PARODONTAL Mundsalbe
8,93 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Gel — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04020991
- Darreichungsform:
- Gel (Gel)
- Packungsgröße:
- 6 g
- Marke:
- PARODONTAL
- Hersteller:
- Serumwerk Bernburg AG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel nach einer Mundspülung auf die schmerzende oder entzündete Stelle der Mundschleimhaut auf.
Oder: Tragen Sie das Arzneimittel auf das Zahnfleisch auf.
Verwenden Sie dafür Ihren sauberen Finger oder saubere Wattestäbchen. Massieren Sie das Arzneimittel danach ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendung sollte bis zum Abklingen der Symptome fortgesetzt werden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken wenden Sie sich umgehend an einen Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Entzündungen der Mundschleimhaut
- Zahnfleischentzündung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 3-4 mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus einer Wirkstoffkombination. Es enthält Lidocain, das als örtlich begrenzt betäubt. Der Stoff verhindert, dass die Nerven Reize weiterleiten und macht dadurch unempfindlich gegen Schmerzen und unterdrückt den Juckreiz. Weiterhin sind entzündungshemmende Stoffe wie z.B. Kamille und Salbei enthalten.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Herzschwäche
- Herzrhythmusstörungen, schwere
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Neugeborene in den ersten 4 Lebenswochen: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 3 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Mittel zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetika wie Articain, Bupivacain, Lidocain, Mepivacain, Prilocain, Ropivacain)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Gewürze, wie z.B. Anis, Beifuß, Dill, Fenchel, Karotte, Koriander, Kümmel, Paprika, Petersilie, Sellerie und Tomaten!
- Vorsicht bei Allergie gegen Korbblütler (lateinischer Name = Kompositen), z.B. Arnika, Ringelblume, Schafgarbe, Sonnenhut und Kamille!
Mundschleimhautentzündung
Was ist das? - Definition Entzündungen sind Abwehrreaktionen des Körpers auf schädigende Einflüsse. Eine Mundschleimhautentzündung geht meist auf örtliche Reizungen oder Infektionen zurück. Sie tritt häufig gemeinsam mit einer Zahnfleischentzündung auf.
Krankheitsbild
Die Mundschleimhautentzündung ist eine entzündliche Reaktion der Schleimhaut, die den Mundraum auskleidet. Sie kann lokal begrenzt oder die gesamte Mundhöhle betreffen. Die Schleimhaut ist im gesunden Zustand feucht und rosig, bei einer Entzündung jedoch gerötet, geschwollen und oft schmerzhaft. Die Erkrankung kann als eigenständiges Krankheitsbild auftreten oder Begleiterscheinung anderer Erkrankungen sein.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Beschwerden zählen Schmerzen, Brennen, Rötung und Schwellung der Schleimhaut. Häufig treten Bläschen, Geschwüre oder weißliche Beläge auf. Die Entzündung führt oft zu Mundgeruch, Geschmacksverlust und Schluckbeschwerden. In schweren Fällen kommt es zu Schleimhautblutungen oder es stirbt sogar Gewebe ab. Die Erkrankung erreicht meist nach einer Woche ihren Höhepunkt und klingt innerhalb von zwei bis drei Wochen ab.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann die Entzündung zu starken Schmerzen und Einschränkungen beim Essen und Trinken führen. In schweren Fällen drohen Schleimhautverletzungen, Infektionen mit weiteren Erregern oder eine Ausbreitung auf andere Bereiche wie das Zahnfleisch. Chronische Verläufe sind möglich, besonders bei geschwächtem Immunsystem oder bestehenden Grunderkrankungen wie Diabetes.
Ursachen/Risikofaktoren
Die wichtigsten Ursachen und Risikofaktoren sind:
- Infektionen durch Viren (zum Beispiel Herpes), Bakterien oder Pilze
- mechanische Reizungen durch Zahnspangen oder Zahnersatz
- Verbrennungen durch heiße Speisen oder Getränke
- chemische Reizstoffe wie Alkohol oder aggressive Mundspülungen
- allergische Reaktionen auf Lebensmittel oder Zahnpflegeprodukte
- Vitamin- oder Nährstoffmangel, etwa B12, Eisen oder Folsäure
- Autoimmunerkrankungen wie Morbus Crohn oder Lupus
- unerwünschte Nebenwirkungen von Medikamenten wie Chemotherapeutika oder Immunsuppressiva
- chronische Erkrankungen wie Diabetes
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er behandelt je nach Ursache mit antiviralen, antibakteriellen oder pilzbekämpfenden Medikamenten. Schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkstoffe können zusätzlich helfen. Desinfizierende Mundspülungen mit Chlorhexidin oder pflanzlichen Extrakten wie Kamille oder Salbei unterstützen die Heilung.
Das kann man selbst tun: Gute Mundhygiene, Vermeidung reizender Speisen und ausreichende Flüssigkeitszufuhr tragen zur Besserung bei. Grenzen sind erreicht, wenn starke Schmerzen, Fieber oder wiederkehrende Entzündungen auftreten. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Zahnfleischentzündung
Was ist das? - Definition Die Zahnfleischentzündung, medizinisch Gingivitis genannt, ist eine der häufigsten Erkrankungen der Mundhöhle. Sie entsteht meist durch bakterielle Zahnbeläge und bleibt oft lange unbemerkt. Zu den typischen Warnzeichen zählen Zahnfleischbluten und -schwellungen sowie Mundgeruch. Wird sie nicht rechtzeitig behandelt, kann sie sich zu einer Parodontitis entwickeln und langfristig die Zahngesundheit gefährden.
Krankheitsbild
Bei einer Zahnfleischentzündung ist das Gewebe am Zahnfleischrand entzündet. Die akute Form betrifft nur das oberflächliche Zahnfleisch, während die chronische Variante über längere Zeit besteht und zu Rückgang des Zahnfleisches führen kann. Die Entzündung wird meist durch Bakterien ausgelöst, die sich in Zahnbelag ansammeln.
Symptome/Verlauf
Typische Symptome sind gerötetes, geschwollenes und empfindliches Zahnfleisch. Es kann beim Zähneputzen oder Essen bluten. Zu den weiteren Anzeichen zählen Mundgeruch, weiches Zahnfleisch und ein unangenehmer Geschmack im Mund. In schweren Fällen treten Schmerzen, Fieber oder geschwollene Lymphknoten auf.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann die Zahnfleischentzündung zu Zahnfleischtaschen, freiliegenden Zahnhälsen und schließlich zu Parodontitis führen. Diese greift den Zahnhalteapparat an und kann zu Zahnlockerung und Zahnverlust führen. Auch eine Ausbreitung auf die Mundschleimhaut ist möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die wichtigsten Ursachen und Risikofaktoren sind:
- mangelnde Mundhygiene
- Rauchen
- Diabetes
- Hormonelle Veränderungen, etwa während der Schwangerschaft oder in der Pubertät
- Vitamin-C-Mangel
- Stress
- schlecht sitzender Zahnersatz oder Zahnspangen
- mechanische Reizungen durch zu festes Putzen
- Medikamente wie Blutdrucksenker oder Immunsuppressiva
- Alter ab etwa 40 Jahren
- unausgewogene Ernährung
Das kann helfen
Das macht der Zahnarzt: Er entfernt Zahnbeläge und Zahnstein, poliert die Zähne und trägt bei Bedarf entzündungshemmende Gele oder Salben auf. In schweren Fällen kann ein Antibiotikum oder eine lokale Behandlung der Zahnfleischtaschen notwendig sein.
Das kann man selbst tun: Gründliches Zähneputzen, Zahnseide und Interdentalbürstchen, antibakterielle Mundspülungen und eine gesunde Ernährung viel zur Vorbeugung bei. Grenzen sind erreicht, wenn Blutungen, Schmerzen oder Schwellungen länger anhalten. Dann ist eine zahnärztliche Behandlung unumgänglich.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Gel — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04020991
- Darreichungsform:
- Gel (Gel)
- Packungsgröße:
- 6 g
- Marke:
- PARODONTAL
- Hersteller:
- Serumwerk Bernburg AG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel nach einer Mundspülung auf die schmerzende oder entzündete Stelle der Mundschleimhaut auf.
Oder: Tragen Sie das Arzneimittel auf das Zahnfleisch auf.
Verwenden Sie dafür Ihren sauberen Finger oder saubere Wattestäbchen. Massieren Sie das Arzneimittel danach ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendung sollte bis zum Abklingen der Symptome fortgesetzt werden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken wenden Sie sich umgehend an einen Arzt.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Entzündungen der Mundschleimhaut
- Zahnfleischentzündung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 3-4 mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel besteht aus einer Wirkstoffkombination. Es enthält Lidocain, das als örtlich begrenzt betäubt. Der Stoff verhindert, dass die Nerven Reize weiterleiten und macht dadurch unempfindlich gegen Schmerzen und unterdrückt den Juckreiz. Weiterhin sind entzündungshemmende Stoffe wie z.B. Kamille und Salbei enthalten.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Herzschwäche
- Herzrhythmusstörungen, schwere
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Neugeborene in den ersten 4 Lebenswochen: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 3 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Mittel zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetika wie Articain, Bupivacain, Lidocain, Mepivacain, Prilocain, Ropivacain)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Gewürze, wie z.B. Anis, Beifuß, Dill, Fenchel, Karotte, Koriander, Kümmel, Paprika, Petersilie, Sellerie und Tomaten!
- Vorsicht bei Allergie gegen Korbblütler (lateinischer Name = Kompositen), z.B. Arnika, Ringelblume, Schafgarbe, Sonnenhut und Kamille!
Mundschleimhautentzündung
Was ist das? - Definition Entzündungen sind Abwehrreaktionen des Körpers auf schädigende Einflüsse. Eine Mundschleimhautentzündung geht meist auf örtliche Reizungen oder Infektionen zurück. Sie tritt häufig gemeinsam mit einer Zahnfleischentzündung auf.
Krankheitsbild
Die Mundschleimhautentzündung ist eine entzündliche Reaktion der Schleimhaut, die den Mundraum auskleidet. Sie kann lokal begrenzt oder die gesamte Mundhöhle betreffen. Die Schleimhaut ist im gesunden Zustand feucht und rosig, bei einer Entzündung jedoch gerötet, geschwollen und oft schmerzhaft. Die Erkrankung kann als eigenständiges Krankheitsbild auftreten oder Begleiterscheinung anderer Erkrankungen sein.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Beschwerden zählen Schmerzen, Brennen, Rötung und Schwellung der Schleimhaut. Häufig treten Bläschen, Geschwüre oder weißliche Beläge auf. Die Entzündung führt oft zu Mundgeruch, Geschmacksverlust und Schluckbeschwerden. In schweren Fällen kommt es zu Schleimhautblutungen oder es stirbt sogar Gewebe ab. Die Erkrankung erreicht meist nach einer Woche ihren Höhepunkt und klingt innerhalb von zwei bis drei Wochen ab.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann die Entzündung zu starken Schmerzen und Einschränkungen beim Essen und Trinken führen. In schweren Fällen drohen Schleimhautverletzungen, Infektionen mit weiteren Erregern oder eine Ausbreitung auf andere Bereiche wie das Zahnfleisch. Chronische Verläufe sind möglich, besonders bei geschwächtem Immunsystem oder bestehenden Grunderkrankungen wie Diabetes.
Ursachen/Risikofaktoren
Die wichtigsten Ursachen und Risikofaktoren sind:
- Infektionen durch Viren (zum Beispiel Herpes), Bakterien oder Pilze
- mechanische Reizungen durch Zahnspangen oder Zahnersatz
- Verbrennungen durch heiße Speisen oder Getränke
- chemische Reizstoffe wie Alkohol oder aggressive Mundspülungen
- allergische Reaktionen auf Lebensmittel oder Zahnpflegeprodukte
- Vitamin- oder Nährstoffmangel, etwa B12, Eisen oder Folsäure
- Autoimmunerkrankungen wie Morbus Crohn oder Lupus
- unerwünschte Nebenwirkungen von Medikamenten wie Chemotherapeutika oder Immunsuppressiva
- chronische Erkrankungen wie Diabetes
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er behandelt je nach Ursache mit antiviralen, antibakteriellen oder pilzbekämpfenden Medikamenten. Schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkstoffe können zusätzlich helfen. Desinfizierende Mundspülungen mit Chlorhexidin oder pflanzlichen Extrakten wie Kamille oder Salbei unterstützen die Heilung.
Das kann man selbst tun: Gute Mundhygiene, Vermeidung reizender Speisen und ausreichende Flüssigkeitszufuhr tragen zur Besserung bei. Grenzen sind erreicht, wenn starke Schmerzen, Fieber oder wiederkehrende Entzündungen auftreten. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Zahnfleischentzündung
Was ist das? - Definition Die Zahnfleischentzündung, medizinisch Gingivitis genannt, ist eine der häufigsten Erkrankungen der Mundhöhle. Sie entsteht meist durch bakterielle Zahnbeläge und bleibt oft lange unbemerkt. Zu den typischen Warnzeichen zählen Zahnfleischbluten und -schwellungen sowie Mundgeruch. Wird sie nicht rechtzeitig behandelt, kann sie sich zu einer Parodontitis entwickeln und langfristig die Zahngesundheit gefährden.
Krankheitsbild
Bei einer Zahnfleischentzündung ist das Gewebe am Zahnfleischrand entzündet. Die akute Form betrifft nur das oberflächliche Zahnfleisch, während die chronische Variante über längere Zeit besteht und zu Rückgang des Zahnfleisches führen kann. Die Entzündung wird meist durch Bakterien ausgelöst, die sich in Zahnbelag ansammeln.
Symptome/Verlauf
Typische Symptome sind gerötetes, geschwollenes und empfindliches Zahnfleisch. Es kann beim Zähneputzen oder Essen bluten. Zu den weiteren Anzeichen zählen Mundgeruch, weiches Zahnfleisch und ein unangenehmer Geschmack im Mund. In schweren Fällen treten Schmerzen, Fieber oder geschwollene Lymphknoten auf.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann die Zahnfleischentzündung zu Zahnfleischtaschen, freiliegenden Zahnhälsen und schließlich zu Parodontitis führen. Diese greift den Zahnhalteapparat an und kann zu Zahnlockerung und Zahnverlust führen. Auch eine Ausbreitung auf die Mundschleimhaut ist möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die wichtigsten Ursachen und Risikofaktoren sind:
- mangelnde Mundhygiene
- Rauchen
- Diabetes
- Hormonelle Veränderungen, etwa während der Schwangerschaft oder in der Pubertät
- Vitamin-C-Mangel
- Stress
- schlecht sitzender Zahnersatz oder Zahnspangen
- mechanische Reizungen durch zu festes Putzen
- Medikamente wie Blutdrucksenker oder Immunsuppressiva
- Alter ab etwa 40 Jahren
- unausgewogene Ernährung
Das kann helfen
Das macht der Zahnarzt: Er entfernt Zahnbeläge und Zahnstein, poliert die Zähne und trägt bei Bedarf entzündungshemmende Gele oder Salben auf. In schweren Fällen kann ein Antibiotikum oder eine lokale Behandlung der Zahnfleischtaschen notwendig sein.
Das kann man selbst tun: Gründliches Zähneputzen, Zahnseide und Interdentalbürstchen, antibakterielle Mundspülungen und eine gesunde Ernährung viel zur Vorbeugung bei. Grenzen sind erreicht, wenn Blutungen, Schmerzen oder Schwellungen länger anhalten. Dann ist eine zahnärztliche Behandlung unumgänglich.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.