflosigkeit
- Benommenheit
- Orientierungslosigkeit
- Delirium (Verwirrtheit)
- Halluzinationen
- Nervosität
- Reizbarkeit
- Angstzustände
- Stimmungsschwankungen, wie:
- Depressionen
- Euphorie
- Nervenschädigungen
- Missempfindungen, wie Kribbeln, Ameisenlaufen oder Taubheit
- Krampfanfälle
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Sehstörungen
- Tränendes Auge
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag, schwerer, wie:
-
- Nesselausschlag
-
- Syndrom der "verbrühten Haut" (Lyell-Syndrom)
-
- Erythema exsudativum multiforme - (charakteristischer Hautausschlag, meist als Unverträglichkeitsreaktion, häufig mit Schleimhautbefall, Blasenbildung und schmerzhaften offenen Stellen)
- Juckreiz
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Herzklopfen
- Anstieg der Nierenwerte - (Kreatinin und Harnstoff)
- Anstieg der Leberwerte
- Leberentzündung - (Hepatitis)
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Veränderung des Blutbildes, wie:
- Veränderung der roten Blutkörperchen
- Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
- Granulozytopenie (Verminderung der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen)
- Eosinophilie (erhöhte Anzahl an bestimmten weißen Blutkörperchen)
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Anämie (Blutarmut)
- Blutgerinnungsstörung
- Sehnenentzündung, betroffen ist vor allem die Achillessehne
- Sehnenscheidenentzündung
- Sehnenrisse, betroffen ist vor allem die Achillessehne
- Gelenkentzündungen
- Muskelschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Infektionen mit anderen Bakterien oder mit Hefepilzen, wie:
- Infektionen der Scheide
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Schmerzen, Entzündungen der Sehnen oder Sehnenrisse, die in der Vorgeschichte nach Einnahme eines Chinolon-Antibiotikums aufgetreten sind
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Epilepsie
- Neigung zu Krampfanfällen
- Hirnerkrankungen, wie:
- Durchblutungsstörung der Hirngefäße
- Schlaganfall in der Vorgeschichte
- Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel - (spezielle vererbte Stoffwechselstörung)
- Myasthenia gravis (Erkrankung des Nervensystems mit Muskelerschlaffung)
- Psychische Erkrankungen - verschiedenster Ausprägung: Fragen Sie Ihren Arzt, ob bei Ihnen deshalb evtl. das Risiko einer Verschlechterung oder einer erneut auftretenden Krise bestehen könnte.
- Gefahr der QT-Intervallverlängerung
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 56 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 42 × 123 × 50 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss im Dunkeln (z.B. im Umkarton) aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Tartrazin (E 102), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Amaranth (E 123) und Ponceau 4R (E 124)).
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Milch und Milchprodukte (Quark, Joghurt, Käse), ebenso Mineralwasser, mit Kalzium angereicherte Getränke und Mineralstoffpräparate, sind innerhalb von 2 Stunden vor und 4 Stunden nach der Einnahme zu meiden.
- Kaffee, Cola-Getränke, Mate-Tee sowie grüner und schwarzer Tee sollen während der Behandlung mit dem Medikament vermieden werden.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie schwere und langanhaltende Durchfälle auftreten.
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn bei Ihnen plötzlich Bauch-, Brust- oder Rückenschmerzen, akute Atemnot, Herzklopfen oder Wasseransammlungen im Bauchraum oder in den unteren Gliedmaßen auftreten.
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Entzündungen der Niere und der Harnwege
Was ist das? - Definition Harnwegs- und Niereninfektionen sind meist bakterielle Entzündungen der unteren oder oberen Harnwege (z. B. Blase, Harnröhre, Prostata oder Nierenbecken), die sich in Symptomen, Verlauf und Behandlung unterscheiden. Sie heilen meist gut aus, können aber unbehandelt teilweise zu ernsthaften Komplikationen führen.
Krankheitsbild
Die Harnwege werden beim Menschen in obere und untere Harnwege eingeteilt. Zu den Entzündungen der unteren Harnwege gehören die Blasenentzündung (Zystis), die Harnröhrenentzündung (Urethritis) und die Prostataentzündung (Prostatitis). Sind die oberen Harnwege betroffen, kommt es zu einer sogenannten Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis). In den meisten Fällen lösen Bakterien die Infektionen aus. Es können aber auch Viren oder Pilze beteiligt sein. Die Erkrankungen unterscheiden sich in Symptomatik, Verlauf und Behandlung. Männer und Frauen sind unterschiedlich oft betroffen.
Symptome/Verlauf
Frauen haben deutlich häufiger als Männer eine Blaseninfektion. Zu den Gründen gehören etwa die geringe Länge der Harnröhre sowie die Nähe zu Vagina und After. Das erhöht die Gefahr einer bakteriellen Infektion. Eine Blasenentzündung äußert sich in der Regel durch häufigen Harndrang und schmerzhaftes oder brennendes Wasserlassen. Ältere Menschen haben diese typischen Symptome teilweise nicht. Liegen keine weiteren Erkrankungen vor, heilt eine Blaseninfektion häufig innerhalb einer Woche von allein aus. Halten die Beschwerden länger als ein paar Tage an, kommt es zu Fieber, Rückenschmerzen, Blut im Urin oder liegt eine Schwangerschaft vor, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Eine medikamentöse Behandlung kann die Symptome verringern und den Krankheitsverlauf verkürzen. Bei Männern wird eine Blasenentzündung mitunter durch eine bakterielle Entzündung der Prostata (Prostatits) hervorgerufen, die sich durch Schmerzen im Dammbereich, Fieber und Schüttelfrost äußert. Eine Prostatitis sollte unbedingt ärztlich behandelt werden. Mitunter breitet sich eine Infektion der Harnwege weiter aus und führt zu einer Nierenbeckenentzündung. Typische Beschwerden sind Fieber, Schüttelfrost, Rückenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. In den allermeisten Fällen lösen Escherichia-Coli-Bakterien die Infektion aus. Harnröhreninfekte werden meist durch Bakterien wie etwa Clamydien oder Gonokokken (Tripper) übertragen. Vor allem Männer haben Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen oder Ausfluss aus der Harnröhre. Frauen haben seltener Symptome. Erfolgt keine Behandlung kann sich die Infektion ausweiten.
Folgen/Komplikationen
Harnwegsinfekte können sich auf die Nieren, Eierstöcke oder Hoden ausweiten und sollten unbedingt behandelt werden. Daneben besteht die Gefahr, dass akute Nieren- und Harnwegsentzündungen in eine chronische Verlaufsform übergehen. Veränderungen des Nierengewebes können die Folge sein.
Ursachen/Risikofaktoren
Gerade Frauen bekommen aufgrund der Kürze und Lage ihrer Harnwege oft eine wiederkehrende Blasenentzündung. Menschen mit Diabetes haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Blasenentzündungen und sollten bei Anzeichen unbedingt einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch für Schwangere, Menschen mit anderen Vorerkrankungen und wenn Symptome wie Fieber, Rückenschmerzen oder Übelkeit hinzukommen. Auch Männer sollten Harnwegsinfekte immer ernst nehmen und rechtzeitig einen Arzt aufsuchen. Eine Blasenentzündung tritt bei ihnen zwar seltener auf, hat aber öfter Ursachen, die abgeklärt werden sollten wie zum Beispiel eine vergrößerte Prostata, Prostatitis oder Blasensteine. Eine Harnröhrenentzündung geht bei Männern häufiger auf ungeschützten Geschlechtsverkehr zurück und kann durch Tripper-Bakterien verursacht sein.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei Verdacht auf einen Harnwegsinfekt kann der Arzt durch Urin-, Bluttest oder bildgebende Verfahren die Ursache des Infekts abklären und behandeln. Häufig kommen Antibiotika und schmerzstillende Mittel zum Einsatz. Bei einer Blasenentzündung können auch pflanzliche Präparate helfen. Manchmal stellt der Arzt auch zugrundeliegende Erkrankungen wie Nierensteine, verengte Harnwege, vergrößerte Prostata oder Diabetes fest und leitet eine entsprechende Behandlung ein.
Das kann man selbst tun: Diese Maßnahmen können gegen wiederkehrende Blasenentzündungen bei Frauen, aber auch generell zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen helfen:
- mindestens 1,5 Liter am Tag trinken
- regelmäßiges Wasserlassen
- nach dem Geschlechtsverkehr die Blase entleeren
- nach dem Toilettengang von vorne nach hinten wischen
- geschützter Geschlechtsverkehr.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangabe:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 12644576
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 50 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 400 mg
- Marke:
- NORFLOXACIN
- Hersteller:
- ALIUD Pharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die allgemeine Behandlungsdauer beträgt bei unkomplizieter Harnblasenentzündung 3 Tage, bei Harnwegsinfektionen 7-10 Tag, bei komplizierten Harnwegsinfektionen 2-3 Wochen.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Hautausschlägen, Magenbeschwerden, Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Bakterieninfektionen, wie:
- Bakterieninfektion der Harnwege, wie:
-
- Harnblasenentzündung
-
- Harnröhrenentzündung
-
- Komplizierte Harnwegsinfektion
- Komplizierte Harnblasenentzündung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, mindestens 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und tötet bestimmte Bakterien ab, indem er deren Erbgut schädigt. Das Erbgut ist nicht nur für die Weitergabe von Informationen während der Vermehrung der Zellen wichtig, sondern speichert auch Informationen über die Funktion des Stoffwechsels und die Produktion von Zellbestandteilen. Wird das Erbgut geschädigt, so bricht der Stoffwechsel in der Bakterienzelle zusammen und sie stirbt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Sodbrennen
- Durchfälle
- Bauchschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Schlafstörungen
- Schlaflosigkeit
- Benommenheit
- Orientierungslosigkeit
- Delirium (Verwirrtheit)
- Halluzinationen
- Nervosität
- Reizbarkeit
- Angstzustände
- Stimmungsschwankungen, wie:
- Depressionen
- Euphorie
- Nervenschädigungen
- Missempfindungen, wie Kribbeln, Ameisenlaufen oder Taubheit
- Krampfanfälle
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Sehstörungen
- Tränendes Auge
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag, schwerer, wie:
-
- Nesselausschlag
-
- Syndrom der "verbrühten Haut" (Lyell-Syndrom)
-
- Erythema exsudativum multiforme - (charakteristischer Hautausschlag, meist als Unverträglichkeitsreaktion, häufig mit Schleimhautbefall, Blasenbildung und schmerzhaften offenen Stellen)
- Juckreiz
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Herzklopfen
- Anstieg der Nierenwerte - (Kreatinin und Harnstoff)
- Anstieg der Leberwerte
- Leberentzündung - (Hepatitis)
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Veränderung des Blutbildes, wie:
- Veränderung der roten Blutkörperchen
- Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
- Granulozytopenie (Verminderung der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen)
- Eosinophilie (erhöhte Anzahl an bestimmten weißen Blutkörperchen)
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Anämie (Blutarmut)
- Blutgerinnungsstörung
- Sehnenentzündung, betroffen ist vor allem die Achillessehne
- Sehnenscheidenentzündung
- Sehnenrisse, betroffen ist vor allem die Achillessehne
- Gelenkentzündungen
- Muskelschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Infektionen mit anderen Bakterien oder mit Hefepilzen, wie:
- Infektionen der Scheide
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Schmerzen, Entzündungen der Sehnen oder Sehnenrisse, die in der Vorgeschichte nach Einnahme eines Chinolon-Antibiotikums aufgetreten sind
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Epilepsie
- Neigung zu Krampfanfällen
- Hirnerkrankungen, wie:
- Durchblutungsstörung der Hirngefäße
- Schlaganfall in der Vorgeschichte
- Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel - (spezielle vererbte Stoffwechselstörung)
- Myasthenia gravis (Erkrankung des Nervensystems mit Muskelerschlaffung)
- Psychische Erkrankungen - verschiedenster Ausprägung: Fragen Sie Ihren Arzt, ob bei Ihnen deshalb evtl. das Risiko einer Verschlechterung oder einer erneut auftretenden Krise bestehen könnte.
- Gefahr der QT-Intervallverlängerung
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 56 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 42 × 123 × 50 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss im Dunkeln (z.B. im Umkarton) aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Tartrazin (E 102), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Amaranth (E 123) und Ponceau 4R (E 124)).
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Milch und Milchprodukte (Quark, Joghurt, Käse), ebenso Mineralwasser, mit Kalzium angereicherte Getränke und Mineralstoffpräparate, sind innerhalb von 2 Stunden vor und 4 Stunden nach der Einnahme zu meiden.
- Kaffee, Cola-Getränke, Mate-Tee sowie grüner und schwarzer Tee sollen während der Behandlung mit dem Medikament vermieden werden.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie schwere und langanhaltende Durchfälle auftreten.
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn bei Ihnen plötzlich Bauch-, Brust- oder Rückenschmerzen, akute Atemnot, Herzklopfen oder Wasseransammlungen im Bauchraum oder in den unteren Gliedmaßen auftreten.
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Entzündungen der Niere und der Harnwege
Was ist das? - Definition Harnwegs- und Niereninfektionen sind meist bakterielle Entzündungen der unteren oder oberen Harnwege (z. B. Blase, Harnröhre, Prostata oder Nierenbecken), die sich in Symptomen, Verlauf und Behandlung unterscheiden. Sie heilen meist gut aus, können aber unbehandelt teilweise zu ernsthaften Komplikationen führen.
Krankheitsbild
Die Harnwege werden beim Menschen in obere und untere Harnwege eingeteilt. Zu den Entzündungen der unteren Harnwege gehören die Blasenentzündung (Zystis), die Harnröhrenentzündung (Urethritis) und die Prostataentzündung (Prostatitis). Sind die oberen Harnwege betroffen, kommt es zu einer sogenannten Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis). In den meisten Fällen lösen Bakterien die Infektionen aus. Es können aber auch Viren oder Pilze beteiligt sein. Die Erkrankungen unterscheiden sich in Symptomatik, Verlauf und Behandlung. Männer und Frauen sind unterschiedlich oft betroffen.
Symptome/Verlauf
Frauen haben deutlich häufiger als Männer eine Blaseninfektion. Zu den Gründen gehören etwa die geringe Länge der Harnröhre sowie die Nähe zu Vagina und After. Das erhöht die Gefahr einer bakteriellen Infektion. Eine Blasenentzündung äußert sich in der Regel durch häufigen Harndrang und schmerzhaftes oder brennendes Wasserlassen. Ältere Menschen haben diese typischen Symptome teilweise nicht. Liegen keine weiteren Erkrankungen vor, heilt eine Blaseninfektion häufig innerhalb einer Woche von allein aus. Halten die Beschwerden länger als ein paar Tage an, kommt es zu Fieber, Rückenschmerzen, Blut im Urin oder liegt eine Schwangerschaft vor, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Eine medikamentöse Behandlung kann die Symptome verringern und den Krankheitsverlauf verkürzen. Bei Männern wird eine Blasenentzündung mitunter durch eine bakterielle Entzündung der Prostata (Prostatits) hervorgerufen, die sich durch Schmerzen im Dammbereich, Fieber und Schüttelfrost äußert. Eine Prostatitis sollte unbedingt ärztlich behandelt werden. Mitunter breitet sich eine Infektion der Harnwege weiter aus und führt zu einer Nierenbeckenentzündung. Typische Beschwerden sind Fieber, Schüttelfrost, Rückenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. In den allermeisten Fällen lösen Escherichia-Coli-Bakterien die Infektion aus. Harnröhreninfekte werden meist durch Bakterien wie etwa Clamydien oder Gonokokken (Tripper) übertragen. Vor allem Männer haben Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen oder Ausfluss aus der Harnröhre. Frauen haben seltener Symptome. Erfolgt keine Behandlung kann sich die Infektion ausweiten.
Folgen/Komplikationen
Harnwegsinfekte können sich auf die Nieren, Eierstöcke oder Hoden ausweiten und sollten unbedingt behandelt werden. Daneben besteht die Gefahr, dass akute Nieren- und Harnwegsentzündungen in eine chronische Verlaufsform übergehen. Veränderungen des Nierengewebes können die Folge sein.
Ursachen/Risikofaktoren
Gerade Frauen bekommen aufgrund der Kürze und Lage ihrer Harnwege oft eine wiederkehrende Blasenentzündung. Menschen mit Diabetes haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Blasenentzündungen und sollten bei Anzeichen unbedingt einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch für Schwangere, Menschen mit anderen Vorerkrankungen und wenn Symptome wie Fieber, Rückenschmerzen oder Übelkeit hinzukommen. Auch Männer sollten Harnwegsinfekte immer ernst nehmen und rechtzeitig einen Arzt aufsuchen. Eine Blasenentzündung tritt bei ihnen zwar seltener auf, hat aber öfter Ursachen, die abgeklärt werden sollten wie zum Beispiel eine vergrößerte Prostata, Prostatitis oder Blasensteine. Eine Harnröhrenentzündung geht bei Männern häufiger auf ungeschützten Geschlechtsverkehr zurück und kann durch Tripper-Bakterien verursacht sein.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei Verdacht auf einen Harnwegsinfekt kann der Arzt durch Urin-, Bluttest oder bildgebende Verfahren die Ursache des Infekts abklären und behandeln. Häufig kommen Antibiotika und schmerzstillende Mittel zum Einsatz. Bei einer Blasenentzündung können auch pflanzliche Präparate helfen. Manchmal stellt der Arzt auch zugrundeliegende Erkrankungen wie Nierensteine, verengte Harnwege, vergrößerte Prostata oder Diabetes fest und leitet eine entsprechende Behandlung ein.
Das kann man selbst tun: Diese Maßnahmen können gegen wiederkehrende Blasenentzündungen bei Frauen, aber auch generell zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen helfen:
- mindestens 1,5 Liter am Tag trinken
- regelmäßiges Wasserlassen
- nach dem Geschlechtsverkehr die Blase entleeren
- nach dem Toilettengang von vorne nach hinten wischen
- geschützter Geschlechtsverkehr.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangabe:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.