ORLISTAT Sandoz 60 mg Hartkapseln
67,82 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Hartkapseln — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19913602
- Darreichungsform:
- Hartkapseln (Kapseln)
- Packungsgröße:
- 84 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 60 mg
- Marke:
- ORLISTAT
- Hersteller:
- kohlpharma GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer bestimmt Ihr Arzt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Übelkeit, Bauchkrämpfen sowie zur Unterzuckerung kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Die Dosierungsangabe gilt bei einer Ernährungsempfehlung von 3 Mahlzeiten pro Tag. Falls eine Mahlzeit ausgelassen wird oder kein Fett enthält, sollte auf die Einnahme verzichtet werden.
Höchstdosis: Eine Dosis von 3 Kapseln pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Anwendungsgebiete
- Übergewicht bei Body-Mass-Index (BMI) von mind. 28 kg/m2
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: vor, während oder nach der Mahlzeit (ca. 1 Stunde)
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff legt die Substanz, die Nahrungsmittelfette zerlegt und damit verdauungsfähig macht, direkt im Darm lahm. Dadurch wird weniger Fett aus der Nahrung aufgenommen. Da das im Darm verbleibende Fett den Stuhl sehr weich macht, was sehr unangenehm sein kann, wird meist freiwillig auf fettreduzierte Kost umgestellt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Bauchschmerzen
- Stuhldrang und vermehrte Stühle
- Weiche Stühle
- Stuhlinkontinenz - (unwillkürlicher Stuhlabgang)
- Fettige, ölige Stühle, mit Abgang öligen Sekretes, zum Teil mit öligen Flecken am After
- Blähungen, z.T. mit Stuhlabgang
- Angstzustände
- Nierenschäden durch Oxalatkristalle
Die Nebenwirkungen im Verdauungsbereich lassen sich mit einer fettarmen Diät einschränken.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Chronische Störung der Nahrungsaufnahme (Malabsorption), d.h. bestimmte Nahrungsbestandteile können im Darm nicht aufgenommen werden, es kommt dadurch z.B. zu Gewichtsabnahme, Mangelerscheinungen
- Stauung der Gallenflüssigkeit, wenn z.B. die Gallenwege verstopft sind.
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Flüssigkeitsmangel
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Fettstoffwechselstörung mit erhöhtem Cholesterin (Hypercholesterinämie)
- Bluthochdruck (Hypertonie)
- Krampfanfälle (Epilepsie)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Die Wirkung der Anti-Baby-Pille kann durch das Arzneimittel beeinträchtigt werden. Für die Dauer der Einnahme sollten Sie deshalb zusätzliche Maßnahmen zur Empfängnisverhütung treffen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Indigocarmin mit der E-Nummer E 132)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
In Verbindung mit einer kalorienarmen Kost zur Behandlung von:
Der Body-Mass-Index (BMI) = Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Meter zum Quadrat
Übergewicht
Was ist das? - Definition Übergewicht entsteht, wenn Menschen über längere Zeit mehr Energie aufnehmen als sie verbrauchen. Allerdings sind nicht allein die Essgewohnheiten ausschlaggebend: Auch Veranlagung, Hormone, Medikamente oder emotionale Belastungen können bei der Entstehung von Übergewicht eine Rolle spielen. Experten unterscheiden zwischen normalem Übergewicht und Fettleibigkeit. Die sogenannte Adipositas ist als Krankheit anerkannt.
Krankheitsbild
Übergewicht entsteht, wenn Menschen über längere Zeit mehr Energie aufnehmen als sie verbrauchen. Allerdings sind nicht allein die Essgewohnheiten ausschlaggebend: Auch Veranlagung, Hormone, Medikamente oder emotionale Belastungen können bei der Entstehung von Übergewicht eine Rolle spielen. Experten unterscheiden zwischen normalem Übergewicht und Fettleibigkeit. Die sogenannte Adipositas ist als Krankheit anerkannt.
Symptome/Verlauf
Übergewicht lässt sich nicht allein durch das Gewicht einer Person beurteilen. Es gibt verschiedene Maße, mit deren Hilfe man die Ausprägung von Übergewicht bestimmen kann. Dazu gehört zum Beispiel der sogenannte Body Mass Index (BMI). Der BMI errechnet sich folgendermaßen: BMI = Körpergewicht (in kg) geteilt durch Körpergröße2 (in m2). Bei einem BMI von über 25 spricht man von Übergewicht. Ein BMI von über 30 gilt als Adipositas. Allerdings sagt der BMI nichts über Fettmasse und Fettverteilung aus. Als weiteres Maß zur Beurteilung von Übergewicht wird daher zum Beispiel der Taillenumfang genutzt.
Übergewicht kann - vor allem, wenn es lange besteht oder stark ausgeprägt ist - körperliche und psychische Beschwerden mit sich bringen. Häufig entwickeln sich Probleme schleichend über Jahre. Mögliche Beschwerden sind: Kurzatmigkeit bei Belastung, Verdauungsstörungen wie Völlegefühl oder Sodbrennen, Gelenkbeschwerden, Schlafprobleme bis hin zu Schlafapnoe (Atemaussetzer), Selbstwertprobleme bis hin zu sozialem Rückzug. Nicht alle Menschen mit Übergewicht haben Beschwerden. Doch mit zunehmendem Gewicht steigt das Risiko für Beschwerden und weitergehende Komplikationen. Je früher gegengesteuert wird, desto besser lassen sich Spätfolgen vermeiden.
Folgen/Komplikationen
Leichtes Übergewicht von einigen Kilogramm hat in der Regel wenige Auswirkungen, wenn sich Menschen gut ernähren und ausreichend bewegen. Auch Menschen mit deutlich erhöhtem Gewicht können sich fit fühlen und zunächst keine gesundheitlichen Einschränkungen haben. Allerdings steigt mit dem Übergewicht das Risiko für ernstzunehmende Folgeerkrankungen. Zu den möglichen Folgeerkrankungen zählen:
- Bluthochdruck und erhöhte Blutfette
- Typ-2-Diabetes (insulinresistente Stoffwechsellage)
- Nicht-alkoholische Fettleber (NAFLD)
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall
- Gelenkverschleiß, z.B. Arthrose oder Rückenschmerzen
- Schlafapnoe und andere Atemprobleme
- Psychische Belastungen, z. B. depressive Verstimmungen oder soziale Isolation
Schon eine moderate Gewichtsreduktion von etwa fünf bis zehn Prozent kann viele dieser Risiken spürbar senken.
Ursachen/Risikofaktoren
Übergewicht entwickelt sich in der Regel schleichend. An Adipositas (Fettleibigkeit) leiden viele Betroffene schon von klein an. Sie gilt heute als chronische Erkrankung. Häufig entstehen Übergewicht und Adipositas durch ein Zusammentreffen von falscher Ernährung, genetischen, hormonellen, psychischen und umweltbedingten Faktoren, zum Beispiel:
- Energiereiche Ernährung, zum Beispiel mit viel Fett und Zucker
- Bewegungsmangel im Alltag
- Genetische Veranlagung (Kalorienverbrauch, Hungergefühl und Fettspeicherung sind individuell unterschiedlich)
- Hormonelle Einflüsse: Schilddrüsenunterfunktion, Insulinresistenz, hormonelle Veränderungen in Schwangerschaft oder Wechseljahr können Übergewicht fördern.
- Medikamente: Kortison, Antidepressiva, Neuroleptika können Übergewicht fördern.
- Chronischer Stress oder Schlafmangel
- Essstörungen oder emotionales Essen
- Psychische Erkrankungen, z. B. Depressionen oder Traumafolgestörungen
- Soziales Umfeld, Ernährungsgewohnheiten in der Kindheit, Werbung für ungesunde Lebensmittel
Das kann helfen:
Das kann man selbst tun:
Wer ein paar Kilo abnehmen möchte, sollte zunächst versuchen, sich ausgewogen zu ernähren und die Energieaufnahme etwas zu reduzieren: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, gute Öle, hin und wieder Milch- und Fleischprodukte sowie wenig Zucker und verarbeitete Lebensmittel sind ein guter Anfang. Ob man lieber am Fett oder an Kohlenhydraten spart, spielt keine so große Rolle. Wichtig ist, dass man sich mit der Ernährungsweise wohl fühlt und auf lange Sicht zurechtkommt. Kurzfristige Diäten helfen hingegen kaum und fördern zum Teil sogar eine Gewichtszunahme. Regelmäßige Bewegung kann das Gewichtsmanagement unterstützen. Dabei wirkt eine Kombination aus mehr Bewegung im Alltag, Ausdauer- und Krafttraining am besten.
Das macht der Arzt:
Bei starkem Übergewicht (Adipositas) kann der Arzt eine Ernährungsberatung verschreiben, um eine Ernährungsumstellung zu erleichtern. Ebenfalls auf Kassenleistung gibt es sogenannte Digitale Gesundheitsangebote (DiGAs): Diese Apps unterstützen mit Tipps zu Ernährung, Bewegung und Psyche. Medikamente wie sogenannte GLP-1-Rezeptoragonisten können beim Abnehmen unterstützen. Diese müssen Patienten für die Adipositasbehandlung in Deutschland allerdings selbst zahlen. Bei stark ausgeprägter Adipositas kommen auch bariatrische Operationen (z. B. Magenbypass oder Schlauchmagen) in Frage.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hartkapseln — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19913602
- Darreichungsform:
- Hartkapseln (Kapseln)
- Packungsgröße:
- 84 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 60 mg
- Marke:
- ORLISTAT
- Hersteller:
- kohlpharma GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer bestimmt Ihr Arzt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Übelkeit, Bauchkrämpfen sowie zur Unterzuckerung kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Die Dosierungsangabe gilt bei einer Ernährungsempfehlung von 3 Mahlzeiten pro Tag. Falls eine Mahlzeit ausgelassen wird oder kein Fett enthält, sollte auf die Einnahme verzichtet werden.
Höchstdosis: Eine Dosis von 3 Kapseln pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Anwendungsgebiete
- Übergewicht bei Body-Mass-Index (BMI) von mind. 28 kg/m2
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: vor, während oder nach der Mahlzeit (ca. 1 Stunde)
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff legt die Substanz, die Nahrungsmittelfette zerlegt und damit verdauungsfähig macht, direkt im Darm lahm. Dadurch wird weniger Fett aus der Nahrung aufgenommen. Da das im Darm verbleibende Fett den Stuhl sehr weich macht, was sehr unangenehm sein kann, wird meist freiwillig auf fettreduzierte Kost umgestellt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Bauchschmerzen
- Stuhldrang und vermehrte Stühle
- Weiche Stühle
- Stuhlinkontinenz - (unwillkürlicher Stuhlabgang)
- Fettige, ölige Stühle, mit Abgang öligen Sekretes, zum Teil mit öligen Flecken am After
- Blähungen, z.T. mit Stuhlabgang
- Angstzustände
- Nierenschäden durch Oxalatkristalle
Die Nebenwirkungen im Verdauungsbereich lassen sich mit einer fettarmen Diät einschränken.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Chronische Störung der Nahrungsaufnahme (Malabsorption), d.h. bestimmte Nahrungsbestandteile können im Darm nicht aufgenommen werden, es kommt dadurch z.B. zu Gewichtsabnahme, Mangelerscheinungen
- Stauung der Gallenflüssigkeit, wenn z.B. die Gallenwege verstopft sind.
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Flüssigkeitsmangel
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Fettstoffwechselstörung mit erhöhtem Cholesterin (Hypercholesterinämie)
- Bluthochdruck (Hypertonie)
- Krampfanfälle (Epilepsie)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Die Wirkung der Anti-Baby-Pille kann durch das Arzneimittel beeinträchtigt werden. Für die Dauer der Einnahme sollten Sie deshalb zusätzliche Maßnahmen zur Empfängnisverhütung treffen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Indigocarmin mit der E-Nummer E 132)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
In Verbindung mit einer kalorienarmen Kost zur Behandlung von:
Der Body-Mass-Index (BMI) = Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Meter zum Quadrat
Übergewicht
Was ist das? - Definition Übergewicht entsteht, wenn Menschen über längere Zeit mehr Energie aufnehmen als sie verbrauchen. Allerdings sind nicht allein die Essgewohnheiten ausschlaggebend: Auch Veranlagung, Hormone, Medikamente oder emotionale Belastungen können bei der Entstehung von Übergewicht eine Rolle spielen. Experten unterscheiden zwischen normalem Übergewicht und Fettleibigkeit. Die sogenannte Adipositas ist als Krankheit anerkannt.
Krankheitsbild
Übergewicht entsteht, wenn Menschen über längere Zeit mehr Energie aufnehmen als sie verbrauchen. Allerdings sind nicht allein die Essgewohnheiten ausschlaggebend: Auch Veranlagung, Hormone, Medikamente oder emotionale Belastungen können bei der Entstehung von Übergewicht eine Rolle spielen. Experten unterscheiden zwischen normalem Übergewicht und Fettleibigkeit. Die sogenannte Adipositas ist als Krankheit anerkannt.
Symptome/Verlauf
Übergewicht lässt sich nicht allein durch das Gewicht einer Person beurteilen. Es gibt verschiedene Maße, mit deren Hilfe man die Ausprägung von Übergewicht bestimmen kann. Dazu gehört zum Beispiel der sogenannte Body Mass Index (BMI). Der BMI errechnet sich folgendermaßen: BMI = Körpergewicht (in kg) geteilt durch Körpergröße2 (in m2). Bei einem BMI von über 25 spricht man von Übergewicht. Ein BMI von über 30 gilt als Adipositas. Allerdings sagt der BMI nichts über Fettmasse und Fettverteilung aus. Als weiteres Maß zur Beurteilung von Übergewicht wird daher zum Beispiel der Taillenumfang genutzt.
Übergewicht kann - vor allem, wenn es lange besteht oder stark ausgeprägt ist - körperliche und psychische Beschwerden mit sich bringen. Häufig entwickeln sich Probleme schleichend über Jahre. Mögliche Beschwerden sind: Kurzatmigkeit bei Belastung, Verdauungsstörungen wie Völlegefühl oder Sodbrennen, Gelenkbeschwerden, Schlafprobleme bis hin zu Schlafapnoe (Atemaussetzer), Selbstwertprobleme bis hin zu sozialem Rückzug. Nicht alle Menschen mit Übergewicht haben Beschwerden. Doch mit zunehmendem Gewicht steigt das Risiko für Beschwerden und weitergehende Komplikationen. Je früher gegengesteuert wird, desto besser lassen sich Spätfolgen vermeiden.
Folgen/Komplikationen
Leichtes Übergewicht von einigen Kilogramm hat in der Regel wenige Auswirkungen, wenn sich Menschen gut ernähren und ausreichend bewegen. Auch Menschen mit deutlich erhöhtem Gewicht können sich fit fühlen und zunächst keine gesundheitlichen Einschränkungen haben. Allerdings steigt mit dem Übergewicht das Risiko für ernstzunehmende Folgeerkrankungen. Zu den möglichen Folgeerkrankungen zählen:
- Bluthochdruck und erhöhte Blutfette
- Typ-2-Diabetes (insulinresistente Stoffwechsellage)
- Nicht-alkoholische Fettleber (NAFLD)
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall
- Gelenkverschleiß, z.B. Arthrose oder Rückenschmerzen
- Schlafapnoe und andere Atemprobleme
- Psychische Belastungen, z. B. depressive Verstimmungen oder soziale Isolation
Schon eine moderate Gewichtsreduktion von etwa fünf bis zehn Prozent kann viele dieser Risiken spürbar senken.
Ursachen/Risikofaktoren
Übergewicht entwickelt sich in der Regel schleichend. An Adipositas (Fettleibigkeit) leiden viele Betroffene schon von klein an. Sie gilt heute als chronische Erkrankung. Häufig entstehen Übergewicht und Adipositas durch ein Zusammentreffen von falscher Ernährung, genetischen, hormonellen, psychischen und umweltbedingten Faktoren, zum Beispiel:
- Energiereiche Ernährung, zum Beispiel mit viel Fett und Zucker
- Bewegungsmangel im Alltag
- Genetische Veranlagung (Kalorienverbrauch, Hungergefühl und Fettspeicherung sind individuell unterschiedlich)
- Hormonelle Einflüsse: Schilddrüsenunterfunktion, Insulinresistenz, hormonelle Veränderungen in Schwangerschaft oder Wechseljahr können Übergewicht fördern.
- Medikamente: Kortison, Antidepressiva, Neuroleptika können Übergewicht fördern.
- Chronischer Stress oder Schlafmangel
- Essstörungen oder emotionales Essen
- Psychische Erkrankungen, z. B. Depressionen oder Traumafolgestörungen
- Soziales Umfeld, Ernährungsgewohnheiten in der Kindheit, Werbung für ungesunde Lebensmittel
Das kann helfen:
Das kann man selbst tun:
Wer ein paar Kilo abnehmen möchte, sollte zunächst versuchen, sich ausgewogen zu ernähren und die Energieaufnahme etwas zu reduzieren: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, gute Öle, hin und wieder Milch- und Fleischprodukte sowie wenig Zucker und verarbeitete Lebensmittel sind ein guter Anfang. Ob man lieber am Fett oder an Kohlenhydraten spart, spielt keine so große Rolle. Wichtig ist, dass man sich mit der Ernährungsweise wohl fühlt und auf lange Sicht zurechtkommt. Kurzfristige Diäten helfen hingegen kaum und fördern zum Teil sogar eine Gewichtszunahme. Regelmäßige Bewegung kann das Gewichtsmanagement unterstützen. Dabei wirkt eine Kombination aus mehr Bewegung im Alltag, Ausdauer- und Krafttraining am besten.
Das macht der Arzt:
Bei starkem Übergewicht (Adipositas) kann der Arzt eine Ernährungsberatung verschreiben, um eine Ernährungsumstellung zu erleichtern. Ebenfalls auf Kassenleistung gibt es sogenannte Digitale Gesundheitsangebote (DiGAs): Diese Apps unterstützen mit Tipps zu Ernährung, Bewegung und Psyche. Medikamente wie sogenannte GLP-1-Rezeptoragonisten können beim Abnehmen unterstützen. Diese müssen Patienten für die Adipositasbehandlung in Deutschland allerdings selbst zahlen. Bei stark ausgeprägter Adipositas kommen auch bariatrische Operationen (z. B. Magenbypass oder Schlauchmagen) in Frage.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.