OMACOR 1.000 mg Weichkapseln
60,12 €
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Pharmazeutische Informationen
Weichkapseln — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 16798796
- Darreichungsform:
- Weichkapseln (Weichkapseln)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 1.000 mg
- Marke:
- OMACOR
- Hersteller:
- Aaragon Pharma s.r.o.
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel sollte längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Übelkeit und Unwohlsein kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Höchstdosis: Bei Bedarf kann Dosis auf 4 Kapseln pro Tag gesteigert werden.
Anwendungsgebiete
- Erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Triglyceride)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff senkt den Blutfettspiegel, indem er die körpereigene Herstellung bestimmter Fette in der Leber, sog. Neutralfette oder Triglyceride, behindert. Der Anteil an in der Blutbahn zirkulierenden Fetten wird somit reduziert und deren Anlagerung an die Gefäßinnenwände ("Verkalkung") vermindert.
Nebenwirkungen
- Beschleunigter Herzschlag im Vorhof (Vorhofflimmern) durch Medikamente
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Blähungen
- - Bauchschmerzen
- - Verstopfung
- - Durchfälle
- - Verdauungsbeschwerden
- Entweichen von Darmgasen
- - Aufstoßen, begleitet von fischartigem Geschmack und Geruch
- - Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre durch Medikamente
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- Krankhaft erhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie)
- Gicht durch Medikamente
- Schwindelgefühl
- Geschmacksstörungen
- Kopfschmerzen
- Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
- Nasenbluten
- Blutung im unteren Magen-Darm-Bereich
- Hautausschlag
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Blutgerinnungsstörung
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Leberschäden
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
- Ältere Patienten ab 70 Jahren: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Frost geschützt
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Erdnüsse und Soja.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Das Arzneimittel wird vor allem gegeben, wenn Diät oder andere Maßnahmen zur Senkung der Blutfettwerte, wie zum Beispiel körperliches Training, allein nicht ausreichen.
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn bei Ihnen Beschwerden wie Benommenheit, Schwäche, Herzklopfen oder Kurzatmigkeit auftreten.
Hypertriglyceridämie
Was ist das? - Definition Hypertriglyceridämie bezeichnet eine Fettstoffwechselstörung, bei der die Konzentration von Triglyzeriden im Blut erhöht ist. Zu hohe Werte dieser Blutfette bleiben oft lange unbemerkt, erhöhen aber das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettleber und Bauchspeicheldrüsenentzündungen. Die Erkrankung ist häufig Teil des sogenannten metabolischen Syndroms.
Krankheitsbild
Triglyzeride sind Fette, die im Blut zirkulieren und aus Nahrung oder körpereigener Produktion stammen. Bei einer Hypertriglyceridämie sind diese Werte dauerhaft erhöht. Die Erkrankung bleibt oft lange symptomlos und wird meist zufällig bei Blutuntersuchungen entdeckt. Sie gilt jedoch ein bedeutender Risikofaktor für Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Folgeerkrankungen.Man unterscheidet zwischen primärer Hypertriglyceridämie (genetisch bedingt) und sekundärer Form, die durch Lebensstil, andere Erkrankungen oder Medikamente ausgelöst wird. Besonders gefährlich sind sehr hohe Werte über 1.000 mg/dl, da sie eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) auslösen können.
Symptome/Verlauf
In den meisten Fällen verursacht Hypertriglyceridämie keine direkten Beschwerden. Erst bei Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Fettleber treten Symptome auf. Seltene Anzeichen sind Fetteinlagerungen in Haut und Sehnen (Xanthome), gelbliche Flecken an den Augenlidern (Xanthelasmen) oder ein weißer Ring in der Hornhaut (Arcus corneae). Der Verlauf hängt stark von der Ursache und dem Lebensstil ab. Bei dauerhaft hohen Werten steigt das Risiko für Gefäßverengungen und Entzündungen. Ein besonders hohes Risiko besitzen Menschen mit Diabetes, Übergewicht oder Bluthochdruck.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Hypertriglyceridämie zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Dazu zählen Herzinfarkt, Schlaganfall, Fettleber und akute Pankreatitis. Auch Muskelschmerzen und Muskelabbau treten auf. Psychische Belastungen durch Übergewicht oder Folgeerkrankungen wie Diabetes sind ebenfalls nicht selten.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Häufig liegt eine Kombination aus genetischer Veranlagung und ungünstigem Lebensstil vor. Auch bestimmte Erkrankungen oder Medikamente können die Werte erhöhen.Was Hypertriglyceridämie begünstigen kann:
- Fehlernährung mit zu viel Zucker und Fett
- Bewegungsmangel
- Übergewicht und Adipositas
- Diabetes
- Bluthochdruck
- Alkoholkonsum
- Schwangerschaft
- Nieren- oder Schilddrüsenerkrankungen
- Medikamente wie Betablocker oder Kortikosteroide
- genetische FettstoffwechselstörungenDas kann helfen
Das macht der Arzt:
Die Behandlung beginnt meist mit einer Blutuntersuchung. Bei erhöhten Werten wird zunächst der Lebensstil überprüft. Medikamente wie Fibrate oder Statine können eingesetzt werden, wenn die Werte sehr hoch sind oder andere Risiken bestehen. Bei genetischen Formen erfolgt die Betreuung in Spezialambulanzen.
Was man selbst tun kann:
Eine gesunde Ernährung mit wenig Zucker und gesättigten Fetten, regelmäßige Bewegung, Alkoholverzicht und Gewichtsreduktion sind entscheidend. Auch die Kontrolle von Diabetes und Bluthochdruck hilft, die Werte zu senken. Wenn die Werte stark erhöht sind oder bereits Folgeerkrankungen bestehen, reicht eine Lebensstiländerung allein oft nicht aus. Dann ist eine medikamentöse Therapie notwendig. Auch genetische Ursachen lassen sich nicht durch Ernährung oder Bewegung beeinflussen. Hier ist ärztliche Betreuung unerlässlich.
Bearbeitungsstand: 10.10.2025
Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Weichkapseln — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 16798796
- Darreichungsform:
- Weichkapseln (Weichkapseln)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 1.000 mg
- Marke:
- OMACOR
- Hersteller:
- Aaragon Pharma s.r.o.
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel sollte längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Übelkeit und Unwohlsein kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Höchstdosis: Bei Bedarf kann Dosis auf 4 Kapseln pro Tag gesteigert werden.
Anwendungsgebiete
- Erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Triglyceride)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff senkt den Blutfettspiegel, indem er die körpereigene Herstellung bestimmter Fette in der Leber, sog. Neutralfette oder Triglyceride, behindert. Der Anteil an in der Blutbahn zirkulierenden Fetten wird somit reduziert und deren Anlagerung an die Gefäßinnenwände ("Verkalkung") vermindert.
Nebenwirkungen
- Beschleunigter Herzschlag im Vorhof (Vorhofflimmern) durch Medikamente
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Blähungen
- - Bauchschmerzen
- - Verstopfung
- - Durchfälle
- - Verdauungsbeschwerden
- Entweichen von Darmgasen
- - Aufstoßen, begleitet von fischartigem Geschmack und Geruch
- - Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre durch Medikamente
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- Krankhaft erhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie)
- Gicht durch Medikamente
- Schwindelgefühl
- Geschmacksstörungen
- Kopfschmerzen
- Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
- Nasenbluten
- Blutung im unteren Magen-Darm-Bereich
- Hautausschlag
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Blutgerinnungsstörung
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Leberschäden
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
- Ältere Patienten ab 70 Jahren: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Frost geschützt
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Erdnüsse und Soja.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Das Arzneimittel wird vor allem gegeben, wenn Diät oder andere Maßnahmen zur Senkung der Blutfettwerte, wie zum Beispiel körperliches Training, allein nicht ausreichen.
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn bei Ihnen Beschwerden wie Benommenheit, Schwäche, Herzklopfen oder Kurzatmigkeit auftreten.
Hypertriglyceridämie
Was ist das? - Definition Hypertriglyceridämie bezeichnet eine Fettstoffwechselstörung, bei der die Konzentration von Triglyzeriden im Blut erhöht ist. Zu hohe Werte dieser Blutfette bleiben oft lange unbemerkt, erhöhen aber das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettleber und Bauchspeicheldrüsenentzündungen. Die Erkrankung ist häufig Teil des sogenannten metabolischen Syndroms.
Krankheitsbild
Triglyzeride sind Fette, die im Blut zirkulieren und aus Nahrung oder körpereigener Produktion stammen. Bei einer Hypertriglyceridämie sind diese Werte dauerhaft erhöht. Die Erkrankung bleibt oft lange symptomlos und wird meist zufällig bei Blutuntersuchungen entdeckt. Sie gilt jedoch ein bedeutender Risikofaktor für Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Folgeerkrankungen.Man unterscheidet zwischen primärer Hypertriglyceridämie (genetisch bedingt) und sekundärer Form, die durch Lebensstil, andere Erkrankungen oder Medikamente ausgelöst wird. Besonders gefährlich sind sehr hohe Werte über 1.000 mg/dl, da sie eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) auslösen können.
Symptome/Verlauf
In den meisten Fällen verursacht Hypertriglyceridämie keine direkten Beschwerden. Erst bei Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Fettleber treten Symptome auf. Seltene Anzeichen sind Fetteinlagerungen in Haut und Sehnen (Xanthome), gelbliche Flecken an den Augenlidern (Xanthelasmen) oder ein weißer Ring in der Hornhaut (Arcus corneae). Der Verlauf hängt stark von der Ursache und dem Lebensstil ab. Bei dauerhaft hohen Werten steigt das Risiko für Gefäßverengungen und Entzündungen. Ein besonders hohes Risiko besitzen Menschen mit Diabetes, Übergewicht oder Bluthochdruck.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Hypertriglyceridämie zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Dazu zählen Herzinfarkt, Schlaganfall, Fettleber und akute Pankreatitis. Auch Muskelschmerzen und Muskelabbau treten auf. Psychische Belastungen durch Übergewicht oder Folgeerkrankungen wie Diabetes sind ebenfalls nicht selten.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Häufig liegt eine Kombination aus genetischer Veranlagung und ungünstigem Lebensstil vor. Auch bestimmte Erkrankungen oder Medikamente können die Werte erhöhen.Was Hypertriglyceridämie begünstigen kann:
- Fehlernährung mit zu viel Zucker und Fett
- Bewegungsmangel
- Übergewicht und Adipositas
- Diabetes
- Bluthochdruck
- Alkoholkonsum
- Schwangerschaft
- Nieren- oder Schilddrüsenerkrankungen
- Medikamente wie Betablocker oder Kortikosteroide
- genetische FettstoffwechselstörungenDas kann helfen
Das macht der Arzt:
Die Behandlung beginnt meist mit einer Blutuntersuchung. Bei erhöhten Werten wird zunächst der Lebensstil überprüft. Medikamente wie Fibrate oder Statine können eingesetzt werden, wenn die Werte sehr hoch sind oder andere Risiken bestehen. Bei genetischen Formen erfolgt die Betreuung in Spezialambulanzen.
Was man selbst tun kann:
Eine gesunde Ernährung mit wenig Zucker und gesättigten Fetten, regelmäßige Bewegung, Alkoholverzicht und Gewichtsreduktion sind entscheidend. Auch die Kontrolle von Diabetes und Bluthochdruck hilft, die Werte zu senken. Wenn die Werte stark erhöht sind oder bereits Folgeerkrankungen bestehen, reicht eine Lebensstiländerung allein oft nicht aus. Dann ist eine medikamentöse Therapie notwendig. Auch genetische Ursachen lassen sich nicht durch Ernährung oder Bewegung beeinflussen. Hier ist ärztliche Betreuung unerlässlich.
Bearbeitungsstand: 10.10.2025
Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.