PENTATOP 100 mg Kapseln Hartkapseln
63,47 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Hartkapseln — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04843480
- Darreichungsform:
- Hartkapseln (Kapseln)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 100 mg
- Marke:
- PENTATOP
- Hersteller:
- Pädia GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Oder: Zur Erleichterung der Einnahme können Sie die Kapsel öffnen und den Inhalt mit Wasser gemischt einnehmen. Danach lassen Sie das Arzneimittel im Mund auf der Schleimhaut wirken.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Sie sollte deshalb in Absprache mit Ihrem Arzt festgelegt werden.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Für Säuglinge und Kleinkinder im Alter von 2 Monaten bis 2 Jahren wird das Arzneimittel entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Höchstdosis für Kinder von 2-14 Jahren: Eine Dosis von 8 Kapseln pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Höchstdosis für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene: Eine Dosis von 20 Kapseln pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Anwendungsgebiete
- Nahrungsmittelallergie
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder von 2-14 Jahren, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 4-mal täglich, Zeitpunkt: vor der Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Personenkreis: Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 2 Kapseln, Gesamtdosis: 4-mal täglich, Zeitpunkt: vor der Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff schützt vor einer allergischen Reaktion der Schleimhäute, indem er die äußere Hülle bestimmter Zellen, so genannter Mastzellen, stabilisiert. Dringen Fremdstoffe wie Pollen oder Tierschuppen in den Körper ein und lagern sich an der Hülle einer Mastzelle an, öffnet sie sich und eine Vielzahl körpereigener Botenstoffen treten aus. Diese Botenstoffe aktivieren die körpereigenen Abwehrmechanismen und in der Folge entzünden sich die betroffenen Schleimhäute. Cromoglicinsäure verhindert diesen Austritt.
Die Wirkung kann allerdings nur vorbeugend genutzt werden, ein akuter Anfall kann mit dem Stoff nicht behandelt werden.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge in den ersten 2 Lebensmonaten: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis) aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden!
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Für die Behandlung eines akuten Anfalls ist dieses Arzneimittel nicht geeignet.
Durchfall
Was ist das? - Definition Durchfall bezeichnet häufige, dünnflüssige Stuhlentleerungen, meist mehr als dreimal täglich. Er kann akut auftreten oder chronisch verlaufen. Oft ist er Begleiterscheinung einer Infektion, kann aber auch andere Ursachen haben.
Krankheitsbild
Durchfall ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Er tritt auf, wenn der Darm Wasser und Elektrolyte nicht ausreichend aufnehmen kann oder zu viel davon abgibt. Die Folge ist ein wässriger Stuhl. Man unterscheidet zwischen akutem Durchfall, der meist plötzlich beginnt und nur wenige Tage anhält, und chronischem Durchfall, der über Wochen oder Monate besteht.
Akuter Durchfall ist häufig infektiös bedingt und tritt oft in Zusammenhang mit verdorbenen Lebensmitteln auf. Chronischer Durchfall kann auf eine Grunderkrankung wie Reizdarm oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen hinweisen.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen:
- mehr als drei Stuhlentleerungen pro Tag
- wässriger oder breiiger Stuhl
- Bauchkrämpfe oder Blähungen
- Übelkeit oder Erbrechen
- Fieber bei infektiösem Verlauf
Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Akuter Durchfall klingt meist nach wenigen Tagen ab. Chronischer Durchfall kann schubweise oder dauerhaft auftreten. Bei starkem Flüssigkeitsverlust droht Austrocknung, besonders bei Kindern und älteren Menschen.
Folgen/Komplikationen
Die größte Gefahr bei Durchfall ist der Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten. Das kann zu Kreislaufproblemen, Schwäche und im Extremfall zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen.
Zu den weiteren Komplikationen zählen Störungen Nährstoffmangel bei längerem Verlauf, Reizung der Darmschleimhaut und eine Verstärkung bestehender Grunderkrankung.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Häufige Auslöser sind Virusinfektionen wie Norovirus oder Rotavirus, bakterielle Infektionen durch Salmonellen oder Campylobacter und Parasiten bei Reisen in vor allem tropische Regionen. Auch Lebensmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz, Medikamente wie Antibiotika oder Abführmittel, chronische Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa können zu Durchfall führen. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen mangelnde Hygiene, unreines Trinkwasser, Stress, bestimmte Ernährungsweisen oder eine geschwächte Immunabwehr.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Stuhluntersuchungen, Bluttests oder bildgebende Verfahren die Ursache klären. Bei Bedarf kommen Medikamente zum Einsatz, etwa Elektrolytlösungen, Mittel gegen Durchfall wie Loperamid bei nicht-infektiösem Verlauf oder Antibiotika bei bakteriellen Infektionen.
Das kann man selbst tun: Viel trinken, am besten Wasser oder Tee, leichte Kost wie Zwieback oder Reis und Verzicht auf fettige, süße oder stark gewürzte Speisen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn der Durchfall länger als drei Tage anhält, blutig ist, mit hohem Fieber oder starkem Flüssigkeitsverlust einhergeht. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Das gilt generell für Säuglinge und Kleinkinder sowie bereits geschwächte Patienten.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Nahrungsmittelallergie
Was ist das? - Definition Eine Nahrungsmittelallergie ist eine Fehlreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Eiweißbestandteile von Lebensmitteln. Meist bildet der Körper nach einem ersten Kontakt IgE - -Antikörper. Bei erneutem Kontakt treten typische Symptome wie Juckreiz, Ausschlag, Niesen oder Übelkeit auf.
Krankheitsbild
Es gibt viele Lebensmittel, die Allergien auslösen können. Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem fälschlicherweise auf einen harmlosen Eiweißbestandteil (Antigen) eines Lebensmittels. Der Körper bildet beim ersten Kontakt spezielle Antikörper, in der Regel vom Typ IgE. Bei weiteren Kontakten kann es zur allergischen Reaktion kommen. Die Symptome zeigen sich an der Haut, in den Atemwegen oder im Magen-Darm-Trakt. Etwa vier Prozent der Deutschen sind von einer Nahrungsmittelallergie betroffen.
Symptome/Verlauf
Allergische Reaktionen gehen auf eine Störung des Immunsystems zurück. Normalerweise kann der Körper zwischen fremden, krankmachenden Stoffen und harmlosen Umweltstoffen oder Nahrungsbestandteilen unterscheiden. Bei den Betroffenen aber werden harmlose Substanzen für einen gefährlichen Fremdkörper gehalten. Sie bewirken eine Reaktion des Immunsystems. Nach einem ersten Kontakt mit der allergieauslösenden Substanz bildet der Körper Abwehrstoffe gegen diese Substanzen, die so genannten Antikörper (IgE). Bei einem erneuten Kontakt mit der Substanz kann es zur allergischen Reaktion kommen: dabei setzen sich die Antikörper auf Zellen, welche Histamin freisetzen. Die Histaminausschüttung führt zu klassischen Zeichen einer Allergie. Dazu gehören zum Beispiel Juckreiz, Hautausschlag, Schwellung von Mundhöhle oder Rachen, Niesattacken, Atemwegsprobleme bis hin zu Übelkeit und Erbrechen. Nahrungsmittelallergien bei Säuglingen, zum Beispiel auf Kuhmilch, verschwinden zum großen Teil wieder vor dem 6. Lebensjahr. Oft kommt es aber auch erst im Erwachsenenalter zu allergischen Symptomen.
Folgen/Komplikationen
Im schlimmsten Fall kann eine Nahrungsmittelallergie zu einem sogenannten "anaphylaktischen Schock" führen. Dabei sind mehrere Organsysteme an den allergischen Reaktionen beteiligt. Binnen weniger Minuten kann es zu Atemnot, Blutdruckabfall bis hin zu Herz-Kreislauf-Versagen kommen.
Ursachen/Risikofaktoren
Einige Menschen haben erblich bedingt eine erhöhte Neigung zu Nahrungsmittelallergien. Außerdem gibt es Menschen, die aufgrund einer bereits vorhandenen Pollenallergie zusätzlich auf bestimmte Lebensmittel reagieren. Diese sogenannte Kreuzreaktion tritt auf, da sich die allergieauslösenden Eiweißstrukturen in Pollen und Lebensmitteln zum Teil sehr ähnlich sind. Zudem gibt es verschiedene Risikofaktoren, die allergische Reaktionen begünstigen oder verstärken können. Dazu gehören zum Beispiel:
- körperliche Anstrengung
- Alkohol
- Schmerzmedikamente wie ASS
- akute Infektionen
- Schlafmangel
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie kann der Arzt mithilfe eines Pricktests untersuchen, ob IgE-Antikörper gegen ein bestimmtes Lebensmittel vorliegen. Falls ja, ist die Person "sensibilisiert". Eine Allergie besteht allerdings nur, wenn das Lebensmittel zu einer eindeutigen und wiederholbaren Reaktion führt. Die Diagnose einer Nahrungsmittelallergie sollte immer mithilfe einer spezialisierten Ernährungsfachkraft durchgeführt werden.
Das kann man selbst tun: Besteht eine erwiesene Nahrungsmittelallergie, lassen sich die Symptome vermeiden, indem man auf das betreffende Lebensmittel verzichtet. Doch Vorsicht: Ernährungsexperten empfehlen, nur tatsächlich allergieauslösende Lebensmittel nach Diagnose einer Ernährungsfachkraft zu vermeiden. Sonst besteht die Gefahr, sich auf Dauer einseitig zu ernähren oder die Reaktion auf vorher tolerierte Lebensmittel sogar zu verstärken.
Bearbeitungsstand: 27.03.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hartkapseln — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04843480
- Darreichungsform:
- Hartkapseln (Kapseln)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 100 mg
- Marke:
- PENTATOP
- Hersteller:
- Pädia GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Oder: Zur Erleichterung der Einnahme können Sie die Kapsel öffnen und den Inhalt mit Wasser gemischt einnehmen. Danach lassen Sie das Arzneimittel im Mund auf der Schleimhaut wirken.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Sie sollte deshalb in Absprache mit Ihrem Arzt festgelegt werden.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Für Säuglinge und Kleinkinder im Alter von 2 Monaten bis 2 Jahren wird das Arzneimittel entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Höchstdosis für Kinder von 2-14 Jahren: Eine Dosis von 8 Kapseln pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Höchstdosis für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene: Eine Dosis von 20 Kapseln pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Anwendungsgebiete
- Nahrungsmittelallergie
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder von 2-14 Jahren, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 4-mal täglich, Zeitpunkt: vor der Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Personenkreis: Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 2 Kapseln, Gesamtdosis: 4-mal täglich, Zeitpunkt: vor der Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff schützt vor einer allergischen Reaktion der Schleimhäute, indem er die äußere Hülle bestimmter Zellen, so genannter Mastzellen, stabilisiert. Dringen Fremdstoffe wie Pollen oder Tierschuppen in den Körper ein und lagern sich an der Hülle einer Mastzelle an, öffnet sie sich und eine Vielzahl körpereigener Botenstoffen treten aus. Diese Botenstoffe aktivieren die körpereigenen Abwehrmechanismen und in der Folge entzünden sich die betroffenen Schleimhäute. Cromoglicinsäure verhindert diesen Austritt.
Die Wirkung kann allerdings nur vorbeugend genutzt werden, ein akuter Anfall kann mit dem Stoff nicht behandelt werden.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge in den ersten 2 Lebensmonaten: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis) aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden!
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Für die Behandlung eines akuten Anfalls ist dieses Arzneimittel nicht geeignet.
Durchfall
Was ist das? - Definition Durchfall bezeichnet häufige, dünnflüssige Stuhlentleerungen, meist mehr als dreimal täglich. Er kann akut auftreten oder chronisch verlaufen. Oft ist er Begleiterscheinung einer Infektion, kann aber auch andere Ursachen haben.
Krankheitsbild
Durchfall ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Er tritt auf, wenn der Darm Wasser und Elektrolyte nicht ausreichend aufnehmen kann oder zu viel davon abgibt. Die Folge ist ein wässriger Stuhl. Man unterscheidet zwischen akutem Durchfall, der meist plötzlich beginnt und nur wenige Tage anhält, und chronischem Durchfall, der über Wochen oder Monate besteht.
Akuter Durchfall ist häufig infektiös bedingt und tritt oft in Zusammenhang mit verdorbenen Lebensmitteln auf. Chronischer Durchfall kann auf eine Grunderkrankung wie Reizdarm oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen hinweisen.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen:
- mehr als drei Stuhlentleerungen pro Tag
- wässriger oder breiiger Stuhl
- Bauchkrämpfe oder Blähungen
- Übelkeit oder Erbrechen
- Fieber bei infektiösem Verlauf
Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Akuter Durchfall klingt meist nach wenigen Tagen ab. Chronischer Durchfall kann schubweise oder dauerhaft auftreten. Bei starkem Flüssigkeitsverlust droht Austrocknung, besonders bei Kindern und älteren Menschen.
Folgen/Komplikationen
Die größte Gefahr bei Durchfall ist der Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten. Das kann zu Kreislaufproblemen, Schwäche und im Extremfall zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen.
Zu den weiteren Komplikationen zählen Störungen Nährstoffmangel bei längerem Verlauf, Reizung der Darmschleimhaut und eine Verstärkung bestehender Grunderkrankung.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Häufige Auslöser sind Virusinfektionen wie Norovirus oder Rotavirus, bakterielle Infektionen durch Salmonellen oder Campylobacter und Parasiten bei Reisen in vor allem tropische Regionen. Auch Lebensmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz, Medikamente wie Antibiotika oder Abführmittel, chronische Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa können zu Durchfall führen. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen mangelnde Hygiene, unreines Trinkwasser, Stress, bestimmte Ernährungsweisen oder eine geschwächte Immunabwehr.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Stuhluntersuchungen, Bluttests oder bildgebende Verfahren die Ursache klären. Bei Bedarf kommen Medikamente zum Einsatz, etwa Elektrolytlösungen, Mittel gegen Durchfall wie Loperamid bei nicht-infektiösem Verlauf oder Antibiotika bei bakteriellen Infektionen.
Das kann man selbst tun: Viel trinken, am besten Wasser oder Tee, leichte Kost wie Zwieback oder Reis und Verzicht auf fettige, süße oder stark gewürzte Speisen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn der Durchfall länger als drei Tage anhält, blutig ist, mit hohem Fieber oder starkem Flüssigkeitsverlust einhergeht. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Das gilt generell für Säuglinge und Kleinkinder sowie bereits geschwächte Patienten.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Nahrungsmittelallergie
Was ist das? - Definition Eine Nahrungsmittelallergie ist eine Fehlreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Eiweißbestandteile von Lebensmitteln. Meist bildet der Körper nach einem ersten Kontakt IgE - -Antikörper. Bei erneutem Kontakt treten typische Symptome wie Juckreiz, Ausschlag, Niesen oder Übelkeit auf.
Krankheitsbild
Es gibt viele Lebensmittel, die Allergien auslösen können. Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem fälschlicherweise auf einen harmlosen Eiweißbestandteil (Antigen) eines Lebensmittels. Der Körper bildet beim ersten Kontakt spezielle Antikörper, in der Regel vom Typ IgE. Bei weiteren Kontakten kann es zur allergischen Reaktion kommen. Die Symptome zeigen sich an der Haut, in den Atemwegen oder im Magen-Darm-Trakt. Etwa vier Prozent der Deutschen sind von einer Nahrungsmittelallergie betroffen.
Symptome/Verlauf
Allergische Reaktionen gehen auf eine Störung des Immunsystems zurück. Normalerweise kann der Körper zwischen fremden, krankmachenden Stoffen und harmlosen Umweltstoffen oder Nahrungsbestandteilen unterscheiden. Bei den Betroffenen aber werden harmlose Substanzen für einen gefährlichen Fremdkörper gehalten. Sie bewirken eine Reaktion des Immunsystems. Nach einem ersten Kontakt mit der allergieauslösenden Substanz bildet der Körper Abwehrstoffe gegen diese Substanzen, die so genannten Antikörper (IgE). Bei einem erneuten Kontakt mit der Substanz kann es zur allergischen Reaktion kommen: dabei setzen sich die Antikörper auf Zellen, welche Histamin freisetzen. Die Histaminausschüttung führt zu klassischen Zeichen einer Allergie. Dazu gehören zum Beispiel Juckreiz, Hautausschlag, Schwellung von Mundhöhle oder Rachen, Niesattacken, Atemwegsprobleme bis hin zu Übelkeit und Erbrechen. Nahrungsmittelallergien bei Säuglingen, zum Beispiel auf Kuhmilch, verschwinden zum großen Teil wieder vor dem 6. Lebensjahr. Oft kommt es aber auch erst im Erwachsenenalter zu allergischen Symptomen.
Folgen/Komplikationen
Im schlimmsten Fall kann eine Nahrungsmittelallergie zu einem sogenannten "anaphylaktischen Schock" führen. Dabei sind mehrere Organsysteme an den allergischen Reaktionen beteiligt. Binnen weniger Minuten kann es zu Atemnot, Blutdruckabfall bis hin zu Herz-Kreislauf-Versagen kommen.
Ursachen/Risikofaktoren
Einige Menschen haben erblich bedingt eine erhöhte Neigung zu Nahrungsmittelallergien. Außerdem gibt es Menschen, die aufgrund einer bereits vorhandenen Pollenallergie zusätzlich auf bestimmte Lebensmittel reagieren. Diese sogenannte Kreuzreaktion tritt auf, da sich die allergieauslösenden Eiweißstrukturen in Pollen und Lebensmitteln zum Teil sehr ähnlich sind. Zudem gibt es verschiedene Risikofaktoren, die allergische Reaktionen begünstigen oder verstärken können. Dazu gehören zum Beispiel:
- körperliche Anstrengung
- Alkohol
- Schmerzmedikamente wie ASS
- akute Infektionen
- Schlafmangel
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie kann der Arzt mithilfe eines Pricktests untersuchen, ob IgE-Antikörper gegen ein bestimmtes Lebensmittel vorliegen. Falls ja, ist die Person "sensibilisiert". Eine Allergie besteht allerdings nur, wenn das Lebensmittel zu einer eindeutigen und wiederholbaren Reaktion führt. Die Diagnose einer Nahrungsmittelallergie sollte immer mithilfe einer spezialisierten Ernährungsfachkraft durchgeführt werden.
Das kann man selbst tun: Besteht eine erwiesene Nahrungsmittelallergie, lassen sich die Symptome vermeiden, indem man auf das betreffende Lebensmittel verzichtet. Doch Vorsicht: Ernährungsexperten empfehlen, nur tatsächlich allergieauslösende Lebensmittel nach Diagnose einer Ernährungsfachkraft zu vermeiden. Sonst besteht die Gefahr, sich auf Dauer einseitig zu ernähren oder die Reaktion auf vorher tolerierte Lebensmittel sogar zu verstärken.
Bearbeitungsstand: 27.03.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.