NOVOTHYRAL 100 Tabletten B
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Pharmazeutische Informationen
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 03203353
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Marke:
- NOVOTHYRAL
- Hersteller:
- Docpharm GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Bei Schilddrüsenunterfunktion und Schilddrüsenkrebs nach Operation: meist lebenslang; bei Prophylaxe und normaler (euthyreoter) Schilddrüsenfunktion: Monate bis lebenslang.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Angstzuständen, Erregung und Herzrhythmusstörungen mit beschleunigtem Puls. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Bei Schilddrüsenunterfunktion:
Bei gutartigem Kropf und zur Prophylaxe nach Operation:
Schilddrüsenkrebs, vor allem nach einer Operation:
Ältere und geschwächte Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzeldosis reduzieren.
Anwendungsgebiete
- Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), wie:
- Ererbte oder erworbene Schilddrüsenschädigung durch z.B. Operationen, Bestrahlungen oder Medikamenteneinnahme - (primäre Schilddrüsenhormonbildungsschwäche)
- Schilddrüsenschädigung aufgrund von Fehlsteuerungen in den Gehirnarealen Hypophyse oder Hypothalamus - (sekundäre Schilddrüsenhormonbildungsschwäche)
- gutartiger Kropf (Struma), bei normaler (euthyreoter) Schilddrüsenfunktionslage
- Vorbeugung gegen Wiederauftreten eines Kropf (Struma), bei normaler (euthyreoter) Schilddrüsenfunktionslage
- Schilddrüsenkrebs, vor allem nach einer Operation
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder von 4-12 Jahren, Einzeldosis: 1/2-1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor der ersten Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1/2-2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor der ersten Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1/2-1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor der ersten Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor der ersten Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus einer Wirkstoffkombination von zwei synthetisch hergestellten Schilddrüsenhormonen. In der gesunden Schilddrüse im menschlichen Organismus werden zwei für den Stoffwechsel wichtige Hormone produziert. Das eine wird als Levothyroxin oder T4 bezeichnet und stellt ein gewisses Depot dar. Bei Bedarf wird daraus das andere, die eigentlich wirksame Form, das sog. Liothyronin oder T3 hergestellt.
Die Schilddrüsenhormone sind entscheidend für einen funktionierenden Stoffwechsel des menschlichen Organismus. Werden sie vom Körper nicht in ausreichender Menge selbst hergestellt, müssen sie regelmäßig zugeführt werden.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Herzklopfen
- Schlaflosigkeit
- Kopfschmerzen
- Beschleunigter Puls (Tachykardie)
- Nervosität
- Erhöhter Hirndruck ohne bekannte Ursache
- Überempfindlichkeit
- Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
- Herzrhythmusstörung
- Brustenge (Angina pectoris)-ähnliche Beschwerden
- Hautausschlag
- Nesselausschlag (Urtikaria)
- Schwitzen (Hyperhidrose)
- Rastlosigkeit (innere Unruhe)
- Muskelschwäche
- Muskelkrämpfe
- Osteoporose (Knochenschwund) unter suppressiven Levothyroxin-Dosen
- Wärmegefühl
- Kreislaufzusammenbruch (Kreislaufkollaps) bei Frühgeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht
- Menstruationsstörung
- Durchfall
- Erbrechen
- Gewichtsabnahme
- Zittern
- Spontan auftretende (Schleim-) Haut-Schwellung (Angioödem)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Akuter Herzinfarkt
- Herzmuskelentzündung, akut
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Bluthochdruck
- Herzrhythmusstörungen mit beschleunigtem Puls - (Herzrasen)
- Herzschwäche
- Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
- Angina pectoris
- Arteriosklerose (Arterienverkalkung)
- Nebennierenrindenerkrankungen, z.B. Unterfunktion
- Hypophysenerkrankungen, z.B. Unterfunktion
- Schilddrüsenüberfunktion, wie:
- Schilddrüsenautonomie - (bestimmte Form der Schilddrüsenüberfunktion)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 4 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phenprocoumon Kaliumjodid Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1596- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0798- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1064- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt werden. Das Risiko für Blutungen wie z.B. blaue Flecken oder Nasenbluten, könnte dadurch erhöht werden.
Was ist zu tun?
Wenn Sie bereits dieses Arzneimittel einnehmen und zusätzlich ein anderes Arzneimittel verordnet bekommen haben oder eine andere Dosierung von einem anderen Arzneimittel einnehmen sollen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da häufigere Kontrollen der Blutgerinnungsparameter (INR-Wert) oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Kaliumjodid Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1596- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0798- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1064- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0543- und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden. Wenn Sie diese Arzneimittel zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion erhalten, können Symtome wie Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit erneut auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel — insbesondere zu Beginn, aber auch nach Ende der Behandlung — eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, zeitversetzte Einnahme) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Kaliumjodid Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1596- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0798- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1064- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0543- und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang könnte Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit auftreten.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem möglichst großen zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Lopinavir Ritonavir Kaliumjodid Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1596- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0798- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang könnte Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Colesevelam hydrochlorid Colestyramin Kaliumjodid Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1596- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0798- und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden. Wenn Sie diese Arzneimittel zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion erhalten, können Symptome wie Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit erneut auftreten.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Kaliumjodid Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1596- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0798- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1064- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0543- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang könnte Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Orlistat Kaliumjodid Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1596- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0798- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1064- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang können Symptome wie Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit erneut auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Achten Sie auf die angegebenen Symptome und sprechen Sie diese gegebenenfalls bei Ihrem Arzt an.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Kaliumjodid Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1596- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0798- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1064- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0543- und weitere
Was kann passieren?
Bei Patienten, die bislang dieses Arzneimittel angewendet haben und zusätzlich ein anderes Arzneimittel verordnet bekommen, kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden, was zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führen könnte.
Was ist zu tun?
Bei der Kombination beider Arzneimittel überprüfen Sie bitte Ihren Blutzucker regelmäßig und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination der Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phenobarbital Carbamazepin Phenytoin Primidon Enzalutamid Kaliumjodid und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang könnte Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Achten Sie auf die angegebenen Symptome und sprechen Sie diese gegebenenfalls bei Ihrem Arzt an.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Imatinib mesilat Sorafenib tosilat Sunitinib malat Sunitinib Kaliumjodid Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang könnte Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Achten Sie auf die angegebenen Symptome und sprechen Sie diese gegebenenfalls bei Ihrem Arzt an.
Wer ist besonders betroffen?
Patienten, denen die Schilddrüse teilweise oder komplett entfernt wurde
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Furosemid Kaliumjodid Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1596- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0798- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1064- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel zu Beginn der Behandlung verstärkt, im Laufe der Behandlung aber abgeschwächt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
Patienten mit ~i
- Nierenfunktionsbeeinträchtigung ~i
- vermindertem Albumin im Blut ~i
- vermindertem Thyroxin-bindendem-Globulin im Blut
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Kaliumjodid Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1596- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0798- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1064- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0543- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Kaliumjodid Omeprazol hemimagnesium Omeprazol Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1596- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0798- und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden. Wenn Sie diese Arzneimittel zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion erhalten, können Symptome wie Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit erneut auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Kaliumjodid Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1596- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0798- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1064- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0543- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang könnte Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Kaliumjodid Simeticon Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1596- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0798- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1064- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang könnte Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit auftreten.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Kaliumjodid Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1596- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0798- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1064- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0543- und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden. Wenn Sie diese Arzneimittel zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion erhalten, können Symptome wie Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit erneut auftreten.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Achten Sie auf die angegebenen Symptome und sprechen Sie diese gegebenenfalls bei Ihrem Arzt an.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Digitoxin Kaliumjodid Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1596- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0798- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1064- und weitere
Was kann passieren?
Bei Patienten, die erstmals ein anderes Arzneimittel verordnet bekommen haben oder bei denen die Dosis von einem anderen Arzneimittel erhöht wurde, kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel in bestimmten Fällen eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können. Bitte sprechen Sie Ihren Arzt oder Apotheker darauf an, ob dies auf Sie zutrifft.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Kaliumjodid Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1596- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0798- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1064- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0543- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Acetylsalicylsäure Kaliumjodid Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1596- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0798- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1064- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel zu Beginn der Behandlung verstärkt, im Laufe der Behandlung aber abgeschwächt werden.
Was ist zu tun?
Wenn Sie regelmäßig mehrmals am Tag ein anderes Arzneimittel einnehmen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Kaliumjodid Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,133- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1596- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0798- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,1064- Levothyroxin natrium (als x-Wasser: 0,0543- und weitere
Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
Was ist das? - Definition Die Schilddrüsenunterfunktion, auch Hypothyreose genannt, ist eine Erkrankung, bei der die Schilddrüse zu wenig Hormone produziert. Diese Hormone steuern viele Stoffwechselprozesse im Körper. Ein Mangel führt daher zu einer Verlangsamung zahlreicher Körperfunktionen und kann vielfältige Beschwerden verursachen.
Krankheitsbild
Die Schilddrüsenunterfunktion ist eine der häufigsten hormonellen Störungen. Sie kann schleichend entstehen und bleibt anfangs oft unbemerkt. Da Schilddrüsenhormone für Energiehaushalt, Kreislauf, Verdauung und seelisches Gleichgewicht eine wichtige Rolle spielen, wirkt sich ein Mangel auf viele Organe aus. Besonders häufig tritt die Erkrankung bei Frauen mittleren Alters auf, sie kann aber in jedem Lebensalter vorkommen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam und werden anfangs leicht übersehen. Viele Betroffene fühlen sich müde und abgeschlagen, andere bemerken Veränderungen an Haut, Haaren oder Gewicht. Der Verlauf ist chronisch, die Symptome nehmen ohne Behandlung zu.Zu den typischen Symptome zählen:
- anhaltende Müdigkeit und Antriebslosigkeit
- Gewichtszunahme trotz unveränderter Ernährung
- alte, trockene Haut und brüchige Haare
- Verstopfung und verlangsamte Verdauung
- Konzentrationsschwierigkeiten und depressive Verstimmungen
Folgen/Komplikationen
Bleibt die Hypothyreose unbehandelt, kann es zu schweren Einschränkungen kommen. Herz-Kreislauf-Probleme oder eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte sind möglich. Bei sehr ausgeprägtem Hormonmangel droht ein lebensbedrohlicher Zustand, das sogenannte Myxödemkoma. Auch die geistige Leistungsfähigkeit und die seelische Stabilität können beeinträchtigt sein.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse, meist eine Autoimmunerkrankung wie Hashimoto-Thyreoiditis. Auch eine operative Entfernung der Schilddrüse oder eine Radiojodtherapie können zu einer Unterfunktion führen. Seltener sind Jodmangel, Medikamente oder Störungen im Gehirn verantwortlich. Risikofaktoren sind familiäre Vorbelastung, höheres Alter und weibliches Geschlecht.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung besteht in der Regel aus einer dauerhaften Einnahme von Schilddrüsenhormonen in Tablettenform. Ärzte passen die Dosis individuell an.
Das kann man selbst tun: Hilfreich sind eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und die konsequente Einnahme der Medikamente. Grenzen liegen dort, wo Beschwerden trotz Therapie bestehenbleiben oder sich verschlimmern. Dann ist eine erneute ärztliche Kontrolle unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hashimoto-Thyreoiditis
Was ist das? - Definition Die Hashimoto-Thyreoiditis wird durch fehlgeleitete Angriffe des Immunsystems ausgelöst, bei denen Drüsengewebe zerstört wird. Benannt ist die Autoimmunerkrankung nach ihrem Erstbeschreiber, dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto. Der Krankheitsverlauf ist sehr verschieden. Letztlich kann es zu einer deutlichen Unterfunktion der Schilddrüse kommen.
Krankheitsbild
Die Schilddrüse liegt an der Vorderseite des Halses unterhalb des Kehlkopfes direkt vor dem Schildknorpel, daher ihr Name. Sie produziert für die Steuerung des Stoffwechsels unentbehrliche Hormone.
Durch fehlgeleitete Angriffe des Immunsystem kann sich die Schilddrüse entzünden. Es werden gegen Schilddrüsengewebe gerichtete Antikörper gebildet. Ärztinnen und Ärzte sprechen von einer Autoimmunthyreoiditis bzw. Hashimoto-Thyreoiditis. Erkrankungsfälle treten typischerweise bei Frauen zwischen 30 und 50 Jahren auf, Männer sind seltener betroffen.
Das Krankheitsbild einer Autoimmunthyreoiditis unterscheidet sich von Fall zu Fall. Es gibt sehr milde Verläufe, bei denen Betroffene dauerhaft oder lange ohne ausgeprägte Beschwerden bleiben. Oft aber entwickelt sich mit der Zeit eine Schilddrüsen-Unterfunktion. Durch strukturelle Veränderungen infolge der Erkrankung kann die Schilddrüse schrumpfen, aber auch anschwellen.
Möglicherweise kommt es besonders zu Beginn der Krankheit durch Gewebszerstörung bei Entzündungsschüben zur Freisetzung von gespeichertem Schilddrüsenhormon. Das kann für einige Wochen eine milde Schilddrüsenüberfunktion bewirken.
Teils treten noch weitere Erkrankungen auf, insbesondere andere Autoimmunkrankheiten wie ein Typ-1-Diabetes, eine Autoimmungastritis mit späterem Vitamin-B12-Mangel oder rheumatoide Arthritis. In einigen Fällen erleiden Frauen nach der Geburt eines Kindes zumindest zeitweise eine autoimmun bedingte Entzündung der Schilddrüse.
Eine die Erkrankung heilende Therapie gibt es nicht, aber man kann die möglicherweise entstehende Fehlfunktion der Schilddrüse gut behandeln.
Symptome/Verlauf
Wenn sich die Schilddrüse durch strukturelle Veränderungen vergrößert, kommt es dadurch möglicherweise zu Beschwerden, wie dem Gefühl von einem Kloß im Hals oder Schluckbeschwerden.
Womöglich verursachen akute Entzündungsschübe in der Schilddrüse vorrübergehend in eher milder Ausprägung Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion, so unter anderem
- Herzrasen
- Schwitzen
- Zittern
- Nervosität
- Verstopfung
- Gewichtsverlust
- Appetitsteigerung
- Kurzatmigkeit
- rasche Ermüdbarkeit
Wenn die Erkrankung voranschreitet, tritt mit der Zeit oft eine Schilddrüsen-Unterfunktion auf, die unter anderem folgende Beschwerden hervorrufen kann:
- starke Müdigkeit
- Erschöpfung
- depressive Verstimmung
- Gedächtnisprobleme
- Konzentrationsstörungen
- Antriebschwäche
- Appetitlosigkeit
- Gewichtszunahme
- Hauttrockenheit
- Kälteempfindlichkeit
- Zyklusveränderungen bei Frauen
Bei einigen wenigen Patientinnen und Patienten werden auch die Augen in Mitleidenschaft gezogen und treten womöglich ähnlich wie bei der Basedow-Krankheit hervor.
Folgen/Komplikationen
Viele Folgewirkungen einer Autoimmunthyreoiditis erklären sich durch eine anhaltende Unterfunktion der Schilddrüse.
Ohne passende Behandlung können die Symptome Betroffene körperlich und psychisch stark belasten. Es sind zudem Langzeitfolgen möglich. So haben Menschen mit einer Schilddrüsen-Unterfunktion ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten.
Außerdem kann die Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse bei Frauen und Männern möglicherweise die Fruchtbarkeit beeinflussen, so dass ein Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Bei einer Schwangerschaft besteht ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko.
Das Risiko für Schilddrüsenkrebs infolge einer Autoimmunthyreoiditis ist erhöht, bleibt aber insgesamt eher gering.
Ursachen/Risikofaktoren
Zu einer Autoimmunthyreoiditis kommt es, wenn das Immunsystem Antikörper bildet, die Schilddrüsengewebe angreifen. Diese fehlgeleitete Immunreaktion führt zu Entzündungen und Gewebszerstörung in der Drüse, die deren Funktion je nach Krankheitsverlauf letztlich zum Erliegen bringen kann.
Es gibt vermutlich eine gewisse erbliche Veranlagung für eine Autoimmunthyreoiditis, die zusammen mit anderen Faktoren die Erkrankung begünstigen kann. Möglicherweise fördern zusätzliche Faktoren wie Stress, Rauchen oder manche Virusinfektionen das Leiden. Zudem können auch hormonelle Einflüsse eine Rolle spielen, insbesondere bei Frauen.
Die Zufuhr von zu viel Jod etwa über bestimmte Nahrungs- oder Nahrungsergänzungsmittel sowie Jodtabletten kann sich bei einer Autoimmunthyreoiditis ungünstig auswirken. Hierzu sollte man sich ärztlich beraten lassen.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen und Ärzte suchen bei Symptomen einer Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion nach den Ursachen. Dazu nutzen sie verschiedene Methoden, Ultraschalluntersuchungen etwa. Zudem wird auf Schilddrüsenwerte im Blut und das Vorliegen der für Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse bedeutsamen Antikörper geachtet.
Haben Patientinnen und Patienten tatsächlich eine Autoimmunthyreoiditis beziehungsweise Hashimoto-Thyreoiditis, aber noch eine normale Schilddrüsenfunktion, benötigen sie in der Regel zunächst keine Behandlung, aber regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Liegt eine Schilddrüsenunterfunktion vor, wird sie bei Bedarf durch die Einnahme von Schilddrüsenhormon-Präparaten behandelt. Die Dosis muss an den Krankheitsverlauf angepasst werden, was ebenfalls regelmäßige Kontrolluntersuchungen erfordert. Zusätzlichen ärztlichen Beratungs- und Behandlungsbedarf haben betroffene Patientinnen und Patienten bei unerfülltem Kinderwunsch sowie Schwangere.
Was man selbst tun kann:
Leidet man unter Symptomen einer Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion, sollte man in jedem Fall ärztlichen Rat einholen. Das gilt auch, wenn sich im Halsbereich eine Schwellung zeigt, die von einer Schilddrüsenvergrößerung herrühren könnte.
Liegt eine Autoimmunthyreoiditis mit einer Unterfunktion vor und empfiehlt eine Ärztin oder ein Arzt dann ein Schilddrüsenhormon-Präparat, sollte man dieses konsequent einnehmen. Mitunter erfordert es etwas Geduld, bis die passende Dosis gefunden ist.
Hilfreich sind auch Stressreduktion, genug Schlaf, Rauchstopp, möglichst weitgehender Verzicht auf Alkohol, ausreichend Bewegung sowie eine gesunde ausgewogene Ernährung. Zudem kann man sich ärztlich beraten lassen, ob es im Einzelfall sinnvoll ist, bestimmte Mineralstoffe beziehungsweise Spurenelemente zu ergänzen.
Eine übermäßige Jodzufuhr beispielsweise über Jodpräparate gilt es zu meiden. In der Schwangerschaft allerdings sieht es bei Jodpräparaten anders aus, denn eine ausreichende Jodversorgung ist für das werdende Kind sehr wichtig. Fehlt ihm Jod, kann es sich nicht normal entwickeln. Für die Schwangere kann bei einer Schilddrüsen-Unterfunktion zudem die Behandlung mit Schilddrüsenhormon-Präparaten notwendig werden bzw. eine Anpassung erfordern. Einzelheiten zu allen Maßnahmen müssen unbedingt mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen werden.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Euthyreote Struma
Was ist das? - Definition Eine Schilddrüsenvergrößerung (Kropf, Struma) bei erhaltener Funktion der Schilddrüse und unauffälligen Schilddrüsenwerten im Blut bezeichnen Mediziner als euthyreode Struma. Oft wird sie durch Jodmangel hervorgerufen.
Krankheitsbild
Die Schilddrüse liegt an der Vorderseite des Halses unterhalb des Kehlkopfes direkt vor dem Schildknorpel, daher auch ihr Name. Vergrößert sich die Drüse, ohne dass darin Knoten vorliegen, sprechen Ärztinnen und Ärzte von einer diffusen Schilddrüsen-Vergrößerung oder Struma diffusa. Bleiben dabei Funktionsstörungen der Schilddrüse aus und sind die Schilddrüsenwerte im Blut unauffällig, handelt es sich um eine euthyreode Struma diffusa.
Möglicherweise vergrößert sich die Schilddrüse aber auch durch die Bildung von Schilddrüsenknoten (Struma nodosa). Es können sich dahinter gutartige Gewebewucherungen, mit Flüssigkeit erfüllte Hohlräume (Zysten), Verkalkungen oder in selten Fällen bösartige Wucherungen verbergen. Bleiben die Schilddrüsenfunktion und die Schilddrüsenwerte unauffällig, liegt eine euthyreode Struma nodosa vor.
Symptome/Verlauf
Eine Schilddrüsenvergrößerung entwickelt sich häufig langsam über Jahre hinweg. Bei nur geringer Vergrößerung der Schilddrüse bleibt sie mitunter unbemerkt, da sie nicht in jedem Fall von außen erkennbar ist oder deutliche Beschwerden verursacht. Dann fällt sie nur bei Routineuntersuchungen auf.
Treten Beschwerden auf, können dies unter anderem Druck- oder Engegefühle im Halsbereich sein. Manche Betroffene tragen nicht so gerne einen Rollkragenpullover oder enge Halsketten. Es kann zudem eine Schwellung im Halsbereich von außen tast- und auch sichtbar werden. Bei Fortschreiten der Vergrößerung machen sich möglicherweise weitere Beschwerden bemerkbar. Es kann beispielsweise eine Schluckstörung entstehen, wenn die Schilddrüse auf die Speiseröhre drückt.
Folgen/Komplikationen
Engt die sich vergrößernde Schilddrüse die Luftröhre ein, kann es zu Atembeschwerden oder Luftnot kommen. Bei Druck auf den Stimmbandnerv ist Heiserkeit eine der Folgen. Mitunter wächst die Schilddrüse auch hinter dem Brustbein bis in den Brustkorb und kann dabei unter anderem Herz-Kreislauf-Beschwerden verursachen.
Finden sich bei einer ärztlichen Untersuchung der vergrößerten Schilddrüse sogenannte kalte Knoten, die keine Schilddrüsenhormone bilden, kann sich darin in seltenen Fällen Schilddrüsenkrebs entwickeln. Daher sollten diese Knoten untersucht werden, etwa in einer dafür entnommenen Gewebeprobe.
Bilden sich in der vergrößerten Schilddrüse sogenannte heiße Knoten, fachlich auch autonome Adenome genannt, können diese durch eine nicht kontrollierte Überproduktion von Schilddrüsenhormonen Symptome einer Schilddrüsen-Überfunktion hervorrufen.
Ursachen/Risikofaktoren
Als wichtigste Ursache einer Struma beziehungsweise eines Kropfes gilt ein schleichender ernährungsbedingter Mangel an dem Spurenelement Jod. Es wird gebraucht, um die für den Stoffwechsel so wichtigen Schilddrüsenhormone zu bilden. Bei Jodmangel versucht der Körper der drohenden hormonellen Minderversorgung entgegenzuwirken, indem er vermehrt hormonproduzierende Schilddrüsenzellen bildet. Dabei kommt es letztlich zu Veränderungen im Drüsengewebe und zur Vergrößerung der Schilddrüse. Als weitere mögliche Ursachen einer Vergrößerung kommen auch Autoimmunerkrankungen wie die Hashimoto-Thyreoiditis oder Morbus Basedow infrage. Es gibt außerdem einige Substanzen (goitrogene Stoffe) und Medikamente, die das Schilddrüsenwachstum anregen.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen und Ärzte untersuchen bei einer Schilddrüsenvergrößerung die Schilddrüse unter anderem durch Abtasten, mittels Ultraschall oder bei Bedarf auch nuklearmedizinisch mittels einer Szitinigrafie. Gibt es Hinweise, dass möglicherweise Schilddrüsenkrebs vorliegen könnte, wird eine Gewebeprobe aus verdächtigen Drüsenarealen entnommen und untersucht. Zudem werden einige Blutwerte aufgenommen, insbesondere Schilddrüsenwerte. Ziel ist es, die Ursache für die Vergrößerung zu finden.
Die Behandlung richtet sich nach den Untersuchungsbefunden. Entweder wird die vergrößerte Schilddrüse nur weiter ärztlich beobachtet oder es kommen Jod- und/oder teils auch Schilddrüsenhormonpräparate zum Einsatz. Gibt es eine spezielle Ursache, zum Beispiel eine Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Basedow oder in seltenen Fällen Schilddrüsenkrebs, wird die Behandlung gezielt darauf abgestellt.
Was man selbst tun kann:
Um einer durch Jodmangel bewirkten Schilddrüsenvergrößerung vorzubeugen oder entgegenzuwirken, sollte man auf eine ausreichende Jodversorgung achten. Dabei hilft unter anderem jodiertes Speisesalz. Weitere Hinweise gibt es Internet unter www.dge.de von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, wenn man im Suchfenster (Lupe) das Stichwort Jod eingibt.
Treten Symptome einer Schilddrüsenvergrößerung oder Zeichen einer Unterfunktion (z.B. Antriebsmangel, extreme Müdigkeit) oder einer Überfunktion (z.B. Zittern, Unruhe, Herzrasen) der Drüse auf, sollte man ärztlichen Rat einholen.
Wichtig ist bei Erkrankungen der Schilddrüse auch, regelmäßig zu ärztlich empfohlenen Kontrolluntersuchungen zu gehen.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 03203353
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Marke:
- NOVOTHYRAL
- Hersteller:
- Docpharm GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Bei Schilddrüsenunterfunktion und Schilddrüsenkrebs nach Operation: meist lebenslang; bei Prophylaxe und normaler (euthyreoter) Schilddrüsenfunktion: Monate bis lebenslang.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Angstzuständen, Erregung und Herzrhythmusstörungen mit beschleunigtem Puls. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Bei Schilddrüsenunterfunktion:
Bei gutartigem Kropf und zur Prophylaxe nach Operation:
Schilddrüsenkrebs, vor allem nach einer Operation:
Ältere und geschwächte Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzeldosis reduzieren.
Anwendungsgebiete
- Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), wie:
- Ererbte oder erworbene Schilddrüsenschädigung durch z.B. Operationen, Bestrahlungen oder Medikamenteneinnahme - (primäre Schilddrüsenhormonbildungsschwäche)
- Schilddrüsenschädigung aufgrund von Fehlsteuerungen in den Gehirnarealen Hypophyse oder Hypothalamus - (sekundäre Schilddrüsenhormonbildungsschwäche)
- gutartiger Kropf (Struma), bei normaler (euthyreoter) Schilddrüsenfunktionslage
- Vorbeugung gegen Wiederauftreten eines Kropf (Struma), bei normaler (euthyreoter) Schilddrüsenfunktionslage
- Schilddrüsenkrebs, vor allem nach einer Operation
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder von 4-12 Jahren, Einzeldosis: 1/2-1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor der ersten Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1/2-2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor der ersten Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1/2-1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor der ersten Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: vor der ersten Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus einer Wirkstoffkombination von zwei synthetisch hergestellten Schilddrüsenhormonen. In der gesunden Schilddrüse im menschlichen Organismus werden zwei für den Stoffwechsel wichtige Hormone produziert. Das eine wird als Levothyroxin oder T4 bezeichnet und stellt ein gewisses Depot dar. Bei Bedarf wird daraus das andere, die eigentlich wirksame Form, das sog. Liothyronin oder T3 hergestellt.
Die Schilddrüsenhormone sind entscheidend für einen funktionierenden Stoffwechsel des menschlichen Organismus. Werden sie vom Körper nicht in ausreichender Menge selbst hergestellt, müssen sie regelmäßig zugeführt werden.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Herzklopfen
- Schlaflosigkeit
- Kopfschmerzen
- Beschleunigter Puls (Tachykardie)
- Nervosität
- Erhöhter Hirndruck ohne bekannte Ursache
- Überempfindlichkeit
- Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
- Herzrhythmusstörung
- Brustenge (Angina pectoris)-ähnliche Beschwerden
- Hautausschlag
- Nesselausschlag (Urtikaria)
- Schwitzen (Hyperhidrose)
- Rastlosigkeit (innere Unruhe)
- Muskelschwäche
- Muskelkrämpfe
- Osteoporose (Knochenschwund) unter suppressiven Levothyroxin-Dosen
- Wärmegefühl
- Kreislaufzusammenbruch (Kreislaufkollaps) bei Frühgeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht
- Menstruationsstörung
- Durchfall
- Erbrechen
- Gewichtsabnahme
- Zittern
- Spontan auftretende (Schleim-) Haut-Schwellung (Angioödem)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Akuter Herzinfarkt
- Herzmuskelentzündung, akut
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Bluthochdruck
- Herzrhythmusstörungen mit beschleunigtem Puls - (Herzrasen)
- Herzschwäche
- Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
- Angina pectoris
- Arteriosklerose (Arterienverkalkung)
- Nebennierenrindenerkrankungen, z.B. Unterfunktion
- Hypophysenerkrankungen, z.B. Unterfunktion
- Schilddrüsenüberfunktion, wie:
- Schilddrüsenautonomie - (bestimmte Form der Schilddrüsenüberfunktion)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 4 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt werden. Das Risiko für Blutungen wie z.B. blaue Flecken oder Nasenbluten, könnte dadurch erhöht werden.
Was ist zu tun?
Wenn Sie bereits dieses Arzneimittel einnehmen und zusätzlich ein anderes Arzneimittel verordnet bekommen haben oder eine andere Dosierung von einem anderen Arzneimittel einnehmen sollen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da häufigere Kontrollen der Blutgerinnungsparameter (INR-Wert) oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden. Wenn Sie diese Arzneimittel zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion erhalten, können Symtome wie Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit erneut auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel — insbesondere zu Beginn, aber auch nach Ende der Behandlung — eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, zeitversetzte Einnahme) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang könnte Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit auftreten.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem möglichst großen zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang könnte Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden. Wenn Sie diese Arzneimittel zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion erhalten, können Symptome wie Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit erneut auftreten.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang könnte Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang können Symptome wie Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit erneut auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Achten Sie auf die angegebenen Symptome und sprechen Sie diese gegebenenfalls bei Ihrem Arzt an.
Was kann passieren?
Bei Patienten, die bislang dieses Arzneimittel angewendet haben und zusätzlich ein anderes Arzneimittel verordnet bekommen, kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden, was zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führen könnte.
Was ist zu tun?
Bei der Kombination beider Arzneimittel überprüfen Sie bitte Ihren Blutzucker regelmäßig und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination der Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang könnte Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Achten Sie auf die angegebenen Symptome und sprechen Sie diese gegebenenfalls bei Ihrem Arzt an.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang könnte Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Achten Sie auf die angegebenen Symptome und sprechen Sie diese gegebenenfalls bei Ihrem Arzt an.
Wer ist besonders betroffen?
Patienten, denen die Schilddrüse teilweise oder komplett entfernt wurde
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel zu Beginn der Behandlung verstärkt, im Laufe der Behandlung aber abgeschwächt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
Patienten mit ~i
- Nierenfunktionsbeeinträchtigung ~i
- vermindertem Albumin im Blut ~i
- vermindertem Thyroxin-bindendem-Globulin im Blut
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden. Wenn Sie diese Arzneimittel zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion erhalten, können Symptome wie Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit erneut auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang könnte Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang könnte Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit auftreten.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden. Wenn Sie diese Arzneimittel zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion erhalten, können Symptome wie Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder gesteigerte Kälteempfindlichkeit erneut auftreten.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Achten Sie auf die angegebenen Symptome und sprechen Sie diese gegebenenfalls bei Ihrem Arzt an.
Was kann passieren?
Bei Patienten, die erstmals ein anderes Arzneimittel verordnet bekommen haben oder bei denen die Dosis von einem anderen Arzneimittel erhöht wurde, kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel in bestimmten Fällen eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können. Bitte sprechen Sie Ihren Arzt oder Apotheker darauf an, ob dies auf Sie zutrifft.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel zu Beginn der Behandlung verstärkt, im Laufe der Behandlung aber abgeschwächt werden.
Was ist zu tun?
Wenn Sie regelmäßig mehrmals am Tag ein anderes Arzneimittel einnehmen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
Was ist das? - Definition Die Schilddrüsenunterfunktion, auch Hypothyreose genannt, ist eine Erkrankung, bei der die Schilddrüse zu wenig Hormone produziert. Diese Hormone steuern viele Stoffwechselprozesse im Körper. Ein Mangel führt daher zu einer Verlangsamung zahlreicher Körperfunktionen und kann vielfältige Beschwerden verursachen.
Krankheitsbild
Die Schilddrüsenunterfunktion ist eine der häufigsten hormonellen Störungen. Sie kann schleichend entstehen und bleibt anfangs oft unbemerkt. Da Schilddrüsenhormone für Energiehaushalt, Kreislauf, Verdauung und seelisches Gleichgewicht eine wichtige Rolle spielen, wirkt sich ein Mangel auf viele Organe aus. Besonders häufig tritt die Erkrankung bei Frauen mittleren Alters auf, sie kann aber in jedem Lebensalter vorkommen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam und werden anfangs leicht übersehen. Viele Betroffene fühlen sich müde und abgeschlagen, andere bemerken Veränderungen an Haut, Haaren oder Gewicht. Der Verlauf ist chronisch, die Symptome nehmen ohne Behandlung zu.Zu den typischen Symptome zählen:
- anhaltende Müdigkeit und Antriebslosigkeit
- Gewichtszunahme trotz unveränderter Ernährung
- alte, trockene Haut und brüchige Haare
- Verstopfung und verlangsamte Verdauung
- Konzentrationsschwierigkeiten und depressive Verstimmungen
Folgen/Komplikationen
Bleibt die Hypothyreose unbehandelt, kann es zu schweren Einschränkungen kommen. Herz-Kreislauf-Probleme oder eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte sind möglich. Bei sehr ausgeprägtem Hormonmangel droht ein lebensbedrohlicher Zustand, das sogenannte Myxödemkoma. Auch die geistige Leistungsfähigkeit und die seelische Stabilität können beeinträchtigt sein.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse, meist eine Autoimmunerkrankung wie Hashimoto-Thyreoiditis. Auch eine operative Entfernung der Schilddrüse oder eine Radiojodtherapie können zu einer Unterfunktion führen. Seltener sind Jodmangel, Medikamente oder Störungen im Gehirn verantwortlich. Risikofaktoren sind familiäre Vorbelastung, höheres Alter und weibliches Geschlecht.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung besteht in der Regel aus einer dauerhaften Einnahme von Schilddrüsenhormonen in Tablettenform. Ärzte passen die Dosis individuell an.
Das kann man selbst tun: Hilfreich sind eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und die konsequente Einnahme der Medikamente. Grenzen liegen dort, wo Beschwerden trotz Therapie bestehenbleiben oder sich verschlimmern. Dann ist eine erneute ärztliche Kontrolle unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hashimoto-Thyreoiditis
Was ist das? - Definition Die Hashimoto-Thyreoiditis wird durch fehlgeleitete Angriffe des Immunsystems ausgelöst, bei denen Drüsengewebe zerstört wird. Benannt ist die Autoimmunerkrankung nach ihrem Erstbeschreiber, dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto. Der Krankheitsverlauf ist sehr verschieden. Letztlich kann es zu einer deutlichen Unterfunktion der Schilddrüse kommen.
Krankheitsbild
Die Schilddrüse liegt an der Vorderseite des Halses unterhalb des Kehlkopfes direkt vor dem Schildknorpel, daher ihr Name. Sie produziert für die Steuerung des Stoffwechsels unentbehrliche Hormone.
Durch fehlgeleitete Angriffe des Immunsystem kann sich die Schilddrüse entzünden. Es werden gegen Schilddrüsengewebe gerichtete Antikörper gebildet. Ärztinnen und Ärzte sprechen von einer Autoimmunthyreoiditis bzw. Hashimoto-Thyreoiditis. Erkrankungsfälle treten typischerweise bei Frauen zwischen 30 und 50 Jahren auf, Männer sind seltener betroffen.
Das Krankheitsbild einer Autoimmunthyreoiditis unterscheidet sich von Fall zu Fall. Es gibt sehr milde Verläufe, bei denen Betroffene dauerhaft oder lange ohne ausgeprägte Beschwerden bleiben. Oft aber entwickelt sich mit der Zeit eine Schilddrüsen-Unterfunktion. Durch strukturelle Veränderungen infolge der Erkrankung kann die Schilddrüse schrumpfen, aber auch anschwellen.
Möglicherweise kommt es besonders zu Beginn der Krankheit durch Gewebszerstörung bei Entzündungsschüben zur Freisetzung von gespeichertem Schilddrüsenhormon. Das kann für einige Wochen eine milde Schilddrüsenüberfunktion bewirken.
Teils treten noch weitere Erkrankungen auf, insbesondere andere Autoimmunkrankheiten wie ein Typ-1-Diabetes, eine Autoimmungastritis mit späterem Vitamin-B12-Mangel oder rheumatoide Arthritis. In einigen Fällen erleiden Frauen nach der Geburt eines Kindes zumindest zeitweise eine autoimmun bedingte Entzündung der Schilddrüse.
Eine die Erkrankung heilende Therapie gibt es nicht, aber man kann die möglicherweise entstehende Fehlfunktion der Schilddrüse gut behandeln.
Symptome/Verlauf
Wenn sich die Schilddrüse durch strukturelle Veränderungen vergrößert, kommt es dadurch möglicherweise zu Beschwerden, wie dem Gefühl von einem Kloß im Hals oder Schluckbeschwerden.
Womöglich verursachen akute Entzündungsschübe in der Schilddrüse vorrübergehend in eher milder Ausprägung Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion, so unter anderem
- Herzrasen
- Schwitzen
- Zittern
- Nervosität
- Verstopfung
- Gewichtsverlust
- Appetitsteigerung
- Kurzatmigkeit
- rasche Ermüdbarkeit
Wenn die Erkrankung voranschreitet, tritt mit der Zeit oft eine Schilddrüsen-Unterfunktion auf, die unter anderem folgende Beschwerden hervorrufen kann:
- starke Müdigkeit
- Erschöpfung
- depressive Verstimmung
- Gedächtnisprobleme
- Konzentrationsstörungen
- Antriebschwäche
- Appetitlosigkeit
- Gewichtszunahme
- Hauttrockenheit
- Kälteempfindlichkeit
- Zyklusveränderungen bei Frauen
Bei einigen wenigen Patientinnen und Patienten werden auch die Augen in Mitleidenschaft gezogen und treten womöglich ähnlich wie bei der Basedow-Krankheit hervor.
Folgen/Komplikationen
Viele Folgewirkungen einer Autoimmunthyreoiditis erklären sich durch eine anhaltende Unterfunktion der Schilddrüse.
Ohne passende Behandlung können die Symptome Betroffene körperlich und psychisch stark belasten. Es sind zudem Langzeitfolgen möglich. So haben Menschen mit einer Schilddrüsen-Unterfunktion ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten.
Außerdem kann die Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse bei Frauen und Männern möglicherweise die Fruchtbarkeit beeinflussen, so dass ein Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Bei einer Schwangerschaft besteht ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko.
Das Risiko für Schilddrüsenkrebs infolge einer Autoimmunthyreoiditis ist erhöht, bleibt aber insgesamt eher gering.
Ursachen/Risikofaktoren
Zu einer Autoimmunthyreoiditis kommt es, wenn das Immunsystem Antikörper bildet, die Schilddrüsengewebe angreifen. Diese fehlgeleitete Immunreaktion führt zu Entzündungen und Gewebszerstörung in der Drüse, die deren Funktion je nach Krankheitsverlauf letztlich zum Erliegen bringen kann.
Es gibt vermutlich eine gewisse erbliche Veranlagung für eine Autoimmunthyreoiditis, die zusammen mit anderen Faktoren die Erkrankung begünstigen kann. Möglicherweise fördern zusätzliche Faktoren wie Stress, Rauchen oder manche Virusinfektionen das Leiden. Zudem können auch hormonelle Einflüsse eine Rolle spielen, insbesondere bei Frauen.
Die Zufuhr von zu viel Jod etwa über bestimmte Nahrungs- oder Nahrungsergänzungsmittel sowie Jodtabletten kann sich bei einer Autoimmunthyreoiditis ungünstig auswirken. Hierzu sollte man sich ärztlich beraten lassen.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen und Ärzte suchen bei Symptomen einer Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion nach den Ursachen. Dazu nutzen sie verschiedene Methoden, Ultraschalluntersuchungen etwa. Zudem wird auf Schilddrüsenwerte im Blut und das Vorliegen der für Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse bedeutsamen Antikörper geachtet.
Haben Patientinnen und Patienten tatsächlich eine Autoimmunthyreoiditis beziehungsweise Hashimoto-Thyreoiditis, aber noch eine normale Schilddrüsenfunktion, benötigen sie in der Regel zunächst keine Behandlung, aber regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Liegt eine Schilddrüsenunterfunktion vor, wird sie bei Bedarf durch die Einnahme von Schilddrüsenhormon-Präparaten behandelt. Die Dosis muss an den Krankheitsverlauf angepasst werden, was ebenfalls regelmäßige Kontrolluntersuchungen erfordert. Zusätzlichen ärztlichen Beratungs- und Behandlungsbedarf haben betroffene Patientinnen und Patienten bei unerfülltem Kinderwunsch sowie Schwangere.
Was man selbst tun kann:
Leidet man unter Symptomen einer Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion, sollte man in jedem Fall ärztlichen Rat einholen. Das gilt auch, wenn sich im Halsbereich eine Schwellung zeigt, die von einer Schilddrüsenvergrößerung herrühren könnte.
Liegt eine Autoimmunthyreoiditis mit einer Unterfunktion vor und empfiehlt eine Ärztin oder ein Arzt dann ein Schilddrüsenhormon-Präparat, sollte man dieses konsequent einnehmen. Mitunter erfordert es etwas Geduld, bis die passende Dosis gefunden ist.
Hilfreich sind auch Stressreduktion, genug Schlaf, Rauchstopp, möglichst weitgehender Verzicht auf Alkohol, ausreichend Bewegung sowie eine gesunde ausgewogene Ernährung. Zudem kann man sich ärztlich beraten lassen, ob es im Einzelfall sinnvoll ist, bestimmte Mineralstoffe beziehungsweise Spurenelemente zu ergänzen.
Eine übermäßige Jodzufuhr beispielsweise über Jodpräparate gilt es zu meiden. In der Schwangerschaft allerdings sieht es bei Jodpräparaten anders aus, denn eine ausreichende Jodversorgung ist für das werdende Kind sehr wichtig. Fehlt ihm Jod, kann es sich nicht normal entwickeln. Für die Schwangere kann bei einer Schilddrüsen-Unterfunktion zudem die Behandlung mit Schilddrüsenhormon-Präparaten notwendig werden bzw. eine Anpassung erfordern. Einzelheiten zu allen Maßnahmen müssen unbedingt mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen werden.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Euthyreote Struma
Was ist das? - Definition Eine Schilddrüsenvergrößerung (Kropf, Struma) bei erhaltener Funktion der Schilddrüse und unauffälligen Schilddrüsenwerten im Blut bezeichnen Mediziner als euthyreode Struma. Oft wird sie durch Jodmangel hervorgerufen.
Krankheitsbild
Die Schilddrüse liegt an der Vorderseite des Halses unterhalb des Kehlkopfes direkt vor dem Schildknorpel, daher auch ihr Name. Vergrößert sich die Drüse, ohne dass darin Knoten vorliegen, sprechen Ärztinnen und Ärzte von einer diffusen Schilddrüsen-Vergrößerung oder Struma diffusa. Bleiben dabei Funktionsstörungen der Schilddrüse aus und sind die Schilddrüsenwerte im Blut unauffällig, handelt es sich um eine euthyreode Struma diffusa.
Möglicherweise vergrößert sich die Schilddrüse aber auch durch die Bildung von Schilddrüsenknoten (Struma nodosa). Es können sich dahinter gutartige Gewebewucherungen, mit Flüssigkeit erfüllte Hohlräume (Zysten), Verkalkungen oder in selten Fällen bösartige Wucherungen verbergen. Bleiben die Schilddrüsenfunktion und die Schilddrüsenwerte unauffällig, liegt eine euthyreode Struma nodosa vor.
Symptome/Verlauf
Eine Schilddrüsenvergrößerung entwickelt sich häufig langsam über Jahre hinweg. Bei nur geringer Vergrößerung der Schilddrüse bleibt sie mitunter unbemerkt, da sie nicht in jedem Fall von außen erkennbar ist oder deutliche Beschwerden verursacht. Dann fällt sie nur bei Routineuntersuchungen auf.
Treten Beschwerden auf, können dies unter anderem Druck- oder Engegefühle im Halsbereich sein. Manche Betroffene tragen nicht so gerne einen Rollkragenpullover oder enge Halsketten. Es kann zudem eine Schwellung im Halsbereich von außen tast- und auch sichtbar werden. Bei Fortschreiten der Vergrößerung machen sich möglicherweise weitere Beschwerden bemerkbar. Es kann beispielsweise eine Schluckstörung entstehen, wenn die Schilddrüse auf die Speiseröhre drückt.
Folgen/Komplikationen
Engt die sich vergrößernde Schilddrüse die Luftröhre ein, kann es zu Atembeschwerden oder Luftnot kommen. Bei Druck auf den Stimmbandnerv ist Heiserkeit eine der Folgen. Mitunter wächst die Schilddrüse auch hinter dem Brustbein bis in den Brustkorb und kann dabei unter anderem Herz-Kreislauf-Beschwerden verursachen.
Finden sich bei einer ärztlichen Untersuchung der vergrößerten Schilddrüse sogenannte kalte Knoten, die keine Schilddrüsenhormone bilden, kann sich darin in seltenen Fällen Schilddrüsenkrebs entwickeln. Daher sollten diese Knoten untersucht werden, etwa in einer dafür entnommenen Gewebeprobe.
Bilden sich in der vergrößerten Schilddrüse sogenannte heiße Knoten, fachlich auch autonome Adenome genannt, können diese durch eine nicht kontrollierte Überproduktion von Schilddrüsenhormonen Symptome einer Schilddrüsen-Überfunktion hervorrufen.
Ursachen/Risikofaktoren
Als wichtigste Ursache einer Struma beziehungsweise eines Kropfes gilt ein schleichender ernährungsbedingter Mangel an dem Spurenelement Jod. Es wird gebraucht, um die für den Stoffwechsel so wichtigen Schilddrüsenhormone zu bilden. Bei Jodmangel versucht der Körper der drohenden hormonellen Minderversorgung entgegenzuwirken, indem er vermehrt hormonproduzierende Schilddrüsenzellen bildet. Dabei kommt es letztlich zu Veränderungen im Drüsengewebe und zur Vergrößerung der Schilddrüse. Als weitere mögliche Ursachen einer Vergrößerung kommen auch Autoimmunerkrankungen wie die Hashimoto-Thyreoiditis oder Morbus Basedow infrage. Es gibt außerdem einige Substanzen (goitrogene Stoffe) und Medikamente, die das Schilddrüsenwachstum anregen.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen und Ärzte untersuchen bei einer Schilddrüsenvergrößerung die Schilddrüse unter anderem durch Abtasten, mittels Ultraschall oder bei Bedarf auch nuklearmedizinisch mittels einer Szitinigrafie. Gibt es Hinweise, dass möglicherweise Schilddrüsenkrebs vorliegen könnte, wird eine Gewebeprobe aus verdächtigen Drüsenarealen entnommen und untersucht. Zudem werden einige Blutwerte aufgenommen, insbesondere Schilddrüsenwerte. Ziel ist es, die Ursache für die Vergrößerung zu finden.
Die Behandlung richtet sich nach den Untersuchungsbefunden. Entweder wird die vergrößerte Schilddrüse nur weiter ärztlich beobachtet oder es kommen Jod- und/oder teils auch Schilddrüsenhormonpräparate zum Einsatz. Gibt es eine spezielle Ursache, zum Beispiel eine Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Basedow oder in seltenen Fällen Schilddrüsenkrebs, wird die Behandlung gezielt darauf abgestellt.
Was man selbst tun kann:
Um einer durch Jodmangel bewirkten Schilddrüsenvergrößerung vorzubeugen oder entgegenzuwirken, sollte man auf eine ausreichende Jodversorgung achten. Dabei hilft unter anderem jodiertes Speisesalz. Weitere Hinweise gibt es Internet unter www.dge.de von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, wenn man im Suchfenster (Lupe) das Stichwort Jod eingibt.
Treten Symptome einer Schilddrüsenvergrößerung oder Zeichen einer Unterfunktion (z.B. Antriebsmangel, extreme Müdigkeit) oder einer Überfunktion (z.B. Zittern, Unruhe, Herzrasen) der Drüse auf, sollte man ärztlichen Rat einholen.
Wichtig ist bei Erkrankungen der Schilddrüse auch, regelmäßig zu ärztlich empfohlenen Kontrolluntersuchungen zu gehen.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.