PANKREATAN 20.000 Ph.Eur.-Einheiten msr.Hartkaps.
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Pharmazeutische Informationen
Magensaftresistente Hartkapseln — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 15427419
- Darreichungsform:
- Magensaftresistente Hartkapseln (Kapseln, magensaftgeschützte)
- Packungsgröße:
- 50 Stück
- Marke:
- PANKREATAN
- Hersteller:
- NORDMARK Pharma GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Achten Sie auf die unzerkaute Einnahme und auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr. Die Kapseln können zur leichteren Einnahme bei Bedarf geöffnet und nur der Kapselinhalt unzerkaut eingenommen werden
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer ist nicht begrenzt. Sie richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu einer Erhöhung der Harnsäure im Blutserum und im Urin kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Die Dosierung ist abhängig vom Körpergewicht und hängt von der Schwere der Erkrankung und der Zusammensetzungder Mahlzeit ab.
Lassen Sie sich zur Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Funktionsstörungen der Bauchspeicheldrüse - und dadurch bedingte Verdauungsprobleme
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus Verdauungsenzymen, die aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen gewonnen werden. Diese sind den natürlich vorkommenden Verdauungsenzymen im menschlichen Magen-Darm-Trakt sehr ähnlich und mischen sich nach Einnahme im Magen und Darm mit dem Speisebrei. Dort helfen sie bei der Zerkleinerung der Nahrung, indem sie die Fette, Eiweisse und Kohlenhydrate in kleinere Einheiten aufspalten. Auf diese Weise wird die Verdauung der Nahrung unterstützt. Diese werden dann in das Blut oder die Lymphe aufgenommen und über diese Transportwege in die Zellen der einzelnen Gewebe verteilt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Bauchschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Verstopfung
- Durchfälle
- Völlegefühl
- Blähungen
- Allergische Reaktionen
- Hautausschlag
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse, im akuten Zustand
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 74 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 57 × 77 × 57 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Schweineeiweiß!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Funktionsstörungen der Bauchspeicheldrüse
Was ist das? - Definition Eine Pankreasinsuffizienz ist eine Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse, bei der das Organ nicht mehr ausreichend Verdauungsenzyme und/oder Hormone wie Insulin produziert. Dadurch kann es zu Verdauungsproblemen mit Mangelernährung sowie zu Störungen des Blutzuckerstoffwechsels bis hin zu Diabetes kommen.
Krankheitsbild
Die Bauchspeicheldrüse bildet zum einen Verdauungsenzyme und zum anderen das Hormon Insulin, das für den Blutzuckerstoffwechsel wichtig ist. Funktionseinschränkungen der Bauchspeicheldrüse, auch Pankreasinsuffizienz genannt, können beide Bereiche betreffen. Bei der exokrinen Pankreasinsuffizienz bildet das Organ nicht mehr genug Verdauungsenzyme, was zu Verdauungsproblemen und Mangelernährung führen kann. Bei der endokrinen Pankreasinsuffizienz ist die Bildung von Insulin eingeschränkt. Ein gestörter Blutzuckerstoffwechsel und Diabetes sind die Folge.
Symptome/Verlauf
Eine exokrine Pankreasinsuffizienz bleibt oft zunächst unbemerkt. Später äußert sie sich durch Blähungen, Durchfall, übelriechenden, fettreichen Stuhlgängen (Fettstuhl) sowie Gewichtsverlust und Mangelerscheinungen. Geht die Erkrankung auf eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung zurück, kommen oft zum Teil starke Oberbauchschmerzen hinzu.
Die endokrine Pankreasinsuffizienz tritt im Verlauf häufig zusätzlich zur exokrinen Form auf und führt zu einem Mangel an Insulin und damit zu einen gestörten Blutzuckerstoffwechsel (Diabetes Typ 3c oder pankreopriver Diabetes). Da auch der Gegenspieler des Insulins, das Glucagon, in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird, kommt es bei dieser Art des Diabetes sehr häufig auch zu Unterzuckerungen.
Folgen/Komplikationen
Durch die mangelnde Produktion von Verdauungsenzymen wird die Nahrung im Darm nicht mehr ausreichend aufgeschlossen und aufgenommen. Besonders die Fettverdauung und die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen ist mitunter stark eingeschränkt. Starker Gewichtsverlust, Mangelzustände oder auch Knochenschwund (Osteoporose) können die Folge sein. Entwickelt sich aufgrund einer endokrinen Pankreasinsuffizienz ein Diabetes, besteht eine erhöhte Gefahr für lebensbedrohliche Unterzuckerungen. Liegt eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung als Ursache zugrunde, besteht zudem ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache einer Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse ist eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung. Diese geht wiederum in den meisten Fällen auf Alkoholmissbrauch zurück, zusätzliches Rauchen kann das Risiko deutlich erhöhen. Weitere Ursachen können Mukoviszidose (erbliche Stoffwechselerkrankung), Bauchspeicheldrüsenkrebs oder Operationen an der Bauchspeicheldrüse sein.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt stellt zunächst die Diagnose und untersucht die Ursachen der Pankreasinsuffizienz. Zentral ist oft eine Schmerztherapie. Außerdem verschreibt er Verdauungsenzyme sowie Nährstoffsupplemente und leitet bei Bedarf eine Diabetes-Therapie ein. Eine Ernährungsberatung kann helfen, Verdauungsbeschwerden weiter einzudämmen.
Das kann man selbst tun: Liegt eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung zugrunde, empfiehlt sich dringend, auf Alkohol und Zigaretten zu verzichten. Kleinere Mahlzeiten in Kombination mit der Aufnahme von Verdauungsenzymen können Nahrungsaufnahme und Symptome verbessern.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung
Was ist das? - Definition Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung (chronische Pankreatitis) ist eine dauerhaft bestehende Entzündung der Bauchspeicheldrüse, bei der das Organ im Laufe der Zeit zunehmend geschädigt wird. Dadurch verliert die Bauchspeicheldrüse ihre Fähigkeit, Verdauungssäfte und Insulin zu produzieren, was zu Verdauungsproblemen, Schmerzen und im fortgeschrittenen Stadium auch zu Diabetes führen kann.
Krankheitsbild
Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung, auch chronische Pankreatitis genannt, ist eine dauerhaft bestehende Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Das Organ liegt im Oberbauch und erfüllt im Wesentlichen zwei Aufgaben: Es produziert zum einen Verdauungssäfte, die in den Dünndarm abgegeben werden. Zum anderen bildet es Insulin, ein wichtiges Hormon zur Regulierung des Blutzuckers. Bei der chronischen Entzündung wird das Gewebe der Bauchspeicheldrüse im Laufe der Zeit zunehmend geschädigt und durch Narbengewebe ersetzt. Die Funktionsfähigkeit der Bauchspeicheldrüse geht so dauerhaft verloren.
Symptome/Verlauf
Im frühen Stadium kommt es nur zu kleineren Beschwerden wie Blähungen oder Stuhlveränderungen. Im weiteren Verlauf entstehen Schmerzen im Oberbauch, die häufig gürtelförmig in den Rücken ausstrahlen. Oft werden sie durch Alkohol oder fettreiche Speisen ausgelöst und verstärken sich nach dem Essen. Die Schmerzen treten anfangs nur gelegentlich auf, können dann aber dauerhaft bestehen bleiben und sehr stark werden.
Mit der Zeit produziert die Bauchspeicheldrüse immer weniger Verdauungssäfte. Dadurch kommt es zu Verdauungsstörungen, besonders bei fettreichen Mahlzeiten. Wenn Fett nicht richtig verdaut wird, entsteht ein auffällig fettiger Stuhlgang. Betroffene reagieren zudem häufig mit Übelkeit und Erbrechen. Da die Nährstoffe nicht mehr ausreichend aufgenommen werden können, verlieren viele Erkrankte an Gewicht. In schweren Fällen wird auch nicht mehr genug Insulin gebildet, sodass ein insulinpflichtiger Diabetes mellitus entstehen kann.
Folgen/Komplikationen
Durch die Entzündung kann es zu Verengungen in den Ausführungsgängen der Bauchspeicheldrüse kommen. Der Verdauungssaft staut sich dann und es können Zysten entstehen, also flüssigkeitsgefüllte Hohlräume im Organ. Diese können Schmerzen verursachen oder auch Gallengänge oder Zwölffingerdarm verstopfen. Langfristig kann die chronische Pankreatitis zu einem dauerhaften Funktionsverlust der Bauchspeicheldrüse führen, mit Verdauungsproblemen, Diabetes und einem erhöhten Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache für eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung ist langjähriger Alkoholmissbrauch. Etwa 10 Prozent der schweren Alkoholiker bekommen eine chronische Pankreatitis. Rauchen erhöht das Risiko und das Voranschreiten der Erkrankung zusätzlich stark. Andere Ursachen, etwa genetische oder autoimmune Erkrankungen, sind selten. Nicht immer kann jedoch bei einer chronischen Pankreatitis die Ursache festgestellt werden.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt stellt die Diagnose meist mithilfe von bildgebenden Verfahren wie CT oder MRT sowie durch Tests zur Funktion der Bauchspeicheldrüse. Die Behandlung richtet sich vor allem darauf, Schmerzen zu lindern und die Verdauung zu unterstützen. Häufig werden Verdauungsenzyme als Medikamente verordnet, die zu den Mahlzeiten eingenommen werden. Wenn ein Diabetes entsteht, ist zusätzlich eine Blutzuckerbehandlung notwendig. Bei Komplikationen wie Zysten oder Gangverengungen können auch chirurgische Eingriffe erforderlich sein.
Das kann man selbst tun: Ein striktes Alkoholverbot und ein Rauchstopp sind besonders wichtig, um die Bauchspeicheldrüse nicht weiter zu schädigen. Kleine Mahlzeiten und eine Fettsubstitution mit mittelkettigen Fettsäuren können Beschwerden verringern. Plötzlich auftretende oder starke Oberbauchschmerzen sollten immer ärztlich abgeklärt werden, da auch andere ernsthafte Erkrankungen dahinterstecken können.
Bearbeitungsstand: 18.02.2026
Quellenangaben:
Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Akute Bauchspeicheldrüsenentzündung
Was ist das? - Definition Eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung, fachsprachlich akute Pankreatitis genannt, ist eine plötzlich auftretende Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Sie führt zu starken Bauchschmerzen und kann lebensbedrohlich sein. Häufige Ursachen sind Gallensteine oder übermäßiger Alkoholkonsum. Die Erkrankung erfordert meist eine sofortige ärztliche Behandlung und kann unterschiedlich schwer verlaufen.
Krankheitsbild
Bei einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung entzündet sich das Organ innerhalb kurzer Zeit. Verdauungsenzyme, die normalerweise erst im Darm aktiv werden, greifen das eigene Gewebe an. Dadurch kommt es zu Schwellung und Schmerzen. Die Erkrankung kann leicht verlaufen, aber auch schwere Formen annehmen, die andere Organe beeinträchtigen. Sie tritt meist plötzlich auf und erfordert eine schnelle Diagnose im Krankenhaus.
Symptome/Verlauf
Typische Symptome sind starke Schmerzen im Oberbauch, die oft in den Rücken ausstrahlen. Übelkeit, Erbrechen und Fieber können hinzukommen. Der Verlauf reicht von milden Beschwerden bis zu schweren Komplikationen. Manche Patienten erholen sich innerhalb weniger Tage, andere benötigen eine längere intensive Behandlung. Wiederholte Schübe sind möglich, wenn die Ursache nicht beseitigt wird.
Folgen/Komplikationen
Eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung kann schwerwiegende Folgen haben. Hierzu zählen:
- Absterben von Gewebe in der Bauchspeicheldrüse
- Bildung von Flüssigkeitsansammlungen oder Abszessen
- Störungen anderer Organe wie Herz, Lunge oder Nieren
- Gefahr einer Blutvergiftung
Besonders gefährlich sind schwere Verläufe, die lebensbedrohlich sein können und eine intensive medizinische Betreuung erfordern.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigsten Ursachen sind Gallensteine, die den Abfluss der Verdauungssäfte blockieren, sowie übermäßiger Alkoholkonsum. Weitere Risikofaktoren sind bestimmte Medikamente, hohe Blutfettwerte oder Verletzungen im Bauchraum. Auch genetische Faktoren können eine Rolle spielen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er behandelt die akute Bauchspeicheldrüsenentzündung meist im Krankenhaus. Dazu gehören Schmerzmittel, Flüssigkeitsgabe und die Beseitigung der Ursache, etwa die Entfernung von Gallensteinen. Bei schweren Verläufen können Antibiotika oder operative Maßnahmen notwendig sein.
Das kann man selbst tun: Generell hilft es, Alkohol zu meiden und bei Bedarf rasch ärztliche Hilfe sofort in Anspruch zu nehmen. Grenzen liegen dort, wo starke Schmerzen, Fieber oder Kreislaufprobleme auftreten. In solchen Fällen ist eine sofortige medizinische Behandlung zwingend erforderlich.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangabe:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Magensaftresistente Hartkapseln — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 15427419
- Darreichungsform:
- Magensaftresistente Hartkapseln (Kapseln, magensaftgeschützte)
- Packungsgröße:
- 50 Stück
- Marke:
- PANKREATAN
- Hersteller:
- NORDMARK Pharma GmbH
- Beipackzettel:
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Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Achten Sie auf die unzerkaute Einnahme und auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr. Die Kapseln können zur leichteren Einnahme bei Bedarf geöffnet und nur der Kapselinhalt unzerkaut eingenommen werden
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer ist nicht begrenzt. Sie richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu einer Erhöhung der Harnsäure im Blutserum und im Urin kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Die Dosierung ist abhängig vom Körpergewicht und hängt von der Schwere der Erkrankung und der Zusammensetzungder Mahlzeit ab.
Lassen Sie sich zur Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Funktionsstörungen der Bauchspeicheldrüse - und dadurch bedingte Verdauungsprobleme
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus Verdauungsenzymen, die aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen gewonnen werden. Diese sind den natürlich vorkommenden Verdauungsenzymen im menschlichen Magen-Darm-Trakt sehr ähnlich und mischen sich nach Einnahme im Magen und Darm mit dem Speisebrei. Dort helfen sie bei der Zerkleinerung der Nahrung, indem sie die Fette, Eiweisse und Kohlenhydrate in kleinere Einheiten aufspalten. Auf diese Weise wird die Verdauung der Nahrung unterstützt. Diese werden dann in das Blut oder die Lymphe aufgenommen und über diese Transportwege in die Zellen der einzelnen Gewebe verteilt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Bauchschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Verstopfung
- Durchfälle
- Völlegefühl
- Blähungen
- Allergische Reaktionen
- Hautausschlag
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse, im akuten Zustand
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 74 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 57 × 77 × 57 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Schweineeiweiß!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Funktionsstörungen der Bauchspeicheldrüse
Was ist das? - Definition Eine Pankreasinsuffizienz ist eine Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse, bei der das Organ nicht mehr ausreichend Verdauungsenzyme und/oder Hormone wie Insulin produziert. Dadurch kann es zu Verdauungsproblemen mit Mangelernährung sowie zu Störungen des Blutzuckerstoffwechsels bis hin zu Diabetes kommen.
Krankheitsbild
Die Bauchspeicheldrüse bildet zum einen Verdauungsenzyme und zum anderen das Hormon Insulin, das für den Blutzuckerstoffwechsel wichtig ist. Funktionseinschränkungen der Bauchspeicheldrüse, auch Pankreasinsuffizienz genannt, können beide Bereiche betreffen. Bei der exokrinen Pankreasinsuffizienz bildet das Organ nicht mehr genug Verdauungsenzyme, was zu Verdauungsproblemen und Mangelernährung führen kann. Bei der endokrinen Pankreasinsuffizienz ist die Bildung von Insulin eingeschränkt. Ein gestörter Blutzuckerstoffwechsel und Diabetes sind die Folge.
Symptome/Verlauf
Eine exokrine Pankreasinsuffizienz bleibt oft zunächst unbemerkt. Später äußert sie sich durch Blähungen, Durchfall, übelriechenden, fettreichen Stuhlgängen (Fettstuhl) sowie Gewichtsverlust und Mangelerscheinungen. Geht die Erkrankung auf eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung zurück, kommen oft zum Teil starke Oberbauchschmerzen hinzu.
Die endokrine Pankreasinsuffizienz tritt im Verlauf häufig zusätzlich zur exokrinen Form auf und führt zu einem Mangel an Insulin und damit zu einen gestörten Blutzuckerstoffwechsel (Diabetes Typ 3c oder pankreopriver Diabetes). Da auch der Gegenspieler des Insulins, das Glucagon, in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird, kommt es bei dieser Art des Diabetes sehr häufig auch zu Unterzuckerungen.
Folgen/Komplikationen
Durch die mangelnde Produktion von Verdauungsenzymen wird die Nahrung im Darm nicht mehr ausreichend aufgeschlossen und aufgenommen. Besonders die Fettverdauung und die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen ist mitunter stark eingeschränkt. Starker Gewichtsverlust, Mangelzustände oder auch Knochenschwund (Osteoporose) können die Folge sein. Entwickelt sich aufgrund einer endokrinen Pankreasinsuffizienz ein Diabetes, besteht eine erhöhte Gefahr für lebensbedrohliche Unterzuckerungen. Liegt eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung als Ursache zugrunde, besteht zudem ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache einer Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse ist eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung. Diese geht wiederum in den meisten Fällen auf Alkoholmissbrauch zurück, zusätzliches Rauchen kann das Risiko deutlich erhöhen. Weitere Ursachen können Mukoviszidose (erbliche Stoffwechselerkrankung), Bauchspeicheldrüsenkrebs oder Operationen an der Bauchspeicheldrüse sein.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt stellt zunächst die Diagnose und untersucht die Ursachen der Pankreasinsuffizienz. Zentral ist oft eine Schmerztherapie. Außerdem verschreibt er Verdauungsenzyme sowie Nährstoffsupplemente und leitet bei Bedarf eine Diabetes-Therapie ein. Eine Ernährungsberatung kann helfen, Verdauungsbeschwerden weiter einzudämmen.
Das kann man selbst tun: Liegt eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung zugrunde, empfiehlt sich dringend, auf Alkohol und Zigaretten zu verzichten. Kleinere Mahlzeiten in Kombination mit der Aufnahme von Verdauungsenzymen können Nahrungsaufnahme und Symptome verbessern.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung
Was ist das? - Definition Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung (chronische Pankreatitis) ist eine dauerhaft bestehende Entzündung der Bauchspeicheldrüse, bei der das Organ im Laufe der Zeit zunehmend geschädigt wird. Dadurch verliert die Bauchspeicheldrüse ihre Fähigkeit, Verdauungssäfte und Insulin zu produzieren, was zu Verdauungsproblemen, Schmerzen und im fortgeschrittenen Stadium auch zu Diabetes führen kann.
Krankheitsbild
Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung, auch chronische Pankreatitis genannt, ist eine dauerhaft bestehende Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Das Organ liegt im Oberbauch und erfüllt im Wesentlichen zwei Aufgaben: Es produziert zum einen Verdauungssäfte, die in den Dünndarm abgegeben werden. Zum anderen bildet es Insulin, ein wichtiges Hormon zur Regulierung des Blutzuckers. Bei der chronischen Entzündung wird das Gewebe der Bauchspeicheldrüse im Laufe der Zeit zunehmend geschädigt und durch Narbengewebe ersetzt. Die Funktionsfähigkeit der Bauchspeicheldrüse geht so dauerhaft verloren.
Symptome/Verlauf
Im frühen Stadium kommt es nur zu kleineren Beschwerden wie Blähungen oder Stuhlveränderungen. Im weiteren Verlauf entstehen Schmerzen im Oberbauch, die häufig gürtelförmig in den Rücken ausstrahlen. Oft werden sie durch Alkohol oder fettreiche Speisen ausgelöst und verstärken sich nach dem Essen. Die Schmerzen treten anfangs nur gelegentlich auf, können dann aber dauerhaft bestehen bleiben und sehr stark werden.
Mit der Zeit produziert die Bauchspeicheldrüse immer weniger Verdauungssäfte. Dadurch kommt es zu Verdauungsstörungen, besonders bei fettreichen Mahlzeiten. Wenn Fett nicht richtig verdaut wird, entsteht ein auffällig fettiger Stuhlgang. Betroffene reagieren zudem häufig mit Übelkeit und Erbrechen. Da die Nährstoffe nicht mehr ausreichend aufgenommen werden können, verlieren viele Erkrankte an Gewicht. In schweren Fällen wird auch nicht mehr genug Insulin gebildet, sodass ein insulinpflichtiger Diabetes mellitus entstehen kann.
Folgen/Komplikationen
Durch die Entzündung kann es zu Verengungen in den Ausführungsgängen der Bauchspeicheldrüse kommen. Der Verdauungssaft staut sich dann und es können Zysten entstehen, also flüssigkeitsgefüllte Hohlräume im Organ. Diese können Schmerzen verursachen oder auch Gallengänge oder Zwölffingerdarm verstopfen. Langfristig kann die chronische Pankreatitis zu einem dauerhaften Funktionsverlust der Bauchspeicheldrüse führen, mit Verdauungsproblemen, Diabetes und einem erhöhten Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache für eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung ist langjähriger Alkoholmissbrauch. Etwa 10 Prozent der schweren Alkoholiker bekommen eine chronische Pankreatitis. Rauchen erhöht das Risiko und das Voranschreiten der Erkrankung zusätzlich stark. Andere Ursachen, etwa genetische oder autoimmune Erkrankungen, sind selten. Nicht immer kann jedoch bei einer chronischen Pankreatitis die Ursache festgestellt werden.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt stellt die Diagnose meist mithilfe von bildgebenden Verfahren wie CT oder MRT sowie durch Tests zur Funktion der Bauchspeicheldrüse. Die Behandlung richtet sich vor allem darauf, Schmerzen zu lindern und die Verdauung zu unterstützen. Häufig werden Verdauungsenzyme als Medikamente verordnet, die zu den Mahlzeiten eingenommen werden. Wenn ein Diabetes entsteht, ist zusätzlich eine Blutzuckerbehandlung notwendig. Bei Komplikationen wie Zysten oder Gangverengungen können auch chirurgische Eingriffe erforderlich sein.
Das kann man selbst tun: Ein striktes Alkoholverbot und ein Rauchstopp sind besonders wichtig, um die Bauchspeicheldrüse nicht weiter zu schädigen. Kleine Mahlzeiten und eine Fettsubstitution mit mittelkettigen Fettsäuren können Beschwerden verringern. Plötzlich auftretende oder starke Oberbauchschmerzen sollten immer ärztlich abgeklärt werden, da auch andere ernsthafte Erkrankungen dahinterstecken können.
Bearbeitungsstand: 18.02.2026
Quellenangaben:
Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Akute Bauchspeicheldrüsenentzündung
Was ist das? - Definition Eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung, fachsprachlich akute Pankreatitis genannt, ist eine plötzlich auftretende Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Sie führt zu starken Bauchschmerzen und kann lebensbedrohlich sein. Häufige Ursachen sind Gallensteine oder übermäßiger Alkoholkonsum. Die Erkrankung erfordert meist eine sofortige ärztliche Behandlung und kann unterschiedlich schwer verlaufen.
Krankheitsbild
Bei einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung entzündet sich das Organ innerhalb kurzer Zeit. Verdauungsenzyme, die normalerweise erst im Darm aktiv werden, greifen das eigene Gewebe an. Dadurch kommt es zu Schwellung und Schmerzen. Die Erkrankung kann leicht verlaufen, aber auch schwere Formen annehmen, die andere Organe beeinträchtigen. Sie tritt meist plötzlich auf und erfordert eine schnelle Diagnose im Krankenhaus.
Symptome/Verlauf
Typische Symptome sind starke Schmerzen im Oberbauch, die oft in den Rücken ausstrahlen. Übelkeit, Erbrechen und Fieber können hinzukommen. Der Verlauf reicht von milden Beschwerden bis zu schweren Komplikationen. Manche Patienten erholen sich innerhalb weniger Tage, andere benötigen eine längere intensive Behandlung. Wiederholte Schübe sind möglich, wenn die Ursache nicht beseitigt wird.
Folgen/Komplikationen
Eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung kann schwerwiegende Folgen haben. Hierzu zählen:
- Absterben von Gewebe in der Bauchspeicheldrüse
- Bildung von Flüssigkeitsansammlungen oder Abszessen
- Störungen anderer Organe wie Herz, Lunge oder Nieren
- Gefahr einer Blutvergiftung
Besonders gefährlich sind schwere Verläufe, die lebensbedrohlich sein können und eine intensive medizinische Betreuung erfordern.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigsten Ursachen sind Gallensteine, die den Abfluss der Verdauungssäfte blockieren, sowie übermäßiger Alkoholkonsum. Weitere Risikofaktoren sind bestimmte Medikamente, hohe Blutfettwerte oder Verletzungen im Bauchraum. Auch genetische Faktoren können eine Rolle spielen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er behandelt die akute Bauchspeicheldrüsenentzündung meist im Krankenhaus. Dazu gehören Schmerzmittel, Flüssigkeitsgabe und die Beseitigung der Ursache, etwa die Entfernung von Gallensteinen. Bei schweren Verläufen können Antibiotika oder operative Maßnahmen notwendig sein.
Das kann man selbst tun: Generell hilft es, Alkohol zu meiden und bei Bedarf rasch ärztliche Hilfe sofort in Anspruch zu nehmen. Grenzen liegen dort, wo starke Schmerzen, Fieber oder Kreislaufprobleme auftreten. In solchen Fällen ist eine sofortige medizinische Behandlung zwingend erforderlich.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangabe:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.