POSIFORLID COMOD 1 mg/ml Augentropfen
11,94 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Augentropfen — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 13414803
- Darreichungsform:
- Augentropfen (Augentropfen)
- Packungsgröße:
- 10 ml
- Wirkstoffstärke:
- 1 mg
- Marke:
- POSIFORLID
- Hersteller:
- URSAPHARM Arzneimittel GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tropfen Sie das Arzneimittel in den Bindehautsack des betroffenen Auges ein. Legen Sie für die Anwendung Ihren Kopf zurück. Schließen Sie nach dem Eintropfen langsam das Auge und drücken Sie leicht mit dem Finger auf den Tränenkanal zwischen Nase und innerem Augenlid. Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, sollten Sie diese vor der Anwendung des Arzneimittels entfernen und erst ca. 15 Minuten nach dem Eintropfen wieder einsetzen.
Dauer der Anwendung?
Das Arzneimittel soll bis zur Besserung der Beschwerden, jedoch in der Regel nicht länger als 2 Wochen angewendet werden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Lidrandentzündung
- Bindehautentzündung
- Reizzustände des Auges durch Staub, Rauch oder Sonne
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tropfen, Gesamtdosis: 4-mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Dies ist darauf zurückzuführen, dass er die Bildung bestimmter Botenstoffe, so genannter Prostaglandine, im Körper blockiert, die an der Entstehung von Schmerzen und Entzündungen wesentlich beteiligt sind. Außerdem kann er äußerlich angewendet die obere Hornschicht der Haut aufweichen.
Nebenwirkungen
- Augenbrennen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Augenverletzungen
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes oder die Geburt.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 12 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Bei Erkrankungen, die durch Infektionen bedingt sind, sollte zusätzlich eine Behandlung mit einem für diese Erkrankungen geeigneten Arzneimittel erfolgen.
Bindehautentzündung durch Bakterien
Was ist das? - Definition Die bakterielle Bindehautentzündung ist eine akute Entzündung der Bindehaut des Auges, verursacht durch krankmachende Bakterien. Sie ist ansteckend und äußert sich meist durch gerötete, verklebte und eitrig tränende Augen.
Krankheitsbild
Die Bindehaut ist eine dünne Schleimhaut, die die Innenseite der Augenlider bedeckt. Bei einer bakteriellen Entzündung dringen Bakterien in diese Schleimhaut ein und lösen eine Reaktion aus. Typisch ist ein plötzlicher Beginn mit einem betroffenen Auge, das sich rasch röten und oft verklebt. Häufig breitet sich die Infektion innerhalb weniger Tage auf das zweite Auge aus. Besonders betroffen sind Kinder, Kontaktlinsenträger und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten meist plötzlich auf und können sehr unangenehm sein. Zu den typischen Anzeichen zählen:
- Starke Rötung des Auges
- Gelblich-grüner, eitriger Ausfluss
- Verklebte Augenlider, besonders morgens
- Brennen oder Jucken
- Fremdkörpergefühl im Auge
- Tränenfluss und Lichtempfindlichkeit
- Gelegentlich geschwollene Lymphknoten, vor allem vor dem Ohr
Die bakterielle Bindehautentzündung heilt mit Behandlung meist innerhalb von fünf bis zehn Tagen. Ohne Therapie kann sie länger bestehen und auf andere Teile des Auges übergreifen.
Folgen/Komplikationen
In der Regel verläuft die Erkrankung unkompliziert. Bleibt sie jedoch unbehandelt, kann sie sich auf die Hornhaut ausbreiten und dort zu einer Entzündung führen. Das kann das Sehvermögen beeinträchtigen. Auch eine wiederholte Selbstansteckung durch mangelnde Hygiene kommt vor. Bei starkem Schmerz oder Sehverschlechterung sollte sofort ärztlicher Rat eingeholt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist eine Schmierinfektion. Bakterien gelangen über die Hände, Kontaktlinsen, Kosmetika oder verunreinigtes Wasser ins Auge. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen trockene Augen, chronische Lidrandentzündungen, Rauch, Chlorwasser, Diabetes und andere chronische Erkrankungen. Auch eine schlechte Augenhygiene kann die Entstehung begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er erkennt die Erkrankung meist durch eine Betrachtung des betroffenen Auges und macht bei Bedarf einen Abstrich. Die Behandlung erfolgt mit antibiotischen Augentropfen oder Salben.
Das kann man selbst tun: Eine gute Hygiene, regelmäßiges Händewaschen und der temporäre Verzicht auf Kontaktlinsen tragen zur Heilung bei. Erkrankte und Gesunde sollten nicht dieselben Handtücher benutzen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn starke Beschwerden auftreten oder sich die Symptome nach wenigen Tagen nicht bessern.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Bindehaut- und Augenreizung
Was ist das? - Definition Eine Bindehautreizung oder Augenreizung ist keine Entzündung im klassischen Sinn, sondern eine Reaktion der empfindlichen Augenoberfläche auf äußere Einflüsse. Sie äußert sich durch Rötung, Brennen oder ein Fremdkörpergefühl, ohne dass Krankheitserreger beteiligt sind.
Krankheitsbild
Die Bindehaut ist eine dünne Schleimhaut, die die Innenseite der Augenlider bedeckt. Bei einer Reizung reagiert sie empfindlich auf äußere Reize wie Staub, Rauch oder trockene Luft. Auch mechanische Einflüsse wie falsch sitzende Kontaktlinsen oder eine Lidfehlstellung können die Bindehaut belasten. Anders als bei einer infektiösen Bindehautentzündung sind keine Bakterien oder Viren beteiligt.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten meist plötzlich auf und können sehr störend sein. Zu den typischen Anzeichen zählen:
- Rötung der Augen
- Brennen oder Jucken
- Fremdkörpergefühl
- Tränenfluss
- Lichtempfindlichkeit
- Trockene Augen
- Verklebte Lider am Morgen
Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab. Wird der auslösende Reiz entfernt, bessern sich die Symptome oft rasch. Bei anhaltender Belastung oder falscher Selbstbehandlung können sich die Beschwerden jedoch verschlimmern.
Folgen/Komplikationen
In den meisten Fällen bleibt die Reizung harmlos. Wird sie jedoch ignoriert oder falsch behandelt, kann sie zu einer echten Entzündung führen. Auch die Hornhaut kann in Mitleidenschaft gezogen werden, was auf Dauer das Sehvermögen beeinträchtigt. Besonders bei trockenen Augen besteht die Gefahr, dass die Schutzfunktion des Tränenfilms aus dem Gleichgewicht gerät.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigsten Auslöser sind äußere Reize wie Rauch, Staub, Wind, trockene Heizungsluft oder UV-Strahlung. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen längere Bildschirmarbeit, Kontaktlinsen, falsche Brillenstärke, Kosmetika, Chlorwasser und bestimmte Medikamente. Auch eine Lidfehlstellung oder ein Tränenmangel kann die Reizung begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch eine Untersuchung klären, ob es sich um eine Reizung oder eine Entzündung handelt. Je nach Ursache kommen befeuchtende Augentropfen oder entzündungshemmende Präparate zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Die Vermeidung der genannten Reize, regelmäßige Pausen bei Bildschirmarbeit und gute Hygiene tun den Augen gut. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden länger als zwei Tage bestehen, sich verschlimmern oder das Sehvermögen beeinträchtigt ist. Dann sollte eine augenärztliche Abklärung erfolgen.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Augentropfen — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 13414803
- Darreichungsform:
- Augentropfen (Augentropfen)
- Packungsgröße:
- 10 ml
- Wirkstoffstärke:
- 1 mg
- Marke:
- POSIFORLID
- Hersteller:
- URSAPHARM Arzneimittel GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tropfen Sie das Arzneimittel in den Bindehautsack des betroffenen Auges ein. Legen Sie für die Anwendung Ihren Kopf zurück. Schließen Sie nach dem Eintropfen langsam das Auge und drücken Sie leicht mit dem Finger auf den Tränenkanal zwischen Nase und innerem Augenlid. Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, sollten Sie diese vor der Anwendung des Arzneimittels entfernen und erst ca. 15 Minuten nach dem Eintropfen wieder einsetzen.
Dauer der Anwendung?
Das Arzneimittel soll bis zur Besserung der Beschwerden, jedoch in der Regel nicht länger als 2 Wochen angewendet werden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Lidrandentzündung
- Bindehautentzündung
- Reizzustände des Auges durch Staub, Rauch oder Sonne
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tropfen, Gesamtdosis: 4-mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Dies ist darauf zurückzuführen, dass er die Bildung bestimmter Botenstoffe, so genannter Prostaglandine, im Körper blockiert, die an der Entstehung von Schmerzen und Entzündungen wesentlich beteiligt sind. Außerdem kann er äußerlich angewendet die obere Hornschicht der Haut aufweichen.
Nebenwirkungen
- Augenbrennen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Augenverletzungen
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes oder die Geburt.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 12 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Bei Erkrankungen, die durch Infektionen bedingt sind, sollte zusätzlich eine Behandlung mit einem für diese Erkrankungen geeigneten Arzneimittel erfolgen.
Bindehautentzündung durch Bakterien
Was ist das? - Definition Die bakterielle Bindehautentzündung ist eine akute Entzündung der Bindehaut des Auges, verursacht durch krankmachende Bakterien. Sie ist ansteckend und äußert sich meist durch gerötete, verklebte und eitrig tränende Augen.
Krankheitsbild
Die Bindehaut ist eine dünne Schleimhaut, die die Innenseite der Augenlider bedeckt. Bei einer bakteriellen Entzündung dringen Bakterien in diese Schleimhaut ein und lösen eine Reaktion aus. Typisch ist ein plötzlicher Beginn mit einem betroffenen Auge, das sich rasch röten und oft verklebt. Häufig breitet sich die Infektion innerhalb weniger Tage auf das zweite Auge aus. Besonders betroffen sind Kinder, Kontaktlinsenträger und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten meist plötzlich auf und können sehr unangenehm sein. Zu den typischen Anzeichen zählen:
- Starke Rötung des Auges
- Gelblich-grüner, eitriger Ausfluss
- Verklebte Augenlider, besonders morgens
- Brennen oder Jucken
- Fremdkörpergefühl im Auge
- Tränenfluss und Lichtempfindlichkeit
- Gelegentlich geschwollene Lymphknoten, vor allem vor dem Ohr
Die bakterielle Bindehautentzündung heilt mit Behandlung meist innerhalb von fünf bis zehn Tagen. Ohne Therapie kann sie länger bestehen und auf andere Teile des Auges übergreifen.
Folgen/Komplikationen
In der Regel verläuft die Erkrankung unkompliziert. Bleibt sie jedoch unbehandelt, kann sie sich auf die Hornhaut ausbreiten und dort zu einer Entzündung führen. Das kann das Sehvermögen beeinträchtigen. Auch eine wiederholte Selbstansteckung durch mangelnde Hygiene kommt vor. Bei starkem Schmerz oder Sehverschlechterung sollte sofort ärztlicher Rat eingeholt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist eine Schmierinfektion. Bakterien gelangen über die Hände, Kontaktlinsen, Kosmetika oder verunreinigtes Wasser ins Auge. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen trockene Augen, chronische Lidrandentzündungen, Rauch, Chlorwasser, Diabetes und andere chronische Erkrankungen. Auch eine schlechte Augenhygiene kann die Entstehung begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er erkennt die Erkrankung meist durch eine Betrachtung des betroffenen Auges und macht bei Bedarf einen Abstrich. Die Behandlung erfolgt mit antibiotischen Augentropfen oder Salben.
Das kann man selbst tun: Eine gute Hygiene, regelmäßiges Händewaschen und der temporäre Verzicht auf Kontaktlinsen tragen zur Heilung bei. Erkrankte und Gesunde sollten nicht dieselben Handtücher benutzen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn starke Beschwerden auftreten oder sich die Symptome nach wenigen Tagen nicht bessern.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Bindehaut- und Augenreizung
Was ist das? - Definition Eine Bindehautreizung oder Augenreizung ist keine Entzündung im klassischen Sinn, sondern eine Reaktion der empfindlichen Augenoberfläche auf äußere Einflüsse. Sie äußert sich durch Rötung, Brennen oder ein Fremdkörpergefühl, ohne dass Krankheitserreger beteiligt sind.
Krankheitsbild
Die Bindehaut ist eine dünne Schleimhaut, die die Innenseite der Augenlider bedeckt. Bei einer Reizung reagiert sie empfindlich auf äußere Reize wie Staub, Rauch oder trockene Luft. Auch mechanische Einflüsse wie falsch sitzende Kontaktlinsen oder eine Lidfehlstellung können die Bindehaut belasten. Anders als bei einer infektiösen Bindehautentzündung sind keine Bakterien oder Viren beteiligt.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten meist plötzlich auf und können sehr störend sein. Zu den typischen Anzeichen zählen:
- Rötung der Augen
- Brennen oder Jucken
- Fremdkörpergefühl
- Tränenfluss
- Lichtempfindlichkeit
- Trockene Augen
- Verklebte Lider am Morgen
Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab. Wird der auslösende Reiz entfernt, bessern sich die Symptome oft rasch. Bei anhaltender Belastung oder falscher Selbstbehandlung können sich die Beschwerden jedoch verschlimmern.
Folgen/Komplikationen
In den meisten Fällen bleibt die Reizung harmlos. Wird sie jedoch ignoriert oder falsch behandelt, kann sie zu einer echten Entzündung führen. Auch die Hornhaut kann in Mitleidenschaft gezogen werden, was auf Dauer das Sehvermögen beeinträchtigt. Besonders bei trockenen Augen besteht die Gefahr, dass die Schutzfunktion des Tränenfilms aus dem Gleichgewicht gerät.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigsten Auslöser sind äußere Reize wie Rauch, Staub, Wind, trockene Heizungsluft oder UV-Strahlung. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen längere Bildschirmarbeit, Kontaktlinsen, falsche Brillenstärke, Kosmetika, Chlorwasser und bestimmte Medikamente. Auch eine Lidfehlstellung oder ein Tränenmangel kann die Reizung begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch eine Untersuchung klären, ob es sich um eine Reizung oder eine Entzündung handelt. Je nach Ursache kommen befeuchtende Augentropfen oder entzündungshemmende Präparate zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Die Vermeidung der genannten Reize, regelmäßige Pausen bei Bildschirmarbeit und gute Hygiene tun den Augen gut. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden länger als zwei Tage bestehen, sich verschlimmern oder das Sehvermögen beeinträchtigt ist. Dann sollte eine augenärztliche Abklärung erfolgen.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.