PASSIDON Kapseln
19,29 €
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Pharmazeutische Informationen
Kapseln — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 03714390
- Darreichungsform:
- Kapseln (Kapseln)
- Packungsgröße:
- 50 Stück
- Marke:
- PASSIDON
- Hersteller:
- Ardeypharm GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 2 Wochen anwenden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Überdosierungserscheinungen sind derzeit nicht bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Nervliche Belastung (Stress)
- Unterstützung des Schlafs
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 2 Kapseln, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen der Pflanze Passionsblume und wirken als natürliches Gemisch. Zu der Pflanze selbst:
- Aussehen: kletternder, üppig wachsender Strauch mit dreilappigen Blättern sowie korkenzieherartigen Ranken in den Blattachseln; große charakteristische weiss-lila Blüten
- Vorkommen: südöstliches Nordamerika
- Hauptsächliche Inhaltsstoffe: Flavonoide (Vitexin), Gynocardin, ätherische Öle
- Verwendete Pflanzenteile und Zubereitungen: hauptsächlich Extrakte des getrockneten Krautes
Im Tierversuch zeigen Passionsblumenextrakte beruhigende und krampflösende Eigenschaften.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 47 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 41 × 64 × 100 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
Schlafstörungen
Was ist das? - Definition Ein- und Durchschlafstörungen kommen der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin zufolge bei mindestens 20 Prozent der Menschen hierzulande vor. Etwa vier Prozent haben schwerewiegende Schlafprobleme. Die Gründe sind sehr vielfältig. Es gibt eine jedoch Reihe von Maßnahmen, um wieder besser schlafen zu können.
Krankheitsbild
Bei einer chronischen Schlafstörung können Betroffene regelmäßig nicht ein- oder durchschlafen und wachen am Morgen nicht erholt auf. Das Befinden am Tag ist beeinträchtigt. Die Schlaf-Wach-Störungen lassen sich außerdem nicht durch fehlende Schlafmöglichkeiten, das Fehlen einer geeigneten, komfortablen Schlafumgebung oder durch organische Probleme erklären. Wenn sich dieses Bild mindestens dreimal pro Woche über drei Monate Monat hinweg zeigt, sprechen Fachleute von chronischer Schlafstörung, das Fachwort lautet Insomnie.
Symptome/Verlauf
Bei einer chronischen Schlafstörung haben Betroffene Schwierigkeiten damit
- ein- und durchzuschlafen
- früher als erwünscht zu erwachen
- zu angemessenen Zeiten ins Bett zu gehen
Es liegen zudem tagsüber eine Reihe von Beschwerden vor, beispielsweise
- Erschöpfung und Unwohlsein
- Tagesschläfrigkeit
- Probleme mit der Aufmerksamkeit, der Konzentration, dem Gedächtnis
- Beeinträchtigung im familiären und beruflichen Umfeld
- eingeschränkte Leistungsfähigkeit
- Stimmungsschwankungen
- verringerte Motivation
Es besteht bei wiederholten akuten Schlafstörungen ein erhöhtes Risiko, das sie zu einem anhaltenden Problem werden.
Folgen/Komplikationen
Besteht Schlaflosigkeit über Jahre hinweg, kann sie die Gesundheit schädigen. Wissenschaftlichen Studien zufolge steigt das Risiko für eine ganz Reihe von Erkrankungen, das betrifft beispielsweise Herz-Kreislauf-Krankheiten insgesamt, Herzinfarkte oder Depressionen. Außerdem leiden die geistige Leistungsfähigkeit sowie die Lebensqualität und es steigt die Unfallgefahr.
Ursachen/RisikofaktorenDie grundlegende Anfälligkeit für Schlafstörungen kann durch erbliche Veranlagung erhöht werden. Außerdem durch bestimmte Charaktermerkmale wie überzogener Perfektionismus oder Neurotizismus, wobei Letzteres bedeutet, dass man negative Gefühlsregungen wie Ärger, Traurigkeit, Neid oder Schuldgefühle häufiger und intensiver erlebt, schlecht auf Stress reagiert und gewöhnliche Situationen eher als bedrohlich interpretiert.
Als auslösende Faktoren für Schlafprobleme gelten beispielsweise arbeitsbezogener oder privater Stress. Wenn Schlafstörungen bestehen, können sie außerdem dadurch verstärkt werden, das Betroffene Furcht haben, nicht richtig ein- und durchschlafen zu können und so tatsächlich schlechter in den Schlaf finden, was wiederum die Furcht davor weiter steigert. Ein Teufelskreislauf entsteht. Am Einschlafen können einen auch Grübeleien im Bett hindern, wenn sie nicht frühzeitig unterbrochen werden.
Schlafprobleme können zudem als Folge anderer Krankheiten auftreten, so etwa bei neurologischen Leiden wie dem Syndrom der unruhigen Beine und Demenz, bei vielen körperlichen Leiden wie etwa Schilddrüsenfehlfunktionen und nächtlichen Atmungsstörungen sowie bei psychischen Erkrankungen wie Angststörungen oder Depressionen. Außerdem behindern Alkohol und Drogen sowie einige Medikamente den Schlaf.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Halten Schlafprobleme länger als einen Monat an und stören sie das Wohlbefinden am Tag, sollten Betroffene ärztlichen Rat einholen. Es gibt zudem einige Verhaltensmaßnahmen, die den Schlaf unterstützen können. Man kann sie unter anderem auf der Internetseite www.dgsm.de der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin unter dem Menüpunkt Ratgeber Schlafstörungen finden. Hier einige der Ratschläge:
- vormittags zumindest eine halbe Stunde draußen aufhalten
- ab dem Nachmittag koffeinhaltige Getränke meiden
- am frühen Abend leichtes Essen bevorzugen
- sich am späteren Abend eine Auszeit gönnen
- zur Nacht geistige und körperliche Anstrengungen herunterfahren
- im Schlafzimmer für eine angenehme Atmosphäre sogen (kühl, ruhig, dunkel
- sich ein persönliches Einschlafritual wählen
- in der Nacht nicht auf den Wecker schauen
- nachts aufstehen, wenn man länger wach liegt, etwas monoton-entspannendes machen und sich wieder hinlegen, wenn man wirklich müde ist
Alkohol sollte vor dem Schlafengehen gemieden werden. Zudem sollte man dann ins Bett gehen, wenn man wirklich müde ist.
Das macht der Arzt:
Ärztinnen oder der Ärzte werden unter anderem nachforschen, ob es womöglich eine körperliche oder psychische Ursache für Schlafprobleme gibt und in diesem Fall eine geeignete Behandlung vorschlagen. Zudem muss abgeschätzt werden, ob tatsächlich eine Schlafstörung vorliegt und wie ausgeprägt sie ist. Das ist wichtig, da Patienten Schlafmangel und Schlafstörungen nicht immer richtig einschätzen.Liegen Schlafstörungen vor, können Ärztinnen oder Ärzte Verhaltensmaßnahmen empfehlen, die den Schlaf fördern und bei Bedarf Patienten womöglich zur genaueren Untersuchung an ein Schlaflabor überweisen. Auch eine psychologische Behandlung kann unter Umständen sinnvoll sein, ebenso das Erlernen von Entspannungstechniken oder die Verordnung passender Digitaler Gesundheitsanwendungen.
Schlaffördernde Medikamente - vom Arzt verordnete oder rezeptfrei in der Apotheke erhältliche - können bei Bedarf kurzfristig helfen, stellen aber in aller Regel keine Dauerlösung dar. Einige davon führen bei Übergebrauch zu einer Medikamenten-Abhängigkeit, etwa Wirkstoffe aus der Gruppe der Benzodiazepine. In jedem Fall sollte man sich vor der Anwendung von Schlafmitteln vom Arzt dazu beraten lassen.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Kapseln — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 03714390
- Darreichungsform:
- Kapseln (Kapseln)
- Packungsgröße:
- 50 Stück
- Marke:
- PASSIDON
- Hersteller:
- Ardeypharm GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 2 Wochen anwenden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Überdosierungserscheinungen sind derzeit nicht bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Nervliche Belastung (Stress)
- Unterstützung des Schlafs
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 2 Kapseln, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen der Pflanze Passionsblume und wirken als natürliches Gemisch. Zu der Pflanze selbst:
- Aussehen: kletternder, üppig wachsender Strauch mit dreilappigen Blättern sowie korkenzieherartigen Ranken in den Blattachseln; große charakteristische weiss-lila Blüten
- Vorkommen: südöstliches Nordamerika
- Hauptsächliche Inhaltsstoffe: Flavonoide (Vitexin), Gynocardin, ätherische Öle
- Verwendete Pflanzenteile und Zubereitungen: hauptsächlich Extrakte des getrockneten Krautes
Im Tierversuch zeigen Passionsblumenextrakte beruhigende und krampflösende Eigenschaften.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 47 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 41 × 64 × 100 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
Schlafstörungen
Was ist das? - Definition Ein- und Durchschlafstörungen kommen der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin zufolge bei mindestens 20 Prozent der Menschen hierzulande vor. Etwa vier Prozent haben schwerewiegende Schlafprobleme. Die Gründe sind sehr vielfältig. Es gibt eine jedoch Reihe von Maßnahmen, um wieder besser schlafen zu können.
Krankheitsbild
Bei einer chronischen Schlafstörung können Betroffene regelmäßig nicht ein- oder durchschlafen und wachen am Morgen nicht erholt auf. Das Befinden am Tag ist beeinträchtigt. Die Schlaf-Wach-Störungen lassen sich außerdem nicht durch fehlende Schlafmöglichkeiten, das Fehlen einer geeigneten, komfortablen Schlafumgebung oder durch organische Probleme erklären. Wenn sich dieses Bild mindestens dreimal pro Woche über drei Monate Monat hinweg zeigt, sprechen Fachleute von chronischer Schlafstörung, das Fachwort lautet Insomnie.
Symptome/Verlauf
Bei einer chronischen Schlafstörung haben Betroffene Schwierigkeiten damit
- ein- und durchzuschlafen
- früher als erwünscht zu erwachen
- zu angemessenen Zeiten ins Bett zu gehen
Es liegen zudem tagsüber eine Reihe von Beschwerden vor, beispielsweise
- Erschöpfung und Unwohlsein
- Tagesschläfrigkeit
- Probleme mit der Aufmerksamkeit, der Konzentration, dem Gedächtnis
- Beeinträchtigung im familiären und beruflichen Umfeld
- eingeschränkte Leistungsfähigkeit
- Stimmungsschwankungen
- verringerte Motivation
Es besteht bei wiederholten akuten Schlafstörungen ein erhöhtes Risiko, das sie zu einem anhaltenden Problem werden.
Folgen/Komplikationen
Besteht Schlaflosigkeit über Jahre hinweg, kann sie die Gesundheit schädigen. Wissenschaftlichen Studien zufolge steigt das Risiko für eine ganz Reihe von Erkrankungen, das betrifft beispielsweise Herz-Kreislauf-Krankheiten insgesamt, Herzinfarkte oder Depressionen. Außerdem leiden die geistige Leistungsfähigkeit sowie die Lebensqualität und es steigt die Unfallgefahr.
Ursachen/RisikofaktorenDie grundlegende Anfälligkeit für Schlafstörungen kann durch erbliche Veranlagung erhöht werden. Außerdem durch bestimmte Charaktermerkmale wie überzogener Perfektionismus oder Neurotizismus, wobei Letzteres bedeutet, dass man negative Gefühlsregungen wie Ärger, Traurigkeit, Neid oder Schuldgefühle häufiger und intensiver erlebt, schlecht auf Stress reagiert und gewöhnliche Situationen eher als bedrohlich interpretiert.
Als auslösende Faktoren für Schlafprobleme gelten beispielsweise arbeitsbezogener oder privater Stress. Wenn Schlafstörungen bestehen, können sie außerdem dadurch verstärkt werden, das Betroffene Furcht haben, nicht richtig ein- und durchschlafen zu können und so tatsächlich schlechter in den Schlaf finden, was wiederum die Furcht davor weiter steigert. Ein Teufelskreislauf entsteht. Am Einschlafen können einen auch Grübeleien im Bett hindern, wenn sie nicht frühzeitig unterbrochen werden.
Schlafprobleme können zudem als Folge anderer Krankheiten auftreten, so etwa bei neurologischen Leiden wie dem Syndrom der unruhigen Beine und Demenz, bei vielen körperlichen Leiden wie etwa Schilddrüsenfehlfunktionen und nächtlichen Atmungsstörungen sowie bei psychischen Erkrankungen wie Angststörungen oder Depressionen. Außerdem behindern Alkohol und Drogen sowie einige Medikamente den Schlaf.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Halten Schlafprobleme länger als einen Monat an und stören sie das Wohlbefinden am Tag, sollten Betroffene ärztlichen Rat einholen. Es gibt zudem einige Verhaltensmaßnahmen, die den Schlaf unterstützen können. Man kann sie unter anderem auf der Internetseite www.dgsm.de der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin unter dem Menüpunkt Ratgeber Schlafstörungen finden. Hier einige der Ratschläge:
- vormittags zumindest eine halbe Stunde draußen aufhalten
- ab dem Nachmittag koffeinhaltige Getränke meiden
- am frühen Abend leichtes Essen bevorzugen
- sich am späteren Abend eine Auszeit gönnen
- zur Nacht geistige und körperliche Anstrengungen herunterfahren
- im Schlafzimmer für eine angenehme Atmosphäre sogen (kühl, ruhig, dunkel
- sich ein persönliches Einschlafritual wählen
- in der Nacht nicht auf den Wecker schauen
- nachts aufstehen, wenn man länger wach liegt, etwas monoton-entspannendes machen und sich wieder hinlegen, wenn man wirklich müde ist
Alkohol sollte vor dem Schlafengehen gemieden werden. Zudem sollte man dann ins Bett gehen, wenn man wirklich müde ist.
Das macht der Arzt:
Ärztinnen oder der Ärzte werden unter anderem nachforschen, ob es womöglich eine körperliche oder psychische Ursache für Schlafprobleme gibt und in diesem Fall eine geeignete Behandlung vorschlagen. Zudem muss abgeschätzt werden, ob tatsächlich eine Schlafstörung vorliegt und wie ausgeprägt sie ist. Das ist wichtig, da Patienten Schlafmangel und Schlafstörungen nicht immer richtig einschätzen.Liegen Schlafstörungen vor, können Ärztinnen oder Ärzte Verhaltensmaßnahmen empfehlen, die den Schlaf fördern und bei Bedarf Patienten womöglich zur genaueren Untersuchung an ein Schlaflabor überweisen. Auch eine psychologische Behandlung kann unter Umständen sinnvoll sein, ebenso das Erlernen von Entspannungstechniken oder die Verordnung passender Digitaler Gesundheitsanwendungen.
Schlaffördernde Medikamente - vom Arzt verordnete oder rezeptfrei in der Apotheke erhältliche - können bei Bedarf kurzfristig helfen, stellen aber in aller Regel keine Dauerlösung dar. Einige davon führen bei Übergebrauch zu einer Medikamenten-Abhängigkeit, etwa Wirkstoffe aus der Gruppe der Benzodiazepine. In jedem Fall sollte man sich vor der Anwendung von Schlafmitteln vom Arzt dazu beraten lassen.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.