OTOMYK 10 mg/ml Ohrentropfen Einzeldosisbehältnis
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Pharmazeutische Informationen
Ohrentropfen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19850020
- Darreichungsform:
- Ohrentropfen (Einzeldosisbehältnis)
- Packungsgröße:
- 30 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 10 mg
- Marke:
- OTOMYK
- Hersteller:
- INFECTOPHARM Arzn.u.Consilium GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tropfen Sie das Arzneimittel in das/die Ohr(en) ein. Legen Sie für die Anwendung Ihren Kopf auf die Seite. Zuvor erwärmen Sie das Arzneimittel in der Hand für einige Minuten. Falls mehrere Ohrentropfen verwendet werden, ist ein Abstand zwischen den Anwendungen erforderlich. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit den Augen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt 14 Tage.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Anwendungsgebiete
- Gehörgangentzündung durch Pilze
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Säuglinge ab 1 Monat, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Einzeldosisbehältnis, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, im Abstand von 12 Stunden
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff schädigt die äußere Hülle, die sog. Zellmembran von Pilzen. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, sie wird z.B. für Nährstoffe undurchlässiger - die Zelle hungert, oder Zellbestandteile treten aus und die Zelle löst sich auf. Je nach Wirkstoffkonzentration werden die Pilze dadurch in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung gehemmt oder direkt abgetötet. Der Wirkstoff ist außerdem gegen bestimmte Bakterien wirksam.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Missempfindungen
- Durchbruch des Trommelfells im Ohr (Trommelfellperforation)
- Ohrenschmerzen
- Ohrengeräusche (Tinnitus)
- Schmerzen an der Anwendungsstelle
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Neugeborene in den ersten 4 Lebenswochen: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 55 × 125 × 100 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis) aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Diese Angabe gilt nur für das Einzeldosisbehältnis. Nach dem Öffnen des Beutels sollten die Einzeldosisbehältnisse nicht über 25°C gelagert und innerhalb von 30 Tagen verwendet werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Clotrimazol)!
Pilzbefall der Haut mit Fadenpilzen (Dermatophyten)
Was ist das? - Definition Dermatophytosen sind Pilzinfektionen der Haut, die durch sogenannte Fadenpilze verursacht werden. Diese Pilze befallen bevorzugt die oberste Hautschicht, Nägel oder Haare und ernähren sich vom Hornstoff Keratin. Die Erkrankung ist ansteckend und tritt häufig an Füßen, Händen oder in Hautfalten auf. Sie heilt meist gut, kann aber hartnäckig verlaufen.
Krankheitsbild
Fadenpilze, auch Dermatophyten genannt, sind spezialisierte Hautpilze, die sich vom Keratin abgestorbener Hautzellen ernähren. Sie dringen in die Hornschicht der Haut ein und verursachen dort eine lokale Entzündung. Die Erkrankung wird je nach betroffener Körperstelle als Tinea bezeichnet, zum Beispiel Tinea pedis (Fußpilz) oder Tinea corporis (Rumpf). Dermatophytosen sind weltweit verbreitet und zählen zu den häufigsten Hautinfektionen. Sie sind ansteckend und können durch direkten Hautkontakt oder über kontaminierte Gegenstände wie Handtücher, Schuhe oder Böden übertragen werden.
Symptome/Verlauf
Die Symptome hängen von der betroffenen Körperregion ab, zeigen aber typische Merkmale:
- gerötete, schuppende Hautstellen mit scharfem Rand
- Juckreiz, Brennen oder Spannungsgefühl
- kreisförmige, sich ausbreitende Hautveränderungen (Ringelflechte)
- Bläschenbildung oder Nässen, besonders an den Füßen
- brüchige, verdickte oder verfärbte Nägel bei Nagelpilz
Die Infektion beginnt meist lokal und kann sich ohne Behandlung ausbreiten. Besonders Fuß- und Nagelpilz verlaufen oft chronisch. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann die Erkrankung schwerer verlaufen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt breitet sich der Pilz mitunter auf andere Körperstellen oder Personen aus. Es kann zu bakteriellen Zusatzinfektionen kommen, wenn die Haut durch Kratzen verletzt wird. Bei Nagelbefall kann der Nagel dauerhaft geschädigt werden. In seltenen Fällen entsteht eine tiefergehende Infektion, insbesondere bei Menschen mit Diabetes oder Immunschwäche. Auch psychische Belastungen durch sichtbare Hautveränderungen kommen vor.
Ursachen/Risikofaktoren
Fadenpilze gedeihen besonders gut in feuchtwarmer Umgebung. Zu den häufigsten Risikofaktoren zählen enge oder luftundurchlässige Kleidung und Schuhe, vermehrtes Schwitzen und Besuche in Schwimmbädern, Saunen oder Umkleiden ohne Badeschlappen. Zudem begünstigen ein geschwächtes Immunsystem, Diabetes, Hautverletzungen oder chronische Hauterkrankungen eine Infektion. Das Risiko erhöht ebenfalls der Kontakt mit infizierten Personen oder Haustieren. Mangelnde Hygiene oder das Teilen von Handtüchern und Schuhen begünstigt zusätzlich die Übertragung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann eine Dermatophytose mit antimykotischen Cremes, Sprays oder Tabletten behandeln. Zu den wichtigen Wirkstoffgruppen zählen Azole, Allylamine und Ciclopirox. Bei Nagelpilz kann eine langfristige Therapie notwendig sein.
Das kann man selbst tun: Eine gute Hygiene, das Trocknen der Haut nach dem Duschen und das Tragen atmungsaktiver Kleidung beugen vor. In öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbädern oder Sauen sind Badeschlappen wichtig. Wenn die Infektion nicht abheilt, sich ausbreitet oder Nägel betroffen sind, sollte man ärztliche Hilfe suchen. Eine Selbstbehandlung reicht dann nicht mehr aus.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Pilzbefall der Haut mit Hefepilzen (Candidosen)
Was ist das? - Definition Candidosen sind Hautinfektionen durch Hefepilze der Gattung Candida. Diese Pilze gehören zur natürlichen Hautflora, können sich aber unter bestimmten Bedingungen stark vermehren und Entzündungen verursachen. Besonders betroffen sind feuchtwarme Körperregionen wie Hautfalten, der Genitalbereich oder der Nagelwall. Bei letzterem handelt es sich um das Gewebe, das den Nagel u-förmig umfasst. Die Infektion verläuft meist harmlos, kann aber bei geschwächtem Immunsystem problematisch werden.
Krankheitsbild
Candidosen sind Pilzinfektionen der Haut, die durch Hefepilze wie Candida albicans ausgelöst werden. Diese Pilze leben normalerweise auf der Haut, ohne Beschwerden zu verursachen. Gerät das Gleichgewicht der Hautflora jedoch aus der Balance, können sie sich übermäßig vermehren und eine Infektion auslösen. Besonders häufig tritt die Candidose in Hautfalten, am Nagelwall, im Genitalbereich oder unter der Brust auf. Die Erkrankung ist nicht ansteckend, kann aber wiederkehren, wenn die Ursachen bestehen bleiben.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und sind lokal begrenzt. Typische Symptome sind:
- gerötete, nässende oder schuppende Hautstellen
- Juckreiz oder Brennen
- weißliche Beläge oder Pusteln
- Risse oder Schmerzen in Hautfalten
- unangenehmer Geruch bei stärkerem Befall
Die Symptome können je nach Körperregion variieren. Bei Nagelbefall kommt es zu Verdickungen, Verfärbungen und brüchigen Nägeln. Im Genitalbereich kann die Infektion mit Ausfluss und Schmerzen einhergehen. Bei gesunden Menschen heilt die Candidose meist unkompliziert ab. Bei Begleiterkrankungen wie Immunschwäche oder Diabetes kann sie jedoch hartnäckig sein.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann sich die Infektion ausbreiten und tieferes Gewebe betreffen. In seltenen Fällen kommt es zu einer systemischen Ausbreitung, etwa bei stark geschwächtem Immunsystem. Wiederkehrende Candidosen können die Hautbarriere schwächen und zu bakteriellen Zusatzinfektionen führen. Auch psychische Belastungen durch Juckreiz oder sichtbare Hautveränderungen sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Vermehrung von Candida wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Hierzu zählen Feuchtigkeit und Wärme, etwa durch enge Kleidung oder mangelnde Belüftungsn, ein geschwächtes Immunsystem, Diabetes oder eine Antibiotikatherapie, die das Gleichgewicht der Hautflora stört. Auch hormonelle Veränderungen, etwa in der Schwangerschaft, Übergewicht mit ausgeprägten Hautfalten, eine mangelnde Hygiene oder aggressive Pflegeprodukte erhöhen das Risiko. Zudem beeinflussen Stress und Ernährung das Hautmilieu und steigern die Wahrscheinlichkeit für Pilzerkrankungen der Haut.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann eine Candidose mit antimykotischen Salben oder Cremes behandeln. Bei ausgedehntem Befall kommen auch Tabletten zum Einsatz. Wichtige Wirkstoffgruppen sind Azole und Polyene.
Das kann man selbst tun: Gute Hautpflege, das Trockenhalten gefährdeter Stellen und luftdurchlässige Kleidung beugen vor. Wenn die Beschwerden länger anhalten, sich ausbreiten oder wiederkehren, sollte man ärztliche Hilfe suchen. Eine Selbstbehandlung stößt hier an ihre Grenzen.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Ohrentropfen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19850020
- Darreichungsform:
- Ohrentropfen (Einzeldosisbehältnis)
- Packungsgröße:
- 30 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 10 mg
- Marke:
- OTOMYK
- Hersteller:
- INFECTOPHARM Arzn.u.Consilium GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tropfen Sie das Arzneimittel in das/die Ohr(en) ein. Legen Sie für die Anwendung Ihren Kopf auf die Seite. Zuvor erwärmen Sie das Arzneimittel in der Hand für einige Minuten. Falls mehrere Ohrentropfen verwendet werden, ist ein Abstand zwischen den Anwendungen erforderlich. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit den Augen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt 14 Tage.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Anwendungsgebiete
- Gehörgangentzündung durch Pilze
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Säuglinge ab 1 Monat, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Einzeldosisbehältnis, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, im Abstand von 12 Stunden
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff schädigt die äußere Hülle, die sog. Zellmembran von Pilzen. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, sie wird z.B. für Nährstoffe undurchlässiger - die Zelle hungert, oder Zellbestandteile treten aus und die Zelle löst sich auf. Je nach Wirkstoffkonzentration werden die Pilze dadurch in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung gehemmt oder direkt abgetötet. Der Wirkstoff ist außerdem gegen bestimmte Bakterien wirksam.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Missempfindungen
- Durchbruch des Trommelfells im Ohr (Trommelfellperforation)
- Ohrenschmerzen
- Ohrengeräusche (Tinnitus)
- Schmerzen an der Anwendungsstelle
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Neugeborene in den ersten 4 Lebenswochen: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 55 × 125 × 100 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis) aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Diese Angabe gilt nur für das Einzeldosisbehältnis. Nach dem Öffnen des Beutels sollten die Einzeldosisbehältnisse nicht über 25°C gelagert und innerhalb von 30 Tagen verwendet werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Clotrimazol)!
Pilzbefall der Haut mit Fadenpilzen (Dermatophyten)
Was ist das? - Definition Dermatophytosen sind Pilzinfektionen der Haut, die durch sogenannte Fadenpilze verursacht werden. Diese Pilze befallen bevorzugt die oberste Hautschicht, Nägel oder Haare und ernähren sich vom Hornstoff Keratin. Die Erkrankung ist ansteckend und tritt häufig an Füßen, Händen oder in Hautfalten auf. Sie heilt meist gut, kann aber hartnäckig verlaufen.
Krankheitsbild
Fadenpilze, auch Dermatophyten genannt, sind spezialisierte Hautpilze, die sich vom Keratin abgestorbener Hautzellen ernähren. Sie dringen in die Hornschicht der Haut ein und verursachen dort eine lokale Entzündung. Die Erkrankung wird je nach betroffener Körperstelle als Tinea bezeichnet, zum Beispiel Tinea pedis (Fußpilz) oder Tinea corporis (Rumpf). Dermatophytosen sind weltweit verbreitet und zählen zu den häufigsten Hautinfektionen. Sie sind ansteckend und können durch direkten Hautkontakt oder über kontaminierte Gegenstände wie Handtücher, Schuhe oder Böden übertragen werden.
Symptome/Verlauf
Die Symptome hängen von der betroffenen Körperregion ab, zeigen aber typische Merkmale:
- gerötete, schuppende Hautstellen mit scharfem Rand
- Juckreiz, Brennen oder Spannungsgefühl
- kreisförmige, sich ausbreitende Hautveränderungen (Ringelflechte)
- Bläschenbildung oder Nässen, besonders an den Füßen
- brüchige, verdickte oder verfärbte Nägel bei Nagelpilz
Die Infektion beginnt meist lokal und kann sich ohne Behandlung ausbreiten. Besonders Fuß- und Nagelpilz verlaufen oft chronisch. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann die Erkrankung schwerer verlaufen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt breitet sich der Pilz mitunter auf andere Körperstellen oder Personen aus. Es kann zu bakteriellen Zusatzinfektionen kommen, wenn die Haut durch Kratzen verletzt wird. Bei Nagelbefall kann der Nagel dauerhaft geschädigt werden. In seltenen Fällen entsteht eine tiefergehende Infektion, insbesondere bei Menschen mit Diabetes oder Immunschwäche. Auch psychische Belastungen durch sichtbare Hautveränderungen kommen vor.
Ursachen/Risikofaktoren
Fadenpilze gedeihen besonders gut in feuchtwarmer Umgebung. Zu den häufigsten Risikofaktoren zählen enge oder luftundurchlässige Kleidung und Schuhe, vermehrtes Schwitzen und Besuche in Schwimmbädern, Saunen oder Umkleiden ohne Badeschlappen. Zudem begünstigen ein geschwächtes Immunsystem, Diabetes, Hautverletzungen oder chronische Hauterkrankungen eine Infektion. Das Risiko erhöht ebenfalls der Kontakt mit infizierten Personen oder Haustieren. Mangelnde Hygiene oder das Teilen von Handtüchern und Schuhen begünstigt zusätzlich die Übertragung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann eine Dermatophytose mit antimykotischen Cremes, Sprays oder Tabletten behandeln. Zu den wichtigen Wirkstoffgruppen zählen Azole, Allylamine und Ciclopirox. Bei Nagelpilz kann eine langfristige Therapie notwendig sein.
Das kann man selbst tun: Eine gute Hygiene, das Trocknen der Haut nach dem Duschen und das Tragen atmungsaktiver Kleidung beugen vor. In öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbädern oder Sauen sind Badeschlappen wichtig. Wenn die Infektion nicht abheilt, sich ausbreitet oder Nägel betroffen sind, sollte man ärztliche Hilfe suchen. Eine Selbstbehandlung reicht dann nicht mehr aus.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Pilzbefall der Haut mit Hefepilzen (Candidosen)
Was ist das? - Definition Candidosen sind Hautinfektionen durch Hefepilze der Gattung Candida. Diese Pilze gehören zur natürlichen Hautflora, können sich aber unter bestimmten Bedingungen stark vermehren und Entzündungen verursachen. Besonders betroffen sind feuchtwarme Körperregionen wie Hautfalten, der Genitalbereich oder der Nagelwall. Bei letzterem handelt es sich um das Gewebe, das den Nagel u-förmig umfasst. Die Infektion verläuft meist harmlos, kann aber bei geschwächtem Immunsystem problematisch werden.
Krankheitsbild
Candidosen sind Pilzinfektionen der Haut, die durch Hefepilze wie Candida albicans ausgelöst werden. Diese Pilze leben normalerweise auf der Haut, ohne Beschwerden zu verursachen. Gerät das Gleichgewicht der Hautflora jedoch aus der Balance, können sie sich übermäßig vermehren und eine Infektion auslösen. Besonders häufig tritt die Candidose in Hautfalten, am Nagelwall, im Genitalbereich oder unter der Brust auf. Die Erkrankung ist nicht ansteckend, kann aber wiederkehren, wenn die Ursachen bestehen bleiben.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und sind lokal begrenzt. Typische Symptome sind:
- gerötete, nässende oder schuppende Hautstellen
- Juckreiz oder Brennen
- weißliche Beläge oder Pusteln
- Risse oder Schmerzen in Hautfalten
- unangenehmer Geruch bei stärkerem Befall
Die Symptome können je nach Körperregion variieren. Bei Nagelbefall kommt es zu Verdickungen, Verfärbungen und brüchigen Nägeln. Im Genitalbereich kann die Infektion mit Ausfluss und Schmerzen einhergehen. Bei gesunden Menschen heilt die Candidose meist unkompliziert ab. Bei Begleiterkrankungen wie Immunschwäche oder Diabetes kann sie jedoch hartnäckig sein.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann sich die Infektion ausbreiten und tieferes Gewebe betreffen. In seltenen Fällen kommt es zu einer systemischen Ausbreitung, etwa bei stark geschwächtem Immunsystem. Wiederkehrende Candidosen können die Hautbarriere schwächen und zu bakteriellen Zusatzinfektionen führen. Auch psychische Belastungen durch Juckreiz oder sichtbare Hautveränderungen sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Vermehrung von Candida wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Hierzu zählen Feuchtigkeit und Wärme, etwa durch enge Kleidung oder mangelnde Belüftungsn, ein geschwächtes Immunsystem, Diabetes oder eine Antibiotikatherapie, die das Gleichgewicht der Hautflora stört. Auch hormonelle Veränderungen, etwa in der Schwangerschaft, Übergewicht mit ausgeprägten Hautfalten, eine mangelnde Hygiene oder aggressive Pflegeprodukte erhöhen das Risiko. Zudem beeinflussen Stress und Ernährung das Hautmilieu und steigern die Wahrscheinlichkeit für Pilzerkrankungen der Haut.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann eine Candidose mit antimykotischen Salben oder Cremes behandeln. Bei ausgedehntem Befall kommen auch Tabletten zum Einsatz. Wichtige Wirkstoffgruppen sind Azole und Polyene.
Das kann man selbst tun: Gute Hautpflege, das Trockenhalten gefährdeter Stellen und luftdurchlässige Kleidung beugen vor. Wenn die Beschwerden länger anhalten, sich ausbreiten oder wiederkehren, sollte man ärztliche Hilfe suchen. Eine Selbstbehandlung stößt hier an ihre Grenzen.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.